DE3046037A1 - Textbearbeitungsgeraet - Google Patents
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Description
- Textbearbeitungsgerät
- Die Erfindung betrifft ein Textbearbeitungsgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs<angegebenen Art.
- Beim Beschriften eines Aufzeichnungsträgers in einer bestimmten Formatierung, z. B. in Tabellenform, oder von Formularvordrucken mit Schreibmaschinen oder Textbearbeitungsgeräten besteht eine Schwierigkeit darin, daß die jeweiligen Formatierungsgrenzen, Felder, in denen Texte abzudrucken sind, Tabellenspalten etc. nicht dargestellt bzw. bei Verwendung von Formularvordrucken wegen des eingespannten Aufzeichnungsträgers nicht sichtbar sind.
- Besonders erschwerend wirkt dieser Umstand bei Geräten, die eine Zeichenanzeige für die jeweils zuletzt eingegebenen Zeichen aufweisen, weil der Bediener bei der Eingabe nicht mehr den Aufzeichnungsträger sondern die Zeichenanzeige beobachtet.
- Sie gibt ihm zwar die Möglichkeit, die Richtigkeit der Zeichen zu kontrollieren, sagt aber nichts über die Lage der Zeichen auf dem Aufzeichnungsträger aus.
- Eine Lösung für dieses Problem bieten Textbearbeitungsgeräte, die mit einem Bildschirm zur ganzseitigen Darstellung der Texteingabe ausgestattet sind. Hier lassen sich Formatierungen aufgrund entsprechender, über eine Tastatur eingegebener oder aus einem Formularspeicher abgerufener Formatdaten darstellen, innerhalb derer dann die vom Bediener eingegebenen Zeichen abgebildet und auf einen entsrechenden Befehl hin in der abgebildeten Konfiguration auf einem Aufzeichnungsträger ausgedruckt werden.
- Solche Geräte sind aber aufwendig und dementsprechend teuer.
- Auch handelt es sich dabei wegen ihrer die lesbare Darstellung mindestens einer DIN A 4-Seite aufnehmenden Größe um Textbearbeitungsgeräte, deren Volumen weit über das normaler Büroschreibmaschinen hinausgeht und die daher einen beträchtlich größeren Arbeitsplatz benötigen. Dennoch ist die Darstellung der Zeichen zu klein, um ermüdungsfrei lesbar zu sein, weshalb Geräte mit einer Anzeige für nur wenige (und daher größer darstellbare) Zeichen in dieser Beziehung den Bildschirmgeräten überlegen sind.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Geräten der eingangs genannten Art die Formatierung eines Textes vor und während dessen Eingabe für den Bediener offensichtlich zu machen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
- Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß die für das zu erstellende Schriftstück gewünschte Formatierung des Textes übersichtlich im Blickfeld angeordnet ist, mit deren Hilfe eine Zeicheneingabe vom Bediener mühelos und genau in die zugeordneten Formatbereiche und -felder gesteuert werden kann, ohne daß deshalb das Gerät groß und voluminös ausfällt. Es ist dabei unerheblich, ob die Formatierung einem Formularvordruck entspricht und eventuell aus einem die Formatdaten des Formulares enthaltenen Formularspeicher ausgelesen wirdoder ob Formatdaten für eine individuelle Formatierung z. B. über die Tastatur eingegeben werden.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung sind zwar auf dem kleinen Bildschirm einzelne Zeichen nicht mehr erkennbar, die Darstellung eines Symbols, etwa eines Punktes anstelle eines jeden Zeichens auf dem Bildschirm läßt aber dennoch die genaue Lage einer jeden Eingabe auf dem Aufzeichnungsträger erkennen.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist zusätzlich eine Zeichenanzeige für die jeweils zuletzt eingegebenen bzw. zur Bearbeitung im Textspeicher angesteuerten Zeichen im Blickfeld des Bedieners angeordnet. Der Bediener kann somit die Lage der eingegebenen Zeichen mühelos überwachen und steuern und gleichzeitig eine Fehlerkontrolle der Zeichen durchführen, wobei eine relativ geringe Stellenzahl der Zeichenanzeige eine besonders große, deutlich lesbare Zeichendarstellung ermöglicht.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Textbearbeitungsgerätes und Figur 2 ein Blockschaltbild des Textbearbeitungsgerätes der Figur 1.
