DE31157C - Rauchverzehrende Feuerungsanlage - Google Patents
Rauchverzehrende FeuerungsanlageInfo
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- DE31157C DE31157C DENDAT31157D DE31157DA DE31157C DE 31157 C DE31157 C DE 31157C DE NDAT31157 D DENDAT31157 D DE NDAT31157D DE 31157D A DE31157D A DE 31157DA DE 31157 C DE31157 C DE 31157C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23B—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
- F23B5/00—Combustion apparatus with arrangements for burning uncombusted material from primary combustion
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23B—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
- F23B2700/00—Combustion apparatus for solid fuel
- F23B2700/022—Combustion apparatus for solid fuel with various types of fume afterburners
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Description
a-cö cM a\ $ er-Pic frei ν
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Federungsanlagen.
J. N. MOERATH in LONDON. Rauchverzehrende Feuerungsanlage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt in Feuerungsanlagen eine Ersparnifs an Brennmaterial,
eine Verhinderung oder Verminderung der Bildung von Rauch oder Rufs und eine erhöhte Ventilation in geheizten Räumen durch
die vermehrte und automatische Zuführung oder Ansaugung von sauerstoffreicher Luft,
welche durch Berührung mit heifsen Silicatmaterialien erhitzt und mit Verbrennungsproducten
gemischt wird.
Diese Zuführung eines gröfseren Quantums frischer Luft wird in verschiedener Weise erreicht,
beruht jedoch immer auf einer durch luftansaugende Vorrichtungen erzeugten Temperaturdifferenz.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind diese Neuerungen dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in zwei Längsschnitten eine verbesserte Kaminfeuerung, Fig. 3
ist ein Schnitt nach X-Y der Fig. 1.
α α sind zwei Luftmischungskammern, deren
nach innen gelegenen Wände zur Aufnahme der in passenden Abständen angeordneten Rohre b b b ... als Rohrwände ausgebildet sind.
Die Länge der Rohre b ist der Breite des Kamins angepafst. Einzelne Rohre gehen durch
die Vorderwände der Kammern und sind mit denselben verschraubt, um der ganzen Vorrichtung
mehr Widerstand zu verleihen. Sämmtliche Rohre sind mit kleinen Oeffnungen b1
versehen, die in das mit Asbest oder anderen Silicaten gefüllte Innere des Apparates münden.
Jene dem Rost zunächst liegenden Rohre sind jedoch auch auf der dem Rost zugekehrten
Seite mit solchen Oeffnungen b" ausgestattet, d d' sind die Luftsauger oder Luftzuführer,
welche mit den Kammern a in Verbindung stehen; d2 d3 die Eintrittsöffnungen derselben.
Die Luftsauger sind in einander angeordnet und nach aufwärts gekrümmt.
Diese Construction wirkt wie ein Injector, da die durch d' strömende, stärker erhitzte
Luft bei ihrem Eintritt in α aus d Luft, Rauchgase und Wasserdampf (aus einem im Aschenfall
aufgestellten, mit Wasser gefülltem Gefäfs herrührend) ansaug utnd so eine kräftige Ventilation
des Raumes, in welchem der Apparat aufgestellt ist, herbeiführt. e ist der Rost,
f eine Kaminkappe, die auch fortfallen kann, g die Esse.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Wird auf dem Rost e Feuer angemacht
(als Feueranzünder kann eine Composition von Paraffinwachs, Sägespänen und Kohlenstaub
dienen), so schlägt der Rauch (Kohlenwassersrtoffgase) gegen die unteren Röhren bbb und
dringt, letztere erhitzend, in die Asbestschicht. Die Erwärmung der Röhren ruft auch eine
Erwärmung der in ihnen befindlichen Luft hervor, infolge dessen die Luftsauger d d 1 ihre
Thätigkeit beginnen.
Das durch d d' strömende Gemenge von Luft und Gasen gelangt in die Kammern α und
die Röhren bbb und entweicht aus letzteren durch die Oeffnungen b' b' b' in die Asbestschicht.
Hier wird dieses Gemenge von Luft und Gasen mit dem vom Rost zwischen den Röhren bbb aufsteigenden Rauch gemischt
und überhitzt, während ein grofser Theil des Gemenges durch die kleinen Oeffnungen b" b" b"
in den Feuerraum zurückgetrieben wird. Die Asbestschicht- oder das Silicatmaterial erhitzt
sich so stark, dafs, 4ät gröfste Theil des entwickelten
Kohleno^Sgases durch Mischung mit heifser Luft in Kohlensäure verwandelt
wird. Letztere beansprucht wegen ihres gröfseren specifischen Gewichtes einen geringeren Raum
im Rauchkanal und wird leichter in die freie Luft geführt.
