DE3520783C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D1/00—Treatment of fused masses in the ladle or the supply runners before casting
- B22D1/002—Treatment with gases
- B22D1/005—Injection assemblies therefor
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art verwenden im allgemeinen durch
lässige Stopfen, durch die das Gas in die Metallschmelze einge
leitet wird. Typische Vorrichtungen sind in den US-PS
28 11 346, 33 30 645, 36 10 602, 38 34 685 und 40 53 147 angege
ben. Bei allen diesen bekannten Vorrichtungen muß das Gas auf
wärts durch einen gasdurchlässigen Körper strömen, der bei der
US-PS 28 11 346 ein poröses feuerfestes Material ist. Das gleiche
poröse Material ist in der US-PS 33 30 645 angegeben, wo zusätz
lich vorgeschlagen ist, das poröse Material mit rohrförmigen
Durchgängen auszubilden. Der Körper der Vorrichtung nach der
US-PS 36 10 602 besteht ebenso wie der Körper der Vorrichtung
nach der US-PS 38 34 685 aus durchlässigem feuerfestem Werk
stoff, und das gleiche gilt für den Körper der Vorrichtung nach
der US-PS 40 53 147.
Die FR-PS 24 51 945 weist ebenso wie die US-PS 32 08 117 einen
porösen Stopfen auf.
Aus der US-PS 43 96 179 ist eine Vorrichtung der eingangs
vorausgesetzten, d. h. die Merkmale des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1 aufweisenden Art bekannt, deren Mantel
aus rostfreiem Stahl oder Keramik besteht. Bei dieser
Vorrichtung ist eine abnehmbare Kappe vorgesehen, die
anfangs das Oberende der Vorrichtung und den zwischen
Kern und Mantel gebildeten ringförmigen Gasdurchlaß davor
schützt, durch Metallschmelze verstopft zu werden, die in
die Gießpfanne, in der die Vorrichtung angeordnet ist,
eingebracht wird. In der Praxis hat sich gezeigt, daß
die Kappe häufig durch die Metallschmelze verschoben
wird und die Schmelze die Tendenz hat, den ringförmigen
Gasdurchlaß zu verstopfen, wenn nicht ein erheblich er
höhter Gasdruck angewandt wird, um die Schmelze von der
ringförmigen Gasaustrittsöffnung wegzubewegen. Ferner
hat die Metallschmelze, die zuerst in eine die Vorrich
tung aufweisende Gießpfanne gegossen wird, die Tendenz,
nahezu sofort zu erstarren, und zwar häufig vor dem Ein
blasen des Gases oder während des Beginns der Gasein
blasung, so daß der ringförmige Gasdurchlaß verschlossen
und die Vorrichtung unwirksam gemacht wird. Die Kappe
kann nachher durch ein flaches Abdeckorgan ersetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gegenüber
der US-PS 43 96 179 verbesserte Vorrichtung zum Einblasen
von Gas in eine Metallschmelze bereitzustellen, mit der
ein Verstopfen des ringförmigen Gasdurchlasses und ein
Erstarren von Metallschmelze darin zu Beginn des Betriebs
verhindert werden.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.
In den Unteransprüchen 2 und 3 sind Ausbildungen der Vor
richtung nach Patentanspruch 1 angegeben.
Gemäß der Erfindung ist also ein Ablenkorgan vorgesehen,
das sich über dem ringförmigen Gasaustrittsdurchlaß der
Vorrichtung wölbt und den Durchlaß sowie den oberen Ab
schnitt der Vorrichtung gegenüber der Metallschmelze
schützt, und zwar unabhängig davon, ob Gas eingeblasen
wird oder nicht; wenn das Gas einströmt, wird durch das
Ablenkorgan die Rührwirkung wesentlich dadurch erhöht,
daß zwei gesonderte und ausgeprägte, horizontal beabstan
dete Ströme von Gasblasen gebildet werden, was erhöhtes
Verwirbeln und Rühren in der Metallschmelze zur Folge hat.
