DE55285C - Dampfkessel mit besonderem Gaserzeuger - Google Patents
Dampfkessel mit besonderem GaserzeugerInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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- F23B90/00—Combustion methods not related to a particular type of apparatus
- F23B90/04—Combustion methods not related to a particular type of apparatus including secondary combustion
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachstehend beschriebene Erfindung be- ' zieht sich auf Dampfkessel mit Gasheizung, bei !
welchen das Gas in besonderen, mit dem Dampfkessel combinirten Gaserzeugern hergestellt
wird, so dafs das erzeugte Gas sofort für die Bildung von Dampf nutzbar verwendet
wird. Diese Anordnung kann ebensowohl für stehende als für liegende Dampfkessel in Anwendung
kommen, für erstere ist eine Anordnung in Fig. ι bis 3 dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen Verticalschnitt und Endansicht
und
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch den Kessel 1 und den damit verbundenen Gaserzeuger
9.
2 ist eine aus Ziegelwerk hergestellte Verbrennungskammer, in welcher das vereinigte
Luft- und Gasgemisch entzündet wird. Die Feuergase steigen durch die inneren Feuerröhren
3 in die cylindrische Kammer 4 und gehen von hier aus durch die Röhren 6 abwärts
in den Fuchs 7 und in den Schornstein 8.
Um das Aufwä'rtsströmen von Dampf und j Wasser von den unteren Kesselräumen nach
den oberen zu erleichtern, ist in die Kammer 4 eine Anzahl verticaler Circulationsrohre 5 eingesetzt.
Der Gaserzeuger 9 besitzt Roststäbe 10, welche von Eisenrohren 11 und 12 getragen
werden, die zum Zwecke des Durchlassens von Luft oder Dampf zur Feuerung durchbohrt
sind, wodurch die Bildung von Gas aus dem glühenden Feuerungsmaterial befördert oder
zurückgehalten wird. Unterhalb des Rostes 10 und an dem Boden des Aschenfalls kann ein
Wasserbehälter 13 für die Bildung von Dampf "zum Abkühlen der Roststäbe angeordnet sein.
Dieser aus dem Wasserbehälter entwickelte
Dampf soll beim Passiren durch die glühenden Kohlen zersetzt werden und so das Volumen
des aus den Kohlen gebildeten Gases vermehren. Die Aschenfallthür 14 reicht bis zur
Höhe der Roststäbe, erleichtert durch ihre Gröfse die Entfernung der Schlacken und
Asche und gestattet, entsprechend geöffnet, den Luftzutritt.
Das aus dem Gaserzeuger gebildete Gas wird durch das Feuergewölbe 16 in die Gassammelkammer
15 geführt; das Gewölbe 16 liegt unterhalb der obersten Schicht des Brennmaterials,
so dafs das Gas mit etwaigen flüchtigen Kohlenwasserstoffen unbedingt durch die OefF-nung
16 strömen mufs, irgend welche flüchtigen
Gase in permanente umgewandelt werden und die Bildung von theerhaltigen Niederschlägenverhindert
wird.
Eine Klappe 17 oberhalb des Kohlenschachtes dient zum Einlassen des Gases, wenn dieses
nöthig sein sollte. Die Decke des Gaserzeugers bildet einen schalenartigen Wasserbehälter,
welcher dazu dient, die vom Gaserzeuger nach oben ausstrahlende Hitze aufzunehmen. Der
Wasserbehälter ist mit Schüröffhungen 19 und
einem Fülltrichter 20 mit zwei Auslässen und einem mittelst eines Handgriffes zu bethätigenden
Vertheiler für die Kohlen versehen, welch letzterer derart wirkt, dafs gleichzeitig beim
Einlassen von Kohlen nach der einen Abtheilung des Erzeugers die andere Abtheilung
abgeschlossen wird, um ein Entweichen von Gasen zu verhindern.
Ein den Gaserzeuger 9 theilweise umgebender und bis zur Aschenfallthür hinabreichender
Mantel führt erhitzte Luft nach der Verbrennungskammer 2; diese Luft tritt von unten
in den durch den Mantel gebildeten Raum ' ein, absorbirt beim Aufwärtssteigen die strahlende
Hitze des Gaserzeugers 9 und geht dann über Regulirventile 22, welche mittelst geeigneter
Stangen von der Aufsenseite des Dampfkessels bethä'tigt werden, in den Kanal 29 und von
hier in die Verbrennungskammer 2.
Schaulöcher 23 in den Luftventilgehäusen und in den Thüren 24 dienen zur Beobachtung
der Flamme. Die Thüren 24 in dem Luftventilgehäuse 21 sind abnehmbar, so dafs die
Luftventile 22 abgehoben werden können und der Zutritt zum Innern des Dampfkessels gestattet
ist.
Das Gas strömt aus der Sammelkammer 15
durch ein Rohr 25, welches gegebenenfalls mit Verschlufsklappe versehen ist, in die Vertheilungskammer
26, welche durch eine Scheidewand 27 in zwei Abtheilungen 28 und 29 getheilt ist, durch welche das Gas und die Luft getrennt
in die Verbrennungskammer 2 geleitet werden. Die hier entwickelte Hitze dient zum
Verdampfen des Wassers im Kessel.
