DE3113280A1 - "stallentlueftungseinrichtung" - Google Patents
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Description
- Titel: "Stallentlüftungseinrichtung"
- "Stallentlüftungseinrichtung" Gegenstand der Patentanmeldung P 70 13 369 der Ännielderin ist eine Entlüftungsvorrichtung für Entlüftenirste von Tierställen mit an der höchsten Stelle der Entlüftungsvorrichtung angeordnetem, verstellbarem und verschließbarem IuStauslaß, die aus jeweils zwischen zwei benachbarten liachbindern angeordneten Fertigteilelementen besteht, welche die Pirstauskleidung in Form eines vertikalen, im Querschnitt pultdachförmigen tuftdurchführungskanales bilden, so daß zwei gegenüberliegende Seitenwände unterschiedliche Höhe haben, und bei der die Endbegrenzungen der Seitenwände Auf lager für eine Firstabschlußvorrichtung sind. Die Firstabschlußvorrichtung ist dabei vorzugsweise eine einseitig eingespannte Platte, die am entgegengesetzten Ende heb- und senkbar ausgebildet ist und die vorzugsweise aus lichtdurchlässigem Material besteht. Das Anheben und Absenken dieser Abschlußvorrichtung erfolgt entweder mechanisch oder elektrisch durch Eandbetätigung oder aber selbsttätig, z.B. in Abhängigkeit von einer Zeitschaltuhr, in Abhängigkeit von einer Temperaturmessung an einer bestimmten Stelle des Stalles, oder dergl.
- Die beim Öffnen der Abschlußvorrichtung nach außen entweichende Luft strömt durch an sich bekannte Zuluftkanäle in der Trauf ausbildung in den Stall nach. Dieser Luftzufluß hat einen verstellbaren, zwischen den Verstellpositionen jedoch gleichbleibenden Querschnitt. Damit ist die Einstellung der Luftzufuhr unabhängig von dem Grad der Entlüftung bzw. der Stellung der Abschlußvorrichtung, so daß z.B. bei geschlossener Abschlußvorrichtung die Öffnung des Zuluftkanales keine Verbesserung des Entlüftungseffektes bzw. des Raumklimas ergibt, sondern z.ß. in der kalten Jahreszeit lediglich eine Kältebrücke entsteht, während in der heißen Jahreszeit bei nichtausreichenier bzw. angepaßter Öffnung des Zuluftquerschnittes ein Entlüftungseffekt nicht oder nur sehr unzureichend erzielt wird.
- Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Entlüftungseinrichtung zu schaffen, die einen optimalen Entlüftungseffekt und ein optimales Raumklima ergibt, indem die durch die Traufausbildung in das Stallinnere eingeführte Luftmenge in Abhängigkeit vom Bedarf, d.h. in Abhängigkeit ton der am Firstende austretenden Abluft gesteuert wird.
- Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Querschnitt des Buftzutrittskanales an der Traufausbildung in Abhängigkeit von der Stellung der Pirstabschlußvorrichtung und damit dem Austrittsquerschnitt am First steuerbar ist, und daß vorzugsweise beide Öffnungsquerschnitte proportional zueinander steuerbar sind.
- Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung wird erreicht, daß die an der Traufausbildung unter dem Dach in den Stall einströmende liuftminze selbsttätig so gesteuert wird, daß sie auf die am First ins Freie austretende verbrauchte Luft abgestimmt ist. Dabei wird die von der Zutritts- zur Austrittsöffnung strömende Luft im Stall umgewälzt, wobei die Düsenwirkung bei Teiolöffnung an der Lufteintritts- und Luftaustrittsstelle für diese Umwälzung ausgenützt wird. Die Verstellung der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung proportional zueinander erfolgt z.B. über miteinander in Verbindung stehende Betätigungsglieder, die den Buftströmungsquerschnitt am Eintritt und am Austritt, vorzugsweise proportional zueinander, verändern. Die Betätigungsglieder sind z.B. Seilzüge, Hebelgestänge oder dergl. mechanische Vorrichtungen; sie können jedoch auch hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betätigte Elemente sein, wobei zur Beaufschlagung der Betätigungsglieder zweckmäßigerweise ein elektromotorischer Antrieb (Zentralantrieb oder getrennte Antriebsvorrichtungen) einsetzbar sind. Bei Anwendung eines Zentralantriebes wird die von dem Antriebsmotor bei Betätigung ausgeführte Verstellbewegung auf die Firstabdeckung und die Traufentlüftungsklappe gleichzeitig übertragen. Die Steuerung des Motors erfolgt dabei temperaturabhangig oder zeitabhängig. Werden zwei getrennte Antriebsmotoren verwendet, erfolgt die Steuerung der beiden Motoren und die Ubertragung der Öffnungs-bzw. Schließbewegung synchron.
- Auf diese Weise ergibt sich eine automatische Entlüftungsregelung, vorzugsweise in Abhängigkeit von einer Temperaturmessung, unter deren Einfluß die Firstabdeckvorrichtung in erforderlichem Maße mehr oder weniger weit geöffnet und diese Betätigung im gleichen Sinne auf die Zuluftmengendosierung an der Traufausbildung übertragen wird, so daß eine konforme Verstellung der Zuluftregulierung erzielt wird.
- Die Steuerung der Frischluftzufuhr an der Traufausbildung erfolgt dabei so, daß entweder der Boden des Traufkanales in Abhängigkeit von der Verstellung der Firstverschlußvorrichtung gleichmäßig verändert wird, wobei in voll geöffnetem Zustand der Traufkanal längs der gesamten Erstreckung einen gleichförmigen tuerschnitt besitzt, während im anderen Extremfall, nämlich im geschlossenen Zustand, der Traufkanal am eintrittsseitigen Ende in den Stall zu einem Nullquerschnitt veråüngt wird. Die iiuftzufuhr kann jedoch am Trauf kanal auch so geregelt werden, daß ein Schieber verstellt wird, der die Zutrittsöffnung stufenlos von einem Maximum, also voller Öffnung, bis zu einem Minimum, also voll geschlossen, verstellt, und zwar ebenfalls abhängig von dem Grad der oeffnung der B-rstabdeckung.
- Zusätzlich kann die Anordnung so getroffen werden, daß an der Luftzuführseite, also am eintrittsseitigen Ende der 'raufausbildung, eine BuCtensärmungsvorrichtung vorgesehen ist, die die ankommende Frischluft erwärmt, so daß bereits erwärmte Frischluft in den Stall eingeführt wird. Diese Erwärmung kann in bestimmten Fällen für Tierställe sinnvoll sein, insbes. für die Aufzucht von Jungtieren. Die Erwärmungsvorrichtung ist vorzugsweise ein elektri scher HeizlüSter, der in Abhängigkeit von der eintretenden Luftmenge, d.h. vom Öffnungsgrad der Zuluftöffnung, in Abhängigkeit von der Temperatur der zufließenden Liuft oder dergl. automatisch steuerbar ist.
- Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung der erfindungegemäßen Kombination aus Firstentlüftung und Zulüftregelung an der Traufausbildun.
- Xiach der zeicnnerischen Darstellung sind auf jedem der Dachbinder 1 Dachsparren 2 angeordnet, die das Dach 3 aufnehmen. Die Firstentlüftungsanordnung ist insgesamt mit 4 bezeichnet. Sie besteht aus einem einteiligen vertikalen tüftführungskanal 5, 8 aus tolyurethangeschäumten Sandwichplatten, dessen unteres Ende bei 7 mit der Stalldecke 6 befestigt ist, so daß über die Entlüftungsanordnung das gesamte Dach mit dem Entlüfttingskanal abisoliert wird.
- Die Æânde 5 und o des IuftfiihrZmgskanales sind mit den Dachsparren 2 fest verbunde-n, z.B. vernagelt, sodaß die gesamte Entlüftungsanordnung von den Sparren 2 und dem Dach 6 getragen wird.
- Die FirstabschluBvorrichtung 9 ist eine vorzugsweise lichtdurchlässige Kunststoffplatte, die auf der Wand 8 schwenkbar angeordnet ist, so daß sie auf der entgegengesetzten Seite, nämlich an der Wand 5 axülebbar ist. Die Schwenkbewegung der Birstabschlußvorrichtung 9 erfolgt um eine Lagerstelle 20, die über einem Ableitblech 12, das den Ubergang von der Platte 9 zum Dach 3 darstellt, angeordnet. Die Auflagerstelle der Platte 9 mit der obersten Begrenzung der Wand 5 ist mit 21 bezeichnet. Die Platte 9 ist über eine Befestigungsstelle 22 mit einer vertikal nach unten stehenden Zahnstange 23 fest verbunden, die in einer Zahnstangenführung 24 gleitet. Auf einer Achse 25 der Zahnstangenführung 24 sitzt ein (nicht dargestelltes) Zahnritzel. Die Zahnstangenführung 24 wird von einem mit der Wand 5 befestigten Träger 26 aufgenommen, und ein Antriebsmotor 27 ist entweder an der Wand 5 oder an dem Träger 25 befestigt und treibt das Zahnritzel und damit die Zahnstange 23 an. Der Motor 27, z.B. ein Elektromotor, ist mit einer Steuervorrichtung 28 gekoppelt, die beispielsweise ein Thermostat, ein Zejtschaltwerk oder dergl. sein kann, so daß in Abhängigkeit von dem gewünschten Parameter der Antriebsmotor 27 über eine Steuerverbindung 29 betätigt werden kann. Mit 30 ist eine an der Außenseite der Kanalwand 5 befestigte Halterung bezeichnet, die eine Prallwand 31 aufnimmt. Mit der Zahnstangenführung 24 ist auf der Achse 25 eine Seilrolle 32 befestigt, von der in entgegengesetzter Richtung Seile 33 und 38 zu den Traufausbildungen auf beiden Seiten des Stalles bzw. deren Abschlußvorrichtungen führen. Das Seil 33 ist über eine Seilrolle 34, die an der Stalldecke befestigt ist, an die Unterseite 36 des Luftführungskanales der Traufausbildung geführt und bei 35 befestigt. Die Iitifteintrittsstelle ist mit 37 bezeichnet. Wird das Seil 33 angezogen, wird der Boden 36 des huStführungskanales angehoben und die Öffnung 37 verkleinert; wird das Seil 33 gesenkt, wird die Offnung 37 erweitert. Die Anordnung auf der entgegengesetzten Stallseite, die über den Seilzug 38 betätigt wird, ist analog ausgebildet. Wird im Iitiftführungskanal der Boden 36 gleichmäßig verschwenkt, so daß die Öffnung 37 verkleinert bzw. vergrößert wird, ergibt dies eine gleichmäßige Veränderung des Strömungsquerschnittes der durch den Luftführungskanal strömenden Luft, und damit bei verkleinertem Querschnitt der Öffnung 37 eine Düsenwirkung, so daß die Geschwindigkeit des hindurchströmenden Luftstromes erhöht und damit erwünschte Luftumwälzung im Stall erzielt wird.
Claims (8)
- Patentansprüche~~ Jritlüftungseinrichttuig für Tierställe mit Firstentlüftung und mit Luftzuführung an der Traufausbildung, dadurch gekennzeichnet, daß die Buftaustrittsmenge an der Firstentlüftung und die Lufteintrittsmenge an der Traufausbildung abhängig voneinander gesteuert sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die luftaustrittsmenge an der Firstentlüftung und die Lufteintrittsmenge an der Traufausbildung proportional gesteuert sind.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daA'3 das Öffnen und Schließen der Abschlußvorrichtung (9) am Entlüfterflrst und das Öffnen und Schließen der Abschlußvorrichtung (36, 37) an der Traufausbildung von einer gemeinsamen Betätigungsvorrichtung gesteuert ißt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durchbinen wemperatur-oder zeitgesteuerten Antriebsmotor, der eine Hubvorrichtung zum Heben und Senken der Abschlußvorrichtung (9) sowie zum Heben und Senken der Abschlußvorrichtung an der Traufausbildung antreibt.
- 5. Sinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennbezeichnet, daß der Antriebsmotor ein Elektromotor ist, der über ein Antriebsritzel eine Zahnstange bewegt, die mit der AbschluS-vorrichtung (9) verbunden ist, und daß der Elektromotor bzw. das Antriebsritzel mit einer Seil-, Gestänge- oder dergl. Anordnung zur proportionalen Verstellung der Abschlußvorrichtung an der Traufausbildung verbunden ist.
- 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußvorrichtung (9) am Entlüterfirst und der Abschlußvorrichtung (36, 37) an der Traufausbildung jeweils ein getrennter Antriebsmotor zugeordnet ist, und die Antriebsmotoren miteinander gekoppelt sind, vorzugsweise synchron betrieben sind.
- 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschlußvorrichtung an der Traufausbiltung als Schwenkboden des Zuluftkanales ausgebildet ist, der den Kanal querschnitt von Null bis Maximum verändernd einstellbar ist.
- 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußvorrichtung der miraufausbildung eine den durch die Traufausbildung zuströmenden Luftstrom erwärmende Vorrichtung zugeordnet ist.
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| DE19813113280 DE3113280A1 (de) | 1981-04-02 | 1981-04-02 | "stallentlueftungseinrichtung" |
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- 1981-04-02 DE DE19813113280 patent/DE3113280A1/de active Granted
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Also Published As
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