DE3249385C2 - Vorrichtung zur Behandlung von Warenbahnen - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von WarenbahnenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Behandlung von Warenbahnen mit einem Flüssigkeit enthaltenden Trog (22), in welchem jeweils mehrere drehbare, als geschlossener schwimmfähiger Hohlkörper ausgebildete Walzen (4) übereinander und gegebenenfalls nebeneinander angeordnet sind, die in vertikaler Richtung frei beweglich, jedoch in der horizontalen Ebene geführt, sich im wesentlichen frei schwimmend in der unter Atmosphärendruck stehenden Flüssigkeit befinden und denen jeweils zwei in einer horizontalen Ebene angeordnete, einen den Walzendurchmesser unterschreitenden Horizontalabstand voneinander sowie feste Lagerstellen aufweisende einander parallele Führungswalzen (11, 12) zugeordnet sind, gegen welche die jeweiligen Walzen (4) von unten unter Bildung jeweils zweier Walzspalte anliegen, wobei der Liniendruck in dem Walzspalt allein durch den Auftrieb der Walze (4) in der Flüssigkeit erzeugt ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der FR-PS 23 519 bekannt. Daß die erste Walze in horizontaler
Richtung geführt sein soll, bedeutet, daß ihre Lage in der horizontalen Ebene definiert sein soll, damit sie insoweit
eine eindeutige Lage einnimmt und eine einwandfreie Bahnführung möglich ist. In der vertikalen Richtung soll
die Reihe jedoch frei beweglich sein. Damit ist gemeint, daß die Walze den Kräften des Auftriebs ungehindert
nachgeben können soll und sich unter der Wirkung dieser Kräfte an die darüber angeordnete weitere Walze
anlegen soll. Natürlich ist darauf zu achten, daß die erste Walze möglichst leicht ausgebildet wird, damit nicht zuviel
von dem durch ihr Volumen bestimmten Auftrieb durch das Eigengewicht der Walze verlorengeht. Die
Walze kann als Trommel aus Blech oder auch aus Kunststoff hergestellt sein.
Führungen der in Rede stehenden Art können etwa vertikale Gleitführungen sein, die an an der Walze vorgesehene
Zapfen angreifen, wobei allerdings im vorliegenden Fall über die Zapfen keine äußeren Kräfte auf
die Walze ausgeübt werden (FR-PS 1123 519), oder aber Führungen mit an an der Walze angebrachten Zapfen
angreifenden, senkrecht zur Walzenachse ve, laufenden,
an den freien Enden schwenkbar gelagerte Hebeln, die zwar eine geringe Verlagerung der Walze in der
Horizontalebene aufgrund der Kreisbogenführung bei der Aufwärtsbewegung verursachen, was aber bei den
in Betracht kommenden geringen Hüben vernachlässigöar ist. Auch aufwendiger gestaltete Hebelanordnungen,
die eine exakte Führung in einer Vertikalebene ermöglichen, kommen in Betracht
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet derartiger Walzen ist die Naßbehandlung von textlien Warenbahnen.
Hierbei ist es häufig erforderlich, die Behandlungsflüssigkcit
beim Durchlauf der Warenbahn in einem Quetschwerk abzuquetschen. Diese Quetschwerke stellen
in der Gesamtanlage einen erheblichen Kostenanteil dar. Es hat sich gezeigt, daß mit Vorrichtungen der erfindungsgemäßen
Art, die erheblich einfacher und kostengünstiger ausgebildet sind als ein konventionelles
Quetschwerk, nicht vesentlich schlechtere Abquetschgrade erreichbar sind. Jedenfalls ist die Vorrichtung erheblich
billiger als die Abquetschgrade schlechter sind.
Zum Abquetschen von Oberflächenwasser, was häufig den Hauptanteil der zu entfernenden Wassermenge
darstellt, reicht die Leitung der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchaus aus. Während die konventionellen
Quetschwerke Liniendrücke von 100 bis 200 N/cm Walzenlänge erzeugen, können mit der Erfindung ohne
große konstruktive Schwierigkeiten Liniendrücke von etwa 40 bis 50 N/cm erhalten werden.
Bei der bekannten Vorrichtung durchläuft die Warenbahn zwei aufeinanderfolgende /bquetschungen. In
vielen Anwendungsfällen kommt es jedoch auf einen möglichst intensiven Flottenaustausch mit einer Vielzahl
von Quetsch vorgängen an.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entsprechenden Art so auszubilden, daß auf möglichst engem Raum mit möglichst geringem Aufwand möglichst
viele Walzspalte untergebracht werden können.
Eine erste erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegeben.
Durch die angegebene Anordnung ist es möglich, die Flüssigkeit, in der sich die Walzen schwimmend befinden,
immer wieder neu abzuquetschen und zu einem intensiven Flüssigkeitsaustausch zu kommen. Gleichzeitig
können bei entsprechend dichter Packung der WaI-zen auch die freien Lauflängen der Warenbahn gering
gehalten werden, so daß sich Vorrichtungen dieser Art für Behandlungen wie Mercerisieren und ähnliche Imprägnierungen
besonders gut eignen. Die Behandlungsflüssigkeit, nämlich die Lauge, ist dabei gleichzeitig die
Tragflüssigkeit für die Walzen.
Jeder Walze sind zwei Walzspalte zugeordnet, so daß bei einer Anordnung von drei übereinander vorgesehenen
Walzen bei geringstem baulichen Aufwand sechs Walzspalte vorhanden sind.
Die Zahl der Walzspalte kann noch erhöht werden, wenn die im Kennzeichen des Anspruchs 2 wiedergegebene
erfindungsgemäße Lösung gewählt wird.
Hierbei drücken die unteren Walzen die vertikal frei
3
beweglichen Führungswateen zusätzlich noch gegen die in dem Abteil 26 wieder von oben nach unten und auf
Unterseite der jeweils darüber angeordneten Walzen, der rechten Seite von unten nach oben weitergeführt zu
so daß pro Walze zwei weitere Walzspalte entstehen werden. Pro Walze 4 ergeben sich bei dieser Ausfüh-
und sich in der erwähnten Anordnung sogar zwölf Ab- rungsform zwei Walzspalte, weil die Führungswalzen
quetschvorgänge erzielen lassen. 5 11, 12 feststehend gelagert sind und Abstand von der
Zur weiteren Vervielfachung der Zahl der arbeiten- jeweils darüber gelegenen Walze 4 lassen,
den Walzspalte empfiehlt sich die Ausgestaltung nach In dem in der Zeichnung rechten Abteil 25 ist eine
Anspruch 3. Bei drei nebeneinander vorgesehenen Wal- alternative Ausführungsform dargestellt, bei welcher
zenkombinationen ergeben sich bei den beiden vorge- nur die obersten Führungswalzen 11,12 feststehend genannten
erfindungsgemäßen Lösungen achtzehn bzw. io lagert sind, die darunter gelegenen Führimgswalzen 11,
sechsunddreißig Walzspalte. 12 ebenso wie die Walzen 4 jedoch vertikal in entspre-
Der Auftrieb kann durch die Maßnahme nach An- chenden Führungen frei beweglich sind. Unter der Wirspruch
4 ein wenig verstärkt werden, indem die Walzen kung des Auftriebes wird der ganze Stapel nach oben
teilweise evakuiert oder mit einer Gasfüllung unter gedrück, wobei die Führungswalzen 11,12 Kontakt so-Normaldruck,
jedoch mit geringerer Dichte, wie zum 15 wohl zur unteren wie zur oberen benachbarten Walze
Beispiel Helium, versehen werden. haben. Es gibt also Walzspalte sowohl an den Stellen
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er- wie an den Stellen 39, d. h. pro Walze 4 vier Walzspalte,
findung schematisch dargestellt Auf diese Weise läßt sich die Zahl der auf geringem
Sie zeigt einen Vertikalschnitt durch eine erfindungs- Raum umerbringbaren Quetschspalte noch erhöhen. Es
gemäße Vorrichtung. 20 versteht sich, daß die alternativen Austführungsformen
Die Vorrichtung 40 dienl: zum Imprägnieren von tex- in der in der Zeichnung ersichtlichen V,;;ise kombiniert
tilen Warenbahnen, insbesondere zum Mercedsieren. sein können, daß auch die ganze Vorrichtung nur in der
Der Trog 22 ist als kastenförmiger Flüssigkeitsbehälter einen oder der anderen Weise ausgeführt sein kann,
ausgebildet, der einen Flüssigkeitszulauf 23 und einen Bei der geschilderten Durchsatzrichtung der Lauge
Flüssigkeitsablauf 24 aufweist In dem Trog sind drei 25 durch den Trog 22 und der angegebenen Bahnlaufrich-Abteile
25,26,27 gebildet, in denen jeweils drei Walzen tung ergibt sich eine Gegensiromführung. Die Durch-4
übereinander angeordnet sind. Die Mercerisierlauge messer der Walzen 4 können in der Praxis 300—500 mm
tritt bei 23 in das Abteil 25 ein und füllt dieses bis zu betragen, die Durchmesser der Führungswalzen 11,
einer Füllstandshöhe 28 an, um dann über einen Ober- dagegen 80—200 mm.
lauf 29 und einen Kanal 30 bei 31 in das Abteil 26 zu 30
gelangen, welches eine etwas geringere Füllstandshöhe Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
32 aufweist Auch von dem Abteil 26 geht die Flüssigkeit
von einem Oberlauf 33 durch einen Kanal 34 in das Abteil 27 über, welches eine wiederum geringere Füllstandshöhe
35 aufweist.
In der Mercerisierlauge ;l sind als geschlossene zylindrische
Tonnen aus dünnem Blech ausgebildete und entsprechend leichte Walzen 4 angeordnet, die an ihren
Endflächen Walzenzapfen 5 aufweisen, die in Vertikalführungen 6 £:führt sind, die auf der Innenseite der
stirnseitigen Enden des Troges 22 befestigt sind. Die Walzen 4 können sich in den Vertikalführungen 6 vertikal
frei bewegen, sind jedoch dadurch an einer horizontalen Verlagerung gehindert. Die unteren beiden Walzen
4 jedes Abteils tauchen ganz, die oberste Walze 4 jedes Abteils teilweise in die Mercerisie -lauge 3 ein.
Die Walzen 4 erfahren in der Mercerisierlauge 3 einen
Auftrieb. Sie sind wesentlich leichter ausgebildet als die verdrängte Flüssigkeitsmenge, so daß der Auftrieb
zu einer resultierenden Kraft auf die Walzen 4 führt, der diese nach oben aus der Flüssigkeit herauszudrängen
bestrebt ist.
Jeder Walze 4 sind zwei in gleicher Höhe angeordnete parallele Führungswalzen 11, 12 zugeordnet, gegen
die die Walze 4 unter der Wirkung des Auftriebs von unten anliegt. In den Abteilen 26 und 27 sind die Führungswalzen
11,12 feststehend in dem Trog 22 gelagert. Die unteren Führungswalzen 11, 12 weisen zu den darüber
gelegenen Walzen 4 einen geringen Abstand auf, so daß zwar mit der jeweils darunter gelegenen Walze 4
ein Walzspalt gebildet ist, wie bei 36 angedeutet, nicht aber an der Stelle 37 zwischen den Führungswalzen 11,
12 und den darüber gelegenen Walzen 4.
Die Warenbahn 1 ist in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung durch die Vorrichtung hindurchgeführt,
d. h. auf der in der Zeichnung links gelegenen Außenseite von oben nach unten an i'zn Walzen 4 entlang, um die
unterste Walze 4 herum und wieder nach oben, um dann
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Behandlung von Warer.bahnen mit mindestens einer zum Angriff an der Warenbahn
bestimmten drehbaren, als geschlossener schwimmfähiger Hohlkörper ausgebildeten Hohlwalze, welche
in vertikaler Richtung frei beweglich, jedoch in der horizontalen Ebene geführt in einem über die
Länge der Walze sich erstreckenden, Flüssigkeit enthaltenden Trog angeordnet ist und sich im wesentlichen
frei schwimmend in der unter Atmosphärendruck stehenden Flüssigkeit befindet, oberhalb und
axial zu beiden Seiten der Hohlwalze jeweils eine in der horizontalen Ebene geführte, drehbar gelagerte
Führungswalze vorgesehen ist, die Führungswalzen einen den Walzendurchmesser unterschreitenden
Horizontalabstand voneinander sowie feste Lagerstellen aufweisen, jede Führungswalze mit der Hohlwalze
einen Walzenspalt zum Hindurchleiten der Warenbahn bildet und der Liniendruck in dem Walzenspalt
allein durch den Auftrieb der Hohlwalze in der Flüssigkeit erzeugt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Trog (22) mehrere Hohlwalzen (4) übereinander angeordnet sind, denen jeweils
zwei Führungswalzen (11,12) zugeordnet sind,
und daß sich die Hohlwalzen (4) untereinander und die Hohlwalzen (4) die darunterliegenden Führungswalzen (11,12) nicht berühren.
2. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 1, dadurch geken: zeichnet, daß in dem Trog (22) mehrere
Hohlwalzen (4) übereinander angeordnet sind, denen jeweils zwei Führungswaizen (11,12) zugeordnet
sind, daß sich die Hohlwalzen (4) untereinander nicht berühren und daß die Fühningswalzen (11,12)
in vertikaler Richtung frei beweglich und von unten gegen die darüberliegenden Hohlwalzen (4) unter
Bildung zweier zusätzlicher Walzenspalte (39) andrückbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da3 mehrere senkrechte Walzenkombinationen
nebeneinander und in Laufrichtung hintereinander im Trog (22) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwalzen (4)
teilweise evakuiert bzw. mit einer Gasfüllung von einer die Dichte der Luft bei Normaldruck unterschreitenden
Dichte versehen sind.
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| DE3249385A1 DE3249385A1 (de) | 1984-04-12 |
| DE3249385C2 true DE3249385C2 (de) | 1985-08-29 |
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4226170C2 (de) * | 1992-08-07 | 1995-08-10 | Monforts Gmbh & Co A | Unterflotten-Quetschwerk |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1123519A (fr) * | 1954-05-27 | 1956-09-24 | Petrie & Mcnaught Ltd | Machine perfectionnée pour le traitement des textiles |
-
1982
- 1982-12-24 DE DE19823249385 patent/DE3249385C2/de not_active Expired
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| DE3249385A1 (de) | 1984-04-12 |
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