DE3131361C2 - - Google Patents
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- H02M7/42—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bilden der Ansteuer
signale für einen von einer vorgegebenen Eingangsgleichspan
nung gespeisten Wechselrichter für die Stromregelung einer
an die Phasenausgänge des Wechselrichters angeschlossenen
Last. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens.
Für den Betrieb einer mehrphasigen Last ist es häufig wün
schenswert, daß die einzelnen Phasenströme zumindest inner
halb gewisser Toleranzgrenzen auf einen kontinuierlich ver
änderlichen Sollwert geregelt werden.
Bei theoretischen Betrachtungen ist es dabei üblich, die
einzelnen Phasenströme oder Phasenspannungen durch einen
Stromraumzeiger bzw. Spannungsraumzeiger zu beschreiben.
Bei einem Umrichter mit eingeprägtem Zwischengleichstrom
oder allgemeiner, einem Wechselrichter mit vorgegebenem Ein
gangsgleichstrom tritt dabei das Problem auf, daß die Schal
ter des Wechselrichters den eingegebenen Eingangsgleichstrom
nur in Form von Strompulsen auf die einzelnen Wechselrichter
ausgänge verteilen können. Entsprechend der möglichen Schalt
kombinationen des Wechselrichters gibt es daher nur eine end
liche Anzahl von diskreten Stromraumzeigern, unter denen der
Wechselrichter entsprechend der Ansteuerung seiner Schalter
einen Raumzeiger ansteuern kann.
Um trotzdem wenigstens zu
einer quasikontinuierlichen Veränderbarkeit des Stromraumzei
gers zu kommen, ist in den deutschen Offenlegungsschriften
22 36 763 und 25 14 557 vorgesehen, den anzusteuernden, kon
tinuierlich veränderlichen Raumzeiger dadurch zu erzeugen,
daß zwischen zwei benachbarten diskreten Lagen alternierend
geschaltet wird. Der Mittelwert der auf einen Ausgang durch
geschalteten Strompulse verändert sich dann mit einer Fre
quenz, die der Änderung des anzusteuernden Stromraumzeigers
entspricht. Die Phasenspannungen dagegen stellen sich ent
sprechend dem jeweiligen Lastzustand frei ein und können
einen kontinuierlichen Verlauf annehmen.
Bei einem Wechselrichter mit vorgegebener Eingangsgleichspan
nung, insbesondere dem lastseitigen Wechselrichter eines Span
nungszwischenkreisumrichters, liegen die Verhältnisse umge
kehrt. Durch Betätigen der jeweils zwischen einem Phasenaus
gang und den beiden Gleichspannungseingängen liegenden Schal
ter wird die Eingangsgleichspannung entweder positiv oder ne
gativ auf den Ausgang durchgeschaltet. Jeder Phasenausgang
kann also nur eine von zwei diskreten, durch die Eingangs
gleichspannung und den Zustand des Ansteuersignals gegebenen
Spannungen annehmen. Für die Ansteuerung aller Wech
selrichterschalter ergibt sich dann eine endliche Anzahl von
Schaltkombinationen, z. B. bei einem dreiphasigen Ausgang nur
2³ = 8 Schaltkombinationen und somit auch nur eine endliche
Anzahl möglicher Zustände des resultierenden Spannungsraum
zeigers. Die beiden Schaltkombinationen, bei denen alle Pha
senausgänge über den positiven bzw. negativen Gleichspannungs
eingang kurzgeschlossen sind, liefern den Spannungsnullpunkt
des resultierenden Spannungsraumzeigers, während die verblei
benden Kombinationen diskreten Spannungsraumzeigern entspre
chen. Im dreiphasigen Beispiel sind also für den Spannungs
raumzeiger insgesamt 6 diskrete Zeiger Z 1- Z 6 sowie die bei
den Nullzustände (Klemmenkurzschlüsse) Z + und Z - möglich.
Diese Raumzeigerbetrachtung kann für jeden Wechselrichter,
also auch übliche pulsbreitenmodulierte Wechselrichter ange
wendet werden. Den kontinuierlichen Sollwerten für die Pha
senspannungen, aus denen durch Pulsbreitenmodulation die An
steuersignale eines Pulswechselrichters gebildet werden
können, entspricht also ein Spannungsraumzeiger, der konti
nuierlich zwischen den diskreten Raumzeigern veränderlich ist.
Jede Zwischenlage wird dann dadurch vorgegeben, daß die dis
kreten Zeiger abwechselnd derart angesteuert werden, daß je
weils der Mittelwert der gepulsten Ausgangsspannung dem anzu
steuernden Spannungswert der entsprechenden Phasenausgangs
spannung entspricht. Bei einem derartigen pulsbreitenmodulier
ten Wechselrichter mit vorgegebener Eingangsgleichspannung
handelt es sich also um ein spannungseinprägendes Stellglied,
dessen Ausgangsstrom sich entsprechend dem Belastungszustand
frei einstellt.
Aus "Technische Mitteilungen AEG-Telefunken" 69 (1979),
Seite 197-201 ist ein Wechselrichter mit vorgegebener Ein
gangsgleichspannung bekannt, der als pulsbreitenmoduliertes
Spannungsstellglied für die Zweipunktregelung des Flusses
einer Drehfeldmaschine benutzt wird. Für jeden Phasenaus
gang ist dabei aus dem Fluß der Maschine ein Istwert errech
net, für den ein sinusförmiger Sollwert mit einer bestimm
ten Toleranzbreite vorgegeben wird. Die Toleranzbreite der
Regelgröße entspricht der Hysterese eines Zweipunktreglers,
der jeweils beim Erreichen der oberen oder unteren Toleranz
grenze einen Umschaltbefehl für die auf den entsprechenden
Phasenausgang arbeitenden Schalter des Wechselrichters ab
gibt. Letztlich werden also für jeden Phasenausgang die Re
geldifferenzen zwischen dem Istwert und dem vorgegebenen Soll
wert der Regelgröße bestimmt und die in Abhängigkeit von die
sen Regeldifferenzen vorgenommenen Umschaltungen im Wechsel
richter bedeuten, daß der Spannungsraumzeiger von einem dis
kreten Zeiger auf einen anderen umgeschaltet wird.
Für den Betrieb der Last, insbesondere einer Drehfeldmaschine,
ist es häufig erwünscht, den Laststrom auf vorgegebene Soll
werte einzuregeln. Dazu kann das zuletzt beschriebene Verfah
ren verwendet werden, indem als Regelgröße nicht der Fluß,
sondern der Laststrom verwendet wird. Beschreibt man das sich
dabei ergebende Verfahren unter Verwendung der eingangs
erläuterten Raumzeigerbetrachtung, so kann man dieses Verfah
ren durch die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale beschreiben.
