DE3120887C2 - Gesamtverbundwerkzeug zum Betrieb in einer Kurbeltrieb-Presse - Google Patents
Gesamtverbundwerkzeug zum Betrieb in einer Kurbeltrieb-PresseInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine doppeltwirkende mechanische Presse, insbesondere zum Herstellen eines Vorformlings und zum Formen mit jedem Preßhub. Die Presse hat einen ersten und einen zweiten Schlitten, und beide Schlitten führen voneinander getrennte Hube aus. Die Schlitten werden mittels einer Kurbelwelle sowie mittels Verbindungsstangen hin- und hergehend angetrieben. Die Kurbelwellenabschnitte der Kurbelwelle können unterschiedlich bemessen und winklig relativ zueinander versetzt sein, so daß unterschiedliche Hübe der Schlitten erreicht werden und ein Schlitten dem anderen vorauseilt. Einem der Preßschlitten ist ein Führungsgehäuse zugeordnet, das ein Vorformling-Stanzwerkzeug aufnimmt; dieses geht relativ zu dem Gehäuse in derselben Richtung wie die Schlitten hin und her. Zwischen Stanzwerkzeug und Gehäuse ist ein vorgespanntes Antifriktionslager vorgesehen, das dem Einhalten eines genauen Abstandes zwischen Stanz werkzeug und entsprechender Schneidkante der unteren Gesenkhälfte dient. Das Führungsgehäuse nimmt ein Formgesenk auf, das relativ zu dem erstgenannten hin- und hergeht und am anderen Pressenschlitten angreift. Der andere Teil des Stanzwerkzeuges ist aus einem Kolben gebildet und wird durch Luftdruck nach unten gedrückt. Das Stanzwerkzeug liegt auf seinem Weg entgegen dem Druck der Luft oben am Materialstreifen an, bis es der Vorformling-Schlitten erfaßt und das Teil ausstanzen läßt. Inzwischen zieht das Formgesenk das ausgestanzte Teil, was weiterhin durch den
Description
&) der Schnittstempel (66) ist in Arbeitsrichtung
relativ zum Stanzschlitten (21) begrenzt verschiebbar;
ti) das Federglied ist zwischen Stanzschlitten (21) und Schnittstempel (66) geschaltet;
c) das Ausstanzen erfolgt im unteren Totpunkt
nach Überwindung der Kraft des Federglieds durch unmittelbare Kraftübertragung von dem
Stanzschlitten (21) auf den Schnittstempel (66).
2. Gesamtverbundwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß da* Federglied als Luftkissen
gebildet ist, das sich in einem Zylinderraum (144) befindet, der an der Stirnseite des als Kolben
dienenden Schnittstempels (66) vorgesehen ist
3. Gesamtverbundwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, daduich gekennzeichnet, daß zum Führen
des Schnitts.t.empels (6P) bei düsen hin- und hergehender
Bewegung Wälzlager (152) vorgesehen sind, die in radialer Richtung vorgespi int sind.
Die Erfindung betrifft ein Gesamtverbundwerkzeug gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches. Ein solches
Werkzeug ist aus US-PS 39 48 075 bekanntgeworden (Prioritätsgleich mit DE-OS 24 03 532).
Eine solche, mit Kurbeltrieb ausgerüstete Presse zeichnet sich zwar durch Robustheit und Wartungsfreundlichkeit aus. Nachteilig ist jedoch, daß das Ausstanzen
stets unter Inkaufnahme eines gewissen Überhubes vonstatten geht; der Schnittstempel legt nämlich
nach dem Ausstanzen noch eine gewisse Wegstrecke zurück. Diese Wegstrecke bedeutet aber unnötigen
Zeitaufwand und Werkzeugverschleiß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gesamtverbundwerkzeug
gemäß Gattungsbegriff derart zu gestalten, daß es zwar aufgrund des Kurbeltriebes
die übliche Robustheit und Wartungsfreundlichkeit besitzt, daß aber dennoch der unerwünschte Überhub vermieden
wird.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
GB-PS 14 00 959 beschreibt ein Gesamtverbundwerkzeug, bei dem im Kraftverlauf Stößel-Sehneidstempel
zwar auch ein Federglied vorgesehen ist; dabei ist jedoch nirgends vorgeschlagen, diese Lösung zur
Vermeidung des Überhubs in einer Kurbeitriebpresse einzusetzen.
Weiter abliegend sind DE-OS 27 12 604, GB-PS 12 56 044 und GB-PS 15 53 792. Diese Schriften zeigen
teils kombiniert nockengesteuerte und mit Kurbeltrieb ausgerüstete Pressen sowie mit einfachem Kurbeltrieb
arbeitende Pressen, die mit Gesamtverbundwerkzeugen arbeiten, bei denen bereits im Stanzschlitten mit integrierter
Druckfiuidkraft-Beaufschlagiing des Blechniederhalters
gearbeitet wird. Diese Vorrichtungen haben jedoch durchweg starr mit dem Stanzschlitten verbundene
Schneidringe und relativ dazu verschiebliche Blechniederhalter. Diese Pressen schneiden auch nicht
im unteren Totpunkt Auch ist nicht ersichtlich, Haß diese
Vorschläge Lösungsansätze für die Beseitigung des Überhubs des Schnittstempels anbieten.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert
Darin ist im einzelnen folgendes dargstellt
F i g. 1 zeigt in einer \ufrißansicht eine gemäß der
Erfindung gestaltete Presse, von vorn gesehen.
Fig.2 ist eine vergrößerte Pfeilschnittansicht der Presse, das Vorformling- und Formwerkzeug veranschaulichen,
wobei der Vorformling-Schlitten zur 140° -Position seines Hubs bewegt wurde.
F i g. 3 ist eine Ansicht ähnlich jener gemäß F i g. 2, wobei der Vorformling-Schlitten sich im unteren Totpunkt
oder bei 180° seines Hubes befindet
F i g. 4 ist eine Ansicht ähnlich gemäß jener der F i g. 2 und 3, wobei sich der Vorformling-Schlitten bei 254°
seines Hubes befindet
Fig.5 ist eine vergrößerte Teilschnittansicht des Heraushebemechanisjnus.
F i g. 6 ist eine gratische Darstellung, die die Positionen
des Vorformling-Schlittens, des Formschlittens und des Werkzeuges oberhalb des oberen Totpunktes sowie
oberhalb des Streifenvorrates für einen kompletten Pressenzyklus wiedergeben.
F i g. 7 ist eine schematiche Ansicht des Antriebsmechanismus der beiden Schlitten.
Wie man aus der Zeichnung im einzelnen erkennt, veranschaulicht Fig. 1 eine Presse 10 mit einem Querhaupt
i2, das mit einem Bett 14 verbunden ist, das seinerseits
auf Säulen 16 ruht Eine Pressen-Kurbelwelle 18 ist von einem Elektromotor 20 angetrieben, und zwar
über Riemen, Riemenscheiben und Kupplung (nicht dargestellt). F i g. 7 veranschaulicht schematisch die Verbindung
zwischen Kurbelwelle 18 und Verbindungsstangen 20, die ihrerseits an dem Vorformling-Schlitten 21 angreifen
(siehe Fig. 1); ferner sieht man eine Verbindungstange 22, die an einem Formschlitten 24 angreift
(siehe wiederum Fig. 1). Die Verbindungsstangen 20 sind an äußeren Exzentern 26 schwenkbar angeschlossen,
während die Verbindungsstange 22 an einem innen befindlichen Kurbelzapfen 28 angreift. Kurbelzapfen 28
ist winklig gegen die Exzenter 26 versetzt, so daß die Verbindungsstangen 20 und der Schlitten 21 die Verbindungsstange
22 sowie den Schlitten 24 dann führen, wenn die Kurbelwelle 18 umläuft. Kurbelzapfen 28 ist
ferner derart gestaltet und angeordnet, daß die gesamte geradlinige Wegstrecke der Verbindungsstange 22 und
des Formschlittens 24 größer als die gesamte geradlinige Wegstrecke dei1 Verbindungsstangen 20 und des
Schlittens 21 ist. Die relativen Bewegungen von Schlitten 21 und Schlitten 24 sind in F i g. 6 veranschaulicht.
Die entsprechende Gestaltung von Kurbelwelle 18 zur Erreichung dieser Relativbewegung liegt im Rahmen
fachmännischen Könnens^
Die Gleitlagerbuchsen 30 sind vorzugsweise durch Kanäle 32 mit Schmiermittel geschmiert, und zwar aus
einem hier nicht dargestellten Schniiermittelvorrat.
Der Presse 10 wird mittels einer Vorschubeinrichtung 36 ein Vorratsstreifen zugeführt; der Abfall wird mittels
eines Abfallschneiders 38 abgetrennt. Ein Aushebeme-
chanismus 40 wird über eine Kette, einen Riemen oder
eine andere Kraftübertragungseinrichtung 42 angetrieben, die ihrerseits mit einem Kettenrad 44 und einem
Kettenrad 43 verbunden ist; die letztegenannten sind von der Kurbelwelle 18 angetrieben.
Im folgenden sollen unter Bezugnahme auf die F i g. 2,
3 und 4 Einzelheiten der Sianzwerkzeug-Einrichtung bschrieben werden. Am Bett 14 ist ein sogenannts Bolster
46 befestigt Die obere Fläche 49 dieses Bolsters trägt eine untere Aushebestift-Halteplatte 4$. Halteplatte
48 wiederum trägt einen Zugringhalter 50, der seinerseits dazu dient, einen Zugring 52 zu positionieren.
Zugring 52 weist einen ringförmigen Kragen 54 auf, der von Stanzgesenkhalter 56 umschlosen ist Halter 56
ist an Zugringhalter 50 befestigt und weist einen ringförmigen Absatz 60, in welchen ein ringförmiges Stanzgesenk
58 eingelassen ist Stanzgsenk 58 hat eine Schneidkante 62. die mit der Kante 64 eines Stanzwerkzeugs 66
zusammenarbeitet, um einen kreisförmigen Vorformling dann auszustanzen, wenn Stanzwerkzeug 66 über
die Schneidkante 62 nach unten hinaus bewegt wird, was weiter unten beschrieben werden soll. Auf H?.!teplatte
56 ist eine Anlageplatte 68 aufgelegt und an dieser befestigt. Die obere Fläche 70 von AnIageplattt-68 trägt
den streifenförmigen Vorrat 240 bei dessen Einführen in die Presse in horizontaler Richtung. Eine Deckplatte 72
ist ortsfest; ihre untere Fläche 74 nimmt einen gewissen Abstand von der oberen Fläche 70 der Anlageplatte 68
ein, so daß ein im wesentlichen ebener Kanal gebildet wird, durch welchen das Vorratsmaterial zugeführt
wird. Der Raum zwischen den Flächen 70 und 74 wird in der Praxis als »Blechlinie« (»tin line«) bezeichnet, nämlich
eine horizontale oder geneigte Ebene, durch welche der Vorratsstreifen durch den Fördermechanismus 36
eingeführt wird (siehe F i g. 1).
Das untere Formgesenk 76, dessen Querschnitt in einer zur Biechiinie parai'ieien Ebene kreisförmig ist, ist
mittels Schrauben 78 mit einem Ziehring 52 verbunden. Auf diese Weise sind Ziehringhalter 70, Ziehring 52,
unteres Formgesenk 76, Stifthalteplatte 48 und Bolster 46 mit dem Pressenrahmen starr verbunden. Das untere
Formgesenk 76 umfaßt eine ringförmigen Saum 80, der einen entsprechend geformten Saum 62 im fertigen Dosenende
64 hervorruft, was man aus Fig.4 erkennen kann.
Ausstoßfllement 86, das eine im wesentlichen kreisförmige
Basis 88 sowie einen nach oben ragenden Kragen 90 umfaßt, ist in Ziehring gleitend gelagert und
vermag eine hin- und hergehende Bewegung in derselben Richtung wie die Bewegungsrichtung der Schlitten
21 und 24 auszuführen. Ausstoßelement 86 wird mittels einer Stange 92 elastisch nach unten gezogen, die ihrerseits
in Basis 88 eingeschraubt ist; eine Druckfeder 94, die zwischen der unteren Fläche 96 der Stifthalteplatte
48 und einer Unterlegscheibe 100 angeordnet ist, ist durch eine Mutter 102 gesichert. Die von Feder 94 aufgebrachte
Haltekraft läßt sich mittels der Mutter 102 einstellen. Ausstoßelement 86 umschließt gleitend den
unteren Bereich 104 des unteren Formgesenks 76; eine untere Fläche 108 liegt in zurückgezogenem Zustand an
der oberen Fläche 110 des Zugringes 52 an (siehe insbesondere F i g. 4).
Ausstoßelement 86 wird in seine mittlere Position mittels Ausstoßelement 112 gebracht, die in Buchsen
114 gleiten, welche ihrerseits von Stifthalteplatte 48 gehalten
sind. Die Ausstoßstifte 112 werden durch Stößel 116 nach oben gedrück?; diese Stößel 116 greifen ihrerseits
an hier nicht dargestellten Kolben an, die innerhalb von Druckzylindern Ii8 laufen. Die Zylinder 1IS sind in
Bolster 46 eingeschraubt und durch O-Ringe 120 hiergegen abgedichtet
Ein Flüssigkeitskanal 122 ist an eine Druckluftquelle angeschlossen, um den Vorformling gegen die Wirkung
des oberen Gesenks 170 anzuheben. Es sei darauf verwiesen, daß das obere Ende von Stift 112 an der unteren
Fläche 108 der Ausstoßvorrichtung 86 angreift, um die Ausstoßvorrichtung 86 entgegen der Wirkung von Feder
94 anzuheben. Stange 92 wird mittels Platte 124 angehoben, die auf Schrauben 126 gleitet, welche ihrerseits
in Bolster 46 eingeschraubt sind. F i g. 3 veranschaulicht Platte 124 in ihrer voll eingefahrenen Position.
Im oberen Bereich des Gesenksatzes erkennt man ein Gehäuse 128, das in bezug auf eine Spindel 130 gleitend
angeordnet ist, und relativ zu dem Stanzwerkzeug 66 gleitet Gehäuse 128 umfaßt ein Spindelsusrichtungslager
132, mittels Schrauben 134 an Schlitten 21 angeschlossen, ferner eine Führungsbuchse 136, die mittels
Schrauben 138 an Spindelausrichtu^slager 132 angeschlossen
ist. Der obere Bereich des St »nzwerkzeuges
66 ist als ringförmiger Kolben 140 ausgebildet. Er weist Dichtungen 141 und 142 auf und läuft innerhaJb eines
ringförmigen Zylindes hin und her, der seinerseits durch Spinde'ausrichtungslager 132 und in Führungsbuchse
136 gebildet ist Der mittlere Bereich 146 von Stanzwerkzeug 66 ist ringförmig ausgebildet und von zyindrischer
Gestalt; Stanzwerkzeug 66 umfaßt einen sich verjüngenden Obergangsbereich 148 zwischen dem Zwischenbereich
146 und dem unteren Schneidbereich 150 mit der Schneidkante 64. Aus Kanal 149 austretende
Luft drückt Stanzwerkzeug 66 kontinuierlich und elastisch in die in F i g. 4 veranschaulichte Position.
