DE4202244A1 - Sortiereinrichtung - Google Patents
SortiereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Sortiereinrichtung mit
aufeinanderfolgenden, einzeln angetriebenen Förderbandab
schnitten.
Mit Förderbändern kombinierte Sortiereinrichtungen sind be
reits bekannt. Bei diesen bekannten Anordnungen besteht die
beispielsweise zum Aussortieren von Paketen dienende Ein
richtung aus einzelnen Förderbandabschnitten, welche bei
Bedarf nach unten gekippt werden können. Dadurch können
einzelne Gegenstände selektiv aus dem Förderstrom entfernt
werden. Aufgrund der mechanischen Verstellung zumindest ei
ner Umlenkrolle des Sortierförderbandes müssen beim Um
schalten von einer Position in die andere relativ große
Massen bewegt werden, was einerseits eine erhebliche Stell
kraft bedingt und dadurch mit einem nicht zu unterschätzen
den Energieverbrauch verbunden ist und andererseits die
Verstellgeschwindigkeit und damit die Geschwindigkeit des
Aussortiervorgangs begrenzt.
Aus diesen Nachteilen folgt das der Erfindung zugrundelie
gende Problem, eine mit Förderbändern kombinierte Sortier
einrichtung zu schaffen, welche bei einem minimalen Ver
brauch an Steuerenergie eine möglichst hohe Geschwindigkeit
des Aussortiervorgangs erlaubt.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, daß die Förderbän
der eines oder mehrerer Förderbandabschnitte je eine oder
mehrere Ausnehmungen aufweisen. Somit reihen sich entlang
der Längsachse eines Aussortierförderbands Ausnehmungen und
durchgehend geschlossene Bereiche abwechselnd aneinander.
Befindet sich in dem Moment, in dem ein Gegenstand in den
Bereich eines solchen Aussortierbandabschnitts gelangt, in
nerhalb dessen oberen Trums eine geschlossene Förderband
fläche, wird der Gegenstand auf dieser Fläche über den Aus
sortierbandabschnitt hinwegtransportiert. Falls in diesem
Moment jedoch gerade eine Ausnehmung im oberen Trum
positioniert ist, fällt der betreffende Gegenstand durch
diese Ausnehmung hindurch und wird auf diese Art dem För
derstrom entnommen. Hierbei kann das Förderband mit der
normalen Fördergeschwindigkeit bewegt oder angehalten wer
den, so daß sich die oben befindliche Ausnehmung entweder
mit dem geförderten Gegenstand mitbewegt oder zwischen den
beiden Umlenkrollen stillsteht. Ist das Aussortierband in
dieser Position gestoppt, wird der auszusortierende Gegen
stand vom davor angeordneten Transportband auf den
Aussortierförderbandabschnitt geschoben, bis sein Schwer
punkt in den Bereich der Ausnehmung gelangt, so daß der Ge
genstand durch die Öffnung nach unten kippt. So lassen sich
mehrere dicht aufeinanderfolgende Gegenstände problemlos
aussortieren. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist zum
Umstellen des Aussortierbandzustands keine Maßnahme erfor
derlich, da sich diese Zustände auf der Oberfläche des För
derbands abwechseln. In dem Fall, daß mehrere, nicht auszu
sortierende Gegenstände in kurzen Abständen aufeinanderfol
gen, kann das Aussortierband kurzzeitig mit erhöhter Ge
schwindigkeit betrieben werden, bis die Ausnehmung über das
obere Trum hinweggefahren ist. Diese Beschleunigung erfor
dert jedoch wenig Energie, da hierbei das einzig nennens
werte Bremsmoment aus der Trägheit der Umlenkrollen resul
tiert, welche sich durch konstruktive Maßnahmen, wie Redu
zierung des Rollendurchmessers, Ausgestaltung derselben als
Hohlkörper und Fertigung aus einem leichten Werkstoff, auf
ein Minimum reduzieren läßt. Je größer der Abstand der ein
zelnen, auszusortierenden Gegenstände ist, desto niedriger
ist die erforderliche, erhöhte Geschwindigkeit, mit der die
Ausnehmung über den Aussortierabschnitt hinwegbewegt werden
muß. Wenn der Abstand der Fördergüter gleich oder größer
ist als die Länge einer Ausnehmung des Aussortierbandes,
ist überhaupt keine Beschleunigung erforderlich, so daß in
diesem Fall neben der normalen Antriebsenergie des Förder
bandes keine zusätzliche Steuerenergie notwendig ist.
