[go: up one dir, main page]

DE3110585C2 - Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren - Google Patents

Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren

Info

Publication number
DE3110585C2
DE3110585C2 DE19813110585 DE3110585A DE3110585C2 DE 3110585 C2 DE3110585 C2 DE 3110585C2 DE 19813110585 DE19813110585 DE 19813110585 DE 3110585 A DE3110585 A DE 3110585A DE 3110585 C2 DE3110585 C2 DE 3110585C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
dye
pattern
thickener
sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19813110585
Other languages
English (en)
Other versions
DE3110585A1 (de
Inventor
Yasuzi Tokio/Tokyo Masaki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19813110585 priority Critical patent/DE3110585C2/de
Publication of DE3110585A1 publication Critical patent/DE3110585A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3110585C2 publication Critical patent/DE3110585C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/16Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like
    • B44C1/165Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like for decalcomanias; sheet material therefor
    • B44C1/17Dry transfer
    • B44C1/1712Decalcomanias applied under heat and pressure, e.g. provided with a heat activable adhesive
    • B44C1/1716Decalcomanias provided with a particular decorative layer, e.g. specially adapted to allow the formation of a metallic or dyestuff layer on a substrate unsuitable for direct deposition
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/003Transfer printing
    • D06P5/004Transfer printing using subliming dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/12Decorating textiles by transferring a chemical agent or a metallic or non-metallic material in particulate or other form, from a solid temporary carrier to the textile
    • D06Q1/14Decorating textiles by transferring a chemical agent or a metallic or non-metallic material in particulate or other form, from a solid temporary carrier to the textile by transferring fibres, or adhesives for fibres, to the textile

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)