Das Ablenkorgan ist mit seinen Enden an dem Mantel der
aus rostfreiem Stahl oder Keramik bestehen kann, so befe
stigtk, daß es über der durch den Mantel begrenzten Öffnung und
dem oberen Abschnitt des nichtdurchlässigen feuerfesten Kerns
positioniert ist, wodurch Gas zum Bewegen, Rühren, Rollen und/
oder Beeinflussen der erwünschten chemischen Zusammensetzung der
Metallschmelze in die Schmelze in horizontal voneinander beab
standeten Kolonnen einblasbar ist, so daß die erzielte Bewe
gungs-, Rühr- und Rollwirkung erheblich verstärkt wird.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine seitliche Schnittdarstellung einer Gießpfanne,
in die die Vorrichtung zum Einblasen von Gas in eine
Metallschmelze eingebaut ist,
Fig. 2 im Querschnitt eine vergrößerte Detaildarstellung
der Vorrichtung zum Einblasen von Gas in Metall
schmelze, wobei das Ablenkorgan gezeigt ist und
Pfeile die dadurch erzeugten doppelten Gasströme
bezeichnen und
Fig. 3 eine größere Perspektivansicht des oberen Teils der
Vorrichtung, wobei Teile weggebrochen und Teile im
Querschnitt gezeigt sind.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Vorrichtung zum Ein
blasen von Gas in Metallschmelze entsprechend den Fig. 1-3 in
eine Gießpfanne 10 mit einer feuerfesten Steinauskleidung 11, die
einen feuerfesten Stampfboden 12 aufweist, eingebaut. Eine Öff
nung 13 am Boden der Gießpfanne 10 enthält ein Rohr 14, durch
das Gas eingeleitet wird. Ein Pfannenbodenlochstein 15 weist
mittig einen konischen Durchlaß auf, der mit dem inneren oberen
Ende des Rohrs 14 fluchtend angeordnet ist. Ein kegelstumpfför
miger Mantel 16, der bevorzugt aus rostfreiem Stahl oder gebrann
ter Keramik oder einem keramikbeschichteten Material besteht, wie
am besten in den Fig. 2 und 3 zu sehen ist, hat ein offenes
Oberende 17, das durch ein Ablenkorgan 18 in Form eines umgekehrt
U-förmigen Bands aus rostfreiem Stahl, Keramik oder keramikbe
schichtetem Material besteht und dessen Enden 19 an dem kegel
stumpfförmigen Mantel 16 unter dem Oberende desselben befestigt
sind. Das Ablenkorgan 18 hat eine solche Breite, daß es die
durch das offene Oberende des kegelstumpfförmigen Mantels 16
gebildete Öffnung 17 im wesentlichen überdeckt.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Boden des kegelstumpfförmigen
Mantels 16 eine kreisrunde Scheibe 20 mit einem ringförmigen,
mittigen, nach unten um eine die Scheibe durchsetzende Öffnung
verlaufenden Flansch 21 aufweist, wobei der Flansch 21 über das
Rohr 14 passend ausgebildet ist, durch das Gas in die Gießpfanne
entsprechend den Pfeilen geblasen wird.
Der größte Teil des Inneren des kegelstumpfförmigen Mantels 16
ist von einem nichtdurchlässigen Keramikstopfen als Kern 22 ausgefüllt,
und Vorsprünge 23 an der Außenflächen des Kerns 22 oder auch an
der Innenfläche des Mantels 16 sorgen für eine Beabstandung des
Mantels 16 relativ zum Kern 22, so daß ein im Querschnitt
ringförmiger Gasdurchlaß durch den Pfannenbodenlochstein 15 ge
bildet ist und in das Rohr 14 geleitetes Gas um die Außenseite
des Kerns 22 und durch die Öffnung 17 nach außen strömen kann
und in wirksamer Weise durch das Ablenkorgan 18 abgelenkt wird,
wie die Pfeile in Fig. 2 zeigen.
Insbesondere aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß die durch das Ab
lenkorgan 18 gebildeten Gasströmungswege entsprechend den Pfei
len einzelne und ausgeprägte, horizontal beabstandete Kolonnen
sind, die den sehr erwünschten Effekt haben, daß sie die Bewe
gungs-, Rühr- und Rollaktivität der Metallschmelze, durch die
Gasströme sich bewegen, erheblich steigern.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einsatzbereiter Anordnung in der
Gießpfanne 10, und es ist zu beachten, daß ihre Größe und Anord
nung in der Gießpfanne so gewählt sind, daß die aus der Vorrich
tung infolge des Ablenkorgans 18 austretenden doppelten Gas
ströme einen erheblich größeren Gesamtbereich in der Gießpfanne
10 einnehmen, als dies bisher mit den bekannten Vorrichtungen
möglich war.
Für den Betrieb wird die Vorrichtung in den konischen Durchgang
im Pfannenbodenlochstein 15 unmittelbar vor dessen Montage in
der Auskleidung der Gießpfanne 10 eingebaut. Der Einbau wird
durch das Vorhandensein des Ablenkorgans 18 erleichtert, da
dieses einen bequemen Hangriff zum Halten und Justieren der Vor
richtung in dem konischen Durchgang des Pfannenbodenlochsteins
15 bildet und die Positionierung der Vorrichtung und insbesondere
ihres kegelstumpfförmigen Mantels 16 in Anlage an dem konischen
Durchgang sicherstellt, während der Pfannenbodenlochstein 15 in
der Auskleidung der Gießpfanne so angeordnet wird, daß er mit der
Öffnung in dem feuerfestem Boden 12, durch die das Rohr 14 ver
läuft, fluchtet.
Gemäß Fig. 2 sind die Enden des Ablenkorgans 18 nach unten ent
lang den Außenseiten des kegelstumpfförmigen Mantels 16 zu ihren
Befestigungspunkten 19 verlaufend gezeigt, und es ist zu beach
ten, daß die oberen Abschnitte des Mantels 16 und die angrenzen
den Teile 19 des Ablenkorgans 18 von der Wand des Pfannenboden
lochsteins 15 überdeckt gegen schnelle Erosion ge
schützt sind.
Die Anordnung ist so getroffen, daß das Ablenkorgan 18 durch die
Kühlwirkung des durch die Vorrichtung geblasenen und infolge der
Ausbildung der Öffnung 17 auf sie gerichteten Gases geschützt
wird, so daß das zuerst in die Gießpfanne 10 gegossene und das
Ablenkorgan 18 treffende Metall des Ablenkorgan 18 nicht nach
teilig beeinflußt; das Ablenkorgan 18 bleibt sowohl während der
Anfangsgießphase als auch anschließend, wenn es mit Metallschmel
ze überdeckt ist, in seiner Lage, was auf die wirksame Kühl-,
Rühr-, Bewegungs- und Rollaktivität der Metallschmelze infolge
der in sie geblasenen doppelten Gasströme zurückzuführen ist.
Für den Fachmann ist ersichtlich, daß die angegebene Vorrichtung
ihren kegelstumpfförmigen Mantel 16 schützt und gleichzeitig ein
Verstopfen des zwischen dem Mantel 16 und dem Kern 22 gebildeten
ringförmigen Gasdurchlasses verhindert, das sonst bei Einleitung
der Metallschmelze in die Gießpfanne 10 erfolgen würde. Der massive
Keramikkern 22 kann nicht mit Metall gefüllt werden, wie dies
bei den bekannten Vorrichtungen der Fall ist, bei denen die Ker
ne aus porösem feuerfestem Werkstoff bestehen, und dadurch ge
währleistet die Vorrichtung das erwünschte unmittelbare Ein
blasen von Gas in die Metallschmelze, das bisher wegen der Bloc
kierung der bekannten Vorrichtungen durch Metallschmelze und die
ungeschützten Kerne u. dgl. stark verzögert wurde.
Die vertikale Abmessung des Pfannenbodenlochsteins 15 angrenzend
an den konischen Durchlaß ist im wesentlichen gleich der Höhe des
massiven Keramikkerns 22, und die Höhe des Mantels 16 ohne
Ablenkorgan 18 ist größer als die Höhe des Pfannenbodenlochsteins
15, so daß um den ringförmigen Gasdurchlaß ein aus heißem Metall
bestehender Damm gebildet wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Einblasen von Gas in eine Metallschmelze
mit einem massiven Kern (22) aus feuerfestem Werkstoff
und einem ihn mit Abstand umgebenden Mantel (16), der
eine Öffnung (17) um den und über den massiven Kern
(22) definiert, einem über dem massiven Kern (22) an
geordneten und am Mantel (16) befestigten Ablenkorgan
(18), einem Pfannenbodenlochstein (15), der einen ihn
vertikal durchsetzenden Durchgang aufweist, bei dem
der Pfannenbodenlochstein (15) einen Teil einer feuer
festen Auskleidung in einer Gießpfanne (10) für die
Metallschmelze bildet und die Gießpfanne (10) eine
Öffnung (13) aufweist, die mit dem Durchgang im
Pfannenbodenlochstein (15) fluchtet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der massive Kern (22) und der Mantel (16) im Durch
gang im Pfannenbodenlochstein (15) so positioniert
sind, daß das Ablenkorgan (18) sich außerhalb des
Durchganges im Pfannenbodenlochstein (15) und über
diesem unter wenigstens teilweiser Überdeckung von
massivem Kern (22) und Mantel (16) erstreckt und dem
Innern der Gießpfanne (10) zugewandt ist zwecks Aus
bildung von mehr als einem Gießstrom, der in der Gas
schmelze nach oben steigt, wenn Gas durch die Vor
richtung eingeblasen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ablenkorgan (18) ein umgekehrt U-förmiges
Band ist und die Enden (19) des Bands an dem Mantel
(16) befestigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gesamthöhe des massiven Kerns (22) geringer
als die Höhe des vertikalen Durchgangs in dem Pfannen
bodenlochstein (15) ist und daß das Ablenkorgan (18)
nach oben und nach außerhalb des Durchgangs im
Pfannenbodenlochstein (15) verläuft.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
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1985
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