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DE3208114A1 - Neutronendetektor - Google Patents

Neutronendetektor

Info

Publication number
DE3208114A1
DE3208114A1 DE19823208114 DE3208114A DE3208114A1 DE 3208114 A1 DE3208114 A1 DE 3208114A1 DE 19823208114 DE19823208114 DE 19823208114 DE 3208114 A DE3208114 A DE 3208114A DE 3208114 A1 DE3208114 A1 DE 3208114A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
neutron
moderator
detector
reflector
counter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19823208114
Other languages
English (en)
Inventor
Mohamed Dr. 2050 Hamburg Nagib
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19823208114 priority Critical patent/DE3208114A1/de
Publication of DE3208114A1 publication Critical patent/DE3208114A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T3/00Measuring neutron radiation

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Measurement Of Radiation (AREA)

Description

  • Neutronendetektor
  • Die Erfindung betrifft einen vorzugsweise großflächig ausgebildeten Detektor zum Nachweis von Spaltneutronen mit einer ein oder mehrere Zählrohre enthaltenden Moderatar-Reflektor-Anordnung.
  • Bei der Uberwachung von Personen, Materialien und Bauelementen auf mitgeführte Konta mination oder spaltbares Material in kerntechnischen Anlagen nutzt man zum Nachweis die Eigengammastrahlung der Spalt stoffe Uran-235 und Plutonium-239 oder die Spaltneutronen der geradzahligen Plutonium-Isotope.
  • Beim Nachweis von Uran-235 und Plutonium-239 mitbis der Eigengammastrahlung ergeben sich besondere Schwierigkeiten dadurch, daß, bei beiden Stoffen die Gammastrahlung schon bei relativ kleiner Abschirmung im Material stark abgeschwächt wird.
  • Bei Plutonium kann die Überwachung dadurch verbessert werden, wenn man zusätzlich die Spaltneutronen mißt, da diese bei der Spontan spaltung erzeugten Neutronen durchaus dicke Materialschichten durchdringen können.
  • Zum Neutronen-Nachweis verwendet man in Kombination mit einem Moderator im allgemeinen Helium-3- oder Bortetrafluorid-Zählrohre, die Jedoch sehr teuer in der Anschaffung sind.
  • Der Moderator hat die Aufgabe, die Spaltneutronen mit einer Energie von ca. 2 MeV durch Stöße auf thermische Energie abzubremsen, weil die Zählrohre eine hohe Nachweisempfindlichkeit für thermische Neutronen haben.
  • Ein bei "Los Alamos ScientificLaboratory" in den USA entwickelter Monitor zur Spaltstoffffberwachung von Personen besteht aus einer mit Polyäthylen abgeschirmten Meßzelle, in der 24 Helium-3-Zählrohre angeordnet sind. Jeweils 12 Zählrohre in einer Länge von 100 cm sind unter dem Fußboden bzw. über der Decke der Meßzelle angebracht. Bei einer 8o entstehenden Detektorfläche von ca. 2 .m2 beträgt,die Neutronennachweisempfindlichkeit 0,048. Diese Neutronenempfindlichkeit wird hier definiert als Verhältnis von Neatronenzhhlrate zur Neutronene missionsrate einer Spaltquelle, die sich innerhalb der Meßzelle befindet.
  • I.in Personenmonitor, der auf die Verwendung der kostspieligen Helium-3- oder Bortetrafluorid-Zählrohre verzichtet, wurde 1980 von der Firma IRT-Corporation, San Diego, USA, entwickelt, Hier erfolgt der Neutronennachweis in speziell entwickelten, großtlEchigen Schichtdetektoren, ueber die bisher offenbar keine näheren Angaben publiziert worden sind. Diese IRT-Monitoren hüben bei einer Detektorfläche von ca. 4 m2 eine Nachweisempfindlichkeit von nur ca. 0,021 für Spaltneutronen. Der IRT-Monitor ist zwar preiswerter als der ersterwähnte mit Zähirohren arbeitende Monitor, doch ist seine Neutronenempfindlichkeit ganz deutlich geringer.
  • Die Nachweisgrenze eines Neutronendetektors fUr Plutonium ist proportional zu seiner Neutronenempfindlichkeit. Diese Empfindlichkeit ist wiederum von der Anzahl, der Art und der Konfiguration der verwendeten Zählrohre oder Detektoren abhängig. Somit ergeben sich letztlich fUr die Geräte zur Spaltstoffkontrolle sehr hohe Fertigungskosten.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines großflächigen Neutronendetektors der einleitend genannten Art, der sich durch eine besonders hohe Empfindlichkeit bei relativ geringen Fertigungskosten auszeichnet.
