DE3241923C2 - - Google Patents
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
- B22D41/50—Pouring-nozzles
- B22D41/58—Pouring-nozzles with gas injecting means
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/10—Supplying or treating molten metal
- B22D11/11—Treating the molten metal
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- B22D11/117—Refining the metal by treating with gases
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff
des Patentanspruches 1 genannten Gattung.
Einschlüsse in Metallschmelzen entstehen durch die Oxyda
tion des flüssigen Metalls durch die Luft oder durch Ver
unreinigungen, z. B. Aluminiumoxid, andere Metalloxide oder
nichtmetallische Oxide, die im Verlauf der Gießvorgänge
absichtlich in die Schmelze eingebracht werden oder unbe
absichtigt in diese gelangen.
Solche Einschlüsse sind häufig für eine schlechte Quali
tät des Gusses verantwortlich. Man trachtet daher, die
Bildung dieser Einschlüsse zu vermeiden.
Um die Oxydation der Schmelze zu vermindern, wird diese
gewöhnlich mit einem Abdeckpulver aus feuerfestem Material
von geringerer Dichte als das flüssige Metall abgedeckt.
Die Bildung von Einschlüssen läßt sich hierdurch nicht
vollständig verhindern, denn infolge der Wärmekonvektion
treten in dem Schmelzgutverteiler auch heftige, nach unten
zu den Gießöffnungen gerichtete Strömungen auf, die von
dem Abdeckpulver stammende Feststoffteilchen mitnehmen
und hierdurch Einschlüsse hervorrufen. Außerdem können
durch das Abdeckpulver Einschlüsse, die bereits in dem in den
Schmelzgutverteiler gegossenen Metall vorhanden sind,
nicht beseitigt werden.
Aus der JP 55-130 361 A2 (Patents Abstracts of Japan,
M 47, 17.12.1980) ist bereits eine Vorrichtung zur
Beseitigung von Einschlüssen in Metallschmelzen bekannt,
die einen Einsatz für Gießgefäße umfaßt, der aus feuer
festen plattenförmigen Elementen besteht und im Boden
poröse Stopfen aufweist, über die in die Schmelze ein Inert
gas eingeleitet wird, das mittels einer zwischen dem Ein
satz und der Gefäßwand verlegten Leitung zugeführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten
Art zu schaffen, die eine noch wirksamere Beseitigung der
genannten Einschlüsse in Metallschmelzen ermöglicht.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch Elemente
im Inneren des Schmelzgutverteilers, die aus einem wärme
isolierenden und bei der Schmelzetemperatur sinterungs
fähigen Material aus anorganischen Partikeln und einem
Bindemittel hergestellt und in ihrem Inneren mit einem
Kanal versehen sind, der zum Anschluß an eine Quelle von
Inertgas, beispielsweise Argon, bestimmt ist.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die beim
Sintern des die genannten Elemente bildenden wärmeiso
lierenden Materials entstehenden Poren zur Verteilung des
Inertgases in der Schmelze zu nutzen. Die kleinen Inert
gasströme, die sich an der Oberfläche der porösen Elemen
te bilden, steigen zur Oberfläche der Schmelze auf und
nehmen hierbei die Einschlüsse aus Oxiden oder anderen
Verunreinigungen in der Schmelze mit. Durch geeignete Ver
teilung der Elemente aus wärmeisolierendem, sinterungs
fähigen Material ist es möglich, die Einschlüsse voll
ständig zu beseitigen und dadurch ein sehr reines Metall
von ausgezeichneter Qualität zu erhalten.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
sind die Elemente durch längliche Blöcke gebildet,
welche von dem erwähnten Kanal durchgehend durchzogen
werden und sich über die volle Höhe der Seitenwand und/oder
die Breite des Bodens des Schmelzgutverteilers erstrecken.
Vorzugsweise sind die Blöcke, an der Seiten
wand des Verteilers, an ihren entgegen
gesetzten Enden mit Blöcken verbunden, die am Boden des
Schmelzgutverteilers angeordnet sind, so daß ihre Kanäle
miteinander in Verbindung stehen.