Es hat sich als günstig erwiesen, daß die Ausnehmungen
rechteckig sind und etwa die Länge des Förderbandabschnitts
sowie eine etwas geringere Breite als das Sortierband auf
weisen. Bei dieser Form der Ausnehmungen werden die Abmes
sungen der Grundfläche des Aussortierabschnitts optimal ge
nutzt, da die auszusortierenden Gegenstände, z. B. Pakete,
nahezu dieselbe Grundfläche wie der Aussortierabschnitt
aufweisen können.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht
darin, daß die Ausnehmungen einen gegenseitigen Abstand
aufweisen, der etwa gleich oder etwas größer als die Länge
des Aussortierabschnitts ist. Diese Maßnahme dient eben
falls dazu, die Aussortiereinrichtung räumlich optimal zu
nutzen, da dann zum Befördern eines Gegenstands, welcher
etwa dieselbe Grundfläche wie der Aussortierabschnitt auf
weist, ein geschlossener Förderbandbereich ausreichender
Länge zur Verfügung steht.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung
zeichnet sich durch ein Aussortierförderband mit zwei Aus
nehmungen mit identischen Abmessungen und identischen Ab
ständen aus. Die Länge der Abmessungen sowie ihre Abstände
entsprechen dabei jeweils etwa der Länge des Aussortierab
schnitts. Die Vorteile dieser Ausgestaltung des Förderbands
können dann optimal genutzt werden, wenn sämtliche Förder
güter in solchen räumlichen Abständen auf das Förderband
aufgegeben werden, welche der Länge einer Ausnehmung oder
einem ungeradzahligen Vielfachen hiervon entsprechen. Die
nicht auszusortierenden Gegenstände können in diesem Fall
ohne jede Einflußnahme über die Aussortierabschnitte hin
wegtransportiert werden, wobei in den Lücken zwischen den
Fördergütern jeweils eine der Ausnehmungen durchläuft. Wäh
rend also identische Abmessungen und Abstände der Ausneh
mungen in Verbindung mit einer Aufgabe der Fördergüter in
entsprechenden Abständen zur Reduzierung der Steuerenergie
beitragen, stellt die Wahl von zwei Ausnehmungen pro Aus
sortierband einen optimalen Kompromiß dar. Einerseits ist
eine einzige Ausnehmung, deren Länge etwa der halben För
derbandlänge sowie der Länge des Aussortierabschnitts ent
spräche, nicht funktionsfähig, da ein Gegenstand nicht
durch das Förderband hindurch, sondern bloß bis auf das un
tere Trum fallen würde. Andererseits würde eine höhere An
zahl von Ausnehmungen die Länge des Förderbands unnötig er
höhen, so daß zusätzliche, reibungserhöhende Umlenkrollen
erforderlich wären.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß zwischen dem oberen
und dem unteren Trum jedes Sortierbands ein quer zu dessen
Förderrichtung verlaufendes Transportband angeordnet ist.
Mittels dieses Transportbandes werden die aussortierten Ge
genstände aus dem Bereich des Aussortierabschnitts seitlich
wegtransportiert und beispielsweise in bereitstehenden Be
hältern abgelegt.