  • Die vorstehende Aufgabewhd erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des Hauptanspruches angegebenen Merkmale gelöst.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Der erfindungsgemäße Detektor läßt sich günstig aus den hochempfindlichen, 1 m langen Helium-3-Zählrohren herstellen. Durch die besonders günstige räumliche Anordnung von Zählrohr, Moderator und Reflektor vorzugsweise in Verbindung mit einem günstig ausgewählten Moderator- und Reflektor-Material führen dazu, daß man eine Neutronenempfindlichkeit von ca. 0,032 je 1 m2 Detektorfläche erhält für einen Abstand von 100 cm zwischen Quelle und Detektor und 11 Zählrohren je ion2.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der beigefUgten Zeichnung, in der zwei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
  • In der Zeichnung zeigen: Fig.1 eine in Richtung Neutroneneinfall gesehene Ansicht eines erfindungsgemäßen Detektors mit einem Zählrohr, Fig.2 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie II-der Fig.1, Fig.3 eine in Neutroneneinfallsrichtung gesehene Ansicht eines erfindungsgemäßen Detektors mit drei Zählrohren und Fig.4 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie IV/IV der Fig.3.
  • Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, enthält der vorzugsweise aus Polyäthylen bestehende Neutronenmoderatorkörper 2 eine Längsbohrung 11 die zur Aufnahme eines Neutronenzählrohres, vorzugsweise eines Helium-3-Zählrohres dient. Wie der Querschnitt gemäß Fig.2 zeigt, hat der erfindungsgemäße Detektor eine stab- oder leistenförmige Gestalt. Die Bohrung 1 erstreckt sich parsllel zu der dem Neutroneneinfall 5 zugewandten Vorderfläche und auch parallel zu der planen Hinterfläche des Körpers 2, welche mit einem Neutronenreflektor 3 aus einem Material mit hohem Neutronenstreuquerschnitt, vorzugsweise Nickel,-abgedeckt ist. Die Länge des Neutronenmoderatorkörpers 2 entspricht im wesentlichen der genormten Länge der Neutronenzählrohre von vorzugsweise 100 cmO Die auf der Vorderfläche des Moderatorkörpers 2 versetzt zur Ebene der Bohrung 1 angeordneten Sacklochbohrungen 4 optimieren die geometrischen Verhältnisse derart, daß möglichst viele Neutronen in der Umgebung der Zählrohre auf thermische Energie moderiert werden. Die Tiefe der Sacklochbohrungen 4 ist geringer als der Abstand von Zahlrohrachse zur Vorderfläche des Moderatorkörpers 2.
  • Der Reflektor 3 verringert das Austreten der Neutronen aus dem Detektor. Die an diesem Reflektor stattfindende RUckstreuung der Neutronen hat eine Erhöhung der Einfangwahrscheinlichkeit der Neutronen im Zählrohr zur Folge.
  • Die Neutronenempfindlichkeit des Detektors ist stark richtungsabhängig; sie ist am höchsten in der bevorzugten Richtung 5. Eine Erhöhung der seitlichen Empfindlichkeit kann man dadurch erreichen, daß man - in Fig.1 und 2 dargestellt - auch an den Seitenflächen des Moderatorkörpers 2 entsprechende Sacklochbohrungen 6 anbringt.
  • Die Mehrfachausfuhrung gemäß Fig.3 und 4 deckt sich im wesentlichen mit der Ausführungsform gemäß Fig.1 und 2.
  • Entsprechend der größeren Einfallsfiäche für die Neutronen sind bei der Ausführungsform gemäß Fig.3 und 4 drei Zählrohre in entsprechenden Bohrungen 1 des Moderatorkörpers 2 angeordnet.
  • Verglichen mit dem von Los Alamos entwickelten Personen-Monitor führt der erfindungsgemäße Detektor bei gleicher Zählrohrzahl zu einer um den Faktor 2 höheren Neutronenempfindlichkeit.
  • Erprobungen haben gezeigt, daß ein aus fünf erfindungsgemäßen Detektoren (mit Helium-3-Zählrohren) aufgebauter Türrahmenmonitor zu einer Neutronenempfindlichkeit von ca. 0,10 führt. Diese Empfindlichkeit ist um einen Faktor 5 höher als die Empfindlichkeit des vorerwähnten IRT-Monitors, Die hohe Empfindlichkeit des erfindungsgemäßen Detektors fUr Spaltneutronen wird dadurch erreicht, daß die Neutronenabbremsung in einer optimierten Moderato'r-Zählrohr-Anordnung stattfindet und daß der Reflektor das Austreten der Neutronen verringert.
  • Bei Anwendungen,für die vom Meßsystem hohe Nachweisempfindlichkeit fUr Spaltneutronen gefordert wird, bietet sich der Einsatz des erfindungsgemäßen Detektors an. Zum Aufbau von Monitoren fUr Personen, Komponenten und Kraftfahrzeugen können mehrere erfindungsgemäße Detektoren in geeigneter den Abmessungen entsprechenden Anordnungen installiert werden.
  • Besonders gut eignet sich der erfindungsgemäße Detektor te auch zur Ausmessung von Neutronenquellen, die von hohen Gamma-Strahlungsfeldern begleitet sind.
  • Leerseite

