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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Transporteinheit zum Befördern länglicher Produkte.
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Genauer gesagt bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf eine Einheit zum Befördern
von Windeln, für
die die folgende Beschreibung nur als Beispiel angeführt wird.
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Bei Herstellungssystemen für Windeln
werden in U-Form gefaltete Windeln entlang eines vorgegebenen Pfads
nacheinander einem Stapelgerät
zugeführt,
wobei jede Windel parallel zu ihrer Längsachse geführt wird,
und wobei die in U-Form gefaltete Kante nach vorne und quer zur
Längsachse
zeigt. Diese Stellung wird bis zum Stapelgerät beibehalten.
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Bekannte Stapelgeräte weisen
normalerweise einen Taschenförderer
auf, dessen Taschen stufenweise quer zur Bewegungsrichtung und zur
Faltkante der Windeln über
den Windelpfad geführt
werden, und der Reihe nach entlang des Windelpfads angehalten werden,
damit jede Windel mir der Faltkante zuerst in eine jeweilige Tasche
eingeführt
werden kann.
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Die Betriebsfrequenz des Stapelgeräts hängt offensichtlich
von der Bewegungsgeschwindigkeit der Windeln, jedoch zusätzlich auch,
bei vorgegebener Bewegungsgeschwindigkeit, von der Länge der Windeln
ab, d.h. der Größe der Windeln
quer zur Faltkante, die immer größer ist,
als die Größe parallel zur
Faltkante. Dies bedeutet, dass es, je länger die Windel ist, umso länger dauert,
dass jede Windel N bei vorgegebener Bewegungsgeschwindigkeit N in die
jeweilige Tasche auf dem Stapelgerät eingeführt wird, und dass die Betriebsfrequenz
des Stapelgeräts
um so geringer ist. Zur vorstehend erläuterten Beförderung der Windeln werden
Transportgeräte der
in der
US 5188212 offenbarten
Art verwendet.
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Die
US
5188212 bezieht sich insbesondere auf eine sich drehende
Transporteinrichtung zum Transportieren von Windeln von einem ersten
Förderer
zu einem zweiten Förderer;
die Vorrichtung weist einen Schwenkarm mit einer Achse und einen
drehbar an der Achse des Schwenkarms befestigten Drehteller auf,
der sich zumindest teilweise bis zu den ersten und zweiten Förderern
erstreckt. Mitnehmer sind in regelmäßigen Abständen am Umfang des Drehtellers
drehbar unter dem Drehteller angeordnet. Die Mitnehmer weisen Greifvorrichtungen
und eine Mitnehmerachse zur Gegendrehung auf, um nacheinander jede
Windel, die vom ersten Förderer
befördert
wird, zu greifen. Jede Windel wird von einem betreffenden Mitnehmer
vom ersten Förderer
zum zweiten Förderer
unter Drehung der Windel um 90° transportiert
und ausgerichtet.
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Die in der
US 5188212 beschriebene sich drehende
Transportvorrichtung hat jedoch einige Nachteile, hauptsächlich dahingehend,
dass der von einer derartigen Transportvorrichtung angeordnete Stapel
keine im wesentlichen gleichmäßige Form aufweist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, eine Transporteinheit zu schaffen, die so gestaltet
ist, dass sie die vorgenannten Nachteile ausschließt.
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Erfindungsgemäß wird eine Transporteinheit gemäß Anspruch
1 geschaffen.
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Bekanntlich werden am Ausgang der
Stapelvorrichtung die Windeln in Gruppen zum Verpacken vorbereitet,
wobei jede Gruppe eine bestimmte Anzahl von Windeln enthält, die
nebeneinander auf Kante mit den Faltkanten der Windeln auf derselben Seite
und einander berührend
angeordnet sind. Da jedoch jede Windel an der Faltkante dicker ist,
haben die Gruppen eine unregelmäßige Form
und sind auf der Seite, auf der sich die Faltkanten befinden, dicker,
was nicht nur das nachfolgende Verpacken der Windeln erschwert,
sondern auch die Anzahl der Windeln pro Gruppe begrenzt.
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Es ist daher eine weitere Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, die oben definierte Transporteinheit
so auszubilden, dass nicht nur das Verpacken erleichtert wird, sondern
dass auch Gruppen mit jeder beliebigen Anzahl von Windeln gebildet
werden können.
