[go: up one dir, main page]

DE328884C - - Google Patents

Info

Publication number
DE328884C
DE328884C DENDAT328884D DE328884DA DE328884C DE 328884 C DE328884 C DE 328884C DE NDAT328884 D DENDAT328884 D DE NDAT328884D DE 328884D A DE328884D A DE 328884DA DE 328884 C DE328884 C DE 328884C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plates
skin
drum
tanning
plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT328884D
Other languages
English (en)
Publication of DE328884C publication Critical patent/DE328884C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/27Rotating drums for treating leather

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 8. NOVEMBER I920
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 328884 KLASSE 28 b GRUPPE 27 .
Feiice Guardini in Turin.
Vorrichtung zum Schnellgerben von Häuten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. November 1919 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldungen in Italien vom 6. April 1917, 4. Januar 1919 und 27. Mai 1919 beansprucht.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ge:ben von Häuten, mit der diese in wenigen Minuten leicht und in ununterbrochener Arbeitsweise gegerbt werden können, und besteht darin, daß in dieser Vorrichtung die Gerblösung entweder unter beiderseits verschiedenem Druck in Berührung mit den beiden Seiten der zu gerbenden Haut gebracht wird oder unter Druck oder drucklos auf nur einer Seite der Haut zur Wirkung gelangt; in letzterem Falle läßt man auf die andere Seite der Haut den Luftdruck oder eine Luftleere einwirken.
Zu diesem Zweck wird die zu gerbende Haut foJgeweise zwischen Plattenpaaren bindurchgeleitet, die mit Vertiefungen ausgestattet sind. Diese Vertiefungen sind unten durch Rohre mit einem Sammelbehälter verbunden, in den die Lösung unter Druck ein-
.0 tritt. Die Vertiefungen jedes Plattenpaares sind untereinander gleich. Die Platten werden gegeneinandergepreßt, nachdem die Haut zwischen ihnen angeordnet ist. Dann wirkt die Gciblösung unter Druck auf mehrere Flächenteile der Haut ein, von denen jeder so groß wie die Vertiefungen der Platten ist, und zwar ist diese Einwirkung auf beide Seiten der Haut gleicher Art. Die Vertiefungen der übereinanderliegenden Plattenpaare
ο sind so gegeneinander versetzt, daß die Haut, wenn sie das letzte Plattenpaar verläßt, in allen Teilen der Wirkung der unter Druck stehenden Gerblösung aufgesetzt worden und somit vollkommen gegerbt ist.
Eine in jeder Beziehung ununterbrochene Arbeitsweise und ein hoher Wirkungsgrad der Vorrichtung werden dadurch erzielt, daß die übereinanderliegenden Platten durch Zylinder ersetzt werden. Die Vorrichtung hat in solchem Falle eine drehbare Trommel als Merkmal, die wie eine der erwähnten Platten mit mehreren radialen Bohrungen versehen ist. Um die Trommel ist ein endloses durchbrochenes Metallband gelegt, das der anderen Platte der erwähnten Plattenpaare entspricht. Dieses Band wird straff gespannt und mit einer Geschwindigkeit bewegt, die gleich jener der Trommel ist, so daß seine Durchbrechungen stets mit denen der Trommel sich decken. Die unter Druck stehende Gerbflüssigkeit ist im Innern der Trommel enthalten. Ein fest angeordneter Sektor bedeckt die innere Tiommelflärhe an der Stelle, wo die Trommel nicht von dem Metallband umschlossen ist. Die Haut wird zwischen dem Bande und der Trommel eingeführt und in bestimmten Teilen durchgegerbt. Dies geschieht, während sie, von dem Metallbande auf die Trommel gepreßt, sich in Bewegung befindet. Sobald das Band die Trommel verläßt, hebt auch die Haut sich selbsttätig von der Trommel ab. Werden zwei oder mehrere
Trommeln angeordnet, um welche die Haut geführt wird, und de Durchbrechungen der einen Trommel gegen die der anderen Trommeln versetzt, dann wird die Haut an allen Stellen ebenso gegeibt, wie dies mit drei oder mehreren Plaltenpaaren der erwähnten Art erzielt wird.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele der neuen Vorrichtung dar. Es zeigen: ίο Fig. ι eine Seitenansicht der einen Ausführungsform,
Fig. 2 einen wagerechten Schnitt nach der Lin;e A-A der Fig. i,
Fig. 3 in größerem Maßstabe einen serikrechten Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung,