Abstract

Flockenübertragungsblatt mit einem Grundbogen, einer auf den Grundbogen aufgebrachten Musterschicht, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff als Hauptbestandteil enthält, einer auf die Musterschicht aufgebrachten Verdickungsmittelschicht, einer auf die Verdickungsmittelschicht elektrostatisch aufgebrachten Stapelschicht aus Kurzfasern und einer auf der Stapelschicht ausgebildeten Schmelzkleberschicht. Die Verdickungsmittelschicht weist eine Vielzahl von gasdurchlässigen Mikroporen auf, die ein Eindringen und Durchdringen des sublimierten oder verdampften Farbstoffs ermöglichen, während die Verdickungsmittelschicht als solche ungefärbt bleibt. Dieses Flockenübertragungsblatt kann in einem Flockenübertragungs-Druckverfahren dazu verwendet werden, das durch die Stapelschicht gebildete Muster thermisch auf einen unbedruckten Stoff zu übertragen, z.B. auf Gewebe oder Gewirke.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Flockenübertragungsblatt zum Übertragen einer Stapelschicht aus gefärbten Kurzfasern in Form eines ein- oder mehrfarbigen Musters auf ein unbedrucktes Material, z. B. ein Textilgewebe oder ein anderes Substrat, auf das das Muster übertragen werden soll, und ein Flockenübertragungs-Druckverfahren, bei dem dieses Flockenübertragungsblatt verwendet wird.
  • Es sind bereits Flockenübertragungs-Druckverfahren bekannt, bei denen man zunächst auf einem Textilgewebe durch Beflocken mit Kurzfasern eine Stapelschicht erzeugt, die erhaltene Stapelschicht mit einer Druckfarbe, die ein Pigment oder eine harzgebundene Pigmentfarbe für den Textildruck enthält, unter Ausbildung eines Musters direkt bedruckt und hierauf das Pigment mit einem Bindemittel auf den Kurzfasern der Stapelschicht fixiert. Nach diesem bekannten Verfahren bedruckte und mit Pigmenten gefärbte Substrate haben jedoch den Nachteil, daß sie beim Reiben und Scheuern wenig farbbeständig sind, daß sie in den bedruckten Bereichen einen steifen Griff haben und daß der Farbdruck keinen Glanz und keine Tiefe aufweist.
  • Um den Griff der bedruckten Bereiche sowie den Glanz und die Tiefe des Farbdrucks zu verbessern, ist bereits vorgeschlagen worden, die vorher auf das unbedruckte Textilgewebe aufgeflockte Stapelschicht aus Kurzfasern unter Verwendung eines Farbstoffs zu färben. Welche Farbstoffe jedoch auch immer bei der Durchführung dieses Verfahrens eingesetzt werden, ist es nötig, das bedruckte Gut in zusätzlichen Dämpf- und Spülstufen nachzubehandeln, so daß zur Vermeidung von Umweltproblemen kostspielige Abwasseraufbereitungsanlagen erforderlich sind.
  • In der JP-AS 35/619/78 ist ein anderes Verfahren beschrieben, bei dem man einen Bogen aus Release-Papier mit Kurzfasern unter Ausbildung einer Stapelschicht aus Kurzfasern beflockt, auf den beflockten Bogen unter Verwendung einer Druckfarbe, die ein Pigment enthält, ein Muster aufdruckt, das erhaltene, mit dem Pigment gefärbte Flockenübertragungsblatt in engen Kontakt mit einem Textilgewebe bringt, um die Stapelschicht auf das Textilgewebe zu übertragen, und hierauf das Release-Papierblatt von der Stapelschicht abzieht, um ein flockenbedrucktes Substrat zu bilden. In diesem bekannten Verfahren bildet jedoch die Oberseite der Stapelschicht aus Kurzfasern, die mit dem Release- Papierblatt in Berührung war, die Oberseite des fertigen Druckerzeugnisses. Es ist daher erforderlich, daß die das Pigment enthaltende Druckfarbe die Stapelschicht bis zur Oberfläche des Release-Papierbogens durchdringt, um ein gleichmäßig gefärbtes Muster zu erhalten. Läßt man jedoch die Druckfarbe bis zur Oberfläche des Release-Papierbogens dringen, so werden die das Muster bildenden Farbbilder unvermeidlich dicker und undeutlicher, so daß feine oder Halbtonmuster nicht genau reproduziert werden können und das bedruckte Gewebe einen steifen Griff hat.
  • Ein weiteres Sublimationsübertragungs- bzw. Dampfphasen-Druckverfahren (Transfer-Druckverfahren) ist in der FR-PS 12 23 330 beschrieben, die allgemein auf den Sublimationsdruck eingeht. Eine Ausführungsform dieses bekannten Verfahrens besteht darin, durch Beflocken eines Textilgewebes in dem gewünschten Muster mit Kurzfasern ein eine Stapelschicht aufweisendes Blatt herzustellen und ein getrenntes Übertragungsblatt in demselben Muster unter Verwendung einer Druckfarbe, die einen in der Wärme sublimierbaren oder Verdampfbaren Farbstoff enthält, herzustellen. Das Übertragungsblatt wird auf das beflockte Blatt gelegt, wobei das Druckmuster des ersteren genau in Deckung mit dem Umriß des beflockten Bereichs des Textilgewebes gebracht wird, worauf man unter Druckanwendung erhitzt, so daß der in der Druckfarbe enthaltene Farbstoff sublimiert oder verdampft. Hierdurch wird die Stapelschicht gefärbt, so daß das Druckmuster unter Ausbildung eines Flockendruckmusters auf das beflockte Textilgewebe übertragen wird. Obwohl das nach diesem Verfahren bedruckte Gut eine leuchtendere Farbe und einen weicheren Griff als die nach den vorangehend beschriebenen bekannten Verfahren, in denen Pigmente verwendet werden, erhaltenen Produkte aufweist, kann es in der thermischen Übertragungsstufe aufgrund der unterschiedlichen Wärmeschrumpfung vom Übertragungsblatt bzw. beflocktem Textilgewebe, auf das das Druckmuster übertragen werden soll, zu einer Hofbildung und zu Schleierbildern kommen.
  • In der JP-AS 36 058/78 ist ein Flockenübertragungs-Druckverfahren zur Herstellung von bedrucktem Gut beschrieben, das einen ausgezeichenten Griff aufweist und mit einem mehrfarbigen Muster oder einem glänzenden Farbbild bedruckt ist. In diesem Verfahren werden Kurzfasern auf einen Release-Papierbogen aufgeflockt, um ein mit einer Stapelschicht aus Kurzfasern beflocktes Blatt herzustellen. Getrennt davon wird ein Übertragungsmuster auf ein anderes Papierblatt unter Verwendung einer Druckfarbe gedruckt, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff enthält, worauf man auf die freiliegende Oberfläche des von der Druckfarbe gebildeten Übertragungsmusters einen Schmelzkleber aufbringt. Anschließend wird die Stapelschicht des beflockten Bogens von dem Release-Papier abgezogen und auf den Übertragungsbogen gelegt, so daß eine Oberfläche der Stapelschciht über den Schmelzkleber auf dem auf dem Übertragungsbogen befindlichen Druckmuster zu liegen kommt. Auf die andere Oberfläche der Stapelschicht wird ein Kleber aufgetragen, auf den dann ein Textilgewebe aufgelegt wird. Anschließend erwärmt man den gesamten Schichtstoff unter Druck, um das Druckmuster auf die Stapelschicht zu übertragen und gleichzeitig die Stapelschicht mit Hilfe des Klebers mit dem Textilgewebe zu verbinden. Schließlich wird das als Grundbogen des Übertragungsblattes verwendete Papierblatt abgezogen und man erhält das fertige flockenbedruckte Material. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß recht lange erhitzt werden muß, damit der Farbstoff in der Heizstufe in den Schmelzkleber eindringt und durch diesen hindurch bis zu den Kurzfasern dringt. Ein weiterer entscheidender Nachteil besteht darin, daß das als Schmelzkleber verwendete Harz an der Oberfläche der Kurzfasern haften bleibt, wodurch der für Flockentextilien typische angenehme Griff verlorengeht und das erhaltene Produkt im Aussehen und Griff Vliesstoffen ähnelt. Ferner ist in jenen Fällen, in denen mehrere Stapelschichten auf ein Textilgewebe übertragen und damit verbunden werden, eine komplizierte und zeitraubende Verfahrensführung notwendig, um eine präzise Anordnung der von den mehreren Stapelschichten gebildeten Muster zu erzielen und übermäßigen Ausschuß zu vermeiden.
  • Ziel der Erfindung ist es, ein Material und ein Verfahren für den Flockenübertragungsdruck bereitzustellen, das bedrucktes Gut mit einer gefärbten Stapelschicht aus Kurzfasern ergibt, welches einen verbesserten Griff und eine leuchtendere und tiefere Färbung aufweist, verbesserte Lichtechtheit, Reib- und Scheuerbeständigkeit, Waschfestigkeit und Beständigkeit beim chemischen Reinigen hat und ausgezeichnet haltbar ist. Ferner soll ein aus einer Stapelschicht von Kurzfasern bestehendes Muster leicht an der gewünschten Stelle auf ein unbedrucktes Substrat übertragen und fixiert werden können, ohne daß aufwendige Nachbehandlungen, einschließlich Dämpfen und Spülen, erforderlich sind, die Umweltprobleme verursachen könnten, ohne daß komplizierte Layout- oder Justiermaßnahmen notwendig sind, und ohne daß in der thermischen Übertragungsstufe eine unerwünschte Halo- oder Schleierbildung auftritt. Schließlich soll es möglich sein, mehrfarbige Muster auf einfache und wirksame Weise zu erhalten und feinste Muster präzise und leicht zu reproduzieren.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher einmal ein Flockenübertragungsblatt, das dadurch erhältlich und gekennzeichnet ist, daß man
    • a) eine Musterschicht, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff und ein Bindemittel als Hauptbestandteil enthält, auf einen wärmebeständigen Grundbogen aufbringt, der im wesentlichen nicht mit diesem Farbstoff färbbar ist,
    • b) eine gasdurchlässige Verdickungsmittelschicht, die im wesentlichen nicht mit dem Farbstoff färbbar ist und die ein wasserlösliches Hochpolymer als Hauptbestandteil enthält, zumindest auf der Musterschicht ausbildet,
    • c) Kurzfasern, die mit dem Farbstoff färbbar sind, elektrostatisch auf die noch feuchte Verdickungsmittelschicht unter Ausbildung einer Stapelschicht aufbringt,
    • d) mit dem in der Musterschicht enthaltenen Farbstoff durch Sublimation oder Verdampfung die Kurzfasern der Stapelschicht färbt und
    • e) auf die gefärbte Stapelschicht eine Schmelzkleberschicht aufbringt.

  • Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Flockenübertragungs- Druckverfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
    • a) eine Musterschicht, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff und ein Bindemittel als Hauptbestandteile enthält, auf einen wärmebeständigen Grundbogen aufbringt, der im wesentlichen nicht mit dem Farbstoff färbbar ist;
    • b) eine gasdurchlässige Verdickungsmittelschicht, die im wesentlichen nicht mit dem Farbstoff färbbar ist und die ein wasserlösliches Hochpolymer als Hauptbestandteil enthält, zumindest auf der Musterschicht ausbildet;
    • c) Kurzfasern, die mit dem Farbstoff färbbar sind, auf die noch feuchte Verdickungsmittelschicht unter Ausbildung einer Stapelschicht aufbringt;
    • d) mit dem in der Musterschicht enthaltenen Farbstoff durch Sublimation oder Verdampfung die Kurzfasern der Stapelschicht färbt;
    • e) auf die gefärbte Stapelschicht eine Schmelzkleberschicht aufbringt;
    • f) die Schmelzkleberschicht auf ein Substrat, auf das das Muster übertragen werden soll, auflegt und durch Erhitzen die gefärbte Stapelschicht über die Klebstoffschicht mit dem Substrat verbindet; und
    • g) den Grundbogen an der Grenzfläche zwischen Stapelschicht und Verdickungsmittelschicht von der Stapelschicht abzieht.

