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Maqnetbandqerät
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetbandgerät entsprechend dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Es sind bereits Magnetbandgeräte allgemein bekannt, bei denen Daten
auf ein in einer Kassette enthaltenes Magnetband aufgezeichnet werden und von diesen
gelesen werden.
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Bei einer Aufzeichnung von digitalen Daten wird eine Kassette benutzt,
die außer den Spulen für das Magnetband eine Andruckrolle und eine schwenkbar angeordnete
Staubkappe enthält. Die Kassette wird üblicherweise in Querrichtung in einen Einschubkanal
des Magnetbandgeräts hineingeschoben. Dabei wird selbsttätig die Staubkappe geöffnet.
An der Rückseite des Einschubkanals sind eine von einem Bandantriebsmotor angetriebene
Bandantriebsrolle und der Magnetkopf angeordnet. Die Bandantriebsrolle drückt zum
Antrieb des Magnetbands dieses gegen die Andruckrolle. Der Magnetkopf berührt an
dem durch die Staubkappe freigegebenen Arbeitsbereich das Magnetband, um die Daten
aufzuzeichnen oder zu lesen. Derartige Magnetbandgeräte weisen eine verhältnismäßig
große Breite auf, die im wesentlichen durch die Länge der Kassette bestimmt wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Magnetbandgerät anzugeben,
das für die digitale Aufzeichnung von Daten vorgesehen ist und das besonders geringe
Abmessungen aufweist.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Magnetbandgerät der eingangs
genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
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w | v ~ Das Magnetbandgerät gemäß der Erfindung hat den Vorteil,
daß es trotz der Verwendung von verhältnismäßig großen Kassetten geringe Außenabmessungen
aufweist, so daß mit einem verhältnismäßig kleinen Magnetbandgerät eine große Speicherkapazität
erreicht wird. Das Magnetbandgerät kann die Kassetten benutzen, obwohl diese ursprünglich
für die Verwendung in Magnetbandgeräten vorgesehen war, bei denen die Kassette in
Querrichtung eingeschoben wird.
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Ein verhältnismäßig einfacher Aufbau des Magnetbandgeräts wird erreicht,
wenn die Betätigung der Schwenkanordnung und das Einschwenken des Magnetkopfs hinter
die Staubkappe während des Einschiebens der Kassette in ihre endgültige Arbeitsstellung
erfolgt. Zum Einschieben der Kassen te in die endgültige Arbeitsstellung ist es
insbesondere günstig, wenn dies während des Schließens eines den Einschubkanal abdeckenden
Deckels des Gehäuses erfolgt.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Schwenkanordnung wird erreicht,
wenn diese aus einem drehbar gelagerten Schwenkarm und einer an der Innenseite des
Deckels angeordneten Verbindungsstange gebildet wird und wenn das freie Ende des
Schwenkarms beim Schließen des Deckels auf einen hebelartigen rückwärtigen Fortsatz
der Staubkappe drückt.
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Das Einschwenken des Magnetkopfs wird dadurch erreicht, daß der -Magnetkopfträger
um eine Achse schwenkbar gelagert ist und durch ein an der Innenseite des Deckels
befestigtes Zugmittel beim Öffnen des Deckels in seine Ruhestellung schwenkbar ist'und
durch eine am Magnetkopfträger befestigte Feder beim Schließen des Deckels in seine
Arbeitslage schwenkbar ist. Das Zugmittel istzweckmäßigerweise als Zugfeder ausgebildet.
Die den Magnetkopf in seine Arbeitsstellung schwenkende Feder ist zweckmäßigerweise
als konzentrisch zur Achse des Magnet-
kopfträgers angeordnete Druckfeder
ausgebildet, die auf den Magnetkopfträger eine Torsionskraft ausübt. Der Magnetkopfträger
kann derart ausgebildet sein, daß er den Magnetkopf längs der Achse durch einen
Antriebsmotor verschiebt, um den Magnetkopf auf verschiedene Spuren des Magnetbands
zu positionieren.
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Um die Kassette nach dem Öffnen des Deckels wieder aus dem Magnetbandgerät
entnehmen zu können, ist es vorteilhaft, wenn am rückwärtigen Ende des Einschubkanals
eine Blattfeder vorgesehen ist, die die Kassette bei geöffnetem Deckel herausschiebt.
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Zum Justieren der Kassette in einer Bezugslage ist es günstig, wenn
am rückwärtigen Ende des Einschubkanals und an der Innenseite des Deckels Stifte
vorgesehen sind, die Bezugspunkte für eine Bezugsebene des Magnetbands darstellen.