Auf diese Weise wird im Schmelzgutverteiler eine Reihe von
Barrieren erhalten, welche durch Strahlen aus Inertgas
gebildet werden, die das gesamte in dem Verteiler enthaltene flüssige Metall beein
flussen, und auf diese
Weise die Einschlüsse wirksam zur Oberfläche der Schmelze
verdrängen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung sind die länglichen Blöcke zwischen entfernbare und wärmeisolierende Platten
eingesetzt, die
die Seitenwände sowie den Boden des Schmelzgutverteilers
ausfüttern.
Wenn das flüssige Metall in den Schmelzgutverteiler durch
ein Gießrohr gegossen wird, das in die Schmelze
eintaucht,
ist dieses Gießrohr zweckmäßigerweise innen mit einer Verkleidung
aus einem wärmeisolierenden und sinterungs
fähigen Material von gleicher Natur wie das Material der
Platten ausgefüttert, die die Seitenwände und den Boden
des Schmelzgutverteilers bedecken.
Bevorzugt ist dann
das Gießrohr mit einer Rohrleitung versehen, die zum An
schluß an eine Quelle von Inertgas bestimmt und
in der wärmeisolierenden und sinterungsfähigen Verkleidung
eingebettet ist, wobei das eine Ende der Leitung außerhalb
des Rohres in der Nähe seines oberen Teils und
das andere Ende der Leitung am unteren Teil des Rohres
mündet.
Daher bilden sich an unteren Teil des Rohres Strahlen aus
Inertgas, welche die
nach dem Sintern der Verkleidung entstandenen Poren durchqueren und die Ein
schlüsse, zur
Oberfläche der Schmelze aus der Zone benachbart
dem Rohr verdrängen. Diese Anordnung trägt daher zusammen
mti den länglichen Blöcken, die im Schmelzgutverteiler
angeordnet sind, zur Beseitigung der Einschlüsse der Schmelze
bei.
Die Gießöffnungen des Schmelzgutverteilers können mit
einer Einsatzhülse ausgefüttert sein, die abnehmbar und
aus einem wärmeisolierenden und sinterungsfähigen Material
von der gleichen Natur wie die Platten des Schmelzgutver
teilers und die Verkleidung des Gießrohres ist. Bevorzugt
weist dann die
Einsatzhülse an ihrem dem Inneren des Schmelzgutverteilers
benachbarten Teil eine Leitung auf, die in dem Material
der Einsatzhülse eingebettet ist und mit Öffnungen für den
Durchtritt des Inertgases versehen ist.
Die durch diese Anordnung erzeugten Gasstrahlen ermög
lichen die Verdrängung der in der Schmelze
in der Nähe der Gießöffnung befindlichen Einschlüsse nach oben.
Das Verschlußstück,
zum Öffnen und Schließen der Gießöffnungen des Ver
teilers kann außen mit einer abnehmbaren Hülse
aus wärmeisolierendem und sinterungsfähigem Material ver
kleidet sein. Es empfiehlt sich dann,
die
Hülse an ihrem dem Inneren des Schmelzgutverteilers benach
barten Teil mit einer Leitung zu versehen, die in dem Material
der Hülse eingebettet ist und Öffnungen für den Durchtritt
des Inertgases aufweist.
