DE3240575A1 - Gartenkomposter aus drahtgittern - Google Patents
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Description
- Gartenkomposter aus Drahtgittern
- Die Erfindung betrifft einen Garten- bzw. Kleinkomposter für Abfälle aus Garten, Küche und dergl. mit einem im Gebrauchszustand kubischen, im Grundriß rechteckigen, insbes. quadratischen, Drahtkorb aus vier eigensteifen rechteckigen Drahtgitter-Seitenteilen, die an gegenüberliegenden Rändern miteinander lösbar verbunden sind.
- Komposter in runder oder rechteckiger Form aus Drahtgittern, Blech oder Kunststoff-Flachmaterial mit Lüftungsdurchbrechungen sind bekannt. Aus Transportgründen ist der Mantel in der Regel in mehrere Teile zerlegt oder eng zusammengerollt. Deckelartige Abdeckungen sind meist ebenfalls aus Blech ein- oder zweiteilig ausgebildet. Zur Benutzung werden die Komposterteile, insbes.
- die Seitenteile über Rahmenteile oder dergl. zusammengeschraubt, zusammengeschoben oder im Fall von aus Halbschalen oder Drahtgitterbahnen bestehenden Drahtkomposter mit einem oder mehreren Stäben, an die Lappen angeschweißt sind, die durch d-ie Gitter gesteckt sind, und mit durchgeschobenen Rundstäben an den Seitentejirändern zusammengehalten.
- Kubische Behälter mit rechteckigen Grundriß bestehen in der Regel aus vier Seitenteilen. Die Umrahmung solcher Seitenteile zur Erzeugung ausreichender Eigensteifigkeit besteht im allgemeinen aus einem stärkeren Rundeisen, einem Winkeleisen oder dergl., das mit einem Drahtgitter durch Punktschweißen verbunden ist. Vier derartige Seitenteile werden bei einem bekannten Drahtgitterkomposter dadurch zusammengefügt, das längs der vertikalen Kanten Kunststoffklammern befestigt werden, sofern keine Schaniere vorgesehen sind.
- Lösbare Verbindungen werden vorgesehen, um den Komposter zur Entnahme von Kompost öffnen zu können.
- Nachteilig bei den bekannten Drahtgitter-Gartenkompostern ist, daß die Kunststoffklammern altern und dabei starr und steif werden, so daß sie zum Öffnen der Seitenteile nicht mehr entfernt werden können oder, wenn das Öffnen mit Gewalt versucht wird, brechen. Klammern gehen ferner vielfach verloren.
- Ist der Drahtgitter-Gartenkomposter gefüllt, stehen die Seitenteile unter großer gegenseitiger Spannung. Das Abnehmen eines Seitenteils zur Kompostentnahme ist vielfach nicht oder nur schwer möglich. Wird das Öffnen gewaltsam vorgenommen, so öffnen sich die anderen Seitenteile so stark, daß die weggenommene Wand nicht mehr an den beiden Nachbarwänden befestigt werden kann.
- Zylindrische Drahtgitter-Gartenkomposter sind für die Kompostentnahme bei vollem Behälter ebenso ungeeignet. Zieht man den Verschlußstab, der den Drahtzylinder zusammenhält, heraus, öffnet sich dieser Drahtzylinder soweit, daß man nach der Kompostentnahme die Ränder des Drahtgitters nicht wieder übereianderbringen und die Stange nicht mehr einführen kann.
- Die meisten bekannten runden und im Querschnitt rechteckigen, insbes. quadratischen Drahtgitterkomposter sind meist als offene Drahtkörbe ohne Deckel ausgebildet. Das hat zur Folge, daß Regen ungehindert das Kompostmaterial bis zur Wertlosigkeit auswaschen kann. Deckel sind daher sinnvoll. Bei den bekannten Drahtkompostern, deren Umfang sich durch die Füllung verändert, ist eine sinnvolle Anbringung eines funktionablen Deckels nicht möglich.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gartenkomposter aus rechteckigen Drahtgitter-Seitenteilen anzugeben, dessen Seitenteile unter Berücksichtigung einfacher und materialsparender Bauweise extrem betriebssicher miteinander verbindbar sind und bei dem wenigstens ein Seitenteil bei gefülltem Komposter bequem geöffnet und nach Entnahme von Kompostgut auch wieder sicher geschlossen werden kann.
- Die Erfindung geht aus von einem kubischen Gartenkomposter mit rechteckigem Grundriß und vier rechteckigen Drahtgitter-Seitenteilen, die an ihren vertikalen Rändern lösbar miteinander verbunden oder verbindbar sind,- wobei wenigstens ein Seitenteil am vertikalen hinteren Rand am angrenzenden Seitenteil schwenkbar angelenkt ist und mit dem anderen angrenzenden Seitenteil durch einen Verschluß stab lösbar verbunden oder verbindbar ist, der durch verformte Drahtfelder am Rand eines Seitenteils reicht.
