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DE19511732C2 - Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen im Erdreich zwischen Kontrollschächten - Google Patents

Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen im Erdreich zwischen Kontrollschächten

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DE19511732C2
DE19511732C2 DE1995111732 DE19511732A DE19511732C2 DE 19511732 C2 DE19511732 C2 DE 19511732C2 DE 1995111732 DE1995111732 DE 1995111732 DE 19511732 A DE19511732 A DE 19511732A DE 19511732 C2 DE19511732 C2 DE 19511732C2
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DE
Germany
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pipe
auxiliary
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shafts
hole
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DE1995111732
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Chris Brahler
Elmar Ullrich
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Tracto Technik GmbH and Co KG
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Tracto Technik GmbH and Co KG
Tracto Technik Paul Schmidt Spezialmaschinen KG
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/30Specific pattern of wells, e.g. optimising the spacing of wells
    • E21B43/305Specific pattern of wells, e.g. optimising the spacing of wells comprising at least one inclined or horizontal well
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B7/00Special methods or apparatus for drilling
    • E21B7/28Enlarging drilled holes, e.g. by counterboring
    • E21B7/30Enlarging drilled holes, e.g. by counterboring without earth removal

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen zwischen Kontrollschächten, wie sie Ab­ wasserleitungen in regelmäßigen Abständen aufweisen.
Um zwischen derartigen Kontrollschächten Rohrleitungen verlegen zu können, ist es bekannt, von dem einen Kon­ trollschacht aus ein selbstgetriebenes Rammbohrgerät in Richtung des anderen Kontrollschachts laufen zu lassen, am heckseitigen Ende des Rammbohrgeräts ein einzuzie­ hendes Rohrstück zu befestigen und dieses Rohrstück mit dem sich vorwärts bewegenden Rammbohrgerät in die vor­ handene oder eine durch das Rammbohrgerät geschaffene Bohrung einzuziehen. Die Länge des Rohrstücks kann höchstens dem Durchmesser des Kontrollschachts entspre­ chen, so daß nach dem Einziehen eines Rohrstücks dieser Länge in die Bohrung ein Stillsetzen des Rammbohrgeräts erforderlich ist, um ein neues Rohrstück mit dem einge­ zogenen Rohrstück zu verbinden, wonach das Rammbohrge­ rät wieder in Betrieb gesetzt wird, um das weitere Rohrstück einzuziehen. Bei einem Abstand zwischen den Kontrollschächten von bis zu 60 m und einem Durchmesser üblicher Kontrollschächte von 100 bis 120 cm, höchstens bis 160 cm, bedeutet dies, daß mit dem Einziehen eines Rohrs über die ganze Distanz ein erheblicher Zeitauf­ wand verbunden ist.
Aufgrund der Kürze der Rohrstücke ist zudem eine große Zahl - beispielsweise sechzig oder siebzig - von teuren und störanfälligen Muffen- oder Schraubverbindungen er­ forderlich. Hinzu kommt, daß es bei pneumatisch ange­ triebenen Rammbohrgeräten Startschwierigkeiten gibt, wenn die von einem Kompressor zum Rammbohrgerät geführte Schlauchlänge einen bestimmten Wert überschreitet.
Die vorgenannten Probleme treten sowohl auf, wenn zwi­ schen den Kontrollschächten eine neue Erdbohrung herge­ stellt und eine neue Rohrleitung nachgezogen wird als auch, wenn sich zwischen den Kontrollschächten eine alte Rohrleitung befindet, die durch ein Messerkopf-Rammbohr­ gerät zerstört wird, um anschließend eine neue Rohrlei­ tung einzuziehen.
Aus der Zeitschrift "s + t 46 (1992) 11", Seiten 10, 12, 14 ist auch bereits ein Verfahren zum grabenlosen Verlegen von Versorgungsleitungen bekannt, bei dem zunächst zwei Baugruben, d. h. eine Startgrube und eine Zielgrube, aus­ gehoben werden. Alsdann schafft ein oberirdisches, schräg ansetzendes Bohrgerät eine Schrägbohrung zu der Startgrube und sodann eine im wesentlichen horizontale Bohrung bis zu der Zielgrube. In der Zielgrube wird dann das Bohrgestänge mit einem in der Gegenrichtung arbei­ tenden Aufweitkopf versehen und schließlich bis in die Startgrube zurückgezogen. Dieses Verfahren erfordert beim Ausheben der beiden Baugruben erhebliche Erdarbei­ ten und ist wegen der Notwendigkeit, das ausgehobene Erdreich zwischenzulagern oder abzutransportieren problematisch.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, beim Verlegen von Rohrleitungen im Erdreich zwischen Kontrollschächten bzw. einer Start- und einer Zielgrube möglichst große Rohrlängen einzuziehen.
Ausgehend von dieser Aufgabenstellung wird erfindungs­ gemäß vorgeschlagen, daß von der Erdoberfläche ausgehend eine vorzugsweise schräg verlaufende, bis zum Niveau der Rohrleitung im Kontrollschacht reichende Hilfsbohrung geschaffen und durch diese Hilfsbohrung sowie anschlie­ ßend durch die Bohrung zwischen den beiden Kontroll­ schächten eine Rohrleitung bis zum Ziel-Kontrollschacht eingezogen wird. Dabei kann die einzuziehende Rohrlei­ tung aus verhältnismäßig kurzen Rohrstücken bestehen, die vor dem Einziehen in die Hilfsbohrung oberirdisch durch Spiegelschweißen oder mittels Muffenverbindungen auf die volle Distanz zwischen den beiden Kontroll­ schächten miteinander verbunden werden, jedoch ent­ spricht vorzugsweise die Länge des einzuziehenden Rohrs dem vollen Abstand zwischen den beiden Kontrollschächten.
In jedem Fall kann die Länge der Rohrstücke größer als der Durchmesser der Kontrollschächte sein, so daß das Zusammensetzen der Rohrstücke sehr viel seltener erfor­ derlich ist, als dies beim Zusammensetzen im Kontroll­ schacht selber notwendig ist.
Des weiteren läßt sich das Zusammensetzen oberirdisch sehr viel einfacher und bequemer und gegebenenfalls oh­ ne Stillsetzen vor dem Einziehen in die Hilfsbohrung durchführen, weil hier genügend Platz für jede Art von Hilfsaggregaten vorhanden ist.
Wenn die Länge des einzuziehenden Rohres dem vollen Ab­ stand zwischen den beiden Kontrollschächten entspricht, ist ein Stillsetzen bis zum Erreichen des Ziel-Kon­ trollschachts überhaupt nicht mehr erforderlich.
In jedem Fall muß die Hilfsbohrung so angelegt werden, daß die beim Übergang von der Hilfsbohrung in die Boh­ rung zwischen den Kontrollschächten erforderliche Bie­ gung der Rohrleitung von der Rohrleitung elastisch oder durch eine geringfügige, zulässige Abwinkelung in etwaigen Muffenverbindungen aufgenommen wird. So wird die zulässige Verformung der Rohrleitung bei einer entsprechenden Anordnung der Hilfsbohrung nicht überschritten.
Wenn die einzuziehende Leitung aus kurzen Rohrstücken besteht, die vor dem Einziehen in die Hilfsbohrung oberirdisch miteinander verbunden werden, kann dies entweder durch Spiegelschweißen, Kleben oder mittels Muffenverbindungen geschehen.
Zwar lassen sich die Hilfsbohrung und die Bohrung zwi­ schen den Kontrollschächten auf beliebige Weise her­ stellen, jedoch kann wenigstens die Hilfsbohrung mit­ tels eines selbstgetriebenen Rammbohrgeräts geschaffen werden. Es kann jedoch auch die Bohrung zwischen den Kontrollschächten mittels eines selbstgetriebenen Ramm­ bohrgeräts geschaffen werden, wenn eine solche Bohrung noch nicht vorhanden ist.
Um das Einziehen der Rohrleitung zu erleichtern, insbe­ sondere dann, wenn diese Rohrleitung eine Länge auf­ weist, die dem Abstand zwischen den Kontrollschächten entspricht, kann ein Zugseil durch die Bohrung zwischen den Kontrollschächten und die Hilfsbohrung geführt, mit der einzuziehenden Rohrleitung verbunden und diese mit­ tels einer im Bereich des von der Hilfsbohrung entfern­ ten Kontrollschachts angeordneten Winde eingezogen wer­ den.
Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn die einzuziehende Rohrleitung eine Altleitung ersetzen soll. In diesem Fall ist zwischen dem Zugseil und der einzuziehenden Rohrleitung ein Messerkopf-Rammbohrgerät angeordnet, das die zwischen den Kontrollschächten ver­ laufende Altleitung beim Einziehen der Rohrleitung zer­ stört und die Bruchstücke radial nach außen drückt.
Um das Einführen des Zugseils in die Bohrung zwischen den Kontrollschächten bzw. die dazwischen verlaufende Altleitung zu erleichtern, kann durch die Hilfsbohrung und die Bohrung zwischen den Kontrollschächten zunächst ein elastischer Stab geschoben und danach das Zugseil mittels des elastischen Stabes in die Bohrung eingezogen werden.
Besonders vorteilhaft ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, daß das Rammbohrgerät bzw. das Messerkopf- Rammbohrgerät oberirdisch angesetzt wird und in seiner Länge daher nicht vom Durchmesser des Kontrollschachtes abhängig ist. Es besteht daher die Möglichkeit, längere Rammbohrgeräte bzw. Messerkopf-Rammbohrgeräte mit ent­ sprechend größerer Vortriebsenergie zu verwenden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des nähe­ ren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer zwischen zwei Kontrollschächten verlaufenden Altlei­ tung,
Fig. 2 die Anordnung einer Winde mit Zugseil im Be­ reich eines Kontrollschachts und eine dem an­ deren Kontrollschacht schräg von der Oberflä­ che zulaufende Hilfsbohrung und
Fig. 3 das Einziehen einer neuen Rohrleitung durch die Hilfsbohrung, quer durch den Start-Kon­ trollschacht, durch die Bohrung zwischen den Kontrollschächten bis zum Ziel-Kontroll­ schacht.
In Fig. 1 sind zwei Kontrollschächte 1, 2 dargestellt, zwischen denen eine Altleitung 3 verläuft. Diese Altleitung 3 soll durch eine neue Rohrleitung ersetzt werden. Selbstverständlich braucht sich diese Altleitung nicht nur zwischen den Kontrollschächten 1, 2 zu erstrecken, sondern kann über die Kontrollschächte 1, 2 hinaus verlängert sein, so daß auch in diesen Be­ reichen eine neue Rohrleitung verlegt wird, falls dies erforderlich ist.
Im Bereich des Ziel-Kontrollschachts 2 ist eine Winde 4 angeordnet, deren Zugseil 6 über Umlenkrollen 5 in den Kontrollschacht 2 bis auf das Niveau der Altleitung 3 geführt ist.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, wie von der Erdoberfläche her eine Hilfsbohrung 6 schräg zum Kontrollschacht 1 geführt ist und etwa auf demselben Niveau wie die Alt­ leitung 3 im Kontrollschacht 1 mündet. Diese Hilfsboh­ rung 6 wird mit Hilfe eines pneumatisch angetriebenen Rammbohrgeräts hergestellt. Anschließend wird durch die Hilfsbohrung 6, quer durch den Kontrollschacht 1 sowie durch die Altleitung 3 hindurch ein elastischer Stab eingeschoben, bis er aus der Altleitung in den Ziel­ schacht 2 eintritt. Ein derartiger elastischer Stab kann aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff bestehen und läßt sich über größere Längen in Bohrungen einfüh­ ren, ohne hängen zu bleiben. Derartige Glasfaserstäbe lassen sich in Bohrungen hineinschieben und suchen sich ihren Weg durch die Bohrung und folgen dabei jeder Krümmung, da sie formstabil und trotzdem hochelastisch sind.
Anschließend wird im Kontrollschacht das Zugseil mit dem Glasfaserstab verbunden und durch die Altleitung 3 und die Hilfsbohrung 6 zurück bis an die Erdoberfläche gezogen. Nunmehr wird mit dem Zugseil ein Messerkopf- Rammbohrgerät und heckseitig mit diesem die zu verle­ gende Rohrleitung verbunden und wie in Fig. 3 darge­ stellt, durch die Hilfsbohrung 6 gezogen, bis das Mes­ serkopf-Rammbohrgerät in die Altleitung 3 eintritt. Nunmehr wird das Messerkopf-Rammbohrgerät in Tätigkeit gesetzt und zerstört die Altleitung, wobei gleichzeitig die Winde 4 das Messerkopf-Rammbohrgerät zusammen mit der damit verbundenen Rohrleitung mittels des Zugseils 6 bis zum Kontrollschacht 2 zieht.
Soll vom Kontrollschacht 2 aus zu einem weiteren, nicht dargestellten Kontrollschacht eine Altleitung durch eine neue Rohrleitung ersetzt werden, wird die Winde entsprechend versetzt, und der gesamte Vorgang ein­ schließlich des Bohrens einer Hilfsbohrung wiederholt sich. In den Kontrollschächten 1, 2 lassen sich die verlegten Rohrleitungen miteinander in bekannter Weise verbinden und gegebenenfalls mit Abzweigungen versehen.
In dem Kontrollschacht 1 kann ein Holzgestell angeord­ net sein, das den Zwischenraum zwischen der Hilfsboh­ rung 6 und der Altleitung 3 überbrückt.
Je nach Beschaffenheit des Bodens und des Rammbohrge­ räts läßt sich die Hilfsbohrung 6 entweder durch ein für das Herstellen der Hilfsbohrung besonders geeigne­ tes Rammbohrgerät schaffen, oder es läßt sich das Mes­ serkopf-Rammbohrgerät, das zum Zerstören der Altleitung verwendet wird, zum Herstellen der Hilfsbohrung einset­ zen.
Wenn die zu verlegende Rohrleitung aus Kunststoff, bei­ spielsweise Polyäthylen besteht, läßt sich der gesamte Abstand zwischen den Kontrollschächten 1, 2, der bis zu 60 m betragen kann, durch ein einziges PE-Rohr über­ brücken. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, kürze­ re Rohrstücke oberirdisch durch Spiegelschweißen, Kle­ ben oder mittels Muffenverbindungen miteinander zu ver­ binden und so ohne Behinderungen durch die Abmessungen der Kontrollschächte 1, 2 als durchgehenden Rohrstrang einziehen.
Nach dem Einziehen der Rohrleitung wird die Hilfsboh­ rung 6 auf irgendeine Weise verschlossen.
Die Erfindung ist nicht auf das Verlegen einer Rohrlei­ tung anstelle einer zu zerstörenden Altleitung be­ schränkt. Ebenso läßt sich eine neue Rohrleitung verle­ gen, wenn zunächst Kontrollschächte mit üblichem Durch­ messer und dem üblichen Abstand angelegt, dann mittels eines Rammbohrgeräts von der Erdoberfläche aus eine schräg verlaufende Hilfsbohrung geschaffen, dabei die einzuziehende Rohrleitung bereits mitgezogen und auch beim Herstellen einer Erdbohrung zwischen dem Kontroll­ schacht 1 und dem Kontrollschacht 2 gleichzeitig die einzuziehende Rohrleitung nachgezogen wird. Auch in diesem Fall kann die einzuziehende Rohrleitung oberir­ disch auf eine Länge vorbereitet werden, die dem Ab­ stand zwischen den Kontrollschächten 1, 2 entspricht.
Falls aufgrund der Bodenverhältnisse oder des Durchmes­ sers der einzuziehenden Rohrleitung erforderlich, kann mittels eines Rammbohrgeräts zunächst eine Pilotbohrung im Bereich der schrägen Hilfsbohrung 6 und zwischen den Kontrollschächten 1, 2 angelegt, durch diese Pilotboh­ rung ein Zugseil 6 in der beschriebenen Weise hindurch­ geführt und anschließend die einzuziehende Rohrleitung mittels der Winde 4 und des Zugseils 6 durch die Pilot­ bohrung hindurchgezogen werden, wobei sich, falls er­ forderlich, ein Rammbohrgerät zwischen dem Zugseil und der einzuziehenden Rohrleitung befindet, um die Pilot­ bohrung auf den Durchmesser der einzuziehenden Rohrlei­ tung aufzuweiten.
Entscheidend ist sowohl beim Ersetzen einer Altleitung durch eine neue Rohrleitung als auch beim Neuverlegen einer Rohrleitung, daß erfindungsgemäß, jeweils von der Erdoberfläche ausgehend, eine Schrägbohrung angelegt wird, die in einem Kontrollschacht mündet, von dem eine Bohrung bis zum nächsten Kontrollschacht führt, so daß die zu verlegende Rohrleitung nur mit einer geringfügi­ gen Biegung verlegt wird und daher keinen Schaden er­ leiden kann. Dadurch läßt sich das Verlegen von Rohr­ leitungen kostengünstig und schnell durchführen.

Claims (9)

1. Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen im Erdreich zwischen vorhandenen Kontrollschächten, bei dem von der Erdoberfläche ausgehend eine bis zum Niveau der Rohrleitung in dem einen Kontrollschacht reichende Hilfsbohrung geschaffen und durch diese Hilfsbohrung sowie anschließend durch eine Bohrung zwischen den beiden Kontrollschächten eine Rohrleitung bis zu dem anderen Kontrollschacht eingezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des einzuziehenden Rohrs dem vollen Abstand zwischen den beiden Kontrollschächten ent­ spricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzuziehende Rohrleitung aus kurzen Rohr­ stückchen besteht, die vor dem Einziehen in die Hilfsbohrung oberirdisch durch Spiegelschweißen oder mittels Muffenverbindungen auf die volle Ent­ fernung zwischen den beiden Kontrollschächten mit­ einander verbunden werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Hilfsbohrung mittels eines selbstgetriebenen Rammbohrgeräts geschaffen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbohrung und die Boh­ rung zwischen den Kontrollschächten mittels eines selbstgetriebenen Rammbohrgeräts geschaffen werden und die Rohrleitung von dem Rammbohrgerät nachgezo­ gen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zugseil durch die Bohrung zwischen den Kontrollschächten und die Hilfsbohrung geführt, mit der einzuziehenden Rohrleitung verbun­ den und diese mittels einer im Bereich des von der Hilfsbohrung abgelegenen Kontrollschachts angeord­ neten Winde eingezogen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zugseil und der einzuziehenden Rohrleitung ein Messerkopf-Rammbohrgerät angeordnet ist und dieses eine zwischen den Kontrollschächten verlaufende Altleitung beim Einziehen der Rohrlei­ tung zerstört.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß durch die Hilfsbohrung und die Boh­ rung zwischen den Kontrollschächten zunächst ein elastischer Stab eingeschoben und danach das Zug­ seil mittels des elastischen Stabes durch die Boh­ rungen gezogen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbohrung nach dem Einziehen der Rohrleitung verschlossen wird.
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