Diese Anordnung trägt ebenfalls zusammen mit den vorangehend
beschriebenen zur Beseitigung der Einschlüsse bei.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden, beispielhaften Beschreibung in Verbin
dung mit den Zeichnungen. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht im Längsschnitt eines Schmelzgutver
teilers, der mit einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung ausgerüstet ist;
Fig. 2 eine Ansicht im Schnitt nach der Ebene II-II in
Fig. 1;
Fig. 3 eine Ansicht der Einzelheit A von Fig. 1 in ver
größertem Maßstab;
Fig. 4 eine Ansicht im Längsschnitt eines Gießrohres, das
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstet
ist;
Fig. 5 eine Ansicht im Schnitt nach der Ebene V-V in
Fig. 4;
Fig. 6 eine Ansicht im Längsschnitt von erfindungsgemäßen
Vorrichtungen mit einem Verschlußstück und einer
Gießöffnung eines Verteilers;
Fig. 7 eine Ansicht in der Richtung des Pfeils VII- in
Fig. 6 der in die Gießöffnung eingesetzten Hülse.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 weist der Schmelz
gutverteiler 1 seitliche Wände 2 und einen Boden 3 aus
feuerfesten Steinen auf, die von abnehmbaren Platten 4
bedeckt sind, welche wärmeisolierend und aus sinterungsfähigem
Material sind, das aus anorganischen Partikeln zusammen
gesetzt ist, wie Siliziumdioxid und/oder Aluminiumoxid und/
oder Magnesiumoxid, Mineralfasern oder organischen Fasern,
die von einem organischen Bindemittel, wie Phenolharz
oder einem anorganischen Bindemittel, wie Schamottemörtel,
umhüllt sind.
Gegen die Seitenwände 2 und den Boden 3 und zwischen den
Platten 4 sind längliche Blöcke 5, 6 angeordnet, die durch
gehend von einem Kanal 7, 8 durchzogen
sind, der an eine Zufuhrleitung 9 für ein Inertgas, wie
Argon, angeschlossen ist.
Die länglichen Blöcke 5, 6 sind aus einem wärmeisolierenden
und sinterungsfähigen Material von der gleichen Art her
gestellt wie das, aus dem die Platten 4 zusammengesetzt
sind.
Die gewichtsanalytische Zusammensetzung dieses Materials
ist beispielsweise die folgende:
| - anorganische Teilchen, beispielsweise Siliciumoxid, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid oder Olivin: | |
| 70 bis 90% | |
| - Mineral- oder organische Fasern: | 0 bis 20% |
| - Bindemittel, beispielsweise Phenolharz oder Schamottemörtel: | 2 bis 10% |
| - Zuschlag: | 0 bis 10%. |
Nachfolgend werden einige Beispiele hinsichtlich der Zusammen
setzung der länglichen Blöcke 5, 6 gegeben:
| Beispiel 1 | |
| Basisches Material | |
| MgO | |
| 62 bis 65% | |
| SiO₂ | 8 bis 10% |
| Cr₂O₃ | 3 bis 6% |
| Al₂O₃ | 3 bis 6% |
| Fe₂O₃ | 4 bis 5% |
| CaO | 3 bis 5% |
Organische Materialien (Bindemittel und Fasern) in der Wärme
zersetzbar: 6 bis 8%.
Die Gesamtporosität dieses Materials ist:
| - vor der Sinterung:|52% | |
| - nach der Sinterung: | 45% |
Die Dichte des Materials liegt zwischen 1,6 und 1,8.
| Beispiel 2 | |
| Saures Material | |
| MgO | |
| 0 bis 1% | |
| SiO₂ | 88 bis 95% |
| Al₂O₃ | 0 bis 2% |
| Fe₂O₃ | 0 bis 1% |
| CaO | 0,5 bis 2%. |
Organische, in der Wärme zersetzbare Materialien: 4 bis 6%.
| Porosität | |
| - vor der Sinterung:|54% | |
| - nach der Sinterung: | 56% |
Dichte: 1,2 bis 1,4.
| Beispiel 3 | |
| Neutrales Material | |
| SiO₂ | |
| 35 bis 42% | |
| Al₂O₃ | 0 bis 2% |
| CaO | 0 bis 3% |
| MgO | 38 bis 48% |
| Fe₂O₃ | 3 bis 9% |
Organische in der Wärme zersetzbare Materialien: 2 bis 8%.
| Porosität | |
| - vor der Sinterung:|52% | |
| - nach der Sinterung: | 53% |
Dichte: 1,4 bis 1,6.