Fig. 4 in gleichfalls größerem Maßstabe einen Teilgrundriß der unteren, fest angeoidneten Platten,
Fig. 5 eine Oberpnsicht des Spannrahmens für die zu gerbende Haut,
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil einer Abänderung der Ausiührungsform nach Fig. 1 in größerem Maßstabe,
Fig. 7 eine Einzelheit der in Fig. 6 dargestellten selbsttätigen Absperrvorrichtung,
Fig. 8 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung, die mit gleichmäßiger Abstützung versehen und besonders iür sehr große Häute bestimmt ist,
Fig. 9 e:ne Abänderung der durch Fig. 8 veranschaulichten Vorrichtung,
Fig. 10 e:ne Einzelheit einer oberen Plattform für Häute geringer Giöße,
F, g. 11 einen Querschnitt durch die zweite Ausfüh.ungsform der neuen Vorrichtung,
Fig. 12 einen senkrechten Längsschnitt duxh diese,
Fig. 13 das Schema der gesamten Anordnung einer Vonihtung, die aus vier Anordnungen der durch die Fig. 11 und 12 dargestellten Art besteht,
Fig. 14 eine Einzelheit der selbsttätigen Ventile nach den Fig. 11 und 12,
Fig. 15 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht einer Abänderung der ersten Au:führungsform der Vorrichtung und eine Einrichtung für ein selbsttätiges Vorschieben der Häute aus einem Plattenpaare in das fo'gende,
Fig. 16 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 15,
Fig. 17 eine im Grundriß gezeichnete Einzelheit, welche die Querverschiebung der Vertiefungen der Platten und das Abwechseln der Ketten beim Übergange von einem Plattenpaare zum folgenden veranschaulicht,
Fig. 18 eine Einzelheit der Förderkette,
Fig. ig in einer Einzelheit die Wirkungsweise des die Haut lösenden Rostes und
Fig. 20 eine Einzelheit des Kettenantriebes.
Bei der in den Fig. 1 bis 10 dargestellten Ausführungsform sind in dem Gestell 1 der Vorrichtung drei untere Platten 2, 3, 4 befestigt, die mit Vertiefungen 5, 6, 7 ausge- stattet sind. Die zugehörigen oberen Platten 2', 3', 4' mit Vertiefungen 5', 6', 7' über den Vertiefungen der unteren Platten sind in Führungen des Gestelles 1 senkrecht verschiebbar, um das Einführen der zu gerbenden Haut zwischen den Piattenpaaren zu gestatten, zwischen denen sie befestigt wird. Die senkrechte Verstellung wird bei dem dargestellten Beisp ele durch Schrauben 15 erreicht, deren Köpfe frei drehbar in Ausnehmungen einer Rippe 14 liegen, während ihre oberen Enden in je einer Gewindemuffe sitzen. Diese Muffen sind an Kegelrädern 16 angebracht, die von dem Gestelle 1 getragen werden und gegen eine Verschiebung in der Achsenrichtung gesichert sind. Die Kegelräder 16 greifen in Kegelräder 17 einer Welle 18 ein, die mittels einer bei i8r gelegenen endlosen Schraube nebst Schraubenrad von einem Elektromotor 19 angetrieben wird. Bei dieser Ausführungsform haben die Vertiefungen 5, 5' eine quadratische, die Vertiefungen 6, 6' eine ebensolche oder rechteckige und die Vertietungen 7, 7' eine Kre.sform. Die Gestalt der Vertiefungen ist beliebig, vorausgesetzt, daß sie erlaubt, die Haut über ihre ganze Oberfläche der Einwirkung der Gerblösung in der Weise auszusetzen, daß die Haut vollkommen gegerbt aus dem letzten Plattenpaare 4, 4' austritt. '
Die Gcrblösung wird unter Druck in die Rohre 8, 8' einge'ührt, aus denen sie über die Sammelbehälter 9, 9' und die Roh e io, 10' in die Vertiefungen der Platten gelangt. De Haut 11 w.rd in einem Rahmen 12 mittels Hakenschienen 13 ausgespannt und so in das erste Plattenpaar 2, 2' eingeführt, während das zweite Piattenpaa" geöffnet ist und die selbsttätigen oder von der Hand zu bedienenden Hähne der Rohre 8, 8' geschlossen bleiben. Die Platten müssen so breit sein, daß die zu gerbende Haut nicht von ihnen heruntergleiten kann. Die Platte 2' wird dann in der beschriebenen Weise gesenkt, bis die. Haut fest eingepreßt zwischen ihr und der unteren fe ,ten Platte 2 ist (Fig. 3). Die Hähne der Rotre 8, 8' werden geöffnet. Wegen der unregelmäßigen Form der Haut kann diese nicht die sämtl-.chen Vertiefungen de: sie einklemmenden Platten bedecken. Die Gerblösung würde also durch die Verliefungen hindurch; die nicht durch die Haut abgedxh- ' tet we.den, unbehindert zwischen den Platten austreten, könnte also nicht unter dem Di uck bleiben, der in den anderen Vertiefungen für das Einwirken auf die Haut erforderlich ist.
