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DE3110362A1 - Verfahren zur umwandlung der zusammensetzung von torf, tierfutter- und duengemittel - Google Patents

Verfahren zur umwandlung der zusammensetzung von torf, tierfutter- und duengemittel

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DE3110362A1
DE3110362A1 DE19813110362 DE3110362A DE3110362A1 DE 3110362 A1 DE3110362 A1 DE 3110362A1 DE 19813110362 DE19813110362 DE 19813110362 DE 3110362 A DE3110362 A DE 3110362A DE 3110362 A1 DE3110362 A1 DE 3110362A1
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peat
culture bed
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fertilizer
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Description

DR.-ING. GERALD KLDPSCH
P ATE NTA N WA LT
-3-
An Groß St Martin 6 D 5000 KDLN 1
} ?3B3 Ttilffl'iifnmi): Marspatont TeIoX-Nr.: 8SB2 33B
13.März 1981 Kl/hg
Keikichi ODAIRA.
VERFAHREN ZUR UMWANDLUNG DER ZUSAMMENSETZUNG VON TORF, TIERFUTTER- UND DÜNGEMITTEL
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf (Grastorf bzw. "grass peat") zur Verwendung als Haustier- bzw. Tierfuttermittel oder Düngemittel.
Torfschichten bzw. -ablagerungen werden verbreitet in den Marschregionen der kalten Zonen zwischen 4-0 ° und 60 ° nördlicher Breite gefunden. Es gibt verschiedene Torfarten wie Grastorf, Waldtorf und erdigen Torf. Der Torf enthält im allgemeinen große Mengen an Wasser und weist eine schlechte Qualität hinsichtlich der praktischen Anwendung auf. Gegenwärtig wird daher Torf wenig als Brennstoff verwendet und wird nur zur Verbesserung der Luftdurchdringbarkeit von Erdboden eingesetzt; er wird meistens als Material mit niedrigem -wirtschaftlichen Wert vernachlässigt.
Die vorliegende Erfindung basiert auf den vorstehenden Umständen und beabsichtigt die Bereitstellung eines Verfahrens zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf zur Verwendung als Tierfuttermittel oder Düngemittel.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf, um dessen Anwendungsbreite zu erweitern, sowie auch Torf als Medium für die Herstellung von Nahrungsmitteln zu verwenden.
Mit anderen Worten ist es ein Gegenstand der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf, das dadurch charakterisiert ist, daß etwa 10 bis 40 Gew.-% Getreide oder dessen Kleie mit Torf, auf der Basis seines Gewichts, vermischt werden, die Hyphen von eßbaren Pilzen bzw. Speisepilzen unter Verwendung dieses Gemischs
als Kulturbett kultiviert werden, die Fruchtkörper keimen bzw. sich entwickeln gelassen werden, worauf die J?ruchtkörper aus dem Kulturbett entfernt werden.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Umwandlung der Zusammensetzung von"Torf, das darin besteht, etwa10 bis 4-0 Gew.-% Getreide oder dessen Kleie mit Torf auf der Basis seines Gewichts zu vermischen, die Hyphen von Speisepilzen unter Verwendung des Gemische als Kulturbett zu kultivieren, die Fruchtkörper keimen bzw. sich entwickeln zu lassen und ein Fermentationsmittel zu dem Rückstand des Kulturbetts zu fügen, der nach Entnahme der leuchtkörper verbleibt, um den Rückstand zu fermentieren.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Bereitstellung eines Produkts, das aus der Umwandlung der Zusammensetzung von Torf nach dem vorstehend genannten Verfahren erhalten wird, als Haustier- bzw. Tierfuttermittel oder Düngemittel.
Im Rahmen der Erfindung wurde versucht, die Anwendungsmöglichkeit von Torf, der bisher als von geringem praktischem Nutzen angesehen wurde, zu verbreitern und es hat sich gezeigt, daß die Hauptkomponenten von Torf, wie das charakteristische faserartige Material, Chitin und Lignin, leicht durch Pilz-Hyphen zu einem gut fermentierbaren Material zersetzt werden. Im Rahmen der Erfindung hat sich gezeigt, daß dies ausgenutzt werden kann zur Herstellung eines ausgezeichneten Tierfutters oder Düngemittels sowie von Speisepilzen mit großem wirtschaftlichen Wert.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann praktisch sämtliche bekannten Arten von Torf verwenden, wie Moortorf, Moostorf und Waldtorf. Getreide, das mit dem Torf vermischbar ist, unterliegt keiner besonderen Einschränkung. Mit anderen Wortön ist es möglich, Reispulver, Reiskleie, Maispulver,
Maiskleie, Weizenpulver, Weizenkleie und andere Arten von Getreide einzusetzen. Dieses Getreide kann so wie es erhalten wird oder in der Form von Überresten bzw. Abfällen eingesetzt werden. Das Getreide sollte in günstiger Weise mit Torf in einer Menge von 10 bis 4-0 Gew.-% oder vorzugsweise 20 bis 50 Gew.-% vermischt werden.
Die Speisepilze, deren Hyphen kultiviert werden sollen, unterliegen keiner besonderen Einschränkung. Es ist möglich, Lentinus edodes, Tricholoma conglobatum, Trüffeln, Champignons usw. zu verwenden.
Der Rest des Eulturbetts, der nach der Kultur der Pilze verbleibt, kann zerkrümelt und als Tierfuttermittel in der zerkrümelten Form verwendet werden. Auch kann der Rest weiter fermentiert werden zur Anwendung als Düngemittel. In diesem Falle ist es bevorzugt, ein Fermentiermittel zur Beschleunigung des Fermentationsverfahrens zuzusetzen. Die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Fermentiermittel umfassen Tierexkremente, wie die von Küken bzw. Hühnern und Regenwürmern, Zersetzungs-Enzyme und andere Materialien, die diese Zersetzungs-Enzyme enthalten. Tierische Exkremente erfüllten den Zweck, wenn sie zu dem Rückstand des Kulturbetts in größerer Menge als 0,01 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Rückstands, zugesetzt werden.
Die Kultivierung der Hyphen und Fruchtkörper der Speisepilze und die Fermentation des Rückstands des Kultivierungsbetts sollten vorzugsweise bei Temperaturen durchgeführt werden, die für derartige Zwecke geeignet sind.
Das erfindungsgemäß verwendete Rohmaterial ist Torf, der über die Erdoberfläche in riesigen Mengen verteilt ist und bisher als im wesentlichen wertloses Material trotz leichter Ausbeutbarkeit vernachlässigt wurde. Darüber hinaus nutzt die Erfindung wirksam die vorstehende natürliche
Kultivierung und Zersetzung aus, wodurch die Herstellung von Tierfuttermittel und organischem Düngemittel in großen Mengen bei niedrigen Kosten unter stabilen Bedingungen ermöglicht wird und somit ein großer Beitrag zur Förderung der landwirtschaftlichen und sozialen Ökonomie geleistet wird.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Herstellung von Tierfuttermittel aus Torf. 1,5 kg Galciumcarbonat wurden sorgfältig mit 100 kg Torf (gefunden beispielsweise im Nemuro-Distrikt von Hokkaido, enthaltend 70 % Wasser, mit einem pH-Wert von 4,0), vermischt, zur Bewirkung einer Neutralisation. Anschließend wurde die neutralisierte Masse mit 7,5 kg Eeiskleie (mit einem Wassergehalt von 13 %) und 7,5 kg Maispulver (ebenfalls mit einem Wassergehalt von 13 %) vermischt, unter Bildung eines Gemischs, das etwa 60 % Wasser enthielt. Das Gemisch wurde 30 Minuten bei hoher Temperatur von 120 0C in einem Autoklaven sterilisiert und anschließend mit Wasser auf Saumtemperatur gekühlt. 100 g der Hyphen von Pilzen (Hiratake) wurden für eine Inokulations-Kultur verwendet unter Einsatz des Gemischs als Kulturbett (im folgenden als "gemischtes Kulturbett" bezeichnet). Die Kultur wurde während 15 bis 20 Tagen beendet. Wurde ein Kulturbett, gemischt mit beispielsweise fieiskleie oder Weizenkleie, zur Kultur der Hyphen des Pilzes (Hiratake) verwendet, so kürzte sich die Kulturperiode auf etwa 10 Tage im Vergleich mit der üblichen Kulturperiode ab. Das Kulturbett, in dem die Kultur zu Ende geführt wurde, konnte in einer Atmosphäre verbleiben, die bei einer Temperatur von 10 bis 15 G und bei einer relativen Feuchtigkeit von 80 bis 90 % gehalten wurde, nachdem es aus einem Testgefäß entnommen trorden war oder wurde anstelle dessen das Testgefäß offen
stehengelassen. In 10 bis 15 Tagen wurden 30 bis 35 kg der leuchtkörper des Pilzes (Hiratake) erzeugt. Der !Rückstand des Kulturbetts, der nach der Ernte der Pilze (Hiratake) zurückblieb, wurde zerkrümelt. Der Rückstand kann als Tierfuttermittel in der zerkrümelten Form oder nach geeigneter Trocknung verwendet werden.
Die Zusammensatzung eines Tierfuttermittels (PI1) gemäß der Erfindung wurde analysiert. Die Analysenergebnisse wurden mit denen des Ausgangsmaterials Torf (P), des vorstehenden gemischten Kulturbetts (M), bekanntem Band- bzw. Knäuelgras (oder Weidegras) (0), das als Yiehaufzuchtsnahrungsmittel verwendet wird und Heisstroh (H) verglichen. Die Ergebnisse dieses Vergleichs sind in der Tabelle I nachstehend aufgeführt. Die Spalte (G) der Tabelle I zeigt die Änderung der Mengen der Jeweiligen Bestandteile der vorstehenden Proben. Die in der Tabelle I angegebenen Zahlenwerte sind äquivalente, wenn die Proben getrocknet wurden.
Tabelle I (M)% (C)* (PP)A > (O)* (E)*
(P)* 12,47 +1,7 14,2 11,4 5,8
Hohprotein 11,30 6,81 -4,8 2,0 3,0 2,6
ßohfett 0,68
lösliche stickstoff 27,06 +22,7 49,8 52,5 34,6
freie Substanz 28,29 29,22 -12,8 16,4 23,8 38,5
Hohfaser 29,25 24,44 -6,8 17,6 9,3 18,5
Hohasche 30,48
insgesamt 100 100 100 100 100
Lignin 22,3 15,2 -4,6 10,6 13,81
Aus der vorstehenden Tabelle I ist ersichtlich, daß der Gehalt an insbesondere rohem faserartigem Material und an Lignin in einem Tierfuttermittel, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten wurde, geringer ist als in dem als Ausgangsmaterial verwendeten Torf. In dem
erfindungsgemäßen Tierfuttermittel ist der Gehalt an löslicher stickstofffreier Substanz beträchtlich vergrößert. Darüber hinaus sind der Gehalt an Rohprotein und der an löslicher stickstofffreier Substanz vergleichbar mit denen von Bandbzw. Knäuelgras, das als ausgezeichnetes Tierfuttermittel bekannt ist. Das erfindungsgemäße Tierfuttermittel enthält einen sehr geringen Anteil an nicht verdaulichem Material, wie rohes faserartiges Material und Lignin. Aus dem vorstehenden Grund weist das erfindungsgemäße Tierfuttermittel offensichtlich einen hohen Nährwert auf. Der Wert eines Tierfuttermittels wird nicht nur durch seinen Nährwert und seine Verdaubarkeit definiert, sondern auch durch einen weiteren bedeutenden Faktor, wie dem Geschmack der Tiere. Das erfindungsgemäße Tierfuttermittel hat sich bei Untersuchungen bei der Aufzucht von Rindern als geringfügig schlechter als Jegliches andere gute Tierfuttermittel erwiesen.
Beispiel 2
Pilze (Hiratake) wurden nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 erzeugt. Der Rückstand des Kulturbetts, der nach der Entfernung des Pilzes (Hiratake) zurückblieb, wurde einer Fermentation nach derselben Verfahrensweise wie bei der Herstellung von Kompost unterzogen. Der Rückstand wurde mit Mitteln fermentiert, wie Teilchen von Exkrementen von Regenwürmern und Küken bzw. Huhn. Praktisch wurden die Teilchen der Exkremente von Regenwürmern und Küken bzw. Huhn mit dem Rückstand des Kulturbetts in einer Menge von 0,01 bis 0,05 % Gewicht, basierend auf dem des Rückstands, vermischt. Wasser wurde zu dem Gemisch in einer Menge von etwa 60 % zugesetzt. In diesem Falle ist es möglich, entweder die Teilchen von Küken- bzw. Hühnerexkrementen oder solche von Regenwurmexkrementen allein zu verwenden. Es können auch beide Fermentationsmittel zusammen eingesetzt werden. Die Fermentationsmittel können gleichzeitig
angewendet werden. Diese Ferment at ionsinitt el dienen dem beabsichtigten Zweck gut, wenn sie in einer Menge größer als 0,01 % des Gewichts des Rückstands eines Kulturbetts verwendet werden. Der Rückstand des Kulturbetts zu dem ein JTermentationsmittel gefügt wurde, wurde 20 bis 50 Tage bei Raumtemperatur oder bei leicht höherer Temperatur stehengelassen, wodurch die Fermentation zu Ende geführt wurde. Die Zusammensetzung des Rückstands des Kulturbetts, vermischt mit dem JTermentationsmittel, wurde nach der gleichen Verfahrensweise wie in Beispiel 1 analysiert; die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II aufgeführt.
Tabelle II CW)%
(PER)% 39,2
Gesamtkohlenstoff 34,9 1,2
Gesamtstickstoff 1,6 1,1
Phosphorsäure 1,4 0,8
Kalium 0,5
Magnesiumoxid 1,3 13,2
Kalk 12,4 61,0
Insgesamt 59,1
Stickstoff vom Schwefel 42,9 mg%
säure typ 3,2 mg% 1,6 mg%
Ammoniakstickstoff 34,2 mgfc 8,6 %
Lignin 15,5 %
Die vorstehende Tabelle II zeigt Zahlenwerte, die unter Bezug auf den analytischen Wert der Zusammensetzung der Teilchen der Regenwurmexkremente gemessen wurde, von denen bekannt ist, daß sie einen sehr hohen Düngemitteleffekt aufweisen. In der Tabelle II zeigt die Spalte PER die Zusammensetzung eines Düngemittels auf Torfbasis·, hergestellt nach dem Verfahren des Beispiels 1 und die
Spalte W zeigt die Zusammensetzung eines Düngemittels, gebildet aus den Teilchen von Hegenwurmexkrementen. Das Düngemittel auf Torfbasis (PEß) und das Düngemittel aus Hegenwurmexkrement (W) enthielten 32 % Wasser vor der Analyse.
Aus der vorstehenden Tabelle II ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße Düngemittel eine Düngewirkung aufweist, die etwa gleich der von Teilchen von Eegenwurmexkrementen ist, von denen eine hohe Düngemittelwirkung bekannt ist. ■ Darüber hinaus ist fast der gesamte Stickstoffgehalt des erfindungsgemäßen Düngemittels vom Ammoniaktyp, wodurch das Düngemittel einen ausgezeichneten Düngeeffekt aufweist.
Um die Wirkung des vorstehenden erfindungsgemäßen Düngemittels zu bewerten, wurden Salbeisämlinge jeweils in einen Topf, gefüllt mit 1 kg Flußsand, gepflanzt. Jeder Topf wurde mit erstens 30 g handelsüblichem fermentiertem organischem Dünger (hauptsächlich gebildet aus Ölkuchen und gemischt mit Blattkompost), zweitens 30 g Teilchen von Regenwurmexkrementen, drittens 30 g eines erfindungsgemäßen Düngers, der nach dem vorstehenden Verfahren erhalten wurde, und viertens 20 g eines chemischen Düngers versehen. Anschließend wurde das Wachstum der jeweiligen Salbeisämlinge beobachtet. Dabei wurde folgendes festgestellt. Wurde ein Kulturbett aus STußsand, der keinen Düngemitteleffekt aufweist, gebildet, so entwickelte die Düngerprobe (4) überhaupt keinen Düngemitteleffekt, der Salbeisämling verwelkte. Die Düngemittelprobe (1) zeigte auch keinen wesentlichen Düngemitteleffekt. Im Gegensatz hierzu zeigten die Düngemittelproben (2) und (3) einen deutlichen Düngemitteleffekt. Außerdem zeigte sich, daß die Düngemittelprobe (3) ein beträchtliches Wachstum des Salbeisämlings insgesamt ermöglichte.

Claims (6)

Verfahren zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf, Tierfutter- und Düngemittel Patentansprüche
1. Verfahren zur Umwandlung der Zusammensetzung von Torf, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Torf mit etwa 10 bis 4-0 Gew.-% Getreide oder dessen Kleie auf der Basis des Gewichts des Torfs vermischt, die Hyphen eines Speisepilzes unter Verwendung des Gemische als Kulturbett kultiviert, die resultierenden Fruchtkörper keimen bzw. sich entwickeln läßt, und die Pruchtkörper aus dem Kulturbett entfernt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man <ä©n Best des Kulturbetts, d©r nach der Entfernung de? Fruchtkörper zurückbleibt, mit einem 3Termentatiönsmittel zur Fermentation des Rückstands vermischt.
3· Verfahren nach Anspruch. 1 oder 2, dadurch, gekennzeichnet, daß man das Gemisch, von Torf und Getreide mit einem Neutralisationsmittel neutralisiert.
4·. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Permentationsmittel ein tierisches Exkrement verwendet.
5. Tierfuttermittel, hergestellt durch:
Vermischen von Torf n.it 10 bis 40 Gew.-% Getreide oder dessen Kleie, auf der Basis des Gewichts des Torfs, Kultivieren von Hyphen eines Speisepilzes unter Verwendung des Gemischs als Kulturbett, Keimen bzw. sich entwickeln lassen der resultierenden Fruchtkörper, und
Entnahme der Fruchtkörper aus dem Kulturbett.
6. Düngemittel, hergestellt durch:
Vermischen von Torf mit 10 bis 40 Gew*~% Getreide oder dessen Kleie, auf der Basis des Gewichts des Torfs, Kultivieren der Hyphen eines Speisepilzes unter Verwendung des Gemischs als Kulturbett, Keimen bzw. sich entwickeln lassen der resultierenden Fruchtkörper, und
Zusatz eines F.ermentationsmittels zu dem Rückstand des Kulturbetts, der nach Entnahme der Fruchtkörper aus dem Kulturbett verbleibt.
DE3110362A 1980-03-21 1981-03-17 Verwendung eines abgetragenen Speisepilz-Kulturbettes als Futtermittel Expired DE3110362C2 (de)

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