Die Durchschnittsgröße der anorganischen Teilchen beträgt
einige Mikron. Die Feinheit dieser Teil
chen begünstigt die Sinterung.
Die länglichen Blöcke 5 erstrecken sich über die volle Höhe
der Seitenwand 2 des Verteilers 1. Die länglichen Blöcke 6
sind über die Breite des Verteilers 1 angeordnet und ihre
entgegengesetzten Enden 6a, 6b schließen sich, wie Fig. 2
zeigt, mit abgefasten Kanten an die Enden der länglichen
Blöcke 5 an. Daher stehen die Kanäle 7 jeden Paares von
länglichen Elementen 5, welche gegen die Seitenwand 2
des Verteilers angeordnet sind, mit dem Kanal 8 des läng
lichen Elements 6 in Verbindung, das auf den Boden 3 des
Verteilers zwischen dem Paar von länglichen Elementen 5
aufgelegt ist.
Bei der in Fig. 1-3 dargestellten Ausführungsform sind
die länglichen Blöcke 5, 6 zwischen den Platten 4 einge
setzt. Die Längsränder der länglichen Blöcke 5, 6 weisen
für diesen Zweck (siehe Fig. 3) Schenkel 11 auf, die sich
in der Verlängerung ihrer ebenen Fläche 12 befinden, be
nachbart der Seitenwand 2 oder dem Boden 3. Diese Schenkel
11 sind in der Zusammenbaustellung von Schultern 13 be
deckt, die an den Rändern der benachbarten Platten ausge
bildet sind. Die ebene Fläche 12 der Blöcke 5, 6 liegt un
mittelbar gegen die Seitenwand 2 oder den Boden 3 des
Verteilers 1 auf. Die der Fläche 12 entgegengesetzte Fläche
14 ist im wesentlichen halbzylindrisch, so daß ein im
wesentlichen konstanter Abstand zwischen dem Kanal 7 oder
8 und der Außenfläche der Blöcke 5, 6 besteht.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Blöcke 5, 6 regelmäßig
mit Gruppen von drei Blöcken (zwei seitliche Blöcke und
ein Block am Boden) in der Verlängerungsrichtung des
Schmelzgutverteilers 1 verteilt sind.
Die Wirkungen der durch die länglichen
Blöcke 5, 6 gebildeten Vorrichtung aus wärmeisolierendem
und sinterungsfähigem Material sind wie folgt:
Beim Kontakt der Metallschmelze 10 im Vertei
ler 1 mit einer Temperatur von
etwa 1300°C im Falle von Stahl zersetzt sich das
Bindemittel, das die Blöcke 5, 6 bildet (wenn es organisch
ist) oder zerfällt (wenn es anorganisch ist), wodurch das
Material porös gemacht wird. Die Kohäsion wird durch die
Sinterung der anorganischen Teilchen aufrechterhalten,
so daß diese als Ersatz für das zersetzte oder zerfallene
Bindemittel dienen.
Das in die Kanäle 7, 8 eingeleitete Argon durchquert, das
poröse Material der Blöcke 5, 6 und diffundiert in die
Metallschmelze 10 im Verteiler (siehe
die Pfeile in Fig. 2). Da die
Poren der Blöcke 5, 6 an der Außenfläche der letzteren
an regelmäßig über diese Oberfläche verteilten Punkten mün
den, werden die Argonstrahlen homogen über die
volle Länge der Außenfläche jeder der Gruppen von Blöcken
5, 6 verteilt. Auf diese Weise wird in der Höhe jeder Gruppe
von drei Blöcken 5, 6 ein echter Vorhang bzw. eine Barriere
von Argonstrahlen erzeugt, die zur Oberfläche 14 der
Metallschmelze 10 gerichtet sind. Das Argon wird unter
einem Druck von 3 bis 6 bar eingeblasen, so
daß es durch die Poren hindurchtritt und den hydro
statischen Druck überwindet.
