DE3139031C1 - Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine fuer einen Schlitten - Google Patents
Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine fuer einen SchlittenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine
für den in ΑΓ-Richtung verfahrbaren Schlitten (Querschlitten)
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei den insbesondere numerisch gesteuerten Koordinatentischen an Bearbeitungsmaschinen, insbesondere
an Schneidpressen, finden Kugelgewindetriebe für den Antrieb in X-Richtung sowie in V-Richtung Verwendung.
Bei bekannten mit solchen Kugelgewindetrieben ausgerüsteten Koordinatentischen (vergleiche z. B.
CH-Zeitschrift »Technische Rundschau« Nr. 39 vom 11.
September 1970, Seiten 21, 23) haben sich jedoch Schwierigkeiten für den Antrieb in ^-Richtung ergeben,
also für den Antrieb des Schlittens in der auf das Werkzeug gerichteten Bewegungsrichtung, und "zwar
aus den folgenden Gründen: Die Antriebsmittel für die X-Achse werden über den Antrieb für die V-Achse in
y-Richtung mit verfahren. Es wird nun bei numerisch gesteuerten Koordinatentischen und insbesondere bei
solchen an Schneidpressen sehr oft in y-Richtung beschleunigt und wieder abgebremst. Dieser Vorgang
kann sich einige hundertmal in der Minute wiederholen. Um einen derartigen Bewegungsvorgang in kürzester
Frist abzuschließen, sind sehr erhebliche Beschleunigungs- und Verzögerungswerte erforderlich. Ist nun die
freie Länge der in X-Richtung verwendeten Kugelumlaufspindel besonders groß, so tritt eine erhebliche
Durchbiegung dieser Kugelumlaufspindel bei den Bewegungen in der y-Richtung ein. Entscheidend für
die Größe dieser Durchbiegung ist das Eigengewicht der Kugelumlaufspindel, deren freie Länge, d. h. der
Abstand zwischen zwei Lagern, wobei in einem solchen Fall das eine Lager von der Kugelgewindemutter des
Kugelgewindetriebs gebildet wird, und die auftretende Beschleunigung bzw. Verzögerung. Erfolgt das Anstoßen
der für die X-Richtung vorgesehenen Kugelumlauf spindel durch die Bewegungen in y-Richtung so schnell
hintereinander und derart, daß die Durchfederung der Kugelumlaufspindel noch nicht auf Null zurückgegangen
ist, so tritt ein regelrechtes Aufschaukeln der Schwingungen dieser Kugelumlaufspindel auf.
Bei den bekannten Antriebsvorrichtungen der eingangs angegebenen Art ist nun die Kugelumlaufspindel
neben der Kugelgewindemutter lediglich an ihren Enden in Endlagern gelagert, so daß sich verhältnismäßig
große freie Längen ergeben. Deraus ergibt sich, daß die bekannten Antriebsvorrichtungen für Koordinatentische
mit größeren Abmessungen nicht eingesetzt werden konnten, da die dann auftretenden Schwingungen
der Kugelumlaufspindel das tragbare Maß über-
schritten. Es besteht jedoch seit langem das Bedürfnis, auch Koordinatentische größerer Abmessungen mit
Kugelgewindetrieben auszurüsten, da sich derartige Kugelgewindetriebe besonders wirtschaftlich verwirklichen
lassen, weil dann die Kugelumlaufspindel sowohl für die Kraftübertragung als auch als Meßsystem
genutzt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung der eingangs angegebenen Art zu
schaffen, die den Einsatz von Kugelumlaufspindeln auch größerer Länge erlaubt und damit ermöglicht, Koordinatentische
auch besonders großer Abmessungen mit Kugelgewindetrieben auszurüsten, ohne daß auch bei
derartig langen Kugelgewindetrieben die nachteiligen Schwingungsverhältnisse und insbesondere das so
nachteilige Aufschaukeln auftreten, wobei sichergestellt sein soll, daß der Verfahrweg der Kugelgewindemutter