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Zum Arretieren der Kassette in ihrer endgültigen Stellung ist es vorteilhaft,
wenn am Anfang und am Ende des Einschubkanals auf Blattfedern angeordnete Kugeln
vorgesehen sind, die von unten gegen Ausnehmungen in der Kassette drücken und wenn
am Deckel ein Keil vorgesehen ist, der beim Schließen des Deckels die Blattfeder
am Anfang des Einschubkanals in Richtung der Kassette drückt.
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Da die Andruckrolle in der Kassette vertieft angeordnet sind, ist
es zweckmäßig, den mit der Antriebsrolle versehenen Bandantriebsmotor schwenkbar
zu lagern, so daß die Antriebsrolle beim Einschieben und beim Herausnehmen der Kassette
an der Längsseite der Kassette abrollt.
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Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des Magnetbandgeräts gemäß
der Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig.
1 eine Draufsicht auf das Magnetbandgerät, Fig. 2 einen Querschnitt durch das Magnetbandgerät,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Magnetbandgerät.
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Das in Fig. 1 dargestellte Magnetbandgerät weist einen Einschubkanal
für eine Kassette 1 auf, die in einer teilweise eingeschobenen Stellung strichpunktiert
und in ihrer endgültigen Arbeitsstellung durchgezogen dargestellt ist. Die Kassette
1 wird in Längsrichtung in die Kassette eingeschoben und durch eine Blattfeder 2
am rückwärtigen Ende des Einschubkanals in dieser Stellung gehalten. Das Gehäuse
3 des Magnetbandgeräts ist mit einem klappbares Deckel 4 versehen, der in seiner
geöffneten Stellung strichpunktiert und in seiner geschlossenen Stellung durchgezogen
dargestellt ist. Das Magnetbandgerät enthält eine aus einem Schwenkarm 5 und einer
Verbindungsstange 6 gebildete Schwenkanordnung, die zum selbsttätigen Öffnen einer
Staubkappe 7 der Kassette 1 dient. Der Schwenkarm 5 ist um eine Achse drehbar gelagert.
An ihm ist das eine Ende der Verbindungsstange 6 angeordnet, deren anderes Ende
der Innenseite des Deckels 4 angeordnet ist. Ein Magnetkopf 8 ist auf einem Magnetkopfträger
9 befestigt, der um eine Achse 10 schwenkbar ist. Bei geöffnetem Dekkel 4 befindet
sich der Magnetkopf infolge eines an der Innenseite des Deckels 4 und am Magnetkopfträger
9 befestigten Zugmittels 11, das beispielsweise als Zugfeder ausgebildet ist in
der gestrichelt dargestellten Stellung.
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Ebenso befindet sich die Schwenkanordnung 5, 6 in der gestrichelt
dargestellten Stellung.
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Wenn der Deckel 4 geschlossen wird, drückt das freie Ende des Schwenkarms
5 gegen einen rückwärtigen Fortsatz der Staubkappe 7 und klappt dies aus der Kassette
1 heraus.
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Außerdem wird das Zugmittel 11 entlastet, so daß eine
konzentrisch
zur Achse 10 angeordnete, vorgespannte Druckfeder 12 eine Torsionskraft auf den
Magnetkopfträger ausüben kann und den Magnetkopf 8 hinter die Staubkappe 7 in seinen
Arbeitsbereich hineinschwenkt und dabei das Magnetband 13 berührt. Der Magnetkopfträger
9 wird bis zu einem Anschlag 14 geschwenkt und in dieser Stellung gehalten.
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Der Magnetkopf 8 ist in Richtung der Achse 10 und damit senkrecht
zur Laufrichtung des Magnetbands 13 unter Verwendung eines Antriebsmotors 15 verschiebbar,
um den Magnetkopf 8 auf verschiedene Spuren des Magnetbands 13 positionieren zu
können. Die Staubkappe 14 wird durch einen Anschlag 15 in ihrer geöffneten Lage
gehalten. Dieser Anschlag 15 kann auch gleichzeitig als Anschlag für den Magnetkopfträger
9 in seiner Ruhelage dienen.
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Eine Andru#ckrolle 16 ist in der Kassette 1 vertieft angeordnet. Die
Antriebsrolle 17 und der Bandantriebsmotor 18 sind daher schwenkbar ausgebildet,
so daß beim Einschieben oder Herausziehen der Kassette 1 die Antriebsrolle 17 an
der Längsseite der Kassette 1 abrollt. Zweckmäßigerweise ist der Bandantriebsmotor
18 in seinem Schwerpunkt gelagert und die Antriebsrolle 17 ist gegen die Kassette
1 vorgespannt.
