DE2520793C2 - Varioobjektiv - Google Patents
VarioobjektivInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Varioobjektiv mit einem Qrundobjektiv und einem Yariovorsatz, der eine
Linsengruppe zur Scharfstellung, einen Variator, einen Kompensator und eine weitere, bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe umfaßt
Vergleichbare Varioobjektive dieser Art sind z. B. aus
der DE-OS 23 05 353 und der DE-OS 23 36 823 bekannt.
Wenn mit einem solchen Objektiv verschiedene Bilder unter Austausch von Linsengruppen mit unterschiedlicher Vergrößerung aufzunehmen sind, lassen
sich hierfür drei Möglichkeiten in Betracht ziehen, nämlich eine erste, die in der Auswechselung des
gesamten Objektivs besteht, eine zweite, die die Verbindung einer gesonderten Linsengruppe, wie z, B,
eines afokalen Objektivvorsatzes, mit einer ortsfesten
nur der Austausch eines Teils des Objektivs gegen einen
anderen Teil in Betracht gezogen wird.
vorstehend genannten dritten Möglichkeit Gebrauch, wobei nicht wie bisher nur ein Austausch von
Linsengruppen in Objektiven fester Brennweite, sondern ein Austausch von Linsengruppen in Varioobjektiven erfolgt Von dieser Möglichkeit wurde bisher nicht
!5 Gebrauch gemacht, da es als unmöglich angesehen
wurde, einen anderen Varioteil an den Relaisteil anzubauen, weil Varioobjektive hauptsächlich zur
Verringerung der im Varioteil während des Brsnnweitenverstellvorgangs auftretenden Änderungen der Ab-
bildungsfehler und erst in zweiter Linie zur Vornahme einer Korrektur der im Variotei! aufgetretenen
Abbildungsfehler im Relaisteil ausgelegt sind.
Außerdem ist auf dem Gebiet der Objektive für Fernsehkameras eine Miniaturisierung für besondere
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Varioobjektiv der vorstehend genannten Art derart
auszugestalten, daß ein Auswechseln des Variovorsatzes bei guter Korrektur des Gesamtobjektivs möglich
ist
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Variovorsatz mit dem Grundobjektiv auswechselbar gekuppelt ist, daß ein weiterer, wahlweise mit
dem Grundobjektiv kuppelbarer und zumindest eine
Linsengruppe zur Scharfstellung, einen Variator und
einen Kompensator umfassender Variovorsatz vorgesehen ist und daß beide Variovorsätze jeweils auf die
gleichen vorgegebenen Werte der Abbildungsfehler korrigiert sind.
Erfindungsgemäß wird somit erreicht daß nur relativ geringe Änderungen der Bildfehler in den für die
verschiedenen Brennweitenbereiche vorgesehenen Variovorsätzen auftreten, wobei die Gleichheit der
Restfehler durch Einbeziehung einer bei zumindest
einem der Variovorsätze vorgesehenen, bei Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe gewährleistet
wird. Hierdurch ist ein beliebiger Austausch von Variovorsätzen zur Erzielung unterschiedlicher Vergrößerungen unter Beibehaltung einer guten Korrek-
tion des Varioobjektivs möglich.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 schematisch ein Schnittbild des erfindungsgemäßen Varioobjektivs,
so rungsbeispielen der auswechselbaren Linsengruppen
des Varioobjektivs und
Fig.6 bis B die Aberrationen der Objektive mit den
auswechselbaren Linsengruppen gemäß den F i g. 2 bis 5.
Zur Kompensation der Abbildungsfehler und Erzielung geeigneter Abbildungseigenschaften ist hinter den
zur Brennweitenänderung bewegbaren Linsengruppen eine weitere, bei Brennweitenänderungen ortsfeste
Linsengruppe angeordnet, die sich während des Brennweitenverstellvorgangs nicht bewegt und deren
Abbildungseigenschaften den Abbildungseigenschaften der bewegbaren Linsengruppen entspricht
Da die Abbildungsfehler und die Abbildungseigenschäften der einzelnen Varioteile durch den gemeinsamen Relaisteil vorgegeben sind, wird eine Gruppe von
bei den Brennweitenverstelivorgängen ortsfesten Linsen in zumindest einem Variovorsatz angeordnet, um
die Abbildungsfehler und Abbüdungseigenschaften des ι ο Variovorsatzes auf die gewünschten Werte zu korrigieren. Dies geschieht, um mit Hilfe der Linsengruppe zur
Scharfstellung, des Variators und des !Compensators die Abbildungsfehler und die Abbildungseigenschäften
immer auf die gewünschten Werte zu bringen.
