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DE3114996A1 - Verfahren und vorrichtung zum ausbau von seigeren bis tonnenlaegigen schaechten des untertagebetriebes, vorzugsweise von bohrloechern mit einem in einem schalraum erhaertenden baustoff" - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum ausbau von seigeren bis tonnenlaegigen schaechten des untertagebetriebes, vorzugsweise von bohrloechern mit einem in einem schalraum erhaertenden baustoff"

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Publication number
DE3114996A1
DE3114996A1 DE19813114996 DE3114996A DE3114996A1 DE 3114996 A1 DE3114996 A1 DE 3114996A1 DE 19813114996 DE19813114996 DE 19813114996 DE 3114996 A DE3114996 A DE 3114996A DE 3114996 A1 DE3114996 A1 DE 3114996A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formwork
space
hose
filling
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19813114996
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr.-Ing. 4352 Herten Dürrfeld
Wolf Dipl.-Phys. Dr. 5600 Wuppertal Krummheuer
Bernd Dr.-Ing. 4154 Tönisvorst Meffert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gesteins & Tiefbau GmbH
VERSEIDAG
Verseidag Industrietextilien GmbH
Original Assignee
Gesteins & Tiefbau GmbH
VERSEIDAG
Verseidag Industrietextilien GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gesteins & Tiefbau GmbH, VERSEIDAG, Verseidag Industrietextilien GmbH filed Critical Gesteins & Tiefbau GmbH
Priority to DE19813114996 priority Critical patent/DE3114996A1/de
Publication of DE3114996A1 publication Critical patent/DE3114996A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D5/00Lining shafts; Linings therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft in erster Linie ein Verfahren zum
  • Ausbauen von seigeren bis tonnenlägigen Räumen des Untertagebetriebes, vorzugsweise von Bohrlöchern mit einem in einem Formraum erhärtenden ^Baustoff gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf den Ausbau von Bohrlöchern des Untertagebetriebes, z.B. den zwischen Teilsohlen aufgefahrenen, im allgemeinen seigeren, aber auch tonnenlägigen Bohrlöchern, welche in der Regel einen grösseren Durchmesser als Zielbohrungen, aber einen geringeren Durchmesser als die Bohrschächte aufweisen, die als Blind-oder Tagesschächte verwendet werden. Der Durchmesser solcher Bohrlöcher beträgt dementsprechend z.B. ca. 1,2 m, während ihre Länge z.B. 110 m betragen kann. Solche Bohrungen dienen unterschiedlichen Zwecken. Sie können beispielsweise als Vorbohrungen und/oder als Rollöcher verwendet werden; Der erfindungsgemäß eingebaute Ausbau ist grundsätzlich unabhängig von der Art, wie der Ausbruch des Raumes hereingewonnen wird, schließt sich aber in der Regel ohne vorläufigen Ausbau unmittelbar an die Gebirgsstöße an. Dieser Ausbau hat meistens eine kreisförmige Begrenzung seines lichten Querschnittes, jedoch sind grundsätzlich auch polygonale Begrenzungslinien denkbar. Obwohl die Erfindung hierauf nicht beschränkt ist, wird sie im folgenden bevorzugt anhand des Ausbaus der bezeichneten Bohrlöcher näher beschrieben.
  • Der aus einem aushärtenden Baustoff hergestellte Ausbau muß einerseits eine kontinuierliche Schale bilden, welche eine im Einzelfall zu bestimmende Mindeststärke nicht unterschreitet. Andererseits müssen die den geforderten lichten Querschnitt bestimmenden Abmessungen des Ausbaus eingehalten werden. Die Schalung, mit der der Ausbau eingebracht wird, muß das Einbringen des Ausbaus auch dann noch ermöglichen, wenn nach dem Ausbruch des Gebirges Querschnittsverminderungen eingetreten oder Ausbrüche aus dem Gebirge vorgekommen sind.
  • Die Schalung muß außerdem eine durchgehende Bewetterung des Grubenraumes ermöglichen, für dessen Ausbau sie eingesetzt wird.
  • Es ist bekannt, Bohrungen mit den eingangs bezeichneten Abmessungen unmittelbar nach dem Freilegen des Gebirgsstoßes mit einem für das Aufspritzen auf das Gebirge geeigneten, aushärtenden Baustoff auszubauen, indem man den Bohrwerkzeugen eine entsprechende Spritzeinrichtung nachschaltet. Für diese wird der flüssige Baustoff im Zuge der Drehung des Bohrgestänges auf die frischen Bohrlochstöße aufgetragen, auf denen er aushärtet. Bei einem solchen Verfahren kann man die fehlende Schalung nicht durch eine hinreichend genaue Steurung ersetzen. Deswegen treten u.a. Materialverluste und Ungleichmäßigkeiten im fertigen Ausbau auf. Man bedient sich daher audh bei den bezeichneten Bohrungen im allgemeinen einer Verrohrung, wenn das Gebirge ausgebaut werden muß.
  • Stahlverrohrungen geeigneter Ausbildung sind jedoch erheblich aufwendiger als ein aus aushärtendem Baustoff bestehender Ausbau. Die Rohre lassen sich in der Regel auch nur von oben einbringen. Treten im abgebohrten Teil des Grubenraumes an den Bohrlochstößen Verformungen auf, dann ergeben sich beim Einbringen der Verrohrung erhebliche Schwierigkeiten, die dann noch erheblich zunehmen, wenn es zu Ausbrüchen aus dem freigelegten Gebirge kommt.
  • Für den Ausbau von Schächten mit aushärtenden Baustoffen sind in erster Linie Schrumpfschalungen bekannt (Glückauf 94 (1958) Heft 1/2, 17,28), von denen die Erfindung ausgeht.
  • Bei diesen Schalungen besteht die Schalhaut aus Blechen, welche am Umfang geteilter Ringe ausgebildet sind, die sich unabhängig von einander öffnen und schließen lassen. Die Unterkonstruktion der Schalung besteht aus einem Stahlgerüst, an dem Schubkolbengetriebe für den Antrieb der beweglichen Schalungsteile untergebracht sind. Eine solche Schrumpfschalung kann mit Hilfe weiterer Schubkolbengetriebe an den Schachtstößen entlangklettern. Nachteilig wirkt sich aus, daß die Schalung einen bereits mit einem Ausbau versehenen Schacht voraussetzt und deswegen grundsätzlich nicht zur unmittelbaren Sicherung der freigelegten Gebirgsstöße geeignet ist. Die von den Ringen umschlossenen Teile der Schalung behindern denDurchgang des Wetterstromes erheblich, so daß bei Grubenräumen mit geringem oder kleinen Querschnitt erhebliche Schwierigkeiten bei der Bewetterung mit einem durchgehenden Wetterstrom auftreten. Das Kontraktionsvermögen der Schalung ist außerdem so gering, daß bei Verengungen des den Schalraum außen begrenzenden Querschnittes und insbesondere beim Auftreten von Nachfall die Schalung blockiert werden kann und sich nicht mehr aus dem Schacht entfernen läßt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Ausbau mit einer Schalung der bezeichneten Art und in einer von bei Grubenbauen üblichen Abweichungen der lichten Querschnitte unabhängigen Weise derart einzubringen, daß in sämtlichen Stellungen der Schalung ein ausreichender freier Querschnitt verbleibt und eine vorzeitige Unterstützung des Gebirges mit dem Ausbau ermöglicht wird, wobei beim Auftreten von Nachfall die Schalung genügend weit geschrumpft werden kann.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen der Pateii-tansprüche gelöst.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die Verwendung eines Gewebeschlauches einerseits der Aufwand vermieden, der mit einer Stahlschalung notwendigerweise verbunden ist.
  • Andererseits werden durch die Art der Schlauchfüllung die Forderungen erfüllt, die an den Ausbau zu stellen sind.
  • Dabei bietet die Erfindung die Möglichkeit, die Schalung auch durch verengte Bereiche des Grubenraumes zu bewegen.
  • Wenn Nachfall auftritt, kann man diesen bei geschrumpfter Schalung abziehen und danach den Bruch mit Hilfe der Schalung verfüllen. Der freie Querschnitt des die Schalung bildenden Rohres wird auf das Schrumpfmaß abgestellt, ist aber im Prinzip nicht eingeschränkt, so daß eine störungsfreie Wetterführung gewährleistet ist.
  • Das zum Füllen des Gewebeschlauches benutzte Medium läßt sich nach dem erforderlichen Innendruck wählen, der unter Berücksichtigung der Füllgeschwindigkeit und der Abbindegeschwindigkeit des aushärtenden Baustoffes stets etwas größer als der hydraulische Druck aus dem Formraum der Schalraum, also insbesondere aufgrund des eingefüllten flüssigen Baustoffes gehalten wird. Im allgemeinen genügen aber Drücke von 1,5 bar bei Bohrlöchern mit den eingangs bezeichneten Abmessungen. Solche Drücke lassen sich mit Druckluft darstellen und mit geeigneten Schlauchgeweben aufnehmen.
  • Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens richtet sich der Innendruck des Schlauches nur nach der Füllhöhe des noch flüssigen Baustoffes und ist somit in allen Höhenbereichen des Schlauches gleich.
  • Für höhere Drücke benutzt man eine Flüssigkeit und/oder einen rieselfähigen Feststoff, z.B. Wasser und/oder Sand.
  • Dabei steuert man gemäß der Erfindung die jeweilige Höhe des flüssigen Baustoffes im Schalraum so, daß der Innendruck den Außendruck stets um ein bestimmtes Maß übersteigt und dadurch den hydrostatischen Druck des Baustoffes ausgleicht. Der Hohlraum des Rohres hat den Vortel, daß der Maximalwert des Druckes der Schlauchfüllung relativ niedrig gehalten werden kann.
  • Da im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens der Gewebeschlauch mehrfach als Schalhaut verwendet wird, empfehlen sich Maßnahmen, die darauf abzielen, den Schlauch gegen Verschleiß oder gegen Beschädigungen zu schützen, die durch den Betonausbau, z.B. aufgrund der Rauhigkeit der Oberfläche oder dem Haftvermögen des Gewebeschlauches auf der erhärteten Betonoberfläche verursacht werden können.
  • Eine Möglichkeit hierfür besteht darin, den Schlauch an einem Ende einzustülpen und an dem einges-tülpten Ende unter Ablösung von dem erhärteten Ausbau ihre Haut abzuziehen. Dazu benötigt man allerdings eine Ausführungsform der Schalung, die vollkommen flexibel ist.
  • Bei einem anderen Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet man für die Schalhaut zusätzlich einen Außenschlauch, den man als verlorene oder ihrerseits wiedergewinnbare Hülle für einen Innenschlauch benutzt und innen mit Oberflächeneigenschaften versieht, die den Verschleiß oder die Beschädigungen des Innenschlauches ausschließt.
  • Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung zum Betonieren eines zwischen zwei Teilsohlen aufgefahrenen Großbohrloches im Längsschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Darstellung der Fig. 1 und Fig. 3 in vergrößerter Darstellung sowie im Längsschnitt die Schalung gemäß der Erfindung, Fig. 4 eine Draufsicht auf den Gegenstand der Fig. 3 und Fig. 5 den Druckverlauf in der schematisiert dargestellten Schalung gemäß der Erfindung.
  • In der Darstellung der Fig. 1 ist ein Bohrloch 1 zwischen einer oberen Teilsohle 2 und einer unteren Teilsohle 3 abgeteuft worden. Das kann mit Hilfe einer Zielbohrung erfolgt sein, die von der unteren Teilsohle 3 bis zur oberen Teilsohle 2 vorgetrieben und nachträglich von der unteren Teilsohle 3 her aufgebohrt worden ist. Oberhalb der Teilsohle 2 befindet sich ein nicht dargestellter, nach oben aufgebrochener Grubenraum 4, der eine Umlenkrolle für ein Haspelseil aufnimmt. Das erweiterte Bohrloch 1 ist in der Firste 5 der unteren Teilsohle 3 mit einer Aufmauerung abgefangen worden. Diese bildet einen Mauerfuß6/auf dem der schematisch bei 7 angedeutete Betonausbau abgesttzt ist.
  • Wie die Darstellung der Fig. 2 erkennen läßt, sind in dem Mauerfuß mehrere parallel zur Achse des Bohrloches verlaufende Spannseile 8-15 festgelegt, so daß der Mauerfuß als unteres Spannwiderlager dient. Die Spannseile sind am oberen Ende des Bohrloches in einem schematisch bei 16 wiedergegebenen Spannrahmen verankert. Mit Hilfe der Spannseile ist ein Außenschlauch 17 in dem Bohrloch radial aufgespannt.
  • Er ist seinerseits am Spannrahmen 16 und am Maußerfuß 6 festgelegt. Dieser Schlauch dient als saubere Schalhaut und als Führungsschlauch. Er besteht aus einem Chemiefasergewebe, das ein- oder beidseitig mit einem plastomeren oder elastomeren Kunststoff beschichtet ist. Er kann jedoch auch aus einer unverstärkten Kunststoff-Folie bestehen.
  • Die allgemein mit 20 bezeichnete, umsetzbare Schalung besteht gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 aus einem Rohr 60 mit einem hohlen Mantel 61. Die äußere Hohlraumwand 62 wird von einem Gewebeschlauch gebildet. Gemäß dem Ausführungsbeispiel besteht auch die innere Hohlraumwand aus einem Gewebeschlauch 63, der konzentrisch in dem Gewebeschlauch 62 angeordnet ist. Die beiden Gewebeschläuche sind an ihren beiden Enden über Stirnteile 6+, 641 miteinander verbunden. Gemäß der dargestellten Ausführungsform bilden die Teile 62-64'eine Baueinheit, die mit ihrem inneren Schlauchteil 63 auf einem Stahlzylinder 65 befestigt ist. Dieser Zylinder ist mit seinem Mantel 66 konzentrisch zu den Schläuchen 62, 63 angeordnet und an seinen beiden Enden mit mehreren Anschlußstutzen 67, 68 bzw.
  • versehen. Die Anschlußstutzen 67, 68 können einzeln oder zu mehreren zum Füllen des Hohlraumes 74 eingesetzt werden, während die unteren Stutzen 70, 70' als Entleerungsöffnungen eingesetzt werden.
  • Auf der Innenseite 71 trägt der Stahlzylinder 65 insgesamt vier ösen 72, welche zum Anschluß eines viersträngigen Gehänges 73 dienen, mit dem die Schalung an das Tragseil 33 über einen Wirbel 32 angeschlagen ist. Das Seil 33 wird über die eingangs beschriebene Seilumlenkung geführt.
  • Ein Rohrstutzen 3 ist an einen der Stutzen 67 für Klemmen 37 angeschlossen. Der Schlauch @6 führt zur oberen Sohle 2 und kann dort z.B. mit einer nicht dargestellten Wasserpumpe angeschlossen werden. Der Stutzen 68 dient als Entlüftung, um das Füllen des Raumes 74 zu erleichtern.
  • StaLt, wie gemäß dem Ausführungsbeispiel vorgesehen, die Schalung 20 mit Wasser zu füllen, kann man den Hohlraum 74 des Mantels 60 auch mit einem gasförmigen Medium, insbesondere mit Druckluft füllen.
  • Im Betrieb wird nach Fertigstellung des Bohrloches zunächst der Außen- oder Führungsschlauch an den vorher verankerten Seilen 8-15 mit Hilfe von die Seile umgreifenden Laschen 19 befestigt. Der Schlauch begrenzt dann einen Formraum, der allgemein mit 43 bezeichnet ist und der außen von den Bohrlochstößen 44 begrenzt ist. In den. freien Querschnitt wird mit Hilfe des Seiles 33 die zunächst leere Schalung 20 eingehängt.
  • Die Entleerungsstutzen 70, 70'sind geschlossen.
  • Gemäß der Darstellung nach Fig. 1 ist der Zustand wiedergegeben, der nach Betonieren des unteren, d.h. sich an den Mauerfuß 6 anschließenden Abschnittes 42 erreicht ist. In diesem Abschnitt ist der Beton bereits erhärtet, so daß dadurch der untere Teil der Schalung 20 und damit auch der Gewbbeschlauch 61-64/ .in seinem unteren, an die Stirnteile anschließenden Bereich eine feste Führung erhalten hat.
