DE3119108C2 - - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Wärmetauscher für rieselfähiges Gut mit
wenigstens einem rotierenden Zylinder, wie Drehtrommel, Drehrohr oder
Satellitenkühler-Kühlrohr, der auf seinem Innenmantel über den Umfang
verteilt mit Rieseleinbauten in Form von bogenförmigen Streuschaufeln
besetzt ist, die mit Hilfe ihrer quer zur Drehachse des Zylinders gerich
teten Streukanten in Abhängigkeit von dessen Drehbewegung das Gut über
seinen Querschnitt streuen.
Derartige Wärmetauscher finden mannigfaltige Anwendung in verschiedenen
Industriezweigen und dienen zum Erhitzen, Kühlen oder Trocknen von
rieselfähigen Materialien mit Hilfe eines gasförmigen Behandlungsmediums.
Gut und Behandlungsmedium bewegen sich dabei im Gleichstrom oder Gegenstrom
mittels Schwerkraft durch den sich drehenden Zylinder. Um bei solchen
Anlagen eine hohe Effizienz zu erzielen, ist ein intensiver Wärmeaustausch
zwischen dem Gut einerseits und dem Behandlungsmedium andererseits eine
unerläßliche Bedingung. Ein optimaler Wärmeaustausch setzt aber voraus, daß
die vom Behandlungsmedium beaufschlagte Oberfläche des Gutes maximal ist.
Ein solches Maximum an Gutoberfläche wird erreicht, indem man das Gut mit
Hilfe von Rieseleinbauten in Form einer Vielzahl Rieselschleier über den
freien Zylinderquerschnitt rieseln läßt, wobei die Gutteilchen vom
Behandlungsmediumstrom beaufschlagt werden und der Wärmeaustausch stattfin
det.
Rieseleinbauten in Form von Streuschaufeln sind in eine Mehrzahl von
Ausführungsformen bereits bekannt (DE-OS 22 55 069, 23 07 108, 26 26 625;
DE-GM 72 13 794, 72 38 023, 73 13 428). Bei der Erfindung wird von einer
aus der Praxis bekannten Streuschaufelkonstruktion ausgegangen, die sich
als besonders stabil und im harten Einsatz als dauerhaft erwiesen hat.
Diese bekannte Streuschaufel ist bogenförmig mit geraden Streukanten
gestaltet, wobei in der Draufsicht die eine Streukante schräg zur anderen
Streukante verläuft und die beiden axialen Schaufelseiten bis an die Wand
des Wärmetauschers reichen und auf ihr stehen. Bei der Ausbildung von
Streuschaufeln für Wärmetauscher der angesprochenen Art kommt es
entscheidend darauf an, daß diese bei jedem Umlauf des Zylinders das Gut
über den gesamten Zylinderquerschnitt gleichmäßig streuen, d. h., sie müssen
rechts und links außen wenig und im Mittenbereich entsprechend der Zunahme
des Querschnitts mehr Gut streuen, wenn die von den queraxialen
Streuschaufelgruppen bei jedem Umlauf erzeugten Gutschleier gleichmäßig
(homogene Gutverteilung, gleiche Dicke) sein sollen. Die
Streucharakteristik der Streuschaufeln ist also neben ihrer Stabilität
gegen mechanische und thermische Beanspruchungen für den praktischen
Betrieb von Wärmetauschern ganz besonders wichtig.
Die besagte aus der Praxis bekannte Streuschaufel in geschlossener Bogen
form streut mit ihren geraden Streukanten etwa ein Drittel der zeitlichen
Streumenge auf die eine Hälfte des Zylinderquerschnittes und zwei Drittel
auf dessen andere Hälfte; die über die Flächeneinheit des
Zylinderquerschnittes gestreute Gutmenge ist somit in der einen
Zylinderhälfte doppelt so groß wie in der anderen Zylinderhälfte, und der
Gutschleier differiert in Bezug auf seine Dichte erheblich, was ungünstig
ist. Im Vergleich mit den bislang überwiegend angewandten Streuschaufeln
mit der offenen Bogenform, wie sie Gegenstand der vorangehend zitierten
Druckschriften sind, ist der Streueffekt der besagten Streuschaufel mit der
geschlossenen Bogenform zwar weitaus besser im Hinblick auf einen wirklich
optimalen Wärmeaustausch jedoch immer noch verbesserungsbedürftig; dies
gilt um so mehr angesichts der heutigen Energiesituation.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Wärmetauschern der eingangs
zitierten Gattung die Streucharakteristik der Streuschaufeln im Sinne noch
größerer Gleichmäßigkeit bzw. Dichte der Gutschleier sowie eines intensiven
Wärmeaustausches zwischen Gut und Behandlungsmedium zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens eine der
beiden Streukanten jeder Streuschaufel die Form einer wellenförmigen, von
der voreilenden Schaufelseite bis zur nacheilenden Schaufelseite verlau
fenden Kurve hat, welche ein die Streuschaufel breitenmäßig verkleinerndes
Wellental im Bereich zwischen der voreilenden Schaufelseite und der Mittel
ebene der Streuschaufel sowie einen die Streuschaufel breitenmäßig
vergrößernden Wellenberg im Bereich zwischen der Mittelebene und der
nacheilenden Schaufelseite umfaßt und deren Wendepunkt in oder annähernd in
der Schaufelmittelebene liegt.
Aufgrund der im Vergleich mit der bekannten bogenförmigen
Streuschaufelkonstruktion in der einen Hälfte vorgesehenen wellenförmigen
Verbreiterung der Streuschaufel und der in ihrer anderen Hälfte vorgese
henen wellenförmigen Schmälerung derselben wird das bei seinem Aufnehmen
durch die Streuschaufel sich auf letzterer abböschende Gut gegen vorzei
tiges Herunterfallen bzw. Streuen abgestützt und bei der anschließenden
Aufwärtsbewegung der Streuschaufel mitgenommen und dabei zunächst eine
Minimalmenge und dann in zunehmendem Maße bis zu einer Maximalmenge über
die Streukanten abgestreut, wobei im Mittelbereich der
Zylinderquerschnittsfläche - d. h. eine vorgegebene Strecke vor und hinter
dem Kulminationspunkt - diese Maximalmenge beibehalten wird, und im Verlauf
der Abwärtsbewegung der Streuschaufel dann die Streumenge im selben
Verhältnis wieder bis auf die besagte Minimalmenge vermindert wird. Die
wellenförmige Verbreiterung der Streuschaufel im Bereich zwischen der
nacheilenden Schaufelseite und der Schaufelmittelebene verhindert, daß
während der Aufwärtsbewegung der Streuschaufel in der einen
Zylinderquerschnittshälfte zu viel Gut gestreut wird, und die wellenförmige
Breitenminderung im Bereich zwischen Schaufelmittelebene und voreilender
Schaufelseite sorgt dafür, daß während der Abwärtsbewegung der
Streuschaufel in der anderen Zylinderquerschnittshälfte nicht zu wenig Gut
gestreut wird, sondern etwa die gleiche Menge wie in der erstgenannten
Zylinderquerschnittshälfte. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Streukanten als wellenlinienförmige Kurve ergibt in Verbindung mit der
konstanten Drehgeschwindigkeit des rotierenden Zylinders eine gute
Gleichmäßigkeit der Gutschleier über den gesamten Querschnitt des Zylinders
und vermeidet sicher die nachteilige Gassenbildung, d. h. Freiräume ohne
Gutbeaufschlagung.
Wählt man gemäß einem weiteren wesentlichen Erfindungsmerkmal als Kurven
form für die Streukanten der Streuschaufeln eine oder annähernd eine
Sinuslinie, so wird ein Optimum in bezug auf Gleichmäßigkeit der Gutschlei
er bzw. auf konstante Gutdichte (pro Flächeneinheit Zylinderquerschnitt
gestreute Gutmenge) in letzterem erreicht, was - bezogen auf die mit
Streuschaufeln besetzte Länge des Zylinders - insgesamt eine maximale
Schleierfläche bzw. vom Behandlungsmedium beaufschlagte Gutfläche ergibt
und dementsprechend einen Wärmeaustausch hoher Intensität zwischen beiden.
Die Streuschaufeln können sowohl an nur einer Streukante als auch an beiden
Streukanten, d. h. an der wärmetauschereinlaufseitigen wie an der
wärmetauscherauslaufseitigen, eine wellenlinienförmige Kurvenform haben.
Die Wahl, ob die eine oder die andere Streukante oder beide Streukanten
wellenlinienförmige Kurvenform erhalten, hängt davon ab, ob die
Streuschaufel eine oder zwei Gutschleier streuen soll, ob sie zusätzlich zu
der durch Neigung und Drehbewegung des Zylinders bewirkten Förderung
beschleunigende oder verzögernde Förderfunktion auf das Gut ausüben oder
in dieser Hinsicht neutral sein soll, und ist ferner abhängig von der
Beschaffenheit des Gutes, z. B. feinkörnig, grobkörnig, und der Art der
Beaufschlagung mit dem Behandlungsmedium, ob im Gleichstrom oder im Gegen
strom.
Die Anordnung der Streuschaufeln nach der Erfindung im Zylinder erfolgt im
Sinne einer einwandfreien Schleierbildung am besten in mehreren queraxialen
Schaufelreihen, welche entweder axial aneinander grenzend oder mit Abstand
zueinander plaziert sind. Wenn man dabei die Streuschaufeln jeder
Schaufelreihe queraxial zu den Streuschaufeln der benachbarten
Schaufelreihe versetzt, so erzielt man Gutschleier besonderer Dichte und
folglich eine noch höhere Zuverlässigkeit bei der Abdeckung des
Zylinderquerschnittes durch die Gutschleier und demzufolge zusätzliche
Sicherheit gegen Gassenbildung.
Die Streuschaufeln können als Gußteil hergestellt oder aus Blech gefertigt
werden und mit dem Zylinder beispielsweise durch Schrauben, Schweißen oder
Klemmen verbunden sein. Im Falle der Wahl einer Blechkonstruktion für die
Streuschaufeln ist es vorteilhaft, die wellenlinienförmige Streukantenkurve
nach einem weiterausgestalteten Erfindungsmerkmal so auszubilden, daß ihr
Verlauf von der Mittelebene der Streuschaufel bis zur nacheilenden
Schaufelseite identisch ist dem Verlauf von der Mittelebene bis zur
voreilenden Schaufelseite, d. h., die beiden Kurvenhälften sind formgleich;
hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, jeweils die Streukanten zweier
Streuschaufeln mit einem einzigen Schnitt aus einer Blechtafel zu fertigen
und die Schaufelzuschnitte bei geringstem Verschnitt kostengünstig zu
produzieren.
Der Wärmetauscher nach der Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles weiter erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch das Kühlrohr eines Drehrohrkühlers mit den
Streuschaufeln in Ansicht, wobei in der eine Querschnittshälfte die
Streuschaufeln in reihenweiser Hintereinanderordnung dargestellt
und in der anderen Querschnittshälfte reihenweise versetzt angeord
net veranschaulicht sind,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Abwicklung des Mantels des Kühlrohres nach
Fig. 1 mit den Streuschaufeln in Draufsicht,
Fig. 3 einen queraxialen Ausschnitt aus dem Kühlrohr nach Fig. 1 mit der
Ansicht einer Streuschaufel in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 eine Abwicklung der Oberfläche der Streuschaufel nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Blechzuschnitt für die Ausführungsform der Streuschaufeln
nach den Fig. 3 und 4 in kleinerem Maßstab und
Fig. 6 einen Blechzuschnitt für eine andere Streuschaufelausführungsform.
Das in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Kühlrohr eines Drehrohrkühlers,
wie er beispielsweise zum Kühlen von heißem Zementklinker in der
Zementindustrie Anwendung findet, wird gebildet aus einem stählernen
Zylinder 1, der in bekannter Weise drehbar gelagert und mit einem üblichen
Drehantrieb versehen ist. Der Zylinder 1, der teilweise oder ganz mit einer
feuerfesten Ausmauerung versehen sein kann, weist auf seinem Innenmantel
über den gesamten Umfang verteilt Rieseleinbauten auf. Als Rieseleinbauten
dienen bogenförmige Streuschaufeln 2 aus hitzebeständigem oder
hochhitzebeständigem Stahl. Jede Streuschaufel 2 hat zwei quer zur Drehach
se des Zylinders 1 liegende Streukanten 3, 4 sowie zwei axiale
Schaufelseiten 5, 6 (Fig. 2, 4). Wie insbesondere Fig. 3 erkennen läßt,
reichen die beiden axialen Schaufelseiten 5, 6 bis an die Innenfläche des
Zylinders 1 heran, d. h., die Streuschaufel 2 steht mit ihren axialen
Schaufelseiten 5, 6 auf der Zylinderinnenfläche auf und ist hier durch
Schweißen fest mit dem Zylinder 1 verbunden.
Von den beiden Streukanten 3, 4 jeder Streuschaufel 2 ist die Streukante 4
als Gerade und die Streukante 3 als wellenlinienförmige Kurve 7 ausge
bildet. Die Kurve 7 hat annähernd die Form einer
Sinuslinie, welche von der - in Drehrichtung des Zylinders 1 gesehen -
voreilenden Schaufelseite 5 zur nacheilenden Schaufelseite 6 reicht und ein
die Streuschaufel 2 in der Breite verkleinerndes Wellental 8 im Bereich
zwischen der voreilenden Schaufelseite 5 und der Mittelebene 10 der
Streuschaufel 2 sowie einen letztere in der Breite vergrößernden Wellenberg
9 im Bereich zwischen Mittelebene 10 und nacheilender Schaufelseite 6
umfaßt; der Wendepunkt 11 der Kurve 7 liegt dabei in der Mittelebene 10 der
Streuschaufel 2. Wie Fig. 4 zeigt, ist der Verlauf der Streukante 3 bzw.
die Form ihrer Kurve 7 von der Mittelebene 10 bis zur nacheilenden
Schaufelseite 6 identisch ihrem Verlauf von der Mittelebene 10 bis zur
voreilenden Schaufelseite 5, d. h., daß Wellental 8 und
Wellenberg 9 - legt man die Kurvenstücke entsprechen aufeinander -
deckungsgleich sind.
Zwecks einwandfreier Gutschleierbildung sind die Streuschaufeln 2 als eine
Vielzahl queraxialer Schaufelreihen 12 im Zylinder 1 plaziert (Fig. 1, 2),
wobei die Schaufelreihen 12 entweder axial aneinandergrenzend oder mit
axialem Abstand zueinander angeordnet werden. Die Schaufelreihen 12 liegen
entweder axial hintereinander oder sind queraxial gegeneinander versetzt,
wobei im letzteren Fall besonders dichte Gutschleier und ein Optimum in
Bezug auf die Abdeckung des Zylinderquerschnittes durch die Gutschleier
erreicht wird. Die Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene
Anordnungsmöglichkeiten für die Streuschaufeln 2 im Zylinder 1. In der
linken Hälfte von Fig. 1 und in der linken Hälfte von Fig. 2 sind mehrere
queraxial nicht versetzte Schaufelreihen 12 veranschaulicht. In der rechten
Hälfte der Fig. 1 sowie in der rechten Hälfte von Fig. 2 sind um ein drit
tel Teilung versetzte Schaufelreihen 12 dargestellt, wobei im oberen linken
und im unteren rechten Viertel von Fig. 2 die Schaufelreihen 12 einen
Abstand zueinander haben, während sie im oberen rechten Viertel und im
unteren linken Viertel dieser Figur unmittelbar aneinandergrenzend angeord
net sind.
In den Fig. 5 und 6 ist dargestellt, wie die neue Streuschaufel beson
ders rationell aus Blech gefertigt werden kann.
Die Fig. 5 zeigt einen Blechzuschnitt 13 mit Streuschaufeln 2, bei denen
nur eine Streukante die Form einer wellenlinienförmigen Kurve 7 hat, wie
sie im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 besprochen wurde. Ordnet man,
wie Fig. 5 erkennen läßt, die Streuschaufeln 2 abwechselnd mit ihrem
schmalen und mit ihrem breiten Ende nebeneinander an, so ist es möglich,
jeweils mit einem einzigen Schnitt die beiden geraden Streukanten zweier
Streuschaufeln 2 und ebenso mit einem einzigen Schnitt die beiden
kurvenförmigen Streukanten zweier Streuschaufeln herzustellen.
Die Fig. 6 veranschaulicht einen Blechzuschnitt 14 mit einer
Ausführungsvariante der Streuschaufeln. Diese Streuschaufeln 20 haben an
beiden Streukanten die Form einer wellenlinienförmigen bzw. sinusförmigen
Kurve 7. Auch in diesem Fall können bei entsprechender Anordnung, wie sich
aus dieser Figur ergibt, zwei Streukanten von zwei Streuschaufeln 20 mit
einem Schnitt gleichzeitig angefertigt werden.
Statt die Streuschaufeln 2 bzw. 20 aus den in den Fig. 5 und 6 darge
stellten Blechzuschnitten zu biegen und sie dann durch Schweißen mit dem
Zylinder 1 zu verbinden, können die Streuschaufeln natürlich auch ebensogut
als Gußkonstruktion produziert werden. Solche Gußschaufeln werden dann z. B.
mittels Schrauben an dem Zylinder 1 befestigt.
Die Wirkungsweise des Kühlrohres nach den Fig. 1 und 2 ist wie folgt:
Bei der Rotation des Zylinders 1, die in Richtung des Pfeiles 15 erfolgt, taucht jede Streuschaufel 2 mit ihrer voreilenden, schmalen Schaufelseite 5 in die im unteren Bereich des Zylinders 1 befindliche, über seine gesamte Länge sich erstreckende Gutniere ein und nimmt hier eine gewisse Gutmenge auf, wobei sich das Gut auf der nacheilenden, breiten Schaufelseite 6 abstützt. Nach dem Hervortreten der mit Gut gefüllten Streuschaufel 2 aus der Gutniere böscht sich das Gut auf ihr zunächst in Achsrichtung des Zylinders 1 nach beiden Seiten ab, wobei es sowohl über die gerade Streukante 4 als auch über die kurvenförmige Streukante 3 fällt. Im Verlauf der weiteren Drehbewegung des Zylinders 1 und der nun erfolgenden Nachoben bewegung der Streuschaufel 2 - vgl. Fig. 1 - streut diese aufgrund ihrer Breitenabnahme bzw. aufgrund des Verlaufs ihrer Streukante 3 zuerst wenig und dann immer mehr bis zu einem Maximum Gut über ihre Streukante 3 aus. Nach Erreichen des Kulminationspunktes in der vertikalen Zylindermittelebene streut die Streuschaufel 2 noch eine gewisse Zeitlang die Maximalmenge weiter, um dann während der fortschreitenden Abwärtsbewegung im selben Maße immer weniger zu streuen, wie sie während der vorangehenden Aufwärtsbewegung immer mehr gestreut hat. Die pro Zeit einheit gestreute Gutmenge ist dabei annähernd verhältnisgleich dem Flächenanteil des Zylinderquerschnittes, der in dieser Zeiteinheit von der Streuschaufel mit Gut bestreut wird.
Bei der Rotation des Zylinders 1, die in Richtung des Pfeiles 15 erfolgt, taucht jede Streuschaufel 2 mit ihrer voreilenden, schmalen Schaufelseite 5 in die im unteren Bereich des Zylinders 1 befindliche, über seine gesamte Länge sich erstreckende Gutniere ein und nimmt hier eine gewisse Gutmenge auf, wobei sich das Gut auf der nacheilenden, breiten Schaufelseite 6 abstützt. Nach dem Hervortreten der mit Gut gefüllten Streuschaufel 2 aus der Gutniere böscht sich das Gut auf ihr zunächst in Achsrichtung des Zylinders 1 nach beiden Seiten ab, wobei es sowohl über die gerade Streukante 4 als auch über die kurvenförmige Streukante 3 fällt. Im Verlauf der weiteren Drehbewegung des Zylinders 1 und der nun erfolgenden Nachoben bewegung der Streuschaufel 2 - vgl. Fig. 1 - streut diese aufgrund ihrer Breitenabnahme bzw. aufgrund des Verlaufs ihrer Streukante 3 zuerst wenig und dann immer mehr bis zu einem Maximum Gut über ihre Streukante 3 aus. Nach Erreichen des Kulminationspunktes in der vertikalen Zylindermittelebene streut die Streuschaufel 2 noch eine gewisse Zeitlang die Maximalmenge weiter, um dann während der fortschreitenden Abwärtsbewegung im selben Maße immer weniger zu streuen, wie sie während der vorangehenden Aufwärtsbewegung immer mehr gestreut hat. Die pro Zeit einheit gestreute Gutmenge ist dabei annähernd verhältnisgleich dem Flächenanteil des Zylinderquerschnittes, der in dieser Zeiteinheit von der Streuschaufel mit Gut bestreut wird.
