-
-
Verfahren und Anordnung zum Darstellen von Silben der
-
koreanischen Schrift Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zum Darstellen von Silben der koreanischen Schrift gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Anordnung zur Durchführung des
Verfahrens.
-
Bei der Darstellung von Texten in koreanischer Schrift werden jeweils
zwei bis sieben Buchstaben zu einer Silbe zusammengefaßt und in einem rechteckigen
Zeichenfeld dargestellt. Als Buchstaben sind Vorkonsonanten, Doppelvorkonsonanten,
senkrechteund waagerechte Vokale, senkrechte Doppelvokale, Nachkonsonanten und Doppelnachkonsonanten
vorgesehen. Diese Buchstaben sind innerhalb des Zeichenfelds nach vorgegebenen Regeln
angeordnet.
-
Es sind bereits Fernschreibmaschinen bekannt, mittels denen koreanische
Schriftzeichen darstellbar sind. Eine bekannte Fernschreibmaschine stellt die Silben
innerhalb des Zeichenfeldes unter Verwendung von Typenhebeln dars an denen die entsprechenden
Buchstaben angebracht sind.
-
Das Druckwerk wird zur Mitte des entsprechenden Zeichenfeldes positioniert
und anschließend werden die Buchstaben in der Reihenfolge ihrer Eingabe an die entsprechenden
Stellen innerhalb des Zeichenfeldes gedruckt.
-
Um die verschiedenen Stellen zu erreichen, sind die Typenhebel an
ihren Enden teilweise abgewinkelt. Teilweise sind die Buchstaben auf den Typenhebeln
auch mit einem seitlichen Versatz angeordnet.
-
Bei derartigen Fernschreibmaschinen kann der Fall eintreten, daß infolge
der Ausgestaltung der Typenhebel ein schlechter Schriftstand auftritt. Außerdem
ist ein verhältnismäßig kleiner Zeichenvorrat vorhanden, so daß keine unterschiedliche
Schreibweise von Buchstaben in Abhängigkeit von ihrer Position innerhalb des Zeichenfeldes
möglich ist. Außerdem ist es für eine Darstellung der Buchstaben in unterschiedlichen
Höhen des Zeichenfeldes erforderlich, die Schreibwalze zu verdrehen.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben,
das eine bessere Kalligraphie der koreanischen Schriftzeichen ermöglicht. Erfindungsgemäß
wird die Aufgabe bei dem Verfahren der eingangs genannten Art durch die Merkmale
im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
-
Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, daß
für den Abdruck einer Silbe sehr wenige Wagenbewegungen erforderlich sind, da die
Buchstaben immer in Druckrichtung nacheinander gedruckt werden.
-
Insbesondere sind keine Bewegungen des Druckwerks entgegen der Druckrichtung
erforderlich.
-
Ein genauer Abdruck der Silben in Form der Zeichenfelder wird erreicht,
wenn der Vorschub von einer Silbe zur nächsten Silbe in Abhängigkeit von der Druckposition
des zuletzt gedruckten Buchstabens veränderbar ist.
-
Zur Kontrolle der Eingabe der Silben ist es günstig, wenn die Buchstaben
jeweils einer Silbe in der Reihenfolge ihrer Eingabe angezeigt werden. Die Anzeige
kann an einer Anzeigeeinheit erfolgen, an der die Buchstaben an den entsprechenden
Stellen innerhalb des Zeichenfeldes angezeigt werden. Es erweist sich jedoch als
zweckmäßig, die Buch-
staben in einer Zeile nacheinander darzustellen.
Diese Darstellungsmethode wird auch als Spread-Out-Darstellung bezeichnet.
-
Um auch eine Korrekturmöglichkeit zu haben, ist es günstig, wenn
die Buchstaben vor dem Ausdrucken löschbar sind. Nach dem Löschen können Buchstaben
erneut eingegeben werden.
-
Bei einer bevorzugten Ausbildungsform einer Anordnung zur Durchführung
des Verfahrens ist in einer Steuereinheit, an der Eingabeeinheiten und Ausgabeeinheiten
angeschlossen sind, ein Mikrorechner vorgesehen, der einen Speicher und ein programmierbares
Rechenwerk enthält. In dem Speicher werden die eingegebenen Silben zwischengespeichert
und das Rechenwerk ermittelt nach an sich bekannten Algorithmen die Reihenfolge
der auszudruckenden Buchstaben und deren Druckposition. An der Steuereinheit kann
die Anzeige einheit angeschlossen sein, an der die Buchstaben einer Silbe darstellbar
sind. Außerdem kann an einer für die Eingabe vorgesehenen Tastatur eine Löschtaste
angeordnet sein, mittels der der Inhalt des Speichers löschbar ist. An der Löschtaste
kann ein Anzeigeelement angeordnet sein, das immer dann aufleuchtet, wenn mindestens
ein Buchstabe einer Silbe im Speicher gespeichert ist.
