DE2361344A1 - Verfahren und vorrichtung zum eingiessen von metall in eine stranggiesskokille - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum eingiessen von metall in eine stranggiesskokilleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
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Description
Sulzbach-Iiosenberg, 7» De?.. 1973
My/S.
'Verfahren und Vorrichtung zum Eingießen von Metall in eine Stranggieß-Koki He '
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Eingießen von Metali
in eine Stranggieß-KokiHe, wobei die Metallschmelze aus einer
Pfanne in ein Zwischengefäß mit mindestens einem nicht regelbaren ßodenausguß in mindestens eine Kokille durch ein Gießrohr
gegossen wird und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Beim stranggießen von Metallschmelzen, insbesondere Stahl, wird
die Schmelze in ein Zwischengefäß gegossen, von dem aus sie in die Kokille der Stranggieß-Anlage gelangt. Das Zwischengefäß
weist mindestens eine Ausgußöffnung auf, aus der die Metallschmelze
ausströmt. Meistens sind es jedoch mehrere Ausgußöffnungen,
und eine Aufgabe des Zwischengefäßes besteht darin, die Schmelze gleichmäßig auf die Ausgußöffnungen zu verteilen. Die
Ausgußöffnungen, vorzugsweise bei großen Stranggieß-Anlagen,
z.U. zur Erzeugung von Stahlbrammen, besitzen Vorrichtungen, um den Durchfluß der Metallschmelze zu regulieren, beispielsweise
durch Stopfenstangen oder Schieberverschlüsse, mit denen der Ausströmquerschnitt entsprechend verändert wird.
Beim Stranggießen kleinerer Querschnitte, z. D. beim Vergießen
von Stahl in Kniippelgießmaschinen, worden demgegenüber Ausgüsse mit definiertem Querschnitt benutzt, der sich während der gesamten
üießzeit möglichst wenig verändert. Der Durchfluß wird in
diesem Fall durch die in engen Grenzen gehaltene ferrostatieche Höhe im Zwischengefaß und durch den Querschnitt der Bodenausguß=
öffnung bestimmt.
5-0 9825/0465
Für das Gießen mit regulierbaren Bodenausgüssen am Zwischengefäß
sind durch den Stand der Technik mehrere Wege vorgegeben, ein keramisches Gießrohr zu verwenden, das normalerweise in die
Metallschmelze der Kokille eintaucht. Die Umhüllung des Gießstrahls mit einem derartigen Gießrohr weist eine Reihe von Vorteilen
auf. Es wird der Zutritt von Sauerstoff zum Gießstrahl verhindert, und die Gefährdung des IJedienungspersonals durch
Metallspritzer wird vermieden. Kin bedeutungsvollerer Vorteil
für das Stranggießen besieht jedoch darin, daß der Gießstrahl aus dem Zwischengefäß in den Uadspiegel der Kokille eindringt,
ohne Schlacke auf der Metallschmelze mitzureißen bzw. in das Metallbad der Kokille einzuwirbeln. Die Anwendung eines Gießrohres
erlaubt es überhaupt erst, mit Gießhilfsmitteln, vorzugsweise Gießpulver, in der Kokille zu arbeiten, um die bekannten
Vorteile zu erreichen.
Das beschriebene Gießen mit regulierbaren ßodenausgüssen am Zwischengefäß und nachgeordneten Gießrohren erweist sich in der
Praxis trotz der genannten Vorteile nur für große 3tranggieß-Anlagen
als betriebssicher und wirtschaftlich. Die Ausgußeinrichtungen
bedürfen einer relativ aufwendigen Wartung und Kontrolle, um störungsfrei bei Gießbeginn zu öffnen und den Jleguliervorgang
zu ermöglichen. Die Einsatzzeit der regulierbaren üoderiausgiisse
beträgt normalerwei se nicht mehr als 2 bis 3 Schmelzen. Daraus
ergibt sich die Notwendigkeit für einen umfangreichen liestand an Zwischengefäßen. Für Stranggieß-Anlagen mit kleinerem Strang-Querschnitt,
z.U. Knüppel-Anlagen für Stahl, kommen die genannten Ausgüsse mit Stopfenstangen- und Schieberregulierung aus
den genannten Gründen kaum infrage.