Um dies zu vermeiden, genügt es, ein selbst-
•tätiges Ventil beliebiger Art vorzusehen, welches diejenigen der in die Vertiefungen führenden Rohre io rchlitßt, die durch die Haut nicht abgedichtet sind. Bei dem dargestellten Beispiel werden solche Ventile von Kugeln 20 gebildet.
Die' e Anordnung ist in Fig. 3 gezeigt. Für jede Kugel 20 ist ein Sitz 21 (in der Zeichnung links gelegen) und ein Sitz 22 (in der Zeichnung rechts angedeutet) vorgesehen, und zwar ist diese Anordnung für die unteren sowie für die oberen Platten getroffen. Die Vorrichtung kann auf diese Art so wirken, daß die unter Druck stehende Lösung entweder beiderseits auf die Haut einwirkt oder nur auf einer Seite. In letzterem Falle wird auf der anderen Seite der Haut eine Luftverdünnung oder Luftleere erzeugt.
In Fig. 4 sind die Stellen der Haut punktiert angedeutet, die zwischen dem vorhergehenden Plattenpaare nicht gegerbt worden sind. Aus dieser Darstellung ergibt sich, daß die aus dem letzten Plattenpaare 4,4' austretende Haut in allen ihren Teilen gegerbt i:.t.
Nachdem das nur wenige Minuten dauernde Gerben bewirkt ist, werden die Hähre 8, 8' geschlossen. Die senkrecht geführte Plaite 2' wird gehoben und bleibt in dieser Stellung so lange, bis der mit ihr behandelte Te;l der Haut zwischen die Platten 3, 3' gebracht n,t. Eine Sperrung sichert den Rahmen 12 in genauer Lage. Hierauf werden die oberen Platten gesenkt. Ein neuer Teil der Haut wird dadurch zwischen den Platten 2, 2' eingeklemmt, während der vorher behandelte Teil zwischen den Platten 3, 3' eingespannt wird. Die Ventile werden geöffnet, so daß die Lösung unter Druck in die Vertiefungen der Platten einströmt. Auf gleiche Art wird dann der Rahmen 12 so verschoben, daß der erste Teil der Haut zwischen den Platten 4, 4', der zweite zwischen den Platten 3,3' und ein neuer Tel der Haut zwischen den Platten 2, 2' eingeklemmt wird. Die unter Druck stehende Gerblösung wird in gleicher Weise wie vorher zur Wirkung gebracht.
Die Haut kann ohne Spannrahmen zwischen die Platten gebracht werden. Sie wird dann von Hand oder durch besondere Mittel gespannt. Die Plattenprare können dabei so aneinander geschlossen werden, daß e:ne Unterbrechung zwischen den Vertiefungen des einen Plattenpaares und denen des vorhergehenden oder folgenden Paares vermieden wird.