Die Blende ist entweder vor oder hinter der bei Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe und
innerhalb der Brennweite dieser Linsengruppe angeordnet Durch die Blende, die in der Nähe der bei
Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe vorgesehen ist, kann nämlich der Durchmesser der
Linsengruppe zur Scharfstellung verringert werden, wodurch eine Vignettierung der Randstrahlen vermieden wird. Hierbei ist die bei Brennweitenveränderungen
ortsfeste Linsengruppe zweckmäßigerweise axial justierbar angeordnet, um stets eine konstante Lage der
Bildebene auch bei Austausch des Variovorsatzes gewährleisten zu können. Andernfalls müßten Lageänderungen der Bildebene, die auf Abweichungen von den
gewünschten afokalen Eigenschaften dieser Linsengruppe durch herstellungsbedingte Toleranzen der
Glasdicke in bezug auf die Krümmungsradien der Linsenglieder und Abweichungen des Brechungsindexes
vom Nennwert beruhen, durch Feinjustierung des axialen Luftabstandes zwischen den Linsengliedern
oder durch entsprechende Verstellung der Oberfläche einer Bildaufnahmeröhre bzw. der Filmebene bei jedem
Austauch eines Variatorvorsatzes ausgeglichen werden, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist
Durch Verwendung der vorstehend beschriebenen Anordnung besteht somit die Möglichkeit, die Abbildungseigenschaften des Varioteils zu korrigieren.
Ferner sollte die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe aus zumindest einer Gruppe positiver
Linsen und einer Gruppe negativer Linsen zusammengesetzt sein, weil bei Unterkorrektior. der im Variovorsatz erzeugten sphärischen Aberration die Gruppe der
negativen Linsen mit einem höheren Brechungsindex als dem der Gruppe der positiven Linsen dazu dient, die
sphärische Aberration überzukorrigieren. So kann die
Korrektion dieses Bildfehlers auf einfache Weise erfolgen.
Wird dagegen festgestellt daß die in dem Variovorsatz erzeugte sphärische Aberration überkorrigiert ist
kann die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe in umgekehrter Weise, wie vorstehend beschrieben, aufgebaut sein.
Wenn die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe positiv ist, ist das negative Linsenglied
vorzugsweise aus Gläsern mit höheren Abbe-Zahlen als $o
der des positiven Linsengliedes zu fertigen, während bei einer negativen, bei Brennweitenänderungen ortsfesten
Linsengruppe das negative Linsenglied vorzugsweise aus Gläsern mit geringeren Abbe-Zahlen als der der
positiven Linsengrrppe gefertigt sein sollte. Durch einen Solchen Aufbau kann ein in dem Variovorsatz
erzeugter Farblängsfehitr korrigiert werden.
unterkorrigiert ist, ist die Korrektur einer derartigen
Unterkorrektion in dem Variovorsatz dadurch ausführbar, daß für das negative Linsenglied der bei
Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe, die ein negatives Linsenglied und ein positives Linsenglied
enthält ein Glas mit hoher Abbe-Zahl verwendet wird, während für das positive Linsenglied der Linsengruppe
ein Glas mit niedriger Abbe-Zahl verwendet wird. Andererseits kann eine Oberkorrektion des Farblängsfehlers durch Vertauschung der Gläser korrigiert
werden.
Es ist ferner vorteilhaft wenn die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe afokal ausgebildet ist
so daß das Öffnungsstrahlenbündel hinter dieser Linsengruppe parallel verläuft da sich hierdurch die
Abbüdungseigenschaften verbessern lassen. Ferner hat eine solche Linsengruppe folgenden Vorteil:
Γ — Γ V - JK
wobei /die Brennweite des ganzen Objektivs, /i die
Brennweite der Linsengruppe zur Scharfstellung, /Ä die
Brennweite der bei Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe, /* die Brennweite des Relaislinsensystems bzw. Gnindobjektivs und VK die Bildvergrößerung des Variators und des Kompensators sind. Wenn
somit das negative Linsenglied in der bei ßrennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe näher am Objektiv
angeordnet ist als das positive Linsenglied, wird die Lage des Hauptpunktes bei Ausbildung dieser Linsengruppe mit bildseitigem Parallelstrahlengang über das
Relaislinsensystem hinaus verschoben, damit Platz für den Kompensator bleibt so daß die Brennweite f&
größer wird und das Varioobjektiv Eigenschaften eines Weitwinkelobjektivs annimmt Das heißt -s ist weitaus
vorteilhafter, negative Brechkräfte für ein Weitwinkelvarioobjektiv objektseitig und für ein Televarioobjektiv
bilvjeitig anzuordnen, als zu versuchen, ein großes Bildfeld nur mit dem Brennweitenverstellteil des
Varioobjektivs herbeizuführen.
Die sphärische Aberration und der Farbiängsfehler können somit mit Hilfe der bei Brennweitenänderungen
ortsfesten Linsengruppe korrigiert werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Varioobjektiv kann weiterhin bei der Brennweitenverstellung sowohl die
Koma als auch der Farbvergrößerungsfehler durch Aufbau des Variators auf die nachstehend beschriebene
Weise korrigiert werden.
Zumindest eine negative Linse und eine bildseitig
hiervon angeordnete negative Meniskuslinse sind mit objektseitig konkaver Räche im Variator des einen
Variovorsatzes en'halten, während in dem Variator des
anderen Variovorsatzes zumindest eine negative Lins?
angeordnet ist
Durch einen derartigen Aufbau kann während der Brennweitenversiellung sowohl die in der Weitwinkelstellung auftretende Innenkoma als auch die in der
Telestellung auftretende Außenkoma korrigiert werden. Wenn die Flächen der negativen Meniskuslinse
entgegengesetzt angeordnet sind, kann zwar die Verzeichnung gut korrigiert werden, jedoch kann der
mit der Brennweiten verstellung variierende Komafehler nicht korrigiert werden. Es ist auch vorgesehen, die
im Weitwinkelbereich entstehende Verzeichnung durch Einbau einer entgegengesetzt ausgerichteten Negativen
Meniskuslinse in den Kompensator eines weiteren austauschbaren Variovorsatzes zu korrigieren.
Varioobjektive sind gewöhnlich derart ausgelegt, daß
die mit der Brennweitenverstellung variierende Koma in zwei Bereiche, nämlich die in der Weitwinkelstellung
und die in der Telestellung auftretende Koma, aufgeteilt wird, wobei in der Weitwinkelstellung die Innenkoma
und in der Telestellung die AuBenkoma möglichst klein gehalten werden, um die aus dem Brennweitenverstellvorgang
resultierenden Veränderungen der Koma auf ein Mindestmaß herabzusetzen und durch Einstellung
einer tonnenförmigen (negativen) Verzeichnung im Weitwinkelbereich und einer kissenförmigen (positiven)
Verzeichnung im Telebereich möglichst klein zu halten, wobei die Abbildungsfehler durch eine Relaislinsengruppe
korrigiert werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Objektiv kann jedoch der dem auszuwechselnden Variovorsatz eigene Abbil-
g j g
werden, so daß das Auftreten eines solchen eigenen Abbildungsfehlers vorher ausgeschlossen werden muß.
Zu diesem Zweck ist daher der Variator gemäß der vorstehenden Beschreibung aufgebaut, wobei Randstrahlen
in der Weitwinkelstellung mit geringerer Einfallshöhe in die negative Meniskuslinse gelangen.
Demzufolge wird eine Korrektur der Verzeichnung und der Koma möglich. Ferner wird der Objektiventwurf
hinsichtlich der Verringerung von Veränderungen des Farbvergrößerungsfehlers während der Brennweitenverstellung
und hinsichtlich der Verringerung anderer Abbildungsfehler viel einfacher, wenn diese entgegengesetzt
gerichtete Meniskuslinse zweilinsig ausgebildet ist, so daß ein auswechselbarer Variovorsatz mit hoher
Güte des Varioteils erhalten werden kann.
Ferner sollte die Linsengruppe zur Scharfstellung eine bikonvexe Linse und eine hinter dieser bikonvexen
Linse angeordnete positive Meniskuslinse enthalten, wodurch der Astigmatismus sowohl im Weitwinkelbereich
als auch im Telebereich korrigiert werden kann.
Falls keine derartige Anordnung verwendet wird, wird der Astigmatismus insbesondere im Telebereich
iihprlinrriuiprt so daß sich die Abbildungsqualität
merklich verschlechtert. Soll dagegen für diese Korrektion eine andere als die Linsengruppe zur Scharfstellung
verwendet werden, wird der Astigmatismus im Weitwinkelbereich merklich unterkorrigiert, so daß sich
ebenfalls eine unzureichende Abbildungsqualität ergibt.