Zur Bestimmung der Regeldifferenzen dienen bei diesem Verfah
ren Hystereseregler, bei denen der Zustand des Ausgangssignals
stets dann wechselt, wenn die Regeldifferenz eine positive
Toleranzgrenze überschreitet und vorher eine Unterschreitung
der negativen Toleranzgrenze stattgefunden hat, oder umge
kehrt. Mit jedem Zustandswechsel wird die Polarität der Span
nung am entsprechenden Phasenausgang umgekehrt. Für den Span
nungsraumzeiger bedeutet dies, daß jeweils ein anderer der
für den Spannungszeiger möglichen diskreten Zeiger ange
steuert wird. Da die Hystereseregler für jeden Phasenausgang
unabhängig voneinander arbeiten, ist es mehr oder weniger zu
fallsbedingt, welcher Spannungszeiger jeweils angesteuert
wird. So sind auch zufällig auftretende Klemmenkurzschlüsse
möglich. Insbesondere können dabei Zustände auftreten, bei
denen trotz einer Umschaltung beim Überschreiten der Toleranz
grenze ein Phasenstrom bis zur doppelten Toleranzbreite vom
vorgegebenen Sollwert abweicht.
Während die Raumzeigerbetrachtung bei der eingangs erwähnten
Stromregelung mittels eines stromeinprägenden Stellgliedes
dazu dient, das entsprechende Pulssteuerverfahren abzuleiten,
kann sie zwar auf die erwähnten Regelungen mit spannungsein
prägenden Umrichtern angewendet werden, ist jedoch weder er
forderlich, noch Grundlage der jeweiligen Pulsbreitenmodula
tion. Sie bildet jedoch die Grundlage der vorliegenden Erfin
dung, die insbesondere auch eine hochgenaue Führung des Last
stromes ermöglicht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein neues Verfahren zum Bilden
der Ansteuersignale eines Pulswechselrichters mit vorgegebener
Eingangsgleichspannung zu schaffen, bei dem eine Laststromre
gelung durchgeführt wird.
Dazu wird bei einem Verfahren, bei dem jeweils für jeden
Phasenstrom die Regeldifferenz zwischen Stromistwert und
einem vorgegebenen Stromsollwert bestimmt wird und der
Spannungszeiger in Abhängigkeit von den Regeldifferenzen
von einem diskreten Zeiger auf einen anderen umgeschaltet
wird, erfindungsgemäß ein Triggerimpuls erzeugt. Bei je
dem Triggerimpuls werden die Ansteuerimpulse, die zu dem
bis zum nächsten Triggerimpuls der anzusteuernde Span
nungszeiger gehören, im voraus so bestimmt, daß dieser
Spannungszeiger entgegengesetzt zu einem aus den Regel
differenzen abgeleiteten Regeldifferenzzeiger ist. Dieser
Regeldifferenzzeiger erfaßt die vektorielle Differenz
zwischen dem Stromraumzeiger der Last ("Stromzeiger")
und dem den Sollwerten der Phasenströme zugeordneten
Soll-Stromraumzeiger.
Die Erfindung geht dabei von dem Grundgedanken aus, daß
es nicht dem Zufall überlassen werden soll, welcher dis
krete Zeiger jeweils anzusteuern ist. Vielmehr werden
die Abweichungen des Stromistwertes vom Stromsollwert
auf die Weise, die bei der Bildung des Stromzeigers
(d. h. des Raumzeigers des Laststroms) üblich ist, als
die Komponenten eines Raumzeigers aufgefaßt. So können
insbesondere die jeweils bei einem Triggerimpuls vorlie
genden Istwert/Sollwert-Abweichungen der Phasenströme
unmittelbar zu dem erwähnten Regeldifferenzzeiger zusam
mengesetzt werden. Es können aber auch die Taktzeit (Ab
stand der verwendeten Triggerimpulse) und andere Betriebs
größen, die den Betriebszustand der Last beschreiben, be
rücksichtigt werden; dabei kann sich als Regeldifferenz
zeiger ein Raumzeiger ergeben, der zwar auch die vekto
rielle Differenz zwischen Stromzeiger und Soll-Strom
raumzeiger erfaßt, jedoch von dieser vektoriellen Diffe
renz etwas abweicht.
In jedem Fall wird für die Ansteuerung des Wechselrichters
diejenige Kombination der Ansteuersignale ausgewählt,
die zu einer möglichst rachen Verringerung der Regel
differenzen führt. Dies ist dann der Fall, wenn der an
zusteuernde Spannungszeiger praktisch entgegengesetzt
gerichtet ist zum Regeldifferenzzeiger. Jeweils bei einem
(geeignet gewählten) Triggerimpuls kann also bereits der
anzusteuernde Spannungszeiger im voraus berechnet und
der Wechselrichterschalter bis zum Auftreten des nächsten
Triggerimpulses entsprechend angesteuert werden.
Für die Durchführung dieses Verfahrens ist daher eine
Vorrichtung geeignet, die eine erste Vergleicherstufe,
einen Triggerimpulsgenerator und eine Auswahlstufe ent
hält. Die erste Vergleicherstufe bildet aus dem Vergleich
der momentanen Istwerte der Phasenströme mit vorgegebenen
Sollwerten die momentanen Regeldifferenzen. Die Auswahl
stufe bestimmt bei jedem Triggerimpuls aus den momentanen
Regeldifferenzen die Ansteuersignale für den bis zum
nächsten Triggerimpuls anzusteuernden Spannungszeiger,
wobei der anzusteuernde Spannungszeiger entgegengesetzt
gerichtet ist zu dem aus den Regeldifferenzen gebildeten
Regeldifferenzzeiger.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Ver
fahrens und der Vorrichtung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Anhand von zwei Ausführungsbeispielen und 5 Figuren wird
die Erfindung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Wechselrichter mit angeschlossener Last,
Fig. 2 und Fig. 3 das System der möglichen diskreten
Zustände der Lastspannung und die Darstellung
der Regelabweichungen des Laststroms als Raum
zeiger,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel mit extern vorgegebener
Triggerfrequenz,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel ohne vorgegebene Trigger
frequenz.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere für die
Regelung einer Drehfeldmaschine oder einer anderen, sym
metrischen Last mit freiem Sternpunkt geeignet. In Fig. 1
ist der Wechselrichter 1, der über seine Gleichspannungsein
gänge 2, 3 mit der Eingangsgleichspannung U z gespeist
ist, über seine Ausgänge a, b, c an die Ständerwicklung
4 einer Drehfeldmaschine angeschlossen, wobei der Stern
punkt 5, der als Bezugspunkt für die Phasenspannungen
U a , U b , U c dient, nicht angeschlossen ist. Von der Steuer
einrichtung 6 wird zur Steuerung des elektrischen Poten
tials an der Klemme a das Ansteuersignal S a erzeugt, mit
dem der Ausgang a über die Schalter a 1, a 2 alternativ
mit dem Eingang 2 oder 3 verbindbar ist. Als Schalter
können z. B. Thyristor- oder Transistorschalter verwendet
werden, wobei dem Ansteuersignal S a = 1 das Schließen
des Schalters a 1 bei geöffnetem Schalter a 2 und dem An
steuersignal S a = 0 das Schließen des Schalters a 2 bei
geöffnetem Schalter a 1 zugeordnet ist. Endverstärker und
andere Elemente, die zur Betätigung der Schalter bei
Wechselrichtern üblich sind, sind in dieser schemati
schen Darstellung weggelassen. In entsprechender Weise
sind mit dem Signal S b die Schalter b 1, b 2 und mit S c
die Schalter c 1, c 2 ansteuerbar.