In Fig. 6 ist eine Abänderung der Vorrichtung gezeigt, welche erstens die Vertiefungen selbsttätig absperrt, sobald die Haut nicht zwischen sie reicht, und zweitens die die ■Haut einschließenden Vertiefungen für den Zutritt der Gerblösung freigibt. Diese Abänderung · ist für den Fall bestimmt, daß die Vorrichtung auf den Vertiefungen der oberen Platten mit einer unter Druck stehenden Lösung, in den Vertiefungen' der unteren Platten dagegen mit einer Luftleere arbeiten soll. Die Vorrichtung besteht aus je einer Kugel 23, welche gleitbar in einer Kammer 30 angeordnet und durch eine Stange 24 mit einer unteren kleineren Kugel 25 verbunden ist. Wenn die oberen Platten gesenkt werden, werden die Kugeln 23, die durch ihre Schwere auf ihren Sitzen 28 ruhen und dabei die Verbindung zwischen den Rohren 10' und den zugehörigen Vertiefungen absperren, in dem Falle angehoben, daß die Haut die Vertiefungen schließt; denn dieses Anheben der Kugeln wird durch die Haut selbst bewirkt, so daß dort, wo die Haut nicht vorhanden ibt, die Kugeln 23 auf ihren Sitzen bleiben und mit den Kugeln 25 die Ventilsitze 29 schl'eßen, durch welche die unteren Vertiefungen mit den zum Erzeugen der Luftleere dienenden Saugrohren 10 verbunden sind.
Um auch bei ve.schieden dicken Häuten einen sicheren Abschluß der Ventilsitze 29 zu erzielen1, kann die Anordnung nach Fig. 7 benutzt we. den; die Stange 24 ist hier in einem Ansatz 26 der Kugel 23 gleitbar und steht unter der Wirkung einer Feder 27.
Eine weitere Scherheit für das Schließen der Vertiefungen wird durch die in Fig. 8 ge- ■'. zeigte Vorrichtung erreicht, die vor allem für sehr große Häute bestimmt ist. Bei dieser Vorrichtung wird der Druck auf die Haut auch bei jeder. Unregelmäßigkeit der Dicke und bei jeder Hautgröße gleichmäßig verteilt, und zwar durch hydraulische K^ aft. Die beschriebenen Ventile sind durch Kolben 35 ersetzt, die von einer verstellbaren Platte 36 .· bewegt werden. Eine hohle obere Platte 31 ist mit Öffnungen 31' versehen, in denen hohle Kolben 32 gelagert und. Die Kolben 32 sind zugleich mit je einer Stange 33 in Öffnungen 34 der Platte 31 gleitbar.
Die Vertiefungen der unteren Platte werden mit der Gerblösung bedeckt, ehe die Platte 36 in Bewegung gesetzt wird. Die Haut, wird dann auf diese Platte gelegt. Nunmehr uo wird die obere Platte gesenkt, so daß die Kolben 32 sich info'ge ihrer Schwere auf die Haut aufsetzen. Sobald in dem Hohlräume 31' der Platte ein hydraulischer Druck erzeugt wird, verteilt er sich gleichmäßig auf die Kolben 32, die infolgedessen die Haut gleichmäßig pressen. Nachdem die Haut zwischen den beiden Platten eingepreßt ist, werden die Kolben 35 mittels der Platte 36 gehoben. Die in jeder der Vertielungen 37 enthaltene Flüssigkeit wird dadurch in die Haut eingepreßt, um sie zu gerben. -Damit die
Kolben dicht geführt werden, ist jeder von ihnen von einem Ringraume 38 umgeben, während die Kolben selbst je eine Ringnut 39 haben. Die Ringräume 38 werden mit Fett gefüllt, das nach Art der Wirkung einer Stopfbüchse unter Druck gehalten wird.
Fig. 10 zeigt eine Abänderung, bei der die Kolben 35' einen Ventilkopf 41 haben und durch hydraulischen Druck bewegt werden, der durch die Gerblösung ausgeübt wird.
In diesem Falle ist das im vorigen Beispiel erforderliche dichte Führen der Kolben nicht mehr unerläßlich; denn der Druck wird durch die Gerblösung übertragen, und ein geringes Übertreten der Flüssigkeit aus der Kammer 43 in die zugehörige Vertiefung 42 hat keine nachteiligen Folgen, sofern die Haut nicht zerrissen wird. In solchem Falle sperrt der zugehörige Kolben 35' mit seinem Ventilkopfe 41 bei seiner Hoch bewegung den weiteren Übertritt von Flüssigkeit in die zugehörige Vertiefung 42.