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Zu diesem Zweck weisen die Orientierungsvorrichtungen
der oben definierten Transporteinheit vorzugsweise Auswählvorrichtungen
zum Auswählen
der in die eine oder andere Richtung um die erste Drehachse zu drehenden
Produkte auf, so dass die Produkte in Bezug aufeinander entgegengesetzt
orientiert werden.
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Außerdem drehen die Orientierungselemente
die Produkte vorzugsweise abwechselnd in die eine oder andere Richtung
um die erste Drehachse, so dass die Produkte abwechselnd entgegengesetzt orientiert
werden.
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Einige nichteinschränkende Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden beispielhaft unter Bezug auf die
beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
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1 eine
schematische Draufsicht auf eine erste bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Windeltransporteinheit,
wobei aus Gründen
der Übersichtlichkeit
Teile weggelassen wurden;
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2 eine
teilweise Schnittansicht einer Einzelheit der 1, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit Teile weggelassen
wurden; Figur 3 eine schematische Draufsicht auf eine zweite
bevorzugte Ausführungsform
der in Figur 1 gezeigten Einheit, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit
Teile weggelassen wurden.
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Mit der Ziffer 1 ist in
Figur 1 eine Transporteinheit zum Befördern von Windeln 2 bezeichnet. Jede
Windel 2 weist eine Längsachse 2a auf
und ist quer zur Achse 2a zu einem U gefaltet, so dass
an dem einen Ende eine quer zur Achse 2a zu einem U gefaltete
Kante 3 und an dem anderen Ende zwei übereinanderliegende Enden 4 definiert
werden.
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Die Einheit 1 weist eine
Fördervorrichtung 5 zum
aufeinanderfolgenden Befördern
von Windeln 2, deren Achsen 2a parallel zu einer
vorgegebenen Bewegungsrichtung D sind, auf einem Pfad P auf, der sich
entlang einer im wesentlichen horizontalen Förderebene S erstreckt. Die
Einheit 1 weist weiterhin eine Orientierungsvorrichtung 6 auf,
die sich an einer Orientierungsstation 7 an dem Pfad P
befindet, mit dem die Produkte 2 durch deren Drehung um
90° um eine
Drehachse A1 quer zur Ebene S so orientiert werden, dass sie entlang
des Pfads P und von der Station 7 in Bewegungsrichtung
D stromabwärts
mit den jeweiligen Achsen 2a quer zur Bewegungsrichtung
D positioniert werden.
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Genauer gesagt werden durch die Fördervorrichtung 5 die
Windeln 2 mit nach vorne gerichteten Faltkanten 3 befördert. Durch
die Orientierungsvorrichtung 6 werden die Windeln um die
Achse A1 gedreht, so dass sie abwechselnd entgegengesetzt zueinander
mir den jeweiligen Faltkanten 3 parallel zur Richtung D
orientiert werden.
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Die Fördervorrichtung 5 weist
zwei Bandförderer 8 und 9 auf,
die an dem Pfad P einen Eingabebereich P1 und einen Ausgabebereich
P2 stromauf- bzw. stromabwärts
von der Station 7 bilden, und die in Bewegungsrichtung
D eine Eingaberichtung D 1 und eine Ausgaberichtung D2 definieren,
um die Abfolgen 10 und 11 von Windeln 2 in
den Richtungen D1 und D2 zu befördern,
die in der Ausführungsform
der Figur 1 quer zueinander gerichtet sind.
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Genauer gesagt weist der Förderer 8 ein Endlosband 12 auf,
dessen oberer Förderbereich 13 mit
der Ebene S koplanar ist, auf dem die Windeln 2 entlang
eines Abschnitts P1 mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit V1 und
einer vorgegebenen Frequenz F1 befördert werden, und auf dem die
Windeln 2 der Vorrichtung 6 an einer Aufnahmestation 14,
die Teil der Orientierungsstation 7 ist, zugeführt werden. Der
Förderer 9 weist
eine Anzahl von Taschen 15 zur Aufnahme der jeweiligen
Windeln 2 von dem Aufbau 6 an der Entladestation 16,
die Teil der Station 7 ist, auf. Auf dem Förderer 9 werden
die Windeln 2 entlang eines Abschnitts P2 mit einer Frequenz
F2, die gleich der Frequenz F1 ist, und einer Geschwindigkeit V2,
die geringer als die Geschwindigkeit V 1 ist, befördert.
