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DE3241685C2 - - Google Patents

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Publication number
DE3241685C2
DE3241685C2 DE19823241685 DE3241685A DE3241685C2 DE 3241685 C2 DE3241685 C2 DE 3241685C2 DE 19823241685 DE19823241685 DE 19823241685 DE 3241685 A DE3241685 A DE 3241685A DE 3241685 C2 DE3241685 C2 DE 3241685C2
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DE
Germany
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wood
wooden strip
tread
veneer
strip
Prior art date
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DE19823241685
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English (en)
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Inventor
Des Erfinders Auf Nennung Verzicht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Neucon Maschinen- und Bausysteme U Co Kg 7100 Heilbronn De GmbH
Original Assignee
Neucon Maschinen- und Bausysteme U Co Kg 7100 Heilbronn De GmbH
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Publication date
Application filed by Neucon Maschinen- und Bausysteme U Co Kg 7100 Heilbronn De GmbH filed Critical Neucon Maschinen- und Bausysteme U Co Kg 7100 Heilbronn De GmbH
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Publication of DE3241685A1 publication Critical patent/DE3241685A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3241685C2 publication Critical patent/DE3241685C2/de
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    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F11/00Stairways, ramps, or like structures; Balustrades; Handrails
    • E04F11/02Stairways; Layouts thereof
    • E04F11/104Treads
    • E04F11/108Treads of wood or with an upper layer of wood
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E04F11/00Stairways, ramps, or like structures; Balustrades; Handrails
    • E04F11/02Stairways; Layouts thereof
    • E04F11/104Treads
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
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    • E04F11/00Stairways, ramps, or like structures; Balustrades; Handrails
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    • E04F11/104Treads
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Treppenstufe
mit einem plattenförmigen Kern, der aus Holzwerkstoffen gebildet ist und der auf seiner der Trittfläche zuge­ wandten Seite eine hochverdichtete Schicht aufweist,
mit Holzfurnier auf der Trittfläche und an der vorderen Stirnseite und
mit einer Holzleiste aus einem dem Furnier entsprechenden Holz im Bereich der Trittkante, die in den Kern einge­ lassen und mit diesem verbunden sowie abgerundet ist.
Eine Treppenstufe der angegebenen Art ist der Anmelderin bekannt. Bei dieser Treppenstufe ist die Trittfläche mit dünnem Holzfurnier und die vordere Stirnseite mit dickerem Furnier belegt worden, weil an der Stirnseite keine durchgehende hochverdichtete Schicht vorhanden ist. Bei der bekannten Stufe liegt die Holzleiste bündig mit den angrenzenden Furnieren, und es ergibt sich eine Fuge, in die der Lack einsinkt und die für die Benutzung und den Verkauf nachteilig ist. Man sieht auch, daß es sich um unterschiedliche Hölzer handelt, selbst wenn man auf den Faserverlauf der Furniere und der Holzleiste achtet, weil die Holzfurniere und die Holzleiste nicht aus dem gleichen Stamm geschnitten werden.
Es besteht also ein Bedürfnis nach einer verbesserten Treppenstufe, die im Trittkantenbereich ein gutes Natur­ holzaussehen hat und langfristig problemlos einsatz­ fähig ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Trittkantenausbildung einer Treppenstufe mit Natur­ holzaussehen zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die etwa 0,5 bis 1 mm dicken Holzfurniere die Holzleiste teilweise überdecken und
daß die bei der Herstellung angebrachte Abrundung der Trittkante die Holzleiste teilweise freilegt und die Holzfurniere so anschneidet, daß sie in Furnierspitzen auslaufen.
Es ist zwar gemäß der europäischen Patentanmeldung 00 19 266 (A1) bekannt, eine Holzleiste unter den Holz­ furnieren in einen Falz einzuleimen, wobei das Stirn­ seitenfurnier nach oben durchgeführt und abgerundet ist, so daß bei Beginn der Benutzung die Trittkante von dem Stirnseitenfurnier gebildet ist. Das in der Druckschrift beschriebene Freilegen der Holzleiste kann erst nach geraumer Zeit und nicht gleichmäßig über die ganze Länge der Trittkante durch Ablaufen bewirkt werden. Es ist damit zu rechnen, daß das Stirnseitenfurnier ausbrechen kann.