An den Stranggieß-Maschinen für Knüppel und Vorblöcke arbeitet
man heute bevorzugt mit nicht regulierbaren Bodenausgüssen. Diese Ausgüsse erfordern aber insbesondere beim Angießen häufig ein
kurzzeitiges Drennen mit einer Sauerstoff-Lanze, um den Gießstrahl
betriebssicher anlaufen zu lassen und die gewünschte Gießstrahlausbildung einzustellen.
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Ea ist weiter eine Methode zum Eingießen von Stahl in eine
Stranggieß-Kokille bekannt, bei der Stahl aus einer Pfanne in
ein Zwischengefäß mit einem nicht regelbaren Bodenausguß durch ein Gießrohr in die Kokille gegossen wird. Zum Öffnen eines in
den Zwischenbehälter eingebrachten, nicht regelbaren Verschlußkb'rpers
wird nach dem Erreichen der gewünschten Badhöhe im Zwischengefäß ein entsprechend geformtes Zufiihrungsrohr für Sauerstoff
durch das in Gießposition befindliche Gießrohr bis zum
Bodenausguß eingeführt und durch Einleiten von Sauerstoff der Bodenausguß geöffnet. Nachteilig bei diesem Verfahren ist einerseits
das umständliche Anbringen der Sauerstoffzuführung und andererseits
ist keine Möglichkeit zur Beeinflussung der Gießstrahlausbildung
bei Gießbeginn gegeben. Im weiteren können bei diesem Verfahren nach Gießbeginn keine Korrekturen, wie beispielsweise
das Abbrennen von Ansätzen in bzw. an der Ausgußdüse, vorgenommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die einerseits bei Zwischengefäßen mit
nicht regelbaren Bodenauegüssen das Gießen mit einem Gießrohr erlauben und andererseits ein schnelles und betriebssicheres Angießen
sowie das Gießen über einen langen Zeitraum ermöglichen.
Diese Aufgabe konnte mit dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch
gelöst werden, daß nach Gießbeginn der aus dem Bodenausguß austretende Gießstrahl kontrolliert und gegebenenfalls auf die gewünschte
Gießstrahlausbildung korrigiert und danach das Gießrohr durch den Gießstrahl in die Gießposition gebracht wird.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich zunächst der Vorteil, ohne Behinderung durch ein Gießrohr, vergleichbar
mit der gießrohrfreien Arbeiteweise, das Angießen vorzunehmen und den Gießstrahl auf die gewünschte Gießstrahlausbildung
betriebssicher einzustellen. Dazu kann beispielsweise im
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Bedarfsfall mit einer kleinen Sauerstoffbrennlanze gearbeitet werden,
bis sich die gewünschte Gießstrahlausbildung zuverlässig eingestellt
hat. Unmittelbar daran anschließend wird das Gießrohr angebracht, und damit kommen alle bekannten Vorteile der Gießtechnik
mit Gießrohr ohne Einschränkung zum Tragen.
Als weiteres Kennzeichen dieses Verfahrens wird zum Anbringen der
Gießrohre das Zwischengefäß, nachdem die Bodenausgüsse geöffnet sind und die Gießstrahleinstellung in der gewünschten Weise erfolgt
ist, durch eine Hebe-Vorrichtung angehoben. Die Zwischengefäß-Hubhöhe
entspricht dabei dem Eintauchweg des unteren Gießrohrendes in die Strangguß-Kokille zusätzlich einem geringen Sicherheitsabstand
von maximal ca. 10 cm. Wenn das Zwischengefäß
aus der Gießhöhenlage in die Höhenlage zum Einbringen des Gießrohres angehoben ist, wird das Gießrohr quer zur Strömungsrichtung des Gießstrahls durch den Gießstrahl geschoben. Nach erfolgtem Einbringen des Gießrohres wird das Zwischengefäß in die Gießhb'henlage abgesenkt, und dabei taucht das Gießrohr wie üblich
einige cm in das Metallbad der Kokille ein.
aus der Gießhöhenlage in die Höhenlage zum Einbringen des Gießrohres angehoben ist, wird das Gießrohr quer zur Strömungsrichtung des Gießstrahls durch den Gießstrahl geschoben. Nach erfolgtem Einbringen des Gießrohres wird das Zwischengefäß in die Gießhb'henlage abgesenkt, und dabei taucht das Gießrohr wie üblich
einige cm in das Metallbad der Kokille ein.