Der Steuervorrichtung 6 sind die Stromsollwerte I* a , I* b ,
I* c und über Wandler 8 die Stromistwerte I a , I b , I c zuge
führt. In dieser schematischen Darstellung ist die
Steuervorrichtung 6 nicht in ihrem gesamten Aufbau,
sondern lediglich durch die in einer ersten Vergleicher
stufe enthaltenen Grenzwertmelder angedeutet.
Wird nun jedem Phasenausgang eine bestimmte Richtung zu
geordnet, so können die Phasenspannungen U a , U b , U c als
die Komponenten eines Raumzeigers der Lastspannung be
züglich dieser Richtungen aufgefaßt und zu dem Spannungs
zeiger zusammengesetzt werden. Fig. 2 zeigt für das ge
wählte Beispiel (symmetrische dreiphasige Last) die drei
den Ausgängen a, b, c zugeordneten, jeweils um 120° ge
geneinander versetzten Richtungen a , b , c . Bei einer An
steuerung der Umrichterschalter mit der Ansteuersignal-
Kombination S a = S b = S c = 1, die durch das digitale An
steuersignal S + = (111) bezeichnet sei, wird der Zustand
U a = U b = U c = 0 angesteuert ("positiver Klemmenkurz
schluß"), dem der mit Z ₀ bezeichnete Nullzustand
U a = U b = U c = 0 des resultierenden Spannungszeigers
entspricht. Der gleiche Nullzustand Z ₀ wird auch durch
das Ansteuersignal S - = (000), entsprechend
S a = S b = S c = 0 erreicht. Mit der Schaltkombination
S a = 1, S b = S c = 0, entsprechend dem digitalen Ansteuer
signal (100) wird der Zeiger Z ₁ der Lastspannung ange
steuert, wobei die Schalter a 1, b 2, c 2 geschlossen und
die restlichen Schalter geöffnet sind. In Fig. 2 sind
auch die weiteren möglichen Schaltkombinationen durch
ihre digitalen Ansteuersignale sowie die dadurch ange
steuerten diskreten Zeiger Z₂ bis Z ₆ dargestellt. Jeder
dieser Zeiger ist demnach in seiner Richtung durch das
entsprechende Ansteuersignal bestimmt, wobei außerdem
der Betrag gemäß | Z ₁| = ... = | Z ₆| = 2/3 · U z gegeben
ist.
Bei dem anfangs geschilderten bekannten Regelverfahren
besteht die Steuervorrichtung 6 im wesentlichen aus je
einem dem Phasenausgang zugeordneten Vergleicher, dem
eine der Toleranzbreite des Regelverfahrens entsprechen
de Ansprechgrenze vorgegeben ist und dessen Ausgangssi
gnal als Steuersignal für die auf den entsprechenden Pha
senausgang arbeitenden Schalter aus der Steuervorrich
tung herausgeführt ist. Wenn dann z. B. zu einem Zeit
punkt, bei dem mit dem Ausgangssignal S s = (101) die
Schalter a 1, b 2, c 1 geschlossen sind, der Strom im Pha
senausgang a den vorgegebenen Sollwert I* a um die vorge
gebene Toleranzbreite überschreitet, etwa weil für eine
dynamische Änderung des Lastzustandes (z. B. generato
rischer/motorischer Betrieb einer Drehfeldmaschine) der
Stromsollwert plötzlich geändert wird, so spricht der
dem Ausgang a zugeordnete Regler an und es wird vom
Schalter a 1 auf den Schalter a 2 umgeschaltet. Dadurch
wird die Spannung am Ausgang a umgepolt und wirkt nun
mehr der Toleranzüberschreitung des Phasenstromes I a
entgegen. Unabhängig davon werden auch die anderen Pha
senströme überwacht, so daß eine weitere positive Tole
ranzüberschreitung des Phasenstroms I c oder eine nega
tive Toleranzüberschreitung des Phasenstromes I b zu
einem Ansteuersignal (000) - d. h. negativer Klemmenkurz
schluß - oder (011) führt. Wegen des Hystereseverhaltens
der Regler führt eine positive Toleranzüberschreitung
des Stromes I b oder eine negative Toleranzüberschreitung
des Stromes I c zu keiner Änderung des angesteuerten Zu
standes (001), es kann also nicht verhindert werden, daß
diese Phasenströme die vorgegebene Toleranzgrenze
unter Umständen erheblich - bis zur doppelten Toleranz
breite - überschreiten.
In der der Erfindung zugrunde liegenden Betrachtungsweise
wird den Istwerten und den Sollwerten der Phasenströme
jeweils ein Ist-Stromzeiger I und Soll-Stromzeiger I * zu
geordnet, wie in Fig. 2 für den soeben betrachteten Fall
dargestellt ist. Der Regelabweichung J- I * wird der Re
geldifferenzvektor Δ J zugeordnet.
Fig. 3 zeigt ebenfalls eine Darstellung, bei der die
durch die vektorielle Differenz des Ist-Stromzeigers und
Soll-Stromzeigers dargestellte Regeldifferenz in das
durch die diskreten Zeiger Z ₁ bis Z ₆ (entsprechend den
möglichen Zuständen des Spannungszeigers) gegebene Span
nungssystem eingetragen ist. Einer positiven Regelabwei
chung des Phasenstromes I a entspricht dabei die oberhalb
der gestrichelt gezeichneten Linie W a gezeigte Halbebene.