Bei dieser Ausführungsform hat es sich als günstig erwie
sen, zwischen der zuförderseitigen Umlenkrolle jedes Sor
tierbands und der dieser nächstgelegenen Kante des zugeord
neten Transportbands eine Rutsche anzuordnen. Da das Trans
portband die aussortierten Gegenstände unter dem oberen
Trum des Sortierbands seitlich wegfördern muß, ist ein der
maximal möglichen Höhe der Fördergüter entsprechender Ab
stand zwischen den oberen Trumen des Sortierbands und des
Transportbands nötig. Damit die Gegenstände beim Aussortie
ren nicht einfach durch die Ausnehmungen fallen und mögli
cherweise durch einen zu harten Aufprall beschädigt werden,
aber auch, um die aussortierten Güter präzise zum Trans
portband zu führen, ist eine zwischen Sortier- und Trans
portband verlaufende Rutsche vorteilhaft. Hierbei werden
sowohl das Transportband als auch die Rutsche vom Sortier
band umschlungen.
Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß jedes Transportband
in beiden Richtungen antreibbar ausgeführt ist. Diese Aus
gestaltung setzt voraus, daß das Transportband relativ kurz
ist und ausschließlich dazu dient, die aussortierten Gegen
stände gerade eben aus dem Bereich des Aussortierbandes
wegzufördern. In diesem Fall befindet sich jeweils
höchstens ein Gegenstand auf dem Transportband, so daß bei
einer Umschaltung der Förderrichtung des Transportbandes
keine prinzipiellen Schwierigkeiten auftreten. Durch ein in
beiden Richtungen betriebsfähiges Transportband kann ein
vom Sortierband aussortierter Gegenstand je nach Bedarf in
einem von zwei bereitstehenden Sammelbehältern abgelegt
werden. Natürlich können anstelle der Sammelbehälter wei
tere, sich direkt an das Transportband anschließende Trans
porteinrichtungen vorgesehen sein. In jedem Fall reduziert
sich durch die bidirektional antreibbaren Transportbänder
die Anzahl der erforderlichen Aussortierabschnitte auf die
Hälfte, wodurch sich die Gesamtstrecke der Aussortierein
richtung halbieren lädt.
Eine abweichende Ausführungsform der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, daß das obere und das untere Trum jedes
Sortierbands in geringem Abstand parallel geführt sind.
Hierbei fällt oder aussortierte Gegenstand gleichzeitig
durch beide Ausnehmungen des Sortierbands. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß kein querförderndes Transportband er
forderlich ist, so daß die Sammelbehälter direkt unterhalb
der Aussortiereinrichtung angeordnet werden können. Dennoch
ist es natürlich auch bei dieser Ausführungsform möglich,
bidirektional angetriebene Transportbänder oder andere
Transporteinrichtungen vorzusehen.
Diese Ausführungsform erfordert, daß das Sortierband je
weils zwischen den benachbarten, das obere und das untere
Trum abstützenden Umlenkrollen in Form einer Schleife um
eine weitere, dem Bandlängenausgleich dienende Umlenkrolle
geführt ist, wobei die Gesamtlänge einer Bandschleife des
Sortierbands etwa der Länge des Förderbandabschnitts ent
spricht. Um das gleichzeitige Hindurchfallen der aussor
tierten Fördergüter durch beide Ausnehmungen des Sortier
bands zu ermöglichen, müssen sich die beiden Ausnehmungen
des Sortierbands zum selben Zeitpunkt im oberen und unteren
Trum befinden. In diesem Fall muß je eine der beiden ge
schlossenen Bereiche des Förderbands durch je eine Bandlän
genausgleichseinrichtung am vorderen und hinteren Ende des
Aussortierbandabschnitts aufgenommen werden. Da das untere
Trum des Sortierbandes entgegen der Hauptförderrichtung
läuft, kann eine etwas unsymmetrische Schleifenlänge beider
Bandlängenausgleichseinrichtungen zur Erhöhung der Funkti
onssicherheit beitragen.
