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Die Erfindung betrifft eine Anordnung nach dem Oberbegriff
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des Patentanspruches 1.
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Jahresuhren mit selbstzeithaltendem Torsionspendelsystem sind weit
verbreitet. Sie haben insbesondere wegen des ästhetischen Pendelspieles, wegen ihrer
langen Laufzeit und wegen ihrer Lautlosigkeit vielfältigen AnkAang gefunden.
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Ein besonderes Interesse an den sogenannten Jahresuhren hatte das
Publikum auch deswegen, weil - wie der Name es schon zeigt - diese Uhren mit einem
Aufzug des Gehwerkes wenigstens ein tahr Rang, in der Regel jedoch etwa 400 Tagc
lang gehen. Aus diesem Grunde wurde vielfach am Jahrestag eines besonderen Ereignisses,
z.B. einem Geburtstag oder einem Hochzeitstag, der Aufzug der Uhr erneut vorgenommen
und die Jahresulir begleitete sozusagen den Jahresablauf his zum nächsten Jahrcstag
mit ihrer Zeitanzeige und mit ihrem Pendelspiei. Dies ist einer der Gründe, weswegen
diese Torsionspendeluhren mit Federzugwerk trotz ihrer oftmals ungenauen Zeitanzeige
sich hoher BeI iebtheit erfreuen.
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Auf Grund der großen Schwingungszeit und wegen der damit verhundenen
geringen Winkelgeschwbidgkeit des oszil li erenden Pendel systems im Verhältnis
zur Pendelmasse, ist die Zcithaltung dieser Torsionspendeluhren verhältnismäßig
unbefriedigend.
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Durch die Verwendung geeigneter Kerkstoffe, z.B. von Invarbändern
zur Aufhängung des Pendelgewichtes, konnten hier Verbesserungen geschaffen werden.
Jedoch war die erzielbare Ganggenauigkeit alles in allem doch nicht zufriedenstellend.
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Diese unbefriedigende Ganggenauigkeit rührte auch daher, daß das empfindliche
Torsionspendelsystem durch Erschütterungen am Aufstellungsort nachteilig zu beeinflussen
war, womit ebenfalls Abweichungen von der genauen Zeitanzeige verbunden waren. Diese
äußeren Einflüsse kamen insbesondere bei dem verwendeten IJelamungssystem zur Geltung,
das auf Grund seiner Eigenart durch die Erschütterungen die Regelmäßigkeit der Kraftübertragung
beeinträchtigte und somit zusätzlich zu Ungenauigkeiten führte.
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Dies alles hat dazu geführt, daß ein nicht unbeachtlicher Teil der
vorhandenen Jahresuhren, insbesondere mit mechanischem Antrieb, beiseite gestellt
wurden und nunmehr auf Speichern und in Abstellräumen verwahrt sind.
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Durch die inzwischen weit verbreiteten Qu!rzuhren, elche eine sehr
genaue Zeitmessung mit verhältnismäßig einfachen Mitteln ermöglichen, ist das Publikum
an liohe Ansprüche an die Zeitmessung gewöhnt, so daß die Unrulänglichkeit der Zeitanzeige
der mechanischen Jahresfren mit Torsionspendel ntlnmchr noch mehr ins Gewicht fällt.
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Neuerdings sind zwar sogenuniite Hybridsysteme von Torsionspendeluhren
entwickelt worden, bei welchen das Torsionspendei, des als ästhetisch empfundenen
Pendelspieles wegen, als sogen;nntes nichtfunktionelles, d.h. nichtzeithaltendes
Organ mitschwingt, während die eigentliche Zeitmessung durch ein zugeordnetes Unruh-
oder Quarzuhrwerk vorgenommen wird.
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Viele der herkömmlichen mechanischen Jahresuhren wurden jedoch ihrer
ursprünglichen Aufgabe als Zeitmesser enthoben und dienen nunmellr, wenn sie nicht
ganz beiseite gestellt wurden, als Attrappe für das Pendelspiel.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Genauigkeit
von Jahresuhren der einleitend genannten Art so zu verbessern, daß diese als Zeitmesser
mit einer heutigen Erwartungen entsprechenden Ganggenauigkeit Verwendung finden
können.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die im Patentanspruch
1 aufgeführten Merkmale. Eine Reihe von Weiterbildungen und Aus gestaltungen der
Erfindung sind durch die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Unteransprüche gekennzeichnet.
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Die Erfindung ermöglicht es, durch einfaches Anbrillgen eines Permanentmagneten
am Pendelkörper und durch das Zuordnen der vorzugsweise eine geschlossene Baueinheit
bildenden Steuereinheit in der Nähe desTorsionspendelkörpers, eine derartige elektro-dynamische
Beaufschlagung des Permanentmagneten durch die impulsweise bestromte Spule der Baueinheit
vorzunehmen, daß das Torsionspendel zu einer quarzgenauen Zeithaltung gezwungen
wird und deshalb unabhängig von der an und für sich durch das Gangordnersystem'gegebenen
Ungenauigkeit eine exakte Zeitanzeige gestattet.
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Hierzu sind zweckmäßig der Permanentmagnet sowohl als auch die Baueinheit
als selbstklebende Teile aisgebldet, so daß eine sehr leichte Montage auch für Laien
ohne weitere Unterweisungen an einer mechanischen Jahresuhr erfolgen kann.
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Die Baueinheit wird vorteilhaft auf der Sockelplatte der Jahresuhr
angebracht, unterhalb des Pendel, und zwar vorzugsweise im hinteren Bereich des
Gehäuses, so daß die Baueinheit nicht unmittelbar sichtbar ist. Für die Baueinheit
wird zweckmäßig eine goldlackierte oder g.)ldbedampfte Oberfläche gewhlt, um das
äußere Bild nach Möglichkeit der Sockelplatte anzupassen.
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Die dem Torsionspendel durch das Laufwerk vermittelte mechanische
Antriebsleistung bewegt sich in der Größenordllung von einigen wenigen /uWatt.
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Dagegen bewegt sich die Leistung der Störgröße, die eine nachteilige
Beeiflussung der Pendelschwingung und damit eine Gangabweichung zur Folge hat, im
Mittel einiges unter diesem Betrag. Unter Beachtung des Wirkungsgrades der Beaufschlagung
des Permanentmagneten durch die Spule, dürfte es als ausreichend anzusehen sein,
wenn die dem Spulensystem zugeführte mittlere Lcistung etwa dem Bctrag der dem Pendel
zugeführten mechanischen Leistung entspricht.
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Das heißt aber, die der beaufschlagenden Spule zuzuführende Leistung
wird einige wenige /uWatt nicht überschreiten.
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Dies ist die Größenordnung des Leistungsverbrauches einer elektrischen
bzw. elektronischen Armbanduhr.
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Die Polarisation des beaufschlagenden Feldes in bezug auf den schwingenden
Permanentmagneten wird zweckmäßig so gewählt, daß der Permancntmagnet und damit
das diesen tragende Torsionspendel hei Verabfolgung des Synchronisierungsimpul ses
von der Spule eine Anziehung crfährt. Hierzu ist voteilhaft, eine solche Anordnung
des Pennanentmagneten relativ zur Spule zu wählen, daß sich beide in der Ruhestellung,
d.h. bei nicht schwingendem Torsionspendel, optimal nahe sind.
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Für die seit bald loo Jahren gefertigten Jahresuhren mit Torsionspendeln
sind die unterschiedlichsten Schwingungs@nablen tir das Torsio!isl,cnci systcin
n ii Anwendung gekommen.
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Es haben sich jedoch im Laufe der Zeit bestimmte Standardwerte für
die Schwingungszeiten herausgebildet, die seit vielen Jahrzehnten von den verschiedenen
Herstellern von Jahresuhren übernommen wurden und dazu geführt haben, daß bei einem
großen Teil der während der vergangenen 40 Jahre gefertigten Jahresuhren weitgehend
einheitliche Schwingungszeiten bzw. Schlagzahlen in Anwendung gekommen sind.
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Unterschiede zwischen den Torsionspendeln einzelner Hersteller sind
im wesentlichen im Trägheitsmoment und im Richtmoment gegeben, die durch unterschiedliche
Abmessungen der Pendelkrone und der Pendel feder bedingt sind. Beide Kennwerte der
Torsionspendel sind soweit aufeinander abgestimmt, daß in fast allen Fällen einheitliche
Werte der Schwingungszeiten bzw. Schlagzahlen erreicht werden.
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Ein vielseitig verwendeter Wert der Schlagzahl ist 480, was einer
Schwingungszeit von 15 sec für eline Vollschwingung (Hin- und Hergang des Torsionspendelkörpers)
entspricht.
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Ein anderer Wert z.B. ist 600 Schläge pro Stunde, ein Wert, der einer
Schwingszeit von 12 sec für ein Vollschwingung gleichkommt. Diese Schwingungszeit
oder Schlagzahl wurde jedoch vergleichsweise nur wenig angewendet.
