-
BESCHREIBUNG
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verteilung von
aus einem einreihigen Förderer kommenden Behältern, wie Flaschen, Dosen u.dgl.,
auf einen mehrreihigen Förderer.
-
Bei der Verpackung von Behältern im allgemeinen, und insbesondere
von Flaschen, Dosen u.dgl., kommen die Behälter gewöhnlich auf einem einreihigen
Förderer von einer FUll-und Verschlussstation an und müssen sodann auf einen mehrreihigen
Förderer verteilt werden, um die Bildung von Behältergruppen zu gestatten, die einer
Verpackungsmaschine zugefUhrt werden, um sie in Pakete oder Kartonschachteln zu
verpacken.
-
Um die Aufteilung in mehrere parallele Reihen zu erhalten, müssen
die in einer einzigen Reihe ankommenden Behälter seitlich, d.h. quer zur Förderrichtung
verschoben werden.
-
Bei einem bekannten derartigen Verteilungssystem werden die in einer
einzigen Reihe ankommenden Behälter auf eine, aus einer Reihe von gesteuert quer
verschiebbaren Platten bestehende Fläche gebracht.
-
Dieses System ist nicht nur aufbaumässig aufwendig, sondern besitzt
auch den Nachteil, dass die Behälter während ihrer Querverschiebung auf den genannten
Platten in keiner Weise
geführt oder kontrolliert sind, so dass
sie plötzlicheBeschleunigungen und Abbremsungen sowie Ruttelungen und andere Misshandlungen
erleiden, denen zufolge sie umfallen können bzw. die jedenfalls Störungen im regulären
Vorschub der Behälter hervorrufen.
-
Bei einem anderen bekannten System werden die einreihig ankommenden
Behälter der Reihe nach in eine Mehrzahl orientierbarer Elemente eingeführt, die
oberhalb eines Bandförderers angeordnet sind und von einer ersten Lage, in der sie
alle in einer Richtung schräg zur Förderrichtung des Förderers ausgerichtet sind,
in eine zweite Lage schwenkbar sind, in der sie parallel zur Förderrichtung des
Förderers ausgerichtet sind. Jedes orientierbare Element besitzt dabei zwei Seitenwände,
die einen Raum begrenzen, in welchen die zu verteilenden Behälter eintreten können.
Bei diesem System werden die Behälter wohl während des Vorschubs und während der
Ausrichtung durch die Seitenwände der orientierbaren Elemente geführt und unter
Kontrolle gehalten, doch liegen sie auf dem Förderband auf, welches sich dauernd
in der gleichen Richtung bewegt,so dass sie bei ihrer Bewegung schräg zu dieser
Richtung Seitenkräften ausgesetzt sind, welche eine Drehung der Behälter um;ihre
eigne Achse hervorrufen und somit eine starke Reibung an den FührungswUnden verursachen.
-
Auch dieses System ist daher nicht vollkommen zufriedenstellend und
es ist jedenfalls in der Hauptsache für Behälter mit nicht kreisförmigem Querschnitt
bestimmt.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Verteilung von
Behältern mit beliebigem Querschnitt zu schaffen, die eine tatsächliche und sichere
Kontrolle und eine vollständige Führung der Behälter während ihrer Verteilung von
einer auf mehrere parallele Reihen gestattet und die auch ein unerwünschtes Gleiten
der Behälter auf Förderbändern vermeidet.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss eine zwischen einem
Einreihenförderer und einem Förderer mit mehreren parallelen Reihen einzuschaltende
Verteilungsvorrichtung vorgeschlagen, die im wesentlichen einen, um eine lotrechte,
die Mittelachse des Einreihenförderers kreuzende Achse schwenkbaren Konsolträger
und Antriebsmittel zur schrittweisen Schwenkung desselben um vorbestimmte Schwenkwinkel
umfasst, wobei der Konsolträger eine Auflageebene fUr die vom Einreihenförderer
kommenden Behälter und zwei angetriebene seitliche Riemen aufweist, die einen Förderkanal
bilden und geeignet sind, eine Mehrzahl von Behältern zwischen sich zu halten und
auf der Auflageebene vorwärtszubewegen und wobei der Förderkanal zwischen den beiden
seitlichen Riemen an seinem Eintritts- und Austrittsende knapp und ein gewisses
Stück dem Einreihenförderer bzw. dem Mehrreihenförderer Uberlagert ist.
-
Die Winkellagen, welche der Konsolträger annehmen kann entsprechen
einer gleichen Anzahl von Kanälen des Mehrreihenförderers und die Schwenkrichtung
des Konsolträgers um die lotrechte Achse ist umkehrbar, d.h. nach Erreichen einer
Extremlage in einem Schwenksinn werden Schwenkbewegungen
um vorbestimmte
Schwenkschr-itte im anderen Sinn gesteuert.
-
Die Antriebsmittel zur Herbeiführung dieser schrittweisen Schwenkungen
im einen oder anderen Sinn bestehen vorzugsweise aus einem am Konsol träger befestigten
Zahnsektor und aus einer um eine lotrechte Achse drehbaren Scheibe, die in diametral
gegenüberliegenden Lagen Rollen trägt, welche in die Zahnlücken des Zahnsektors
eingreifen können. Im Stillstand der Scheibe greifen ihre beiden Rollen in zwei
benachbarte Zahnlücken des Zahnsektors ein. Wird die Scheibe mit den Rollen um 180°
gedreht, dann wird der Zahnsektor um einen Schritt mit veränderlicher Geschwindigkeit
geschwenkt, d.h. mit langsamen Anlauf und Anhalten Der Abstand zwischen den Achsen
der ZahnlUcken des Zahnsektors bestimmt den Schwenkwinkel des Konsolträgers bei
jedem Schwenkschritt und die Anzahl der Zähne des Zahnsektors zwischen den Zahnlücken
bestimmt die Anzahl der Kanäle des Mehrreihenförderers am Ausgang der Vorrichtung.
-
Der gegenseitige Abstand der beiden am Konsol träger angeordneten,
angetriebenen seitlichen Riemen ist zweckmässig einstellbar, um die Riemen an den
zu verteilenden Behältern zum Anliegen bringen zu können.
-
Ferner ist die Laufgeschwindigkeit des Riemenpaares zweckmässig grösser
als die Fördergeschwindigkeit des Einreihenförderers, um die Behälter in einen gegenscitigen
Abstand zu bringen.
-
Es versteht sich, dass die Verteilervorrichtung vorteilhafterweise
mit zweckmässigen automatischen Steuer- und Kontrollorganen ausgestattet werden
kann, wie Fotozellen, Zähleinrichtungen u.dgl., um ihre EinfUgung in eine kontinuierliche
Produktionslinie zu gestatten.
-
Die Kennzeichen und Vorteile der erfindungsgemässen Verteilervorrichtung
ergeben sich noch klarer aus der nachfolgenden Beschreibung eines AusfUhrungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
-
Fig.1 zeigt die Vorrichtung in Draufsicht, Fig.2 ist eine Seitenansicht,
teilweise im Schnitt und Fig.3 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 111-111
der Fig.1.
-
Wie sich aus der Zeichnung ergibt, ist die allgemein mit 10 bezeichnete
Verteilervorrichtung zwischen einem Zufuhr-Einreihenförderer bestehend aus einem
Förderband 11 und einem Abfuhr-Mehrreihenförderer bestehend aus einem entsprechend
breiteres Förderband 12 eingeschaltet. Oberhalb des Förderbandes 12 sind parallele
Trennwände 13 angeordnet, die eine Reihe von parallelen Kanälen begrenzen, auf welche
die seitens des Förderbandes 11 zugefUhrten Behälter 14 aufzuteilen sind.
-
Die Verteilervorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem Konsolträger
15, der mittels Lageransätze 16 (siehe
Fig.2) um einen lotrechten
Zapfen 17 schwenkbar gelagert ist, welcher Zapfen seinerseits vom Gestell 18 getragen
wird.
-
Die Achse des Zapfens 17, um den der Konsolträger 15 schwenkbar ist,
kreuzt die Längsmittelachse des Zufuhrförderers 11.
-
Der Konsol träger 15 weist an seiner Oberseite in Långsrichtung eine
Auflageebene 19 auf, die eintrittsseitig knapp auf das Förderband 11 folgt und die
austrittsseitig bis k.napp zu einer kreissektorförmigen Abstandsebene 20 reicht,
an welche wieder das Förderband 12 anschliesst.
-
Seitlich der Auflageebene 19 sind am Konsolträger 15 zwei parallele
lotrechte Wände 21f 22 angebracht, die als StUtze und zur FUhrung von zwei Riemen
23, 24 dienen. Jeder dieser Riemen ist über zwei Endumlenkrollen 25, 26 und über
mittlere Rollen 27, 28 geführt, die an Trägern 29 gelagert sind, welche einstellbar
am Konsolträger 15 befestigt sind. Es ist darauf hinzuweisen, dass die mittleren
Rollen 28 der beiden Riemen 23, 24 angetrieben sind, um ihrerseits die Riemen anzutreiben,
so dass deren parallele inneren Zweige sich gleichsinnig mit dem Zufuhrförderband
11 und mit dem Abfuhrförderband 12 bewegen. Es ist ferner bemerkenswert, dass sich
das Riemenpaar 23, 24 sowohl eintritts- als auch austrittsseitig ein gewisses Stück
knapp über das Zufuhrförderband 11 bzw. über das Abfuhrförderband 12 erstreckt,
so dass die auf dem Zufuhrförderband ankommenden Behälter seitens der Riemen 23,
24 ergriffen und von diesem abgenommen, auf der Auflageebene 19 und sodann auf der
Abstandsebene 20 weiterbefördert und schliesslich auf den Abfuhrförderer 12 abgegeben
werden. Auf diesem gesamten Weg sind die Behälter 14
niemals frei,
sich aus zufälligen Gründen zu bewegen, sondern sie werden ständig unter Kontrolle
gehalten und können jederzeit angehalten, gezählt und verschoben werden.
-
Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die lotrechten Seitenwände 21,
22 und die Führungsrollen 25-28 der Riemen 23, 24 am Konsolträger 15 leicht eingestellt
(einander angenähert oder voneinander entfernt) werden können, um eine Anpassung
an verschiedene Behälterabmessungen zu gestatten. Die parallelen inneren Zweige
der Riemen 23, 24 unterliegen dem federnden Druck von Platten 30, die mittels Zapfen
31 an den betreffenden SeitenwSnden 21, 22 verschiebbar angebracht sind und unter
der Wirkung von Federn 32 stehen, so dass die inneren Zweige der Riemen elastisch
gegen die Innenseite des durch die Riemen gebildeten Kanals gedrückt werden und
damit die zu befördernden Behälter gut ergreifen.
-
Der Antrieb der Riemen 23, 24 durch die Rollen 28 erfolgt folgendermassen.
Ein am Gestell 18 angeordneter Motor 33 treibt ein Uebersetzungsgetriebe 34 an,
dessen Ausgangswelle einen Zahnkranz 35 trägt, derachsengleich zur Schwenkachse
(Achse des Zapfens 17) des Konsolträgers angeordnet ist. Der Zahnkranz 35 Uberträgt
die Bewegung mittels eines Kettentriebes 36 auf ein Zahnritzel 37, das über eine
erste Gelenkwelle 38 mit der Antriebsrolle 28 eines der beiden Riemen verbunden
ist. Das Zahnritzel 37 trägt ferner ein
Zahnrad 39, das mit einem
zweiten Zahnrad 40 kämmt, welches über eine zweite Gelenkwelle 41 mit der Antriebsrolle
28 des zweiten Riemens verbunden ist (siehe Fig.3).
-
Die Drehzahl des Motors 33 wird derart eingestellt, dass das Riemenpaar
23, 24 Uber das beschriebene Getriebe mit einer grösseren Laufgeschwindigkeit als
jene des Zufuhr-Förderbandes 11 angetrieben wird.
-
Zur Schwenkung des Konsol trägers 15 und der an ihm angebrachten Vorrichtungsteile
um vorbestimmte Schwenkschritte ist unten am freien Ende des Konsolträgers 15 ein
Zahnsektor 42 befestigt. Im dargestellten Fall (Fig.1) weist dieser Zahnsektor 42
sechs ZahnlUcken 43 auf, die nach unten und nach vorne offen sind und deren Längsachsen
in bezug auf die lotrechte Schwenkachse des Konsolträgers radial verlaufen. Die
Anzahl der Zähne zwischen den Zahnlücken 43 entspricht der Anzahl von Kanälen des
mehrreihigen Abfuhrförderers (im vorliegenden Fall funf Kanäle).