- Das in Figur 1 dargestellte Textbearbeitungsgerät weist eine alpha/numerische und Funktionstastatur 1, ein durch ein Typenrad angedeutetes Druckwerk 2 sowie eine Zeichenanzeige 3 auf, auf der die jeweils zuletzt eingegebenen Zeichen darstellbar sind.
- Neben der Zeichenanzeige 3 ist ein kleiner Bildschirm 4, z. B.
- in der Große 7 x 10 cm, im Beobachtungsbereich eines Bedieners dng#ordnet. Ein in Beschriftungsfelder aufgeteilter Formularvordruck 5 ist in der Maschine eingespannt.
- In Figur 2 ist ein Blockschaltbild des Textbearbeitungsgerätes gemäß Figur 1 mit den für ein Verständnis der Erfindung wesentlichen Blöcken dargestellt. Die Tastatur 1 ist hier über eine allen Blöcken gemeinsame Sammelleitung 6 mit der Steuerung 7 verbunden, die z. B. von einem eine zentrale Steuereinheit (CPU), einen Programmspeicher (ROM) und einen Datenspeicher (RAM) aufweisenden Mikrocomputer gebildet wird. über die Sammelleitung 6 sind weiterhin ein Textspeicher 8, ein Formatspeicher 9, ein Formularspeicher 10, ein Zeichenpuffer 11 und eine Positionsmarken-Steuerung 12 angeschlossen, deren Funktion selbstverständlich von den Baugruppen des Mikrocomputers übernommen werden kann. Die Daten- bzw. Zeichenausgabe ist über die Sammelleitung 6 an die Zeichenanzeige 3, den Bildschirm 4 und auf einer Leitungsverbindung 13 an das Druckwerk 2 steuerbar.
- Es soll angenommen werden, daß ein Formularvordruck 5 zu beschriften ist, auf dem die zu beschriftenden Textfelder durch aufgedruckte Begrenzungslinien vorgegeben sind. Diese Begrenzungslinien beschreibende Formatdaten sind im Formularspeicher 10 neben den Formatdaten anderer Formulare ab -gespeichert und können durch eine den Formularvordruck 5 betreffende Adresse über die Tastatur 1 aufgerufen werden.
- Dieser Aufruf bewirkt, daß die Umrisse 14 bis 17 der Textfelder auf dem Bildschirm 4 dargestellt werden. Zusätzlich kann noch durch eine weitere Umrißlinie 18 eine unbedingt unbeschriftet zu lassende Randzone dargestellt werden, deren Formatdaten ebenfalls in Verbindung mit den Formatdaten des Formularvordruckes 5 oder unter einer eigenen, getrennt einzugebenden Adresse abgespeichert sind.
- Das untere Textfeld 17 ist zur Darstellung eines tabellierten Textes vorgesehen, dessen Spalten vom Bediener individuell festzungen sind. Dies kann durch Betätigung einer üblichen Tabulator-Setzeinrichtung geschehen, wobei jede Betätigung einer Tabulator-Setztaste im Formatspeicher 9 festgehalten und eine Tabellen-Markierung 19 auf dem Bildschirm 4 dargestellt wird.
- Diese Markierungen können selbstverständlich auch als senkrechte über das ganze Textfeld 17 reichende Linien ausgeführt sein.
- Auf dem Bildschirm 4 ist ferner eine Positionsmarke 20 dargestellt, mit der jeweils diejenige Stelle markiert wird, an der die nächste Zeicheneingabe, Zeichenlöschung oder andere Bearbeitung erfolgt. Bei Beginn der Beschriftung der Formulardarstellung wird diese Positionsmarke 20 auf die erste zu beschriftende Position links oben im Textfeld 1 eingestellt und mit jedem eingegebenen Zeichen wandert sie um eine Stelle weiter. Jedes eingegebene Zeichen wird dabei durch einen Punkt dargestellt, so daß eine Textzeile als Punktreihe oder Strich erscheint. Auf diese Weise hat der Bediener eine Kontrolle über das eingegebene, auf dem Formularvordruck auszuschreibende Textbild, dessen Daten in dieser Form im Textspeicher 8 gespeichert sind.