Weiterhin ist anzustreben, daß die Linsengruppe zur Scharfstellung eine negative Linsengruppe und eine
hinter der negativen Linsengruppe angeordnete positive Linsengruppe .aufweist und daß der Krümmungsradius
der negativen Linsengruppe bildseitig kleiner als der objektseitige Krümmungsradius der positiven Linsengruppe
ist Durch einen derartigen Aufbau kann die Unterkorrektion der sphärischen Aberration insbesondere
im Telebereich vermieden werden, wenn das Objektiv auf nahe Objekte scharf eingestellt ist.
Insbesondere wenn bei einem austauschbaren Variovorsatz versucht wird, den gesamten Abbildungsfehler
allein mit Hilfe des Variovorsatzes zu korrigieren, trifft natürlich auch ein Bildfehleranteil auf die Linsengruppe
zur Scharfstellung, mit der Folge, daß in dieser Linsengruppe eher ein Abbildungsfehler erzeugt wird,
um den Gesamtabbildungsfehler zu korrigieren (einschließlich der Veränderungen eines Abbildungsfehlers
infolge der Brennweitenverstellung). Wenn das Objektiv
auf einen kleinen Objektabstand eingestellt ist, ist aus diesem Grund die sphärische Aberration insbesondere
im Telebereich merklich unterkorrigiert, was bei diesem Objektabstand einen Nachteil des Varioobjektivs
darstellt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den ■j Figuren dargestellten, vorzugsweise gewählten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung zur Verwendung in einer Farbfernsehkamera, wobei das
optische System des Varioobjektivs im wesentlichen aus
ίο einem ersten Variovorsatz I sowie einem ersten und
einem zweiten Relaislinsenteil 2 bzw. 2' besteht. Zwischen dem ersten Variovorsatz 1 und den Relaislinsenteilen
2 und 2' ist eine erste dichromatische bzw. farbteilende Schicht 3 angeordnet. Hinter dem ersten
r> Relaislinsenteil 2 ist ein Prismenblock 4 mit einer
spiegelnden Fläche angeordnet. Ein Prismenblock 6 mit einer zweiten dichromatischen Schicht 5 ist hinter dem
zweiten Relaislinsenteil 2' angeordnet. Der Prismen-DiGCK
5 üCs;tzt stiUcrscm c:ne ;-,p:cgc!!isc,,c 7 zum
Spiegeln des von der zweiten dichromatischen Schicht 5 reflektierten Lichts. Die Bezugszahlen 8, 9 und 10
bezeichnen jeweils eine rotempfindliche, eine grünempfindliche und eine blauempfindliche Bildaufnahmeröhre,
die jeweils in Ausfluchtung zu jedem Prismenblock an
2Ί das optische System angeschlossen sind.
Der erste Variovorsatz 1 umfaßt eine Linsengruppe 11 zur Scharfstellung, einen Variator, einen Kompensator,
ei ·.? afokale Linsengruppe 12, hinter der das Öffnungsstrahlenbündel parallel verläuft, sowie eine
H) Blende 13. Das Strahlenbündel von der Linsengruppe 12
wird zunächst von der ersten dichromatischen Schicht 3 in eine reflektierte Farbkomponente und eine hindurchtretende
Farbkomponente aufgelöst. Die reflektierte Farbkomponente wird von dem ersten Relaislinsenteil 2
r> auf die Bildaufnahmeröhre 8 fokussiert.
Die durch die erste dichromatische Schicht 3 hindurchgetretene Strahlung mit den verbliebenen
Farbkomponenten gelangt durch den zweiten Relaislinsenteil 2' und tritt in die zweite dichromatische Schicht 5
■»> ein. wo das einfallende Licht wiederum in reflektiertes
Licht und hindurchtretendes Licht aufgeteilt wird. Das reflektierte Licht wird nochmals an der Spiegelfläche 7
des Prismenblocks 6 reflektiert, damit es ein Einfarbenkomponentenbild
auf der Bildaufnahmeröhre 10 bildet.