Die Verunreinigungen aus Metalloxiden oder Nichtmetalloxiden
werden durch die Argon
strahlen zur Oberfläche 14 verdrängt oder
sie werden durch das Abdeckpulver (nicht dargestellt) ab
sorbiert. Bei diesen Verunreinigungen besteht nicht die
Gefahr, daß sie mit dem Metall durch die Gießöffnungen 15
abfließen und dadurch schädliche Einschlüsse für das Metall
zur Folge haben.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 weist das Gieß
rohr 16 einen unteren Teil 16a auf, der in das Metall 10
getaucht ist, welches in den Verteiler 1 durch das erwähnte
Rohr gegossen worden ist. Der obere Teil 16b dieses Rohres
16 ist zur Anordnung unter der Gießöffnung einer nicht dar
gestellten Gießpfanne bestimmt.
Das Rohr 16 ist innen mit einer Verkleidung 17 aus einem
wärmeisolierenden und sinterungsfähigen Material von der
gleichen Natur wie dasjenige ausgefüttert, aus dem die
Platten 4 und die länglichen Blöcke 5, 6 bestehen.
Die Verkleidung 17 ist von einem Schutzblech 18 umgeben.
Das Gießrohr 16 ist mit einer Leitung 19 versehen, die
in dem Verkleidungsmaterial 17 eingebettet und
an eine Quelle eines Inertgases, wie Argon,
angeschlossen ist.
Das obere Ende 19a der Leitung 19 mündet außerhalb des
Rohres 16 am oberen Teil 16b desselben. Das untere Ende
19b der Leitung 19 mündet am unteren Teil 16a des Rohres
in das flüssige Metall 10.
Das untere Ende 19b der Leitung 19 weist Öffnungen 20 für
den Durchtritt des inerten Gases in Kontakt mit der wärme
isolierenden und sinterungsfähigen Verkleidung 17 auf.
Diese Öffnungen 20 sind gegenüberliegend den Öffnungen 21
angeordnet, die im Schutzblech 18 vorgesehen sind.
Außerdem ist das untere Ende 19b der Leitung 19 an ring
förmige Leitungen 22 angeschlossen, die um die Achse des
Rohres 16 herum angeordnet und in der Verkleidung 17 ein
gebettet sind. Diese ringförmigen Leitungen 22 sind mit
Öffnungen 23 für den Gasdurchtritt in der Verkleidung 17
regelmäßig verteilt versehen.
Bei dem dargestellten Beispiel ist der obere Teil 16b des
Gießrohres 16 ebenfalls mit einer ringförmigen Leitung 24
versehen, die an die Quelle des Inertgases angeschlossen
und mit Öffnungen 25 versehen sind, welche das Einblasen
des inerten Gases in das Innere des Rohres 16 ermöglichen.
Außerdem weist die Seitenwand des Rohres 16 eine Düse 26
auf, die das Einblasen des Inertgases in das Innere
des Rohres 16 durch die Verkleidung 17 hindurch ermöglicht.
Die technischen Wirkungen des vorangehend beschriebenen
Gießrohres 16 sind wie folgt:
Beim Durchtritt des Strahls aus flüssigem Metall 10 durch
das Rohr 16 (von dem angenommen wird, daß es im wesentlichen
dichtend gegen die Gießöffnung der Gießpfanne anliegt), wird
Argon in die Leitung 24, die Düse 26 und die Leitung 19
eingeleitet.
Das in das Innere des Rohres 16 durch die Leitung 24 und
die Düse 26 eingeblasene Argon schützt das flüssige Metall
gegen Oxidation durch die Luft, die in das
Innere des Rohres infolge des Unterdrucks eindringen konnte,
der beim Durchtritt des Schmelzestrahls er
zeugt wurde.
Das in die Leitung 19 eingeblasene Argon tritt aus
deren Ende 19b aus und in die Metallschmelze
10 ein. Das Argon tritt ferner durch die Öffnungen 20 und
23 aus und mündet in das Innere des Rohres 16 und außerhalb
desselben (durch die Öffnungen 21), nachdem es durch die
Verkleidung 17 durch die Poren hindurchtrat, die nach dem
Sintern des Materials, aus dem die Verkleidung 17 besteht,
entstanden sind. Die Argonstrahlen (siehe Pfeile F und F₁),
verdrängen
die Verunreinigungen zur Oberfläche des Schmelzebades
wodurch die Einschlüsse eliminiert werden, die sich
in dem Metall gebildet haben können.