Das Brennmaterial verzehrt sich aufserordentlich langsam und so vollständig wie möglich.
Am Kamin ist nur beim Anheizen und wenige Minuten nach Aufschüttung frischer Kohlen
etwas Rauch sichtbar. Ist der Rost breit und tief genug, so ist es während vieler Stunden
nicht nothwendig, das Feuer zu schüren, weil die durchlöcherten Luftzuführer einen langsamen
Gegenzug und deshalb eine verzögerte Verbrennung hervorrufen. Die Bildung von Rauch und Rufs wird vermieden, eine grofse
Ersparnifs an Brennmaterial erreicht und eine erhöhte Ventilation erzielt, wie durch viele
Versuche nachgewiesen ist.
Der Aschenkasten ist zweitheilig, die obere Abtheilung dient zur Aufnahme der Asche, die
untere als Wasserreservoir. Das zu verdampfende Wasser kann mit Desinfectionsmitteln oder wohlriechenden
hygienischen Materien versetzt werden, um in der Luft schwebende Krankheitserreger
zu vernichten.
In geschlossenen Oefen werden die Luftsauger der Feuerthür gegenüber oberhalb und
unterhalb des Rostes und die Luftmischungskammern mit der Asbestfüllung vorn über dem
Rost angeordnet. Bedingt es die Construction des Ofens, die Luftsauger in einiger Entfernung
von den Luftmischungskammern anzubringen, so werden beide durch Röhren mit einander
verbunden.
Während des Sommers und bei einer Reinigung des Ofens können diese Apparate herausgenommen
werden.
Die Fig. 3 bis 10 zeigen die Verwendung dieses Systems für verschiedene Feuerungen.
Fig. 3 ist der Längsschnitt einer Feuerung für metallurgische, chemische und andere Zwecke
mit besonderer Rostconstruction zur Verbrennung von Grieskohle. d d' sind die Luftsauger,
c der Asbest oder anderes Silicat und b die durchlöcherte, aus feuerfesten Ziegeln gebaute
Luftmischungskammer.
Die Oeffnungen der Kammer b sind konisch gestaltet, und zwar nimmt der Querschnitt der
dem Rost gegenüberliegenden, wie aus der Zeichnung ersichtlich, von innen nach aufsen,.
der der Decke des Ofens gegenüberliegenden von aufsen nach innen ab. Die Luft strömt
deshalb mit gröfserer Geschwindigkeit dem Brennmaterial zu als gegen die Decke, und ist
letztere dadurch vor einer schnellen Zerstörung geschützt.
Wie bei gewöhnlichen Treppenrostfeuerungen ist A der Fülltrichter mit verticalem Schieber B;
C der Rost und D der Aschenraum, d* ist
ein in der Hinterwand des Luftsaugers d angebrachter LuftzufUhrer, welcher aus einem
unterirdischen Reservoir erwärmte Luft in die Luftmischungskammer führt. Das Reservoir
füllt sich aus dem Aschenraum D mit erwärmter Luft durch einen unter dem Luftsauger d angebrachten
Kanal, wie der Pfeil in Fig. 3 angiebt. / ist ein Wasserreservoir im unteren
Theile des Saugers d, dessen Inhalt von Zeit zu Zeit zu erneuern ist.
Soll diese Feuerung z. B. für einen Kesselblech-Glühofen verwendet werden, so wird
die Luftmischungskammer nicht mit Asbest, sondern mit Holz, Holzkohlen, Koks oder anderen
Brennmaterialien gefüllt, um eine Verstärkung oder Verringerung der Flamme zu
erzielen. Eine in der Wand des Ofens angebrachte Thür dient zum Füllen des Kamins.
Zum Schüren des Feuers und zur Reinigung des Rostes ist die verschliefsbare konische
Seitenöffnung C1 vorgesehen.
Fig. 4 zeigt die Feuerung eines stationären Kessels im Längsschnitt. Das ganze Arrangement
ist dem vorigen sehr ähnlich.
Das Wasserreservoir I wird in diesem Falle mit dem Kesselausblasewasser durch das Rohr d1
gefüllt.
Die Fig. 5 und 6 a sind Details des für die vorbeschriebenen beiden Feuerungen verwendeten
Rostes. Die Länge des Treppenroststabes beträgt ca. 450 mm zwischen den Trägern.
Der Roststab besteht aus den beiden mit einander durch Stege verbundenen und mit Längsschlitzen
versehenen Platten S und Sl.