und damit des Schlittens nicht beeinträchtigt wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einer Antriebsvorrichtung der eingangs angegebenen Art für
den in ΛΓ-Richtung verfahrbaren Schlitten durch die im
Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst
Durch die am Schlitten vorgesehenen Hilfslager wird zunächst erreicht, daß die Kugelumlaufspindel in
erheblichem Abstand von der Kugelgewindemutter beidseitig zusätzlich abgestützt wird, so daß die für die
Schwingungsverhältnisse maßgebende freie Länge der Kugelumlaufspindel erheblich verringert wird, also
unter Beachtung zulässiger freier Längen die Gesamtlänge der Kugelumlaufspindel ohne Nachteil erheblich
vergrößert werden kann. Durch die Verschieblichkeit der Hilfslager in Verbindung mit der jeweiligen
Arretierung wird erreicht, daß der Schlitten weiterhin um nahezu die gesamte Länge der Kugelumlaufspindel
verfahren werden kann. Denn wird der Schlitten in Richtung auf ein Endlager verfahren, so wird das
Hilfslager aus seiner Arretierung am festen Anschlag des Schlittenendes gelöst und bis nahe an die
Kugelgewindemutter verfahren, die somit nahezu ganz an das zugeordnete Endlager heranfahren kann. Dies
gilt für beide Schlittenenden und somit für beide Verfahrrichtungen des Schlittens. Wird die Bewegung
des Schlittens umgekehrt, so wird das jeweilige Hilfslager durch die Zusatzsperre zunächst vom
jeweiligen Endlager mitgeschleppt, bis es die Endlage am festen Anschlag des Schlittenendes erreicht hat und
somit die Kugelumlaufspindel im größtmöglichen Abstand am Schlitten erneut unterstützt. Es ergibt sich
somit in jeder Position des Schlittens eine ganz erhebliche Verkürzung der für die Schwingungen
verantwortlichen freien Länge der Kugelumlaufspindel. Ein derartig ausgestalteter Kugelgewindetrieb kann
also auch bei Koordinatentischen mit großen Abmessungen eingesetzt werden, ohne daß die geschilderten
nachteiligen Schwingungsverhältnisse auftreten könnten.
Insgesamt wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Antriebsvorrichtung erreicht, daß in sämtlichen
Schlittenpositionen über die Hilfslager eine solche zusätzliche Unterstützung der Kugelumlaufspindel
erreicht wird, daß die für die nachteiligen Schwingungswirkungen verantwortliche freie Länge der Kugelumlaufspindel
stets verringert wird.
Für eine besonders sichere Funktion der Antriebsvorrichtung und insbesondere der Zusatzsperren im
Zusammenwirken mit den Anschlagsperren sind in Ausgestaltung der Erfindung die Maßnahmen nach den
Merkmalen des Anspruchs 2 zweckmäßig und förderlich. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Anschlagsperre
bei einer Bewegung des Schlittens und damit des Hilfslagers gegen das zugehörige Endlager überwunden
und die Zusatzsperre arretiert wird, bei weiterer Schlittenbewegung in Richtung auf das Endlager zu
jedoch die Anschlagsperre das Hilfslager freigibt, damit
es sich in Richtung auf die Kugelgewindemutter verschieben kann.
ίο Durch die Merkmale des Anspruchs 3 wird bei
einfacher Bauweise eine sichere Verschieblichkeit der Hilfslager erzielt.
Eine einfache Bauweise für die Anschlagsperre mit einfacher Montage am Schlitten wird durch die
Merkmale des Anspruchs 4 erreicht. Die Sperrklinke wird selbsttätig entsprechend der Schlittenbewegung
vom Hilfslager ausgelenkt, wenn die entsprechenden Kräfte auftreten. Dabei sind die ergänzenden Maßnahmen
des Anspruchs 5 zweckmäßig; denn sie fördern die sichere selbsttätige Verschiebung der Sperrklinke durch
die Bewegung des Hilfslagers relativ zum bewegten Schlitten.
