DE3125074C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Halbbrückenwechselrichter
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches. Dieser arbeitet
als Frequenzwandler.
Ein derartiger Halbbrückenwechselrichter ist aus der US-PS
37 33 541 bekannt. Er dient zum Betrieb einer mit einem
Ballast zusammenwirkenden Entladungslampe mit inneren
Elektroden. Der Wechselrichter ist mit Transistoren ausgerüstet
und arbeitet bei relativ niedrigen Frequenzen
zwischen 17 und 30 KHz, was zu relativ großen Bauelementen,
insbesondere Spulen, führt.
In der US-PS 35 00 118 ist ein Frequenzwandler zum Betrieb
einer elektrodenlosen Entladungslampe bei einer Frequenz
zwischen 100 und 500 KHz beschrieben. Seine Ausbeute (Wirkungsgrad) ist
verhältnismäßig niedrig. Dies ist u. a. der Steuerung des
Halbleiterschaltelementes mit einem einen Widerstand
enthaltenden Steuerkreis zuzuschreiben.
Aus der US-PS 40 60 752 ist ein Gegentaktwechselrichter
zum Betrieb einer elektrodenlosen Entladungslampe
bekannt. Ein derartiger Gegentaktwechselrichter ist jedoch
umständlich und teuer aufgebaut.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
einfach aufgebauten Halbbrückenwechselrichter mit hohem Wirkungsgrad (hoher
Ausbeute) zum Betrieb einer elektrodenlosen Entladungslampe
bei relativ hohen Frequenzen zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einem Halbbrückenwechselrichter
eingangs erwähnter Art gemäß der Erfindung durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches gelöst.
Eine Frequenz von mindestens 0,5 MHz bietet zur Speisung
einer elektrodenlosen Entladungslampe den Vorteil, daß die
Ausbeute der Einkopplung von der Lampenspule in die
Entladungsbahn in der Regel groß ist.
Die Ausbeute dieses Wechselrichters ist ziemlich hoch,
weil die Steuerung des Halbleiterschaltelements nahezu
verlustlos ist. Außerdem kann infolge des Durchschlagselementes
das Steuersignal rechteckig sein. Dies ist zur
Herabsetzung elektrischer Verluste im Halbleiterschaltelement
selbst förderlich. Auch führt der angegebene Typ
von Halbleiterschaltelement dabei zu einer weiteren
Vergrößerung der Ausbeute.
Der Erfindung liegt u. a. die Erkenntnis zugrunde, durch
eine bessere Steuerung der Halbleiterschaltelemente zu
einer höheren Ausbeute dieses Wechselrichters zu gelangen
und damit zu einer höheren Systemausbeute (Lumen pro
Watt) der Kombination von Wechselrichter mit einer zu
speisenden elektrodenlosen Entladungslampe. Der zu
benutzende Transformator kann durch die hohe Arbeitsfrequenz
von mindestens 0,5 MHz klein sein.
Unter einem VMOS-Halbleiterschaltelement sei hier ein
Power-MOS-Fet verstanden, bei dem eine Hauptelektrode an
der einen Seite des Kristalls des Halbleiterschaltelements
liegt und die andere Hauptelektrode an der anderen Seite
dieses Kristalls vorgesehen ist (Vertical Power MOS-FET).
Ein Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß die
Ausbeute sehr hoch ist, weil die Verluste im Halbleiterschaltelement
gering sind. Außerdem kann die Arbeitsfrequenz
groß sein, beispielsweise 2 MHz oder darüber.
Hierdurch wird die Einkopplung der Lampenspule in die
elektrodenlose Entladungslampe vergrößert, wodurch sich
ein weiterer Beitrag zur höheren Systemausbeute ergibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung eines als Frequenzwandler
dienenden Halbbrückenwechselrichters sowie einer zweiphasigen
Gleichrichteranordnung;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Lampeneinheit mit
einer elektrodenlosen Niederdruckquecksilberdampfentladungslampe
und einer Schaltungsanordnung nach Fig. 1.
In Fig. 1 sind 1 und 2 Eingangsanschlüsse zum Anschließen
an eine Wechselspannungsquelle von etwa 220 V, 50 Hz.