  • In der Zeichnung zeigt
  • Fig. 1 einen schematischen Schnitt, der die erste Stufe des Verfahrens zur Herstellung des erfindungsgemäßen Flockenübertragungsblatts erläutert;
  • Fig. 2a bis 2d schematische Schnitte, die die Stufen zur Herstellung des erfindungsgemäßen Flockenübertragungsblatts erläutern;
  • Fig. 3a bis 3d schematische Schnitte ähnlich denen von Fig. 2a bis 2d, die eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flockenübertragungsblatts zeigen;
  • Fig. 4a und 4b schematische Schnitte, die die Übertragung des in den Stufen der Fig. 2a bis 2d erhaltenen Musters oder Bildes von dem Flockenübertragungsblatt auf einen Stoff zeigen;
  • Fig. 5a und 5b schematische Schnitte, die die Übertragung des in den Stufen von Fig. 3a bis 3d erhaltenen Musters oder Bildes von dem Flockenübertragungsblatt auf einen Stoff erläutern.
  • In Fig. 1 wird das gewünschte Muster auf einem Grundbogen 1 unter Verwendung mindestens eines in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoffes unter Ausbildung einer Musterschicht 2 gezeichnet oder gedruckt. Die als Grundbögen verwendeten Materialien sollen wärmebeständig sein und eine geringere Affinität gegenüber dem in der Musterschicht 2 als Hauptbestandteil enthaltenen, in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff aufweisen. Bei Verwendung eines Grundbogens aus einem Material, das wenig wärmebeständig ist und der Hitze in den Heizstufen nicht standhält, wird kein zufriedenstellendes Flockenübertragungsblatt erhalten. Besteht der Grundbogen andererseits aus einem Material mit nennenswerter Affinität gegenüber dem verwendeten Farbstoff, so kann der Grundbogen 1 seinerseits durch den Farbstoff gefärbt werden. Dies hat den Nachteil, daß die Kurzfasern ungleichmäßig gefärbt werden, wodurch ein verschwommenes Aussehen oder eine geringere Farbstärke entstehen. Vorzugsweise hat der Grundbogen glatte Oberflächen, eine gleichmäßige Dicke und gute Bedruckbarkeit. Vorzugsweise ist der Grundbogen 1 auch ausreichend fest und dick, um die nacheinander aufgeschichteten Schichten zu tragen. Das Grundgewicht des Grundbogens 1 beträgt daher vorzugsweise 50 bis 200 g/m², insbesondere 100 bis 150 g/m². Bei Grundgewichten von weniger als 50 g/m² ist die Festigkeit zu gering, um dem Gesamtgewicht des laminierten Bogens standzuhalten. Überschreitet das Grundgewicht andererseits 200 g/m², so ist der Wärmedurchtritt in der Heizstufe gehemmt, so daß es schwierig ist, den Farbstoff zu sublimieren oder zu verdampfen und die Färbung zu bewirken. Das Material für den Grundbogen ist nicht besonders beschränkt, solange es die vorstehend genannten Bedingungen erfüllt. Bevorzugt sind holzfreies Papier und Papierlaminate aus einer Papierschicht und einer Aluminiumfolie oder Zellglasschicht.
  • Die in der Musterschicht 2 als Hauptbestandteil enthaltenen, in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoffe können unter den Dispersionsfarbstoffen ausgewählt werden, die gewöhnlich für den Wärmeübertragungsdruck eingesetzt werden; d. h. siehe "American Dyestuff Reporter", Bd. 64, Nr. 2, S. 46 (1975).
  • Beispielsweise eignen sich die folgenden Farbstoffe zur Herstellung des erfindungsgemäßen Flockenübertragungsblattes. Gelbe Farbstoffe: &udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz7&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Yellow 54 °=c:90&udf54;H&udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz8&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Yellow 60 Rote Farbstoffe: &udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz8&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Red 60 °=c:60&udf54;H&udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz5&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Red 1 Blaue Farbstoffe: &udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz8&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Blue 19 °=c:90&udf54;H&udf53;vu10&udf54;H&udf53;vz8&udf54; &udf53;vu10&udf54;C.I. Disperse Blue 24
  • Die Musterschicht 2 enthält neben dem in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff ein Bindemittel als Hauptbestandteil. Geeignete Bindemittel sind z. B. Äthylcellulose, Leinölfirnisse, Kolophonium-modifizierte Phenolharzlacke, wasserlösliche Acrylharze und Hydroxyäthylcellulose. Die Dicke der Musterschicht 2 kann 1 bis 50 µm, vorzugsweise 3 bis 30 µm, betragen. Wenn die Dicke der Schicht 2 weniger als 1 µm beträgt, kann die Farbkraft des flockenübertragenen Bildes zu schwach sein, während bei einer Dicke von mehr als 50 µm die Gefahr besteht, daß schwache feine Linien verdickt werden und das Muster aufgrund der Anwesenheit von überschüssiger Farbe verschwommen wird.
  • Die Musterschicht 2 kann auf den Grundbogen 1 z. B. unter Verwendung einer Druckfarbe, die durch gleichmäßiges und feines Dispergieren eines Farbstoffs in einem Farbträger hergestellt wurde, nach beliebigen bekannten Druckverfahren aufgebracht oder aufgedruckt werden, z. B. durch Siebdruck, Flexographiedruck, Gravurdruck, Offset-Lithographiedruck oder Buchdruck. Der Siebdruck eignet sich zur Herstellung von Druckgut mit hoher Farbkraft oder zur Herstellung kleinerer Serien. Der Gravurdruck eignet sich zur Herstellung von Mustern mit feiner Gradation und zur Herstellung großer Serien. Der Offset-Lithographiedruck hat gegenüber dem Gravurdruck den Vorteil, daß er ein fein gradiertes Muster mit geringeren Kosten liefert. Der Buchdruck kann erfindungsgemäß zur Herstellung von ein- oder mehrfarbigem Druckgut unter Verwendung eines Zink-Linienblocks, eines Kupfer-Halbtonblocks, eines Photopolymerblocks oder einer Gummiplatte angewandt werden.
  • Nach dem Aufbringen der Musterschicht 2 auf den Grundbogen 1 beschichtet man die Musterschicht 2 mit einer Verdickungsmittelschicht 3, so daß die Schicht 2 wie in Fig. 2a mit der Schicht 3 bedeckt ist. Die Verdickungsmittelschicht 3 kann über die gesamte Fläche des Grundbogens 1, einschließlich der Musterschicht 2, aufgebracht werden, wie dies in Fig. 3a gezeigt ist.
  • Die Verdickungsmittelschicht 3 enthält ein wasserlösliches Hochpolymer als Hauptbestandteil. Dieses wasserlösliche Hochpolymer bildet beim Trocknen einen Film mit einer Vielzahl von Mikroporen und wird dadurch gasdurchlässig und ermöglicht das Eindringen und Durchtreten des Farbstoffs, während der getrocknete Film als solcher ungefärbt bleibt. Um die Anzahl der Mikroporen weiter zu erhöhen, verwendet man vorzugsweise eine Öl-in-Wasser-Emulsion, die durch gleichmäßiges und feines Dispergieren eines organischen Lösungsmittels in einer wäßrigen Lösung des wasserlöslichen Hochpolymers hergestellt wurde. Beispiele für verwendbare organische Lösungsmittel sind Kohlenwasserstoffe, wie Lackbenzin, Xylol, Toluol und Äthylbenzol. Ein poröses Material mit äußerst geringerer Affinität gegenüber dem Farbstoff kann in dem Verdickungsmittel enthalten sein, wodurch die Anzahl der Mikroporen weiter erhöht wird, so daß der Farbstoff leichter durch die Schicht 3 tritt.
  • Ein weiteres wichtiges Merkmal der Verdickungsmittelschicht 3 besteht darin, daß ihre Haftfestigkeit auf der Stapelschicht 4 beim Erwärmen abnimmt, so daß die Stapelschicht 4 nach der anschließenden Übertragungsstufe leicht entfernt werden kann. Beispiele für wasserlösliche Hochpolymere, die als Hauptbestandteil der Verdickungsmittelschicht 3 verwendet werden können, sind Cellulosederivate, wie Hydroxyäthylcellulose, Carboxymethylcellulose und Methylcellulose, behandelter Naturkautschuk, z. B. Maypro-, Indalca- und Britischer Gummi, behandelte Stärken, wie Solvitose, synthetische Hochpolymere, z. B. wasserlösliche Acrylharze und Polyvinylalkohol, sowie natürliche Substanzen, wie Natriumalginat. Besonders bevorzugt sind Hydroxyäthylcellulose und wasserlösliche Acrylharze. Beispiele für poröse Materialien sind Calciumcarbonat, Siliciumdioxid und Aluminiumoxid. Der Mischungsanteil des porösen Materials beträgt 1 bis 5, vorzgusweise 2 bis 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Verdickungsmittels, einschließlich des Gewichts an zugemischtem porösem Material. Ein Befeuchtungsmittel oder Weichmacher kann dem Verdickungsmittel zugesetzt werden, um dieses weicher zu machen. Für diesen Zweck bevorzugte Materialien sind Glykole, wie Diäthylenglykol, Triäthylenglykol und Dipropylenglykol, sowie Glycerin.