-
Unter dem Zahnsektor 42 ist eine Scheibe 44 mit lotrechter Achse angeordnet,
die oben zwEi einander diametral gegenUberliegende Rollen 45 trägt, welche dazu
bestimmt sind, in die ZahnlUcken 43 des Zahnsektors 42 einzugreifen. Der Abstand
zwischen den Rollen 45 entspricht dem Achsabstand zwischen je zwei benachbarten
ZahnlUcken, der den bei jedem Schwenkschritt seitens des Konsolträgers 15 ausgefUhrten
Schwenkwinkel festlegt.
-
Die Scheibe 44 mit den beiden Rollen 45 sitzt auf der Ausgangswelle
eines
am Gestell 18 angebrachten und durch einen umkehrbaren Motor 47 antreibbaren Untersetzungsgetriebes
46.
-
Durch geeignete Steuerungen (Mikroschalter u.dgl.) kann der Motor
47 derart betrieben werden, dass er die Scheibe 44 mit den Rollen 45 jeweils um
1800 dreht, entsprechend einem Schwenkschritt des Konsolträgers 15. Durch eine solche
Einheitsschwenkung wird das Austrittsende des durch die beiden Riemen 23, 24 gebildeten
Förderkanals jeweils von einer,.dem Eintritt in einen Kanal des Abfuhrförderers
(zwischen zwei Trennwänden 13) gegenüberliegenden Lage in eine dem Eintritt eines
benachbarten Kanals gegenüberliegende Lage verschoben.
-
Es ist bemerkenswert, dass diese Einheitsschwenkungen des Konsolträgers
15 mit veränderlicher Geschwindigkeit ausgefUhrt werden, und zwar mit einem langsamen
Anlauf und Anhalten, was für eine heikle Behandlung der zu verteilenden Behälter
äusserst vorteilhaft ist.
-
Zur Umkehr des Drehsinnes des Motors 47 sind Mikroschalter 48, 49
vorgesehen, mit denen der Zahnsektor 42 oder ein an ihm befestigter Teil am Ende
der vorgesehenen Hin- bzw. Herschwenkung in BerUhrung kommt.
-
Die Anzahl der Kanäle des Abfuhrförderers kann leicht verändert werden,
indem man den Zahnsektor 42 austauscht bzw.
-
indem man gegebenenfalls die Umkehrmikroschalter 48, 49 zweckmässig
verstellt.
-
Aus der vorangehenden Beschreibung ergeben sich eindeutig die Vorteile
der erfindungsgemässen Verteilervorrichtung.
-
Dieselbe gestattet tatsächlich eine vollständige Kontrolle der Behälter
bei ihrem Uebergang von dem Einreihenförderer zu dem Mehrreihenförderer, eine heikle
Behandlung der Behälter mit minimalen ErschUtterungen während dieses Ueberganges,
wobei ein Gleiten in seitlicher Richtung vermieden ist. Die Vorrichtung ist leicht
an unterschiedliche Behälterformate und an eine veränderliche Anzahl von Kanälen
des Mehrreihenförderers anpassbar. Die Anzahl der jeweils in einen der Kanäle des
Abfuhrförderers einzuleitenden Behälter kann mittels einer zweckmässigen Zähleinrichtung
vorbestimmt werden, die in der Nähe des Austrittsendes des durch das Riemenpaar
gebildeten Förderkanals angeordnet wird. Nach dem Durchgang der gewtlnschten Anzahl
von Behältern gibt diese Zähleinrichtung eine Steuerung an den Motor 47 ab, um den
Konsolträger um einen Schritt weiterzuschwenken. Es versteht sich, dass auch diese
Anzahl leicht verändert werden kann, indem man die Zähleinrichtung entsprechend
einstellt.
-
Die erfindungsgemässe Verteilervorrichtung ist somit auch durch eine
grosse Vielseitigkeit und Anpassbarkeit an unterschiedliche Erfordernisse einer
kontinuierlichen automatischen Produktionslinie gekennzeichnet.
-
Leerseite