Das Gut des von den Schaufeln 2 einer Schaufelreihe 12 während jedes
Umlaufes gestreuten Gutschleiers fällt im freien Fall quer durch den
Zylinder 1 bzw. über dessen gesamten Querschnitt und wird dabei von dem
axial durch den Zylinder 1 strömenden Kühlmedium in Form von Kühlluft
beaufschlagt. Da jede queraxiale Schaufelreihe 12 einen Gutschleier streut
und eine Vielzahl Schaufelreihen 12 über die Länge des Zylinders 1 verteilt
sind, ergibt die Gesamtzahl der vom Kühlluftstrom nacheinander
beaufschlagten Gutschleier eine sehr große Oberfläche, welche in Verbindung
mit der durch die erfindungsgemäß ausgebildeten Streukanten der
Streuschaufeln 2 bewirkten Gleichmäßigkeit des Streuvorganges und
Homogenität sowie Dichte der Gutschleier eine besonders intensiven
Wärmeaustausch zwischen Gut und Kühlluft ergibt.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil gegenüber dem St. d. T. besteht im
wesentlichen darin, daß dichte Gutschleier hoher Gleichmäßigkeit über den
gesamten Querschnitt des Zylinders gebildet werden und damit ein optimaler
Wärmeaustausch erzielt wird. Dadurch wird es möglich, Wärmetauscher mit
höherer Effizienz bzw. Wärmetauscher mit kleineren Abmessungen zu bauen.
Claims (5)
1. Wärmetauscher für rieselfähiges Gut mit wenigstens einem rotierenden
Zylinder, wie Drehtrommel, Drehrohr oder Satellitenkühler-Kühlrohr, der
auf seinem Innenmantel über den Umfang verteilt mit Rieseleinbauten in
Form von bogenförmigen Streuschaufeln besetzt ist, die mit Hilfe ihrer
quer zur Drehachse des Zylinders gerichteten Streukanten in Abhängigkeit
von dessen Drehbewegung das Gut über seinen Querschnitt streuen, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine (3) der beiden Streukanten (3, 4)
jeder Streuschaufel (2, 20) die Form einer wellenlinienförmigen, von der
voreilenden Schaufelseite (5) bis zur nacheilenden Schaufelseite (6)
verlaufenden Kurve (7) hat, welche ein die Streuschaufel (2, 20)
breitenmäßig verkleinerndes Wellental (8) im Bereich zwischen der
voreilenden Schaufelseite (5) und der Mittelebene (10) der Streuschaufel
(2, 20) sowie einen die Streuschaufel (2, 20) breitenmäßig vergrößernden
Wellenberg (9) im Bereich zwischen der Mittelebene (10) und der
nacheilenden Schaufelseite (6) umfaßt und deren Wendepunkt (11) in oder
annähernd in der Schaufelmittelebene (10) liegt.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve (7)
annähernd sinusförmig ist.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Streuschaufeln (2, 20) in mehreren queraxialen Schaufelreihen (12) im
Zylinder (1) angeordnet sind.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaufelreihen (12) axial aneinandergrenzend oder mit Abstand zueinander
plaziert sind.
5. Wärmetauscher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Streuschaufeln (2, 20) jeder Schaufelreihe (12) queraxial versetzt zu den
Streuschaufeln (2, 20) der benachbarten Schaufelreihe (12) angeordnet
sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE3119108A1 DE3119108A1 (de) | 1982-12-02 |
| DE3119108C2 true DE3119108C2 (de) | 1990-05-03 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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-
1981
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Also Published As
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| DE3119108A1 (de) | 1982-12-02 |
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