Beim Stranggießen von Knüppel- und Vorblockformaten wird in der Hegel mit Schmieröl in der Kokille gearbeitet. Zur Verbesserung
der Gießtechnik, insbesondere zur Verringerung der Durchbruchsrate, kann gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung nach
dem Eintauchen des Gießrohres Gießpulver auf den Metallbadspiegel der Kokille aufgegeben werden.
dem Eintauchen des Gießrohres Gießpulver auf den Metallbadspiegel der Kokille aufgegeben werden.
In Sonderfällen, bei denen das Gießen mit Gießpulver nicht erforderlich
ist, bleibt das Zwischengefäß in der Höhenlage zum
Anbringen des Gießrohres stehen oder wird nur geringfügig abgesenkt. Bei dieser Arbeitsmethode führt man vorteilhafterweise
in das Gießrohr und/oder in die Kokille ein gasförmiges Schutzmedium ein, wie beispielsweise Argon, Stickstoff, C0?, Methan,
Propan, ähnliche Gase oder Mischungen davon.
Anbringen des Gießrohres stehen oder wird nur geringfügig abgesenkt. Bei dieser Arbeitsmethode führt man vorteilhafterweise
in das Gießrohr und/oder in die Kokille ein gasförmiges Schutzmedium ein, wie beispielsweise Argon, Stickstoff, C0?, Methan,
Propan, ähnliche Gase oder Mischungen davon.
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I3o.i der Verwendung von nicht regelbaren Bodenausgüssen kann mit offenen
Ausgüssen angegossen werden. Ea liegt jedoch im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens, diese Ausgüsse mit geeigneten
Mitteln, z.B. Asbestschnur und Oleistopfen oder Plättchen
aus verschiedenen Metallen, zunächst zu verschließen, bis die angestrebte Füllhöhe im Zwischengefäß erreicht ist, und dann
die nicht regelbaren Bodenausgüsse vor dem Anbringen des Gießrohres
zu öffnen.
In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, Beruhigungsmittel
für die Metallschmelze in Drahtform, z.B. Aluminiumdraht, in das Gießrohr bzw. in das Metallbad der Kokille einzuleiten.
Hauptsächlich bei langen Sequenzgüssen hat sich diese Maßnahme bewährt, weil dadurch Ansätze an den Bodenausgüssen der Zwischengefäße
weitgehend vermieden werden.
Die Befestigung des Gießrohres am Zwischengefäß kann mit bekannten
Mitteln oder mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgen. Normalerweise wird ein Luftspalt- beim Anbringaider Gießrohre am
Zwischengefäß vermieden. Die Abdichtung zwischen dem Gießrohr und dem Zwischengefäß erfolgt mit den dafür bekannten Dichtungen, wie
beispielsweise Feuerfest-Kitte, Mörtel und keramisches Fasermaterial. Beim Einsatz keramischer Fasermaterialien werden zweckmäßigerweise
passende Dichtringe aus entsprechenden Matten dieses Materials ausgeschnitten und zwischen dem Befestigungsring des
Gießrohres und dem Gegenstück am Zwischengefäß eingelegt. Die Kitte bzw. Mörtel streicht bzw. schmiert man in den meisten Fällen
nach dem Anbringen des Gießrohres von außen in die Fuge.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht darin, daß
übliche Gießrohre zur Anwendung kommen können. Die handelsüblichen
Gießrohre weisen zu ihrer Befestigung am oberen Ende einen einfachen Flansch auf, der aus dein gleichen feuerfesten Material
besteht wie das Gießrohr selbst. In der Betriebspraxis hat es
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sich als besonders zweckmäßig erwiesen, diesen Befestigungsflansch an den Gießrohren um etwas mehr als den Gießstrahldurchmesser
auszunehmen. Die so entstehende Lücke in der IJei'estigungsmanschette
des Gießrohres wird beim Anbringen des Gießrohres durch den Gießstrahl geschoben, überraschenderweise hat diese
Ausnehmung im Befestigungsflansch nicht zu Rißbildungen des Gießrohres bei dem Temperaturschock beim Anbringen geführt. Mit dieser
Ausnehmung in dem ßefestigungsflansch wird das Spritzen der Stahlschmelze beim Durchfahren des Gießstrahls mit dem Gießrohr
soweit reduziert, daß es sich in der Betriebspraxis nicht mehr als störend erweist. Ist die Befestigungsmanschette des Gießrohres
dagegen nicht mit der beschriebenen Lücke versehen, so stellen die sich bildenden Stahlspritzer beim Anbringen des Gießrohres
eine Gefährdung für die Gießmannschaft und eine starke Belästigung
für die Umgebung dar. Als ein Vorteil der Erfindung hat sich die Ausbildung der Ausnehmung in dem Befestigungsflansch des
Gießrohres immer dann ergeben, wenn die beim Gießrohreinbringen den Gießstrahl durchschneidende Gießrohrwandfläche kleiner als
der Bodenausgußquerschnitt ist.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß beiderseits des Bodenausgußes am Zwischengefäß
mindestens einseitig offene Führungsschienen für die Tragorgane der Gießrohre angebracht sind und daß diese Führungsschienen
das Gießrohr in Gießposition halten.