Claims (4)

  1. PatentansrUche Detektor zum Nachweis von Spaltneutronen mit einer ein oder mehrere Zählrohre enthaltenden Moderator-Reflektor-Anordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Zßhlrohre (1) innerhalb eines stab- oder plattenförmigen Moderatorkörpers (2) mit parallel ausgerichteten Zählrohrachsen zwischen der dem Neutroneneinfall (5) zugewandten Vorderfläche und der mit einem Neutronenreflektor (3) abgedeckten Hinterfläche angeordnet sind.
  2. 2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neutronenmoderator an seiner dem Neutroneneinfall zugewandten Vorderfläche, versetzt zu den ZAhlrohrebenen, mit Sacklochbohrungen (4) versehen ist, deren Tiefe geringer ist als der Abstand der Zählrohrachsen von der Moderatoraußenfläche.
  3. 3. Detektor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich an den der Vorderfläche benachbarten Seitenflächen des Moderatorkörpers Sacklochbohrungen (6) vorgesehen sind.
  4. 4. Detektor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Moderatorkörper (2) aus Polyäthylen besteht und auf seiner Hinterfläche einen plattenförmigen, vorzugsweise aus Nickel bestehenden Reflektor (3) trägt.
DE19823208114 1982-03-06 1982-03-06 Neutronendetektor Withdrawn DE3208114A1 (de)

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DE19823208114 DE3208114A1 (de) 1982-03-06 1982-03-06 Neutronendetektor

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DE19823208114 DE3208114A1 (de) 1982-03-06 1982-03-06 Neutronendetektor

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Publication Number Publication Date
DE3208114A1 true DE3208114A1 (de) 1983-09-08

Family

ID=6157501

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19823208114 Withdrawn DE3208114A1 (de) 1982-03-06 1982-03-06 Neutronendetektor

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DE (1) DE3208114A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2438470A4 (de) * 2009-06-02 2014-02-12 Proportional Technologies Inc Optimierte erkennung von fissionsneutronen mit in einem moderatormaterial verteilten boronbeschichteten strohdetektoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2438470A4 (de) * 2009-06-02 2014-02-12 Proportional Technologies Inc Optimierte erkennung von fissionsneutronen mit in einem moderatormaterial verteilten boronbeschichteten strohdetektoren

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