- Jedes eingegebene Zeichen wird aber zugleich in deutlich lesbarer Form über den Zeichenpuffer 11 auf der Zeichenanzeige 3 dargestellt, und zwar zunächst in der durch eine Eingabemarke 21 bezeichneten Stelle. Ein nachfolgend eingegebenes Zeichen verschiebt den gesamten auf der Zeichenanzeige 3 dargestellten Text um eine Stelle nach links, so daß immer die zuletzt eingeebenen Zeichen zu sehen sind. Gleichzeitig wird auf dem Bildschirm 4 ein Fenster 22 abgebildet, das der Stellenzahl der Zeichenanzeige 3 entspricht und damit dem Bediener anschaulich zeigt, an welcher Stelle des Formularvordruckes 5 die in der Zeichenanzeige 3 abgebildeten Zeichen stehen werden.
- Auf der Tastatur sind Eingabemittel vorgesehen, deren Betätigung ein durch die Positionsmarken-Steuerung 12 gesteuertes Verschieben der Positionsmarke 20 auf dem Bildschirm 4 bewirkt. Es kann sich dabei in bekannter Weise um vier Tasten handeln, von denen je eine für Verschiebung nach rechts, nach links, nach oben und nach unten vorgesehenist. Gleichzeitig mit einer Verschiebung der Positionsmarke 20 wird der Text auf der Zeichenanzeige 3 verschoben, so daß die Eingabemarke 21 unter demjenigen Teil des Textes steht, der von der Positionsmarke 20 bezeichnet wird.
- Zusätzlich zur Verschiebung der Positionsmarke 20 oder alternativ dazu ist die Verschiebung des ganzen Fensters 22 möglich, so daß auch jetzt immer der auf der Zeichenanzeige 3 dargestellte Textausschnitt auf dem Bildschirm 4 umrissen ist. Schließlich ist es auch denkbar, die Positionsmarke 20 und die Eingabemarke 21 derart zu koppeln, daß eine Verschiebung von beiden parallel ausgeführt wird, wobei bei "Anstoßen" der Eingabemarke 21 an eine der Seiten der Zeichenanzeige 3 ein weiterer Verschiebebefehl ein Wandern des Textes in der Zeichenanzeige 3 zur Folge hat.
- Weiterhin ist es nicht zwingend erforderlich, eine Zeichenanzeige separat anzuordnen. Sie kann auch im Bildschirm (z. B. am unteren oder oberen Rand) integriert oder von diesem unmittelbar durchgeführt werden.
- Neben der Möglichkeit einer Eingabe von Formatdaten über die Tastatur in den Formatspeicher 9 oder den Formularspeicher 10 kann auch die Positionsmarke 20 (oder eine eigens dazu vorgesehene Formatierungsmarke) dazu verwendet werden, durch Tastensteuerung die Konturen oder Eckpunkte einer gewünschten Formatierung auf dem Bildschirm 4 aufzuzeichnen, wobei deren Formatdaten im Formatspeicher 9 oder Formularspeicher 10 abspeicherbar sind. Der Bediener kann dadurch eine Formatierung anschaulich gestalten, wenn kein Formularvordruck als Aufzeichnungsträ.
- ger Verwendung findet.
- Das Einspeichern der Formatdaten eines Formularvordruckes kann hingegen z. B. dadurch erfolgen, daß die Konturen der Formatierungsfelder auf einem in die Maschine eingespannten Formular vom Druckwerk tastengesteuert abgefahren, in Formatdaten umgesetzt und unter einer zugeordneten Adresse im Formularspeicher 10 abgelegt werden.
