DE3119937A1 - Keramischer mehrschichtkondensator - Google Patents
Keramischer mehrschichtkondensatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft miniaturisierte Keramikkondensatoren
hoher Kapazität, sowie ein Verfahren zur Herstellung solcher Kondensatoren.
Als Ergebnis der Entwicklung von Großintegrationsverfahren für Vorrichtungen wie IC, LSI usw., wurde die
Packung elektronischer Bauelemente auf einem Schaltungssubstrat mit hoher Packungsdichte stürmisch fortentwickelt,
so daß sich ein fortwährend wachsendes Bedürfnis für miniaturisierte elektronische Bauelemente
hoher Kapazität, wie Kondensatoren ergab, die in peripheren Schaltkreisen für integrierte Schaltungen
verwendet werden.
Auf dem Gebiet der keramischen Kondensatoren wurde bisher ein Verfahren zur Herstellung solcher Kondensatoren
vorgeschlagen, bei dem eine Halbleiter-Keramikscheibe aus beispielsweise dem Basismaterial BaTiO3
oder SrTiO-, gebrannt wurde, dann ein isolierender Zusatz, wie beispielsweise CuO oder Bi-O-. auf die
gebrannte Halbleiter-Keramikscheibe aufgebracht und schließlich die Scheibe einer Wärmebehandlung unterzogen
wurde, um den isolierenden Zusatz thermisch in die Korngrenzen des Halbleiter-Keramikmaterials einzudiffundieren,
so daß sich eine Grenzschichtstruktur ergibt, in welcher nur die Korngrenzenabschnitte isoliert
sind; abschließend wurden Metallelektroden an der Scheibe befestigt. Ein solches Verfahren kann als
Festkörperphasen-Grenzschicht-Verfahren bezeichnet werden, das zur Erzeugung von Kondensatoren mit einer
scheinbaren relativen Dielektrizitätskonstante im Bereich von 10 000 bis 50 000 geeignet ist. Das gerade
beschriebene herkömmliche Verfahren kann jedoch nur zur Erzeugung von Produkten des sogenannten Furnierbzw.
Dünnschnitttyps verwendet werden, es ist zur Be-
friedigung der gegenwärtigen Bedürfnisse ungeeignet und eignet sich nur begrenzt zur Erzielung von Kondensatoren
mit verminderter Größe und erhöhter Kapazität.
Angesichts dieser Sachlage wurden ausführliche Untersuchungen mit dem Ziel vorgenommen, einen Kondensator
zu schaffen, der miniaturisiert ist und dennoch hohe Kapazitätswerte aufweist. Dabei wurden die Vorteile
des herkömmlichen Festkörperphasen-Grenzschichtverfahrens berücksichtigt und es wurde im Verlauf
dieser Untersuchungen die Herstellung einta Mehrschichtkondensators
in Gestalt einer FestkÖrperphasen-Grenzschichtstruktur zur Erzielung eines
Keramikkondensators verminderter Größe und erhöhter Kapazität in Betracht gezogen. Insbesondere wurde
die Möglichkeit erkannt, daß ein derartiger Kondensator durch ein Verfahren erzielt werden kann, bei
dem eine aus Schichten aufgebaute Struktur mit zehn bis zu mehreren zehn übereinander angeordneten Schichten
gebildet wird, von denen jede aus einem Halbleiter-Keramikfilm besteht, der beispielsweise aus
BaTiO-, hergestellt ist, und wobei eine Metallpaste aufgebracht ist, die als Elektrode dient. Danach
wird die schichtweise aufgebaute Struktur gepreßt. Schließlich sintert man die übereinander angeordneten
Halbleiter-Keramikfilme und die Metallpaste gleichzeitig.
Es war jedoch bisher noch nicht bekannt, eine derartige schichtweise aufgebaute Struktur mit dem
herkömmlichen Festkörperphasen-Grenzschichtverfahren
herzustellen. Dies liegt daran, daß bei dem herkömmlichen Festkörperphasen-Grenzschichtverfahren ein die
Korngrenzen isolierender Zusatz vorher auf die schichtweise aufgebaute Struktur angewendet und danach erst
diese Struktur der Wärmebehandlung unterzogen wird, so daß der Zusatz thermisch in die Korngrenzen des
Halbleiter-Keramikmaterials eindiffundiert wird. Wenn daher eine schichtweise aufgebaute Struktur wie vorstehend
erwähnt gebildet und dabei versucht wird, das zugeführte isolierende Additiv thermisch in die
Korngrenzen des die Schichtstruktur darstellenden Halbleiter-Keramikmaterials einzudiffundieren, dann
ergeben sich Schwierigkeiten bei der Diffusion des isolierenden Zusatzes aufgrund der Tatsache, daß die
Diffusion durch die inneren Elektroden der Schichtstruktur behindert wird.
