DE3128742A1 - Bautraegerelement - Google Patents
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Description
Bauträgerelement
Die Erfindung betrifft das Errichten von Gebäuden. Es ist ein Verfahren zum Errichten eines Gebäudes vorgeschlagen
worden (P 30 39 626.0)s bei dem Bauelemente an einer vorbereiteten
Baustelle angeordnet werden und ein Trägerelement, beispielsweise aus Streckmetall« verwendet wird, um die Zwischenräume zwischen ausgewählten Bauelementen zu überbrücken.
Anschließend wird Mörtel auf das Trägerelement zur Bildung einer kontinuierlichen wetterfesten Wandoberfläche aufgebracht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Trägerelement vorzusehen,, das zur Verwendung in Bauverfahren
der eingangs genannten Art geeignet ist. Die Verwendung des Trägerelenientes ist jedoch nicht auf derartige Anwendungen
begrenztj vielmehr kann das Trägerelement beispielsweise auch bei der Renovierung bestehender Gebäude und bei der Überarbeitung
oder Versiegelung bestehender Wände verwendet werden.
A 19 182 - 4 -
Die Erfindung schlägt ein Bauträgerelement vor, das eine
Tafel, eine Platte o.dgl. aus im wesentlichen feuchtigkeitsfestem Material mit Verriegelungsformationen,-Strukturen
o.dgl. auf mindestens einer Seite des Plattenmaterials aufweist.
Das Trägerelement kann aus kontinuierlichem Plattenmaterial
bestehen. Es ist jedoch auch möglich, daß auf das Trägerelement, ggf. auch zusätzlich, ein wasserfestes Material auf
eine oder beide Seiten aufgebracht ist.
Das Trägerelement kann aus einem Kunststoff bestehen. Es kann
jedoch auch aus Metall hergestellt sein, das mit Kunststoff überzogen oder auf andere Art behandelt ist, um seine Antikorrosionseigenschaften
zu verbessern oder es feuchtigkeitsundurchlässig
zu machen. Das Trägerelement kann auch aus einer Asbest-Zement-Mischung hergestellt sein, oder aus irgendeinem
anderen geeigneten Material.
Die Trägerelemente nach der Erfindung können aneinander durch gegenseitiges Eingreifen von Verriegelungsformationen auf benachbarten
Trägerelementen befestigt sein, wonach ein Abdeckmaterial zur Bildung einer Wand darauf aufgebracht sein kann.
Die Erfindung ist durch die Art des Abdeckungsmaterials nicht begrenzt, dieses ist jedoch vorzugsweise zementartig, beispiels
weise Verputz. Das Abdeckmaterial kann auf beide Seiten des Trägerelementes aufgebracht sein, und das Material auf einer
Seite kann von dem Material auf der anderen Seite verschieden sein. Das Material kann auf jede geeignete Art aufgebracht werden.
Es kann beispielsweise von Hand aufgebracht sein, z.B. mit einer Kelle, oder mit Hilfe einer Vorrichtung, beispielsweise
einer Bewurfmaschine.
Die Verriegelungsformationen bzw.-Strukturen können in irgendeiner
geeigneten Art geformt sein. Beispielsweise kann der
A 19 182 - 5 -
Träger extrudiert oder durch Verformen einer Materialtafel hergestellt sein und eine Vielzahl von Formationen bzw. Strukturen
aufweisen, die parallel zueinander verlaufen und bei Verwendung des Trägerelementes sich horizontal oder vertikal
erstrecken.
Die Verriegelungsformationen bzw. Strukturen können auf jeder Seite des Trägerelementes sein und die Verriegelungsformationen
auf einer Seite können eine ähnliche Form aufweisen wie die Verriegelungsformationen auf der anderen Seite. Vorzugsweise
sind die Verriegelungsformationen hinterschnitten. Dies gewährleistet,
daß das zementartige Material sich sicher mit dem Trägerelement verbindet. Wo die Verriegelungsformationen parallel sind, bilden benachbarte Formationen vorzugsweise eine Ausnehmung
zwischen einander und bilden teilweise einen Oberhang über die Ausnehmung.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Teilansicht einer Wand mit einem Träger nach einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht der horizontalen
Verbindung zwischen benachbarten Trägerelementen und
Fig. 3 eine Darstellung einer Wand mit einem Trägerelement nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 1 stellt* teilweise geschnitten, eine Wand mit einem erfindungsgemäß
ausgebildeten Trägerelement 10 dar. Das Träger-
V / T L-
A 19 182 - 6 -
element 10 ist aus Tafelmaterial gebildet und wasserfest.
Das Trägerelement kann beispielsweise aus geeignetem Material extrudiert sein, beispielsweise Stahl, Aluminium oder Kunststoff,
und wenn es aus Metall besteht, kann es mit einem Agens
beschichtet sein, beispielsweise einem Kunststoff-Film, um
seine Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen.
Das Trägerelement 10 besitzt eine Anzahl von parallelen, horizontal
verlaufenden kanalähnlichen Formationen 12, die auf einer Seite der allgemeinen Ebene des Trägerelements TO vorspringen.
Auf der anderen Seite des Trägerelementes bilden die Formationen Hohlräume 14. Die Formationen sind hinterschnitten
und verlaufen über die Hohlräume 14, wobei sie den Einlaß oder die Mündung jedes Hohlraums 14 enger als dessen Basis
machen, wie in Fig. 2 klar zu sehen ist.
Beabstandete Vorsprünge 16 sind zwischen jedem Paar von benachbarten
Formationen 12 angeordnet, und Verstärkungsdrähte 18 sind an den Vorsprüngen 16 befestigt.
Die Verwendung der Verstärkungsdrähte ist nicht wesentlich und sie können auch weggelassen werden, insbesondere dann, wenn
das Trägerelement eine inhärente adäquate Steife besitzt, oder wenn das Trägerelement in einer anderen geeigneten Art verstärkt
ist.
Das Trägerelement 10 ist an in vertikaler Richtung verlaufenden Haiterungsstreifen 20 befestigt, die von Pfosten 22 getragen werden.
Die Pfosten werden auf einer vorbereiteten Baustelle errichtet
und die Halterungsstreifen 20 daran mit Hilfe von Schrauben
24 oder anderen geeigneten Befestigungseinrichtungen befestigt Es liegt bei einer abgewandelten Ausführungsform ebenfalls im Bereich
der Erfindung, jeden Halterungsstreifen einstückig nit einem
Pfosten auszubilden. Die Halterungsstreifen sollten aus einem
ähnlichen Material wie das Trägerelement gemacht werden, d.h.
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sie sollten wasserfest und korrosionsbeständig sein. Die
Halterungsstreifen enthalten eine Vielzahl beabstandeter Formationen 26, die mit den Hohlräumen 14 des Trägerelementes
in einem Preßsitz in Eingriff bringbar bzw. einschnappbar sind. Dieses Eingreifen wird erleichtert, wenn
die Hohlräume 14 nacheinander mit den Formationen 26 in Eingriff gebracht werden. Beispielsweise wird der oberste
Hohlraum 14 als erster in Eingriff gebracht, dann der benachbarte Hohlraum usw. das Trägerelement hinab.
Fig. 2 stellt dar, daß benachbarte Trägerelemente 10 A und
10 B in horizontaler Richtung durch Oberlappen und Eingreifen der Endformationen 12 A bzw. 12 B miteinander in Eingriff
bringbar sind. Soweit senkrechte Verbindungen betroffen
sind, können diese durch Eingreifen der aneinander anstoßenden Enden benachbarter Trägerelemente mit einem gemeinsamen
Halterungsstreifen 20 bewirkt werden, der vorzugsweise an einem Pfosten 22 befestigt ist. Sie können jedoch auch in
einer Art durchgeführt werden, die der unter Berücksichtigung der horizontalen Verbindungen beschriebenen entspricht, nämlich indem
die senkrechten Kanten benachbarter Träger überlappen. Dies vergrößert die wasserfesten Eigenschaften der Verbindung
und die Halterungsstreifen 20, die an anderen Stellen als an
den senkrechten Verbindungen angeordnet sein können, brauchen selbst nicht wasserfest zu sein.
Sobald die Trägerelemente in der beschriebenen Art aufgebaut wurden und je nach den Erfordernissen wird Verputz 28 oder
anderes geeignetes Abdeckungsmaterial auf die Trägerelemente von Hand oder mit Hilfe einer Maschine aufgebracht, beispielsweise
einer 8swurftuaschine9 und auf die übliche Art
oberflächenbehandelts um eine kontinuierliche wetterfeste
Oberfläche zu ergeben. Di© Formationen 12, die einen Überhang über die Hohlräume bilden,, ergeben eine gute Verriegelung für
den Verputz, der mit Hilfe der Drähte 18 verstärkt wird.
O I L ü / H L
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Die Trägerelemente nach der Erfindung können verwendet werden, um einzelne Wände oder Hohlraumwände zu schaffen. Es ist ebenfalls
möglich, die öffnungen für bestimmte der Hohlräume 14 zu verschließen, um Leitungen für elektrische Verdrahtungen
zu bilden. Wenn zwei beabstandete Trägerelemente verwendet werden, um eine Hohlraumwand zu bilden, kann die Höhlung mit
irgendeinem geeigneten Material ausgefüllt werden, beispielsweise mit Mörtel, Beton, feingesiebtem Material o.dgl.
Fig. 3 ist eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht eines Trägerelementes 40 nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
In diesem Beispiel besteht das Trägerelement aus einem wasserfesten Tafelmaterial, das mit einer Vielzahl paralleler, senkrecht
verlaufender, hinterschnittener Formationen 42 gebildet
ist. Die Formationen 42 sind derart angeordnet, daß das Trägerelement auf beiden Seiten ein ähnliches Aussehen besitzt. Wie
bei der Ausführungsform nach Fig. 1. kann das Trägerelement
aus benachbarten Trägerabschnitten bestehen, die sich überlappen oder auf sonstige Art miteinander verbunden sind, um
eine wasserundurchlässige Schicht zu bilden. Beton 44 wird auf der Innenseite der Wand gegossen, wobei das geeignet verspannte
Trägerelement 40 als Verschalung wirkt. Die äußere Seite des Trägerelementes 40 wird mit einem geeigneten zementartigen
Verputz 46 bedeckt, um eine glatte kontinuierliche
äußere Oberfläche zu ergeben. Die Dicke des Verputzes 46 kann je nach den klimatischen Bedingungen und in Abhängigkeit davon,
ob die Wand eine Außen- oder eine Innenwand ist, unterschiedlich sein. Nur eine Seite der Wand ist dargestellt. Die
andere Seite kann, wenn gewünscht, in ähnlicher Weise ausgebildet sein, oder der Beton selbst kann verputzt werden, um
eine glatte Oberfläche zu ergeben. Der Verputz und der Beton verriegeln sich sicher mit den hinterschnittenen Formationen
42, und das Trägerelement bildet eine wasserdichte Schicht
zwischen den beiden Wandoberflächen.
A 19 182 - 9 -
Die Erfindung wurde mit spezieller Bezugnahme auf den Bau neuer Wände und neuer Gebäude beschrieben. Die Verwendung
des Trägerelementes beschränkt sich jedoch nicht auf diese Anwendungen, Ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Tragelement
ist für Renovierungen besonders günstig anzuwenden, da es an einer bestehenden Wand in beliebiger geeigneter Art befestigt werden kann, wonach es mit Verputz beworfen wird,
um eine frische, kontinuierliche Oberfläche zu ergeben, die
darüber hinaus noch wetterfest ist. Das Trägerelement nach der Erfindung findet besondere Anwendung bei der industriellen Errichtung von Gebäuden in Küstengegenden.
Claims (9)
1. Bauträgerelement, dadurch gekennzeichnet, daß es eine
Platte, Tafel o.dgi. (10, 40) aus feuchtigkeitsfestem
Material mit Verriegelungsformationen (.12, 42) auf mindestens
einer Seite des Plattenmaterials aufweist.
2. Trägerelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsformationen (12, 42) auf jeder Seite des Tafel- bzw. Plattenmaterials angeordnet sind.
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsformationen (12, 42) hinterschnitten sind.
A 19 182 -Z-
4. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegeiungsformationen
(12, 42) aus einer Vielzahl von parallelen Formationen
bestehen.
5. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Formationen
(12, 42) eine Höhlung zwischen sich bilden und teilweise einen Oberhang für die Höhlung bilden.
6. Wand, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens ein Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und ein
Oberzugsmaterial (28, 46) aufweist, da", auf mindestens
eine Seite des Trägerelementes aufgebracht ist und mit den Verriegelungsformationen (12, 42) in Eingriff steht.
7. Wand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vielzahl von Trägerelementen aufweist, wobei benachbarte
Trägerelemente miteinander durch Eingreifen von Verriegelungsformationen (12 A, B) auf den entsprechenden
Trägerelementen verbunden sind.
8. Wand nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
sie Halterungselemente (20) aufweist, an denen die Trägerelemente befestigt sind.
9. Wand nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Verstärkungseinrichtungen (18) aufweist, die mit den Trägerelementen verbunden und in dem
Oberzugsmaterial angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB8024886 | 1980-07-30 | ||
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3128742A1 (de) |
| GB (1) | GB2081773A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3329113A1 (de) * | 1983-08-11 | 1985-02-28 | Agrob-Wessel-Servais AG, 5305 Alfter | Einrichtung zur befestigung von keramischen flaechenelementen an einem untergrund |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| GB2158479A (en) * | 1984-05-10 | 1985-11-13 | Radway Plastics Ltd | Adhering mortar or plaster to a wall |
| DE3701414A1 (de) * | 1987-01-20 | 1988-07-28 | Werner Schlueter | Verfahren und vorrichtung zum aufbringen von verkleidungen, wie keramikplattenbelaegen, putzmoertel oder dergleichen auf einem wand- oder einem bodenuntergrund eines gebaeudes |
| USD1087651S1 (en) * | 2022-08-16 | 2025-08-12 | Henry Products Incorporated | Wall organizer kit |
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1981
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- 1981-07-29 BR BR8104896A patent/BR8104896A/pt unknown
- 1981-07-30 GB GB8123366A patent/GB2081773A/en not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3329113A1 (de) * | 1983-08-11 | 1985-02-28 | Agrob-Wessel-Servais AG, 5305 Alfter | Einrichtung zur befestigung von keramischen flaechenelementen an einem untergrund |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2081773A (en) | 1982-02-24 |
| BR8104896A (pt) | 1982-04-13 |
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