Eine besonders günstige Weiterbildung dieser Ausführungs
form der Erfindung umfaßt eine von der das untere Trum ab
stützenden, zuförderseitigen Umlenkrolle oberhalb der zu
förderseitigen Bandlängenausgleichsschleife in Hauptförder
richtung des Sortierbands schräg nach unten zu einem Behäl
ter oder einer weiteren Transportvorrichtung verlaufende
Rutsche. Ein vertikaler Abstand zwischen der Oberseite ei
nes Behälters und dem unteren Trum des entsprechenden Sor
tierbands erlaubt es, die Behälter bis zu deren Oberkante
zu füllen, ohne sich der Gefahr auszusetzen, daß ein Gegen
stand obenauf liegen bleibt und das Sortierband blockiert.
Zur Überbrückung dieses Vertikalabstands ist eine Rutsche
optimal geeignet.
Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, daß das
Sortierband im Bereich der Bandlängenausgleichsschleifen
etwa parallel zur Rutsche geführt ist. Durch diese Maßnahme
beanspruchen die Bandlängenausgleichsschleifen nur ein Mi
nimum an Raum, so daß die lichte Öffnung entlang der Rut
sche etwa der Länge des unteren Trums des Sortierbands ent
spricht.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger bevor
zugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnung. Hier
bei zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sortiereinrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Fig. 1,
Fig. 3 eine aus Sortierabschnitten gemäß der ersten
Ausführungsform aufgebaute Sortiereinrichtung
mit zwei benachbarten Förderstrecken in der
Draufsicht,
Fig. 4 die Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Sortiereinrichtung und
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Fig. 4.
Die in Fig. 1 und 2 skizziert dargestellte Sortiereinrich
tung 1 setzt sich aus aneinandergereihten Sortierabschnit
ten 2 und Förderabschnitten 3 zusammen. In jedem Abschnitt
2, 3 wird das Fördergut 4 von einem endlosen Förderband 5,
6 transportiert. In den Förderabschnitten 3 umläuft das
eine geschlossene Transportoberfläche 7 aufweisende Förder
band 6 zwei Umlenkrollen 8, zwischen denen die beiden Trume
9 in geringem Abstand etwa parallel gespannt sind. Zwischen
zwei Förderabschnitten 3 befindet sich je ein Sortierab
schnitt 2. Dessen Sortierband 5 wird von zwei oberen Um
lenkrollen 10 unterstützt sowie von zwei unteren Umlenkrol
len 11 und dem Bandlängenausgleich dienenden Rollen 12 ge
führt. Die Gesamtlänge des Sortierbands 5 beträgt etwa das
Vierfache des Abstands der oberen Umlenkrollen 10. Das Sor
tierband 5 ist von zwei entlang seines Umfangs diametral
gegenüberliegend angeordneten Ausnehmungen 13 durchsetzt.
Jede Ausnehmung 13 ist rechteckig mit einer Länge, welche
etwa dem Abstand der oberen Umlenkrollen 10 entspricht, und
einer Breite, welche etwas geringer ist als die Gesamt
breite des Sortierbands 5, so daß neben der Ausnehmung 13
zwei schmale Streifen 14 zur Aufrechterhaltung der Sortier
bandspannung verbleiben. Die unteren Umlenkrollen 11 weisen
etwa denselben Abstand auf wie die oberen Umlenkrollen 10
und sind auf ein und derselben Höhe angeordnet, so daß das
untere Trum 15 waagrecht verläuft. Knapp oberhalb dieses
Trums 15 befindet sich ein Transportband 16, dessen mögli
che Förderrichtungen 17 senkrecht zur Hauptförderrichtung
18 der Sortiereinrichtung 1 orientiert sind. Das Transport
band 16 umläuft wie das Förderband 6 eines Förderabschnitts
