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Manipulierstation zum Transportieren und Ordnen von Gütern, insbesondere
ilasctlen, Dosen, Behältern und dgl. ~~~~ Die Erfindung bezieht sich auf eine Manipulier,tation
zum Ir trins- n s -portieren und Ordnen von Gütern, insbesondere Flaschen, Dosen
Behältern und dgl., bestehend aus einer Förderebene mit Zu- und Ablaufförderen,
wobei die eigentliche Transportebene aus fng aneinanderliegenden, auf einer Lagerachse
drehbaren Röllchen gebildet ist.
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Stand der Technik: Förderer mit auf einer Lagerachse drehbar angeordneten
Röllchen in Form von Walzenförderen sind beispielsweise aus der US-PS 3 563 721
bekannt. Derartige Walzenförderer, bei denen auf jeder Antriebswelle eine sich über
die gesamte Breite der Förderbanh erstreckende Hohlwalze angeordnet ist, haben gegenüber
Walzenförderern, bei denen die Hohlwalzen unmittelbar angetrieben werden den Vorteil,
daß bei einem gewaltsamen Stillstand des Materialflusses d-ie das betreffende Material
tragende Hohlwalze zum Stillstand kommen kann, ohne daß ein Stillstand der gesamten
Antriebswellen erforderlich ist. Entsprechend der Reizung zwischen der Hohlwal zen
und den Antriebswellen wird bei einem Blockieren de! zu fördernden Gegenstände weder
der Gegenstand noch der betreffende
Antrieb übermaßig stark beansprucht.
Sobald die Ursache des Blockierens beseitigt ist, werden die Hohlwalze von den Antriebswellen
wieder mitgenommen, die Gegenstände also weitertransportiert. wird nun auf einer
solchen Walzenförderstrecke mehrspurig gearb@@@@t, d. h. gegenstände in mehreren
Spuren nebeneinander transportiert, so fuhrt ein Stau in einer pur zwangsläufig
zu einer Unterbrechung des Transportes der Gegenstände auch in den betreffenden
benachbarten Spuren. Man hat deshalb auch bereits vorgeschlagen, auf jeder Antriebswelle
gemäß der vorgenannten @@@tung mehrere Hohlwalzen bzw. Rollen eng aneinander angrenzend
anzordnen, die unabhängig voneinander abrollen können. Auch mit einem derrtig ausgeSildeten
Förderer ist lediglich eine Trennung zwischen benachbarten Spuren insofern möglich,
als Rollchen einer stillstehenden Spur die betreffenden benachbarten Rollchen trotz
des Stillstandes nicht unmittelbar beeinflussen @@nnen.
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Aufgabe der Erfindung.
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Ausgehend von einem Förderer der vorgenannten Art hat sich die Erfindung
nun die Aufgabe gestellt, derartige Förderer so weiter zu bilden, daß eine Manipulation
der zu fördernden Güter möglich l t, i daß trot eines mit gleicher Geschwindigkeit
umlaufenden Förderers auf diesem unterschiedliche Beschleunigungs-, Ver-@gerungs-,
Schrägbewegungen und dgl. zum Zwecke des Auflösen oder
Aufteilens
von im wesentlichen im geschlossenen Strom herangefördert e n Clitern erreicht werden
können, ohne daß dazu besondere Auf-Feil-und Ablenkvorrichtungen bzw. zusätzliche
Antriebe für einzelne Spuren benötigt werden.
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Lösung der Erfindung: Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
wird bei einer Manipulierstalion unter Verwendung von Walzenförderern der eingangs
genannter Art ladu rc h gelöst, daß die Lagerachsen mit ihrer Inden an endlosen
Ketten gehalten sind und ein oder mehrere nebeneinander angeordnete Röllchenwalzen
aufnehmen, die ihrerseits mit unterhalb der Fiirderebent zwischen Vor- und Rücklauftrum
befindlichen Abroll-, Beschleunigungs- und/oder Verzögerungsreibflächen einzeln
und/oder gelileinsam in Verbindung bringbar sind. Weitere Merkmale der trfindullg
ergehen aus den sich dem Haupt anspruch anschließenden Unteransprüchen.
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Vorteile gegenüber dem Stand der Technik: Der besondere Vorteil der
Erfindung liegt nun darin, da{< unter Einsatz ansich bekannter Hohlwalzen eine
Manipulierstation als variable Förderebene geschaffen wird, deren Hohlwalzen mit
Lagerachsen an endlosen Ketten befestigt sind, wobei ein Einzelantrieb der betreffenden
Hohlwalzen gegeben ist und ein stetig umlaufender Röllchenteppich gehildet wird.