Die in der Tauchzone des Rohres 16 gebildeten Argonstrah
len tragen daher zusammen mit denjenigen, die aus den
länglichen Blöcken 5, 6 austreten, welche im Verteiler 1
angeordnet sind, dazu bei, die Einschlüsse in dem Metall
zu beseitigen, das in den Verteiler 1 gegossen worden ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist die Gieß
öffnung 15 des Schmelzgutverteilers 1 innen mit einer ab
nehmbaren Hülse 27 aus wärmeisolierendem und sinterungs
fähigem Material von der gleichen Art ausgefüttert, wie das
der Platten 4, der Blöcke 5, 6 und der Verkleidung 17 des
Rohres 16.
Der obere Teil der Hülse 27 ist mit einem Bund 28 ausge
bildet, dessen Umfangsrand 28a eine Schulter aufweist,
welche unter die komplementäre Schulter am Rand der be
nachbarten Platten 4 greift. Dieser Bund 28 ist mit einer
kreisförmigen Leitung 29 versehen, die sich um die Achse
der Hülse herum erstreckt, in dem Material der Hülse einge
bettet ist und Öffnungen für den Durchtritt des Inertgases
aufweist, die um die Leitung herum verteilt sind.
Die Leitung 29 ist an eine Leitung 31 angeschlossen, die
für die Zufuhr des Inertgases dient und die in dem mit
pulverförmigem Material 32 zwischen den Platten 4, den
Seitenwänden 2 und dem Boden 3 des Verteilers 1 angeordnet
ist.
Das in die Leitung 31 und in die kreisförmige Leitung 29
eingeblasene Inertgas tritt durch das porös gemachte Ma
terial nach der Sinterung der Hülse 27 hindurch und dringt
dann in der Form von Gasstrahlen, die regelmäßig über die
Fläche des Bundes 28 verteilt sind, in die Metallschmelze
10 ein, wobei es die Einschlüsse zur Oberfläche
verdrängt.
Das Verschlußstück 33, das oberhalb der Gießöffnung 15 an
geordnet ist und das Öffnen und Schließen dieser Öffnung
steuert, ist an seinem für den Kontakt mit der
Metallschmelze 10 bestimmten Teil von einer Hülse 34 aus wärme
isolierendem und sinterungsfähigem Material von der gleichen
Art wie das der Platten 4, der Blöcke 5, 6, der Verkleidung
17 des Rohres 16 und der Hülse 27 umgeben.
Entlang der Höhe der Hülse 34 erstreckt sich eine Leitung
35, die in dem Material eingebettet ist und Öffnungen 36
für den Durchtritt des Inertgases aufweist. Diese Leitung
35 ist an ringförmige Leitungen 27 angeschlossen, die eben
falls mit Öffnungen in Kontakt mit dem Material der Hülse 34
versehen sind.
Die Strahlen aus Inertgas, die um die Hülse 34 herum
durch das porös gemachte Material hindurch gebildet worden
sind, verdrängen wiederum die
Einschlüsse.
Es läßt sich daher feststellen, daß die verschiedenen er
findungsgemäßen Vorrichtungen Elemente aufweisen, die an
verschiedenen Stellen des Schmelzgutverteilers in die
Metallschmelze getaucht sind, die es ermöglichen, in bestimmten
Zonen an dem eingetauchten Ende des
Gießrohres 16 in der Höhe der Gießöffnung 15 und um das
Verschlußstück 33 herum Gasstrahlen zu erzeugen, die
alle Einschlüsse oder Verunreinigungen
verdrängen.