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Wie in Figur 2 gezeigt,
weist die Orientierungsvonichtung 6 eine Transportvorrichtung 17 mit einer
sich drehenden Plattform, eine sog. -Spinnentyp-Transportvorrichtung"
auf, die wiederum eine Plattform 18 aufweist, die sich
(in Figur 1 entgegen dem Uhrzeigersinn) um eine Drehachse
A2 quer zur Ebene S dreht, sowie eine Anzahl von Transporteinheiten
oder Köpfen 19,
die an der Platform 18 angebracht sind, zur Aufnahme der jeweiligen
Windeln von dem Förderer 8 an
der Aufnahmestation 14, und zum Zuführen der Windeln 2 auf
den Förderer 9 an der
Entladestation 16. Die Köpfe 19 sind in gleichem Abstand
um die Achse A2 herum angeordnet und sind zusammen mit der Plattform 18 zwischen
den Stationen 14 und 16 entlang einer ringförmigen Bahn T,
die zumindest zwischen den Stationen 14 und 16 im
wesentlichen kreisförmig
ist und die Pfadabschnitte P1 und P2 miteinander verbindet, bewegbar.
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Die Orientierungsvonichtung 6 weist
auch eine Greifvorrichtung 20 für jeden Kopf 19 auf,
um an der Station 14 jeweils eine Windel 2 zu
greifen und sie an der Station 16 wieder loszulassen, eine
Auswählvorrichtung 21 zum
Auswählen
der Windeln 2, die sich um 90° in die eine oder die andere
Richtung um die jeweilige Achse A1 drehen sollen, sowie für jeden
Kopf 19 eine zwischen der Vorrichtung 21 und der
jeweiligen Vorrichtung 20 angeordnete Transportvorrichtung 22.
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Die Plattform 18 ist zur
Drehung um die Achse A2 auf einer feststehenden vertikalen Welle 23 in axialer
Richtung befestigt gehalten und weist eine horizontale Scheibe 24 quer
zur Achse A2, eine zylindrische Wand 25 koaxial zur Achse
A2 und einstöckig mit
dem Umfang der Scheibe 24 verbunden, und einen oberen topfförmigen Körper 26,
der mit der Wand 25 verbunden ist und zusammen mit der
Wand 25 und der Scheibe 24 eine im wesentlichen
zylindrische Kammer 27 definiert, auf und trägt außerhalb
der Kammer 27 und koaxial zur Achse A2 einen Motor 28 zum
Antrieb der Vorrichtung 17.
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Für
jeden Kopf 19 weist die Plattform 18 eine Ausgangshohlwelle 29 auf,
die teils innerhalb der Kammer 27 über die Zwischenschaltung eines
Kugellagers 30 drehbar an der Scheibe 24 befestigt
ist, und die weiterhin mittels eines mit der Wand 25 verbundenen
horizontalen Arms 31 an der Wand 25 angebracht
ist und sich radial zur Achse A2 hin erstreckt. Jede Welle 29 weist
ein unteres Ende 32 auf, das sich aus der Kammer 27 durch
ein Loch 33 in der Scheibe 24 herauserstreckt
und einen winkelförmig befestigten
Kopf 19 trägt.
Jede Welle 29 dreht sich um eine Drehachse A3 parallel
zur Achse A2 mit einer Winkelgeschwindigkeit, die der Winkelgeschwin digkeit
der Plattform 18 entspricht, über
ein Umlaufgetriebe 34, das ein in der Kammer 27 befindliches Sonnenrad 35 aufweist
und an einem Mittelabschnitt der Welle 23 koaxial zur Achse
A2 befestigt ist. Das Getriebe 34 weist auch für jede Welle 29 ein
Planetengetriebe 36 auf, das mit dem Sonnenrad 35 in
Eingriff steht und drehbar an der Scheibe 24 zurischen dem
Sonnenrad 35 und der Welle 29 befestigt ist. Weiterhin
weist das Getriebe 34 koaxial zur Achse A3 ein weiteres
Planetengetriebe 37 auf, das einstöckig mit der Welle 29 ausgebildet
und zwischen der Scheibe 24 und dem Arm 31 angeordnet
ist.
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Genauer gesagt drehen sich die Wellen 29 um
jeweilige Achsen A3 in entgegengesetzter Richtung zur Plattform
18, so dass aufgrund der kombinierten Drehung der Plattform 18 und
der Wellen 29 um die jeweiligen Achsen A3 die jeweiligen
Köpfe 19 stets
parallel zueinander gehalten werden. Während der Drehung der Plattform 18 bewegen
sich die Köpfe 19 (genauer
gesagt die jeweiligen Achsen A1) entlang der Bahn T durch die Station 14N die
sich am Ausgabeende des Förderers 8 befindet,
wo die Bahn T im wesentlichen tangential zum Pfadbereich P1 ist N
und durch die Station 16, die sich am Eingabeende des Förderers 9 befindet
und von der Station 14 durch einen Bogen von im wesentlichen
90° stromabwärts in Drehrichtung
der Plattform 18 getrennt ist.