Stanzwerkzeug 66 ist in der Führungsbuchse 136 sehr genau geführt und ausgerichtet, und zwar mittels eines
zylindrischen Kugellagers 152, das einen zylindrischen Halter mit einer Vielzahl von hierin gehaltenen Kugellagern
154 aufweist. Ein Teil der Kugellager 154 befindet sich in rollendem Eingriff mit dem äußeren zylindrischen
Mantel 156 des Zwischenbereiches 146 und Stanzwerkzeug 66; die übrigen Kugellager 154 befinden
sich in rollendem Eingriff mit der inneren, konkaven Mantelfläche 158 der Führungsbuchse 136. Die Lagereinrichtung
152 ist mittels eines Lagerhalters 160 an Ort und Stelle gehalten, der seinerseits an Führungsbuchse
136 mittels Schrauben 162 befestigt ist. Die Lagereinrichtung 152 ist vorzugsweise derart vorgespannt, daß
sehr genaue Toleranzen in bezug auf die Position des Stanzwerkzeuges relativ zur Schneidkante 62 eingehalten
werden können Wie oben erläutert, ist dies vom Gesichtspunkt des ständigen Einhaltens eines optimalen
Abstandes (Luft) entscheidend, was den Verschleiß der Stan,.- oder Schneidkanten 62 und 64 verringert. Ein
Kanal 164 sorgt für eine Belüftung des Zylinders. 144 dann, wenn Stanzwerkzeug 66 in die in Fig.4 dargestellte
Position ausgefahren wird.
Das obere Formgesenk 170 ist an Spindel 130 mittels Haltestange 172 befestigt, die ihrerseits mit ihrem unteren
Ende 174 in das Formgesenk eingeschraubt ist; oben ist die Haltestange 172 durch eine Mutter 176 gehalten.
Die Spindel 130 ist an der oberen Platte 173 durch Schrauben 179 befestigt; Platte 178 ist an Schlitten 24
mittels Schrauben 180 und Muttern 182 befestigt. Ein Stift 184 verhinder' eine Verdrehung von Formgesenk
170 und Spindel 130. Es sei darauf verwiesen, daß Formgesenk 170 einen ringförmigen Saum 186 an seinem
Umfang sowie eine ringförmige Nut 188 im Bereich
dieses Saunvts 186 aufweist.
Wie man sius F i g. 5 erkennt, umfaßt der Heraushebemechanismus
40 eine Konsole 190, die am Bett 14 der Presse 10 mittels Schrauben 192 befestigt ist. Die
Schrauben 192 sind ihrerseits in Buchsen 194 eingeführt und durch Muttern 196 gesichert. Zwischen den Schrauben
192 und dem Bett 14 sind Unterlegscheiben 197 und 198 eingelegt, bzw. zwischen die Muttern 196 und Konsole
198. Eine Nockenwelle 200 ist in Lagern 202 gelagert, die ihrerseits auf den Säulen 16 ruhen (siehe
F i g. 1); das linde der Nockenwelle 200 trägt ein Kettenrad 44, das siiich im Eingriff mit Kette 42 befindet. Da
Kette 42 von Kettenrad 43 angetrieben wird, das seinerseits mit der Kurbelwelle 18 in Verbindung steht, wird
die Drehbewegung von Nockenwelle 200 mit jener von Kurbelwelle ]I8 synchronisiert, so daß das Herausheben
im richtigen Zeitpunkt des Pressenzyklus vor sich geht. Nocke 206 ist mit Welle 200 durch eine Preßsitzbuchse
'<" veruuriutrn, uic auf Nocken 206 äufgechräubi isi.
Buchse 208 i«;t mittels Schrauben 210 mit Nocken 206 verbunden.
An der oberen Fläche 213 von Konsole 190 ist ein Pufferzylindeir 212 durch Schrauben 214 angeschraubt;
er weist einem doppelseitigen Stößel 216 auf, der innerhalb des Zylinders 212 an einem hier nicht dargestellten
Kolben angreift. Zylinder 212, der mit Druckluft aus einer Drucklijftquelle versorgt wird, übt auf Stößel 216
einen ständig nach unten wirkenden Druck aus. Das untere Ende von Stößel 216 ist in ein Mitnehmerjoch
218 eingeschraubt und dort durch eine Mutter 220 gesichert. Mitnehmernocken 222 (»cam follower«) ist auf
Welle 224 drehbar gelagert; die letztgenannte erstreckt sich durch Joch 218 hindurch und ist durch eine Mutter
226 hierauf gesichert. Läuft Nocken 206 um, so rollt Nockenstößel 222 auf der Umfangsfläche 228 des Nokken
206 ab und hebt damit Stößel 216 zu den jeweils ehe des Kolbenteiles 140 des Stanzwerkzeuges 66 und
schiebt Schneid- oder Stanzkante 64 nach unten über die Schneidkante 62 des Stanzwerkzeuges 58 hinaus, so
daß eine Kreisscheibe 84 aus dem Streifenmaterial 240 ausgestanzt wird. In dieser Position ist die Presse in
F i g. 2 dargestellt, wobei Stanzwerkzeug 66 gerade das Streifenmaterial 240 durchgestanzt hat
Stanzwerkzeug 66 wandert um einen geringen Betrag über die Schneidkante 62 bis zum unteren Totpunkt
ίο gemäß Fig.3 hinaus. Gleichzeitig bringt Formschlitten
24 das obere Formgesenk 170 dazu, an der unteren Kante von Stanzwerkzeug 66 vorbeizugleiten und den Vorformling
84 in die in F i g. 3 veranschaulichte Position zu ziehen.
Beim Formen dieser Gestalt drückt Saum 186 die Anhebevorrichtung 90 entgegen der Wirkung der Anhebestifte
112 nach unten und bildet einen Saum 244 in den Vorformling 84, wenn er in den ringförmigen Zwischenraum
zwischen Zugring 54 und unterem Formgesenk 76 eintritt. Gleichzeitig arbeitet Ringnut 188 mit
dem Saum 80 zusammen, um einen Saum 82 zu formen.
Während der Zugvorgang stattfindet, beginnt sich Vorformling-Schlitten 21 nach oben zu bewegen, so wie
in F i g. 6 dargestellt; die Druckluft innerhalb des Zylindes 144 hält jedoch die Unterkäme von Stanzwerkzeug
66 wenigstens während eines Teiles des Ziehvorganges gegen Vorformling 84. Sodann beginnt auch Formschlitten
24 Wh nach oben zu bewegen, und zwar etwa zur selben Zeit, da Führungsbuchse 186 Stanzwerkzeug 66
anzuheben beginnt, was einige Grade nach dem unteren Totpunkt stattfindet FormgesenK 170 und Stanzwerkzeug
66 wandern zusammen nach oben; gleichzeitig beginnt Nocken 206, Nockenstößel 222, Joch 218, Stößel
216, Platte 124 und Stange 92 anzuheben, wodurch Anhebeelement 86 angehoben wird und Teil 84 vom unteren
Gesenk 76 in die in F i g. 4 veranschaulichte Position
richtiger! Zeitpunkten des Pressenzyk'us an bzw. senki abstreift Während des Abstreif="s "on T-·! aA · '
sowohl Stanzwerkzeug 66 als auch oberes Formgesenk 170 in enger Berührung mit Teil 84 gehalten, so daß
jegliche Kontrolle hierüber ausgeübt wird. Ist Teil 84 in die in F i g. 4 dargestellte Position angehoben, so wird es
mittels eines mechanischen Auswerfers oder durch Druckluft oder durch Schwerkraft, wie im Falle der geneigten
Presse, oder durch eine Kombination solcher Maßnahmen ausgestoßen.
Beim weiteren Umlaufen von Nocken 206 veranlaßt Feder 94 das Anhebeelement 86 zum Zurückziehen unter
die »Blechlinie«, und ein weiterer Abschnitt des Streifenmaterials 42 wird in das Gesenk eingeführt. Die
Presse führt sodann den ganzen Arbeitsvorgang a'*s, um
die oben beschriebenen Operationen nochmals vorzunehmen.
Wenn auch Federn und Druckluft bei der oben beschriebenen Presse für zahlreiche Betätigungsvorgänge
verwendet werden, so lassen sich diese doch in manchen Fällen austauschen. Es ist zum Beispie! denkbar, daß die
Federkraft dazu ausgenutzt wird, um Stanzwerkzeug 66 nach unten zu drücken, statt daß man wie bei der gewählten
Ausführungsform hierzu Druckluft verwendet Die Lagereinrichtung 152, die zum Führen von Stanzwerkzeug
66 verwendet wird, kann die Gestalt eines der zahlreichen, im Handel erhältlichen Lagers haben.
Wenn auch im Zusammenhang mit der Erfindung eine rückwärtig offene neigbare doppeltwirkende Presse 10
&5 beschrieben wurde, so ist die Erfindung keineswegs auf diesen Pressentyp beschränkt Ferner kann die Erfindung
zum Herstellen anderer Teile als Dosenenden angewandt werden; die hier dargestellten Vorform- und
g
diesen ab.
diesen ab.
Das obere Ende des Stößels 216 greift an Platte 124 mittels eines Halteringes 230 an, der seinerseits an Platte
124 durch Schrauben 232 befestigt ist Das untere Ende 234 von Stößel 92 liegt an der oberen Fläche von
Platte 124 dann an, wenn Stößel 216, Joch 218 und Elemente 222 durch den Nocken 206 nach oben gedruckt
werden.
Im folgenden soll die Arbeitsweise der Presse 10 unter Bezugnahme auf die Fi g. 2, 3, 4 und 6 beschrieben
werden.
Das aus Stahl oder Aluminium bestehende Streifenmaterial 240 wird durch den Fördermechanismus 36
vorgeschoben, so daß innerhalb des Gesenksatzes ein unbearbeiteter Teil zu liegen kommt. In der Zwischenzeit
bewegen nich Vorform-Schlitten 21 und Formschlitten 24 unter der Einwirkung von Kurbelwelle 18 nach
unten: dabei eilt Vorform-Schlitten 21 dem Formschliten 24 leicht voraus, wie in F i g. 6 veranschaulicht. Man
erkennt ferner, daß der Gesamtbewegungsweg des Formschiittens 24 größer als der gesamte Bewegungsweg des Vorform-Schlittens 21 ist, bedingt durch den
größeren, erforderlichen Hub des Ziehvorganges.
Beim Abwärtsgehen von Vorform-Schlitten 21 berührt die untere Kante von Stanzwerkzeug 66 die obere
Fläche des Streifenmaterials 240 und ruht auf dieser auf; es findet jedoch kein Stanzen des Streifenmaterials zu
diesem Zeitpunkt statt, da Vorform-Schütten 21 und Fühnmgsbuchse 136 das Stanzwerkzeug 66 noch nicht
ergriffen haben. Bei etwa 140° des Pressenzyklus berührt Fläche 242 der Führungsbuchse 132 die obere Flä
Formoperationen sind lediglich beispielsweise verwendet. Auch läßt sich die Erfindung bei solchen Pressen
anwenden, die eine Mehrzahl von Stanzwerk/.eugen und Gesenken umfassen.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
40
45
50
55
60
Claims (1)
1. Gesamtverbundwerkzeug zum Betrieb in einer Presse mit Kurbelstange und Kurbeltrieb zum Ausschneiden
von Platinen sowie zu deren anschließendem Tiefziehen, wobei der Schnittstempel nach dem
Ausstanzen wenigstens während eines Teiles der Formdauer zugleich auch als Blechniederhalter
wirkt und der Oberhub des Schnittstempels unter Einsatz eines Federglieds im Kraftverlauf Kurbeltrieb-Stößel-Schnittstempei
vermieden wird, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
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