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DE60314143T2 - Uhr mit einem mechanischen Uhrwerk, das mit einem elektronischen Regulator gekoppelt ist - Google Patents

Uhr mit einem mechanischen Uhrwerk, das mit einem elektronischen Regulator gekoppelt ist Download PDF

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Publication number
DE60314143T2
DE60314143T2 DE60314143T DE60314143T DE60314143T2 DE 60314143 T2 DE60314143 T2 DE 60314143T2 DE 60314143 T DE60314143 T DE 60314143T DE 60314143 T DE60314143 T DE 60314143T DE 60314143 T2 DE60314143 T2 DE 60314143T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
balance
coil
mechanical
movement
regulator
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60314143T
Other languages
English (en)
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DE60314143D1 (de
Inventor
Jean-Jacques Born
Pierre-Andre Farine
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Asulab AG
Original Assignee
Asulab AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Publication of DE60314143T2 publication Critical patent/DE60314143T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C3/00Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means
    • G04C3/04Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a balance
    • G04C3/06Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a balance using electromagnetic coupling between electric power source and balance
    • G04C3/065Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a balance using electromagnetic coupling between electric power source and balance the balance controlling gear-train by means of static switches, e.g. transistor circuits
    • G04C3/066Constructional details, e.g. disposition of coils
    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
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  • Electromechanical Clocks (AREA)
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zeitmessgerät mit einem mechanischen Gangwerk, das durch eine Feder angetrieben wird und mit einem mechanischen Regulator versehen ist, der über eine elektromagnetische Kopplung einem elektronischen Regulator zugeordnet ist, wobei:
    • – der mechanische Regulator eine Spiralfeder umfasst, die einer Unruh zugeordnet ist, die zwischen einer Platine und einem Kloben drehbar angebracht ist, wobei die Unruh einen Unruh-Ring besitzt, der mit wenigstens einem Paar Permanentmagneten versehen ist, deren Magnetisierungsrichtungen zur Achse der Unruh im Wesentlichen parallel, jedoch zueinander entgegengesetzt sind; und
    • – der elektronische Regulator wenigstens eine feste Spule, die so beschaffen ist, dass sie mit dem Magneten durch elektromagnetische Kopplung zusammenwirkt, einen Gleichrichter, der durch die Spule versorgt wird und mit wenigstens einem Kondensator versehen ist, und eine Regelungsschaltung, die mit einem Oszillator versehen und so beschaffen ist, dass sie die Frequenz des mechanischen Regulators über die elektromagnetische Kopplung auf die Oszillatorfrequenz regelt, umfasst.
  • Das Prinzip eines mechanischen Gangwerks, das durch eine Feder angetrieben und durch eine elektronische Schaltung reguliert wird, ist von J.-C. Berney in dem Patent CH 597 636 beschrieben worden. In einer Grundversion wird es betrieben, indem ein elektrischer Generator verwendet wird, dessen Rotor direkt mit dem Räderwerk des mechanischen Gangwerks in Eingriff ist, das sich folglich ständig dreht. Die Geschwindigkeit des Rotors wird durch eine durch die elektronische Schaltung regulierte elektromagnetische Bremsung auf die für die Stundenanzeige passende Umlauffrequenz stabilisiert, wobei die Schaltung diese Frequenz auf jene eines durch einen Quarzresonator gesteuerten Oszillators regelt. Weiterentwicklungen von so beschaffenen Zeitmessgeräten sind in den Patentanmeldungen EP 679 968 , EP 762 243 , EP 806 710 , EP 822 470 , EP 848 306 , EP 875 807 und EP 935 177 des Anmelders der vorliegenden Anmeldung beschrieben.
  • Dasselbe Prinzip ist Gegenstand der späteren Anmeldung DE 39 03 706 , die schematisch verschiedene Typen von elektrischen Generatoren, die in diesem Kontext einschließlich in Kombination mit einem schwingenden Pendel verwendbar sind, schildert.
  • 3 des oben zitierten Patents CH 597 636 zeigt schematisch eine Variante, die dem oben angeführten Oberbegriff entspricht, d. h., bei der das drehbare Teil des elektrischen Generators, der durch die Feder des Gangwerks angetrieben wird, durch die Unruh eines zeitmesstechnischen Resonators des Unruh-Spiralfeder-Typs gebildet ist. Anders gesagt ist der Rotor des Generators der Grundversion durch ein schwingendes Element, nämlich die Unruh, ersetzt. Diese trägt zwei nebeneinander liegende Magneten, die zueinander entgegengesetzte Polaritäten besitzen und sich im Zuge der Schwingung der Unruh an einer festen Induktionsspule vorbei bewegen. Jedoch wird in diesem Patent keinerlei Konstruktion eines solchen Generators mit Unruh vorgeschlagen; auch ist nach unserer Kenntnis eine solche bisher nicht realisiert worden. Ein besonderes Problem, das sich bei einem solchen Generator mit Unruh stellt, beruht auf der Konfiguration des magnetischen Kreises, der die Kopplung zwischen der festen Spule und den Magneten der Unruh gewährleistet, wenn die benachbarten metallischen Massen des mechanischen Gangwerks bedacht werden.
  • Ein ähnliches Problem tritt bei den elektrischen Uhren des Typs auf, bei dem die Pendelbewegung einer Unruh-Spiralfeder-Einheit nicht nur durch eine Antriebsfeder, sondern auch durch elektrische Impulse, die an wenigstens eine feste Spule angelegt werden, die gegenüber der Bahn der Magneten angeordnet ist, unterhalten wird, wie in den Patenten FR 1 473 362 und US 3 653 199 beschrieben ist. Um zu vermeiden, dass der geschlossene magnetische Kreis in die Platine oder andere metallische Elemente des mechanischen Gangwerks übertritt, umfasst die Unruh zwei parallele Räder, die beiderseits der festen Spule angeordnet sind. Die Magneten sind einander zugewandt an den zwei Rädern angeordnet. Nach dem Patent FR 1 473 362 ist jedes Rad aus einem magnetisch durchlässigen Material, beispielsweise aus Weicheisen, gefertigt, um den magnetischen Kreis hinter den zwei Magneten, die es trägt, zu schließen. Das Patent US 3 670 492 sieht eine andere Lösung vor, die darin besteht, wie bei den herkömmlichen Gangwerken Unruh-Räder aus Nichteisen-Metall zu verwenden und hinter dem Paar Magneten jedes Rades ein Joch aus magnetischem Metall hinzuzufügen.
  • Die Verwendung einer solchen Unruh mit zwei Rädern in einer Uhr des durch die vorliegende Erfindung betroffenen Typs wäre hauptsächlich deswegen, weil eine solche Unruh zu voluminös wäre und ein zu großes Trägheitsmoment besäße, sehr nachteilig.
  • Tatsächlich wird im Fail der vorliegenden Erfindung angestrebt, soweit wie möglich ein mechanisches Gangwerk üblicher Konstruktion zu verwenden und diesem einfach einen elektronischen Regulator hinzuzufügen, der mit der Unruh des mechanischen Regulators dank der Hinzufügung eines Paars Magneten zu der Unruh zusammenwirkt. Wegen der Hinzufügung der Magneten muss dazu als einziges Element in dem mechanischen Gangwerk die Unruh modifiziert werden. Die Schwingungseigenfrequenz der Unruh-Spiralfeder-Einheit nach der Modifikation muss dann etwas größer als jene der ursprünglichen sein, damit der elektronische Regulator sie durch kurze Bremsvorgänge der Unruh stabilisieren kann, jedoch muss die so stabilisierte Frequenz gleich der ursprünglichen Frequenz sein. Eine Aufgabe der Erfindung ist, die anderen Elemente des Mechanismus soweit wie möglich beizubehalten, um aus Gründen der Konstruktionskosten und der Rationalisierung der Beschaffung der Teile ein vorhandenes oder ähnliches mechanisches Gangwerk zu verwenden.
  • Wenn die herkömmliche Unruh eines mechanischen Gangwerks durch eine Unruh mit zwei Rädern gemäß den oben genannten Patenten ersetzt werden muss, erfordert die axiale Abmessung von dieser eine komplette Neudimensionierung des Gangwerks, das viel dicker würde.
  • Eine weitere Art der Kombination eines mechanischen Gangwerks mit einer Vorrichtung zur Regulierung auf elektromagnetischem Wege ist Gegenstand einer Gruppe von Patentanmeldungen der Seiko Instruments Inc., insbesondere der Anmeldungen EP 1 093 036 und EP 1 143 307 , und umfasst einen ringförmigen, mehrpoligen Magneten, der an der Unruh angebracht ist und mit einer oder mehreren festen Induktionsspulen zusammenwirkt. Diese sind durch Leiterdrähte an einen Schaltmechanismus angeschlossen, der sich an dem Kloben befindet und durch Kontakt mit der Spiralfeder in Abhängigkeit von der Schwingungsamplitude der Unruh arbeitet. Dieser Kontakt schließt die Spulen kurz, um die Unruh zu bremsen, wenn die Schwingungsamplitude einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Diese Spulen sind auf der Platine des Gangwerks gegenüber dem Unruh-Ring der Unruh angeordnet. In einer besonderen Konstruktion, die in der Anmeldung EP 1 143 307 beschrieben ist, sind sie auf einer gedruckten Leiterplatte zusammengefasst, um eine Einheit mit elektrischen Schaltungen zu bilden, die an einem dazu auf der Platine eingerichteten Ort installiert ist.
  • Da eine solche Anordnung nicht die Funktion besitzt, elektrische Energie zu erzeugen, sondern nur, der Unruh Energie zu entziehen, wird weder dem Wirkungsgrad der Energieumsetzung noch der Konfiguration des magnetischen Kreises große Bedeutung zugemessen. Das Vorhandensein der Platine und anderer Elemente des Gangwerks in der Nachbarschaft der Induktionsspulen ist bei dieser Anwendung nicht störend, wohingegen es dies sein kann, wenn es sich darum dreht, im Fall der vorliegenden Erfindung die Versorgung eines elektronischen Oszillators unter möglichst geringem Verbrauch der von der Feder gelieferten mechanischen Energie sicherzustellen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Folglich besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, ein Zeitmessgerät des im Oberbegriff angegebenen Typs herzustellen, indem der durch die Unruh und die Induktionsspule gebildete elektronische Regulator in der Weise ausgestaltet wird, dass ein mechanisches Gangwerk mit möglichst geringen Modifikationen verwendet werden kann und dabei eine wirksame elektromagnetische Kopplung zwischen dem festen Teil und dem beweglichen Teil des elektrischen Generators gewährleistet ist. Eine zusätzliche Aufgabe ist, den elektronischen Regulator mit Unruh derart zu gestalten, dass er mit einem Gangwerk mit automatischem Aufzug kombiniert werden kann, und dabei das Gangwerk möglichst wenig zu modifizieren. Eine weitere zusätzliche Aufgabe ist, den elektronischen Regulator in einer Form zu gestalten, die kompakt ist und wenn möglich seine Unterbringung in einem Gehäuse zulässt, die die gleiche Größe wie ein Gehäuse besitzt, das dazu vorgesehen ist, lediglich das mechanische Gangwerk aufzunehmen.