  • Die Verdickungsmittelschicht 3 kann einfach durch Siebdruck aufgebracht werden, und die Menge der Schicht 3 beträgt 10 bis 90 g/m², vorzugsweise 20 bis 60 g/m², im feuchten Zustand, was einem Feststoffgehalt von 3 bis 27 g/m², vorzugsweise 6 bis 18 g/m², entspricht. Bei Mengen unter dieser Untergrenze kann es vorkommen, daß die Stapelschicht 4 nur schlecht hält. Andererseits kann bei Mengen über der Obergrenze das Eindringen des Farbstoffs gehemmt werden.
  • Wie in den Fig. 2b und 3b gezeigt, werden auf die aufgebrachte Verdickungsmittelschicht 3 Kurzfasern elektrostatisch aufgeflockt, um die Stapelschicht 4 auszubilden. In der Ausführungsform von Fig. 2b bedeckt die Stapelschicht 4 nur die Musterschicht 2, da auch die Verdickungsmittelschicht 3 nur die Musterschicht 2 bedeckt. Dagegen bedeckt die Stapelschicht 4 in der Ausführungsform von Fig. 3b die gesamte Oberfläche des Grundbogens 1, da auch die Verdickungsmittelschicht 3 die gesamte Oberfläche des Grundbogens 1 bedeckt. Die elektrostatische Beflockung erfolgt, solange die Verdickungsmittelschicht 3 noch feucht ist. Die die Stapelschicht 4 bildenden Kurzfasern sollen mit dem genannten Farbstoff durch Dampfphasenfärbung färbbar sein. Bevorzugte Kurzfasern bestehen aus Polyestern, Nylon-6,6, Cellulosetriacetat und Acrylfasern. Im Hinblick auf die Farbstärke und die Farbechtheit sind Kurzfasern aus Polyestern besonders bevorzugt. Die Länge der Kurzfasern liegt vorzugsweise im Bereich von 0,3 bis 2,0 mm, insbesondere 0,5 bis 1,5 mm, und ihre Feinheit beträgt vorzugsweise 1,0 bis 5,0 Denier, insbesondere 1,25 bis 3,0 Denier. Bei einer Länge der Kurzfasern von weniger als 0,3 mm besteht die Gefahr, daß das bedruckte Gut den Griff des Flockgewebes verliert. Beträgt die Länge andererseits mehr als 2,0 mm, so besteht die Gefahr, daß das erhaltene Produkt nicht für Bekleidungszwecke geeignet ist. Bei einer Feinheit von weniger als 1,0 Denier sind die Kurzfasern zu dünn, um miteinander versponnen zu werden. Andererseits beeinträchtigen gröbere Fasern mit einer Feinheit von mehr als 5,0 Denier den Griff.
  • Vorzugsweise erfolgt die elektrostatische Beflockung durch Anlegen eines elektrischen Potentials von 30 000 bis 35 000 Volt zwischen Elektrodenplatten mit einem Abstand von 60 bis 100 mm und Vibrieren des Blattes mit einem Vibrationszyklus von 50 bis 200 Zyklen/min. Vorzugsweise wird auch die auf den Grundbogen aufgebrachte Verdickungsmittelschicht nach Ausbildung der Stapelschicht 4 1 bis 3 Stunden, vorzugsweise 1,5 bis 2,0 Stunden, bei einer Temperatur von 40 bis 90°C, vorzugsweise 50 bis 80°C, langsam getrocknet.
  • Anschließend wird der in der Musterschicht 2 enthaltene Farbstoff durch Erhitzen sublimiert oder verdampft, damit der Farbstoff in die gasdurchlässigen Mikroporen der Verdickungsmittelschicht 3 eindringt und diese durchdringt sowie die Kurzfasern durch Dampfphasenfärbung färbt, während gleichzeitig die Haftfestigkeit zwischen der Verdickungsmittelschicht 3 und der Stapelschicht 4 verringert wird. Normalerweise erfolgt die Dampfphasenfärbung 15 bis 120 Sekunden bei Atmosphärendruck und Erhitzen auf 170 bis 205°C. Im allgemeinen führt man diese Wärmebehandlung unter minimalem Druck unter Verwendung einer Wärmeübertragungspresse durch, wie sie gewöhnlich beim Wärmeübertragungsdruck angewandt wird, um durch die Preßwirkung der Heizplatten die Kurzfasern nicht zu zerbrechen. Die für die Dampfphasenfärbung der Kurzfasern durchgeführte Sublimation oder Verdampfung kann unter vermindertem Druck erfolgen, wodurch ein Endprodukt mit weicherem Griff erhalten wird, als wenn das Erhitzen bei Atmosphärendruck erfolgt. Dies beruht darauf, daß das Färben in kürzerer Zeit bei niedrigerer Temperatur durchgeführt werden kann. Beispielsweise können die Kurzfasern 15 bis 90 Sekunden bei 170 bis 190°C und einem Unterdruck von 5 bis 30 Torr gefärbt werden. Die Musterschichten 2 a, aus denen die Farbstoffe sublimiert oder verdampft worden sind, und die gefärbten Stapelschichten 4 a sind in den Fig. 2c und 3c gezeigt.
  • Auf der durch Dampfphasenfärbung gefärbten Stapelschicht 4 a wird eine Schmelzkleberschicht 5 ausgebildet. Hierzu wird zunächst eine Klebstoffpaste, die eine Kunstharzemulsion oder einen Kautschuklatex enthält, auf die gefärbte Stapelschicht 4 a aufgetragen und damit in Deckung gebracht, worauf man solange die Klebstoffpaste noch feucht ist, einen Schmelzkleber aufstäubt oder aufträgt und dann die Schmelzkleberschicht 5 trocknet. Als Kunstharzemulsionen können z. B. Emulsionen von Polyacrylestern, Polyvinylacetat und Polyvinylchlorid verwendet werden, jedoch sind auch synthetische Kautschuklatices geeignet. Die Viskosität dieser Emulsionen oder Latices kann auf den gewünschten Wert eingestellt werden, indem man gegebenenfalls ein Vernetzungsmittel, z. B. ein wasserlösliches Melaminharz, zugibt, um eine Klebstoffpaste herzustellen, die auf die gefärbte Stapelschicht 4 a durch Siebdruck oder nach einem anderen geeigneten Verfahren aufgebracht werden kann.
  • Bevorzugte Beispiele für verwendbare Schmelzkleber sind Kunstharze, wie Polyäthylen, Polyamide, Äthylen- Vinylacetat-Copolymere, Polyvinylchlorid und Poylester. Polyamidharze sind besonders bevorzugt, da die damit erhaltenen bedruckten Produkte einen weichen Griff, ausgezeichnete Haftfestigkeit, Waschechtheit und Beständigkeit gegen chemische Reinigung haben.
  • Die Auftragmenge der Schmelzkleberschicht beträgt vorzugsweise 20 bis 100 g/m². insbesondere 40 bis 80 g/m². Bei Mengen von weniger als 20 g/m² wird die Haftfestigkeit beeinträchtigt. Verwendet man andererseits mehr als 100 g/m², so wird der Griff des bedruckten Gutes durch die Anwesenheit von überschüssigem Klebstoff beeinträchtigt. Nach den vorstehend beschriebenen Verfahren wird das erfindungsgemäße Flockenübertragungsblatt 10 hergestellt; vgl. Fig. 2d und 3d.
  • Die Fig. 4a und 5a zeigen die Übertragung der Stapelschichten 4 a der Flockenübertragungsblätter 10 auf die unbedruckten Substrate 6. Das Flockenübertragungsblatt 10 wird üblicherweise auf das unbedruckte Substrat 6 aufgelegt und 10 bis 40 Sekunden unter einem Druck von 10 bis 500 g/cm² auf 80 bis 170°C erhitzt. Wie in den Fig. 4b un d5b gezeigt, wird die gefärbte Stapelschicht 4 a in der letzten Stufe von der Verdickungsmittelschicht 3 abgezogen und ergibt dabei das fertige Druckgut 100. Unbedruckte Stoffe, die gewöhnlich als Substrate 6 verwendet werden können, sind z. B. Gewebe und Gewirke aus Baumwoll-, Hanf-, Leinen-, Woll-, Seiden-, Rayon-, Acetat-, Polyester-, Polyamid- und Polyacrylfasern sowie entsprechende Mischgarngewebe und Vliesstoffe, jedoch können auch Metalle, Hölzer, Leder, Gläser und Kunststoffe verwendet werden.
  • In den folgenden Beispielen beziehen sich Teile auf das Gewicht.
  • Beispiel 1
  • Ein Blatt aus holzfreiem Papier mit einem Grundgewicht von 120 g/m² wird als Grundpapierbogen verwendet, auf das mit einer Siebdruckmaschine unter Verwendung der folgenden Wasser- in-Öl Emulsion ein zweifarbiges Muster gedruckt wird. Das Muster wird zum Trocknen stehengelassen und man erhält eine Musterschicht mit einer mittleren Dicke von 20 µm. Farbzusammensetzung: &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz19&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Hierauf wird auf die Musterschicht durch Siebdruck das nachstehende Verdickungsmittel aufgebracht und in Deckung mit den Umrissen der Musterschicht gebracht, um eine Verdickungsmittelschicht mit einem Trockengewicht von 10 g/m² herzustellen. Zusammensetzung des Verdickungsmittels: @J&udf50;@4(Teile)&udf50;@1O/W-EmulsionverdÝnner Nr. 1*)@4Æ60&udf50;@13% w¿Årige Hydroxy¿thylcelluloselÐsung (HEC)@4Æ32&udf50;@1Silicagel@4ÆÆ3&udf50;@1Di¿thylenglykol@4&udf53;lu,4,,,,1&udf54;ÆÆ5&udf53;lu&udf54;&udf50;100&udf53;zl10&udf54;@0°Q:20&udf54;&udf53;sg8&udf54;*)@15 Teile nicht-ionischer Emulgator&udf50;(Gemisch aus Polyoxy¿thylenalkyl¿ther und Polyoxy¿thylenfetts¿ureester),&udf50;45 Teile 20% w¿Årige LÐsung eines wasserlÐslichen°eAcrylharzes,&udf50;50 Teile Terpentin.&udf53;zl10&udf54;@0&udf53;sg9&udf54;
  • Polyester-Kurzfasern mit einer Feinheit von 1,5 Denier und einer Länge von 0,5 mm werden elektrostatisch auf den mit der Musterschicht und der Verdickungsmittelschicht versehenen Grundbogen aufgeflockt, worauf man 1 Stunde bei 80°C trocknet. Hierbei bildet sich eine Stapelschicht mit planem Umriß, der mit der Musterschicht übereinstimmt.
  • Der erhaltene, mit Musterschicht, Verdickungsmittelschicht und Stapelschicht versehene Grundbogen wird in eine Wärmeübertragungs- Plattenpresse eingebracht und 60 Sekunden unter minimalem Druck bei 190°C gehalten, so daß die Stapelschicht durch die Heizplatten nur wenig zusammengepreßt wird. Hierbei verdampfen oder sublimieren die in der Musterschicht enthaltenen Farbstoffe und gelangen durch die Verdickungsmittelschicht zu der Stapelschicht, wo sie die Kurzfasern färben. Gleichzeitig nimmt die Haftfestigkeit der Verdickungsmittelschicht durch das Erhitzen ab.
  • Auf die gefärbte Stapelschicht wird eine Acrylharzemulsion der folgenden Zusammensetzung in einem mit dem Umriß der gefärbten Stapelschicht übereinstimmenden Muster durch Siebdruck aufgetragen. Emulsionszusammensetzung: @4(Teile)&udf50;@1Mit Ammoniak verdickte und reaktive&udf50;Acrylharzemulsion (40% Feststoffe)@4Æ96&udf50;@128% w¿Åriger Ammoniak@4ÆÆ1&udf50;@1wasserlÐsliches Melaminharz (Vernetzungsmittel)@4&udf53;lu,4,,,,1&udf54;ÆÆ3&udf53;lu&udf54;&udf50;100&udf53;zl10&udf54;@0
  • Ein Polyamidharzpulver (Schmelzbereich 110 bis 120°C; Teilchengröße 200 mesh) wird unter Verwendung einer elektrostatischen Beflockungsvorrichtung auf die auf die gefärbte Stapelschicht aufgebrachte Acrylharzemulsion aufgestäubt, solange diese noch nicht trocken ist. Hierauf trocknet man die Emulsionsschicht, wobei eine Schmelzkleberschicht mit einer Dicke von 62 g/m² auf der gefärbten Stapelschicht entsteht. Das erhaltene Flockenübertragungsblatt wird auf eine bestimmte Stelle eines T-Shirts aus Baumwollgewebe aufgelegt und 20 Sekunden einer Wärmebehandlung bei 160°C und einem Druck von 100 g/cm² unter Verwendung eines Eisens unterworfen. Durch Abziehen des Grundbogens von dem T-Shirt erhält man ein flockenbedrucktes T-Shirt, das ein Farbmuster aus leuchtendem und tiefem Gelb und Rosa aufweist.
  • Die Farbechtheiten des bedruckten T-Shirts sind in der folgenden Tabelle angegeben: °=c:100&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz9&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Beispiel 2
  • Ein Blatt aus holzfreiem Papier mit einem Grundgewicht von 110 g/m² wird als Grundpapierbogen verwendet, auf den mit einer Siebdruckmaschine unter Verwendung der nachstehenden Offset-Druckfarbe ein zweifarbiges Gradationsmuster gedruckt wird. Das Muster wird zum Trocknen stehengelassen, wobei eine Musterschicht mit einer mittleren Dicke von 4 µm entsteht. Farbzusammensetzung: &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz19&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Hierauf wird das folgende Verdickungsmittel durch Siebdruck auf die gesamte Oberfläche des Grundbogens aufgebracht, um eine Verdickungsmittelschicht mit einem Trockengewicht von 12 g/m² zu bilden. Zusammenseztung des Verdickungsmittels: @4(Teile)&udf50;@1O/W-EmulsionsverdÝnner Nr. 2*)@4Æ25&udf50;@15% w¿Årige LÐsung von Hydroxy¿thylcellulose (HEC)@4Æ70&udf50;@1Di¿thylenglykol@4&udf53;lu,4,,,,1&udf54;ÆÆ5&udf53;lu&udf54;&udf50;100&udf53;zl10&udf54;@0&udf53;sg8&udf54;*)@1Æ5 Teile nicht-ionischer Emulgator (wie in Beispiel 1),&udf50;Æ5 Teile Silicagel,&udf50;40 Teile 20% w¿Årige LÐsung eines wasserlÐslichen Acrylharzes,&udf50;50 Teile Terpentin.&udf53;zl10&udf54;@0&udf53;sg9&udf54;
  • Polyester-Kurzfasern mit einer Feinheit von 1,5 Denier und einer Länge von 0,8 mm werden elektrostatisch auf die gesamte Oberfläche des mit der Musterschicht und der Verdickungsmittelschicht versehenen Grundbogens aufgeflockt, und 1 Stunde bei 80°C getrocknet, um eine Stapelschicht über der gesamten Oberfläche dieses Grundbogens einschließlich der Musterschicht zu bilden. Die folgenden Maßnahmen entsprechen denen von Beispiel 1, jedoch wird zur Herstellung des Flockenübertragungsbogens ein Äthylen-Vinylacetat- Copolymer als Schmelzkleber verwendet. Der erhaltene Flockenübertragungsbogen weist leuchtende Farben auf und zeigt eine ausgezeichnete Reproduzierbarkeit des Gradationsmusters. Ähnlich wie in Beispiel 1 wird das Muster von dem erhaltenen Flockenübertragungsbogen auf ein Hemd übertragen, das aus einem Mischgarngewebe aus Polyester und Baumwolle besteht. Das bedruckte Hemd zeigt folgende Farbechtheiten:
    • Lichtechtheit: 4
      Waschechtheit: 4
      Echtheit bei chemischer Reinigung: 2
    Beispiel 3
  • Ein Bogen aus holzfreiem Papier mit einem Grundgewicht von 120 g/m² wird als Grundpapierbogen verwendet, auf den mit einer Buchdruckpresse unter Verwendung der Offset-Druckfarbe von Beispiel 2 ein zweifarbiges Linienmuster aufgedruckt wird, um eine Musterschicht mit einer mittleren Dicke von 8 µm zu bilden.
  • Hierauf werden gemäß Beispiel 1 auf der Musterschicht eine Verdickungsmittelschicht (Trockengewicht 15 g/m²) und eine Stapelschicht (Länge 1,2 mm; Feinheit 1,5 Denier) ausgebildet. Das erhaltene Laminat wird in eine Vakuum-Wärmeübertragungspresse eingebracht und 60 Sekunden bei 180°C unter einem Unterdruck von 10 Torr gehalten.
  • Bei der weiteren Verarbeitung gemäß Beispiel 1 wird ein Flockenübertragungsblatt erhalten, das ein klares Linienmuster aufweist. Unter Verwendung dieses Übertragungsblattes wird das Muster auf ein Hanfgewebe übertragen. Das bedruckte Gewebe weist folgende Farbechtheiten auf:
    • Lichtechtheit: 4
      Waschechtheit: 4
      Echtheit bei chemischer Reinigung: 4
    Beispiel 4
  • Auf ein Blatt aus holzfreiem Papier mit einem Grundgewicht von 100 g/m² werden mit einer Gravur-Rotationspresse unter Verwendung der nachstehenden Gravur-Druckfarbe drei farbphotographische Muster aufgedruckt, um eine Musterschicht mit einer mittleren Dicke von 12 µm zu bilden. Farbzusammensetzung: &udf53;vz20&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Gemäß Beispiel 1 werden dann auf die Musterschicht eine Verdickungsmittelschicht (Trockengewicht 18 g/m²) und eine Stapelschicht (Länge: 1,0 mm; Feinheit: 1,3 Denier) aufgebracht. Das erhaltene Laminat wird dann in eine Vakuum-Wärmeübertragungspresse eingebracht und 70 Sekunden bei 185°C und einem Unterdruck von 15 Torr gehalten.
  • Bei der weiteren Verarbeitung gemäß Beispiel 1 wird ein Flockenübertragungsblatt erhalten, das eine ausgezeichnete Reproduzierbarkeit des photographischen Musters zeigt. Unter Verwendung dieses Übertragungsblattes wird das Muster auf ein Rayon-Gewebe übertragen. Das bedruckte Gewebe weist folgende Farbechtheiten auf:
    • Lichtechtheit: 4-6
      Waschechtheit: 4
      Echtheit beim chemischen Reinigung: 4
    Beispiel 5
  • Auf ein Blatt aus Kraft-Papier mit einem Grundgewicht von 120 g/m² wird mit einer Flexographiepresse unter Verwendung der nachstehenden Flexographie-Druckfarbe ein zweifarbiges Linienmuster gedruckt, um eine Musterschicht mit einer mittleren Dicke von 10 µm zu bilden. Farbzusammensetzung: &udf53;vu10&udf54;&udf53;vz18&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Hierauf wird gemäß Beispiel 1 ein Flockenübertragungsblatt hergestellt, das ein klares Bildmuster aufweist. Dieses Muster wird ähnlich Beispiel 1 auf eine einfache Polyestergaze übertragen. Das bedruckte Material weist folgende Farbechtheiten auf:
    • Lichtechtheit: 4-6
      Waschechtheit: 4
      Echtheit beim chemischen Reinigen: 4
    Beispiel 6
  • Ein Flockenübertragungsblatt wird gemäß Beispiel 1 hergestellt, jedoch verwendet man zur Herstellung der Schmelzkleberschicht (28 g/m²) Hochdruck-Polyäthylen anstelle des Polyamidharzes. Das Muster wird von diesem Übertragungsblatt auf einen Trainingsanzug aus gewirktem Acrylgewebe übertragen. Die Übertragungsbedingungen und die Farbechtheiten des bedruckten Erzeugnisses sind wie folgt:
  • Übertragungsbedingungen:
    • Temperatur: 90°C
      Dauer: 12 sec
      Druck: 10 g/cm²
    Farbechtheit:
    • Lichtechtheit: 6
      Waschechtheit: 4
      Echtheit beim chemischen Reinigen: 2