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Jeder Kopf 19 ist durch
einen Mitnehmer 38 definiert, der einen am unteren Ende 32 der
jeweiligen Welle 29 im wesentlichen koaxial zu der jeweiligen
Achse A3 befestigten zentralen Körper 39 aufweist.
Der Mitnehmer 38 weist weiterhin zwei Arme 40 und 41 auf,
deren Länge
im wesentlichen dem Abstand zwischen den Achsen A3 und A1 entspricht, und
die sich übereinander
angeordnet von dem Körper 39 hinweg
quer zu den Achsen A3 und A1 erwecken und einen U-förmigen Raum 42 ausbilden,
der mit einer jeweiligen Greifvorrichtung 20 zum Aufnehmen
und Festhalten einer jeweiligen Windel 2 in Eingriff steht.
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Jede Greifvorrichtung 20 weist
zwei einander gegenüberliegende
Backen 44 und 45 auf, die innerhalb des Raumes 42 an
den jeweiligen Armen 40 und 41 angebracht sind.
Genauer gesagt dreht sich die Backe 44 um die Achse A1
und ist durch eine Scheibe 46 definiert, die koaxial zur
Achse A1 ist und eine Tragwelle 47 aufweist, die sich nach
oben axial feststehend in dem Arm 40 erstreckt. Die Backe 45 dreht sich
um die Achse A1 und ist durch eine Scheibe 48 definiert,
die koaxial zur Achse A1 ist und der Scheibe 46 gegenüberliegt,
und die eine Tragwelle 49 aufweist, die sich nach unten
axial gleitend in dem Arm 41 erweckt.
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Mittels einer Öffnungsvorrichtung 50 ist
jede Backe 45 entlang der Achse 41 und in Bezug
auf die Backe 44 zwischen einer vorwärts gerichteten Greifposition (2), in der die Backen 44 und 45 eine Windel 2 greifen,
und einer zurückgezogenen
Freigabeposition (nicht gezeigt) beweglich.
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Jede Öffnungsvorrichtung 50 ist
in der Kammer 27 untergebracht und weist eine Stange 51 auf, die
sich axial gleitend in der Hohlwelle 29 befindet, eine
Schraubenrückzugsfeder 52,
die am oberen Ende 53 der Stange 51 befestigt
ist und sich zwischen der Welle 29 und einem am Ende 53 befestigten
Flansch 54 befindet, und einen linearen Kraftschalter 55,
der an dem Körper 26 befestigt
ist und an der Stange 51 der Feder 52 entgegenwirkt.
Jede Vorrichtung 50 weist auch einen Schwenkarm 56 auf,
der zwischen der Welle 49 und der Stange 51 angeordnet
ist und seinerseits eine horizontale Stange 57 aufweist,
die sich in dem Arm 41 erstreckt und drehbar über die
Zwischenschaltung von zwei Kugellagern 58 in dem Arm 51 gehalten
wird, einen ersten radialen Arm 59, der an einem Ende der
Stange 57 befestigt ist und drehbar mit dem unteren Ende 60 der
Stange 51 in Eingriff steht, und einen zweiten radialen
Arm 61, der am gegenüberliegenden
Ende der Stange 57 befestigt ist und eine Walze 62 trägt, die sich
zwischen zwei Flanschen 63 der Welle 49 befindet,
um die Welle 49 entlang der Achse A1 zu bewegen, wenn die
Stange 51 axial entlang der Achse A3 bewegt wird.
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Jede Transportvorrichtung 22 weist
eine Hohlwelle 64 auf, die drehbar in der Welle 29 angebracht
ist und mit der Stange 51 axial gleitend in Eingriff steht,
und zwei Zahnräder 65 und 66,
die an den jeweiligen Enden der Welle 64, die sich aus
der Welle 29 herauserstrecken, befestigt sind. Das Zahnrad 65 befindet
sich in der Kammer 27 und wird durch die Welle 29 axial
drehbar gehalten. Das Zahnrad 66 befindet sich in dem Körper 39 des
Mitnehmers 38 und fluchtet im wesentlichen mit dem Arm 40.
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Jede Vorrichtung 22 weist
auch ein weiteres Zahnrad 67 auf, das an der die Scheibe 46 tragenden Welle 47 befestigt
ist, einen Zahnriemen 68, der um die Zahnräder 66 und 67 geschlungen
ist, und einen weiteren Schwenkarm 69, dessen Zentralabschnitt 70 um
einen Zapfen 71 koaxial zu einer Achse 71a, die
parallel zur Achse A2 ist, drehbar ist, und an einem Ende 72 des
Arms 31 getragen ist. Jeder Schwenkarm 69 weist
einen ersten Arm 73 auf, der sich von dem Abschnitt 70 zu
dem Zahnrad 65 erstreckt und durch ein Zahnsegment definiert
ist, das mit dem Zahnrad 65 in Eingriff steht, und einen
zweiten Arm 74, der sich von dem Teil 70 auf der
gegenüberliegenden
Seite des Arms 73 erstreckt und eine Mitnehmenolle 75 aus
ferromagnetischem Material trägt
und, wie weiter unten näher
erläutert
werden wird, in der Auswählvorrichtung 21 angebracht
ist, um den Schwenkarme 69 um die Achse
71a zu schwenken
und so die Scheibe 46 in die eine oder andere Richtung
um die Achse A1 zu drehen.
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Die Vorrichtung 21 weist
zwei Kurvenscheiben 76 und 77 auf, die in Bezug
auf die Plattform 18 innerhalb der Kammer 27 winkelförmig an
einer Platte 78 befestigt sind, welche ihrerseits an einem
oberen Endbereich der Welle 23 befestigt ist und sich quer
zur Achse A2 erstreckt. Die Kurvenscheiben 76 und 77 erstrecken
sich Seite an Seite um die Achse A2 zwischen den Stationen 14 und 16,
entfernen sich ab der Station 14 allmählich voneinander, sind im
wesentlichen rechteckig und definieren die sich gegenüberliegenden
Rollspuren 79 und 80, die durch die Rollen 75 selektiv
rollend miteinander in Eingriff stehen.
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Die Kurvenscheiben 76 und 77 weisen
Eingabeabschnitte 81 und 82 (1) aus ferromagnetischem Material auf,
die mit einer zentralen Auswähleinheit 83,
die Teil der Vorrichtung 21 ist, verbunden sind und selektiv
davon magnetisiert werden, und Ausgabeabschnitte 84 und 85 (Figur 1)
aus dauermagnetisiertem ferromagnetischem Material, die sich stromabwärts von
den Abschnitten 81 und 82 entlang der Spesen 79 und 80 befinden.
Genauer gesagt werden die Abschnitte 81 und 82 von
der Einheit 83 selektiv magnetisiert, um die Rollen 75 anzuziehen und
sie zu veranlassen, sich an die jeweiligen Spesen 79 und 80 anzulegen.
Die Abschnitte 84 und 85 sind dauermagnetisiert,
um die Rollen 75 mir den Spesen 79 und 80 in
Kontakt zu halten, sobald die Einheit 83 im Betrieb ausgewählt hat,
welche der Spesen 79 und 80 mit den Rollen 75 in
Eingriff gebracht werden soll.
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Die Ausgabeabschnitte 84 und 85 der
jeweiligen Kurvenscheiben 76 und 77 sind im wesentlichen
kreisförmig
und sind so geformt, damit die Rollen 75 in Bezug auf die
Achsen 71a so bewegt werden, dass sich die Schwenkarme 69 um
die Achsen 71a schwenken und die Scheiben 46 in
die eine oder andere Richtung um die Achsen A1 drehen. Genauer gesagt
dreht die Kurvenscheibe 76, die sich zwischen der Achse
A2 und der Kurvenscheibe 77 befindet, die Scheiben 46,
und somit die jeweiligen Windeln 2, in Figur 1 entgegen
dem Uhrzeigersinn. Die Kurvenscheibe 77 dreht die Scheiben 46 in 1 im Uhrzeigersinn.
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Da, wie erwähnt, die Köpfe 19 durch die jeweiligen
Wellen 29 stets parallel zueinander gehalten werden, führt die
Bewegung jedes Kopfs 19 zwischen den Stationen 14 und 16 dazu,
dass die durch die Greifvorrichtung 20 ergriffene Windel 2 im
Betrieb um 90° um
die Achse A2 gedreht wird, ohne dass die Orientierung der Windel 2 in
Bezug auf die Richtung D und insbesondere in Bezug auf die Richtung
D2 verändert
wird, wenn sie dem Förderer 9 zugeführt wird. Durch
die Kurvenscheiben 76 und 77 wird andererseits
die Scheibe 46 jeder Vorrichtung 20 in Bezug auf
den jeweiligen Kopf 19 gedreht, so dass die Windeln 2 der
Station 16 und den jeweiligen Taschen 15 mit den
Achsen 2a quer zur Richtung D2 zugeführt werden.