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Von unten drücken mit Kugeln 21 versehene Blattfedern 19 und 20 gegen
die Kassette 1. Die Blattfeder 19 drückt mit einer vorgegebenen Kraft gegen die
Kassette 1, während die Blattfeder 20 mit einer verringerten Kraft gegen die Kassette
1 drückt. Wenn der Deckel 4. vollständig geschlossen ist, drückt ein Keil 22 gegen
die Blattfeder 20, so daß diese mit der gleichen Kraft wie die Blattfeder 19 gegen
die Kassette 1 drückt Die Kugeln 21 verrasten dabei in entsprechenden Ausnehmungen
der Kassette 1. Zum Arretieren in der endgültigen Lage sind an den den vier Ecken
der Kassette 1 zugeordneten Stellen des Einschubkanals entsprechende Flächen vorgesehen.
Weiterhin sind
zur Festlegung einer Bezugsebene des Magnetbands
13 Referenzstifte 24 vorgesehen. Einer dieser Referenzstifte ist am rückwärtigen
Ende des Einschubkanals angeordnet, während drei Referenzstifte an der Innenseite
des Deckels 4 angeordnet sind und bei geschlossenem Deckel 4 die Kassette 1 berühren.
Der Deckel 4 wird durch mit Federn versehene Stifte 25 an beiden Seiten des Deckels
4 in seiner geschlossenen Stellung gehalten.
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Beim Öffnen des Deckels 4 wird unter der Wirkung des Zugmittels 11
der Magnetkopf 8 wieder in seine Ruhestellung geschwenkt. Außerdem nimmt die Schwenkanordnung
5, 6 wieder die gestrichelt dargestellte Stellung an. Die Blattfeder 2 schiebt die
Kassette 1 wieder bis zu der gestrichelt dargestellten Darstellung heraus, so daß
diese manuell dem Magnetbandgerät entnommen werden kann.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Querschnitt des Magnetbandgeräts,
der aus Platzgründen mehrfach gebrochen dargestellt ist, ist die Kassette 1 in den
Einschubkanal hineingeschoben. Die Stahlkugeln 21 sind unter der Wirkung der Blattfeder
22 in die entsprechenden Ausnehmungen der Kassette hineingedrückt. Der Magnetkopf
8 auf dem Magnetkopfträger 9 befindet sich in einer Arbeitsstellung.
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Der Magnetkopfträger 9 ist um die gestellfeste Achse 10 schwenkbar.
Außerdem ist der Magnetkopfträger 9 längs der Achse 10 verschiebbar, um den Magnetkopf
auf verschiedene Spuren des Magnetbands 13 positionieren zu können. Die Verschiebung
des Magnetkopfträgers 9 erfolgt unter Verwendung einer durch den Antriebsmotor 15
angetriebenen Schnecke 26, die ihrerseits ein Schneckenrad 27 antreibt.
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Dieses weist ein Innengewinde auf, das mit einem Außengewinde auf
der Achse 10 in Wirkverbindung steht. Bei einer Drehung des Schneckenrads 27 wird
dieses in Längsrichtung der Achse 10 verschoben und zwar in Abhängigkeit von der
Drehrichtung der Schnecke 26. Die Druckfeder 12 verhindert
eine
gleichzeitige Drehung des Magnetkopfträgers 9 und drückt außerdem den Magnetkopfträger
9 gegen das Schnekkenrad 27. Der Magnetkopfträger 9 folgt damit der Bewegung des
Schneckenrads 27 in Richtung der Achse 10, so daß auf diese Weise der Magnetkopf
8 auf verschiedene Spuren des Magnetbands 13 positioniert werden kann.
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Bei dem in Fig. 3 dargestellten Längsschnitt des Magnetbandgeräts,
der ebenfalls aus Platzgründen mehrfach abgebrochen ist, befindet sich die Kassette
1 bei der durchgezogenen Darstellung in ihrer Arbeitsstellung und wird durch die
Stahlkugeln 21 und durch die Stifte 24 arretiert. Der Keil 22 drückt-gegen die Blattfeder
20. In der strichpunktierten Darstellung befindet sich die Kassette 1 in der vorläufigen
Stellung bei geöffnetem Deckel 4.
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Die Schwenkanordnung 5, 6 ist in diesem Fall herausgeschwenkt und
berührt die Kassette 1 nicht.
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12 Patentansprüche 3 Figuren
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