·»■> Andererseits bildet das hindurchgetretene Licht ein
monochromatisches Bild auf der Bildaufnahmeröhre 9. Der zweite Variovorsatz 14 enthält eine Linsengruppe
15 zur Scharfstellung, einen Variator, einen
Kompensator, eine afokale Linsengruppe 16, hinter der
V) das Öffnungsstrahlenbündel parallel verläuft, sowie eine
Blende 17. Während sich der zweite Variovors&cz von dem ersten Variovorsatz hinsichtlich seines Brennweitenverstellverhältnisses
unterscheidet sind die Abbildungsfehler der aus diesen beiden Variovorsätzen
5ϊ austretenden Öffnungsstrahlenbündel selbst bei der
Brennweitenverstellung im wesentlichen gleich. Daher sind der erste und der zweite Variovorsatz untereinander
austauschbar.
In den Fig.2 bis 4 sind einige praktische Ausfüh-
w rungsbeispiele des Varioobjektivs gemäß F i g. 1 veranschaulicht
Hierbei stellt das Ausfühningsbeispiel gemäß Fig.2 ein Weitwinkelvarioobjektiv mit sechsfacher
Vergrößerung dar.
Gemäß F i g. 2 ist eine Linsengruppe zur Scharfein-
Gemäß F i g. 2 ist eine Linsengruppe zur Scharfein-
t>5 stellung aus einer negativen Linsengruppe 21 und einer
positiven Linsengruppe 22 aufgebaut Die Linsengruppe zur Scharfeinstellung enthält ein bikonvexes Linsenglied
23. das ein Kittglied sein kann. Hinter dem
bikonvexen Linsenglied 23 ist eine positive Linse 24 angeordnet. Die erste und die zweite Fläche dieser
positiven Linse 24 (die in der Zeichnung als positive Meniskuslinse daigestellt ist) gehorchen der Beziehung
fli</?2, wobei Ri der Krümmungsradius der ersten
Fläche und R2 der Krümmungsradius der zweiten Fläche
ist. Mit HiIFe dieser Linse kann der Astigmatismus in beiden Bereichen, d. h., sowohl im Weitwinkelbereich als
auch im Telebereich, korrigiert werden. Der Scharfeinstellvorgang wird durch Vor- und Rückverstellung
entweder der negativen Linsengruppe 21 oder der positiven Linsengruppe 22 bewirkt. Dies ermöglicht die
Aufnahme selbst extrem naher Objekte auf eine Entfernung von beispielsweise einem Meter und erlaubt
außerdem eine Verkleinerung des Objektivs. In der negativen Linsengruppe 21 ist eine negative Linse 25
und dahinter eine positive Linse 26 angeordnet, wobei die negative Linse 25 bildseitig einen Krümmungsradius
«i- irrnllor .»le An
ili.ro tfr-iir
die eine höhere Abbe-Zahl besitzen als das Glas der positiven Linsengruppe 32. Die Linsengruppe 31 ist
axial bewegbar. Das Bezugszeichen 34 bezeichnet eine Blende, die hinter der Linsengruppe 31 angeordnet ist.
, Alternativ kann die Blende 34 auch vor der Linsengruppe 31 angeordnet sein.
Fig.3 zeigt ein stark vergrößerndes Varioobjektiv
mit lOfacher Vergrößerung.
Bei den in den Fig.2 und 3 dargestellten Ausfühm rungsbeispielen sind die gesamten Relaislinsenteile 2
und 2' an die Kamera angrenzend angeordnet. Falls erforderlich, kann aber auch ein Teil 35 des Relaislinsenteils gemäß F i g. 4 in der Nähe des auswechselbaren
Variovorsatzes angeordnet sein.
υ F i g. 5 zeigt einen auswechselbaren Variovorsatz mit
großem Brennweitenverstellverhältnis und großem Bildwinkel.
dius der positiven Linse 26 ist. Mit der Bezugszahl 27 ist
der Variator bezeichnet, der zumindest eine negative Linse 28 aufweist, während bildseitig des Variators eine
negative Meniskuslinse 29 mit objektseitig konvexer Fläche angeordnet ist. Die Bezugszahl 30 bezeichnet
den Kompensator, während die Bezugszahl 31 eine afokale Linsengruppe bezeichnet, hinter der das
Öffnungsstrahlenbündel parallel verläuft. Die Linsengruppe 31 weist ihrerseits zumindest eine positive
Linsengruppe 32 und eine negalive Linsengruppe 33 auf. Die negative Linsengruppe 33 ist aus Gläsern gefertigt.
gemäß den F i g. 2 bis 5 graphisch veranschaulicht sind,
bezeichnet das Bezugszeichen M jeweils die Meridionalfläche, während das Bezugszeichen S jeweils die
Sagittalfläche bezeichnet. Bei der Queraberration ist die d-Linie (587,6 ηιμ) durch eine ausgezogene Linie
dargestellt, während die ^-Linie (435,8 mn) gestrichelt
dargestellt ist.