Claims (12)
- Patentansprüche: 1. Textbearbeitungsgerät mit einem Bildschirm und einem die auf dem Bildschirm darzustellenden Zeichen aufnehmenden Speicher, mit einer Markierungssteuerung zur Darstellung der jeweiligen Texteingabe- oder -bearbeitungsposition auf dem Bildschirm durch eine Positionsmarke sowie mit einer alpha/numerischen und Funktionstastatur mit Eingabemitteln für Formatdaten, d a d u r c h g e k e n fl -z e i c h n e t , daß zu einer im Vergleich mit der Größe einer Originaldarstellung stark verkleinerten Darstellung der Formatierung (14 bis 19) eines zu beschriftenden Aufzeichnungsträgers (5) gemäß vor oder während der Beschriftung eingegebener Formatdaten ein Bildschirm (4) mit entsprechend kleiner Darstellungsfläche vorgesehen ist.
- 2. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß neben der Darstellung der Formatierung (14 bis 19) jedes in das Textbearbeitungsgerät eingegebene Zeichen durch ein Symbol auf dem Bildschirm (4) darstellbar ist.
- 3. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß als Symbol ein Punkt darstellbar ist.
- 4. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch l, 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein mit dem Bildschirm (4) in Wirkverbindung stehender, über die Tastatur (1) ansteuerbarer Formularspeicher (10) vorgesehen ist, in dem die Formatdaten verschiedener Formulare speicherbar sind, nach deren Maßgabe auf Tastenbefehl hin die jeweilige Formatierung (14 bis 19) auf dem Bildschirm (4) darstellbar ist.
- 5. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß eine Formularformatierung durch Nachfahren der Formatierungskonturen auf dem Formular (5) mit dem Druckwerk (2) des Textbearbeitungsgerätes in Formatdaten umsetzbar ist, die im Formularspeicher (10) speicherbar und/oder unmittelbar als Formatierung (14 bis 19) auf dem Bildschirm (4) darstellbar sind.
- 6. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 4 oder 5, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß Formatdaten mit der Tastatur (1) eingebbar und im Formularspeicher (10) speicherbar und/oder unmittelbar auf dem Bildschirm (4) darstellbar sind.
- 7. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 4, 5 oder 6, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß eine manuell in zwei Koordinatenrichtungen auf dem Bildschirm (4) steuerbare Formatierungsmarke vorgesehenist, durch die sich die Darstellung einer Formatierung (14 bis 19) auf dem Sildschirm (4) zeichnen läßt.
- 8. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c n n e t , daß die Formatdaten der von der Formatierungsmarke auf dem Bildschirm (4) gezeichneten Darstellung einer Formatierung (14 bis 19) im Formularspeicher (10) speicherbar sind.
- 9. Textbearbeitungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß zusätzlich zu dem kleinen Bildschirm (4) eine Zeichenanzeige (3) mit einer nur einen Teil der Zeichen einer Textseite fassenden Kapazität, z. B, eine Teilzeilenanzeige, vorgesehen ist, die derart mit dem Bildschirm (4) gekoppelt ist, daß für jedes auf der Zeichenanzeige (3) dargestellte neu eingegebene Zeichen ein Symbol auf dem Bildschirm (4) in der vorgesehenen Position dargestellt wird.
- 10. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Fenster (22) auf dem Bildschirm (4) darstellbar ist, das die jeweils auf der Zeichenanzeige (3) dargestellte Zeichenanzahl umfaßt und deren Position anzeigt.
- 11. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 10, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h eine derartige Kopplung von Zeichenanzeige (3) und Bildschirm (4), daß bei einer manuell gesteuerten Verschiebung des Fensters (22) auf dem Bidlschirm (4) eine entsprechende Verschiebung der Zeichen auf der Zeichenanzeige (3) erfolgt.
- 12. Textbearbeitungsgerät nach Anspruch 9, 10 oder 11, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Zeichenanzeige Bestandteil des Bildschirmes ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803046037 DE3046037A1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Textbearbeitungsgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803046037 DE3046037A1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Textbearbeitungsgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3046037A1 true DE3046037A1 (de) | 1982-07-29 |
Family
ID=6118483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803046037 Withdrawn DE3046037A1 (de) | 1980-12-06 | 1980-12-06 | Textbearbeitungsgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3046037A1 (de) |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |