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Reduziergetriebe. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schnellaufende
Maschine, z. B. einen Elektromotor, mit einer Riemenscheibe oder einem entsprechenden
Teil zur Weiterleitung der Kraft auszustatten, welche wesentlich geringere Umdrehungszahlen
als die Maschine ausführt. Dabei soll die Baulänge klein gehalten, und es soll die
Einrichtung so getroffen werden, als wenn bei Verwendung einer Riemenscheibe diese
unmittelbar auf dem Motorwellenzapfen säße. Insbesondere kleinere Elektromotoren
laufen häufig mit einer sehr - hohen Umdrehungszahl,. während die Riemenscheibe
verhältnismäßig recht langsam laufen muß. Besteht die Aufgabe- beispielsweise darin,
-die Arbeit eines Elektromotors mit 27oo minutlichen Umdrehungen durch eine Riemenscheibe
von 9o minutlichen Umdrehungen abzugeben, so ergibt sich das hohe Übersetzungsverhältnis
von 1 zu 30. Das erforderliche Reduziergetriebe erhält aber naturgemäß gleichfalls
Räder von hoher Umdrehungszahl und entsprechend erheblichem Schmiermittelbedarf.
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Die Erfindung löst die Aufgabe in der Weise, daß die kraftabgebende
Riemenscheibe den Achszapfen des Motors umgibt und dabei alle für die Geschwindigkeitsverminderung
erforderlichen Teile in sich einschließt, derart, daß sie -als ölsichernder Behälter
für die Getriebeteile dient. Das wird dadurch erreicht, daß ein Hohlzapfen, welcher
dazu bestimmt ist, die Bewegung von der Motorachse auf die Riemenscheibe durch ein
Rädervorgelege zu übertragen, auf den aus dem Motorgehäuse in das durch die Riemenscheibe
gebildete Gehäuse hineinragenden Motorachszapfen aufgesteckt wird, und daß an dem
Motorgehäuse ein den Achszapfen und seine Verlängerung umgebender Hohlzapfen befestigt
wird, welcher das Übersetzungsgetriebe zum Teil stützt, während dieses zum andern
Teil von dem Riemenscheibengehäuse gestützt bzw. getragen wird.
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Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung
im Schnitt.
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Aus der Lagerkapsel a des nicht gezeichnetenElektromotors s (oder
einer anderen schnelllaufenden Antriebsmaschine) ragt der Achszapten b in der üblichen
Weise heraus. Auf ihn ist ein Verlängerungsstück -c geschoben und gegen Drehung
in üblicher Weise gesichert, das an seinem Ende eine Verzahnung d trägt. Über das
Verlängerungsstück bzw. den Hohlzapfen c ist ein weiterer Hohlzapfen e geschoben,
an welchen sich ein Flansch e1, e2 anfügt, der sich der Form der Lagerkapsel a anpaßt,
und der am Motorgehäuse mit dem Teil e2 verschraubt wird.
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Die Riemenscheibe f ist gehäuseartig ausgebildet, indem sie mit einem
Bodenteil f 1 den Teil ei umgibt, gegen welchen sie durch einen Liderungsring f2
öldicht gemacht ist. Auf der anderen Seite wird das Gehäuse durch einen abnehmbaren
Deckel g vervollständigt, zwischen dessen Nabe g1 und dem Endteil cl des Verlängerungszapfens
c ein Kugellager g2 angeordnet ist: Eine Buchse h umgibt im Innern des Riemenscheibengehäuses
den Hohlzapfen e, sie ist durch speichenartige Arme hl mit der Riemenscheibe
f verbunden. Auf die Buchse h
ist zunächst ein Zahnrad i aufgeschoben,
da:
mittels seines winkelförmig angesetzten Flansches il an dem
Teil h2 der Buchse h verschraubt ist. Weiter- ist auf die Buchse h ein Laufring
k für ein Doppelkugellager m aufgeschoben, in welch letzterem eine
Achse ö ruht, die zwei Zahnräder P und. q trägt, von denen das eine mit dem Rade
i, das andere mit einem Rade y kämmt, das außerhalb der Buchse h auf dem Hohlzapfen
e verkeilt ist. Die Achse o trägt neben dem Rade -q noch ein Rad s, das mit dem
kleineren Rade d auf dem Verlängerungsachszapfen c kämmt.
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Der Motorzapfen b überträgt durch seine Verlängerung c und Rad d die
Drehung auf das größere Rad s; wodurch die Achse o gedreht wird. Das auf- ihr sitzende
Rad q wälzt sich infolgedessen an dem. auf dem Hohlzapfen e festgekeilten Rad y
planetenartig ab, so daß die Welle o mit dem Lagerring k sich um die Lagerbuchse
h herumdreht, wobei das Rad P mit der Verzahnung i der Buchse h kämmt. Die Buchse
h ist über hl h2 mit der Riemenscheibe f starr verbunden.
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Von dem Übersetzungsverhältnis der Räder i zu P und y zu q hängt die
Drehgeschwindigkeit der Riemenscheibe also unmittelbar ab; denn wenn i--- y und
P- q ist, dann wälzt P um i
genau so herum wie q um r. Sobald
das Übersetzungsverhältn=s von i zu-P ein anderes als das von r zu q ist, so erfolgt
Drehung der Riemenscheibe f. Man hat es also in der Hand, lediglich durch Bestimmung
der Zähnezahlen dieser vier Räder in weiten Grenzen veränderliche Umdrehungszahl
für die Riemensche:bc festzusetzen, und man hat es weiter in der Hand, die Riemenscheibe
rechts- oder linksherum laufen zu lassen, je nachdem das Übersetzungsverhältnis
von i zu P das von rzu q überwiegt odej umgekehrt.
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Das durch die Riemenscheibe und die zugehörigen Teile gebildete Gehäuse
umschließt das . ganze Reduziergetriebe öldicht, so daß eine stets ausreichende
Schmierung der bewegten Teile gewährleistet wird, wobei das 0l sich innerhalb der
in der Figur angedeuteten Schmierkanäle bewegen kann. Wie die Figur erkennen läßt,
ist die ganze Anordnung von der Seite her auf den Achszapfen b des Motors aufschiebbar,
sofern für die Kupplung ein in eine Stirnnut eingreifender Querkeil, wie bei n angedeutet,
Anwendung findet.
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Das Gehäuse f, g läßt sich natürlich statt mit Riemenscheibenfläche
auch mit Verzahnung oder auch mit Kupplungsklauen o. dgl. ausrüsten, die dann. zweckmäßig
am Deckel g angebracht werden.
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In Fig. 2 ist eine. vereinfachte Abänderung dargestellt, die sich
benutzen läßt, wenn essichumgeringereGeschwindig4eitsverkleinerung handelt.
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Bei dieser Ausführung entfällt das Doppelgetriebe auf der Welle o.
Die auf den Zapfen b gesetzte Verlängerung c treibt mit der Verzahnung d das auf
der Welle o sitzende Rad s, wobei .die Welle o bei o1 an einer Speiche hl zwischen
der Buchse h und der Riemenscheibe f gelagert ist. Das Rad.q der Welle o wälzt sich
auf dem Rade y des Hohlzapfens e
ab, bringt also die Riemenscheibe f unmittelbar
nur in einer Richtung zum Laufen mit einer Umdrehungszahl, die bei deg der Figur
zugrunde gelegten Abmessungen der verschiedenen Räder ungefähr im Verhältnis von
i zu =o gegenüber der Drehung des Motorzapfens b verkleinert ist.