Die Platte S ist noch mit einer durchlöcherten Decke S2 aus feuerfestem Material bekleidet,
um ein Schmelzen der Roststäbe zu verhindern. Durch die Oeffnungen der Decke S'2 tritt sehr
viel Luft zu der Grieskohle, infolge dessen eine vollkommene Verbrennung und intensive
Wärmeentwickelung stattfindet.
Diese Combination von Treppenroststäben mit unterirdischen Luftsaugern und geeignet
angeordneten Luftmischungskammern kann mit Vortheil für Oefen zum Brennen von Ziegeln,
Kalk, Cement, glasirten Thonwaaren und zum Rösten von Quarz und anderen Mineralien
verwendet werden.
Fig. 7 zeigt die Feuerung eines Schiffskessels im Längenschnitt, Fig. 8 im Querschnitt.
Der Luftsauger d ist aus Kupferblech hergestellt, um ihn gegen die grofse Hitze widerstandsfähiger
zu machen. C ist eine feuerfeste Decke, welche den Raum über dem Luftsauger d
vom höchsten Punkt der Feuerbrücke bis zum Boden des Flammrohres abdeckt, damit keine
Luft unter und hinter die Brücke in den Rauchkanal gelangen kann, ohne den Apparat zu
passiren.
Der Luftsauger d sendet die erwärmte Luft in das Querrohr b, das mit kleinen Oeffnungen
b' b' versehen und von feuerfestem Material umgeben oder aus demselben hergestellt ist.
An der Innenwand der Kesselrohr-Reinigungsthür ist eine zweite Luftmischungskammer B
angeordnet, welche von am Schornstein befindlichen Luftsaugern mit frischer Luft gespeist
wird und die aus den Heizrohren kommenden Gase nochmals mit erwärmter Luft mischt.
Um in heifsen Klimaten einen guten Zug im Kessel zu erzeugen, ist folgende Einrichtung
getroffen. Zwei in einander geschobene Rohre sind unter dem Rost auf dem Boden des
Flammrohres befestigt, und zwar ist das äufsere, düsenartig auslaufende Rohr zum Theil mit
Wasser gefüllt und wird durch das Rohr d1, Fig. 8, mit Ausblasewasser versorgt, während
das innere auf dem oberen Theil mit kleinen Austrittsöffnungen versehen ist und durch das
Rohr dl b8 mit erwärmter Luft von am Schornstein
angeordneten Luftsaugern gespeist wird.
Das verdunstete Wasser mischt sich mit der aus Rohr ba ausströmenden warmen Luft und
wird vom Luftsauger d durch das Rohr b in die Flamme getrieben. Der Luftsauger d ist
mit einer geeigneten Oeffnung versehen, um das Doppelrohr behufs Reinigung von Salz und
Schlamm leicht herausnehmen zu können.
Fig. 9 ist ein Längsschnitt durch einen stationären Kessel mit- iüinliegender Feuerung.
Die Anordnung ist dieselbe" wie beim vorigen Kessel.
In Fig. ίο ist der Durchschnitt des Feuertopfes
einer Heifsluftmaschine dargestellt. Die Luftsauger sind in Kreisform angeordnet und
die Luftmischungskammer ist ringförmig gestaltet. Dieser Apparat wirkt ähnlich wie jener
mit Bezug auf Fig. ι und 2 beschriebene und bietet den Vortheil, dafs jedes beliebige Brennmaterial
benutzt werden kann.
Die ringförmige Luftmischungskammer mit unterhalb derselben angeordneten kleinen Luftsaugern
oder ein nach einer archimedischen Spirale gewundenes Rohr mit nach abwärts
gekehrten Löchern können zweckmäfsig bei Schmiedefeuern Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Feuerungsanlagen die Anordnung von einem oder mehreren injectorähnlichen Doppelrohren dd1 in Verbindung mit einer durch diese Doppelrohre mit Luft gespeisten, der Feuerhitze ausgesetzten und mit Silicat angefüllten Kammer b, die mit Einlafsöffhungen für die Verbrennungsproducte und mit Auslafsöffhungen für die in der Kammer mit der angesaugten Luft gemischten Verbrennungsproducte versehen ist, zum Zweck, Brennmaterial zu ersparen.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31157C true DE31157C (de) |
Family
ID=307249
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31157D Expired - Lifetime DE31157C (de) | Rauchverzehrende Feuerungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31157C (de) |
-
0
- DE DENDAT31157D patent/DE31157C/de not_active Expired - Lifetime
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