Dieser eigentliche
@ ll @ente@@en wird mit gleicher Fortbewegungsgeschwindigkeit
wegt, wobei die erfindungsgemäße Lösung es gestattet, auf diesem Teppich bzw. dieser
Förderebene den zu transportierenden @@tern unter@@ edliche Beschleunigungen, Verzögerungen
oder gar G@@ragbewegungen zum Zwecke des Auflösens oder des Aufteilens auf-@uerlegen
bzw. zu vermitteln, wodurch eine beliebige Manipulation derartiger Güter innerhalb
des Bereichs einer solchen Manipulierstatation gegeben ist Einzelheiten der Erfindung
mit einer Anzahl von Ausführungen und Varianten für die unterschiedlichen Aufgabenstellungen
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, die auf in der Zeichnung dargestelte
Ausführungsbeispiele Bezug nimmt.
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In der Zeichnung zeigt: 1 -inen vereinfachten Querschnitt der Manipulierstation
m@t an ketten umlaufenden Röllchen, Fig. @ die Station im Aufriß, Fig. 3 eine Variante
gemäß Fig. 2 mit unterhalb der Transportebene befindlichen Antriebsbahnen bzw. Abroll-
oder Beschleunigungsflächen, Fig. 4 eine Zulliuf- urtd Sammelstation für eine Verpackungsmaschine
und @@ e@ne vergrößerte Darstellung der drehbaren Röllchen mit Lagerachse und Beschleunigungsfläche.
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Die mit 1 beze@ hnete Manipulierstation zum Transportieren und Ordnen
von Gütern besteht aus der eigentlichen Förderebene 2, die aus dem Obertrum 3 eines
an Ketten 4 umlaufenden Rollchenteppichs gebildet ist. Die einzelnen Röllchen 5,
6, 7 sind drehbar auf einer Lagerachse 8 gehalten, deren Enden ihrerseits an den
endlosen Ketten 4 befestigt sind und in Förderrichtung gemäß Pfeil 9 bewegt werden.
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Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich
unterhalb des Kettenobertrums 3 eine Abroll- bzw. Beschleunigungsfläche 111 Eine
solche Fläche wird beispielsweise gebildet dus einer gegen den Außenmantel der Einzelröllchen
5, 6, 7 anpreßbaren Abrolleiste 11 wobei die Anpreßkraft beliebig bzw. über Federn
12 einstellbar bat.
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Sobald nun die einzelnen Rölichen den Bereich einer solchen Abrolleiste
11 erreichen, gelangen sie in Reibschluß mit der Abroll- und Beschleunigungsfläche
10 und werden auf diese Weise zusätzlich in Rotation versetzt, was dazu führt, daß
die im Ausführungsbeispiel sich auf der Förderebene 2 befindlichen Flaschen 13 schneller
fortbewegen, als deren allein durch die Geschwindigkeit des Förderers hervorgerufene
Fortbewegungsgeschwindigkeit ist.
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Auf diese Weise findet eine zusätzliche Beschleunigung der jeweils
im Bereich der Abroll- und Beschleunigungsfläche 10 befindlichen Flaschen 13 statt.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich
um eine Auflösestation für in Reihe hintereinander herangefòlderte Güter. Die auf
einer solchen Förderebene 2 bewegten Flaschen 13 erfahren eine entgegen ihrer normalen
Fortbewegungsrichtung entsprechend der Pfeile 14 und 15 schräggerichtete ewegungskomponente,
so daß dadurch eine beliebige Aufteilung der in geschlossener Reihe herangefördertern
Flaschen 13 auf unterschiedliche Spuren bzw Bahnen möglich ist. Dieses wird dadurch
erzielt, d ie in Zeichnungsebene gestrichelt dargestellten Abrollleisten 11 schraggerichtet
angeordnet sind. eine weitere Geschwindigkeitssteigerung und damit die Möglichkeit,
einzelne Flaschen unterschiedlich schnell zu beschleunigen, erzielt an durch zwischen
Ober- und Untertrum der Röl lchenteppiche angeordnete Beschleunigungsbänder 16,
die entgegen der Förderrichtung , angetrieben sind. I)ie einzelnen Geschwindigkeiten
von nebenein-@nder befindlichen Beschleunigungsbändern sind beliebig einstell-bzw
bzw. wählbar, so dae entsprechend beliebige Aufteilvariationen geschaffen werden
können.
