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Schaltungsanordnung für eine leitungsgespeiste Laut-
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fernsprechstation mit Lauthörverstärker und Wahlmöglichkeit bei aufgelegtem
Handapparat.
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine leitungsgespeiste
Lautfernsprechstation mit Lauthörverstärker und Wahlmöglichkeit bei aufgelegtem
Handapparat, wobei eine Taste zum Einschalten des Lauthörverst&rkers an der
Lautfernsprechstation angeordnet ist, wobei weiterhin zwischen die Sprechadern in
Reihe zu einem Gabelumschaltkontakt eine Tonrefeinrichtung und zu dieser parallel
eine die Fernsprechstation gegen Verpolung der Speisespannung schützende erste Gleichrichterschaltung
und wechselweise zur Tonrufeinrichtung und zur ersten Gleichrichterschaltung anschaltbar
eine Sprechschaltung angeordnet sind und daß weiterhin. dem Lauthörverstärker ein
regelbarer Lautsprecher nachgeschaltet ist.
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Solche Lautfernsprechstationen sind bekannt (GM 77 35 997), wobei
die Funktion des Umschaltens'von Lauthören auf Freisprechen oder Wahl bei abgenommenem
oder aufliegendem Handapparat mechanisch gelöst wird.
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Da die angeordnete Taste je nach augenblicklichem Zustand der Fernsprechstation
unterschiedliche Funktionen haben soll, ist für den Fall einer rein mechanischen
Lösung ein wesentlicher Aufwand an störungsanfälliger Feinmechanik erforderlich.
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Die Aufgabe der Erfindung soll daher darin bestehen, die unterschiedlichen
Funktionen einer solchen Taste in Abhängigkeit von dem augenblicklichem Zustand
(Schaltzustand
z.B. des Gabelumschalters) der Fernsprechstation und auch in Abhängigkeit der Zeitlage
einer Tastenbetätigung zur Betätigung anderer Kontakte (z.B. Gabelumschaltkontakte)
auf elektronischem Wege zu erreichen.
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Dies wird nach dem Gegenstand der Erfindung dadurch erreicht, daß
den stationsseitigen Ausgängen der ersten Gleichrichterschaltung ein Schaltkondensator
parallel geschaltet ist, dessen beide Anschlußpunkte mit je einem bei deren gleichzeitiger
Betätigung ein bistabiles Schaltrelais schaltenden Kontakt der Taste verbunden sind
und daß der Ruhe seite eines ersten Gabelumschaltkontaktes ein bei Betätigung die
Tonrufeinrichtung abschaltender, die Sprechschaltung anschaltender und über eine
über diese Sprechschaltung und eine Fernsprechader gespeiste zweite Gleichrichterschaltung
eine Speisung an den Lauthörverstärker, an eine aus der Schaltstellung eines dritten
Kontaktes der Taste und der Schaltstellung eines zweiten Gabelumschaltkontaktes
einen gewünschten Betriebszustand erkennende Elektronikeinheit und eine das Schaltrelais
für den gewünschten Betriebszustand steuernde Relaissteuerung anschaltender Kontakt
des Schaltrelais nachgeschaltet ist, wobei die Relaissteuerung und der Lauthörverstärker
durch die Elektronikeinheit wirksam geschaltet werden.
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Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die Betriebszustände, wie z.B.
Wahl bei aufgelegtem Handapparat, Lauthören, Freisprechen und die übliche Sprechverbindung
nur durch Betätigen oder Nichtbetätigen von Gabelumschalter und/oder Taste in bestimmten
Betriebszuständen auf im wesentlichen elektronische Weise realisiert werden können
und daß eine aufwendige wartungsanfällige Feinmechanik entfällt.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der
Elektronikeinheit eine den durch diese vorgenommenen Schaltzustand des Lauthörverstärkers
anzeigendes optisches Anzeigeelement nachgeschaltet ist.
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Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß jederzeit sichtbar ist, ob der
Lauthörverstärker eingeschaltet ist.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß den
von dem zweiten Gabelumschaltkontakt zur Elektronikeinheit führenden Anschlüssen
in der Elektronikeinheit eine über einen ersten Eingang eines Gatters eine bistabilde
Kippstufe steuernde RUckstelleinheit nachgeschaltet ist, wobei ein zweiter Eingang
des Gatters mit der Ruheseite des dritten Kontaktes der Taste verbunden ist.
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Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß eine Rückstellung der Kippstufe
bei Betätigen des Gabelumschalters durch Betätigen der Taste verhindert werden kann.