Fig. 9 zeigt einen einfachen Rost als obere Platte, der für das Gerben von kleinen Häuten genügt.
Fig. 11 bis 14 zeigen schematl· ch die zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstande?, bei der die Platten durch Zylinder ersetzt sind.
Dem Innern einer drehbaren Trommel ior wird die Gerblösung unter Druck zugeführt. Diese Trommel hat radiale Bohrungen 103, die in Form und Lage den Vertiefungen der beschriebenen Platten der ersten Ausiührungsform gleichen. Die Bohrungen sind mit selbsttätigen Ventilen verbunden, die nach Fig. 14 in Ausnehmungen der Trommelwand angeordnet und mit Sitzen ver.-ehen sind. Die Trommel ist in Lagern des Gestelles der Vorrichtung drehbar. Die Gerblösung tritt unter Druck durch eine Leitung (Fig. iz) in der Achsennchtung in die Trommel ein. Die Trommel liegt wagerecht in einem Behälter 108, der am Boden mit einem Ablaß versehen ist. Ein endloses Metallband. 102, das mit Durchbrechungen 104 versehen ist, die in Größe und Lage den Bohrungen der Trommel gleichen, legt sich in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise um die Trommel und verläßt diese an deren oberem Teil, wo es über zwei Spannrollen 105, 106 lauft. Unten ist das Band 102 um eine Antriebsrolle 107 gelegt. Die erforderliche Spannung der Rollen 105, 106 wird durch eine Feder 114 bewirkt und mittels einer Schraube 115 geregelt. In der Trommel ist ein Sektor 109 fest angeordnet, der etwas breiter als der von dem Band 102 nicht umschlossene Trommelteil ist. Dieser Sektor 109 ist mit einer Längsnut 110 versehen, welche durch einen Kanal in und eine Leitung 112 durch die Trommelachse hindurch mit der Außenluft verbunden ist. Die Trommel 101 und die Rolle 107 werden ; so gedreht, daß sie gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit haben und das Band sich nicht auf der Trommel verschieben kann.
Die Vorrichtung wirkt in der folgenden Weise:
Die Haul wird über die Rolle 105 eingeführt und hierbei durch ein Leitstück 120 ' geführt. Sobald die Haut von der Trommel und dem Bande erfaßt ist, nimmt sie an der I Drehbewegung teil: sie wird dabei durch das gespannte Band gegen die äußere Fläche der Trommel gepreßt. Die Bohrungen 103 der j den fest angeordneten Sektor 109 verlassenden : Trommelteile füllen sich sofort mit der in der : Trommel enthaltenen, unter Druck stehenden ■ ! Gerblösung. Die von der Haut nicht bedeck-
■ ten Bohrungen werden durch die selbsttätigen : Ventile gegen die Außenluft abgeschlossen.
; In den Bohrungen, die dicht von der Haut verschlossen sind, wirkt die unter Druck ste- ! hende Gerblösung auf gewisse Teile der Haut ι ein, und zwar so lange, als die Bohrungen ! 103 nicht durch den Sektor 109 abgedeckt sind. Kommen die Bohrungen wieder an das Ende dieses Sektors, dann hört das Gerben ! auf, während das Band 102 sich von der ι Trommel abhebt. Jede Längsreihe von Bohj rungen gelangt, nachdem die Haut die Tromi mel verlassen hat, über d:e Nut no des Sektors. Dabei öffnen sich die Ventile dieser Bohrungen sofort, weil die Nut 110 unter dem i Drucke der Außenluft steht. Auf diese Art ! werden sämtliche Ventile der Bohrungen ge- ! öffnet und wieder bereit, auf einen neuen \ Teil der Haut zu wirken. Durch Regeln der j Geschwindigkeit der Trommel 101 und inj folgedes: en des Bandes 102 wird ein voll-
■ kommenes Gerben erzielt, welches beginnt, ; sobald das von der Rolle 105 kommende j Band 102 gegen die Trommel 101 gedrückt wird, und das beendigt ist, wenn das Band sich von der Trommel abhebt und der Rolle j 106 zuläuft.
j Um auch bei wagerecht gelagerter Trom-1 mel 101 ein gutes Arbeiten der selbsttätigen j Ventile zu erzielen, kann man, wie Fig. 14 j zeigt, eine Messingfeder 113 in einem zwischen j jeder Bohrung und dem Sitz ihres Kugel-I ventils befindlichen Hohlräume anordnen.