3 zwei nicht dargestellte Umlenkrollen, so daß die beiden
Trume 19 in einem dem Durchmesser der Umlenkrollen entspre
chenden Abstand parallel geführt sind. Die Umlenkrollen des
Transportbandes 16 sind seitlich neben der Sortierstrecke 1
in einem solchen Abstand angeordnet, daß die Länge eines
Trums 19 des Transportbandes 16 nur geringfügig größer ist
als die Breite des Sortierbands 5. Zwischen der zuförder
seitigen, oberen Umlenkrolle 10 und der in Hauptförderrich
tung 18 vorne gelegenen Kante 20 des Transportbands 16 ist
eine stark geneigte Rutsche 21 vorgesehen, deren Breite
etwa gleich der Breite des Sortierbands 5 ist. Aufgrund der
Neigung der Rutsche 21 sind die unteren Umlenkrollen 11 des
Sortierbands 5 gegenüber den oberen Umlenkrollen 10 in
Hauptförderrichtung 18 versetzt. Damit oberhalb des oberen
Trums 19 des Transportbandes 16 ein für das Fördergut aus
reichender Raum verbleibt, verläuft das Sortierband 5 zwi
schen der der Rutsche 21 abgewandten, unteren Umlenkrolle
11 und der dieser benachbarten Bandlängenausgleichsrolle 12
etwa vertikal. Eine weitere Bandlängenausgleichsrolle 12
dient dazu, ein Reiben des Sortierbands 5 an dem darauffol
genden Förderband 6 zu verhindern. Unterhalb der Umlenkrol
len des Transportbandes 16 befindet sich je ein Behälter 22
zur Aufnahme der aussortierten Gegenstände 4.
Das Fördergut 4 wird in Hauptförderrichtung 18 durch die
Sortiereinrichtung 1 transportiert. Im Bereich jedes Sor
tierabschnitts 2 besteht die Möglichkeit, einzelne Gegen
stände 4 aus dem Förderstrom zu entnehmen. Maßgebend dafür,
ob ein Gegenstand 4 aussortiert wird oder nicht, ist die
Lage der Ausnehmungen 13 dieses Sortierbands 5 zum Gegen
stand 4. Gelangt ein Gegenstand 4 etwa synchron mit dem ge
schlossenen Bereich 23 des Sortierbands 5 zur zufördersei
tigen, oberen Umlenkrolle 10 eines Sortierabschnitts 2,
wird dieser Gegenstand 4 auf dem Bereich 23 bis zum näch
sten Förderabschnitt 3 transportiert und verbleibt im För
derstrom. Trifft der Gegenstand 4 dagegen synchron mit ei
ner Ausnehmung 13 des Sortierbands 5 an der zuförderseiti
gen, oberen Umlenkrolle 10 eines Sortierabschnitts 2 ein,
fällt er, sobald sich sein Schwerpunkt oberhalb der Ausneh
mung 13 befindet, durch diese hindurch und gleitet entlang
der Rutsche 21 bis zum Transportband 16. Dieses setzt sich
in der gewünschten Richtung 17 in Bewegung und legt den Ge
genstand 4 in einem der beiden diesem Sortierabschnitt 2
zugeordneten Behältern 22 ab. Mit dieser Anordnung ist es
möglich, zunächst einen Behälter 22 zu füllen und sodann
die Bewegungsrichtung 17 auf den anderen Behälter 22 umzu
schalten, so daß während der Entleerung eines Behälters 22
der Sortiervorgang nicht unterbrochen werden muß. Anderer
seits kann mit dem Transportband 16 auch eine weitere Tren
nung des Förderguts erfolgen, wodurch sich die Anzahl der
erforderlichen Sortierabschnitte 2 und damit die Gesamt
länge der Sortiereinrichtung 1 halbiert. Ein Gegenstand 4
kann auch dadurch aussortiert werden, daß das betreffende
Sortierband 5 in einer Position stillgesetzt wird, in der
sich eine Ausnehmung 13 etwa vollständig im oberen Trum 24
befindet. In diesem Zustand wird ein Gegenstand 4 von dem
Förderband 6 des vorausgehenden Förderabschnitts 3 in den
Bereich des Sortierabschnitts 2 geschoben, bis dieser Ge
genstand 4 aufgrund der Ausnehmung 13 nicht mehr genügend