Durch W a ±δ I a wird somit die durch eine schraffierte
Fläche dargestellte Toleranzbreite des dem Phasenausgang
a zugeordnete Hysteresereglers gegeben. Durch W b und W c
sowie die entsprechenden Toleranzbreiten δ I b , δ I c sind
die Toleranzbreiten der den beiden anderen Ausgängen zu
geordneten Regler dargestellt. Liegt der Endpunkt der
vektoriellen Ist/Soll-Stromdifferenz außerhalb der ge
strichelten Flächen, wie für die vektorielle Differenz
Δ I ₁ dargestellt ist, so sprechen demnach alle drei Reg
ler an. In diesem Fall kann durch das bekannte Regelver
fahren als neuer Spannungszeiger der diskrete Zeiger an
gesteuert werden, der am schnellsten zu einer Verkleine
rung der Regeldifferenz führt. Liegt jedoch die Regel
differenz für einen der drei Regler innerhalb des ent
sprechenden Toleranzbandes, wie für die vektorielle Dif
ferenz Δ I ₂ und den dem Phasenausgang c zugeordneten To
leranzband W c ±δ I c Fig. 3 dargestellt ist, so hängt
das Ausgangssignal dieses Reglers wegen des Hysterese
verhaltens von der Vorgeschichte der Regeldifferenz ab.
Das Verfahren ist dann nicht in der Lage, auf eindeutige
Weise den Spannungszeiger zu bestimmen, der dem Raumzei
ger Δ I ₂ in entgegengesetzter Richtung nächstliegend ist
und daher in der Regel von allen Zeigern Z ₁ bis Z ₆ am
schnellsten zur Verringerung der Regeldifferenz führt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nun aus dieser
vektoriellen Darstellung der Regeldifferenz jeweils spä
testens bei einer Toleranzgrenzüberschreitung derjenige
Spannungszeiger bestimmt und angesteuert, der am wir
kungsvollsten zur Verringerung der Strom-Regeldifferenz
bzw. des Regeldifferenz-Zeigerbetrages, führt. Vor allem
wird auf die Verwendung von Reglern oder Komparatoren mit
Hystereseverhalten verzichtet, so daß die Bestimmung des
anzusteuernden Spannungszeigers nicht mehr von der Vor
geschichte der Regelung abhängt.
Vielmehr wird auf andere Weise ein Triggerimpuls erzeugt
und bereits beim Auftreten jedes Triggerimpulses der bis
zum nächsten Triggerimpuls anzusteuernde Spannungszeiger
bestimmt. Dieser wird so bestimmt, daß er entgegengesetzt
gerichtet ist zu dem aus den Regeldifferenzen zwischen
Stromistwert und vorgegebenen Stromsollwert der Phasen
ströme abgeleiteten Regeldifferenzzeiger, wobei der Regel
differenzzeiger die vektorielle Differenz zwischen dem
Stromvektor und dem aus den Sollwerten der Phasenströme
resultierenden Stromsollvektor erfaßt. Der Begriff "ent
gegengesetzt gerichtet zum Regeldifferenzzeiger" ist da
bei so aufzufassen, daß der entsprechend angesteuerte
Spannungszeiger zu einer Verkleinerung des Betrages des
Regeldifferenzzeigers führt. Wird die Regeldifferenz
als Δ I = I - I * definiert, so bedeutet das, daß bei
einem den Stromsollwert übersteigenden Stromistwert die
Regeldifferenz positiv ist und der Spannungszeiger ent
gegengesetzt gerichtet zu der derart definierten vek
toriellen Differenz I - I * ist. Würde dagegen der Regel
differenzzeiger entsprechend der Differenz I *- I defi
niert, so ist der anzusteuernde Spannungszeiger in der
Richtung des derart definierten Regeldifferenzzeigers zu
bestimmen. In jedem Falle wird die Regeldifferenz so auf
die Steuerung des Spannungsvektors geschaltet, daß sie
als Gegenkopplung zur betragsmäßigen Verringerung der
Regeldifferenz führt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht
aus einer Vergleicherstufe, einem Triggerimpulsgenerator
und einer Auswahlstufe. In Fig. 4 ist der innere Aufbau
der Vergleicherstufe 20, des Triggergenerators 21, der
Auswahlstufe 22 und einer vorteilhaft zusätzlich vorzu
sehenden zweiten Vergleicherstufe 23 nur schematisch
dargestellt für den Fall, daß die Triggerimpulse mit
einer extern vorgegebenen Frequenz erzeugt werden.
Die Vergleicherstufe bildet durch Vergleich der momentanen
Istwerte der Phasenströme mit den momentan vorgegebenen
Sollwerten momentane Regeldifferenzen. Die der ersten
Vergleicherstufe 20 nachgeschaltete Auswahlstufe 22 wird
von den Impulsen des Generators 21 getriggert und stellt
an ihren Ausgängen 24 die den Wechselrichterausgängen a, b,
c zugeordneten Signale S a , S b , S c in derjenigen Kombina
tion zur Verfügung, die als Ansteuersignal S s für die
Ansteuerung eines bestimmten Spannungszeigers erforder
lich ist. Bei jedem Triggerimpuls wird der jeweils bis
zum Auftreten des nächsten Triggerimpulses anzusteuernde
Spannungszeiger in der Auswahlstufe 22 entsprechend den
vorangegangenen Erläuterungen so bestimmt, daß er entge
gengesetzt gerichtet ist zu einem Regeldifferenzzeiger,
der aus den von der ersten Vergleicherstufe gelieferten
Regeldifferenzen zusammengesetzt ist.
Zur Eingabe des Ist-Stromzeigers sind in dem dargestell
ten Fall die beiden Phasenströme I a und I b verwendet, da
bei freiem Laststernpunkt der dritte Phasenstrom aus den
beiden anderen Phasenströmen berechenbar ist. Ebenso ge
nügt es, die Sollwerte für zwei Phasenströme vorzugeben.
Die auf diese (in Fig. 4 nicht näher dargestellte) Weise
ermittelten Ist- und Sollwerte werden an entsprechenden
Subtraktionsstellen 25 a bis 25 c voneinander subtrahiert
und Ausgangsgliedern 26 a bis 26 c zugeführt, die an den
Ausgängen 27 a bis 27 c z. B. entsprechende Digitalwerte für
die Regelabweichung jedes einzelnen Phasenstromes bereit
stellen.
Die Auswahlstufe 22 enthält an ihrem Eingang vorteilhaft
einen Speicher, der jeweils bei einem am Impulsgenerator
21 bzw. der nachgeschalteten zweiten Vergleicherstufe 23
auftretenden Triggerimpuls die an den Leitungen 27 an
stehenden Regeldifferenzsignale einliest und für die Be
stimmung des Ausgangssignals S s bis zum Auftreten eines
neuen Triggerimpulses zur Verfügung stellt.