  • Dazu beruht ein Grundmerkmal eines Zeitmessgeräts gemäß der Erfindung darauf, dass die Spule im Wesentlichen neben der Spiralfeder auf Seiten des Klobens in Bezug auf den Unruh-Ring der Unruh angeordnet ist, wobei das Paar Magneten auf Seiten der Platine durch eine Shunt-Platte aus magnetischem Metall abgedeckt ist.
  • Mit anderen Worten, die Spule befindet sich auf der zur Platine entgegengesetzten Seite in Bezug auf die Unruh, vorzugsweise in der Nähe des Umfangs des mechanischen Gangwerks, d. h. in einem Bereich, der bei einem herkömmlichen Gangwerk im Allgemeinen frei ist. Somit ist es nicht erforderlich, den magnetischen Kreis durch ein magnetisches Joch auf Seiten der Spule, die der Unruh gegenüberliegt, zu schließen. Hingegen ist auf Seiten der Platine der magnetische Kreis hinter den Magneten durch eine Platte aus magnetischem Metall geschlossen, weshalb es eine sehr geringe Streuung des Feldes zu den Bereichen gibt, wo Teile aus Stahl wie etwa Schrauben der Platine zugeordnet sein müssen.
  • Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der oben angeführten Position der Spule ist, dass sie sich im Wesentlichen auf gleicher Höhe wie die Spiralfeder befindet. Anders gesagt erstrecken sich die Spiralfeder und die Spule im Wesentlichen in einer zur Achse der Unruh senkrechten gemeinsamen Ebene. Dies bedeutet, dass der Raumbedarf der Spule in der Höhe, d. h. parallel zur Achse der Unruh, nichts zur Gesamtdicke des mechanischen Gangwerks hinzufügt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der elektronische Regulator eine Leiterplatte, die wenigstens den Gleichrichter, einen Quarzresonator und die Regelungsschaltung und vorzugsweise außerdem die Spule trägt. Somit ist der elektronische Regulator ein autonomes und von dem mechanischen Gangwerk vollständig getrenntes konstruktives Modul, das sich bis auf die Spule gänzlich außerhalb des mechanischen Gangwerks befinden kann. Dieses Modul kann beispielsweise an einem Werkgestellkreis, der das mechanische Gangwerk umgibt, befestigt sein. Dies lässt nach dem Einbau des mechanischen Gangwerks eine einfache Montage des elektronischen Moduls in ein Uhrengehäuse zu.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden weiter unten in der genauen Beschreibung von zwei Ausführungsformen, die unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand von nicht einschränkenden Beispielen gegeben wird, deutlich.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt die Anordnung eines mechanischen Gangwerks, das einem elektronischen Regulatormodul in einer Uhr gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung zugeordnet ist, in einer ersten Ausführungsform, wobei das Ganze von der zur Platine des mechanischen Gangwerks entgegengesetzten Seite aus gesehen wird.
  • 2 zeigt die Unruh des mechanischen Gangwerks näher.
  • 3 zeigt das elektronische Regulatormodul näher.
  • 4 ist eine schematische Vertikalschnittansicht einer Uhr mit automatischem Aufzug, die die in 1 gezeigten Elemente umfasst.
  • 5 ist eine Unteransicht, die die Schwingmasse der Uhr von 4 zeigt.
  • 6 ist ein Funktionsschema der Uhr von 4.
  • 7 zeigt Steuerungsdiagramme von bestimmten Signalen, die in 6 erwähnt sind.
  • 8 ist eine zu 1 ähnliche Ansicht, die eine zweite Ausführungsform zeigt.
  • 9 ist eine schematische Vertikalschnittansicht einer Uhr mit automatischem Aufzug, die die in 8 gezeigten Elemente umfasst.
  • 10 ist eine Unteransicht, die die Schwingmasse der Uhr von 8 zeigt.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Es wird zuerst Bezug auf die 1 bis 5 genommen, die schematisch die Hauptelemente einer Armbanduhr gemäß der Erfindung in einer ersten Ausführungsform zeigen. Die Uhr umfasst ein mechanisches Gangwerk 10 mit automatischem Aufzug eines üblichen Typs wie etwa das Kaliber Eta 2824 und einen elektronischen Regulator, der in Form einer elektronischen Moduls 11 ausgeführt ist, das eine Spule 12 aufweist, die durch elektromagnetische Kopplung mit der Unruh 13 des mechanischen Gangwerks 10 zusammenwirkt, wobei diese Unruh das einzige Teil ist, das gegenüber dem ursprünglichen Gangwerk modifiziert worden ist.