-
Im folgenden wird eine Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen Figur 1 eine schematische Darstellung
von Schriftbildern von mehreren Silben einer Zeile, Figur 2 ein Beispiel einer Silbe
in koreanischer Schrift, figur 3 eine Darstellung von Buchstaben der koreanischen
Schrift, Figur 4 ein Blockschaltbild einer Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.
-
Bei der Darstellung in Figur 1 sind schematisch drei Beispiele von
Schriftbiidern von Silben S1 bis S3 der koreanischen Schrift dargestellt. Die Silbe
S1 enthält vier Buchstaben B1 bis B4, die Silbe S2 enthält zwei Buchstaben B5 und
B6 und die Silbe S3 enthält sechs Buchstaben B7 bis B12. Die Buchstaben B1 bis B12
sind schematisch durch rechteckige Platzhalter dargestellt.
-
Die Buchstaben B2, B5 und B8 sind Vorkonsonanten und die Buchstaben
B1, B3, B7 und 310 sind Nachkonsonanten.
-
Die gestrichelt dargestellten Platzhalter sind für Doppelvorkonsonanten
vorgesehen.
-
Zum Abdruck der Silben auf einem Aufzeichnungsträger sind die Buchstaben
B an den Enden der Speichen eines Typenrades eines Druckwerks angeordnet, das in
an sich bekannter Weise ausgebildet ist. Das Druckwerk führt zur Darstellung einer
Silbe S beispielsweise sechs Feinschritte in Druckrichtung aus. Bei der Darstellung
der Silbe S1 führt das Druckwerk zunächst eine Bewegung um zwei Feinschritte in
Druckrichtung aus und druckt nach der Einstellung des Typenrades anschließend den
Buchstaben B1. Nach je einem weiteren Feinschritt und entsprechender Einstellung
des Typenrades werden die Buchstaben B2, 33 und B4 gedruckt.Nach einem weiteren
Feinschritt ist die Silbe S1 beendet. Zum Abdruck der Silbe S2 führt das Druckwerk
zunächst drei Feinschritte aus und druckt die Buchstaben B5 und 36. Nach drei weiteren
Feinschritten ist auch diese Silbe S2 vollständig gedruckt.
-
Zum Abdruck der Silbe S3 führt das Druckwerk wiederum zunächst zwei
Feinschritte aus, um den Buchstaben B7 zu drucken und druckt dann nach einem Feinschritt
die Buchstaben B8 und B9 und nach jeweils einem weiteren Feinschritt die Buchstaben
B10, 311 und 312.
-
Die Reihenfolge, in der die Buchstaben B1 bis B12 gedruckt nvurden,
entspricht nicht der Reihenfolge, mit der
sie beispielsweise mittels
einer Tastatur eingegeben werden. Mittels der Tastatur werden zunächst die Vorkonsonanten,
dann die Vokale und anschließend die Nachkonsonanten eingegeben.
-
Die Figur 2 zeigt eine Silbe in koreanischer Schrift, bei der die
in Figur 1 dargestellten Platzhalter durch entsprechende Buchstaben besetzt sind
und die Figur 3 zeigt die Reihenfolge, in der diese Buchstaben eingegeben wurden.
Falls eine Anzeigeeinheit AN vorgesehen ist, um die eingegebenen Buchstaben zur
Kontrolle anzuzeigen, gibt es einerseits die Möglichkeit, die Buchstaben derart
anzuzeigen, wie sie im Zeichenfeld entsprechend ihrer späteren Darstellung angeordnet
sind. Eine wesentlich einfachere Möglichkeit der Anzeige besteht jedoch in einer
gespreizten Anzeige, wie es schematisch in Figur 3 dargestellt ist. In diesem Falle
werden die Buchstaben B nacheinander einzeln ( Spread-Out-Anzeige ) an der Anzeigeeinheit
AN dargestellt. Die Anzeigeeinheit enthält bis zu sieben Positionen für die Buchstaben
B, da eine Silbe bis zu sieben Buchstaben B enthalten kann.