unterstützt wird und auf die Rutsche 21 kippt. Diese Be
triebsart kann dann gewählt werden, wenn mehrere aufeinan
derfolgende Gegenstände 4 entnommen werden sollen. Hierbei
ist es vorteilhaft, wenn zwei im Förderstrom aufeinander
folgende Gegenstände 4 einen räumlichen Abstand aufweisen,
der etwa einem Viertel der Länge eines Sortierbands 5, also
etwa der Länge des oberen Trums 24, oder einem ungeradzah
ligen Vielfachen hiervon entspricht. In diesem Fall kann
das Sortierband 5 einer Station 2, an der wenige Gegen
stände 4 aus dem Förderstrom entfernt werden, mit konstan
ter Geschwindigkeit gefahren werden, so daß jeder Gegen
stand 4 synchron zu einem der geschlossenen Bereiche 23
ist. Soll dann ein Gegenstand 4 aussortiert werden, wird
das Sortierband 5 nach dem vorhergehenden Gegenstand mit
oben befindlicher Ausnehmung 13 stillgesetzt, bis der näch
ste, im Förderstrom verbleibende Gegenstand 4 an der zuför
derseitigen, oberen Umlenkrolle 10 ankommt. Wird das Sor
tierband 5 in diesem Moment gestartet, sind die geschlosse
nen Bereiche 23 wieder synchron mit dem Fördergut 4.
Fig. 3 zeigt eine Sortiereinrichtung 1′, bei der zwei Sor
tierstrecken 25 zur Verdoppelung der Kapazität nebeneinan
der angeordnet sind. Jede Sortierstrecke 25 ist aus abwech
selnd aufeinanderfolgenden Sortierabschnitten 2 und För
derabschnitten 3 aufgebaut. Neben einem Sortierabschnitt 2
befindet sich dabei in der anderen Sortierstrecke 25 genau
ein Förderabschnitt 3 und umgekehrt. Die Sortierabschnitte
2 sind hierbei völlig identisch mit denen der in den Fig. 1
und 2 dargestellten Sortiereinrichtung 1. Zusätzlich
schließt sich neben der der jeweils anderen Sortierstrecke
25 benachbarten Umlenkrolle der Transportbänder 16 je ein
weiteres Transportband 26 an, welches die aussortierten Ge
genstände 4 unter den Förderbändern 6 dieser Sortierstrecke
25 hindurch bis zu den Behältern 22′ befördert. Somit kann
ein Gegenstand 4 von jeder Sortierstrecke 25 in jedem der
bereitstehenden Behälter 22′ abgelegt werden.
In den Fig. 4 und 5 ist eine weitere Sortiereinrichtung 1′′
zu sehen. Bei dieser sind die einzelnen Sortierabschnitte
27 direkt aneinandergereiht. Die Länge und Form eines Sor
tierbands 28 ist identisch mit den Sortierbändern 5 der in
den Fig. 1 bis 3 dargestellten Sortiereinrichtungen 1 und
1′. Wie bei diesen sind zwei rechteckige Ausnehmungen 29
vorhanden, welche durch geschlossene Bereiche 30 voneinan
der getrennt sind. Das obere Trum 31 eines Sortierbands 28
wird von zwei Umlenkrollen 32 unterstützt, das untere Trum
33 verläuft dicht unterhalb des oberen Trums 31 parallel zu
diesem und wird von den Umlenkrollen 34 gestützt. Die unte
ren Umlenkrollen 34 haben etwa denselben Abstand wie die
oberen Umlenkrollen 32. Das Sortierband 28 weist auch bei
dieser Anordnung 1′′ etwa die vierfache Länge des oberen
Trums 31 auf, weshalb pro Sortierabschnitt 27 zwei Bandlän
genausgleichsschleifen 35 vorgesehen sind. Hierzu sind zwei
untere Ausgleichsrollen 36 vorhanden, von denen jede von
jeweils einer der zwischen den benachbarten Umlenkrollen
32, 34 des oberen Trums 31 und des unteren Trums 33 entste
henden Bandschleifen 35 straff umschlungen wird. Eine wei
tere Ausgleichsrolle 37 pro Sortierabschnitt 27 verhindert
eine Berührung der Sortierbänder 28 benachbarter Sor
tierabschnitte 27, wodurch unnötige Reibung vermieden wird.