Zunächst sei ein Ausführungsbeispiel betrachtet, bei dem
als Ausgangsglieder 26 a bis 26 c lediglich Verstärker oder
Analog-Digital-Umsetzer verwendet werden. Als Regeldif
ferenzsignale liegen dann jeweils die Regeldifferenzen
Δ I a , Δ I b , Δ I c der Phasenströme vor. Diese Regeldiffe
renzen können in der Auswahlstufe 22 auf die übliche
Weise zu einem im Betrag und Richtung die vektorielle Dif
ferenz zwischen dem Ist-Stromzeiger und dem Soll-Strom
zeiger genau erfassenden Regeldifferenzzeiger zusammen
gesetzt werden. Diese vektorielle Differenz kann dann
als Führungsgröße für ein Spannungsführungsglied verwen
det werden, das zusammen mit den angesteuerten Umrichter
schaltern ein Spannungsstellglied bildet und den Spannungs
vektor an den Umrichterausgängen so einstellt, daß er
entgegengesetzt gerichtet ist zu der vektoriellen Diffe
renz der Ströme. Da im allgemeinen die vektorielle Dif
ferenz und damit der anzusteuernde Spannungszeiger in
Betrag und Richtung nicht mit einem der möglichen diskre
ten Zustände des Spannungszeigers zusammenfällt, muß in
diesem Fall ein Spannungssteuerverfahren verwendet werden,
das auch die Ansteuerung eines zwischen zwei diskreten
Zeigern liegenden Spannungszeigers erlaubt. Ein derarti
ges Steuerverfahren zur quasikontinuierlichen Ansteue
rung eines vorgegebenen Spannungszeigers kann z. B. darin
bestehen, daß zwischen zwei Triggerimpulsen jeweils die
beiden dem anzusteuernden Spannungszeiger benachbarten
diskreten Zeiger ein- oder mehrfach alternierend ange
steuert werden, wobei die Einschaltdauern für die bei
den benachbarten diskreten Zeiger aus den eingegebenen
Werten des anzusteuernden Spannungszeigers jeweils be
reits beim Auftreten eines Triggerimpulses so bestimmt
werden, daß im zeitlichen Mittel der gewünschte Spannungs
zeiger an den Phasenausgängen auftritt. Ein derartiges
Steuerverfahren ist z. B. in der gleichzeitig eingereich
ten deutschen Patentanmeldung "Steuerverfahren und
Steuereinrichtung für einen Pulswechselrichter" beschrie
ben (DE-OS 31 31 344).
Die soeben beschriebene Variante der Erfindung, bei der
als Regeldifferenzzeiger direkt die Differenz des Ist
stromzeigers und des Sollstromzeigers verwendet und in
Betrag und Richtung bestimmt wird, bedingt jedoch eini
gen Aufwand. Daher ist bei dem in Fig. 4 gezeigten Aus
führungsbeispiel als Ausgangsglied 26 a bis 26 c der ersten
Vergleicherstufe 20 für jeden Phasenausgang je ein Grenz
wertmelder vorgesehen, dem als Grenzwert (Ansprechgrenze)
praktisch der Wert Null vorgegeben ist. Die Vergleicher
stufe 20 bestimmt also nur das Vorzeichen der Regeldif
ferenzen. Am Ausgang 27 a wird dann die Größe sign Δ I a
bereitgestellt, und die Auswahlstufe 22 kann entsprechend
diesem Signal nur noch entscheiden, ob die vektorielle
Differenz Δ I in Fig. 3 in der Halbebene oberhalb der
Geraden W a liegt oder nicht. Durch sign Δ I b und sign Δ I c
an den Ausgängen 27 b, 27 c wird die gleiche Ja/Nein-Ent
scheidung auch für die durch die Geraden W b und W c be
grenzten Halbebenen in Fig. 3 getroffen, so daß durch
die Eingangssignale der Auswahlstufe 22 festgelegt ist,
in welchem der durch gestrichelten Geraden in Fig. 3
dargestellten Winkelbereichen die vektorielle Differenz
liegt. Die Winkelhalbierende des auf diese Weise der
vektoriellen Differenz Δ I zugeordneten Winkelbereichs
fällt jeweils mit einem der diskreten Spannungszeiger
zusammen. Wird nun zum Ansteuern des Spannungszeigers
dasjenige Ansteuersignal S s verwendet, das dem dieser
Winkelhalbierende entgegengesetzten diskreten Zeiger
entspricht, so ist jedenfalls sichergestellt, daß bei
dieser Ansteuerung die Regeldifferenz rascher abnimmt
als bei der Ansteuerung mit einem anderen diskreten Zei
ger. Da ferner diese Bestimmung des anzusteuernden Vek
tors jeweils bei einem Triggerimpuls vorgenommen wird,
wird bei ausreichend hoher Frequenz der Triggerimpulse
eine Regeldifferenz des Phasenstromes auch dann rasch
ausgeregelt, wenn jeweils bis zum Auftreten des nächsten
Triggerimpulses nur der auf diese Weise bestimmte diskre
te Spannungszeiger angesteuert wird.
Bei dieser vorteilhaften Variante werden also zur Be
stimmung des Ansteuersignals, mit dem die Schalter des
Wechselrichters umgeschaltet werden sollen, lediglich die
Vorzeichen der Regeldifferenz und aus den Vorzeichen
nur ein der vektoriellen Differenz benachbarter diskre
ter Zeiger bestimmt. Der diesem benachbarten Zeiger ent
gegengesetzte Spannungsvektor wird dann jeweils bis zum
nächsten Triggerimpuls angesteuert. Im Gegensatz zu dem
eingangs geschilderten Hystereseregelverfahren werden
dabei Komparatoren mit einer Ansprechgrenze praktisch
Null (also ohne Hystereseverhalten) verwendet, so daß
die Bestimmung des anzusteuernden Spannungszeigers unab
hängig von der Vorgeschichte wird und auch für die in
Fig. 3 dargestellte vektorielle Differenz Δ I ₂ zu einer
raschen Verkleinerung der Regeldifferenz führt.
Die Auswahlstufe 22 kann für diese Variante besonders
einfach ausgebildet sein, da durch die drei Signale
sign Δ I a , sign Δ I b , sign Δ I c bereits der anzusteuern
de Spannungszeiger am Eingang der Auswahlstufe festliegt.