D.e Vorrichtung kann gegenüber dem erläuterten Beispiele geändert werden, sofern ', der leitende Gedanke befolgt wird, die Haut ι folgeweise an verschiedenen Stellen zu gerben. Bei der ersten Ausführungsform der Vor- ; richtung wird die Haut mit der Hand von j einem Plattenpaare zum folgenden gebracht. j Die Vorrichtung kann aber so ausgebildet I se;n, daß die Haut selbsttätig genau vorgei schoben wird. Eine die Haut selbsttätig be-
wegende Abänderung des ersten Ausführungsbeispieles ist in den Fig. 15 bis 20 dargestellt.
Die ersten unteren Platten 201 und 202 sind in einer genau berechneten gegenseitigen Entfernung angeordnet, so daß vermöge des folgeweisen Vorschiebens die gegerbten Stellen der Haut genau mit den Vertiefungen oder Bohrungen der zweiten Platte abwechseln.
Die Verschiebung wird mittels parallel laufender Ketten 203 bewirkt, die sich in Nuten 204 bewegen. Diese liegen zwischen je zwei Längsreihen von Bohrungen. Die Ketten 203 können vollkommen in den Nuten 204 verschwinden, ragen aber unter normalen Verhältnissen um die Hälfte ihrer Breite über die Nuten, da sie unten mit einer federnden Spannvorrichtung versehen sind; diese er- < laubt, daß die Ketten verschwinden, sobald die obere Platte 207 gesenkt wird, und sich unter Hochbewegen der Haut heben, wenn die Platte 207 wieder gehoben wird.
Die Ketten 203 bewegen sich nicht ununterbrochen, sondern so lange, wie die obere Platte 207 gehoben ist. Ferner bewegen sie sich nicht gleichmäßig, sondern mit einer von Null allmählich bis zum höchsten Werte steigenden Geschwindigkeit, um dann allmählich die Geschwind'gkeit Null wieder anzunehmen und so Verschiebungen der Haut zu vermeiden, die eine Folge des Beharrungsvermögens sein könnten.
Diese Kettenbewegung wird durch die in Fig. 16 und 20 dargestellte Vorrichtung erzielt.
Eine Kurbelwelle 208 erteilt einer Gleit- ! vorrichtung 209 eine geradlinige Bewegung veränderlicher Geschwindigkeit und Richtung. > Das Gleitstück überträgt die Bewegung regel- ' bar auf einen Zahnbogen 210, der in ein Zahn- , rad 211 eingreift. Dieses ist in der Weise selbsttätig ausrückbar, daß es nur die in der gewünschten Drehrichtung wirkenden Drehkräfte auf seine Achse 212 überträgt. Die Achse 212 wird abwechselnd mit der durch die Kurbelschleife herbeigeführten veränder-, liehen Geschwindigkeit gedreht und stillgesetzt. Ihre Bewegung wird durch eine gezahnte Trommel 213 den Ketten 203 mitgeteilt. Ein Hebel 214 dient zum Ein- und Ausrücken einer (nicht gezeichneten) Reibungskupplung für die Welle 208. Ein Zahn 215 des Hebels 214 dient zum Eingriff in eine Ausnehmung 216 der Trommel 213, um zu verhindern, daß die Welle 208 sich dreht, wenn die Reibungskupplung nicht eingerückt ist. Der die Vorrichtung bedienende Arbeiter bewegt den Hebel 214 gegen sich, sobald die Platte 207 angehoben ist, rückt die Reibungskupplung ein und löst zugleich die Trommel 213 aus, die dann beginnt, sich zu drehen. Der Hebel : 214 wird losgelassen, sobald die Bewegung beginnt, behält aber seine eingerückte Stellung, wobei der Zahn 215 sich gegen die Scheibe 217 stützt. Nachdem die Trommel eine volle Umdrehung gemacht hat, tritt die Ausnehmung 216 wieder dem Zahn 215 gegenüber. De1." Hebel nimmt dadurch seine die Reibungskupplung auslösende Stellung ein, in der zugleich die Trommel 213 gesperrt ist. Diese Einrichtung hat den Zweck, ein selbsttätiges genaues Bewegen der Ketten zu bewirken,
: das allein durch Regeln der Bewegung des
ι Gleitstückes nicht erzielt werden könnte. Die Trommel 213 muß federnd in bezug auf die Achse 212 gelagert sein.
ί Das andere folgende Plattenpaar wird zugleich mittels einer Trommel 213' bewegt, die
! sich zwischen den beiden Plattenpaaren befindet und beide Kettenreihen gleichzeitig bedient. Die Stangen des rostartigen Abstreifers 219 (Fig. 19) verschwinden vollkommen in den Nuten 220 der Platte 207, so daß der Rost das P essen der Haut nicht behindert. Sobald die Platte gehoben wird, folgt ihr der Abstreifer, der von der an den Bohrungen 220 haftenden Haut gehalten wird. Der Abstreifer ist indessen verhindert, sich hoch zu bewegen, sobald er von den Schrauben 222 zurückgehalten wird. Er gelangt dann aus den Nuten 220 und löst die Haut, so daß diese auf die Ketten zurückfällt, die ihrerseits die Nuten verlassen haben. Die Hochbewegung des Abstreifers muß ziemlich klein !•ein, damit die auf die Ketten zurückfallende Haut gegenüber ihrer Ursprung lchen Lage nicht verschoben wird, doch muß die Hochbewegung hinreichen, um das mit den Ketten bewirkte Fö dem der Häute nicht zu behindern. Der Abstreifer wird durch Federn gestützt, so daß er nicht auf die Haut zurückfällt, nachdem er sie von der Platte gelöst hat.
Die Haut wird mittels Schrauben 240 gepreßt, die je mit einem Kegelrade 223 versehen sind. Die Räder 223 stehen unter dem Einflüsse je eines Triebes 224, der lose auf der Welle 225 sitzt und von einem Kuppelglied 226 mitgenommen wird. Letzteres bewirkt vermöge einer nachgiebigen Übertragung, daß Zahnbrüche verhütet werden, wenn der Antrieb nicht genau dann aufhört, sobald die Platte geschlossen ist. Übersteigt die Wirkung der Triebräder einen gewissen Wert, dann überwindet das Kuppelglied 226 die Kraft der Feder 227 und rückt sich selbst aus, so daß es den Trieb 224 nicht mehr mitnimmt.
Statt Schrauben kann eine hydraulische Presse zum Antrieb dienen; diese Anordnung ist sogar bei großen Maschinen une. läßlich.
Die neue Vorrichtung gestattet nicht allein, die Haut vollständig zu gerben, son- ·
dem ermöglicht, wenn die Wirkung der Gerblösung auf das erste Platten- oder Zylinderpaar beschränkt wird, Häute herzustellen, die in bekannter Weise nur in gewissen Teilen gegerbt sind, daneben aber stark gepreßte, ■ ungegerbte Stellen haben. Letztere sind viel . widerstandsfähiger als die gegerbten Haut- j teile; sie bilden eine Art Bewehrungsnetz für die Haut. Eine solche Gerbung ist wertvoll, ίο wenn der .Widerstandskoeffizient des Leders erhöht und das gleichmäßige Längen verringert werden soll, wie dies z. B. bei der Herstellung von Riemen geschieht.

Claims (7)

  1. PATENT-AnSprüche:
    I. Vorrichtung zum Schnellgerben von Häuten, gekennzeichnet durch mehrere Paare von heb- und senkbaren Preßplatten oder umlaufenden, von einem Bande umschlungenen Trommeln mit versetzt zueinander liegenden Durchbohrungen derart, daß die eingeführte Haut von der an die Durchbohrungen der einen Platte oder der Trommel angeschlossene
    as Gerbflüssigkeit, die unter einem unmittelbaren oder einem durch Luftleere in den Durchbohrungen der anderen Platte oder des Bandes erzeugten Druck steht, eine absatzweise Gerbung erfährt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in jedem Plattenpaare eingespannte Haut ein Absperrventil (23, 24, 25) für je zwei sich ergänzende Vertiefungen der Preßplatten offen hält.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in den oberen Platten
    (31) geführte, hydraulisch beeinflußte Kolben (32) für je eine Bohrung (37) der unteren Platten.