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Daraus geht aber hervor, daß die Schlagzahl 480 in bei weitem überwiegender
Weise Verwendung fand. Andere Schlagzahlen stellen eine ausgesprochene Minderheit
dar. Somit kann die gemäß der Erfindung der mechanischen Jahresuhr zuzuordnende
Anordnung zur Synchronisierung für den größten Teil der in Frage kommenden Jahresuhren
einheitlich für eine Schlagzahl von 480 pro Stunde ausgelegt werden.
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Die Frequenzteilerschaltung wird also zusammen mit dem zuzuordnenden
Sleuerquarz so ausgelegt werden, daß die nachzuordnende Spule alle 7,5 sec durch
einen kurzen Stromimpuls erregt wird. Dieser Strom muß zur Kompensation der auf
das Torsionspendel einwirkenden Störgröße ausreichen.
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Dies ist aber der Fall, wenn die mittlere Stromstärke einige wenige
luA beträgt.
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Es sei z.B. ein mittlerer Strom von 1/uA und eine wirksame Impulsdauer
von So msec angenommen. Bei einer glcichzeitig vorausgesetzten Halbschwingungszeit
von 7,5 sec, während welcher das Pendel einmal beaufschlagt werden soll, ergäbe
sich hieraus ein Impulsspitzenstrom von 150 µA.
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Mit der durch diesen Iinpulsstrom in der Spule bewirkten Durchflutung
wird der Permanentmagnet am Pendel beaufschlagt und letzteres zu einem synchronen
Ganghalten geführt.
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Ilierbei wird zweckmäßig eine solche Polung der Spule gewählt, daß
bei monopolarer Bestromung der let--teren durch die irquenzteilerschaltung jeweils
eine el ektro-dynamisciie Anziehung auf den am angebrachten Permanentmagneten ausgeüt
wird.
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Weist nämlich das Pendel eine zeitliche Nacheilung gegenüber dem eintreffenden
Synchronisierungsimpuls auf, so wird eine eine Beschleunigung des Pendels bewirkende
Anziehung auf letzteres ausgeübt, wohingegen bei einer Voreilung des Pendels eine
eine Verzögerung des letzteren bewirkende Beaufschlagung auf den Permanentmagneten
erfolgt. Befindet sich hingegen das Pendel im Synchronismus mit den Impulsen der
zugeordneten Anordnung zur Synchronisierung, so wird durch den Impuls eine Beaufschlagung
auf das Pendel in einer Drehrichtung praktisch nicht ausgeübt, das Pendel bleibt
vielmehr unbeeinflußt.
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Bei der Inbetriebnahme der Anordnung zur Synchronisierung kann es
vorkommen, daß diese erst nach einiger Zeit, d.h.
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z.B. erst nach einigen Stunden wirksam wird, da eine Beeinflussung
der Torsionspendelschwingung über den Permanentmagneten nur dann möglich ist, wenn
sich dieser bei der Impulsverabfolgung auf die Spule nicht zu weit entfernt von
dieser, d.h. noch im Streufeld derselben befindet, so daß eine dem Gangverhalten
entsprechende Beeinflussung nach und nach erfolgen kann.
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Ist die Phasenlage des Permanentmagneten relativ zur Spule jedoch
derart, daß dieser bei eintreffenden Impuls entfernt von letzterer schwingt, so
dauert es eine gewisse Zeit, his sich der praktisch imlller vorhandelle, wenn auch
geringfügige Gangfehler des Torsionspendels dahingehend ausgewirkt hat,
daß
der Permanentmagnet bei der Impulsverabfolgung in den Einflußbereich cer Spule gelangt
ist.
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Der zur Speisung der Anordnung zur Synchronisierung erforderliche
Strom won z.B. einem oder einigen wenigen luA, entspricht etwa der bei elektronischen
Armbanduhren üblichen Größenordnung. Es ist deshalb gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung
der Anordnung nach der Erfindung vorgesehen, für den Aufbau der Anordnung zur Synchronisierung
wenigstens teilweise serienmäßige Bauelemente aus der Technik elektronischer Armbanduhren
zu verwenden, so z.B.den Frequenz teiler, die Knopfzellenbatterie etc. Es werden
dadurch einmal Preisvorteile erzielt, weil es sich bei diesen Bauelementen um serienmäßige
Produkte handelt, darüberhinaus aber werden auch räumliche Vorteile erkennbar, da
mit diesen Bauteilen der Aufbau einer Anordnung zur Synchronisierung mit geringen
Abmessungen möglich ist.
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Der geringe Strom- und Leisttingsverbraiich der Anordnung zur Synchronisierung
nach der Erfindung erlaubt eine vorteilhafte Weiterbildung dahingehend, daß auch
eine andere Art von Speisestromquelle anstelle von Trockenbatterien verwendet werden
kann. So ist z.B. auch eine Speisung durch Fotoel,emente, insbesondere Selen-Fotoelemente
denkbar, welche zu einer Fotozell enbatterie zisaminengeschal tet sind und über
einen nachgeschalteten elektrischen Speicher, z.B. einen Nickel-Cadmium-Kleinst-Akkumulator,
die Anordnung zur Snchronisicrung energetisch versorgen.
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Auf diese Weise wäre ein Betrieb der Anordnung über viele Jahre möglich,
so daß eine mit der Anordnung nach der Erfindung bestückte mechanische Jahresuhr
als elektrisch autark anzusehen wäre und lediglich noch den - vielfach vom Publikum
erwünschten - jährlichen mechanischen Aufzug des Federhauses erfordern würde, sonst
aber ein unabhängiger quarzgesteuerter Betrieb der an und für sich mechanischen
Jahresuhr möglich wäre.
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Die Erfindung ermöglicht den Umbau einer herkömmlichen mechanischen
Jahresuhr derart, daß für die Zeithaltung nicht mehr das chronometrisch weniger
genaue Torsionspendel, sondern ein elektronischer Stcuerquarz verantwortlich ist.
Dieser Umbau erfordert auf Grund der zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfinfung keine
Anderungen am Uhrwerk oder am Gehäuse, sondern die Anordnung für die Synchronisierung,
welche den Steuerquarz mit umschließt, wird praktisch'als Ergänzung, die zur Anbringung
keinen besonderen Aufwand erfordert, hinzugefügt.
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Der IJlnhau kann ggf. von einem Fachmann ohl,e wesentlichen Zeitaufwand
oder aber, wie schon erwähnt, auch von Laien ohne besondere Schwierigkeiten durchgeffihrt
werden.
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Die Erfindung ist im einzelnen an Hand eines Ausführungsbeispiels
in der nachfolgenden Beschreibung und den beigegebenen Zeichnungen eriäutert.
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Es stellen dar: Figur 1a eine schematische Schaltungsdarstellung der
Anordiung zur Synchronisierung nach der Erfindung; Figur 1b ein Detail von Fig.
1a; Figur 2a der Aufbau der Anordnung zur Synchronisierung in einer Seitenansicht;
Figur 2b die Anordnung nach Fig. 2a in einer Ansicht von oben; Figur 3 das Torsionspendel
einer Jahresuhr mit zugeordneter Anordnung zur Synchronisierung gemäß der Erfindung.
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Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung die Schaltungsanordnung
der--Anordnung zur Synchronisierung nach der Erfindung.
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Der Steuerquarz 1 ist mit einer Quarz-Schwingschaltung 2 bekannter
Art zusammengeschaltet , welche eine der Eigenfrequenz des Steuerquarzes 1 entsprechende
Oszillatorfrequenz an den elektronischen Frequenzteiler 3 verabfolgt. Diese Oszillatorfrequenz
wird durch den Frequenz teiler 3 in eine Frequenz von 1 : 7,5 Hz unterteilt, denn
der zeitliche Abstand von einem Impuls zum nächsten und damit die Periode der Impulsgabe
beträgt 7,5 sec.
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Dem Frequenzteiler 3 ist eine Treibel~stllfc 4 nachgeordnet> welche
eine Anhebung des möglichen Leisti1ngspcgels dcs Ausganges 5 bewirkt.
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ber den Ausgang 5 der Treiberstufe 4 wird die Spule 6 in zeitlichen
Abständen von 7,5 sec mit monopolaren Impulsen von einer Dauer von etwa 50 msec
bestromt. Die Spule 6 ist (7) hierzu mit einem Anschluß mit dem Ausgang 5 der Treiberstufe
4 und mit einem weiteren Anschluß 8 mit der in der Regel durch eine Trockenbatterie
gebildeten Stromquelle lo verbunden, welche auch die Speisung der Quarz-Schwingschaltung
2, des Frcqucnztcilcrs 3 und der Treiberstufe 4 vornimmt. Hierzu sind Verbindungsleitungen
9a, 9b und 9c vorgesehen.
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Die Quarz-Schwingschaltung 2, der Frequenzteiler 3 und die Treiberstufe
4 sind in üblicher Weise zu einer einzigen integrierten Schaltung 11 zusammengefaßt,
welche durch die strichlierte Umrandung innerhalb der schematisch angedeuteten Baueinheit
12 gekennzeichnet ist.
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Im Frequenzteiler 3 ist intern in bekannter Weise eine solche Verknüpfung
zwischen den einzelnen Ausgängen der Frequenzteilerstufen vorgesehen, daß der Ausgangsimpuls
des Freqi.ienzteilers 3 stark verschmälert erscheint, d.h. noch eine Impulsbreite
von z.B. etwa 50 msec aufweist, um eine ausreichend kurze intermittierende Bestromung
der Spule 6 zu ermöglichen.
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Die beschriebenen Bauteile 1 - lo sind zu der selbständigen Baueinheit
12 zusammengefaßt, welche als solche auf der zu synchronisierenalen mechanischen
Jahresuhr montierbar ist.
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Die integrierte Schaltung 11 ist in hochintegrierter Halbleitertechnik,
vor.:ugsweise der CMOS-Technik hergestellt.
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Mit Rücksicht auf die Preiswürdigkeit werden zweckmäßig vorhandene,
serienmäßige Bauelemente, vorzugsweise aus der Technik elektronischer Uhren, insbesondere
Armbanduhren, verwendet.
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Da die Spule 6 eine monopolare Bestromung erfordert, ist einer der
Anschlüsse (8) der Spule 6 direkt mit der Stromquelle lo verbunden. Dies hat zur
Folge, daß nur jeweils jeder zweite an Ausgang der Treiberstufe 4 erscheinende Impuls
wirksam wird, hingegen der andere Impuls,entgegengesetzter Stromrichtung, so, wie
er z.B. zur Steuerung von polarisierten Schrittmotoren notwendig wäre, unterdrückt
wird.
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Hierzu ist in Fig. Ib die innere Schaltung der Treiberstufe 4 dargestellt,
über welche die Spule 6 bestrombar ist. Durch die 4 Transistoren T1 - T4, wird eine
Brückenschaltung gebildet, über deren Diagonale der an den Ausgang 5 geschaltete
Schrittmotor steuerbar, ist. Hierzu wird abwechselnd von dem Frequenzteiler 3 Signal
an die Eingänge A oder B gelegt.
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Erscheint Signal am Eingang A, so werden die Transistoren T2 und T3
durchgeschaltet, Transistoren T1 und T4 hingegen bleiben gesperrt'und der nachgeschaltete
Schrittmotor würde in einer Stromrichtung eingeschaltet. Erscheint hingegen Signal
am'Eingang B, so werden die Transistoren T1 und T4 geöffnet, Transistoren T2 und
T3 bleiben gesperrt, und damit würde der Schrittmotor, falls ein solcher angeschaltet
wäre, in der anderen Stromrichtung eingeschaltet.
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Im vorliegenden Falle ist aber nun eine monopolare Impuls gabe erwünscht
bzw. notwendig. Hierzu ist die Spule 6 nur mit einem Anschluß (7) mit der Brückenschaltung
T1 - T4 verbunden, mit dem anderen Anschluß (8) hingegen direkt an den Minuspol
angeschaltet.
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Erscheint nun Signal am Eingang A, so wird Transistor T2 stromführend
und damit der Anschluß 7der Spule 6 über den Ausgang 5 an den Pluspol angeschlossen.
Es fließt somit ein Implsstrom vom Pluspol über Transistor T2, Spule 6 nach dem
Minuspol, da das Signal am Eingang A zeitlich begrenzt ist.
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Erscheint hingegen Signal am Eingang B, so wird Transistor T4 geöffnet
und der Anschluß 7 der Spule 6 na(,h dem Minuspol geschaltet. Da aber der Anschluß
8 fest am Minuspol liegt, ist die Spule 6 praktisch überbrückt; ein Stromimpuls
wird somit nicht verabfolgt.
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Hieraus ist entnehmbar, daß ein serienmäßiger, integrierter Baustein,
der an und für sich für die Verabfolgung von polwechselnden 'impulsen vorgesehen
ist, beim Gegenstand der ,Erfindung ohne weiteres auch zur Erzeugung monopolarer
Impulse Verwendung finden kann.
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Die Oszillatorfrequenzen quarzgesteuerter elektronischer Uhren, insbesondere
auch Armbanduhren, betragen vielfach 4,1943 ASiz.
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Zur Unterteilung dieser Oszillatorfrequenz auf o,5 Hz zur Steuerung
von Schrittmotoren, sind 23 Frequenzteilerstufen vorgesehen. Soll also nun ein derartiger
serienmäßiger integrierter Schaltkreis für die Anordnung zur Synchronisierung nach
der Erfindung verwendet werden, so muß eine Oszillatorfrequenz von fQ =(2 : 7,5)x
4,1943 MHz = 1,11845 MHz Verwendung finden, um alle 7,5 sec einen monopolaren Impuls
mit einer Breite von etwa 175 msec zu erzielen. Diese Impulsbreite ist jedoch nicht
ganz so günstig im Vergleich zu der o.a. von ca. 50 msec. Bei Inkaufnahme dieser
größeren Impulsbreite kann jedoch ein serienmäßiges Bauteil Verwendung finden; hierbei
ist dann von einem Impu]sstrom von ca. 4o juA auszugehen, wenn wiederum ein mittlerer
Verbrauch von 1/uA für die Anordnung zur Synchronisierung zugrunde gelcgt wird.
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Wie die Fig. 2a und 2b zeigen, sind nun die Bauelemente der schematischen
Schaltungsdarstellungen nach den Fig. 1a und 1b zu einer selbständigen, getrennt
montierbaren Baueinheit 12 zusammengefaßt. Die elektronischen Bauelemente 1, 6 und
11 sind auf einer gedruckten Leiterplatte 15 montiert und durch auf dieser aufgebrachte
Leiterbahnen miteinander zu einer Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1a verbunden. Auf
der gedruckten Leiterplatte 15 sind ferner noch Kapazitäten 16, 17 sowie ein Trimmer
18 vorgesehen, welche der Übersichtlichkeit halber in den Fig. 1a und Ib nicht dargestellt
sind und die streng genommen Bestandteile der Quarz-Oszillatorschaltung darstellen.
Der Trimmer 18 dient dem Abgleich der Quarz-Schwingschaltung 2. Er ist durch eine
Stellschraube 19, die von außerhalb zugänglich ist, betätigbar.
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Die Leiterplatte 15 ist beidseitig von Gehäuseteilen, nämlich dem
Gehäuseoberteil 20 und dem -unterteil 21 umgeben, welche zweckmäßig als Kunststoffspritzteile
ausgebildet und durch Niete 23 miteinander längs der Trennkante 22 verbunden sind.
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Die gedruckte Leiterplatte ist längs ihres äußeren Umfanges in einem
Profil 24, das aus dem Gehäuseoberteil 20 ausgenommen ist, gehaltert. Durch Stifte
25, die an das Geliäuseoberteil 20 angeformt sind, die gedruckte Leiterplatte 15
in entsprechenden Bohrungen durchragen und in entsprechenden Löchern des Gehäuseunterteil
es 21 enden, werden Gehäuseober- (20) und Gehäuseunterteil (21) zusammen mit der
Leiterplatte 15 zusätzlich fixiert.
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Ein zungenförmiges Ende 26 der gedruckten Leiterplatte 15, welches
aus den Gehäuseteilen (20, 21) herausragt, umschließt gabelartig mit der Öffnung
27 die eingebrachte Spule 6 und fixiert diese so bezüglich ihrer axialen Position.
Die vorzugsweise kern- und spul.enkörperfreie Spule (Solenoid) 6, deren Wicklung
in ihrem mechanischen Aufbau thermisch stabilisiert sein kann, ist durch flexible
Anschlüsse 7, 8 mit Leiterbahnen der gedruckten Leiterplatte 15 verbunden. Durch
Spreizen der Öffnung 27 mittels eines geeigneten in den Schlitz 28 eingeführten
Werkzeuges, ist eine axiale Verstellung der Spule 6 mög]icfr, so daß eine Anpassung
der wirksamen Höhe der Baueinheit 12 an die mit dieser zu bestückende Jahresuhr
auf einfache Weise erfolgt kann, falls sich dies als notwendig erweisen sollte.
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Das Gehäuseunterteil 21 weist eine Ausnehmung 30 auf, in welche die
Bauteile (1, 11; 16 - 19), die auf der gedruckten Leiterplatte 15 aufgehracht sind,
hineinragen.
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Eine Knopfzelle 35 ist in eine durch Öffnungen in dem Gehäuseoberteil
20, in der gedruckten Leiterplatte 15 und in dem Gehäuseunterteil 21 gebildete Aufnahme
31 eingebracht und dort durch den Verschlußdeckel 32 gesichert, der durch eine Schraub-
oder Bajonettfassung 33 mittels des Münzschlitzes 34 im Gehäuseoberteil 20 fixierbar
ist.
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Die eingebrachte Knopfzelle 35 ist durch auf der gedruckten Leiterplatte
15 aufgebrachte und mit Leiterbahnen derselben elektrische verbundene Kontaktfedern
36, 37 an die Schaltanordnung der Baueinheit 12 angeschlossen. Die Kontaktfedern
36, 37 sind in der Fig. 2b angedeutet, in der Fig. 2a hingegen der besseren Übersichtlichkeit
wegen weggelassen. Sie entsprechen den bei Klein-Geräten, z.B. Armbanduhren, Kameras
und Rechnern üblichen und bekannten Kontaktfedern, die dort ebenfalls zum Anschluß
von Knopfzellen dienen.
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Am Boden des Gehäuseunterteils 21 ist eine eine Selbsthaftung der
Baueinheit 12 ermöglichende Schicht 38 vorgesehen, welche durch eine Deckfolie 39
geschützt ist. Vor der Montage der Baueinheit 12 wird die Deckfolie 39 abgezogen
und dann die Baueirilieit 1 2 auf die vorher gesäuberte Oberfläche der Sockelplatte
der Uhr mit Torsionspendel, insbesondere Jahresuhr, aufgesetzt. Durch die Selbsthaftung
-3er Schicht 38 bleibt die Baueinheit 12 in ihrer Anordnung auf der Sockelplatte
fixiert und gehaltert.
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Die Anordnung der Baueinheit 12 an einer mechanischen- Jahresuhr ist
in Fig. 3 dargestellt. Die Fig. 5 zeigt zunächst schematisch den Aufbau dieser Jahresuhr.
Durch das vom nicht dargestellten Federhaus über das nicht dargestellte Gehwerk
angetriebene Gangrad 41 wird über die Eingang und Ausgangspal.etten 42, 43 des Ankers
44 und über den Ankerstift 45 die Pendelfedergabel 46 der Pendel feder 48 beaufschl
agt.
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Die Pendel feder 48 ist mit dem Pendelfederoberteil 49 am Uhrwerk
gehaltert. Der Pendelkörper 50 ist mit seinem Hakenteil 51 an dem Pendelfederunterteil
52, und zwar an dessen Stift 53 eingehängt. Bei einem jeden Hin- und ergang des
Pendelkörpers 50 wird über die Pendelfedergabel 46 der Ankerstift 45 mit dem Anker
44 verschwenkt und dadurch das Gangrad 41 jeweils um einen halben Teilschritt freigegeben.
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Durch die Bewegungen des Ankerrades 41 wird über die Eingangs-und
Ausgangspaletten 42, 43 und den Ankerstift 45 der Pendelfeder 48 mittels der Pendelfedergabel
46 ein Antriebsmoment übermittelt, so däß das Torsionspendel 40 in seinen Schwingungsbewegungen
unterhalten werden kann.
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Der Pendelkörper 50 besteht zunächst aus dem Pendelbolzen 55 mit dem
oberen Pendelkreuz 56 und dem unteren Pendelkreuz 57.
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An diesen sind die 4 Kugelträger 58 verschwenkbar gelagert.
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Hierzu sind die Kugelträger 58 an ihren oberen Enden mit Schlitzen
59 im oberen Pendelkreuz 56 geführt. Dieses ist durch die Steilmutter 60 axial zum
Pendelbolzen 55 verstelbar.
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Dadurch wird ueber die Schlitze 59 eine unterschiedliche Spreizung
der in dem unteren Pendelkreuz 57 verschwenkbar gelagerten Kugelträger 58 erzielt,
womit eine Anderung des Trägheitsmomentes und damit der Schwingungszeit des Torsionspendels
40 erreichbar ist.
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Gemäß der Erfindung ist nun am Pendelkörper So,vorzugsweise an einem
der Kugelträger 58, und zwar zweckmäßig unterhalb der von diesem getragenen Kugel
61,ein Permanentmagnet 65 angebracht, der in vertikaler Richtung magnetisiert ist.
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Der Permanentmagnet 65 wird zweckmäßig ebenfalls mit einer selbsthaftenden
Klebeschicht versehen, um auf diese Weise eine möglichst einfache, schnelle und
auch preiswerte Montagemöglichkeit zu bieten.
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Auf der Sockelplatte 71 des Sockels 7o der mechanischen Jahresuhr
ist nun die Baueinheit 12 so aufgebracht, daß die Spule 6 bei einem jeden Hin- und
Hergang des Torsionspendels 40 von dem Permanentmagneten 65 überschwungen wird und
das Torsionspendel 40 hierbei eine elektro-dynamische Eeaufschlagung über den an
diesem angebrachten Permanentmagneten 65 einfährt, welche nach und nach das Torsionspendel
40 zu einer zur Impulsgabe synchronen Pendelschwingung veranlaßt. Vorteilhaft erfolgt
gemäß einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens die Anordnung der Baueinheit 12
zusammen mit der Spule 6 derart auf dem Sockel 70 der Jahresuhr, daß sich der Permanentmagnet
65 bei ruhendem, d.h. stillstehendem Torsionspendel 40 unmittelbar nahe oder über
der Spule 6 befindet, bei e'ner derartigen Anschlußfolge der Spulenenden bzw. Wahl
der Polfolge des Permanentmagneten, daß durch die der Spule vermittelten Stromimpulse
eine elektro-dynamische Anziehung auf den ;>ermancntmnetcn 65 ausgeübt wird.
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In der Darstellung nach Fig. 3 ist die Baueinheit 12 als im Vordergrund
auf dem Sockel 70 angebracht, dargestellt.
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Diese Anordnung wurde jedoch nur der besseren Anschaulichkeit wegen
gewählt. Nach Möglichkeit wird man statt dessen die Baueinheit 12 <uf der Sockelpiatte
71 derart wählen, daß die Baueinheit 12 iür den Betrachter nach Möglichkeit durch
den Pendelkörper 50 verdeckt ist und nicht störend wirkt. Auf Grund der erzielbare
geringen Abmessungen der Baueinheit 12, ist dies ohne Schwier'igkeiten möglich.
Durch eine vorgesehene Goldlackierung oder Goldbedampfung der Gehäuseteile (20,
21) der Baueinheit 12 wird diese auch äußerlich an die Sockelplatte angepaßt, so
daß sich die Baueinheit 12'ohne für das Auge störend zu wirken,der Uhr mit dem Torsionspendel,
insbesondere Jahresuhr, zuordnen läßt.
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Eine zweckmäßige gestalterische Weiterbildung der Anordnung nach derrfindung
besteht darin, die Leiterpiatte 15 und die Gehäuseteile 20, 21 der Baueinheit 12
in ihrer Form als Kreisringsegment auszugestalten und dieses unmittelbar unter dem
Torsionspendelkörper 50 um das Ende des Pendelbolzens 55 bzw. um die ihn in der
Regel umgebende, nicht dargestellte Justierbuchse herum anzuordnen.
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Das die Spule 6 tragende zungenförmige Ende 26 der Leiterpiatte 15
würde sich in diesem Falle snit der Spule G ridial nach außen in den Bereich der
Bewegungsbahn der Kugel 61 des Pendelkörpers 50 erstrecken, unterhalb einer derselben
- wie in Fig. 3 schon gezeigt - der Permanentmagnet 65 <ngebracht wäre.
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Der am Torsionspendel 40 anblillgl)are Permalientmngnet 65 wird zweckmäßig
aus einem Magnetwerkstoff mit hoher Noerzitivkraft hergesteAlt, damit auch bei einem
ungünstigen Längen Dickenverhältnis des Permanentmagneten 65 ein ausreichend starkes1Nutzfe]d
zur Verfügung steht. Zweckmäßig kommen hierfür Werkstoffe aiif der Basis der sogenannten
Erdalkalimetalle in Frage, wo 1 che u. a. unter den Handelsnamen Kocrox, Oxit etc.
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seit langem bekannt sind. Derartige Werkstoffe erlauben bekanntlich
eine vergleichsweise räumlich kurze Ausbildung des Permanentmagneten 65 im Verhältnis
zu dessen Nutzquerschnitt, so daß räumlich günstige Abmessungen für den Permanentmagneten
65 erzielbar sind.
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IJm eine einfache Nachrüstung von bereits vorhandenen Jahresuhren
mit der Anordnung zur Synchronisierung nach der Erfindung zu ermögliclien werden
zweckmäßig die Baueinheit 12 und der Permanentmagnet 65, sowie die die Stromquelle
lo bildende Knopfzelle 35 in eine gemeinsame, für die Versendung auf dem Postweg
vorteilhaft ausgestaltete Verpackungseinheit eingebracht, um einen einfachen Versand
der Anordnung zur Synchronisierung an Interessenten in aller Welt zu erleichtern.