  • Da das Gangwerk 10 an sich bekannt ist, sind in der Zeichnung nur einige seiner Komponenten, insbesondere ein Federhaus 14, das über ein Räderwerk 16, das ein zentrales Sekundenrad 17 umfasst, von dem der Antrieb der Zeiger 18 der Uhr abgeleitet wird, ein Hemmungsrad 15 antreibt. Die Hemmung umfasst einen Anker 19, der dem mechanischen Regulator 20, der die Unruh 13 und eine Spiralfeder 21 umfasst, Impulse gibt, wobei der Regulator zwischen der Platine 22 des Gangwerks 10 und einem an der Platine befestigten Kloben 23 drehbar angebracht ist. In 1 ist der Kloben 23 transparent gezeigt, um die Zeichnung deutlicher zu machen. Wie gewöhnlich befindet sich die Platine 22 (4) des Gangwerks 10 in dem Gehäuse der Uhr auf Seiten des Zifferblatts 24 und ist durch Flansche an einem Werkgestellkreis 26, der das Gangwerk 10 umgibt und der seinerseits innerhalb des Gehäusemittelteils 27 des Uhrengehäuses angebracht ist, befestigt. Somit befinden sich der Kloben 23 und die anderen Brücken des Gangwerks 10 sowie die Schwingmasse 28 des automatischen Aufzugs auf Seiten des abnehmbaren Bodens 29 des Uhrengehäuses. Die Oberseite des Gehäuses ist durch ein Glas 30 gebildet, das entweder direkt oder über eine Lünette an dem Gehäusemittelteil 27 angebracht ist.
  • Das Gangwerk 10 ist so konzipiert, dass es mit einer üblichen Schwingungsfrequenz des Regulators 20 arbeitet, wobei die üblichen Frequenzen im Allgemeinen zwischen 2,5 Hz und 5 Hz liegen und vorzugsweise gleich 3 Hz oder 4 Hz betragen. In den hier beschriebenen Beispielen beträgt die theoretische Schwingungsfrequenz des Regulators 20 4 Hz.
  • 2 zeigt die Unruh 13 von Seiten des Klobens 23 gesehen näher. Die Unruh besitzt eine Achse 32, deren Enden in von der Platine 22 und dem Kloben 23 getragenen Achslagern angebracht sind, und ein Planrad mit einem Unruh-Ring 34, der mit zwei vergrößerten Teilen 35 und 36 versehen ist, wovon jedes auf eine diametrale Achse 37 des Unruh-Rades zentriert ist. Das Teil 35 trägt zwei Magneten 38 und 39, während das Teil 36 ein Ausgleichsgewicht bildet, derart, dass sich der Schwerpunkt der Unruh in der Mitte ihrer Achse 32 befindet. Jeder der Magneten 38 und 39 ist aus einem kleinen zylindrischen, magnetischen Plättchen parallel zur Achse 32 der Unruh gebildet, wobei jedoch die Polarität des einen Magneten zu jener des anderen entgegengesetzt ist, um Feldlinien zu erzeugen, die durch die zwei Magneten gehen. Die Magneten sind auf der zur Platine 22 entgegengesetzten Seite beispielsweise durch Kleben an dem Teil 35 des Unruh-Rings befestigt. Der Unruh-Ring 34 der Unruh ist aus einem magnetischen Metall wie etwa Eisen-Nickel gefertigt, so dass sein Teil 35 einen magnetischen Shunt bildet, der den Kreis des von den Magneten 38 und 39 erzeugten Magnetfeldes auf Seiten der Platine 22 schließt.
  • Im Vergleich zur Unruh des ursprünglichen Gangwerks kann die Unruh 13 annähernd die gleichen Außenabmessungen und die gleich Masse besitzen. Beispielsweise kann die Dicke des Unruh-Rings 34 0,15 mm betragen und jene der Magneten 0,25 mm, so dass die Gesamtdicke von 0,4 mm gleich jener des Unruh-Rings der Unruh des ursprünglichen Gangwerks ist. Der mechanische Regulator 20 ist so beschaffen, dass er eine Schwingungseigenfrequenz besitzt, die über den gesamten Nutzbereich der Spannung der Feder 54 etwas höher (beispielsweise um 1%) als die theoretische Frequenz von 4 Hz ist, damit die Stabilisierung seiner wirklichen Frequenz durch die Regelungsschaltung durch lediglich kleine Bremsimpulse erfolgen kann. Dazu besteht eine einfache Lösung darin, eine Spiralfeder zu verwenden, die zu jener des ursprünglichen Gangwerks gleich ist, und der Unruh ein etwas kleineres Trägheitsmoment zu verleihen. Die Voreilung bzw. der Vorschub des mechanischen Regulators kann auch in herkömmlicher Weise mittels des Rückers reguliert werden.
  • Vorzugsweise ist der mechanische Regulator 20 in der Weise angebracht, dass sich in seiner neutralen Position, wo die Spiralfeder 21 in Ruhe ist, die diametrale Achse 37 und somit das Paar Magneten 38 und 39 gegenüber der Spule 12 befinden. Im Betrieb schwingt die Unruh 13 um diese neutrale Position, wie durch die Pfeile A und B in 2 angegeben ist. Da die Momentangeschwindigkeit der Unruh dann maximal ist, wenn sie durch ihre neutrale Position geht, wird die in der Spule induzierte Effektivspannung maximiert, wenn sich das Paar Magneten zu jenem Zeitpunkt an der Spule vorbei bewegt. Die Schwingungsamplitude von etwa ± 270 Grad bei einem herkömmlichen Gangwerk, wenn die Feder des Federhauses vollständig gespannt ist, kann hier wegen des Energieverbrauchs des elektrischen Generators um einiges kleiner sein, beispielsweise etwa ± 180 Grad.
  • Um eine höhere Ausgangsspannung zu erhalten, können zwei oder mehr in Reihe geschaltete feste Spulen 12 vorgesehen sein, die mit einer entsprechenden Anzahl von Magnetpaaren auf der Unruh 13 zusammenwirken.
  • 3 zeigt das äußere Aussehen des elektronischen Moduls 11, dessen Schaltungen weiter unten mit Bezug auf 6 beschrieben werden. Seine Komponenten sind durch eine gedruckte Leiterplatte bzw. Schaltungskarte 41 unterstützt, die die Grundform eines Kreissegments, um sie an der unteren Fläche des Werkgestellkreises 26 anzusetzen, an dem sie mit Schrauben 42 befestigt ist, besitzt. Die in 3 gezeigten Komponenten umfassen die Spule 12, die an einem Teil 43 der Karte 41 angebracht ist, die zum Inneren der Uhr hin vergrößert ist, ein Paar Schottky-Dioden 44 und 45, ein Paar Kondensatoren 46 und 47, einen Quarzresonator 48 und eine integrierte Schaltung 49. Die Spule 12 ist an der oberen Fläche der Karte 41 angebracht, die sie in einer festen Position hält, die so gewählt ist, dass ein kleiner Luftspalt zwischen der Spule 12 und den Magneten 38 und 39, typischerweise in der Größenordnung von 0,2 mm, vorhanden ist, um eine ausreichend starke elektromagnetische Kopplung zu gewährleisten. In dem hier gezeigten Beispiel sind die anderen Elemente 44 bis 49 an der unteren Fläche der Karte 41 angebracht, so dass sie sich in einem Raum 50 zwischen dem Werkgestellkreis 26 und dem Boden 29 des Gehäuses befinden, der gewöhnlich frei ist. Jedoch könnten diese Elemente oder bestimmte unter ihnen unter der Bedingung, dass geeignete Aussparungen in dem Werkgestellkreis 26 vorgesehen sind, auch an der oberen Fläche der Karte 41 angeordnet sein.
  • In einer nicht gezeigten Variante könnte die Spule 12 an einer getrennten Abstützung anstelle direkt an der Karte 41 angebracht sein. Diese könnte dann durch eine elastische Folie ersetzt sein, die auf den Werkgestellkreis 26 geklebt sein könnte.
  • Wenn insbesondere die 1 bis 4 betrachtet werden, ist erkennbar, dass die Konfiguration des elektronischen Moduls 11 das Unterbringen dieses Moduls in dem Gehäuse der Uhr vollständig außerhalb des mechanischen Gangwerk 10 zulässt, mit Ausnahme der Spule 12, die sich gegenüber dem Unruh-Ring der Unruh 13 befinden muss. Jedoch belegt diese Spule einen Raum zwischen der Spiralfeder 21 und dem Umfang des Gangwerks, der bei den gewöhnlichen mechanischen Gangwerken im Allgemeinen frei ist. Bei bestimmten Typen von Gangwerken mit automatischem Aufzug kann es vorkommen, dass dieser Raum durch den dicken Umfangsteil der Schwingmasse 28 teilweise belegt ist. Wenn die vorliegende Erfindung mit einem solchen Gangwerk verwendet werden soll, reicht es aus, diesen Teil der Schwingmasse leicht zu modifizieren, derart, dass eine ausreichende Höhe für die Spule 12 freigelassen wird. Eine solche Modifikation ist einfach und hat unter der Voraussetzung, dass die Modifikation der Schwingmasse das Aufzugsmoment nicht verkleinert, keine Auswirkungen auf die anderen Komponenten. Das Gehäuse der Uhr kann zu jenem, das das ursprüngliche Gangwerk aufnimmt, gleich sein.
  • Nun wird die Funktionsweise der Uhr, die in den 1 bis 5 veranschaulicht worden ist, beschrieben, wobei speziell auf die 6 bis 7 Bezug genommen wird. In 6 wird das mechanische Gangwerk 10 durch die Feder 54 des Federgehäuses angetrieben, wobei die Feder die Quelle mechanischer Energie ist, die die Unruh 13 über das Räderwerk 16 und die Hemmung 55 antreibt, wobei das Räderwerk auch die Zeiger 18 antreibt. Es ist außerdem das Paar Magneten 38 und 39 der Unruh 13 und die Spule 12, die zusammen mit der Unruh einen elektrischen Generator 56 bildet, zu erkennen.
  • Die oben beschriebenen Schaltungen bzw. Schaltkreise des elektronischen Moduls 11 sind in 6 gezeigt und umfassen die Spule 12, einen Gleichrichter 58 und eine Regelungsschaltung 60, die in der in 3 gezeigten integrierten Schaltung ausgeführt ist. Der Gleichrichter 58 umfasst die zwei Schottky-Dioden 44 und 45 und die zwei Kondensatoren 46 und 47, die vorzugsweise vom keramischen Typ sind. Die Eingänge des Gleichrichters sind mit den Klemmen der Spule 12 verbunden, wobei seine Ausgänge V+, V0 und V– dank der von dem Generator 56 erzeugten und in den zwei Kondensatoren gespeicherten elektrischen Energie die Versorgung der Regelungsschaltung 60 sicherstellen. Ein minimaler Wert von 0,6 V der gleichgerichteten Spannungen V+ und V–, der der minimal zulässigen Amplitude der Schwingung der Unruh 13 entspricht, reicht aus, um die integrierte Schaltung 49 zu betreiben, insbesondere dann, wenn diese in SOI-Technologie ausgeführt ist.
  • Das Steuerungsdiagramm (a) von 7 zeigt den Verlauf der Spannung Ug, die durch drei Wechsel bzw. Halbperioden der Unruh 13 an den Klemmen der Spule 12 induziert wird, wobei jede Halbperiode ein Vorbeibewegen bzw. einen Durchgang des Paars Magneten 38 und 39 an der Spule umfasst. Der erste Durchgang bei der Bewegung der Unruh in einer ersten Richtung erzeugt nacheinander drei Haupt-Halbperioden bzw. -Halbwellen der Spannung Ug, nämlich eine negative Halbwelle A1, eine positive Halbwelle A2 und eine negative Halbwelle A3, worauf die Spannung, während die Bewegung der Unruh endet und die Richtung wechselt, im Wesentlichen null bleibt. Die Unterbrechung der Spannung für eine kurze Dauer tf entspricht einer Bremsung, die weiter unten beschrieben wird. Der Durchgang der Magneten bei der Rückkehr der Unruh erzeugt drei weitere Haupt-Halbwellen der Spannung Ug, nämlich eine positive Halbwelle A4, eine negative Halbwelle A5 und eine positive Halbwelle A6, worauf die Spannung bis zum nächsten Durchgang in der ersten Richtung, wo die Spannung Ug ihren Zyklus mit einer Periode T, die der wirklichen Schwingungsperiode der Unruh entspricht, erneut beginnt, im Wesentlichen null bleibt.
  • Die Regelungsschaltung 60 umfasst einen mit Osc bezeichneten Oszillator, der durch den Quarzresonator 48 gesteuert wird, um eine Zeitbasis zu bilden. Die Schaltung 60 ist so beschaffen, dass sie gemäß dem in den oben erwähnten Patenten EP 679 968 und EP 806 710 beschriebenen Prinzip die Schwingungs frequenz der Unruh 13 auf eine mit FR bezeichnete Frequenz, die von dem Oszillator Osc hergeleitet wird, regelt, indem kurze Bremsvorgänge der Unruh durch Kurzschließen der Spule 12 über einen elektronischen Stromunterbrecher wie etwa einen Transistor 62 ausgeführt werden. In Anbetracht dessen, dass die in 6 gezeigte Regelungsschaltung 60 jener, die in dem Patent EP 806 710 (das dem Patent US 5 740 131 entspricht) beschrieben ist, auf das der Leser für nähere Einzelheiten verwiesen werden soll, praktisch vergleichbar ist, wird diese hier in vereinfachter Weise beschrieben, jedoch werden die aus der vorliegenden Erfindung resultierenden Unterschiede im Einzelnen erläutert.
  • Der Oszillator Osc liefert das Signal FO, das beispielsweise eine Frequenz von 32768 Hz besitzt, an eine Teilerschaltung Div, deren Ausgang ein Signal mit der Bezugsfrequenz FR = 4 Hz an den negativen Eingang einer Komparatorschaltung Cmp liefert, während ein weiterer Ausgang ein Signal mit der Zwischenfrequenz F1 von beispielsweise 4096 Hz als Taktsignal an ein Zeitrelais Tmr liefert. Ein Ausgang des Zeitrelais Tmr liefert, wenn es erforderlich ist, einen Bremsimpuls IF mit der Dauer tf, der den Transistor 62 durchschaltet, um die Spule 12 kurzzuschließen. Während dieser Dauer fällt die Spannung Ug auf einen Wert nahe bei null ab, wie in dem Steuerungsdiagramm (a) von 7 zu erkennen ist.
  • Die Spannung Ug an den Klemmen der Spule 12 wird an Mittel zum Messen ihrer Frequenz, die einen mit Trig bezeichneten Schmitt-Trigger und eine Sperrschaltung Inh umfassen, geliefert. Wie aus den Steuerungsdiagrammen (a) und (b) von 7 ersichtlich ist, stellt die Kippstufe Trig der Sperrschaltung ein Erfassungssignal IM bereit, das jedes Mal, wenn der Absolutwert der Spannung Ug soweit ansteigt, dass er den oberen Spannungsschwellenwert Uth oder den unteren Spannungsschwellenwert Utb der Kippstufe über- bzw. unterschreitet, das Vorzeichen wechselt. Die Funktion der Sperrschaltung Inh ist, für jede Periode der Schwingung der Unruh 13 und folglich für jeden zweiten Durchgang des Paars Magneten 38 und 39 an der Spule 12 vorbei, einen Messimpuls In an den positiven Eingang der Komparatorschaltung Cmp und an das Zeitrelais zu liefern. Die in dem Steuerungsdiagramm (c) von 7 gezeigten Messimpulse IN besitzen somit theoretisch eine Frequenz f von 4 Hz und eine Periode T von 250 ms, jedoch kann auch in Betracht gezogen werden, bei jedem Durchgang der Magneten an der Spule vorbei einen Messimpuls IN zu liefern, womit sich eine theoretische Frequenz von 8 Hz ergibt.
  • In dem vorliegenden Beispiel ist gewählt worden, die Bremsung eventuell im Verlauf der größten Halbwelle A2 der Spannung Ug auszuführen und nicht im Verlauf der ersten Halbwelle A1, weil diese kürzer ist. Folglich ist die Sperrschaltung Inh so beschaffen, dass sie nicht den ersten Zustandwechsel des Signals IM zu dem in 7 angegebenen Zeitpunkt t11, sondern nur den zweiten zum Zeitpunkt t2 berücksichtigt, um den Messimpuls IN zu liefern. Andernfalls käme auch in Betracht, die Bremsung während der ersten Halbwelle A1l auszuführen.
  • Die Komparatorschaltung Cmp hat die Funktion, durch ihr Ausgangssignal AV anzugeben, wenn die Schwingung der Unruh 13 in Bezug auf jene des Oszillators Osc voreilt. Dieser Komparator kann beispielsweise ein Vorwärts-Rückwärts-Zähler oder ein reversibler Zähler sein, der die Differenz zwischen der Anzahl der an seinem positiven Eingang empfangenen Messimpulse IN und der Anzahl der mit der Frequenz FR an seinem negativen Eingang empfangenen Bezugsimpulse aufsummiert. Das Zeitrelais Tmr empfängt das Signal AV und liefert, wenn dieses angibt, dass die Unruh voreilt, ein kurzes Bremssignal IF, das den Transistor 62 vorübergehend durchschaltet, was die Unruh bremst, wie oben erläutert worden ist. Der Beginn des Bremssignals IF ist vorzugsweise in Bezug auf das Auftreten des Messimpulses etwas verzögert, wie in 7 sichtbar ist, wobei die Dauer tf des Bremssignals IF in der Weise vorgegeben ist, dass die Bremsung in einem Anfangsabschnitt der größten Halbwelle A2 der Spannung Ug, jedoch nicht während der Dauer, wo die Spannung am höchsten ist, erfolgt, da gerade zu diesem Zeitpunkt der elektrische Generator 56 die meiste Energie an die Kondensatoren 46 und 47 liefern kann. Zum Zeitpunkt, zu dem das Zeitrelais Tmr das Bremssignal IF liefert, beginnt es der Schaltung Inh ein Sperrsignal SI bereitzustellen, das die Funktion hat, das Senden eines weiteren Messimpulses IN vor der nächsten Schwingungsperiode der Unruh zu verhindern. Wie aus dem Steuerungsdiagramm (d) von 7 hervorgeht, ist die Dauer ti des Sperrsignals SI etwas kürzer als die Periode T und beträgt beispielsweise 80% von T.
  • Das Steuerungsdiagramm von 7 entspricht dem Fall, in dem eine einzige Bremsung mit der Dauer tf ausreicht, um den Zwischenzählwert in dem Komparator Cmp auf null zurückzustellen, derart, dass im Verlauf der nächsten Halbwelle A2 der Spannung keine erneute Bremsung erfolgt. Im gegenteiligen Fall wird in jeder aufeinander folgenden Periode eine Bremsung ausgeführt, bis die Anzahl von Perioden der Unruh 13 gleich jener des elektronischen Oszillators Osc ist.
  • Die oben beschriebene spezielle Struktur der Regelungsschaltung 60 und die Funktionen ihrer verschiedenen Komponenten sind für die Ausführung der vorliegenden Erfindung nicht kritisch, da sie unterschiedlich ausgeführt sein können. An ihnen könnten darüber hinaus jene Weiterentwicklungen, die in den oben zitierten Patenten desselben Anmelders vorgesehen sind, vorgenommen werden. Insbesondere lässt sich die in dem Patent EP 875 807 beschriebene Weiterentwicklung in Kombination mit der vorliegenden Erfindung vorteilhaft anwenden. Es handelt sich darum, elektrische Antriebsimpulse an einen elektromechanischen Wandler anzulegen, der durch den elektrischen Generator 56 gebildet ist, um eine Schwingungsamplitude der Unruh aufrechtzuerhalten, die ausreicht, damit die Hemmung 55 gut arbeitet, wenn das von der Feder 54 gelieferte Moment unter einen Grenzwert abfällt, und zwar bis die Feder beispielsweise durch den automatischen Aufzug wieder gespannt ist. Es ist dann zweckmäßig, eine Batterie hinzuzufügen, die elektrische Energie liefern kann, die dazu dient, vorübergehend dem Mangel an mechanischer Energie abzuhelfen.