Es genügt daher, als Auswahlstufe einen Speicher zu ver
wenden, der jeweils bei einem Triggerimpuls das momenta
ne Ausgangssignal sign I a , sign I b , sign I c ein
liest und bis zum nächsten Triggerimpuls an seinen Aus
gängen als Ansteuersignal S s = (S a , S b , S c ) für die auf
den entsprechenden Phasenausgang arbeitenden Umrichter
schalter abgibt. Ein derartiger Speicher kann also z. B.
jeweils aus einem D-Flip-Flop für jeden Phasenausgang
bestehen, wobei der Vorbereitungseingang dieser D-Flip-
Flops mit dem Triggerimpulsgenerator 21 verbunden ist.
Die Verwendung der hysteresefreien Komparatoren 26 be
dingt, daß - sofern für wenigstens einen Phasenstrom
die Regeldifferenz ihr Vorzeichen umkehrt (auch wenn
dabei alle Regeldifferenzen innerhalb vorgegebener To
leranzbreiten bleiben) - stets eine Umsteuerung der Wechsel
richterschalter stattfindet. Andererseits kann im Inter
esse einer genauen Stromregelung die Triggerimpulsfre
quenz nicht zu niedrig gewählt werden, da eine Korrektur
der Regelabweichung jeweils nur beim Auftreten eines
Triggerimpulses stattfindet. Die Schaltbelastung des Um
richters kann dadurch, verglichen mit dem eingangs ge
schilderten bekannten Verfahren, wesentlich höher werden.
Dies kann sowohl bei der zuerst geschilderten Variante
der Erfindung, bei der als Regeldifferenzzeiger die vek
torielle Differenz Δ I selbst verwendet wird, wie auch
der nur die Vorzeichen der Regeldifferenzen verwendenden
Variante dadurch vermieden werden, daß - gegebenenfalls
zusätzlich zu den Vorzeichen - die Beträge der Regeldif
ferenzen bestimmt werden und jeweils bei einem der (in
einem extern vorgegebenen Takt erzeugten) Triggerimpulse
nur dann ein anderer Spannungszeiger angesteuert wird,
wenn der Regeldifferenzbetrag wenigstens an einem Phasen
ausgang eine vorgegebene Toleranzgrenze überschreitet.
Hierzu dient in Fig. 4 die zweite Vergleicherstufe 23,
die ebenfalls für jeden Phasenausgang den Stromistwert
mit dem Stromsollwert vergleicht und eine Umschaltung
der Ansteuersignale immer dann unterdrückt, wenn keine
der Istwert/Sollwert-Differenzen die vorgegebene Tole
ranzgrenze überschreitet. Dabei werden die an den Sub
traktionsstellen 25 ermittelten Regeldifferenzen an
Gleichrichtern 30 a, 30 b, 30 c gleichgerichtet und Kompa
ratoren 31 a, 31 b, 31c , denen die jeweilige Toleranzgren
ze δ I a = δ I b = δ I c vorgegeben ist, zugeführt. Die Kompa
ratorausgänge sind an einem ODER-Glied 32 vereinigt und
werden zusammen mit dem Triggerimpuls des Triggerimpuls
generators 21 einem UND-Gatter 33 aufgeschaltet. Dieses
UND-Gatter liefert jetzt nur dann einen Triggerimpuls
für die Vergleicherstufe 22, wenn in dem durch die Trig
gerfrequenz gegebenen Abfragezyklus eine Toleranzüber
schreitung des Phasenstromes vorliegt.
Man kommt aber zu einer Verringerung der Schaltbelastung
auch dann, wenn zwar die Ermittlung des Ansteuersignals
S s , wie bereits erläutert, z. B. auf die beiden bereits
beschriebenen Varianten, erzeugt wird, aber im Gegensatz
zu Fig. 4 der Triggerimpuls selbst nicht in einem extern
vorgegebenen Takt erzeugt und lediglich von der zweiten
Vergleicherstufe 25 unterdrückt wird, sondern vielmehr
durch Eliminieren der Elemente 21 und 33 von der Vertei
lerstufe 23 selbst geliefert wird, die dann als interner
Triggerimpulsgenerator dient. In Fig. 5 ist ein bevor
zugtes Ausführungsbeispiel für diese Verfahrensvariante
dargestellt.
Der Aufbau der ersten Vergleicherstufe 20 und der Aus
wahlstufe 22 in Fig. 5 entspricht der Ausführung nach
Fig. 4, wobei jedoch auch hier die bereits zu Fig. 4
angegebenen Abweichungen möglich sind.
Ferner werden ebenfalls die Beträge der Regeldifferenzen
(ggf. zusätzlich zu den Vorzeichen) bestimmt. Jedoch wird
jetzt ein Triggerimpuls immer dann erzeugt, wenn ein Re
geldifferenzbetrag eine vorgegebene Toleranzgrenze über
schreitet.
Soll die zweite Vergleicherstufe 23 als Triggerimpulsge
nerator entsprechend Fig. 5 verwendet werden, so enthält
sie in jedem Fall Grenzwertmelder, die einen Trigger
impuls abgeben, wenn die der Vergleicherstufe eingegebene
Istwert/Sollwert-Differenz eine vorgegebene Toleranzgren
ze überschreitet. Dabei ist in Fig. 5 den mit der Tole
ranzgrenze behafteten Komparatoren 31 eine (nicht darge
stellte) Impulsstufe nachgeordnet, die jeweils beim An
sprechen eines der Komparatoren einen Impuls über das
ODER-Gatter 32 an den Vorbereitungseingang der als Aus
wahlstufe 22 dienenden Flip-Flop-Schaltung abgibt.
Da die der Vergleicherstufe 22 eingegebenen Signale stets
der vektoriellen Differenz Δ I einen der diskreten Zeiger
Z ₁ bis Z₆ zuordnen, wird bei den bisher beschriebenen
Varianten im Gegensatz zu dem eingangs beschriebenen be
kannten Verfahren niemals der Nullzustand Z ₀ angesteuert,
bei dem die Last über einen der beiden Gleichspannungs
eingänge des Wechselrichters kurzgeschlossen ist und der Last
strom sich daher allein entsprechend dem Betriebszustand
der Last einstellt. Man kommt jedoch zu einer verlust
ärmeren Regelung des Wechselrichters und zu einer weiteren
Verringerung der Schaltbelastung, wenn man auch diesen
Klemmenkurzschluß in die Regelung einbezieht.