Die Führungsschienen laufen leicht konisch zusammen, und zwar
sind sie an der Einsetzstelle für das Gießrohr weiter .auseinander
als am Bodenausguß. Durch diese Anordnung erreicht man, daß das Gießrohr mit seinem Tragorgan einfach in die Führungsschienen
einsetzbar und ohne besondere Hilfsmittel von Hand in die Gießposition verschiebbar ist. Damit das Gießrohr in der
Gießposition sicher fixiert wird, können entsprechende Anschläge oder Auflaufkeile vorgesehen werden, die noch den Vorteil
haben, das Gießrohr gegen das Zwischengefäß zu drücken
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und damit die Bildung eines Spaltes vermeiden. Weiterhin kann
das Gießrohr auch durch geeignete Federn, die entweder direkt oder über entsprechende Hebel auf den Ilalteflansch des Gießrohres
wirken, gegen das Zwischengefäß gepreßt werden.
Die Andruckplatte für den Halteflansch des Gießrohres am Zwischengefäß
bildet eine entsprechend ebene Platte, z.U. ein flansch, der mit einem Durchgangsloch versehen ist, das einen
größeren Durchmesser aufweist als die Bodenausgußöffnung. Dieser
Andruckflansch für das Gießrohr wird in der Praxis häufig
durch den Halteflansch für die Bodenausgußdüse gebildet.
Der lichte Durchmesser an der Eintrittsseite des Gießrohres ist mindestens gleich oder etwas größer als der Durchmesser
des Durchgangsloches in der Andruckplatte bzw. dem Andruckflansch am Zwischengefäß. Durch die richtige Wahl des lichten
Gießrohrdurchmessers soll insbesondere ein Benetzen der Gießrohrwand durch den Gießstrahl vermieden werden. Beispielsweise
sollte der Gießstrahl nicht an der Gießrohrinnenwand
hinunterlaufen.
Die Merkmale der Erfindung sind anhand von nicht-einschränkenden Ausführungsbeispielen und Zeichnungen nachfolgend näher erläutert.
Es zeigt
Figur 1 den Vertikalschnitt durch ein am Zwischengefäß
befestigtes Gießrohr, das in die Schmelze der Kokille eintaucht;
Figur 2 einen Schnitt durch den Befestigungsflansch eines
Gießrohres gemäß der in Figur 1 angedeuteten Schnittlinie II.
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Das in der Figur 1 dargestellte Zwischengefäß besitzt einen nicht regelbaren Bodenausguß 1, z.B. in Form einer Gießdüse
Dieser Dodenausguß 1 hat einen definierten Querschnitt 2 mit sehr verschleißfester Innerioberflache. Die Gießdüse 1 ist in den
Diisenstein 3 eingesetzt und wird durch den Haltcflausch 4 gehalten.
Dieser Halteflansch 4 ist gleichzeitig die Dichtflache für
den liofestigungsflansch 11 des Gießrohres 8. Der Stahl strömt
vom Zwischengefäß 5 durch den Düsenkanal 2 in die Stranggieß-Kokille G. In das Metallbad 7 der Stranggießkokille 6 taucht
das Gießrohr 8 ein. Auf dem Metallbadspiegel 9 in der Gießkokille befindet sich das Gießpulver 10.