Eine weitere zweckmäßige Bauform für die Zusatzsperren und deren Arretierung im Zusammenwirken mit
der Anschlagsperre wird mit den im Anspruch 6 vorgeschlagenen Maßnahmen errreicht Eine andere
einfache Bauform ergeben die Maßnahmen nach dem Anspruch 7.
Bei einem Gewindespindeltrieb anderer Art (DE-AS 19 28 020) sind zwar Hilfslager für die Gewindespindel
vorgesehen, doch sind diese in einem festen Abstand zu den Endlagern angeordnet. Hierbei umgreifen Hilfsstützlager
die Gewindespindel nur teilweise und können so mit der hier vorgesehenen nur kämmenden
Rillenrolle nicht in Kollision geraten, wenn die Rillenrolle die Hilfsstützlager überfährt. Bei dieser
bekannten Anordnung fehlt daher jede Verschieblichkeit und Ausgestaltung irgendwelcher arretierender
Anschläge. Ähnliches gilt für einen anderen bekannten
Vorschubspindeltrieb (DE-OS 20 26 099). Dort ist ein die Gewindespindel umfassendes Stützlager vorgesehen.
Auch hierbei fehlt eine Kugelgewindemutter zur Bewegung des verschieblichen Supports, so daß auch
hier Hilfslager eingesetzt werden können, die in einem festen Abstand zu den Endlagern angeordnet sind. Ein
Überfahren der Hilfslagerstellen durch die vorgesehenen Rillenrollen wird dadurch ermöglicht, daß die
Abstützungen die Spindel in mit verringertem Durchmesser und gewindefrei ausgebildeten Bereichen
umfassen. Auch diese bekannte Anordnung kann daher bei einer Antriebsvorrichtung der eingangs angegebenen
Art nicht eingesetzt werden, wenn also eine die Kugelumlaufspindel vollständig umgreifende Kugelgewindemutter
unbehindert von Hilfslagern hin- und herbewegt werden soll.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung
näher erläutert. Die Zeichnung ist weitestgehend schematisch ausgeführt und gibt nur diejenigen
Elemente der Antriebsvorrichtung wieder, die zur Erläuterung der Erfindung zweckmäßig sind.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht der erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung mit dem Schlitten in einer Mittelstellung zwischen den Endlagern,
F i g. 2 die Draufsicht auf die Vorrichtung nach F i g. 1, Fig.3 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 1 mit
dem Schlitten in einer Endstellung,
wobei in F i g. 1 bis 3 die Zusatz- und die Anschlagsperren mit ihren Einzelteilen zur Vereinfachung
der Darstellung und zur Erläuterung des Prinzips der Erfindung nicht dargestellt sind,
Fig.4 eine vergrößerte geschnittene Teilansicht
eines Schlittenendes der Antriebsvorrichtung unter Anlage des arretierten Hilfslagers am Endlager und am
festen Schlittenanschlag,
F i g. 5 eine Seitenansicht der Darstellung nach F i g. 4 von links betrachtet,
Fig.6 eine Teilansicht entsprechend Fig.4 unter
arretierter Anlage des Hilfslagers am Endlager, jedoch beim Anlaufen des Hilfslagers gegen die Anschlagsperre
am Schlitten vor deren Überwindung.
Anhand F i g. 1 bis 3 wird das Prinzip der Erfindung anhand einer schematischen Darstellung der Vorrichtung
für den Antrieb des in A'-Richtung verfahrbaren Schlittens (Querschlittens) am Koordinatentisch einer
Bearbeitungsmaschine erläutert, wobei die F i g. 4 und 5 beim jeweiligen Erläuterungsteil herangezogen werden.
Von dem Koordinatentisch der Bearbeitungsmaschine ist lediglich schematisch der anzutreibende Schlitten
2 für die Bewegung in der X-Richtung oder .AT-Achse
dargestellt, der gleitbar auf einer Führungsschiene 1 angeordnet ist. Dieser Schlitten wird in bezug auf die
F-Achse des Koordinatentisches oder der Bearbeitungsmaschine auch als Querschlitten oder Querwagen
bezeichnet. Für den Antrieb des Schlittens 2 ist ein Kugelgewindetrieb vorgesehen. Dieser besteht aus der
Kugelumlaufspindel 3 und der Kugelgewindemutter 4. Die Kugelumlaufspindel 3 ist an ihren Enden in
gegenüber dem Schlitten 2 ortsfesten Endlagern 5 und 6 gelagert. An einem Ende jenseits des Endlagers 6 trägt
die Kugelumlaufspindel ein Antriebsmittel, z. B. das Zahnrad 7 des im übrigen nicht dargestellten Zahnriementriebs
zum Drehantrieb der Kugelumlaufspindel 3. Die Kugelgewindemutter 4 ist mittig auf dem Schlitten 2
angeordnet, wie F i g. 1 bis 3 zeigen. Wie F i g. 1 und 2 wiedergeben, ist auf dem Schlitten 2 beidseitig der
Kugelgewindemutter 4 jeweils ein gegenüber dem Schlitten 2 in dessen Bewegungsrichtungen verschiebliches
Hilfslager 8 und 8' für die Kugelumlaufspindel 3 angeordnet. In der jeweils äußersten Endlage der
verschiedlichen Hilfslager 8 und 8' ist deren Verschiebeweg am jeweils zugewandten Schlittenende durch einen
festen Anschlag 13 bzw. 13' begrenzt. Die Hilfslager 8 und 8' sowie deren anhand F i g. 4 bis 6 noch zu
beschreibenden weiteren Bau- und Funktionsteile sind spiegelbildlich zur Kugelgewindemutter 4 am Schlitten
2 angeordnet, so daß deren Funktion in jeder Bewegungsrichtung des Schlittens 2 gleich ist.
F i g. 3 zeigt das erreichte Wirkungsprinzip:
F i g. 3 zeigt den Schlitten 2 mit der Kugelgewindemutter 4 in einer der äußersten Verfahrstellungen, hier,
in der linken Position. In dieser Position nimmt die ohne Betrachtung der Hilfslager 8,8' bestehende freie Länge
a der Kugelumlaufspindel 3 ihren größten Wert an. Diese freie Länge wird nun dadurch auf einen Wert
beschränkt, der das Entstehen der geschilderten schädlichen Schwingungen der Kugelumlaufspindel 3
verhindert, daß die Kugelumlaufspindel durch das im größten Abstand von der Kugelgewindemutter 4
befindliche Hilfslager 8 abgestützt wird. Die ursprüngliche freie Länge a wird somit auf die wesentlich
geringere tatsächliche freie Länge b verringert. Wie Fig.3 ferner zeigt, ist das Hilfslager 8' bei der
Bewegung in die in Fig.3 dargestellte Endlage durch Anlaufen gegen das Endlager 5 auf dem Schlitten 2 nach
rechts in F i g. 3 zur Kugelgewindemutter 4 verschoben. Wie das bei Fig.3 in der Zeichnung angegebene
Koordinatenkreuz verdeutlicht, ist hier der Schlitten 2 in die Richtung X- verschoben. Eine entsprechende
Funktion in spiegelbildlicher Umkehrung findet statt bei der Bewegung des Schlittens 2 in die entgegengesetzte
Richtung, also die Richtung X+.
In Fig.4 bis 6 ist die weitere Ausbildung der Vorrichtung im Bereich des Endlagers 5 und des
ίο Hilfslagers 8' dargestellt, und es wird dieser Teil der
Vorrichtung im folgenden beschrieben. Diese Darstellung und Beschreibung gilt in spiegelbildlicher Umkehrung
auch für das Endlager 6 und dessen zugeordnetes Hilfslager 8.
Die Hilfslager 8 und 8' sind als mit dem Schlitten mitfahrende Lünetten ausgebildet und weisen eine
Hülse 9 auf, die die Kugelumlaufspindel 3 umschließt und durch Wälzlager 10 im Hilfslager 8 bzw. 8' gelagert
ist. Jedes Hilfslager 8 bzw. im dargestellten Ausführungsbeispiel 8' ist mit Führungsnasen 11 und 11'
beidseitig ausgestattet. Mit Hilfe dieser Führungsnasen 11 und 11' sowie auf dem Schlitten 2 angeordneter
komplementär gestalteter Führungsschienen 12 und 12' wird jedes Hilfslager 8 bzw. 8' auf dem Schlitten 2 in
^-Richtung geführt.
Die weitere Ausbildung der Vorrichtung und insbesondere der jeweiligen Sperren wird zweckmäßigerweise
unter gleichzeitiger Beschreibung des Aufbaus und der Funktion im folgenden erläutert
anhandFig.4bis6:
Bewegt sich der Schlitten 2 aus der Mittelposition gemäß F i g. 1 und 2 in der Richtung X~, so wird das
Hilfslager 8 unter Anlage am festen Anschlag 13 mitgenommen. Zur Mitnahme des Hilfslagers 8' ist auf
der zugewandten Schlittenfläche als Anschlagsperre eine aus der zugewandten Schlittenfläche vorstehende
Sperrklinke 14 vorgesehen, die unter der Wirkung einer Feder 17 steht. Bei der Bewegung des Schlittens 2 in der
Richtung X- wird somit das Hilfslager 8' durch die Sperrklinke 14 arretiert und mitgenommen. Läuft das
Hilfslager 8' gegen das Endlager 5 an, so wird von der abgeschrägten Steuerkante 15 des Hilfslagers 8' die
Sperrklinke 14 über ihre Auflaufschräge 19a gegen die
. Wirkung der Feder 17 zurückgedrückt, so daß die arretierende Verbindung zwischen dem Hilfslager 8'
und dem Schlitten 2 gelöst ist und der Schlitten 2 weiter in die vorgesehene Position verfahren werden kann,
wobei das Hilfslager 8' vom Endlager 5 in Richtung auf die Kugelgewindemutter 4 verschoben wird, bis die in
so Fig.3 dargestellte Endposition erreicht ist. Beim
Anlaufen des Hilfslagers 8' gegen das Endlager 5 wird das Hilfslager durch eine Zusatzsperre am Endlager
arretiert, die als eine vom jeweils zugewandten Endlager, hier dem Endlager 5, getragene Sperrklinke
16 ausgebildet ist, die unter der Wirkung einer Feder 18 steht und in eine Sperrausnehmung 16a auf der
Oberseite des Hilfslagers 8' eintritt. Es wird somit eine vorübergehende arretierende Verbindung zwischen
dem Endlager 5 und dem Hilfslager 8' hergestellt. Diese vorübergehende Verbindung oder Arretierung wird so
lange aufrechterhalten, bis der Schlitten 2 bei einer erneuten Positionierung in der Richtung X+ über den
festen Anschlag 13' am Schlitten 2 das Hilfslager 8' aus seiner Arretierung am Endlager 5 löst und das Hilfslager
mitnimmt. Fig.6 zeigt die Stellung des Hilfslagers 8'
vor seiner Überführung in die Anschlagstellung am festen Anschlag 13', nämlich vor der Überwindung der
Sperrklinke 14 gegen die Wirkung der Feder 17. Bewegt
sich der Schlitten 2 aus der in F i g. 6 dargestellten Lage weiter in Richtung X+, also in der Zeichnung nach
rechts, so läuft die Steuerkante 20 des Hilfslagers 8' auf die Auflaufschräge 19 der Sperrklinke 14 auf und
verschiebt die Sperrklinke 14 gegen die Wirkung der Feder 17 nach unten. Dabei bleibt das Hilfslager 8' über
die Sperrklinke 16 und die Sperrausnehmung 16a am Endlager 5 so lange arretiert, bis das Hilfslager 8' am
festen Anschlag 13' anliegt und durch die Sperrklinke 14 dort arretiert ist, wie Fig.4 zeigt. Bei weiterer
Bewegung des Schlittens 2 in Richtung X+ wird die
Sperrklinke 16 überwunden und das Hilfslager 8' von seiner Anlage am Endlager 5 gelöst und vom Schlitten 2
mitgenommen.