Claims (5)

1. Flockenübertragungsblatt, dadurch gekennzeichnet, daß es erhältlich ist, indem man
a) eine Musterschicht, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff und ein Bindemittel als Hauptbestandteil enthält, auf einen wärmebeständigen Grundbogen aufbringt, der im wesentlichen nicht mit diesem Farbstoff färbbar ist,
b) eine gasdurchlässige Verdickungsmittelschicht, die im wesentlichen nicht mit dem Farbstoff färbbar ist und die ein wasserlösliches Hochpolymer als Hauptbestandteil enthält, zumindest auf der Musterschicht ausbildet,
c) Kurzfasern, die mit dem Farbstoff färbbar sind, elektrostatisch auf die noch feuchte Verdickungsmittelschicht unter Ausbildung einer Stapelschicht aufbringt,
d) mit dem in der Musterschicht enthaltenen Farbstoff durch Sublimation oder Verdampfung die Kurzfasern der Stapelschicht färbt und
e) auf die gefärbte Stapelschicht eine Schmelzkleberschicht aufbringt.

2. Flockenübertragungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickungsmittelschicht 1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Verdickungsmittelschicht, eines porösen Materials enthält, das mit dem Farbstoff nicht färbbar ist.
3. Flockenübertragungsblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, das poröse Material Calciumcarbonat, Siliciumdioxid oder Aluminiumoxid ist.
4. Flockenübertragungs-Druckverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) eine Musterschicht, die einen in der Wärme sublimierbaren oder verdampfbaren Farbstoff und ein Bindemittel als Hauptbestandteile enthält, auf einen wärmebeständigen Grundbogen aufbringt, der im wesentlichen nicht mit diesem Farbstoff färbbar ist,
b) eine gasdurchlässige Verdickungsmittelschicht, die im wesentlichen nicht mit dem Farbstoff färbbar ist und die ein wasserlösliches Hochpolymer als Hauptbestandteil enthält, zumindest auf der Musterschicht ausbildet,
c) Kurzfasern, die mit dem Farbstoff färbbar sind, elektrostatisch auf die noch feuchte Verdickungsmittelschicht unter Ausbildung einer Stapelschicht aufbringt,
d) mit dem in der Musterschicht enthaltenen Farbstoff durch Sublimation oder Verdampfung die Kurzfasern der Stapelschicht färbt,
e) auf die gefärbte Stapelschicht eine Schmelzkleberschicht aufbringt,
f) die Schmelzkleberschicht auf ein Substrat, auf das das Muster übertragen werden soll, auflegt und durch Erhitzen die gefärbte Stapelschicht über die Klebstoffschicht mit dem Substrat verbindet und
g) den Grundbogen von der Stapelschicht an der Grenzfläche zwischen Stapelschicht und Verdickungsmittelschicht abzieht.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der in Stufe c) erfolgten Bildung der Stapelschicht die Verdickungsmittelschicht 1 bis 3 Stunden bei 40 bis 90°C trocknet.
DE19813110585 1981-03-18 1981-03-18 Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren Expired DE3110585C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813110585 DE3110585C2 (de) 1981-03-18 1981-03-18 Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813110585 DE3110585C2 (de) 1981-03-18 1981-03-18 Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3110585A1 DE3110585A1 (de) 1982-09-30
DE3110585C2 true DE3110585C2 (de) 1987-02-05