  • Darauf füllt man den Innenraum 74 des Mantels 60. Dadurch gewinnt man für die von dem AuBenschlauch 62 und dem erwShnten Außen- oder Führungsschlauch gebildete Schalhaut eine Unterstützungskonstruktion, welche die gewünschte geometrische Form des Ausbaus aufrecht erhält. Man kann die Füllung so einbringen, daß der jeweilige Füllstand, mit 49 in Fig. 1 wiedergegeben, kurz oberhalb des Füllstandes 50 des Betons im Formraum 43 behalten wird. Wenn man absatzweise arbeitet, äßt man den Beton erhärten, bevor man die Schalung 20 umsetzt.
  • Dazu wird das Absperrorgan 46 geöffnet, das an einem der Stutzen 70, 70' befestigt ist, worauf sich der Innenraum 74 nach öffnen der Entlüftung 68 entleert. Handelt es sich bei der Füllung um einen Feststoff, so kann dieser über einen Füllkasten in Wagen abgefüllt werden, die auf der unteren Sohle bereitgehalten werden. Nach dem Entleeren des von den Gewebeschläuchen umschlossenen Hohlraumes 74 kann die umsetzbare Schalung 20 ohne weiteres mit Hilfe des Seiles 33 nach oben gezogen werden, weil sie sEh an der verhältnismäßig: glatten Oberfläche des Außen- oder Führungsschlauches 17 entlang bewegen läßt.
  • Zweckmäßig zieht man die Schalung so weit nach oben, daß ihr unterer, d.h. unmittelbar am unteren Stirnteil 64 anschliessender Teil noch in dem erhärteten Betonausbau steht, der allgemein mit 52 bezeichnet ist.
  • Abweichend von der dargestellten Ausführungsform kann man nach Fig. 5 unter Weglassung des Führungsschlauches 17 und der Spannseile 8-15 die Schalhaut ausschließlich mit dem außen liegenden Schlauch 62 verwirklichen. Im rechten Teil der schematischen Darstellung der Fig. 5 ist ein Achsenkreuz wiedergegeben. Auf der nach unten gerichteten Abszisse läßt sich die Länge des Bohrloches darstellen, während die horizontal verlaufende Ordinate in Druckeinheiten unterteilt ist.
  • Nimmt man an, daß der Innenraum 74 mit einem Druckgas,. z.B.
  • mit Druckluft gefüllt ist, so herrscht über die gesamte Länge des Bohrloches und damit auch in der Schalung 20 der gleichförmige Druck Pi. Der als Gegendruck wirkende Druck des Betons Pb wirkt von außen. Die geometrische Konfiguration des Ausbaus 52 ist von der Aufrechterhaltung des Formraumes abhängig. Diese ist gewährleistet, wenn, wie dargestellt, der Druck des Betons kleiner als der jeweils herrschende Innendruck des Schlauches 62-64 ist.
  • Diese Ausführungsform hat gegenüber den Ausführungsformen nach Fig. 1 den Vorteil, daß die Gefährdung beim Platzen des Schlauches 62-64lgering ist. Die Ausführungsform nach Fig. 5 hat darüberhinaus den Vorteil des leichteren Transportes und des geringeren Aufwandes, weil mit Druckluft gearbeitet wird.