Damit diese Wirkung sicher erreicht wird, also nicht schon die Sperrklinke 14 das Hilfslager 8' von seiner
arretierten Lage am Endlager 5 trennt, sind die Haltekräfte, hier die Kräfte der Feder 17 der
Sperrklinke 14 und der Feder 18 der Sperrklinke 16, sowie die Gestalt der Auflaufschräge 19 an der
Sperrklinke 14 sowie die Steuerkanten 15 und 20 am Hilfslager 8' so aufeinander abgestimmt, daß einerseits
bei der Bewegung des Schlittens 2 in Richtung X- die Sperrklinke 14 härter wirkt und das Hilfslager 8' am
Endlager 5 zur Anlage bringt, während andererseits bei der rückläufigen Bewegung in Richtung X+ die
Sperrklinke 14 so weich reagiert, daß das Hilfslager 8'
von dieser Sperrklinke 14 nicht mitgenommen wird, sondern erst vom festen Anschlag 13'.
Die Zusatzsperre 16 am Endlager 5 und damit die zugeordnete Feder 18 sind gemäß F i g. 4 bis 6 mit Hilfe
einer geeigneten konsolenartigen Halterung 21 auf dem
ίο Endlager 5 gehalten. Anstelle der Sperrklinke 16 mit der
Feder 18 kann hier auch ein Haltemagnet am Endlager vorgesehen sein, der mit der zugewandten Fläche des
Hilfslagers 8' arretierend zusammenwirkt Auch dessen Haltekraft ist in der geschilderten Weise auf die
Funktion der Sperrklinke 14 mit der Feder 17 und den zugeordneten Steuerkanten und Auflaufschrägen abzustimmen.
Für das Hilfslager 8 und das Endlager 6 sind die hier anhand des Hilfslagers 8' und des Endlagers 5
dargestellten und beschriebenen Bauelemente in spiegelbildlicher Umkehrung entsprechend vorgesehen, die
geschilderten Funktionen sind ebenfalls in spiegelbildlicher Umkehrung zu denken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
308113/410
Claims (7)
1. Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine für den in ΛΤ-Richtung verfahrbaren
Schlitten (Querschlitten) mit einer Kugelumlaufspindel und einer vom Schlitten getragenen
zugehörigen Kugelgewindemutter, bei der die Kugelumlaufspindel an ihren Enden in gegenüber
dem Schlitten ortsfesten Endlagern gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (2)
beidseitig der Kugelgewindemutter (4) jeweils ein gegenüber dem Schlitten in dessen Bewegungsrichtungen
verschiebliches Hilfslager (8, 8') für die Kugelumlaufspindel (3) angeordnet ist, daß der
Verschiebeweg der Hilfslager (8; 8') jeweils am zugewandten Schlittenende durch einen festen
Anschlag (13; 13') begrenzt ist und daß die Hilfslager (8; 8') bei Anlage an diesem festen Anschlag (13; 13')
am Schlitten (2) durch eine lösbare Anschlagsperre (14, 17) arretierbar sind, die bei Anlaufen des
Hilfslagers (8; 8') gegen das zugeordnete Endlager (6; 5) infolge der Schlittenbewegung das Hilfslager
freigibt, und daß zwischen jedem Endlager (6; 5) und zugeordnetem Hilfslager (8; 8') eine lösbare
Zusatzsperre (16,18) angeordnet ist, die bei jeweils
umgekehrter Schlittenbewegung das Hilfslager (8; 8') bis zur erneuten Anlage und Arretierung am
zugeordneten festen Anschlag (13; 13') mitnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede lösbare Zusatzsperre (16,18) das
zugeordente Hilfslager (8; 8') beim Anlaufen des Hilfslagers (8; 8') am Endlager (6; 5) an diesem
Endlager (6; 5) arretiert und daß die Haltekräfte der Anschlagsperre (14,17,19,19a,) und der zugeordneten
Zusätzsperre (16, 18, 16a) derart aufeinander abgestimmt sind, daß die Zusatzsperre bei arretierter
Anschlagsperre in Eingriff kommt, die Anschlagsperre jedoch nach dem Anlaufen des Hilfslagers
gegen das Endlager bei arretierter Zusatzsperre freigegeben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hilfslager (8, 8') als mit
dem Schlitten (2) verfahrbare Lünette (8', 9, 10) ausgebildet ist und durch am Fuß beidseitig
angeordnete Führungsvorsprünge (11, 11') in Führungsschienen
(12, 12') des Schlittens (2) verschieblich geführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Anschlagsperre
aus einer aus der zugewandten Schlittenfläche vorstehenden Sperrklinke (14) besteht, die gegen
Federwirkung (17) von der Vorderkante (20) bzw. der Rückkante (15) des Hilfslagers (8, 8') in die
Schlittenfläche hinein verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante und die Rückkante
des Hilfslagers (8,8') als abgeschrägte Steuerkanten
(20; 15) ausgebildet sind, die mit einer jeweils zugewandten Auflaufschräge (19; 19a) an der
Sperrklinke (14) zusammenwirken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zusatzsperre als eine vom
zugewandten Endlager (5, 6) getragene Sperrklinke (16) ausgebildet ist, die unter Federwirkung (18) in
eine Sperrausnehmung (16a,) am zugeordneten Hilfslager (8, 8') einrastet, und daß die Federkräfte
von beiden Sperrklinken (14, 16), die Steuerkanten
(15,20) am Hilfslager (8,8') und die Auflaufschrägen
(19, 19a,) an der im Schlitten (2) angeordneten Sperrklinke (14) derart bemessen und aufeinander
abgestimmt sind, daß die Sperrklinke (16) der Zusatzsperre bei arretierter Anschlagsperre in
Eingriff kommt, die Sperrklinke (14) der Anschlagsperre jedoch nach dem Anlaufen des Hilfslagers (8;
8') gegen des Endlager (6; 5) bei arretierter Zusatzsperre (16,18) zur Freigabe der Hilfslagerbewegung
freigegeben wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzsperre als
Haltemagnet ausgebildet ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3139031A DE3139031C1 (de) | 1981-10-01 | 1981-10-01 | Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine fuer einen Schlitten |
| GB08219982A GB2106821B (en) | 1981-10-01 | 1982-07-09 | Device for driving a slide on the co-ordinate table of a working machine |
| CH4405/82A CH657083A5 (de) | 1981-10-01 | 1982-07-19 | Vorrichtung an einem koordinatentisch einer bearbeitungsmaschine fuer einen schlittenantrieb. |
| FR8215776A FR2513923B1 (fr) | 1981-10-01 | 1982-09-20 | Dispositif adaptable a la table a coordonnees d'une machine d'usinage, pour l'entrainement du chariot |
| US06/424,954 US4483523A (en) | 1981-10-01 | 1982-09-27 | Arrangement on coordinate table of processing machine for carriage drive |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3139031A DE3139031C1 (de) | 1981-10-01 | 1981-10-01 | Antriebsvorrichtung am Koordinatentisch einer Bearbeitungsmaschine fuer einen Schlitten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3139031C1 true DE3139031C1 (de) | 1983-03-31 |
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ID=6143130
Family Applications (1)
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