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Obwohl die vorstehende Beschreibung
klar verständlich
ist, wird der Betrieb der Einheit 1 zur Verdeutlichung
in Bezug auf zwei Windeln 2, die nacheinander entlang des
Eingabebereichs P1 des Pfads P angeordnet sind und der Reihe nach
durch den Förderer 8 der
Station 14 zugeführt
werden, beschrieben.
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Wenn die erste der beiden Windeln 2 der Station 14 zugeführt wird
und sich teilweise auf einer Platte 86, die sich vom Ende
des oberen Förderbereichs 13 des
Bandes 12 erstreckt, befindet, wird ein Kopf 19 durch
die Plattform 18 über
die Station 14 hinweg gleichzeitig mit der Windel 2 vorwärtsbewegt, und
der Kraftschalter 55 der Öffnungsvorrichtung 50 wird
in Betrieb gesetzt, um die Backen 44 und 45 in Greifposition
zu bringen. Genauer gesagt greifen die Scheiben 46 und 48 die
Windel 2 so, dass sich die Achse A1 entlang der Achse 2a der
Windel 2 befindet, im gleichen Abstand von der Faltkante 3 und
den Enden 4.
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Ist die Windel 2 von der
Vorrichtung 20 gegriffen, magnetisiert die Auswähleinheit 83 einen
der Eingabeabschnitte 81, 82 der Kurvenscheiben 76, 77,
um die Rolle 75 des jeweiligen Kopfs 19 auf die jeweilige
Spur 79, 80 zu ziehen. Wenn die Rolle 75 mit
einer der Spesen 79, 80 in Kontakt steht, führt die Drehung
der Plattform 18 um die Achse A2 den Kopf 19,
oder eher die jeweilige Achse A1, entlang der Bahn T, so dass die
Rolle 75 entlang der ausgewählten Spur 79, 80 rollt
und die Windel 2, wie bereits beschrieben, um die jeweilige
Achse A1 in die eine oder andere Richtung gedreht wird, je nachdem,
welche der Spesen 79 und 80 ausgewählt worden
ist.
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Davon abhängig wird die Rolle 75 des
Kopfs 19, von dem die nächste
Windel 2 aufgenommen wird, auf die andere Spur 80, 79 gezogen,
so dass die Windeln 2 der Reihe nach in den jeweiligen
Taschen 15 abwechselnd entgegengesetzt orientiert werden.
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Figur 3 zeigt eine alternative
Anordnung der Förderer 8 und 9,
bei der die Richtungen D1 und D2 zueinander parallel sind. In diesem
Fall können
die Achsen A1 durch einfache Veränderung
des Verhältnisses
des Umlaufgetriebes 34 entlang einer im wesentlichen geraden
Bahn T parallel zu den Richtungen D1 und D2 geführt werden.
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Gemäß einer nicht gezeigten Abwandlung kann
die Greifvorrichtung 20 anstelle von zwei Backen 44 und 45 eine
einzige Saugbacke aufweisen, die sich an der Stelle der Backe 44 befindet
und eine Saugplatte aufweist, die an der Station 14 mit den Windeln 2 in
Kontakt gebracht wird und die Windeln durch Saugen, das an der Platte
durch eine Saugvorrichtung entsteht, ergreift.
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Gemäß einer weiteren nicht gezeigten
Abwandlung können
die Backen 45 durch eine Anzahl von Backen ersetzt sein,
die sich unterhalb der Ebene S befinden und gleichzeitig mit den
Backen 44 von einer -Spinnenvorrichtung" durch die Station 7 geführt werden.
Genauer gesagt wird jede der unteren Backen gleichzeitig mit der
jeweiligen Backe 44 durch die Station 7 geführt, und
zwar so, dass sie sich auf die Backe 44 zubewegt, um eine
Windel 2 zu greifen, und zusammen mir der Backe 44 entlang
der Ebene S und der Bahn T geführt
wird, um die Windel 2 der Station 16 zuzuführen, nachdem
sie zuerst um 90° in
die eine oder andere Richtung um die Achse A1 gedreht worden ist.