Zwischen den Anschlüssen 1 und 2 ist ein Entstörgerät 3
angeschlossen. Die Anschlüsse 1 und 2 sind ebenfalls die
Eingangsanschlüsse einer zweiphasigen Gleichrichteranordnung,
die eine mit vier Dioden ausgerüstete
Gleichrichterbrücke 4 enthält. Ein Ausgangsanschluß 5 der
Gleichrichteranordnung ist auch der Eingangsanschluß eines
Wechselrichters. Der zweite Ausgangsanschluß 6 der
Gleichrichteranordnung ist ebenfalls ein zweiter Eingangsanschluß
des Wechselrichters.
Die beiden Eingangsanschlüsse 5 und 6 des Wechselrichters
sind an einen Hauptkondensator 7 angeschlossen, der im
Betriebszustand der Schaltung eine Gleichspannungsquelle
für diesen Wechselrichter bildet.
Die Eingangsanschlüsse 5 und 6 des Wechselrichters sind
durch eine Serienschaltung aus einem ersten Hilfskondensator
8, einer Parallelschaltung einer Lampenspule 9 einerseits
und einer Reihenverbindung eines Kondensators 10 und
einer Primärwicklung 11 eines Stromtransformators 12
andererseits, einer Spule 13 und einem als VMOS ausgebildeten,
mit einer Steuerelektrode versehenen Halbleiterschaltelement
14 miteinander verbunden.
Die Lampenspule 9 ist mit der Entladungsbahn einer in
Fig. 1 schematisch dargestellten elektrodenlosen
Entladungslampe 15 gekoppelt. Für Einzelheiten über die
Spule 9 und die Lampe 15 sei auf Fig. 2 verwiesen.
Der Wechselrichter enthält ferner einen zweiten Hilfskondensator
16, der mit dem ersten Hilfskondensator 8 in
Serie geschaltet und weiter an den Anschluß 6 angeschlossen
ist.
Auch ist ein zweiter gleichartiger VMOS 17 vorgesehen, der
mit dem ersten VMOS 14 in Serie geschaltet und mit dem
Anschluß 5 verbunden ist.
In diesem Kreis bildet die Kombination der Schaltungselemente
9, 10, 11 und 13 den Mittelabzweig einer Brückenschaltung,
deren Schaltungselemente 8, 16, 17 und 14 sich
in den einzelnen vier Brückenzweigen befinden. Der erste
und der zweite Brückenzweig 8, 16 sind in Serie geschaltet.
Der dritte und der vierte Brückenzweig 14, 17 sind ebenfalls
in Serie geschaltet. Weiter liegt die Serienschaltung
des ersten und des zweiten Brückenzweigs 8, 16
parallel zur Serienschaltung des dritten und des vierten
Brückenzweigs 17, 14.
Der Transformator 12 besitzt zwei Sekundärwicklungen 18
und 19. Die Wicklung 18 ist ein Teil des Steuerkreises des
VMOS 17; sie verbindet eine Steuerelektrode des VMOS 17
mit einer Hauptelektrode dieses VMOS. Die Enden der
Wicklung 18 sind durch ein Durchschlagselement verbunden,
das aus zwei entgegengesetzt in Reihe geschalteten Zenerdioden
20 und 21 besteht. Die Wicklung 19 ist ein Teil
eines Steuerkreises des VMOS 14; sie verbindet eine
Steuerelektrode mit einer Hauptelektrode des VMOS 14. Die
Enden der Sekundärtransformatorwicklung 19 sind durch ein
Durchschlagselement verbunden, das aus zwei entgegengesetzt
in Reihe geschalteten Zenerdioden 22 und 23 besteht.
Die Steuerschaltung des VMOS 14 besitzt eine Starterschaltung,
die aus einer Serienschaltung eines Widerstandes 24
und eines Kondensators 25 besteht. Diese Serienschaltung
verbindet die beiden Eingangsanschlüsse 5 und 6 des
Wechselrichters. Die genannte Startschaltung umfaßt auch
ein Durchschlagelement (Diac) 26, das zwischen dem
Verbindungspunkt der Serienschaltung 24, 25 und der
Steuerelektrode des VMOS 14 angeschlossen ist.