Infolge des Umstandes, daß das Material, aus dem die Blöcke
5, 6, die Verkleidung 17 des Rohres 16, die Hülse 27 und
die Hülse 34 zusammengesetzt sind, beim Kontakt mit der
Metallschmelze porös wird, erhält man eine Viel
zahl von Gasstrahlen, die in außerordentlich regelmäßiger
Weise über die Oberfläche der Elemente der erfindungs
gemäßen Vorrichtungen verteilt sind, gewährleisten eine
außerordentlich wirksame reinigende Wirkung hinsichtlich
der Einschlüsse. Daher besteht, wenn alle durch die Er
findung vorgesehenen Elemente in Kombination verwendet
werden, in dem Schmelzgutverteiler 1 keine Zone, die
nicht durch die Strahlen aus Inertgas beeinflußt wird.
Die Form der Blöcke 5, 6, der Hülsen
27 und 34 und deren Anordnung im Inneren des Verteilers 1 kann
verschieden von derjenigen der dargestellten Elemente sein.
Ferner kann die Art und Weise der Einleitung des Inert
gases in das Innere dieser Elemente abgeändert werden.
Beispielsweise können die Kanäle 7 und 8 und die Zufuhrlei
tungen für das Inertgas, welche die Elemente der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung aufweisen, einen sinusförmigen
Verlauf haben, um die Kontaktfläche zwischen dem Inert
gas und dem Material der erwähnten Elemente zu erhöhen.
Außerdem könnten die Blöcke 5, 6, die Hülsen 27, 34 und
die Verkleidung 17 des Gießrohres 16 vorgebohrte Kanäle
von geringem Querschnitt aufweisen, welche die Zufuhrlei
tung für das Inertgas mit der Oberfläche dieser Ele
mente in Kontakt mit dem flüssigen Metall verbinden. Diese
Kanäle könnten die Diffusion des Intergases durch das
Material dieser Elemente erleichtern, vor allem vor der
Bildung von Poren, die durch die Zersetzung oder das
Zerfallen des Bindemittels entstehen.
Das in Fig. 4 dargestellte Gießrohr 16 kann statt mit
einer in der Verkleidung 17 eingebetteten Leitung 19
versehen zu sein, wie die länglichen Blöcke 5, 6 einen
in der Verkleidung 17 vorgeformten Kanal aufweisen, der
sich etwa über die volle Höhe der letzteren erstreckt,
vorausgesetzt, daß das inerte Gas durch diese Verkleidung
diffundieren kann und in das flüssige Metall in der Höhe
des in diesem eingetauchten Teils eindringen kann.
Außerdem kann der obere Teil 16b und/oder der untere Teil
16a der Verkleidung 17 einen Schutzring aus einem Material
aufweisen, das wärmebeständig ist, wie in der Patentan
meldung PCT FR 80/00169, angemeldet am 26. November 1980
durch die Anmelderin, beschrieben. Dieser Schutzring kann
aus Eisen oder aus Stahl oder aus irgendeinem anderen Material
sein, das vergleichbare thermische und mechanische Eigen
schaften hat.