- Bei einem solchen Komposter ist nun erfindunggemäß vorgesehen, daß jedes Seitenteil aus einem eigensteifen Stahldrahtgitter mit rechteckigen Maschen besteht, dessen Stahldrähte an den Knotenpunkten miteinander verschweißt sind, daß die beiden an jedes schwenkbare Seitenteil angrenzenden feststehenden Seitenteile parallel und nahe zum schwenkbaren Seitenteil mittels waagerechter Zugbänder miteinander verbunden sind, daß am dem vorderen Rand jedes schwenkbaren Seitenteils benachbarten Rand des angrenzenden feststehenden Seitenteils eine Randmaschenreihe dachförmig um etwa 90" abgekantet ist und über diese Abkantung die Randmaschenreihe des vorderen Rands des schwenkbaren Seitenteils hinweggeführt oder hinwegführbar sind und daß der Verschluß stab zwischen die Außenseite des schwenkbaren Seitenteils und die Innenseite der dachförmigen Abkantung geschoben bzw. schiebbar ist. Zweckmäßigerweise beträgt die Stahldrahtstärke der Seitenteile ca. 3 bis 4 mm, um auf eine Randaussteifung der Seitenteile verzichten zu können und ausreichende Eigensteifigkeit zu erzielen.
- Dadurch aber, daß zwei einander gegenüberliegende feststehende.
- Seitenteile durch wenigstens zwei Zugbänder miteinander verbunden sind, können die beiden anderen Seitenteile jeweils als schwenkbare Seitenteile nach Art einer Tür ausgebildet werden, so daß es jederzeit möglich ist, diese zu öffnen. Im Gegensatz zu hekannten Drahtkompostern, die sich zur Entnahme von Kompostgut öffnen lassen, drückt das Kompostgut nicht stark gegen die schwenkbaren Seitenteile sondern wird vielmehr durch die Zugbänder im Zusammenwirken mit den feststehenden Seitenteilen zurückgehalten, so daß nach der Entnahme von unterem Kompostgut die schwenkbaren Seitenteile wie eine Tür, ohne weiteres wieder geschlossen werden können, auch dann, wenn sie vorher etwas ausgebaucht wurden. Es ist immer möglich, den vorderen Rand des schwenkbaren über die dachförmige Abkantung des angrenzenden feststehenden Seitenteils zu führen und den VerschluBstab einzustecken. Unter dachförmiger Abkantung ist jede Auswölbung nach außen zu verstehen, sei sie nun im Querschnitt dreiecksförmig, halbkreisförmig gebogen oder wirkungsgleich geformt.
- Eine einfache und dennoch betriebssichere Anlenkung jedes schwenkbaren Seitenteils am feststehenden Seitenteil erfolgt mittels Metall-Ringen. Sie können nicht altern udn verlorengehen.
- Eine weitere Ausgestaltung des Komposters sieht vor, daß licht-und luftundurchlässige Seitenwandelemente über den Stabdrahtgitter-Seitenteilen lösbar befestigt sind. Sie können nahe dem oberen und unteren Rand der Seitenteile mittels Haken an diese angehängt werden und schützen so vor übermäßiger Austrocknung und fördern die Rotte des Komposts. In diesem Fall ist es sinnvoll, einen Deckel vorzusehen, der ebenfalls mit Ringen am oberen Rand eines Seitenteils schwenkbar gelaget ist, weil der Komposter seine Querschnittsform am oberen Rand auch unter Belastung kaum verändert. Im geschlossenen Zutand liegt er auf der oberen Kante der vier Seitenwände. Der Deckel ist dazu größer als der Grundriss des Komposters.
- Ein Ausführungsbeispiel des Komposters ist anhand einer Zeichnung näher erläutert, in der zeigt: Fig. 1 eine schrägperspektivische Ansicht des Drahtgitter-Gartenkomposters mit geschlossen Seitenteilen und Fig. 2 eine schrägperspektivische Ansicht des Vorderteils des Gartenkomposters mit geöffnetem Seitenteil.
- Der Gartenkomposter umfaßt vier Seitenteile 1, 2, 3 und 4, die jeweils aus Stahldrahtgittern mit rechteckigen Maschen bestehen und dessen Stahldrähte an den Knotenpunkten miteinander verschweißt sind, um ein formstabiles Seitenteil zu haben. Eine spezielle Umrahmung dieses Stahldrahtgitters ist nicht erforderlich.
- Die einander gegenüberliegenden Wände 1 und 4 sind durch eingehängte oder eingeschraubte Zugbänder 10, 11, 12 und 13 miteinander in etwas geringerem Abstand als der Breite der Seitenteile 2 und 3 entspricht, an den Drahtstäben verbunden, welche neben den die Ecken des Komposters bildenden Drahtstäben liegen. Die beiden Zugbänder 10 und 11 sind jeweils nahe dem oberen Rand des Komposters und die beiden anderen Zugbänder 12 und 13 jeweils nahe dem unteren Rand sowie jeweils parallel und nahe den Seitenteilen 2 und 3 angebracht. Die Seitenteile 1.und 4 sind so feststehend. Dagegen sind die Seitenteile 2 und 3 jeweils am Seitenteil 4 schwenkbar mittels Ringen 9 angelenkt, welche die vertikalen Rand-Stahldrähten bzw.-stäbe 6 des feststehenden Seitenteils 4 mit den benachbarten Rand-Stahldrähten 5 der schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 verbinden.