Claims (9)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zum Ausbau von seigeren bis tonnenlägigen Räumen des Untertagebetriebes, vorzugsweise von Bohrlöchern mit einem, in einem von den Stößen des Raumes außen und einer Schalung innen begrenzten Formraum erhärteten Baustoff, beispielsweise Beton, wobei die Schalhaut-nach dem Einbringen der Schalhaut in den auszubauenden Raum mit Hilfe ihrer Unterstützungskonstruktion auf die inneren Abmessungen des Ausbaues eingestellt, nach dessem Einfüllen und Erhärten des Baustoffes in dem Formraum entlastet und dadurch umgesetzt bzw. aus dem Formraum entfernt wird d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß als Schalung (20) ein mit einem hohlen, wenigstens außen aus einem eine Hohlraumwand (62) bildenden und als Schalhaut dienenden Gewebeschlauch (62-641) bestehenden Mantel (60) versehenes Rohr dient, das mit mit der Raumachse ausgefluchteter oder koaxial zu dieser eingerichteten Rohrachse aufgehängt und durch eine als Unterstützungskonstruktion der Schalhaut (17, 62) wirkende Füllung des Mantels (60) mit einem Druck ausübenden Medium auf die inneren Abmessungen des Ausbaus (52) eingestellt wird, daß der Druck aus dem Mantel (60) auf die Schalhaut (17, 62) entsprechend der jeweiligen Füllhöhe des flüssigen Baustoffes im Schalraum (50) eingestellt oder gesteuert, sowie bis zum Erhärten des Baustoffes oberhalb des hydrostatischen Druckes im Schalraum (50) gehalten wird, und daß zum Umsetzen bzw. Entfernen der Schalung (20) der Druck im Mantel (60) so weit herabgesetzt wird, daß sich der Mantel (60) von dem Ausbau ablöst.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , g e k e n n z e i c h n e t d u r c h einen gasdichten Gewebeschlauch (62-645 und die Verwendung eines komprimierbaren Gases als Schlauchfüllung.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 , g e k e n n z e i c h n e t d u r c h einen flüssigkeitsdichten und/oder gegen die Füllung mit einem rieselfähigen Medium abgedichteten Gewebeschlauch (62 - 64, , der von oben mit dem Medium über die Oberkante des jeweils im Formraum erhärtenden Baustoffes (52) hinaus gefüllt wird,und aus dem die Füllung nach dem Erhärten des Baustoffes nach unten abgezogen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der die Schalhaut bildende Gewebeschlauch (62-645 nach Entlastung von dem Innendruck an einem Ende eingestülpt und an dem eingestülpten Ende unter Ablösung von dem erhärteten Ausbau abgezogen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h ge k e n n z e i c h n e t , daß ein Außenschlauch (17) mit wenigstens einem offenen Ende zusammen mit dem innen angeordneten Gewebeschlauch (62-6) die Schalhaut bildet und mit diesem aufgespannt und gehalten wird, und daß der innen angeordnete Gewebeschlauch (62-641 umgesetzt bzw. entfernt wird, während der Außenschlauch (17) als verlorene Schalung im ausgebauten Raum belassen oder seinerseits entfernt wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine hohlzylindrische Schalung (20) mit mehreren, konzentrisch angeordneten Wänden(62,63,66), bei der zwischen der äußeren, aus einem Gewebeschlauch (62) bestehenden Wand und der nach innen anschließenden Wand (63)der nach außen mit flexiblen, die beiden Wände (62, 63) verbindenden Stirnteilen (64, 64Z) abgeschlossene Hohlraum eingeschlossen ist, der mit einer Füll- und Entleerungseinrichtung (67, 68, 70, 70') für das Druck ausübende Medium versehen ist und durch an der Schalung angeordnete Anschlüsse (72) für ein Gehänge (73).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die konzentrisch innere Wand (66) aus einem starren Rohr besteht, die einen über die Stirnteile (64, 64) mit dem Gewebeschlauch verbundenen weiteren Schlauch (63) unterstützt oder unmittelbar mit den Stirnteilen (64, 64) verbunden ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7 d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der die Schalhaut bildende Gewebeschlauch (62) mit den Stirnteilen (64, 64) und dem von dem Rohr (65) unterstützten Schlauch (63) eine Baueinheit bildet.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h FUhrungsseile (8-15) mit oberen und unteren Spannlagern (6, 16) und Laschen (19) an dem die Schalhaut bildenden Schlauch, die jeweils eines der über den Umfang des Schlauches verteilt angeordneten, koaxial zu diesem verlaufenden Führungsseile (8-15) umfassen.
DE19813114996 1981-04-14 1981-04-14 Verfahren und vorrichtung zum ausbau von seigeren bis tonnenlaegigen schaechten des untertagebetriebes, vorzugsweise von bohrloechern mit einem in einem schalraum erhaertenden baustoff" Withdrawn DE3114996A1 (de)

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