Family

ID=6127651

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813110585 Expired DE3110585C2 (de) 1981-03-18 1981-03-18 Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3110585C2 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19942996B4 (de) * 1999-09-09 2006-03-16 Ntt New Textile Technologies Gmbh Verfahren zur Herstellung eines Unterbekleidungsstückes und damit hergestelltes Unterbekleidungsstück
FR3003023B1 (fr) * 2013-03-05 2015-04-03 Cappi Plaque eutectique avec revetement d'absorption de condensat

Also Published As

Publication number Publication date
DE3110585A1 (de) 1982-09-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US4314813A (en) Flock transfer sheet and flock transfer printing process
DE2732576C2 (de) Wärmeübertragungsdruckmuster und Verfahren zum Markieren und Bedrucken von Oberflächen
DE69125174T2 (de) Übertragung zur dekoration von oberflächen mit sehr beständigen bildern, insbesondere mit bildern, die lichtreflektierende und gefärbte bereiche in beliebiger kombination enthalten sowie ein verfahren zur herstellung
DE2554201A1 (de) Trockenabzug-sublimationsuebertraeger und verfahren zur bemusterung eines substrats mit dem trockenabzug-sublimationsuebertraeger
EP0492258A1 (de) Thermo-Release-Verbund und Verfahren zu dessen Herstellung
DE3110585C2 (de) Flockenübertragungsblatt und Flockenübertragungs-Druckverfahren
DE69607207T2 (de) Umdruckverfahren und apparat
DE2459457A1 (de) Farbstoffaufbereitungen fuer den transferdruck
DE69024882T2 (de) Bedrucken von Textilmaterialien
DE2847762A1 (de) Verfahren zum drucken oder faerben von harnstoff- oder melamin-formaldehydharzen
JPS6183092A (ja) ポリ塩化ビニルとカチオン染料からなる装飾カバー
DE10125681C1 (de) Verfahren zum Übertragen von auf Druckvorlagen befindlichen Abbildungen auf farbige Unterlagen sowie hierzu geeignetes Vorlagematerial
DE2645640A1 (de) Dekorationsmaterial und dessen verwendung
DE740024C (de) Verfahren zum Herstellen dauerhafter, insbesondere mehrfarbiger Landkarten
DE2508327C3 (de) Flexible Umdruckträger für das Bedrucken oder Farben durch trockene Übertragung und deren Verwendung
US1849996A (en) Transfer printing and transfer pattern therefor
DE2850808A1 (de) Schmelzuebertragungsdrucken
DE2654952A1 (de) Sublimationstransferdruckverfahren zum bedrucken oder faerben von teppichen
DE3009035A1 (de) Hilfstraeger zum trockenen waermedrucken, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zum einfaerben oder trockenen waermebedrucken von synthetischen oder natuerlichen materialien
DE2319830A1 (de) Druckverfahren und farbstoffpraeparate zu ihrer durchfuehrung
DE2614404A1 (de) Verfahren zum uebertragen eines musters
DE2530890C2 (de) Feste, durch Wärme und Druck auftragbare, schmelzbare und fixierbare Überzugsprodukte in Form von Übertragungsmassen
DE2049912A1 (de) Stochastisches Druckverfahren
EP1138525B1 (de) Phosphoreszierendes, bedruckbares Material
DE2325308C3 (de) Farbübertragungsmaterlal für das Sublimationsumdruckverfahren und Verfahren zum Bedrucken von Druckträgem

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: STREHL, P., DIPL.-ING. DIPL.-WIRTSCH.-ING. SCHUEBE

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee