DE19546874A1 - Elektronisches Stromversorgungsgerät - Google Patents
Elektronisches StromversorgungsgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Stromversorgungsgerät nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Solche Stromversorgungsgeräte sind allgemein bekannt. Die bei herkömmlichen
Stromversorgungsgeräten verwendeten Transformatoren können gegenüber
solchen Transformatoren, die zur Abwärtstransformation bei Netzfrequenz
verwendet werden, verhältnismäßig kleine räumliche Abmessungen haben, weil die
Frequenz des Sperrwandlers gegenüber der Netzfrequenz relativ hoch ist und daher
für die Transformatoren kleine Ferritkerne einsetzbar sind
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Aufwand für das
Stromversorgungsgerät der eingangs genannten Art zu vermindern und den
Wirkungsgrad des Stromversorgungsgeräts weiter zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Bei einem solchen Stromversorgungsgerät brauchen keine teuren
Glättungskondensatoren verwendet werden. Ferner wird durch die Parallel-
RC-Glieder in den Steuerkreisen der Transistoren ein schnellerer Ladungsträgerabfluß
an den Basen der Transistoren bei deren Abschalten erreicht, so daß die
Abhängigkeit der Sperrwandlerfrequenz von der Speicherzeit der Transistoren
verringert wird. Diese Parallel-RC-Glieder vermindern auch die Verlustleistung der
Transistoren, so daß der Wirkungsgrad des Stromversorgungsgerätes erhöht wird.
So kann ein Wirkungsgrad von 95% erreicht werden. Außerdem wird mit dem im
Anspruch 1 gekennzeichneten Sperrwandler ein Sanftanlauf erzielt.
Damit der Sperrwandler gegen Überlast geschützt werden kann, wird nach einer
weiteren Ausbildung der Erfindung im Emitterkreis des zweiten Transistors ein
Emitterwiderstand angeordnet, von dem eine Spannung zur Beeinflussung der
Spannung am dritten Kondensator im Sinne einer Verminderung abgeleitet wird.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Überlastschutzkreises sieht gemäß der
Erfindung vor, daß an den Emitterwiderstand über ein Gleichrichter- und
Glättungsglied die Basis-Emitter-Strecke eines dritten Transistors angeschlossen
ist, dessen Kollektor-Emitter-Strecke dem dritten Kondensator parallel liegt.
Die bekannten Stromversorgungsgeräte werden meistens in Kunststoffgehäusen
untergebracht, wobei die Anschlußklemmleisten außerhalb des Gehäuses
angeordnet sind und die Anschlüsse daher nicht gegen Berührung geschützt sind.
Um hier Abhilfe zu schaffen, werden gemäß einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung die elektrischen Anschlüsse des Stromversorgungsgerätes innerhalb des
Gehäuses angeordnet und nur über an das Gehäuse angespritzte Führungshülsen
für Schraubenzieher zugänglich gemacht.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung für ein elektronisches
Stromversorgungsgerät,
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Gehäuseoberteil für das
Stromversorgungsgerät,
Fig. 3 eine Ansicht des in Fig. 2 dargestellten Gehäuseoberteils von
unten,
Fig. 4 einen Schnitt durch das Gehäuseunterteil für das
Stromversorgungsgerät (längs der Linie A-A in Fig. 5) und
Fig. 5 eine Draufsicht auf das in Fig. 4 dargestellte Gehäuseunterteil.
Das in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 angegebene Stromversorgungsgerät
dient zur Stromversorgung von Halogenlampen aus dem Wechselstromnetz und ist
vorzugsweise als Vorschaltgerät für solche Lampen ausgebildet.
An mit dem Wechselstromnetz verbindbare Eingangsanschlüsse a1, a2 ist über ein
auf die Sperrwandlerfrequenz abgestimmtes Filter C1, L1, C2 ein
Brückengleichrichter D1 angeschlossen. Dieser Filter verhindert, daß Spannungen
mit der Sperrwandlerfrequenz ins Wechselstromnetz eingekoppelt werden. Die
Ausgangsspannung des Brückengleichrichters D1 wird nicht geglättet. An den
Ausgang des Brückengleichrichters D1 sind in Reihe liegende Kollektor-Emitter-
Strecken zweier Transistoren T2, T3 und zwei in Reihe liegende Kondensatoren
C7, C8 angeschaltet, wobei im Emitterkreis des Transistors T3 ein
Emitterwiderstand R12 liegt. Zwischen dem gemeinsamen Verbindungspunkt dieser
Kollektor-Emitter-Strecken und dem gemeinsamen Verbindungspunkt dieser
Kondensatoren liegt die Reihenschaltung einer Wicklung W1 eines Transformators
L2 und eine Wicklung eines weiteren Transformators L3, wobei beide
Transformatoren vorzugsweise mit Ferritkernen ausgestattet sind.
Ausgangswicklungen des Transformators L3 sind an Ausgangsanschlüsse a3, a4
angeschlossen, mit denen Halogenlampen verbindbar sind. Die Basis-Emitter-
Strecken der Transistoren T2, T3 werden durch je eine Wicklung W2, W3 des
Transformators L2 über ein jeweils zugeordnetes Parallel-RC-Glied R5, C5 bzw. R6,
C6 und einen Strombegrenzungswiderstand R3 bzw. R1 gesteuert, wobei der
Basis-Emitter-Strecke des Transistors T2 ein Widerstand R7 parallel liegt und der
Reihenschaltung aus der Basis-Emitter-Strecke des Transistors T3 und dem
Emitterwiderstand R12 ein Widerstand R8 parallel liegt. Der Steuerkreis des
zweiten Transistors T3 ist über eine Diac D3 an einen dritten Kondensator C3
angeschlossen, der über einen Widerstand R2 mit dem
Brückengleichrichterausgang verbunden ist. Der Kollektor des Transistors T3 ist
über eine Diode D2 mit dem gemeinsamen Verbindungspunkt des Widerstands R2
und des Kondensators C3 verbunden.
An den Ausgang des Brückengleichrichters D1 ist noch ein Varisator R1
angeschlossen, der den Sperrwandler vor Überspannungsspitzen aus dem
Wechselstromnetz schützt. Ferner ist noch der Kollektor-Emitter-Strecke des
Transistors T2 eine Freilaufdiode D5 und der Reihenschaltung aus der Kollektor-
Emitter-Strecke des Transistors T3 und dem Emitterwiderstand R12 eine
Freilaufdiode D6 parallel geschaltet. Diese Freilaufdioden schützen die Transistoren
T2, T3 vor Überspannungen beim Abschalten.
An den Emitterwiderstand R12 ist über ein Gleichrichter- und Glättungsglied D4,
R9, C4 und einen Strombegrenzungswiderstand R10 die Basis-Emitter-Strecke
eines dritten Transistors T1 angeschlossen ist, dessen Kollektor-Emitter-Strecke
dem dritten Kondensator C3 parallel liegt und an dessen Basis-Emitter-Strecke ein
Widerstand R11 angeschlossen ist. Dieser zuletzt beschriebene Schaltungsteil dient
als Überlastungsschutz für die Transistoren T2, T3 bei Kurzschluß an den
Ausgangsanschlüssen a3, a4.
Die Netzspannung wird mit dem Brückengleichrichter D1 in eine Gleichspannung
aus sinusförmigen Halbwellen mit doppelter Netzfrequenz gleichgerichtet. Wenn die
Spannung am Kondensator C3 die Zündspannung, beispielsweise von 34 V, der
Diac D3 erreicht hat, wird der Transistor T3 leitend gesteuert, so daß
Schwingungen mit einer Frequenz von etwa 27 kHz beginnen können. Dabei
werden die Transistoren T2, T3 im Gegentakt von den Wicklungen W2, W3
gesteuert. Der Kollektorstrom des Transistors T2 fließt während der einen
Halbwelle über den Kondensator C7, die Eingangswicklung des Transformators L3
und die Wicklung W1, während der Kollektorstrom des Transistors T2 während der
anderen Halbwelle in Gegenrichtung über die Wicklung W1, die Eingangswicklung
des Transformators L3 und den Kondensator C8 fließt.
Der Zündzeitpunkt der Diac D3 kann mit der Zeitkonstanten des RC-Gliedes R2, C3
variiert werden, so daß man mit einem Potentiometer die Halogenlampen dimmen
könnte. Nachdem der Schwingzyklus sanft eingesetzt hat, sorgt die Diode D2
dafür, daß die Spannung am Kondensator C3 die Zündspannung der Diac D3 nicht
wesentlich überschreitet, so daß der Transistor T3 wieder abschalten kann.
Die Frequenz des Sperrschwingers hängt hauptsächlich von der Größe und der
maximalen Flußdichte des Transformators L2 und der Speicherzeit der Transistoren
T2, T3 ab. Wenn die Schwingung begonnen hat, steigt der Strom im Transformator
L3 bis zur Kernsättigung an. Ist die Kernsättigung erreicht, fällt der Basisstrom des
durchgeschalteten Transistors T2 bzw. T3 auf Null, und dieser Transistor schaltet
nach seiner Speicherzeit ab. Die Abhängigkeit der Sperrwandlerfrequenz von der
Speicherzeit der Transistoren T2, T3 wird durch die Parallel-RC-Glieder R5, C5 und
R6, C6 minimiert. Diese Glieder beschleunigen den Ladungsträgerabfluß an den
Basen beim Abschalten dieser Transistoren. Demnach kann die
Sperrwandlerfrequenz im wesentlichen konstant gehalten werden.
Bei einem Kurzschluß an den Ausgangsanschlüssen a3, a4 steigt der
Kollektorstrom der Transistoren T2, T3 sehr stark an. Der starke Kollektorstrom
des Transistors T3 verursacht einen hohen Spannungsabfall am Emitterwiderstand
R12, wodurch der Kondensator C4 aufgeladen wird. Wenn die Spannung am
Kondensator C4 so groß wird, daß die Ansprechschwelle der Basis-Emitter-Strecke
des Transistors überschritten wird, wird dieser Transistor leitend gesteuert. Damit
verhindert dieser Transistor, daß die Diac D3 beim Zyklusbeginn zünden kann. Der
Kondensator C4 wird danach über die Steuerstrecke des Transistors T1 und die
Widerstände R10, R11 langsam entladen, bis die Spannung unterhalb der
Basisschwellspannung des Transistors T1 fällt. Danach folgt ein Neubeginn des
Schwingzyklus. Wenn die Ausgangsanschlüsse a3, a4 immer noch
kurzgeschlossen sind, beginnt der Sperrvorgang von neuem.
In den Fig. 2 bis 5 ist ein Kunststoffgehäuse aus einem Gehäuseoberteil 10
(Fig. 2, 3) und einem Gehäuseunterteil 20 (Fig. 4, 5) dargestellt. In dieses
sehr kleine Gehäuse ist das in Fig. 1 dargestellte Gerät so einbaubar, daß die
Anschlüsse a1 bis a4 nicht berührt werden können. Die Gehäuseteile 10, 20 haben
einen kastenförmigen Aufbau und können mittels Schnappverbindungen oder/und
mittels Nieten miteinander fest verbunden werden. An den Enden des
Gehäuseoberteils 10 sind Hülsen 11 für den Zugang zu den Anschlüssen a1, a2
und Hülsen 12 für den Zugang zu den Anschlüssen a3, a4 und weiteren ähnlichen
Anschlüssen angespritzt. Durch die Hülsen 11, 12 kann ein Schraubenzieher zum
Befestigen von Leitungsdrähten geführt werden, die zu diesem Zweck durch
Durchführungen 13, 14 des Gehäuseoberteils 10 durchführbar sind. Das
Gehäuseoberteil 20 hat an den Enden jeweils eine zwei Befestigungslöcher
aufweisende Befestigungslasche 21 bzw. 22, die so ausgebildet ist, daß sie bei
Bedarf abbrechbar ist.
Claims (4)
1. Elektronisches Stromversorgungsgerät zur Speisung von
Niedervoltverbrauchern, insbesondere Halogenlampen, aus dem
Wechselstromnetz mit einem vom Netz gespeisten Doppelweggleichrichter
und einem an diesen Gleichrichter angeschlossenen Sperrwandler, der aus
einer Transistorgegentaktstufe mit einem in deren Ausgang liegenden
Transformator gebildet ist und dessen Frequenz wesentlich höher als die
Netzfrequenz ist,
gekennzeichnet durch
einen Sperrwandler mit folgenden Merkmalen:
- a) in Reihe liegende Kollektor-Emitter-Strecken zweier Transistoren (T2, T3) und zwei in Reihe liegende Kondensatoren (C7, C8) sind an den Ausgang des eine ungeglättete Gleichspannung abgebenden Doppelweggleichrichters (D1) angeschaltet,
- b) zwischen dem gemeinsamen Verbindungspunkt dieser Kollektor- Emitter-Strecken und dem gemeinsamen Verbindungspunkt dieser Kondensatoren liegt eine Wicklung (W1) des Transformators (L2),
- c) die Basis-Emitter-Strecken der Transistoren (T2, T3) werden durch je eine Wicklung (W2, W3) des Transformators (L2) über ein jeweils zugeordnetes Parallel-RC-Glied (R5, C5; R6, C6) gesteuert und
- d) der Steuerkreis des zweiten Transistors (T3) ist über eine Diac (D3) an einen dritten Kondensator (C3) angeschlossen, der über einen Widerstand (R2) mit dem Doppelweggleichrichterausgang verbunden ist.
2. Stromversorgungsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Emitterkreis des zweiten Transistors (T3) ein Emitterwiderstand
(R12) angeordnet ist, von dem eine Spannung zur Beeinflussung der
Spannung am dritten Kondensator (C3) im Sinne einer Verminderung
abgeleitet wird.
3. Stromversorgungsgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Emitterwiderstand (R12) über ein Gleichrichter- und
Glättungsglied (D4, R9, C4) die Basis-Emitter-Strecke eines dritten
Transistors (T1) angeschlossen ist, dessen Kollektor-Emitter-Strecke dem
dritten Kondensator (C3) parallel liegt.
4. Stromversorgungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zum Einbau in ein
Kunststoffgehäuse,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Anschlüsse (a1 bis a4) des Stromversorgungsgerätes
innerhalb des Gehäuses (10, 20) angeordnet sind und nur über an das
Gehäuse angespritzte Führungshülsen (11, 12) für Schraubenzieher
zugänglich sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19546874A DE19546874A1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Elektronisches Stromversorgungsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19546874A DE19546874A1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Elektronisches Stromversorgungsgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19546874A1 true DE19546874A1 (de) | 1997-06-19 |
Family
ID=7780228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19546874A Withdrawn DE19546874A1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Elektronisches Stromversorgungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19546874A1 (de) |
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