Der Hefestigungsflansch 11 des Gießrohres 8 weist die in Figur
Π sichtbare Lücke 15 auf. Diese Lücke ist ca. 40 mm breit und korrespondiert mit dem Gießstrahldurchmesser 13 von ca. 15 mm.
Das Gießrohr 8 wird mit seiner Haltemanschette 11 durch die
Führungsschienen 12 am Zwischengefäß 5 in der Gießposition gehalten. Die Fixierung des Gießrohres in der Gießposition erfolgt
in diesem Beispiel durch zwei Auflaufkeile IG, die gleichzeitig
einen Anschlag für das Gießrohr bilden.
Es liegt auch im Sinne der Erfindung, von Fall zu Fall, insbesondere
bei längeren Sequenzgüssen, einen Gießrohrwechsel durchzuführen. Dabei wird das Gießrohr von Hand oder mit einfachen
mechanischen Hilfsmitteln aus den Führungsschienen in umgekehrter Richtung wie beim Einsetzen herausgeschoben, und
das Einsetzen eines neuen Gießrohres erfolgt in der beschriebenen Weise.
Der Gießvorgang an der Stranggieß-Anlage beginnt damit, daß
eine Transportpfanne mit Stahl, in diesem Beispiel eine 30 t-Pfanne,
von einem Kran über das Zwischengefäß gebracht wird. Der Stahl wird in einem bodenblasenden Sauerstoff-Konverter erzeugt
und hat ungefähr folgende Zusammensetzung C * 0.07 %,
Si » 0.20 %, Mn * 0.40 %, I>
* L 0.05 %, S-Z. 0.05 %, Al «
L 0.01 %. Seine Abstichtemperatur beträgt ca. 1 660°C.
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Nach einer Transportzeit von ca. 15 min läuft der Stahl mit
einer Temperatur von ca. 1 590 C aus der Pfanne in das Zwischengefäß. Der Zeitpunkt, an dem die Pfanne geöffnet wird
und der erste Stahl in das Zwischengefäß strömt, ist als Gießbeginn definiert«
Die drei ilodendüsen (l) in dem Zwischengefäß sind zu diesem
Zeitpunkt mit einem ßleistopfen und einer Asbestschnur verschlossen. Nach ca. 2 min ist im Tundish eine Füllhöhe von ca.
οΓ> cm erreicht, entsprechend einem Schmelzgewicht von ca. 4 t.
Sobald sich dieser l'üllgrad im Zwischengefäß eingestellt hat,
werden die Asbestschnüre aus den Düsen (l) entfernt, und normalerweise
strömt der Stahl ohne weitere Manipulation mit der gewünschten Gießstrahlausbildung (13) in eine Stranggieß-Kökille
(6). Falls sich die gewünschte Gießstrahlausbildung nicht einstellt oder aus der üodenausgußdüse kein Stahl, nach Entfernen
des Asbeststopfens, ausströmt, wird kurzzeitig mit einer kleinen Sauerstoffbrenneinrichtung in die Qodendüse gebrannt.
Das .'iauerstoffbrennrohr hat einen Durchmesser von ca. 5 mm. Sobald
der Stahl mit der gewünschten Gießstrahlausbildung strömt, wendet man keinen Sauerstoff mehr an.
Während dieser Zeit befindet sich das Zwischengefäß in der Gießhöhenlage.
Sobald die drei Gießstrahlen in der gewünschten Weise betriebssicher strömen - normalerweise ist dieser Zustand ca.
3 min nach Gießbeginn erreicht - wird das Zwischengefäß in die
Höhenlage zum Einbringen des Gießrohres über die hydraulische mechanische Zwischengefäß-Hubeinrichtung angehoben. Die Unterkante
des Zwischengefäßes befindet sich in dieser Stellung ca. 520 mm über der Oberkante der Kokillenabdeckung. Dann wird für
jeden Strang das Gießrohr (8) in die Führungsschienen (12) eingesetzt und durch den Gießstrahl hindurch in Gießposition gebracht.
Der gesamte Vorgang für die drei Gießrohre dauert ca. 1 min.