Dies kann dadurch geschehen, daß aus Betriebsdaten der
Last der die momentane innere Spannung der Last kenn
zeichnende Spannungsraumzeiger ermittelt und mit dem im
voraus bestimmten, anzusteuernden Spannungszeiger ver
glichen wird und daß bei übereinstimmender Richtung bei
der Zeiger anstelle eines Ansteuersignals für den im
voraus bestimmten Spannungszeiger ein derartiges Ansteuer
signal gebildet wird, durch das alle Phasenausgänge al
ternativ über den einen oder den anderen Gleichspannungs
eingang kurzgeschlossen werden. Vorteilhaft erfolgt die
Ansteuerung des Klemmenkurzschlusses nur, wenn keine Re
geldifferenz eine vorgegebene Toleranzgrenze überschrei
tet. Bevorzugt wird der Klemmenkurzschluß abwechselnd
über den einen und den anderen Gleichspannungseingang
vorgenommen.
Vorteilhaft kann hierzu mittels eines Winkelgebers aus
eingegebenen Betriebsgrößen der Last die räumliche Lage
der inneren Spannung ermittelt werden. Bei dem bevorzug
ten Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 dient als Winkelgeber
40 ein Festwertspeicher (PROM), dem beispielsweise für
die Steuerung einer Synchronmaschine der Polradlagewinkel
α sowie zur Bestimmung der Drehrichtung und der Betriebs
art (generatorisch/motorisch) die Vorzeichen sign n,
sign I* der Drehzahl und des Ständerstromes eingegeben
sind.
Der Winkelgeber bestimmt einen Winkelbereich (mit vorge
gebenen Grenzen), der die räumliche Lage der inneren Span
nung umschließt. Eine dritte Vergleicherstufe mit Kompa
ratoren 41 a bis 41 c überprüft, ob das einer diskreten
Winkellage des Sollspannungszeigers entsprechende Aus
gangssignal der ersten Vergleicherstufe - gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung der Flip-Flop-Schaltung 22 (Aus
gänge 28 a, 28 b, 28 c) - mit einem der Ausgangssignale des
Winkelgebers übereinstimmt. Beim Ansprechen einer der
Komparatoren entsteht am Ausgang der nachgeschalteten
logischen Stufe (45) ein Signal A, mit dem in einer Um
schaltstufe 42 von den in der ersten Vergleicherstufe ge
bildeten Ansteuersignalen auf eine Ansteuerung des Klem
menkurzschlusses umgeschaltet wird.
Die Ausgangssignale der Komparatoren 41 werden durch ein
ODER-Gatter 45 so zusammengefaßt, daß nur dann ein Signal
A an die Umschaltstufe 44 zum Umschalten auf Klemmen
kurzschluß abgegeben wird, wenn einer der Komparatoren
eine Übereinstimmung anzeigt. Die Umschaltstufe enthält
einen dreiphasigen Umschalter 43, der das 3-Bit-Ansteuer
signal S s = (S a , S b , S c ) von den durch die Vorzeichen
der Regeldifferenzen gegebenen, an den Ausgängen der Flip-
Flop-Schaltung 22 bereitgestellten Signalen auf den Ein
gang eines Speichers 44 umschaltet, aus dem abwechselnd
S a = S b = S c = 1 (entsprechend S+ für positiven Klemmen
kurzschluß) oder S a = S b = S c = 0 (entsprechend S- für
den negativen Klemmenkurzschluß) ausgelesen wird.
Dadurch wird gewährleistet, daß immer dann auf den Klem
menkurzschluß umgeschaltet werden kann, wenn der momen
tane Betriebszustand der Last selbst bereits geeignet
ist, der auftretenden Regeldifferenz in der richtigen
Richtung entgegenzuwirken.
Hierbei kann aber der Fall auftreten, daß die EMK der
Maschine nicht ausreicht, um insbesondere bei dynamischen
Änderungen des Sollwertes den Strom schnell genug nachzu
führen. Dies tritt insbesondere dann auf, wenn eine Re
geldifferenz zu groß ist, z. B. die vorgegebene Toleranz
grenze überschreitet. Für diese Fälle ist es vorteilhaft,
der dritten Vergleicherstufe eine von dem Ausgang der
zweiten Vergleicherstufe beaufschlagtes Gatter nachzu
schalten, das das Umschalten der Ansteuersignale auf
Klemmenkurzschluß unterdrückt, wenn die Sollwert/Istwert-
Differenz eines Phasenstromes die vorgegebene Toleranz
grenze überschreitet. Nach Fig. 5 kann hierzu das UND-
Gatter 46 verwendet werden, dem das am ODER-Gatter 45
vereinigte Signal der Komparatoren 41 sowie das über ein
Negationsglied 47 abgegriffene Signal des ODER-Gatters
32 zugeführt ist.
Der Klemmenkurzschluß wird demnach nur angesteuert, wenn
der Laststrom aufgrund der inneren Spannung der Last in
nerhalb der Toleranzgrenzen bleibt, ohne daß über den
Umrichter eine Spannung eingeprägt werden muß. Sonst
wird nach der Erfindung jeweils beim Auftreten eines
Triggerimpulses unabhängig vom Betriebszustand des Motors
stets der Spannungszustand angesteuert, der den größten
Beitrag zur Stromänderungsgeschwindigkeit in Richtung der
tatsächlichen Regelabweichung bewirkt.
Claims (14)
1. Verfahren zum Bilden der Ansteuersignale (S a , S b , S c )
für einen von einer vorgegebenen Eingangsgleichspannung
(U z ) gespeisten Wechselrichter (1) für die Stromregelung einer
an die Phasenausgänge (a, b, c) des Wechselrichters angeschlos
senen Last (4), wobei - von einer Betrachtung ausgehend,
die den Strömen (I a , I b ) und Spannungen (U a , U b , U c ) an
den Phasenausgängen einen Stromraumzeiger ( I ) und einen
resultierenden Spannungsraumzeiger zuordnet - der anzu
steuernde Spannungsraumzeiger durch Mittelung aus durch
die Ansteuerung (Ansteuersignal S a , S b , S c ) der Wechselrich
terschalter (a₁, a₂, b₁, b₂, c₁, c₂) bestimmten diskre
ten Zeigern ( Z ₁- Z ₆) gegeben ist und
- a) Regeldifferenzen (Δ I a = I a - I a *, Δ I b , Δ I c ) zwi schen Stromistwerten (I a , I b , I c ) und vorgegebenen Stromsollwerten (I a *, I b *, I c *) bestimmt werden und
- b) der Spannungsraumzeiger in Abhängigkeit von den Regel differenzen von einem diskreten Zeiger auf einen ande ren umgeschaltet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- c) ein Triggerimpuls erzeugt wird (Impulsgenerator 21) und
- d) bei jedem Triggerimpuls die zu dem bis zum nächsten Triggerimpuls anzusteuernden Spannungsraumzeiger ge hörenden Ansteuersignale so bestimmt werden, daß der anzusteuernde Spannungsraumzeiger entgegengesetzt zu einem aus den Regeldifferenzen (Δ I a , Δ I b , Δ I c ) abge leiteten Regeldifferenzzeiger ist, der die vektoriel le Differenz ( I = I - I *) zwischen dem Stromraum zeiger und dem den Sollwerten zugeordneten Soll-Strom raumzeiger erfaßt (Fig. 4).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei der Erfassung der Re
geldifferenzen die Vorzeichen (sign I a , sign I b , sign I c )
bestimmt werden, als Regeldifferenzzeiger der der vekto
riellen Differenz ( I - I *) benachbarte diskrete Zeiger
lediglich aus den Vorzeichen der Regeldifferenz bestimmt
wird und als Spannungsraumzeiger der dazu entgegengesetzte
diskrete Zeiger bis zum nächsten Triggerimpuls angesteuert
wird (Fig. 4).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß (ggf. zusätzlich zu
den Vorzeichen) die Beträge der Regeldifferenzen bestimmt
werden (Gleichrichter 30 a, 30 b, 30 c), daß die Triggerim
pulse in einem extern vorgegebenen Takt (Generator 21)
bestimmt werden und daß bei einem Triggerimpuls nur dann
ein anderer Spannungsraumzeiger angesteuert wird, wenn
der Regeldifferenzbetrag wenigstens an einem Phasenaus
gang eine vorgegebene Toleranzgrenze überschreitet (An
sprechen der Grenzwertmelder 31 a, 31 b, 31 c) (Fig. 4).
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß (ggf. zusätzlich zu
den Vorzeichen) die Beträge der Regeldifferenzen bestimmt
werden (Gleichrichter 30 a, 30 b, 30 c) und daß ein Trigger
impuls immer dann erzeugt wird, wenn ein Regeldifferenz
betrag eine vorgegebene Toleranzgrenze überschreitet
(Ansprechen der Grenzwertmelder 31 a, 31 b, 31 c) (Fig. 5).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß aus Be
triebsdaten der Last die räumliche Lage der inneren Span
nung der Last ermittelt wird, daß diese mit dem anzu
steuernden Spannungsraumzeiger verglichen wird und daß
bei übereinstimmender Richtung beider Zeiger anstelle
eines Ansteuersignals für den anzusteuernden Spannungs
raumzeiger Ansteuersignale (S a = S b = S c = 1 oder 0)
gebildet werden, durch die alle Phasenausgänge über
einen der Gleichspannungseingänge kurzgeschlossen
("Klemmenkurzschluß" Z ₀) sind (Fig. 5).
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ansteuerung des Klem
menkurzschlusses nur erfolgt, wenn keine Regeldifferenz
eine vorgegebene Toleranzgrenze überschreitet (Fig. 5).
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmenkurzschluß
abwechselnd über den einen (Ansteuersignal S a = S b = S c = 0)
und den anderen Gleichspannungseingang (Ansteuersignale
S a = S b = S c = 1) vorgenommen wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet
durch
- a) eine erste Vergleicherstufe (20), die aus dem Vergleich (Subtraktionsstellen 25 a, 25 b, 25 c) der momentanen Ist werte (I a , I b , I c ) mit vorgegebenen Sollwerten (I a *, I b *, I c *) für die Phasenströme momentane Regeldiffe renzen bildet,
- b) einen Triggerimpulsgenerator (21) und
- c) eine Auswahlstufe (22), die bei jedem Triggerimpuls aus den momentanen Regeldifferenzen die Ansteuersi gnale (S a , S b , S c ) für einen bis zum nächsten Trigger impuls anzusteuernden Spannungsraumzeiger bestimmt, der entgegengesetzt zu einem aus den Regeldifferen zen gebildeten resultierenden Regeldifferenzzeiger ist (Fig. 4).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vergleicherstufe (22)
für jede Regeldifferenz eines Phasenstromes einen Grenz
wertmelder (26 a, 26 b, 26 c) mit einer Ansprechgrenze prak
tisch Null enthält und daß die Auswahlstufe 22 einen
Speicher enthält, der bei einem Triggerimpuls das momen
tane Ausgangssignal (sign Δ I a , sign Δ I b , sign Δ I c ) jedes
Grenzwertmelders einliest und bis zum nächsten Trigger
impuls als Ansteuersignal für das auf den entsprechenden
Phasenausgang arbeitenden Wechselrichterschalter abgibt.
(Fig. 4).
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, gekenn
zeichnet durch eine extern vorgegebene Frequenz
des Triggerimpulsgenerators (21) und eine zweite Ver
gleicherstufe (23) zum Vergleichen der Stromistwerte mit
den Stromsollwerten, die eine Umschaltung der Ansteuer
signale unterdrückt, wenn eine Regeldifferenz eine vor
gegebene Toleranzgrenze nicht überschreitet (Fig. 4).
11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Triggerimpulsge
nerator eine zweite Vergleicherstufe mit Grenzwertmel
dern (31 a, 31 b, 31 c) enthält, die einen Triggerimpuls
abgeben, wenn eine Regeldifferenz eine vorgegebene To
leranzgrenze überschreitet (Fig. 5).
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, ge
kennzeichnet durch einen Winkelgeber (40),
der aus eingegebenen Betriebsgrößen (Polradlage α,
sign n, sign I*) der Last einen Raumzeiger für die räum
liche Lage der inneren Spannung der Last ermittelt, eine
dritte Vergleicherstufe mit von den Ausgängen der ersten
Vergleicherstufe oder der Auswahlstufe (22) und den Aus
gängen des Winkelgebers beaufschlagten Komparatoren (41 a,
41 b, 41 c), ein den Komparatoren nachgeschaltetes Ver
knüpfungsglied (45), das bei Gleichheit von dem Winkel
geber und von der Auswahlstufe gebildeten Signalen ein
Steuersignal (A) abgibt und eine Umschaltstufe, die mit
dem Steuersignal (A) von den von der Auswahlstufe (22)
gebildeten Ansteuersignalen auf eine Ansteuerung
(S a = S b = S c = 0 oder 1) umschaltet, bei der alle Pha
senausgänge über einen der Gleichspannungseingänge des
Wechselrichters kurzgeschlossen sind (Fig. 5).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß der dritten Vergleicher
stufe eine von dem Ausgang der zweiten Vergleicherstufe
(Komparatoren 31 a, 31 b, 31 c) beaufschlagte Gatterschal
tung (46) nachgeschaltet ist, die die Umschaltung der
Ansteuersignale auf Klemmenkurzschluß unterdrückt, wenn
eine Regeldifferenz die vorgegebene Toleranzgrenze über
schreitet (Fig. 5).
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