  4. 4. Vorrichtung nach Ansp. uch 1 und 3, gekennzeichnet durch in senkrechten Bohrungen (37) der unteren Platten geführte Kolben (35) und eine diese bewegende Platte (36), wobei jeder Kolben von einem < Ringraum 38 für ein unter Druck zugeführtes Schmiermittel umgeben sein kann.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, gekennzeichnet durch in senkrechten Bohrungen (42) der unteren ; Platten geführte Kolben (35') mit je einem Ventilkopf (41), auf den die unter Druck stehende Gerbflüssigkeit wirkt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein fest in der ; Trommel (101) angeordneter, mit einer Längsnut (no') versehener Sektor (109) den nicht von dem Bande (102) umschlossenen Trommelteil abdeckt und jede Trommelbohrung (103) ein das Trommel- ( innere nach außen hin selbsttätig abschließendes Ventil enthält.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen χ bis 5 mit einer Einrichtung zum Färben der Häute auf um Kettentrommeln lau- < fenden Ketten, gekennzeichnet durch eine ein- und ausrückbare Kurbelwelle (208) zum Antriebe eines an einem Zahnbogen (210) verstellbar angeschlossenen Gleitstückes (20g) und ein in den Zahnbogen -, (210') greifendes, auf der Welle (212) von Kettentrommeln (213) sitzendes Zahnrad, das diese Welle nur in einer Drehungsrichtung mitnimmt.
    Hiersu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT328884D Active DE328884C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE328884C true DE328884C (de)

Family

ID=571448

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT328884D Active DE328884C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE328884C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5000017A (en) * 1987-01-28 1991-03-19 Johs. Krause Gmbh Maschinenfabrik Apparatus for treating skins or hides in wet processes

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5000017A (en) * 1987-01-28 1991-03-19 Johs. Krause Gmbh Maschinenfabrik Apparatus for treating skins or hides in wet processes

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1920184A1 (de) Vorrichtung zur Steuerung der Speisung von hydraulischen Arbeitszylindern
DE69408239T2 (de) Maschine zum Ziehen von Stangen
DE1627953C3 (de) Sicherungsvorrichtung für Maschinen mit gegeneinander bewegbaren Werkzeugen
DE328884C (de)
CH627101A5 (de)
DE3046989C2 (de) Vorrichtung zum Druckan- und Druckabstellen und zum Ausführen einer für den Zylinderwechsel notwendigen Weithubbewegung eines auf den Formzylinder einer Tiefdruckrotationsmaschine wirkenden Presseurs
DE2937599C2 (de)
DE2312186B2 (de) Kettenspannvorrichtung für Transportketten in einer Maschine zur Bearbeitung von Materialbogen
DE1760358A1 (de) Andruckvorrichtung fuer eine Materialschneidemaschine
DE20221164U1 (de) Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine
DE650956C (de) Anlage zum Vulkanisieren endloser Kautschukerzeugnisse, insbesondere endloser Keilriemen
DE2820788A1 (de) Plattenpressfilter mit mehrfach angetriebenem endlosem filterband
DE91774C (de)
AT91985B (de) Vorrichtung zur Schnellgerbung von Häuten.
DE2342894A1 (de) Hydraulische presse
DE385920C (de) Maschine zur Herstellung von Wurstketten
DE2461117C3 (de) Verschlußeinrichtung mit Schiebetür für Kammern vom Typ eines Sterilisators
DE658052C (de) Hydraulische Walzenheb- und Senkvorrichtung an Vollgattern und anderen Holzbearbeitungsmaschinen
DE198677C (de)
DE311125C (de)
DE21195C (de) Neuerung an rotirenden Maschinen
DE2236568A1 (de) Vorrichtung zur uebertragung einer drehbewegung von einer antriebswelle auf eine oder mehrere abtriebswellen
DE211107C (de)
DE102008058818A1 (de) Kettenspanner für Antriebsketten
DE175636C (de)