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• 509825/046
Unmittelbar danach wird das Zwischengefäß in die Gießhöhenlage zurückgefahren. Die Gießrohre tauchen dann ca. 7 cm in das Metallbad
der Kokille ein. Danach wird auf jeden Badspiegel der
Kokille eine Gießpulverschicht von ca. 2 cm aufgegeben. Der
Gießpulververbrauch liegt im Mittel bei ca. 0.7 kg/t Stahl.
Kokille eine Gießpulverschicht von ca. 2 cm aufgegeben. Der
Gießpulververbrauch liegt im Mittel bei ca. 0.7 kg/t Stahl.
Die gesamte Gießzeit für die 30 t-Stahlschmelze der angegebenen
Zusammensetzung beträgt ca· 42 min bei einer Gießgeschwindigkeit von ca. 2 m/min und einem Dlockformat von 142 mm vkt.
Sobald der Inhalt einer Stahltransportpfanne (30 t) abgegossen ist, schließt sich kontinuierlich der Abguß der nächsten 30 t-Schmelze
an. Üblicherweise werden Sequenzen von 3 bis 10 Pfannen auf diese Weise abgegossen, bevor das Zwischengefäß vollkommen
entleert wird.
509825/0465
Claims (14)
1. Verfahren zum Eingießen von Metall in eine Stranggieß-Kokille,
wobei Metall aus einer Pfanne in ein Zwischengefäß mit mindestens einem nicht regelbaren Bodenausguß
in mindestens eine Kokille durch ein Gie'irohr gegossen wird, dadurch gekennzeichnet,, daß nach Gießbeginn der
aus dem Uodenausguß austretende Gießstrahl kontrolliert
und gegebenenfalls auf die gewünschte Gießstrahlausbildung korrigiert und danach das Gießrohr durch den Gießstrahl
in die Gießposition gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das am Zwischengefäß befestigte Gießrohr nach seinem Einbringen in die Gießposition in das Metallbad der Kokille
eingetaucht wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Beendigung der Kontrolle und gegebenenfalls der Korrektur des Gießstrahles das Zwischengefäß aus
der Gießhöhenlage in eine Höhenlage sum.Einbringen des Gießrohreii
angehoben und anschließend nach dem Einbringen des Gießrohres wieder in die Gießhöhenlage abgesenkt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein verschlossener, nicht regulierbarer
Bodenaueguß vor dem Einbringen des Gießrohres geöffnet wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gießrohr quer zur Strömungsrichtung des Gießstrahles in die Gießposition gebracht wird.
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6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Eintauchen des Gießrohres
Gießpulver auf den Badspiegel aufgegeben wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gießrohr und/oder in
die Kokille ein gasförmiges Schutzmedium eingeleitet wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung dee Verfahrens nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 7, bestehend aus einem Zwischengefäß
(5) mit mindestens einem nicht regelbaren Bodenausguß (l), der mit einem bis in den Dereich der Kokille
reichenden Gießrohr (8) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Bodenausgußes (l) am Zwischengefäß
(5) mindestens einseitig offene Führungsschienen (12) für Tragorgane (ll) von Gießrohren (8) angebracht
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsschienen (12) von der Einbringstelle für die Gießrohre (8) zum Bodenausguß (l) hin leicht konisch zusammenlaufen
.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tragorgan (ll) des Gießrohres (8) an der Seite, mit der es durch den Gießstrahl (13) geschoben wird, eine Ausnehmung
(l5) aufweist, und daß diese Ausnehmung (l5) etwas breiter als der Gießstrahldurchmesser (13) ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Düse des Bodenausgußes (l)
in Gießrichtung gesehen eine mit einem Durchgangsloch versehene Platte (4) nachgeordnet ist, wobei das Üurchgangsloch
der Platte (4) einen größeren Durchmesser als die Düse (l) selbst aufweist.
-13-
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12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Durchmesser auf der
Eintrittsseite des Gießrohres (8) gleich oder größer als der Durchmesser des Durchgangsloches der Platte (4) ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Einbringen des Gießrohres
(8) den Gießstrahl (13) durchschneidende Gießrohrwandflache kleiner als der Bodenausgußquerschnitt (2) ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung zwischen Gießrohr
(8, 11) und Zwischengefäß (4, 5) übliche Dichtmittel, beispielsweise Feuerfest-Kitte, Mörtel und keramisches Fasermaterial
eingesetzt werden.
5.0 9825/0465
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