Durch die Erfindung wird dieses Problem behoben und ein Mehrschichtkeramikkondensator vom Grenzschichttyp
geschaffen, der sowohl die Vorteile eines Mehrschicht-Keramikkondensators als auch eines Grenzschicht-Keramikkondensators
aufweist. Bei dem erfindungsgemäßen Kondensator wird ein isolierendes Additiv aus der Dampfphase in die Korngrenzen eindiffundiert,
ohne auf die herkömmlichen Verfahren zurückzugreifen, gemäß denen ein derartiger Zusatz angewendet wird.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; es
zeigt:
Fig. 1 eine vergrößerte schematische Schnittansicht einer Ausführung des keramischen
Mehrschichtkondensators vom dampfphasendiffundierten Grenzschichttyp, der mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist; und
Fig. 2 mikroskopische Bilder der Kristallkorngrenzen-Isolationsstruktur,
die unter Verwendung eines Röntgenstrahlon-.Mikroanalysators (EPMA) aufgenommen wurden, wobei
(A) ein Sekundärelektronenbild zeigt und
(B) eine CuK3-Strahlenabbildung des gleichen
Teils wie in (A).
In der Fig. 1 ist der dampfphasendiffundierte, in
Schichten aufgebaute keramische Grenzschicht-Kondensator gemäß der Erfindung gezeigt, der einen dampfphasendiffundierten
Grenzschicht-KeramikKorpar 1 aufweist,
sowie innere Elektroden 2, die abwechselnd an gegenüberliegenden Endflächen des dampfphasendiffundierten
Grenzschicht-Keramikkörpers 1 angeordnet sind, sowie äußere Elektroden 3, die zur Verbindung der
freiliegenden Teile der inneren Elektroden an den entsprechenden Endflächen des Körpers 1 vorgesehen
sind. Wie in der Fig. 2 gezeigt ist, weist der dampfphasendiffundierte
keramische Mehrschichtkondensator vom Grenzflächentyp eine gleichförmige Verteilung von
Kupfer in den Kristallkorngrenzen auf.
Die Erfindung wird im folgenden nun mit weiteren Einzelheiten erläutert.
Beim Ablauf der Herstellung des erfindungsgemäßen Mehrschicht-Keramikkondensators vom Grenzschichttyp
werden rohe Halbleiter-Keramiktafeln, deren Hauptbestandteil BaTiO3 oder SrTiO3 sein kann, mittels eines
Abstreifmesser-Verfahrens, eines Extrusionsverfahrens
oder ähnlichem hergestellt; danach wird eine Metallpaste aus Pd, Pd-Ag oder ähnlichem auf die Oberflächen
der rohen Tafeln in einem vorbestimmten Muster aufge-
bracht, um innere Elektroden zu formen. Danach wird eine gewünschte Anzahl der rohen Halbleiter-Keramiktafeln
mit der darauf angebrachten Metallpaste derart übereinander angeordnet, daß die Halbleiter-Keramiktafeln
und die Metallpaste einander überlappen, so daß eine aus Schichten aufgebaute Struktur erzielt
wird. Danach wird die aus Schichten aufgebaute Struktur unter Erhitzung gepreßt und dann in schichtweise
aufgebaute Stücke bzw. Chips mit vorbestimmten Abmessungen zerschnitten. Die derart erhaltenen aus
Schichten aufgebauten Chips werden gebrannt. Zur Herstellung der vorstehend erwähnten Schichtstruktur
kann es auch möglich sein, einen Druck- bzw. einen Kopierprozeß zu verwenden, bei dem eine Halbleiter-Keramikpaste
und eine die inneren Elektroden bildende Metallpaste abwechselnd aufgedruckt werden.
Danach wird bezüglich der Kristallkorngrenzen des Halbleiter-Keramikmaterials, das die sich ergebenden
gesinterten Schicht-Chips bildet, eine Isolation herbeigeführt. In diesem Zusammenhang war es bei dem
herkömmlichen Festphasen-Grenzschicht-Verfahren notwendig, ein isolierendes Additiv bzw. einen Zusatz,
wie Bi-O-, CuO oder ähnliches bei einzelnen aus Schichten
aufgebauten Chips anzuwenden bzw. anzubringen. Ein derartiges Verfahren ist jedoch unter industriellen
Gesichtspunkten nachteilig, da die thermische Diffusion
des isolierenden Zusatzes durch die inneren Elektroden behindert wird; wenn also eine derartige Diffusion
herbeigeführt wird, besteht die Tendenz, daß eine starke Dispersion bzw. Streuung in den Eigenschaften
der Erzeugnisse auftritt. Im Gegensatz hierzu erweist sich das Verfahren der Isolierung von Kristallkorngrenzen
durch Dampfphasendiffusion gemäß der Erfindung dahingehend als vorteilhaft, daß die vorstehend er-
läuterten Probleme gelöst werden können, so daß eine große Anzahl von schichtweise aufgebauten Chips gleichförmig
und zu gleicher Zeit isoliert werden können. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine gewünschte
Anzahl von schichtweise aufgebauten Chips in einem zylindrischen Behälter aus CuO + Al„0^, der vorher
bei beispielsweise 1 200 C gesintert worden ist, ohne direkten Kontakt mit dem Behälter angeordnet und die
Chips werden einer Hitzebehandlung bei einer Temperatur im Bereich von 1 100 bis 1 25O°C 2 bis 10 Stunden
lang unterzogen. Durch eine derartige Wärmebehandlung wird das in dem den Behälter formenden Material enthaltene
CuO gleichförmig in die Kristallkorngrenzen des Halbleiter-Keramikmaterials, das die jeweiligen
schichtweise aufgebauten Chips darstellt, dampfphasendiffundiert,
wie in der Fig. 2 gezeigt. Auf diese Weise werden die Kristallkorngrenzen isoliert. Die Menge
des gemäß der Erfindung eindiffundierten isolierenden Additivs kann leicht mit der Temperatur und/oder der
Zeitdauer der Wärmebehandlung als Parameter gesteuert werden. Die auf diese Weise isolierten schichtweise
aufgebauten Chips werden dann an den gegenüberliegenden Endflächen, an denen die inneren Elektroden freiliegen,
mit äußeren Elektroden versehen, die durch Anbringung und Aufbacken von beispielsweise Ag-Paste gebildet
werden, so daß sich dampfphasendiffundierte keramische
Mehrschichtkondensatoren vom Grenzschichttyp ergeben.
Gemäß der Erfindung wird CuO als der isolierende Zusatz zur Isolierung der Kristallkorngrenzen mittels
Dampfphasendiffusion verwendet und es ist eine Dampfphasen-CuO-Quelle
vorgesehen, die aus vorher gesintertem CuO + Al0O0 besteht. Im allgemeinen ist es üblich
Pd oder 2 3
gewesen,/Pd-Ag für die inneren Elektroden der aus Schichten aufgebauten Chips zu verwenden, die bei einer Temperatur von 1 1000C oder höher gesintert
gewesen,/Pd-Ag für die inneren Elektroden der aus Schichten aufgebauten Chips zu verwenden, die bei einer Temperatur von 1 1000C oder höher gesintert
werden. Wenn Bi^O-. oder PbO als isolierender Zusatz
verwendet werden, geschieht es häufig, daß die inneren Eletroden durch eine chemische Reaktion beschädigt
werden, die zwischen dem isolierenden Additiv und dem Material der inneren Elektroden bei Temperaturen
von 1100°C oder, höher auftritt. Im Gegensatz hierzu, bewirkt CuO niemals eine Beschädigung der
Pd oder Pd-Ag Elektroden bei einer Temperatur von 125O°C oder niedriger. Wenn jedoch das CuO in direktem
Kontakt mit den aus Schichten aufgebauten Chips während.der Kristallkorngrenzen-Isolierung gebracht
werden sollte, verursacht dies eine Streuung der Eigenschaften der Erzeugnisse. Gemäß der Erfindung wird
daher eine Dampfphasen-CuO-QuelIe verwendet, die aus
vorgesintertem CuO + Al-O3 besteht, aus welcher das
CuO stabil in Dampfphase austreten kann und wobei die aus Schichten aufgebauten Chips innerhalb der
Dampfphasen-CuO-Quelle oder des Behälters ohne Kontakt mit diesem angeordnet sind. Auf diese Weise ist
es möglich, zu verhindern, daß die inneren Elektroden der jeweiligen aus Schichten aufgebauten Chips beschädigt
werden, so daß sich eine gleichförmige Korngrenzenisolation in den Chips erzielen läßt.
Wie sich aus der vorstehenden Erläuterung ergibt, wird gemäß der Erfindung ein dampfphasendiffundierter
keramischer Mehrschichtkondensator vom Grenzschichttyp geschaffen, der miniaturisiert ist und mit einer
hohen Kapazität ausgestattet ist, und zwar unter Ausnutzung der Eigenschaften des herkömmlichen Mehrschichtkondensators
und eines Grenzschichtkondensators. Überdies wird gemäß der Erfindung ein neuartiges
Verfahren der Dampfphasendiffusion geschaffen, wodurch es möglich ist, den mühsamen Schritt der Anbringung
eines isolierenden Additivs wie beim Stand der Technik zu vermeiden, und eine große Anzahl der
schichtweise aufgebauten Chips gleichzeitig der Korngrenzenisolation
zu unterziehen, so daß sich Erzeugnisse mit geringerer Streuung der Eigenschaften auf
der Basis einer Massenproduktion erzielen lassen.
Im folgenden werden nun Beispiele für die Erfindung erläutert, die jedoch in keiner Weise einschränkend
zu verstehend sind.
Es wurde eine Pulvermischung erzeugt, dia aus BaCo-,,
TiOp, SiOp und Dy?0_ mit einem molaren Verhältnis
von 1 : 1 : 0,01 : 0,001 besteht, und es wurde ein Bindemittel zugesetzt. Danach wurde in einem Extrusionsverfahren
die Pulvermischung zu rohen Halbleiter-Keramiktafeln geformt, und zwar derart, daß deren
Dicken nach dem Sintern 0,6 mm und 0,25 mm betrugen. Danach wurde eine Pd-Paste unter Verwendung eines Siebes
auf jede der rohen Tafeln aufgedruckt, so daß jede bedruckte Fläche nach dem Sintern die Abmessungen
ο
3,5 χ 3,5 mm aufwies. Es wurden fünf solcher rohen Tafeln aufeinander gelegt und aneinander unter Druck haftend befestigt, so daß sich eine aus Schichten aufgebaute Struktur ergab, die vier innere Elektrodenlagen aufwies. Danach wurde die schichtweise aufgebaute Struktur in Stücke mit jeweils vorbestimmten Abmessungen geschnitten, so daß schichtweise aufgebaute Chips erhalten wurden, die ihrerseits in Luft bei 1280 C zwei Stunden lang gesintert wurden. Die Abmessungen jeder Probe nach dem Sintern betrugen ausschließlich der in der Fig. 1 gezeigten äußeren Elektroden etwa 4,5 χ 4,5 χ 1,3 mm , und zwar für den Fall, daß die Dicke jeder inneren keramischen Schicht 0,6 mm betrug,
3,5 χ 3,5 mm aufwies. Es wurden fünf solcher rohen Tafeln aufeinander gelegt und aneinander unter Druck haftend befestigt, so daß sich eine aus Schichten aufgebaute Struktur ergab, die vier innere Elektrodenlagen aufwies. Danach wurde die schichtweise aufgebaute Struktur in Stücke mit jeweils vorbestimmten Abmessungen geschnitten, so daß schichtweise aufgebaute Chips erhalten wurden, die ihrerseits in Luft bei 1280 C zwei Stunden lang gesintert wurden. Die Abmessungen jeder Probe nach dem Sintern betrugen ausschließlich der in der Fig. 1 gezeigten äußeren Elektroden etwa 4,5 χ 4,5 χ 1,3 mm , und zwar für den Fall, daß die Dicke jeder inneren keramischen Schicht 0,6 mm betrug,
während die Außenabmessungen 4,5 χ 4,5 χ 1,3 mm waren,
wenn die Dicke jeder inneren Keramikschicht 0,25 mm betrug.