Diese Schaltung arbeitet wie folgt: Wenn zwischen den
Anschlüssen 1 und 2 eine Wechselspannungsquelle angeschlossen
wird, werden über die Gleichrichterbrücke 4 die
Kondensatoren 7, 8 und 16 aufgeladen. Auch wird über den
Widerstand 24 der Kondensator 25 aufgeladen. Wenn der
Kondensator 25 soweit aufgeladen ist, daß die Durchschlagspannung
des Elements 26 erreicht ist, macht ein
Strompuls durch das Element 26 den VMOS 14 leitend. Dann
fließt ein Strom durch die Reihe 8, 9, 10, 11, 13, 14.
Dieser Strom erzeugt in der zunächst unbelasteten
Parallelschaltung 9, 10, 11 eine Schwingung. Sie sperrt
jetzt über den Transformator 12 den VMOS 14 und macht den
VMOS leitend. Hierdurch fließt ein Strom u. a. im
Kondensator 16. Danach wird wieder der VMOS 17 gesperrt
und der VMOS 14 leitend usw.
Die Ströme, die dabei die Lampenspule 9 durchfließen,
bewirken in der Entladungsbahn der elektrodenlosen
Entladungslampe 15 eine Entladung, wodurch diese leuchtet.
Mit Hilfe der Zenerdioden 20 und 23 sind die Steuersignale
für die VMOS-Schaltelemente 14 und 17 rechteckig gemacht.
In einem praktischen Ausführungsbeispiel haben die
Schaltungselemente ungefähr die in der nachstehenden
Tabelle angegebenen Werte:
| Tabelle | |
| Kondensator 7|8 µF | |
| Kondensator 8 | 22 nF |
| Kondensator 10 | 560 pF |
| Kondensator 16 | 22 nF |
| Kondensator 25 | 2,7 nF |
| Spule 9 | 5 µH |
| Spule 13 | 30 µH |
| Widerstand 24 | 1 MOhm |
| Zenerspannung der Zenerdioden 20 bis 23 | 5,6 V |
| Durchschlagspannung des Schaltungselements 26 | |
| 40 Volt | |
| Transformator-Primärwicklung 11 | 2 Windungen |
| Sekundärwicklung 18 | 15 Windungen |
| Sekundärwicklung 15 | 15 Windungen |
In diesem Fall ist die Arbeitsfrequenz etwa 3 MHz. Der wirksame
Strom durch die Spule 13 beträgt etwa 0,25 A und der durch die Spule
9 etwa 0,6 A. Dieser Wandler arbeitet im D-Betrieb. Ohne die Zenerdioden
20 bis 23 würden die Steuerspannungen der VMOS 14 und 17 10 V übersteigen.
In Fig. 2 ist eine mit der beschriebenen Schaltungsanordnung
ausgerüstete Lampeneinheit dargestellt.
In Fig. 2 ist 15 wiederum die elektrodenlose Entladungslampe,
hier im Längsschnitt dargestellt. 9 stellt die zweite Spule des Parallelkreises
9, 10, 11 dar; siehe weiter Fig. 1.
Die elektrodenlose Entladungslampe 15 besitzt einen Glaskolben
41 und einen Sockel 42. Die Innenwand des Lampenkolbens 41 ist mit einer
Leuchtstoffschicht 43 versehen, die die im Lampenkolben erzeugte Ultraviolettstrahlung
in sichtbares Licht umwandelt. Im Lampenkolben befinden
sich ein rohrförmiger Kanal 44 in Form eines Bogens, in den mit Hilfe
einer Klemmverbindung (nicht dargestellt) ein halbrunder Ferritkern 45
aufgenommen ist. Es wird mit Hilfe eines gesonderten Ferritjochs 46 zu
einem geschlossenen Ferritring vervollständigt. Das Joch 46 befindet sich
im Lampensockel 42. Die Trennlinie der beiden Ferritteile befindet sich
in der Ebene 47 a-47 b. Um das Joch 46 herum ist die Spule 9 gewickelt.
Die Spule 9 könnte auch teilweise oder völlig um das Ferritteil 45 gewickelt
sein. Die Spule 9 wird mit Hochfrequenz gemäß der Beschreibung
der Fig. 1 gespeist. Der Block 49 in Fig. 2 enthält die Gesamtheit der
Schaltungselemente 3 bis 8, 10 bis 14 und 16 bis 26 der Fig. 1.