Claims (16)
1. Vorrichtung zur Beseitigung von Einschlüssen in Metall
schmelzen in einem Schmelzgutverteiler, gekennzeichnet
durch Elemente (5, 6, 17, 27, 34) im Inneren des
Schmelzgutverteilers, die aus einem wärmeisolierenden
und bei der Schmelzetemperatur sinterungsfähigen Ma
terial aus anorganischen Partikeln und einem Binde
mittel hergestellt und in ihrem Inneren mit einem
Kanal (7, 8, 19, 29, 35) versehen sind, der zum An
schluß an eine Quelle von Inertgas, beispielsweise
Argon, bestimmt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elemente durch längliche Blöcke (5) gebildet
sind, die mit einem durchgehenden Kanal (7) versehen
sind und sich über die volle Höhe der Seitenwand (2)
des Schmelzgutverteilers erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Elemente durch längliche Blöcke (6)
gebildet sind, die mit einem durchgehenden Kanal (8)
versehen sind und sich über die volle Breite des Bo
dens (3) des Schmelzgutverteilers erstrecken.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Blöcke (5) an der Sei
tenwand (2) an die Enden (6a, 6b) der Blöcke (6) an
geschlossen sind, die am Boden (3) des Schmelzgutver
teilers so angeordnet sind, daß die Kanäle (7, 8) mit
einander in Verbindung stehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blöcke (5, 6) durch abgefaste Kanten verbunden
sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2
bis 5 für einen Schmelzgutverteiler, dessen Seitenwän
de (2) und der Boden (3) mit abnehmbaren Platten (4)
ausgefüttert sind, die wärmeisolierend und bei der
Schmelztemperatur sinterungsfähig sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blöcke (5, 6) zwischen den Platten
(4) eingesetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsränder der Blöcke (5, 6) Schenkel (11)
aufweisen, die durch Schultern (13) bedeckt sind, die
an den Rändern der benachbarten Platten (4) angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke (5, 6)
Halbzylinder sind und eine ebene Fläche (12) aufwei
sen, die zur Anlage an den Seitenwänden (2) und/oder
am Boden (3) des Verteilers bestimmt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Anwendung für den
Fall, daß die Metallschmelze (10) in den Verteiler durch
ein Gießrohr (16) einströmt, das in das Metallbad,
welches im Verteiler enthalten ist, eingetaucht ist,
welches Gießrohr innen mit einer Verkleidung (17)
ausgefüttert ist, die aus einem wärmeisolierenden und
sinterungsfähigen Material besteht, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rohr (16) mit einer Leitung (19)
versehen ist, die zum Anschluß an eine Quelle von
Inertgas bestimmt ist und in der wärmeisolierenden und
sinterungsfähigen Verkleidung eingebettet ist, wobei
das eine Ende (19a) der Leitung außerhalb des Rohres
in der Nähe seines oberen Teils (16b) und das andere
Ende (19b) der Leitung am unteren Teil (16a) des Roh
res (16) mündet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Ende (19b) der Leitung (19) mit Öffnun
gen (20) für den Gasdurchtritt in Kontakt mit der
wärmeisolierenden und sinterungsfähigen Verkleidung
(17) versehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei welcher die wärme
isolierende und sinterungsfähige Verkleidung (17)
außen von einem Schutzblech (18) umgeben ist, dadurch
gekennzeichnet, daß dieses Blech Öffnungen (21) gegen
überliegend den Öffnungen (20) der Leitung (19) auf
weist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das untere Ende (19b) der Leitung (19)
an eine oder mehrere ringförmige Leitungen (22) ange
schlossen ist, die in der Verkleidung (17) einge
bettet und mit Gasdurchtrittsöffnungen (23) in Kon
takt mit der Verkleidung versehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Anwendung für den
Fall, daß die Gießöffnungen (15) des Schmelzgutver
teilers innen durch eine Einsatzhülse (27) aus wärme
isolierendem und sinterungsfähigem Material ausge
füttert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatz
hülse (27) an ihrem Teil (28) benachbart dem Inneren
des Schmelzgutverteilers eine Leitung (29) aufweist,
die in dem Material der Einsatzhülse eingebettet und mit
Öffnungen (30) für den Durchtritt des Inertgases versehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitung (29) kreisförmig ist und sich um die
Achse der Einsatzhülse herum erstreckt, wobei die
Öffnungen (30) für den Durchtritt des inerten Gases
am gesamten Umfang der Leitung verteilt sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Anwendung für den
Fall, daß Öffnen und Schließen der Gießöffnungen (15)
des Verteilers durch ein Verschlußstück (33) gesteuert
werden, das von einer Hülse (34) aus wärmeisolierendem
und sinterungsfähigem Material umgeben ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Einsatzhülse (34) eine
Leitung (35) eingebettet ist, die Öffnungen (36) für
den Durchtritt des Inertgases aufweist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (5,
6, 17, 27, 34) mehrere Kanäle von geringem Querschnitt
für die Inertgasverteilung aufweisen.
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