Durch die Erfindung wird eine besonders bezüglich der Trittkante benutzungsgünstige, das Aussehen edlen, massiven Naturholzes aufweisende Stufe geschaffen, die jedoch nur sehr wenig Massivholz benötigt. Die Tritt­ kante ist nicht so empfindlich, daß sie schnell aus­ bricht und unansehnlich wird. Das Grundmaterial des Kerns kommt auch bei Abnutzung oder Nacharbeiten nicht zum Vorschein und trotzdem werden keine dicken Furniere benötigt. Die Grenzen zwischen abgerundetem Furnier und Holzleiste treten praktisch nicht in Erscheinung und es entsteht durch die in der Größenordnung der Maserung liegenden Furnierspitzen der Eindruck eines durchgehenden Massivholzes im Bereich von Trittfläche, Trittkante und vorderer Stirnseite, wobei Abrundungen in weiten Grenzen auch nachträglich bei Verletzungen der Trittkante möglich sind. Die Treppenstufe mit Naturholzleiste in z. B. rechteckiger oder auf eine Fase schräg aufgeleimter Form kann industriell sehr wirtschaftlich gefertigt werden und stellt eine preiswerte und trotzdem langfristig stabile Lösung mit relativ geringer Naturholzmenge und den praktischen Bedürfnissen gerecht werdenden Radien dar.
Da auf die Stufe von oben heraufgetreten wird, ist es zweckmäßig, die Holzleiste gemäß Anspruch 2 auszu­ bilden. So wird vor allem im Trittflächenbereich eine gute Überdeckung mit dem Trittflächenfurnier ermöglicht. Als zweckmäßig haben sich die Maße nach Anspruch 3 erwiesen. Anspruch 4 gestattet die Anpassung an die Lauf- und Abnutzungsverhältnisse.
Durch die Maßnahmen nach Anspruch 5 wird auch bei dünneren Holzleistenschichten sichergestellt, daß beim Abrunden und auch bei Nacharbeiten das Bild durchlaufenden Naturholzes nicht verletzt wird.
Durch die Abrundung über Furniere und Naturholzleiste kann in Verbindung mit den Merkmalen des Anspruches 6 an den am höchsten belasteten Stellen der Stufe der Lack- oder Kunstharzauftrag unter Vermeidung von un­ sauberen Spitzen und Kantenansammlungen besonders be­ nutzungsgünstig gestaltet werden.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen einer Treppenstufe aus Holzwerkstoffen und Holzfurnieren sowie mindestens einer Holzleiste. Die eingangs als bekannt unterstellte Treppenstufe ist auf folgende Weise hergestellt worden: In eine furnierte Platte aus Holzwerkstoff ist zunächst in den für die Tritt­ kante vorgesehenen Rand eine Ausnehmung eingearbeitet worden. In diese Ausnehmung ist dann eine Holzleiste passend oder mit Überstand eingeleimt worden. Wenn ein Überstand vorhanden war, wurde er abgearbeitet. Die Stirnseitenfurniere wurden vor oder nach dem Einbringen der Holzleiste angebracht, ohne die Holzleiste zu über­ greifen; sie liegen also bündig mit dieser Holzleiste.
Diese Vorgehen kann zur Folge haben, daß der Anschluß der Holzleiste an das Trittflächenfurnier oder an dem Stirnseitenfurnier bei der Herstellung oder Benutzung nicht befriedigt.
Bei der Verfahrensweise, die von der europäischen Patent­ anmeldung 00 19 266 (A1) herzuleiten ist, wird die Holz­ leiste vor dem Furnieren und somit unter diesen in einen Kern anderer Art eingeleimt. Eine auf diese Art und Weise hergestellte Trittstufe ist im Trittkantenbereich nicht hinreichend belastbar.
Es soll somit ein Verfahren für die leichtere Herstellung einer der Benutzung besser widerstehenden Treppenstufe angegeben werden. Dieses Verfahrens weist wenigstens folgende Verfahrensschritte auf:
  • a) in einen aus einer Holzwerkstoff-Platte bestehenden Kern der Treppenstufe wird an dem für die Trittkante vorgesehenen Rand eine Falz oder eine Fase angebracht;
  • b) in diesen Falz bzw. an diese Fase wird eine passende oder eine geringfügig überstehende Holzleiste ein- oder aufgeleimt;
  • c) ggf. wird der Überstand abgearbeitet;
  • d) dann werden die Holzfurniere auf die Trittfläche und die zugehörige Seite der Holzleiste sowie die vordere Stirnfläche und die andere freie Seite der Holzleiste aufgeleimt;
  • e) anschließend wird die Trittkante derart gerundet, daß die Holzleiste teilweise freigelegt wird und die Holzfurniere so angeschnitten werden, daß sie in Furnierspitzen auslaufen.
Es ist somit gegenüber dem eingangs genannten Stand der Technik neu, die Holzleiste in den noch nicht fur­ nierten Kern einzusetzen, dann die Holzfurniere die Holzleiste überdeckend aufzubringen und anschließend die Holzleiste teilweise freizulegen und die Furnier­ spitzen anzuformen. Gegenüber der anderen bekannten Verfahrensweise ist es neu, die Holzleiste in der Trittkante bereits bei der Herstellung der Trittstufe freizulegen.
Die erfindungsgemäße Verfahrensweise kann leicht mit herkömmlichen Maschinen realisiert werden und erfordert im Verhältnis zum erzielten Erfolg einen sehr geringen Aufwand. Obwohl man eine stark gerundete oder nach einem Profil abgerundete Trittkante schafft, braucht man keine Furniertechnik, bei der das Furnier über eine Rundung des Kerns gebogen wird. Die als eckiger Stab in den Falz eingesetzte Holzleiste wird schon kraft ihrer Formgestaltung mit dem Untergrund gut verbunden und neigt deshalb weniger zum Lockern und kommt der Ab­ stützung von oben aufgebrachter Kräfte gut entgegen. Bei der auf die Fase aufgebrachten Naturholzleiste kann man unter Umständen mit geringeren Naturholz­ mengen auskommen und braucht nicht eine allzu genaue Anpassung von Falz und Stab. Vor allem ist die Gefahr der Abbildung der Fuge zwischen Holzleiste und Kern geringer, weil die Holzleiste nicht mit Abstand zu einer Fläche des Kernes eingeleimt werden kann und weil die schräge Ecke der Holzleiste auf der Fase des Grundkörpers von diesem gut gestützt ist.
Die Merkmale des Anspruches 8 tragen zu einer rationellen Fertigung großer Mengen, insbesondere auch bei längeren Kernen bei, so daß eine kontinuierliche Fertigung möglich ist. Solche Holzleisten können naturgemäß nicht allzu dick sein. Wenn kontinuierliches Zuführen und größere Holzstärke für die Holzleiste gewünscht werden, so sind die Merkmale des Anspruches 9 zweck­ mäßig, weil sie das Aufrollen größerer Längen mit relativ kleinem Rollenradius gestatten und trotzdem zu einer dicken Naturholzleiste in der Trittkante führen. Stets ist auf passenden Faserverlauf der Schichten der Holzleiste zu achten, um beim Anschneiden der verschiedenen Schichten trotzdem ein gleichmäßiges Naturholzbild zu erzielen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 die Schrägansicht eines kurzen geraden Treppen­ laufs mit Stufen, wie sie nach der Erfindung ausgebildet werden können;
Fig. 2 einen Vertikalquerschnitt durch eine Treppen­ stufe gemäß der Linie 2-2 in Fig. 3 und zwar in gegenüber der Natur vergrößertem Maßstab zur Darstellung der Lage und Rundung der Furniere;
Fig. 3 einen in kleinerem Maßstab gehaltenen Längs­ schnitt durch eine Treppenstufe längs der Linie 3-3 in Fig. 2;
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispieles der Erfindung.
Fig. 1 zeigt als Beispiel eine Treppe 10 mit Treppen­ stufen 11, die zwischen Boden 12 und Podest 13 angeordnet und untereinander zumindest im Bereich der freien Enden mit Bolzen 14 verbunden sind. Die wandseitige Befesti­ gung ist nicht dargestellt, zumal es dafür sehr viele Möglichkeiten gibt. Diese Treppe soll nur die Lage der vorderen Trittkante 15 zeigen. Die Treppenstufen haben Trittflächen 16 und vordere Stirnseiten 17 sowie weitere seitliche Stirnseiten 18.1 bis 18.3. Die Treppen­ stufen sollen aus Holzwerkstoffen bestehen. Die er­ findungsgemäßen Treppenstufen 11 sind auch für andere Treppen, beispielsweise gewendelte Treppenläufe und für Spindeltreppen geeignet. Diese bekannten Treppen­ systeme werden jedoch nicht dargestellt, weil es darauf für die Erfindung nicht ankommt, in welche Treppenart die Stufe eingebaut wird. In den Fig. 2 und 3 ist eine Treppenstufe 11 in Einzelheiten näher dargestellt. Der Grundkörper wird kurz als Kern 20 bezeichnet. Er be­ steht aus Holzwerkstoff, wie z. B. aus Sperrholzplatten minderwertigerer Hölzer oder aus einem mehrschichtigen Aufbau von Spannplatten, Hartfaserplatten, gepreßten Schichthölzern oder sonstigen Fasern mit Kunststoff­ bindungen oder aus mehreren zusammengeleimten Holzspan­ platten und/oder aus einstückig mit unterschiedlicher Verdichtung gefertigten Holzspanplatten oder aus einer über die ganze Stufendicke aus einer Platte bestehenden Holzspanplatte, die in besonderen Verfahren mit unter­ schiedlich verdichteten Schichten hergestellt wird, um den Anforderungen bezüglich der Aufnahme der auftreten­ den Spannungen sowie der Notwendigkeit, an der Oberfläche eine harte Schicht zu haben, die das Eindrücken des Furniers verhindert, zu genügen. Auch kann man dickere Spanplatten mit aufgeleimten Sperrhölzern oder Schicht­ hölzern verwenden. Die Dicke des Kerns beträgt 50, 60 oder etwa 70 mm. Die oberen und unteren Bereiche, auf die das Furnier aufgeleimt wird und in denen die Zug- und Druckspannungen am größten sind, sind besonders stark verdichtet. Der Kern 20 hat eine obere Fläche 21 eine untere Fläche 22, eine vordere Stirnfläche 23, eine hintere Stirnfläche 24 sowie seitliche Stirnflächen 25 und 26. Die obere Fläche 21 und die untere Fläche 22 sind von der Herstellung her ausreichend gerade und glatt, um sie furnieren zu können. Solche Spanplatten werden in größeren Tafeln hergestellt. Der Kern 20 wird also durch geeignete Trennverfahren zur Bildung der Stirnflächen 23 bis 26 aus einer großen Tafel herausge­ trennt. Dabei reicht zumeist ein Trennvorgang mit der Säge nicht aus. Es müssen noch Nacharbeitungsvorgänge wie Fräsen, Hobeln und/oder Schleifen vor dem Furnieren vorgenommen werden.
Bei dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungs­ beispiel ist im Bereich der Trittkante 15 ein Falz 28 mit der Grundfläche 28.1 und der senkrechten Falzfläche 28.2, beispielsweise durch Fräsen ausgespart. In diesen Falz 28 ist die Naturholzleiste 30 - in den Ansprüchen und in der Beschreibungseinleitung nur "Holzleiste" ge­ nannt - auf der Grundfläche 28.1 und an der senkrechten Falzfläche 28.2 satt anliegend eingeleimt. Bei der Herstellung ist besonders darauf zu achten, daß an der senkrechten Falzflä­ che 28.2 sauber anliegend angeleimt wird, damit sich keine Abbildung der Fuge dieser Fläche im Furnierbild ergibt. Dieses Einleimen der Naturholzleiste 30 kann von Hand, zweckmäßig jedoch mit geeigneten bekannten Maschinen erfolgen. Der Faserverlauf des Holzes der Naturholz­ leiste 30 ist parallel zur Trittkante 15. Das Einleimen und Verarbeiten dieser Naturholzleiste 30 kann so er­ folgen, daß eine Leiste vorgefertigt wird, die genau der Größe des Falzes 28 entspricht. Dann ist auch die vordere Stirnfläche 23 vor dem Einleimen der Natur­ holzleiste 30 winklig, gerade und glatt zu bearbeiten. In einer anderen Ausgestaltung der Verfahrensweise kann jedoch eine Naturholzleiste 30 mit geringem Über­ stand zumindest über die vordere Stirnfläche 23 eingeleimt werden, zumal die Stirnflächen 23 bis 26 ohnehin irgend­ wann während der Herstellung nach dem Sägen mit einer geeigneten Oberfläche für das Furnieren versehen werden müssen. Eine überstehende Naturholzleiste 30 kann nach dem Abbinden des Leims auf den Falzflächen 28.1 und 28.2 auch in der Weise geglättet werden, daß Überstände der Naturholzleiste 30 in einem Arbeitsgang mit der Oberflächenbearbeitung der Flächen des Kerns 20 entfernt werden. Gegebenenfalls können auch obere Fläche 21 und untere Fläche 22 nach dem Einleimen der Naturholzleiste 30 beispielsweise durch Überschleifen in einen für das Furnieren geeigneten Oberflächenzustand versetzt werden. Wenn auf eine der vorgenannten Arten die Naturholzleiste 30 eingeleimt und mit der oberen Fläche 21 und der vor­ deren Stirnfläche 23 fluchtend geglättet ist, werden das Trittflächenfurnier 31, das Unterseitenfurnier 32, das Stirnseitenfurnier 33 und das Rückseitenfurnier 34 in üblicher Weise aufgebracht, jedoch nun die Natur­ holzleiste 30 überdeckend, wie es in Fig. 2 gut sichtbar dargestellt ist. Die Faserrichtung der Furniere 31 und 33 ist gleich der Faserrichtung der Naturholz­ leiste 30, also parallel zur Trittkante 15. Dabei braucht nicht unbedingt bis ganz in den vorderen Eck­ bereich furniert zu werden. Wichtig ist nur, daß aus­ reichend breite, jedoch insgesamt relativ schmale Furnierbereiche 31.1 und 33.1 die Naturholzleiste 30 überdecken und auf dieser gut aufsitzend angepreßt und also dauerhaft mit ihr verbunden werden. Nach dem Ab­ binden des Furnierleims wird dann die Rundung 35 der Trittkante 15 beispielsweise durch einen Fräs-. Feil-, Hobel-, und/oder Schleifvorgang angebracht und zwar vorzugs­ weise in einer solchen oder sehr ähnlichen Formge­ staltung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, daß nämlich eine mehr teilelliptische oder teilparabolische Ausbildung der Rundung 35 in der Weise erfolgt, daß im oberen Trittflächenbereich die Rundung flacher und mit ge­ ringerem Krümmungsradius verläuft als im Bereich der vorderen Stirnseite 17 der Stufe. Es ergeben sich dann Anschnittflächen 31.2 und 33.2 der Furniere 31 und 33, die in Furnierspitzen 31.3 und 33.3 aus­ laufen. Durch dieses spitze Auslaufen der gut aufge­ leimten Furniere 31 und 33 erfolgt ein praktisch naht­ loser Übergang zu dem Trittkantenbereich 35.2 der Rundung über der Naturholzleiste 30. Da die Furniere 31 und 33 sowie die Naturholzleiste aus gleichem Naturholz herausgeschält bzw. geschnitten sind und gleichen Faserverlauf haben und da eine in der Größenordnung der Einzelfaser liegende Spitze 31.3 bzw. 33.3 den Anschluß bildet und kleine Faserbereiche, selbst wenn sie in der Stärke einiger weniger Fasern ausbrechen, nicht als Fuge, sondern als naturgegebene Maserung ein- und desselben Holzes in Erscheinung treten, sieht die gesamte Treppenstufe, insbesondere aus der nor­ malen Betrachtungsentfernung von mehr als 1,5 m wie eine aus massivem Naturholz gefertigte Treppenstufe aus. Dafür kann man auch dadurch sorgen, daß die Furniere auf den seitlichen Stirnflächen 25 und 26 mit geeigneter Faserrichtung und in günstiger Eckausbildung ange­ bracht werden. Da die Furniere, vor allem die Furniere 31 und 33 von Trittfläche 16 und vorderer Stirnseite 17 aber auch die übrigen Furniere nur eine Stärke von etwa 0,5 bis 1 mm haben, treten auch die sonstigen Kanten nicht sonderlich deutlich in Erscheinung. Teilweise sind sie ohnehin von Wandteilen, Geländern und von den darüber liegenden Stufen abgedeckt, so daß es für das Bild des Betrachters im wesentlichen auf die Trittkante 15 ankommt.
Wenn die Treppenstufe 11 in dieser Weise aus Kern 20, Naturholzleiste 30 und aufgeleimten Furnieren 31 bis 33 hergestellt, im Bereich der Trittkante 15 gerundet und ggf. auf den übrigen Flächen geschliffen ist, kann sie lackiert oder mit einem Kunststoff beschichtet werden und zwar in allen üblichen bekannten Verfahren. Dabei macht sich vorteilhaft bemerkbar, daß die Trittkante 15 nicht scharfkantig oder nahezu scharfkantig, sondern mit einer weit geschweiften Rundung 35 versehen ist und sich folglich der Lack- oder Kunststoffauftrag in diesem Bereich nicht durch Spitzenwirkung oder Kanten­ wirkung ansammelt und zu einer überstehenden, meist rauhen Kante führt, die besonders abnutzungsgefährdet ist, sondern einen gleichmäßigen, gut mit dem Untergrund verbundenen Auftrag bildet, der den hohen Beanspruchungen auch jahrelanger Benutzung gut standhält.
Die Fig. 4 veranschaulicht eine weitere Ausgestaltungs­ möglichkeit für die Anbringung der Naturholzleiste 50. Gleiche Teile sind im übrigen mit gleichen Bezugszeichen versehen und werden nicht weiter erläutert. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist an dem Grundkörper 20 anstelle des Falzes 28 eine Fase 48 angebracht. Diese kann ent­ sprechend der flach geschweiften Rundung 35 unter einem Winkel 49, der etwa der Steigung der Stufen ent­ spricht und beispielsweise 30° bis 50° betragen kann, angebracht werden. Sie wird mit ausreichender Tiefe angebracht, so daß die Naturholzleiste mehrere Millimeter Stärke hat. Auf die Fase 48 wird eine etwas über die obere Fläche 21 und die Stirnfläche 23 über­ stehende Naturholzleiste 50 aufgeleimt. Dann werden die Kantenbereiche eben gearbeitet, vorzugsweise gleich­ zeitig mit der Oberflächenbearbeitung zumindest der Stirnfläche 23. Danach erfolgt in üblicher Weise das Furnieren, Abrunden, Schleifen, Reinigen und Lackieren oder Beschichten. Die vorn genannten Vorteile gelten gleichermaßen. Hier tritt ein weiterer Vorteil auf. Im Bereich der Ecken 20.1 und 20.2 des Kerns 20 ergibt sich eine stumpfwinklige Ausbildung, auf der die Natur­ holzleiste 50 mit spitzen Ecken 50.1 und 50.2 aufsitzt. Durch den stumpfwinkligen Grundkörper und die spitzwinklige Ausbildung der überfurnierten Naturholzleiste 50 er­ geben sich sehr günstige Verhältnisse auch bei gering­ fügigen Veränderungen des Holzes, nämlich in der Weise, daß sich die Kanten unter dem Furnier nicht markieren, wie es bei der eingeleimten Naturholzleiste nach Fig. 2 in ungünstigen Fällen vorkommen könnte, die mit Abstand zu einer Fläche des Kernes eingeleimt werden kann. Die schräge Ecke der Naturholzleiste auf der Fase des Grund­ körpers wird von diesem gut geschützt. Im Zusammen­ hang mit Fig. 4 ist eine Naturholzleiste 50 aus zwei Schichten 50.3 und 50.4 dargestellt. Das kann man ins­ besondere dann machen, wenn man kontinuierlich von Rollen arbeiten möchte und eine möglichst starke Natur­ holzleiste 50 im Bereich der Trittkante 15 haben möchte. Dann werden entsprechende biegsame Leisten­ stücke mit Längsfaserverlauf endlos aneinandergefügt und auf Rollen bevorratet. Von zwei Rollen werden die Streifen abgespult, miteinander und mit dem Kern dauer­ haft verleimt und dann weiter bearbeitet. Je nach zu verarbeitendem Holz können auch mehr als zwei Schichten verarbeitet werden. Wichtig ist jedoch, daß auch bei dieser Verfahrensweise zumindest in oberen Bereichen der Naturholzleiste 50 mit gleichem Faser­ verlauf gearbeitet wird, daß beim Abrunden und ggf. nachträglichen Tieferarbeiten von Verletzungen stets Naturholz mit gleichem Faserverlauf an der Oberfläche erscheint. Wenn es aus Festigkeitsgründen sinnvoll erscheinen sollte, kann in weiter unten liegenden Be­ reichen der Naturholzleiste ggf. auch eine querver­ laufende Schicht eingearbeitet sein, nur muß sicherge­ stellt werden, daß sie beim Abrunden und Nacharbeiten nicht zum Vorschein kommt, damit im Bereich der Spitzen 31.3 und 33.3 stets ein Übergang mit im wesentlichen gleichen Faserverlauf erfolgt. Eine aus mehreren Schichten bestehende Naturholzleiste kann auch in einen Falz eingeleimt werden.

Claims (9)

1. Treppenstufe (11)
mit einem plattenförmigen Kern (20), der aus Holz­ werkstoffen gebildet ist und der auf seiner der Trittfläche (16) zugewandten Seite eine hochver­ dichtete Schicht aufweist,
mit Holzfurnier (31, 33) auf der Trittfläche (10) und an der vorderen Stirnseite (17) und
mit einer Holzleiste (30, 50) aus einem dem Furnier (31, 33) entsprechenden Holz im Bereich der Trittkante (15), die in den Kern (20) einge­ lassen und mit diesem verbunden sowie abgerundet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die etwa 0,5 bis 1 mm dicken Holzfurniere (31, 33) die Holzleiste (30, 50) teilweise überdecken und daß die bei der Herstellung angebrachte Abrundung (35) der Trittkante (15) die Holzleiste (30, 50) teilweise freilegt und die Holzfurniere (31, 33) so anschneidet, daß sie in Furnierspitzen (31.3, 33.3) auslaufen.
2. Treppenstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzleiste (30, 50) im Bereich der Trittfläche (16) breiter ist als im Bereich der vorderen Stirnseite (17) hoch.
3. Treppenstufe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzleiste (30, 50) etwa 7 mm breit und 4 mm hoch ist.
4. Treppenstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantenfase entsprechend der Steigung unter einem Winkel (49) von etwa 30° bis 50° geneigt ist.
5. Treppenstufe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzleiste (30, 50) mehrschichtig aus­ gebildet ist mit in allen Schichten parallel zur Furnierfaserrichtung verlaufender Faser­ richtung.
6. Treppenstufe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppenstufe (11) über die Trittfläche (16), die Stirnfläche (17) und die gerundete Tritt­ kante (15) durchgehend mit einer gleichmäßigen Lackierung oder Kunstharzbeschichtung versehen ist.
7. Verfahren zum Herstellen einer Treppenstufe aus Holzwerkstoffen und Holzfurnieren sowie mindestens einer Holzleiste mit wenigstens folgenden Verfahrensschritten:
  • a) in einen aus einer Holzwerkstoff-Platte bestehenden Kern der Treppenstufe wird an dem für die Trittkante vorgesehenen Rand ein Falz oder eine Fase angebracht;
  • b) in diesen Falz bzw. an diese Fase wird eine passende oder eine geringfügig überstehende Holzleiste ein- oder aufgeleimt;
  • c) ggf. wird der Überstand abgearbeitet;
  • d) dann werden die Holzfurniere auf die Tritt­ fläche und die zugehörige Seite der Holzleiste sowie die vordere Stirnfläche und die andere freie Seite der Holzleiste aufgeleimt;
  • e) anschließend wird die Trittkante derart ge­ rundet, daß die Holzleiste teilweise freige­ legt wird und die Holzfurniere so angeschnitten werden, daß sie in Furnierspitzen auslaufen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß endlos aneinandergefügte, auf Rollen be­ vorratete Streifen als Holzleiste (30, 50) zu­ geführt und in den Falz (28) bzw. auf die Fase (48) geleimt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem mehrschichtigen Aufbau der Holzleiste (30, 50) von mehreren Rollen unter Zwischenfügung von Leim mehrere Streifen zuge­ führt werden.
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