- Für die Verbindung der schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 weist das feststehende Seitenteil 1 an den beiden Rändern jeweils eine um etwa 900 dachförmig abgekantete Randmaschenreihe auf, über welche die Maschen der vorderen Randmaschenreihe der schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 hinweggeführt werden können, so daß die dachförmige vorspringende der Abkantung waagerechten Drahtstäbe des Seitenteils 1 durch die Randmaschen der schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 so weit vorsteht, daß ein Verschlußstab 8 von oben her durch die Abkantung 7 hindurchgesteckt werden kann. Der Verschluß stab 8 kommt zwischen die Außenseitedes schwenkbaren Seitenteils 2 und 3 und die Innenseite der dachförmigen Abkantung 7 zu liegen. Wird er aus der Abkantung nach oben herausgezogen, läßt sich das Seitenteil 2 bzw. 3, wie dies Fig. 2 zeigt, ohne weiteres öffnen. Dann kann gares Kompostgut unten entnommen werden, wobei die beiden Zugbänder 11 und 13 bzw. 10 und 12 im Zusammenwirken mit den feststehenden Seitenteilen 1 und 4 das Kompostgut so weit am Nachdringen hindert, daß die schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 wieder in ihre Schließstellung gebracht und der Verschluß stab 8 wieder eingesteckt werden kann, um jedes schwenkbare Seitenteil wieder zu verriegeln.
- Ein in Fig. 1 angedeuteter Deckel 14 aus einer Blechplatte ist zweckmäßigerweise am Seitenteil 4 aufklappbar mit Ringen 9 angelenkt. Zum Transport können die miteinander verbundenen Teile problemlos zusammengelegt werden.
- Dieser sehr einfache Drahtgitter-Komposter ist äußerst preiswert in der Herstellung und vermag dennoch aufgrund seiner Konstruktion und dem Zusammenwirken der Zugbänder 10 bis 13 mit den feststehenden Seitenteilen 1 und 4 das Kompostgut so zusammenzuhalten, daß die Kompostsäule am Zusammenfallen gehindert wird und dadurch nicht nur ein Öffnen sondern auch ein Schließen der schwenkbaren Seitenteile 2 und 3 gestattet ist.
- Werden die Seitenteile recht hoch, beispielsweise 80 cm und darüber ausgebildet, kann es zweckmäßig sein, sie jeweils durch drei oder gar vier Zugbänder miteinander zu verbinden.
- Leerseite
Claims (5)
- Ansprüche: rl. Kubischer Gartenkomposter aus Drahtgittern für Gartenaballe mit rechteckigem Grundriß und vier rechteckigen Drahtgitter-Seitenteilen, die an ihren vertikalen Rändern beweglich miteinander verbunden sind, wobei wenigstens ein Seitenteil am hinteren Rand an einem angrenzenden Seitenteil schwenkbar angelenkt ist und mit dem anderen angrenzenden Seitenteil durch einen Verschluß stab lösbar verbindbar ist, der durch Maschenfelder am Rand eines Seitenteils reicht, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß jedes Seitenteil (1, 2, 3, 4) aus einem eigensteifen Stahldrahtgitter mit rechteckigen Maschen besteht, dessen Stahldrähte an den Knotenpunkten miteinander verschweißt sind, daß die beiden an jedes schwenkbare Seitenteil (2, 3) angrenzenden feststehenden Seitenteile (1, 4) parallel und nahe zum schwenkbaren Seitenteil (2, 3) mittels waagerechter Zugbänder (11, 13; 10, 12) miteinander verbunden sind, daß am dem vorderen Rand jedes schwenkbaren Seitenteils (2, 3) benachbarten Rand des angrenzenden feststehenden Seitenteils (1, 4) eine Randmaschenreihe dachförmig um etwa 90" abgekantet ist und über diese Abkantung (7) die Randmaschenreihe des vorderen Rands des schwenkbaren Seitenteils (2, 3) hinweggeführt ist, und daß der Verschluß stab (8) zwischen die Außenseite des schwenkbaren Seitenteils (2, 3) und die Innenseite der dachförmigen Abkantung (7) geschoben ist.
- 2. Gartenkomposter nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß die Stahldrahtstärke der Seitenteile (1, 2, 3, 4) 3 bis 4 mm beträgt.
- 3. Gartenkomposter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß jedes schwenkbare Seitenteil (2, 3) mittels Ringen (9) am feststehenden Seitenteil (1, 4) angelenkt ist.
- 4. Gartenkomposter nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß licht- und luftundurchlässige Seitenwandelemente über den Stahldrahtgitter-Seitenteilen (1, 2, 3, 4) lösbar befestigt sind.
- 5. Gartenkomposter nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß am oberen Rand einer Seitenwand (4) ein Deckel (14), insbes. mit Ringen (9), angelenkt ist.
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