1 und 2 sind Anschlüsse einer Schraubhülse 51 zum Anschließen
an das Speisenetz von z. B. 220 V, 50 Hz. 52 sind Verbindungsdrähte der
Anschlüsse 1 und 2 zum Block 49.
In einem Ausführungsbeispiel der beschriebenen Lampeneinheit
beträgt der Durchmesser des kugelförmigen Glaskolbens etwa 80 mm. Im
Lampenkolben befinden sich eine Quecksilbermenge (etwa 20 mg) und Argon
unter einem Druck von etwa 190 Pa. An der Innenwand des Lampenkolbens
befindet sich eine Leuchtstoffschicht, die aus einer Mischung dreier
Phosphore, und zwar aus blau lumineszierendem mit zweiwertigem Europium
aktiviertem Bariummagnesiumaluminat, grüne lumineszierendem mit Terbium
aktivierten Ceriummagnesium-aluminat und rot lumineszierenden mit dreiwertigem
Europium aktivierten Yttriumoxid besteht. Die Außenwand des
rohrförmigen Kanals 44 ist mit einer reflektierenden Schicht 43 a (Titanoxid)
versehen. Diese Schicht ist elektrisch nicht leitend, um die Einkopplung
der Spule 9 in die Entladungsbahn des Lampenkolbens 41 nicht zu
stören. Die Schicht 43 a ist auch an der dem Lampensockel zugekehrten Wand
des Lampenkolbens angebracht. Der magnetische Werkstoff des Ringkerns
45, 46 besteht aus einem Ferrit mit einer Permeabilität von etwa 100.
Die Spule 9 besteht aus acht Windungen eines Kupferfolienbandes mit einer
Breite von etwa 2 mm und einer Dicke von etwa 0,1 mm. Der Hochfrequenzoszillator
hat, wie bereits bemerkt, eine Frequenz von etwa 3 MHz.
Bei einer zugeführten Leistung von etwa 17 W beträgt der Lichtstrom
850 Lumen. Die Ausbeute des Frequenzwandlers beträgt gut 80%. Die
Systemausbeute (Lampe + Speisung) beträgt etwa 50 Lumen/W.
Die hohe Ausbeute des beschriebenen Frequenzwandlers wird dadurch
erreicht, daß die Verluste in den Steuerkreisen der Halbleiterschaltelemente
sowie die Verluste in den Halbleiterschaltelementen selbst
klein sind.
Die beschriebene Lampeneinheit kann beispielsweise eine Glühlampe
ersetzen.
Claims (1)
- Halbbrückenwechselrichter zum hochfrequenten Betrieb einer Entladungslampe (15), in dessen ersten und zweiten Brückenzweig jeweils ein Hilfskondensator (8, 16) und in dessen dritten und vierten Brückenzweig jeweils ein Halbleiterschaltelement (14, 17) angeordnet ist und in dessen Mittelabzweig die Entladungslampe liegt, wobei die Halbleiterschaltelemente mit Sekundärwicklungen (18, 19) eines Transformators (12) verbunden sind, dessen Primärwicklung (11) mit dem Mittelabzweig in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß zum Betrieb einer induktiv anregbaren elektrodenlosen Entladungslampe mit einer Frequenz von mindestens 0,5 MHz die Halbleiterschaltelemente (14, 17) Power-MOS-Fets, insbesondere mit VMOS-Struktur, sind und im Mittelabzweig der Brückenschaltung eine Spule (13) in Reihe mit einer Parallelschaltung aus einer Lampenspule (9) einerseits und einer Reihenschaltung eines Kondensators (10) und der Primärwicklung (11) des Transformators (12) andererseits vorhanden sind, wobei die Steuerelektrode und eine Hauptelektrode der Power-MOS-FETs (14, 17) miteinander jeweils durch eine der Sekundärwicklungen (19, 18) des Transformators verbunden sind und parallel zu diesen Sekundärwicklungen jeweils ein Durchschlagselement (22, 23) geschaltet ist, wobei das Übersetzungsverhältnis des Transformators (12) so groß ist, daß im Betriebszustand die Spannung über diesen Durchschlagselementen den Durchschlagwert erreicht.
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