Danach wurden die derart erhaltenen gesinterten Chips in einem Behälter angeordnet, der aus einer Mischung
von CuO und AIjO3 mit einem molaren Verhältnis von
1:1, hergestellt wurden, die in einem zylindrischen Körper mit 30 mm Innendurchmesser, 50 mm Außendurchmesser
und 50 mm Höhe geformt und vorher bei 120Q°C eine Stunde lang gebrannt wurde; danach wurden die
Chips einer Wärmebehandlung bei 1200°C fünf Stunden
lang unterzogen. Durch diese Wärmebehandlung wurde das in dem den Behälter bildenden Material enthaltene
CuO gleichförmig in Dampfphase in die Korngrenzen des Halbleiterkeramikmaterials eindiffundiert, das
jeden Chip innerhalb des Behälters darstellt, wie in der Fig. 2 gezeigt. Auf diese Weise wurden dampfphasendiffundierte
Mehrschichtkondensatoren vom Grenzschichttyp erhalten, die mit äußeren Elektroden versehen
wurden, über welche die freiliegenden Teile der jeweiligen Innenelektroden jedes Chips miteinander verbunden wurden. Die Außenelektroden waren Ag-Elektroden,
die durch Aufbringen einer Ag-Paste und Aushärten bei 800 C geformt wurden.
Die Tabelle 1 zeigt die Beziehungen zwischen dem Abstand der inneren Elektroden und den spezifischen
Widerständen vor und nach der Wärmebehandlung (Diffusion in Dampfphase) der schichtweise aufgebauten
Chips, die in der oben erläuterten Weise erzielt wurden. Die Tabelle 2 zeigt die Beziehungen zwischen
dem Abstand der inneren Elektroden, der scheinbaren relativen Dielektrizitätskonstante, der Kapazität
und dem Verlustfaktor, und zwar jeweils nach der Wärme-
behandlung (Dampfphasendiffusion) dieser Chips.
Abstand der. Innen- Spezifischer Wider- Spezifischer Wider-
elektroden (im) stand (Λση) vor der stand (ώαη) nach der
Wärmebehandlung Wärmebehandlung
0,60 3,2 χ 106
20
0,25 3,0 χ 107
0,25 3,0 χ 107
Abstand der Innen- Scheinbare rela- Kapazität (nE") Verlust-Faktor
elektroden (mm) tive Dielektri- (in %)
zitätskonstante
0,60 35000 19,0 5,4
0,25 33000 43,0 7,5
Aus der Tabelle 1 ergibt sich, daß für die Halbleiter-Kermaikmaterialien
durch die Wärmebehandlung (Dampfphasendiffusion) eine ausreichende Korngrenzenisolation
erzielt wurde; überdies ist aus der Tabelle 2 ersichtlich, daß der dampfphasendiffundierte Mehrschichtkondensator
vom Grenzschichttyp gemäß der Erfindung derart miniaturisiert ist, daß er eine geringe Größe von
4,5 χ 4,5 χ 1,3 mm aufweist und dennoch eine hohe Kapazität von 43 nF (für den Fall, daß der Abstand der
inneren Elektroden 0,25 mm beträgt).
Es wurde eine Halbleiterkeramik-Pulvermischung der gleichen Zusammensetzung wie beim Beispiel 1 verwendet,
die jedoch mit einem Abstreichmesserverfahren in Tafeln
mit einer Dicke von 0,1 mm nach dem Sintern geformt wurde. Danach wurde zur Bildung innerer Elektroden eine
Pd-Paste auf jede der Tafeln mittels Siebdruck aufgebracht, und zwar mit einer Fläche nach der Sinterung
2
von 1,7 χ 1,7 mm . Diese Tafeln wurden übereinander angeordnet und dann komprimiert und mittels einer Wärmepressung haftend miteinander verbunden. Auf diese Weise wurde eine schichtweise aufgebaute Struktur mit inneren Elektrodenschichten gebildet, die in Stücke mit einer vorbestimmten Abmessung geschnitten wurde, so daß schichtweise aufgebaute Chips erhalten wurden. Die schichtweise aufgebauten Chips wurden in Luft bei 128O°C zwei Stunden lang gebrannt. Die Abmessungen jeder Probe nach dem Brennen betrug 2 χ 2 χ 0,6 mm . Es wurde ein zylindrischer Behälter aus CuO + Al9O., wie beim Beispiel 1 verwendet, und die darin angeordneten Chips wurden einer Wärmebehandlung bei 1150°C, 1200°C und 125O°C jeweils fünf Stunden lang unterzogen. Nach der Wärmebehandlung wurde an jedem Chip eine Ag-Paste angebracht ι
Elektroden gebacken.
von 1,7 χ 1,7 mm . Diese Tafeln wurden übereinander angeordnet und dann komprimiert und mittels einer Wärmepressung haftend miteinander verbunden. Auf diese Weise wurde eine schichtweise aufgebaute Struktur mit inneren Elektrodenschichten gebildet, die in Stücke mit einer vorbestimmten Abmessung geschnitten wurde, so daß schichtweise aufgebaute Chips erhalten wurden. Die schichtweise aufgebauten Chips wurden in Luft bei 128O°C zwei Stunden lang gebrannt. Die Abmessungen jeder Probe nach dem Brennen betrug 2 χ 2 χ 0,6 mm . Es wurde ein zylindrischer Behälter aus CuO + Al9O., wie beim Beispiel 1 verwendet, und die darin angeordneten Chips wurden einer Wärmebehandlung bei 1150°C, 1200°C und 125O°C jeweils fünf Stunden lang unterzogen. Nach der Wärmebehandlung wurde an jedem Chip eine Ag-Paste angebracht ι
Elektroden gebacken.
Ag-Paste angebracht und bei 800 C zur Bildung äußerer
Die Tabelle 3 zeigt die Beziehungen zwischen der Diffusionstemperatur
und dem spezifischen Widerstand, der scheinbaren relativen Dielektrizitätskonstante, der
Kapazität und dem Verlust-Faktor eines der vorstehend erwähnten Wärmebehandlung unterzogenen Chips.
Diffusions- Spezifischer Scheinbare re- Kapazität Verlust-Faktor
temperatur Widerstand lative Dielek- (nF) (%)
(0C) (Λ.αη) trizitätskonstante
| 11500 | 1 | ,7 | X | 109 | 26000 | 20 | ,0 | 1 | ,4 |
| 1200 | 3 | ,3 | X | 109 | 23000 | 17 | ,7 | 0 | ,8 |
| 1250 | 6 | ,2 | X | 109 | 12000 | 9 | ,2 | 2 | ,2 |
Aus der Tabelle 3 ergibt sich, daß durch die Wärmebehandlung für das Halbleiter-Keramikmaterial eine ausreichende
Korngrenzenisolation erzielt wurde und daß der dampfphasendiffundierte Mehrschicht-Keramikkondensator
vom Grenzschichttyp gemäß der Erfindung derart miniaturisiert ist, daß seine Abmessungen 2 χ 2 χ 0,6 mm
betragen und dennoch eine hohe Kapazität von 20 nF erzielt wurde.
if
Leerseite
Claims (3)
- HELMUT SCHROETER KLAUS LEHMANNDIPL. -PHYS. DIPL-ING.yi-mi-11 U/mj 9, Mai 1981Keramischer MehrschichtkondensatorPatentansprücheDampfphasendiffundierter keramischer Mehrschichtkondensator vom Grenzschichttyp, dadurch gekennzeichnet , daß Halbleiter-Keramikschichten vorgesehen sind, in denen nur die Korngrenzen mittels einer Dampfphasendiffusion isoliert sind, sowie Elektroden, und daß die Keramikschichten und die Elektroden abwechselnd übereinander angeordnet sind.
- 2. Verfahren zur Herstellung eines dampfphasendiffundierten Mehrschichtkondensators vom Grenzschichttyp, dadurch gekennzeichnet , daß eine aus Lagen aufgebaute Struktur aus Halbleiter-Keramiklagen und Elektroden, die abwechselndD-7070 SCHWABISCH GMÜND GEMEINSAME KONTEN D-8000 MÜNCHENTelefon: (07I7I) 56 90 Deutuhr Bank ACj ['iMv.-hrdikiintn Telefon: (089) 725 2071H SCHROETER Telegramme: Sdirwp.it Mundicn 70/37 369 Mnndun K. ItIIMANN Telegramme: Schrocpatlkxksgjs« 49 Telex: 7248 868 pagd d (BLZ 700 700 10) 167941804 l.ipowtkynralSr 10 Telex: 5 212 248 pawe ilübereinander angeordnet sind, gebildet wird, daß die aus Schichten aufgebaute Struktur gebrannt wird, und daß danach ein isolierender Zusatz in Dampfphase in die Korngrenzen des Halbleiter-Keramikmaterials , das die aus Lagen aufgebaute Struktur darstellt, eindiffundiert wird, so daß nur die Korngrenzen isoliert werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß eine aus CuO + Al0O- bestehende, vorher gebrannte Dampfphasen-CuO-Quelle verwendet wird, so daß das CuO als das isolierende Zusatzmittel dient.
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