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Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin,
daß einem Steuereingang der Kippstufe eine beim Schalten des Schaltrelais wirksam
werdende Setzeinheit vorgeschaltet ist.
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Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die Kippstufe bei Betätigen des
Schaltrelais in eine deffinierte Ausgangslage geht.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung wird anhand einer Figur erläutert.
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Diese Figur besteht im wesentlichen aus der angedeuteten Teilnehmerleitung
Tlgn, der Tonrufeinrichtung TR, der Elektronikeinheit EE mit der Rückstell-
einheit
RE, der Setzeinheit SE und der Kippstufe K, dem Lauthörverstärker LHV mit dem Lautsprecher
LS, der Sprechschaltung SS, einer Anzeigeeinheit AE, einer Relaissteuerung RST,
einem Schaltrelais SR und zwei Gleichrichterschaltungen G11 und G12. Aufgezeigt
sind die Kontakte tal, ta2, ta3 einer Taste TA und die Kontakte gul, gu2 eines Gabelumschalters.
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Zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung werden nachstehend
die einzelnen Betriebsmöglichkeiten einer vorgenannten Lautfernsprechstation erläutert.
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1.) Normaler Fernsprechbetrieb ohne Lauthören und bei Wahl bei abgehobenem
Handapparat.
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Wird ein normaler Fernsprechbetrieb vorgesehen, dann wird durch Abheben
des Handapparates und damit Betätigen des Gabelumschalters durch den Kontakt gul
die Tonrufeinrichtung TR und die Gleichrichterschaltung Gl1 abgeschaltet. An die
Sprechschaltung (Mikrofon, Telefon, Ubertragerwicklungen, Nachbildungen usw.) wird
über die Fernsprechader a und in nicht dargestellter Weise über Einheiten der Sprechschaltung
SS zur Fernsprechader b Speisespannung angelegt. Gleichzeitig wird über die Gleichrichterschaltung
Gl2 der Lauthörverstärker LHV, die Elektronikeinheit EE und die Relaissteuerung
RST mit Speisespannung (US) verbunden. Die Kippstufe K der Elektronikeinheit EE
wird über die Rückstelleinrichtung RE so eingestellt (Gatter G, 1.), daß das bistabile
Relais SR über den Transistor T2 nicht angezogen wird und daß der Lauthörverstärker
LHV über den Transistor T1 nicht eingeschaltet ist. Die Z-Diode ZD2 dient zur Erzeugung
der Speisespannung U2 und der Kondensator C2 dient als Ladekondensator. Die Anzeigeeinrichtung
AE (z.B. blinkende Leuchtdiode) ist nicht eingeschaltet.
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2.) Übergang von normalem Fernsprechbetrieb nach,) auf Lauthören.
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Will der Teilnehmer an der Fernsprechstation während des Gespräches
erreichen, daß ein Lauthören über den mit dem Widerstand RV regelbaren Lautsprecher
LS erfolgt, dann drückt er bei abgehobenem Handapparat kurz die Taste TA. Die Speisespannungen
liegen wie unter 1.) an. über den Kontakt ta3 der Taste TA wird ein Impuls für den
Eingang e der Kippstufe K erzeugt, so daß diese den Transistor T1 in dem Lauthörverstärker
und den Transistor T2 in der Relaissteuerung RST wirksam schaltet. Der Lauthörverstärker
ist damit eingeschaltet und das Relais SR bleibt umgeschaltet, so daß der Kontakt
sr in Arbeitsstellung ist (im vorliegenden Betriebsfall jedoch nicht wirksam).
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Vom Kontakt ta3 wird außerdem ein Impuls (-) auf den Eingang 2 des.
Gatters G gegeben, so daß eine ursprünglich durch die Schaltstellung des Gabelumschaltkontaktes
gu2 (nach y) gegebene Rückstellung der Kippstufe K durch die Rückstelleinrichtung
RE verhindert wird. Die Anzeigeeinrichtung AE ist in Betrieb. Durch nochmaliges
Drücken der Taste TA erfolgt erneut.ein Umschaltimpuls auf den Eingang e der Kippstufe
und diese wird umgeschaltet, so daß der Lauthörverstärker abgeschaltet und das Relais
SR so umgeschaltet wird, daß sich der Kontakt sr in Ruhelage befindet.
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3.) Wählen bei aufgelegtem Handapparat.
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Soll bei aufgelegtem Handapparat gewählt werden, dann bleiben zunächst
die Gabelumschaltkontakte gul und gu2 in der in der Figur angegebenen Ruhelage.
Die Taste TA muß dagegen kurz gedrückt werden, wodurch die Kontakte tal bis ta3
kurzzeitig geschlossen werden.
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In der Ruhestellung der Fernsprechstation liegt über
dieK6ntaktegl1
und sr sowie über die Gleichrid*ars-z>1tung Gll am Kondensator C1 die über die
Teilnehmerleitung Tltg anliegende Speisespannung U1 an (ZD1 = Schutzdiode). Ist
die Taste TA gedrückt, dann wird durch die Spannung am Kondensator Cl über die Kontakte
tal und ta2 das Schaltrelais SR umgeschaltet, so daß der Kontakt sr in Arbeitslage
geht. Damit wird die Tonrufeinrichtung TR und die Gleichrichterschaltung G11 abgeschaltet
und über den Kontakt gul (Ruhelage) wird die Sprechschaltung SS speisespannungsmäßig
angeschaltet. Über die Fernsprechader a und die Sprechschaltung SS erfolgt die Anschaltung
der Gleichrichterschaltung G12, die die Spannung U2 liefert und wie unter 1.) die
einzelnen Einheiten mit Speisespannung versorgt. Gleichzeitig wird über die Setzeinrichtung
SE ein Impuls auf die Kippstufe K gegeben, der diese so setzt, daß der Lauthörverstärker
eingeschaltet ist, die Relaissteuerung RST das Relais SR angezogen hält und die
Anzeigeeinrichtung AE in Betrieb anzeigt. Die Stellung des Gabelumschaltkontaktes
gu2 (nach x) bewirkt keine Rückstellung über die Rückstelleinrichtung RE. Bei Abheben
des Handapparates in diesem Zustand erfolgt eine Betätigung der Gabelumschaltkontakte
gul und gu2. Der Kontakt gul schaltet die Sprechschaltung SS und die Gleichrichterschaltung.
Gl2 direkt an (sr ohne Funktion) und die Umstellung des Kontaktes gu2 (nach y) bewirkt
über die Rückstelleinrichtung RE und das Gatter G eine Umschaltung der Kippstufe
K (über r), da in diesem Falle das Gatter G keinen Impuls über den Kontakt ta3 erhält.
Der Lauthörverstärker LHV wird abgeschaltet und die Relaissteuerung RST steuert
das Schaltrelais SR um. Ebenso wird die Anzeigeeinrichtung AE abgeschaltet.
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Würde der Handapparat nicht aufgelegt und dagegen die Taste TA erneut
gedrückt werden, dann wird zwar kein
Rückstellimpuls über die Rückstelleinheit
RE gegeben, aber es wird ein Umschaltimpuls über den Steuereingang e der Kippstufe
wirksam. Das Ergebnis ist dann ebenfalls ein Abschalten des Lauthörverstärkers und
der Anzeigeeinheit und ein Umschalten des Schaltrelais.
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4.) Freisprechbetrieb Soll beispielsweise aus dem Zustand 2.) (Lauthören>
auf Freisprechen übergegangen werden, so wird dies durch Drücken der Taste TA bei
abgehobenem Handapparat, Auflegen des Handapparates bei gedrückter Taste und anschließendem
Loslassen der Taste erreicht. Der Kontakt gua (von y nach x) würde normalerweise
über die Rückstelleinrichtung RE eine Rücksetzung der Kippstufe K und damit ein
Abschalten des Lauthörverstärkers IjHV bewirken. Durch den gleichzeitigen Impuls
werden Kontakt ta3 auf das Gatter G wird jedoch eine solche Rückstellung blockiert.
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Über den Eingang e der Kippstufe K erfolgt eine Umschaltung derselben,
so daß eine Abschaltung des Lauthörverstärkers und ein Umschalten des Schaltrelais
in Ruhelage erfolgt. Da Jetzt jedoch die Kontakte gul und sr in Ruhelage und die
Kontakte tal und ta2 betätigt sind, liegt am Schaltrelais SR die Speisespannung
über die Teilnehmerleitung an und das Schaltrelais SR zieht an. Über die Setzeinrichtung
SE erfolgt ein Setzen der Kippstufe K, so daß der Lauthörverstärker und die Anzeige
einrichtung angeschaltet sind und die Relaissteuerung hält das Schaltrelais SR in
seiner angezogenen Lage.
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Die Fernsprechstation kommt wieder in Ruhezustand, wenn der Handapparat
kurz abgehoben und anschließend wieder aufgelegt wird (Rücksetzen über RE).
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Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß es nach der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung in einfacher Weise möglich ist, unterschiedliche Funktionen
der geschilderten Taste TA in Abhängigkeit des Schaltzustandes der Fernsprechstation
auf elektronischem Wege zu erreichen.
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4 Patentansprüche 1 Figur