Fig. 4 bis 7 zeigen einen Schiffskessel nach der vorliegenden Erfindung.
Fig. 4 ist Verticalschnitt,
Fig. 5 äufsere Ansicht mit Verticalschnitt durch einen Gaserzeuger und
Fig. 6 ein Horizontalschnitt durch denselben.
Fig. 7 zeigt eine Dispositionsskizze von zwei Schiffskesseln im Innern des Schiffes.
Bei diesem Kessel sind der Aschenfall und die Verbrennungskammern aus Eisen oder Stahl
hergestellt, um dieselben fest mit der Schiffswandung zu verbinden und das Gewicht des
Kessels möglichst zu verringern. Die Roststäbe werden von dem eisernen Aschenfall getragen
; die hohlen Rohre 1 1 und 12 fallen demnach fort.
Fig. 7 zeigt den Kesselraum eines Schiffes mit zwei solchen Dampferzeugern ausgestattet,
welche um einen gemeinschaftlichen Schornstein 8 gruppirt sind. 30 sind Feuerräume,
3 ι die Kohlenlagerräume.
Die in Fig. 8 bis 11 dargestellte Einrichtung zeigt die Anordnung des Gegenstandes an einem
liegenden Dampfkessel.
Fig. 8 ist Längsschnitt,
Fig. 9 Querschnitt,
Fig. 10 Verticalschnitt durch den Gaserzeuger,
Fig. 11 zeigt den Horizontalschnitt durch
den Kessel.
Die aus dem Erzeuger 9 entwickelten Gase treten in die Gassammeikammer 1 5 durch das
Gewölbe 16 oder durch ein Rohr zu der Verbrennungskammer 2. Nachdem sie mit der
durch die Ventile 22 eintretenden Luft gemischt und entzündet sind, werden sie durch die
Feuerröhren 3 geleitet; von hier gelangen sie durch Rauchröhren und an der Aufsenwand
des Kessels entlang nach dem Schornstein 8. Durch Feuermauern 32 wird die Leitung der
Verbrennungsgase regulirt.
Das Mauerwerk des Gaserzeugers 9 wird aus feuerfestem Material hergestellt. Um demselben-,
zumal für Schiffskessel, gröfsere Standfestigkeit zu geben, werden die einzelnen Ziegel
nach der in Fig. 12 dargestellten Weise ausgeführt. Jeder Ziegel hat zwei geriffelte überiiegende
Seiten. Diese gezahnten Flächen sind derart angeordnet, dafs die Spitzen auf einer
Seite des Ziegels den Vertiefungen auf der anderen Seite gegenüber liegen, und die einj
zelnen Ziegelsteine sind" abwechselnd der Länge ; und Breite nach geriffelt, so dafs die in Fig. 12
dargestellte Verbindung erreicht wird. Ferner ! wird das Ziegelmauerwerk durch Spannstangen
j in geeigneter Weise zusammengehalten.
j Man kann auch drei und mehr Kessel um j einen gemeinschaftlichen Schornstein 8 gruppiren, : wie dies in Fig. 13 dargestellt ist. Hierbei kann noch eine gedrängte Anordnung dadurch '. erreicht werden, dafs die Aschenkastenthüren 14 j auf jeder Seite des Gaserzeugers 9 angeordnet ; werden.
j Man kann auch drei und mehr Kessel um j einen gemeinschaftlichen Schornstein 8 gruppiren, : wie dies in Fig. 13 dargestellt ist. Hierbei kann noch eine gedrängte Anordnung dadurch '. erreicht werden, dafs die Aschenkastenthüren 14 j auf jeder Seite des Gaserzeugers 9 angeordnet ; werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:: i. Ein Dampfkessel mit Feuerröhren 3, Rohr- : system 6 und Sammelraum 4, in Verbindung mit dem aufserhalb des Kessels aufgestellten Gaserzeuger, dessen Decke zur Abkühlung als Wasserschale ausgebildet ist, in solcher Weise, dafs das im Gaserzeuger erzeugte Gas durch einen Gassammelkanal 1 5, Gasleitungsröhren 25 und die durch Scheidewand 27 getheilten Vertheilungskammern 26 strömt und in der Verbrennungskammer 2 mit der angewärmten Luft gemischt wird, welche, durch den um den Gaserzeuger gelegten Mantel 21 bei ihrem Eintritt hindurchstreichend, erwärmt wird.
- 2. Bei dem unter 1 gekennzeichneten Dampferzeuger die Anordnung der durchbohrten Röhren 11, 12 unterhalb des Rostes 10j zum Tragen desselben und zur Zuleitung der Luft in den Gaserzeuger.
- 3. Bei dem unter !.gekennzeichneten Dampferzeuger die Verwendung der an zwei gegenüberliegenden Seiten geriffelten Ziegel aus feuerfestem Material zur Ausmauerung des Gaserzeugers.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55285C true DE55285C (de) |
Family
ID=329820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55285D Expired - Lifetime DE55285C (de) | Dampfkessel mit besonderem Gaserzeuger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55285C (de) |
-
0
- DE DENDAT55285D patent/DE55285C/de not_active Expired - Lifetime
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