Die beiden Bandschleifen 35 eines Sortierabschnitts 27 wei
sen etwa ein und dieselbe Länge auf, so daß in dem Fall,
daß eine Ausnehmung 29 vollständig im oberen Trum 31 pla
ziert ist, die andere Ausnehmung 29 sich etwa deckungs
gleich darunter im unteren Trum 33 befindet. Jedem Sor
tierabschnitt 27 ist ein mittig unterhalb der Sortierein
richtung aufgestellter Behälter 38 sowie eine Rutsche 39
zugeordnet, welche sich von der zuförderseitigen Um
lenkrolle 34 des unteren Trums 33, in der Hauptförderrich
tung 40 der Sortiereinrichtung 1′′ abwärts geneigt, bis zur
vorderen Oberkante 41 des entsprechenden Behälters 38 er
streckt. Da die Behälter 38 wegen der Neigung der Rutschen
39 in Hauptförderrichtung 40 gegenüber den oberen Trumen 31
versetzt angeordnet sind, verlaufen die Bandschleifen 35
etwa parallel zur Neigungsebene der Rutschen 39 unterhalb
derselben, damit entlang jeder Rutsche 39 ein etwa den Ab
messungen der Ausnehmung 29 entsprechender, lichter Raum
verbleibt.
Die Funktionsweise dieser Sortiereinrichtung 1′′ ist etwa
identisch zu der vorhergehend beschriebenen Ausführungsform
gemäß den Fig. 1 und 2. Da die Gegenstände 4 beim Aussor
tieren gleichzeitig durch beide Ausnehmungen 29 hindurch
treten müssen, kann eine Verschiebung der Ausnehmungen im
oberen und unteren Trum 31, 33, beispielsweise zu den
zuförderseitigen Umlenkrollen 32, 34 hin, vorteilhaft sein.
Hierzu ist eine gegensinnige Verschiebung der Ausgleichs
rollen 36 entlang der Bandschleifen 35 erforderlich. Bei
dieser Ausführungsform 1′′ erhält man dieselbe Anzahl von
Sortierbehältern 38 pro Förderstreckenlänge wie bei der
Ausführungsform 1 nach den Fig. 1 und 2. Eine weitere Ver
dopplung dieses Faktors läßt sich erzielen, wenn anstelle
der Behälter 38 wie bei der Ausführungsform 1 nach den Fig.
1 und 2 weitere Transportbänder 16 und jeweils zwei Behäl
ter 22 eingesetzt werden. Eine Erhöhung der Kapazität läßt
sich dagegen auf einfachste Art dadurch erreichen, daß meh
rere Sortierstrecken 1′′ parallel nebeneinander angeordnet
werden, wobei einzig und allein die Behälter 38 mit einer
größeren Breite ausgeführt werden müssen.
Claims (11)
1. Sortiereinrichtung mit aufeinanderfolgenden, einzeln
angetriebenen Förderbandabschnitten, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bänder (5; 28) eines oder mehrere
Förderbandabschnitte (2; 27) je eine oder mehrere
Ausnehmungen (13; 29) aufweisen.
2. Sortiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausnehmungen (13; 29) rechteckig
sind und etwa die Länge des Förderbandabschnitts (2;
27) sowie eine etwas geringere Breite als das Sor
tierband (5; 28) aufweisen.
3. Sortiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausnehmungen (13; 29) einen gegen
seitigen Abstand aufweisen, die etwa gleich oder et
was größer als die Länge des Förderbandabschnitts (2;
27) ist.
4. Sortiereinrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet
durch zwei Ausnehmungen (13; 29) mit identischen Ab
messungen und identischen Abständen.
5. Sortiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch je ein zwischen dem oberen Trum
(24) und dem unteren Trum (15) jedes Sortierbands (5)
angeordnetes, quer zu dessen Förderrichtung (18) ver
laufendes Transportband (16).
6. Sortiereinrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet
durch je eine zwischen der zuförderseitigen Um
lenkrolle (10) jedes Sortierbands (5) und der dieser
nächstgelegenen Kante (20) des zugeordneten Trans
portbands (16) angeordnete Rutsche (21).
7. Sortiereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Transportband (16) in bei
den Richtungen (17) antreibbar ausgeführt ist.
8. Sortiereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das obere Trum (31) und das untere Trum
(33) jedes Sortierbands (28) in geringem Abstand par
allel geführt sind.
9. Sortiereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sortierband (28) jeweils zwischen
den benachbarten, das obere Trum (31) und das untere
Trum (33) abstützenden Umlenkrollen (32, 34) in Form
einer Schleife (35) um eine weitere, dem Bandlängen
ausgleich dienende Umlenkrolle (36) geführt ist, wo
bei die Gesamtlänge einer Bandschleife (35) des Sor
tierbands (28) etwa der Länge des Förderbandab
schnitts (27) entspricht.
10. Sortiereinrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet
durch ein von der das untere Trum (33) abstützenden,
zuförderseitigen Umlenkrolle (34) oberhalb der zuför
derseitigen Bandlängenausgleichsschleife (35) in
Hauptförderrichtung (40) des Sortierbands (28) schräg
nach unten zu einem Behälter (38) oder einer weiteren
Transportvorrichtung verlaufenden Rutsche (39).
11. Sortiervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Sortierband (28) im Bereich der
Bandlängenausgleichsschleifen (35) etwa parallel zur
Rutsche (39) geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924202244 DE4202244A1 (de) | 1992-01-28 | 1992-01-28 | Sortiereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924202244 DE4202244A1 (de) | 1992-01-28 | 1992-01-28 | Sortiereinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4202244A1 true DE4202244A1 (de) | 1993-07-29 |
Family
ID=6450391
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924202244 Withdrawn DE4202244A1 (de) | 1992-01-28 | 1992-01-28 | Sortiereinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4202244A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2792228A1 (fr) * | 1999-04-19 | 2000-10-20 | Irtech | Dispositif de tri de produits, notamment pour de la mise en lots |
| US6897395B2 (en) * | 2002-06-10 | 2005-05-24 | Tsubakimoto Chain Co. | Mail sorter |
| US7378610B2 (en) | 2003-11-27 | 2008-05-27 | Tsubakimoto Chain Co. | Mail sorting and distributing transfer system |
| US8096402B2 (en) * | 2009-12-30 | 2012-01-17 | Pitney Bowes Inc. | Sorter having a container shuttle system |
| CN109534253A (zh) * | 2018-09-12 | 2019-03-29 | 安徽埃克森仪表有限公司 | 一种压力表旋紧机出料用出料连接装置 |
| WO2020002619A1 (en) * | 2018-06-28 | 2020-01-02 | Elior Group | Ware separation apparatus and method |
-
1992
- 1992-01-28 DE DE19924202244 patent/DE4202244A1/de not_active Withdrawn
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| EP1046432A1 (de) * | 1999-04-19 | 2000-10-25 | Irtech S.A. | Einrichtung zum Sortieren von Gegenständen, insbesondere zum gruppenweisen Aufteilen |
| US6897395B2 (en) * | 2002-06-10 | 2005-05-24 | Tsubakimoto Chain Co. | Mail sorter |
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| CN109534253A (zh) * | 2018-09-12 | 2019-03-29 | 安徽埃克森仪表有限公司 | 一种压力表旋紧机出料用出料连接装置 |
| CN109534253B (zh) * | 2018-09-12 | 2020-07-31 | 安徽埃克森仪表有限公司 | 一种压力表旋紧机出料用出料连接装置 |
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