  • Die 8 bis 10 sind zu den 1, 4 und 5 ähnliche Ansichten und zeigen eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Uhr, wovon nur die Unterschiede zu dem oben beschriebenen Beispiel beschrieben werden, wobei für die entsprechenden Elemente wieder dieselben Bezugszeichen verwendet werden. In diesem Fall ist das mechanische Gangwerk 10 ohne Verwendung eines Werkgestellkreises durch Flansche 25 direkt an dem Gehäusemittelteil 27 des Uhrengehäuses befestigt. Das elektronische Modul 11 ist dann durch Schrauben und nicht gezeigte Füße, durch die diese Schrauben verlaufen und die zwischen die Platine 22 und die gedruckte Leiterplatte 41 des Moduls 11 gesetzt sind, an der Platine 22 des Gangwerks 10 befestigt. Der verbreiterte Teil 43 dieser Karte, deren Oberseite die Spule 12 trägt, ist kleiner als in dem vorhergehenden Beispiel, weil sich die Spule 12 auch über den bogenförmigen Teil der Karte erstreckt. Die Komponenten 44 bis 49 des Moduls sind in diesem Fall an der unteren Seite der Karte 41 angebracht, um nicht mit den Elementen des Gangwerks in Konflikt zu geraten. Um ihnen genug Platz zu verschaffen, ist der Durchmesser der Schwingmasse 28 des automatischen Aufzugs einfach verkleinert worden, wobei zur Kompensation die Dicke des Umfangteils 51 dieser Masse vergrößert worden ist. Die Funktionsweise ist die gleiche wie bei der ersten Ausführungsform.
  • In diesem zweiten Beispiel bestehen die einzigen Modifikationen, die an dem mechanischen Gangwerk 10 vorzunehmen sind, darin, die Unruh und die Schwingmasse des automatischen Aufzugs zu wechseln und in der Platine Gewindelöcher für die Aufnahme der Schrauben 42 anzubringen. Das Gehäuse der Uhr kann zu jenem, das das ursprüngliche mechanische Gangwerk aufnimmt, gleich sein.
  • Obwohl sich die hier beschriebenen Beispiele auf eine Armanduhr mit automatischem Aufzug beziehen, sind die Anwendungen der vorliegenden Erfindung nicht auf diesen Gegenstand begrenzt, sondern erstrecken sich auf jeden Typ von Zeitmessgerät mit einem mechanischen Gangwerk, das mit einem Unruh-Spiralfeder-Regulator versehen ist.

Claims (9)

  1. Zeitmessgerät mit einem mechanischen Gangwerk (10), das durch eine Feder (54) angetrieben wird und mit einem mechanischen Regulator (20) versehen ist, der über eine elektromagnetische Kopplung einem elektronischen Regulator zugeordnet ist, wobei: der mechanische Regulator eine Spiralfeder (21) aufweist, die einer Unruh (13) zugeordnet ist, die zwischen einer Platine (22) und einem Kloben (23) drehbar montiert ist, wobei die Unruh einen Unruh-Ring besitzt, der mit wenigstens einem Paar Permanentmagneten (38, 39) versehen ist, deren Magnetisierungsrichtungen zur Achse der Unruh im Wesentlichen parallel, jedoch zueinander entgegengesetzt sind; der elektronische Regulator wenigstens eine feste Spule (12), die so beschaffen ist, dass sie mit den Magneten durch elektromagnetische Kopplung zusammenwirkt, einen Gleichrichter (58), der durch die Spule versorgt wird und mit wenigstens einem Kondensator versehen ist, und eine Regelungsschaltung (60), die mit einem Oszillator versehen und so beschaffen ist, dass sie die Frequenz des mechanischen Regulators über die elektromagnetische Kopplung auf die Oszillatorfrequenz regelt, umfasst, wobei das Zeitmessgerät dadurch gekennzeichnet ist, dass die Spule (12) im Wesentlichen neben der Spiralfeder (21) auf Seiten des Klobens (23) in Bezug auf den Unruh-Ring (34) der Unruh angeordnet ist, wobei das Paar Magneten (38, 39) durch eine Nebenschlussplatte aus einem magnetischen Metall auf Seiten der Platine abgedeckt ist.
  2. Zeitmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unruh-Ring (34) der Unruh (13) aus einem magnetischen Metall hergestellt ist und einen erweiterten Teil (35) aufweist, der das Paar Magneten (38, 39) trägt und die Nebenschlussplatte bildet.
  3. Zeitmessgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronische Regulator eine gedruckte Leiterplatte (41) aufweist, die wenigstens den Gleichrichter (58), einen Quarzresonator (48) und die Regelungsschaltung (60) trägt und sich auf einer Ebene zwischen dem Unruh-Ring und dem Kloben befindet.
  4. Zeitmessgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gedruckte Leiterplatte (41) außerdem die Spule (12) trägt.
  5. Zeitmessgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die gedruckte Leiterplatte (41), gegebenenfalls bis auf ihren die Spule tragenden Teil (43), außerhalb des mechanischen Gangwerks (10) befindet.
  6. Zeitmessgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gedruckte Leiterplatte (41), gegebenenfalls bis auf ihren die Spule tragenden Teil (43), die Form eines Kreissegments hat.
  7. Zeitmessgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gedruckte Leiterplatte (41) an einem Gestellkreis (26) befestigt ist, der das mechanische Gangwerk (10) umgibt.
  8. Zeitmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Gangwerk (10) ein Gangwerk mit automatischem Aufzug ist, das eine Schwingmasse (28) aufweist, die so angeordnet ist, dass sie sich um eine Mittelachse des Gangwerks dreht, und dass sich die Spule (12) wenigstens teilweise zwischen dem Unruh-Ring (34) der Unruh und der Bahn eines Umfangsteils der Schwingmasse (28) erstreckt.
  9. Zeitmessgerät nach den Ansprüchen 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Quarzresonator (48) auf der gedruckten Leiterplatte (41) auf der der Platine gegenüberliegenden Seite angeordnet ist und sich im Wesentlichen auf derselben Höhe wie der Umfangsteil der Schwingmasse (28) befindet.
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