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Eine weitere Variante ist in Fig. 4 dargestellt. Hierbei handelt es
sich un eine Zuführ. bzw. Zuteilstation für Verpackungsmaschinen @t mehreren nebeneinander
befindlichen Einlaufpfaden 17, 18, 19 wird einer mit dieser in Verbindung stehenden
Mehrspurförderer 20.
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Am Ende des Mehrspurförderers 20 ist beispielsweise ein aus mehreren
Einzelspuren bestehender Röllchenteppich antriebbar vorgesehen, wobei insbesondere
im unmittelbaren Obergangsbereich die einzelnen Röllchen mit unterschiedlich langen
Abroll- und Beschleunigungsflachen 11 in Berührung gebracht werden, wodurch eine
relativ störungsfreie Auflösung der in geschlossenen Pulk herangeffihrten Flaschen
sowie deren Einzelbeschleunigung in die kassettendrtigen Zuführphade bzw. Einlaufpfade
17 - 19 vollzogen werden kann. Es ist allerdings auch denkbar, den Röllchenteppich
bis in den Bereich des Mehrspurförderers 20 hineinzuführen, wodurch ebenfalls eine
;nhnelle Einfädelung von Flaschen in die jeweils zu geordneten Pfade 17 - 18 erzielbar
ist.
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Einzelheiten des Beschleunigungsverhaltens ergeben sich aus der vereinfahten
Darstellung gemäß Fig. 5, wobei eine mit vorbestimmter Geschwindigkeit V 1 umlaufende
Kette 4 bzw. deren auf Achsen gelagerte Röllchen 5, 6, 7 in den Bereich einer solchen
Abroll-und Beschleunigungsfläche 11 gelangen und auf diese Weise in Rotation versetzt
werden und damit dem zu fördernden Gut die Geschwindigkeit V 2 vermitteln. Die Geschwindigkeit
V 2 ist von den einzelnen Reibungswerten abhängig und beliebig einstellbar, so daß
für jedes zu transportierende Gut bzw. für jede auftretende Belastung optimale Geschwindigkeiten
gewählt werden können.
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@@@ @us den @@@elnen Ausführungsbeiepielen ersichtlich, kann nach
Einsatz, Anzahl und Anordnung von Abroll- und Beschleuni-@@@@@la@nen bzw. entsprechenden
Beschleunigungsbändern gemäß @@ @ eine beliebige Manipulation der zu transportierenden
Güter @@ bereich einer solchen Station vorgenommen werden. Bei dem in 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel wird durch entgegeng richteten zusätzlichen Umlauf der Beschleunigungsbänder
16 eine weitere zu@ätzli tjhC Beschleunigung erzielt, sobald ein oder @@hrere Bänder
in timg ekehrter Richtung gemäß Pfeil 16, 21, d. h. entgegen der eigentlichen Forbewegungsrichtung
9 der Flaschen 14 angetrieben werden. Zusätzlich kann auch eine Verzögerung und
t t ein dicht@s Aneinanderreihen von bestimmten Flaschenreihen @@ler Gruppen bewirkt
werden. Dieses kann insbesondere dann notwendig werden, wenn ein mit geringer geschwindigkeit
herantransportierter Flaschenstrom auf eine einspurige geschlossene Reihe von Flaschen
zusammengebracht werden soll. Auch die Breite der jeweiligen Röllchen und damit
die von ihnen bestimmte Anzahl von Einzelspuren i t von Bedeutung. So können beispielsweise
zwei nebeneinander befindliche Spuren 17, 18 mit gleicher Geschwindigkeit fortbewegt
werden und die daneben befindliche Spur 11 beliebig anderen Geschwindigkeiten zugeordnet
werden, wobei glleichzeitig, wenn gewünscht, mkindestens die jeweils äußere Spur
eine schräggerichtete Beschleunigungskomponente erfahren kann, d. h., daß ute in
diesem Bereich hineinbewegten Flaschen von der geschlossenen @@schleunigte@ Flaschengruppe
seitwärts entfernt werden.
i3ü',i dem an Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist es darüber hinaus denkbar, einen mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden Röllchenteppich
durch zusätzliche Anordnung von Beschleunigungsbindern im Außenbereich so wirken
zu lassen, daß beispielsweise drei Spuren 17 - 19 in Bewegungsrichtung des Röllchenteppichs
wirksam werden und die zugeordnete Außenspur 22 die ausbrechenden Flaschen wieder
zum Mehrspurförderer 20 bzw. auf einen dazu führer den zusätzlichen Pfad 23 zurückführen.