-
Unter Verwendung einer Steuereinheit werden aus den eingegebenen Buchstaben
B die Positionen innerhalb des Zeichenfeldes ZF ermittelt. Anschließend wird das
Druckwerk vom linken Rand des Zeichenfeldes ZF in Druckrichtung zu der Stelle positioniert,
an der der am weitesten links stehende Buchstabe B abgedruckt werden soll. Anschließend
wird das Druckwerk zu dem nächsten abzudruckenden Buchstaben 3 positioniert, bis
schließlich die Silbe S vollständig dargestellt ist. Die Ermittlung der Stellungen
innerhalb des Zeichenfeldes ZF entspricht den Algorithmen bei der Darstellung der
Schriftzeichen von Hand. Das Ende einer Silbe S wird entweder selbsttätig erkannt
oder beispielsweise durch die Eingabe eines Zeichens Zwischenraum festgestellt.
In diesem Fall erfolgt dann die Einteilung
der eingegebenen Zeichen
in Vorkonsonanten, Vokale und Nachkonsonanten und die Ermittlung der entsprechenden
Druckpositionen.
-
Durch die Verwendung eines Typenrades kann der Zeichenvorrat gegenüber
einem mit Typenhebeln versehenen Druckwerk wesentlich erhöht werden. Es ist daher
ein Verdrehen der Schreibwalze nicht erforderlich, wenn die Buchstaben 3 an den
Speichen des Typenrades entsprechend der Höhe des Abdrucks nach oben oder unten
versetzt angeordnet werden. In diesem Fall ist es auch möglich, die Form und die
Größe der Buchstaben in Abhängigkeit von der Stellung innerhalb des Zeichenfeldes
ZF zu verändern, um die Kalligraphie der Silben zu verbessern. Bei einer Fernschreibmaschine
kann daher nach dem Empfang eines bestimmten Codewortes der Buchstabe in unterschiedlicher
Form abgedruckt werden, je nach dem, ob er einen Vorkonsonanten, einen Nachkonsonanten
oder einen Vokal darstellt, dem ein oder mehrere Nachkonsonanten folgen oder nicht.
-
Bei der in Figur 4 dargestellten Anordnung wird von einer an sich
bekannten Fernschreibmaschine ausgegangen, bei der die Zeichen unter Verwendung
eines Typenrades dargestellt werden. Die Fernschreibmaschine enthält als Eingabeeinheiten
einen Lochstreifenleser LL, eine Tastatur TA und einen an einer Fernleitung FL angeschlossenen
Empfänger 4.
-
Die Eingabeeinheiten sind an einer Steuereinheit ST angeschlossen,
die die Funktionen der Fernschreibmaschine steuert. Die Steuereinheit ST enthält
einen Speicher SP zum Zwischenspeichern der eingegebenen Buchstaben und ein programmierbares
Rechenwerk, das die Reihenfolge, in der die Buchstaben gedruckt werden und die Druckpositionen
ermittelt. Der Speicher SP und das Rechenwerk RW sind vorzugsweise Teile eines Mikrorechners
MR. An der Steuereinheit ST sind als Ausgabeeinheiten ein Lochstreifenstanzer LS,
eine Druckersteuerung DS mit dem Druckwerk DR und ein mit einer Fernleitung FL verbundener
Sender
SE angeschlossen. Weiterhin ist an der Steuereinheit ST die Anzeigeeinheit AN angeschlossen,
an der die eingegebenen Buchstaben in gespreizter Darstellungsweise entsprechend
Figur 3 angezeigt werden. An der Tastatur TA ist zusätzlich eine Löschtaste LT angeordnet,
mittels der der Speicher SP löschbar ist, um fehlerhaft eingegebene Buchstaben B
einer Silbe S zu korrigieren. Die Löschtaste LT kann mit einem Anzeigeelement AE
versehen sein, das immer dann aufleuchtet, wenn mindestens ein Buchstabe B einer
Silbe S im Speicher SP enthalten ist.
-
Nach dem Betätigen der Löschtaste LT erlischt das Anzeigelement AE.
Anschließend können neue oder korrigierte Buchstaben B eingegeben werden.
-
Zur Darstellung der Zeichen kann anstelle der Fernschreibmaschine
auch eine Büro schreibmaschine für koreanische Schrift vorgesehen sein. Anstelle
des Typendrucks kann auch ein Matrixdruck, beispielsweise mittels eines Nadeldruckkopfes
oder eines Tintendruckkopfes verwendet werden.
-
In diesem Fall ist dann die Reihenfolge, mit der die Buchstaben B
aus einem Zeichengenerator abgerufen werden, unabhängig von der Reihenfolge der
Eingabe, so daß auch hier die Silben S ohne Bewegung des Druckwerkes in Rückwärtsrichtung
gedruckt werden können.
-
9 Patentansprüche 4 Figuren
Leerseite