In den nachstehend aufgeführten Tabellen 1 bis 3 sind
die Daten der in den Fig. 2. 3 und 5 dargestellten Linsensysteme wiedergegeben.
| Krümmungs | Linsendicke | Absland zwischen | Verwendeies Glas | Abbe-Zahl | |
| radius | den Linsen | Brechungsindex | - | ||
| 1 | 87.9 | 2.5 | - | - | 53,7 |
| 2 | 34.0 | - | 12.8 | 1,6968 | - |
| 3 | 79.1 | 2,25 | - | - | 58,6 |
| 4 | 143.6 | - | 0.2 | 1,6516 | - |
| 5 | 62.6 | 5 | - | - | 30,1 |
| 6 | 123.3 | - | 15.5 | 1,69895 | - |
| 7 | 398.7 | 7.75 | - | - | 63,1 |
| 8 | 64.4 | - | 0.2 | 1,56873 | - |
| 9 | 85.2 | 2.5 | - | - | 25,4 |
| 10 | 41.1 | 14,25 | - | 1,80518 | 63,1 |
| 11 | -115.3 | - | 0,2 | 1,56873 | - |
| 12 | 39.5 | 5.5 | - | - | 70,1 |
| 13 | 75,5 | - | 1,48749 | - | |
| 14 | 53,5 | 1 | - | - | 49,6 |
| 15 | 17.6 | 5,6 | - | 1,7725 | - |
| 16 | -19.2 | 0,9 | - | - | 46,8 |
| 17 | 24,4 | 3,3 | - | 1,8160 | 21,3 |
| 18 | -144.7 | 2 | - | 1,92286 | - |
| 19 | -38,9 | 1 | - | - | 55.7 |
| 20 | -627,9 | _ | 1,6968 | ||
10
Fortsetzung
| Krümmungs | Linsendicke | 7 | - | ι ,ο | - | 1,5 | Abstand zwischen | - | Verwendetes Glas | Abbe-Zahl | |
| radius | 1.5 | 8,25 | 8 | den Linsen | 0,2 | Brechungsindex | - | ||||
| 21 | 117,9 | I | - | - | - | - | 27,5 | ||||
| 22 | 34,6 | 6,25 | 8 | 4,25 | - | 0.65 | 1,7552 | 57,0 | |||
| 23 | -35,3 | - | - | /j | - | 1,6228 | - | ||||
| 24 | -44,1 | - | - | - | 45,9 | ||||||
| 25 | -70,9 | - | 1,5.1256 | 40,8 | |||||||
| 26 | -40,6 | 0.2 | 8,5 / = | 1,80610 | - | ||||||
| 27 | 121,4 | - | - | 45.9 | |||||||
| 28 | -64,8 | 55 | 1,53256 | ||||||||
| 29 | ί IU,.' | 40,8 | |||||||||
| 30 | 41,4 | 1 | 1,80610 | - | |||||||
| 31 | 43,8 | - | 60,7 | ||||||||
| 32 | -156,9 | 1,60311 | - | ||||||||
| 33 | 65,9 | - | 70,1 | ||||||||
| 34 | 202,1 | 1,48749 | - | ||||||||
| 35 | 51,4 | - | 25,4 | ||||||||
| 36 | 29,4 | 1.80518 | 57,0 | ||||||||
| 37 | -185,2 | 1,62280 | |||||||||
| 55 | |||||||||||
| 0.92 | 45,42 | |
| h | 0,75 | 2,08 |
| h | 47,97 | 2.14 |
Tabelle 2 (vergl. Fig. 3)
|
Krümmungs
radius |
Linsendicke |
Abstand zwischen
den Linsen |
Verwendetes Glas
Brechungsindex |
Abbe-Zahl | |
| 1 | 131,9 | 4 | - | - | - |
| 2 | 76,2 | - | 1,85 | 1,69895 | 30,1 |
| 3 | 77,2 | 18 | - | - | - |
| 4 | -352,4 | - | 0,2 | 1,43387 | 95,1 |
| 5 | 85,1 | 12,9 | - | - | - |
| 6 | -367,6 | '- | 0,2 | 1,43387 | 95,1 |
| 7 | 65,4 | 4,5 | - | - | - |
| 8 | 70,7 | - | 1,69680 | 55,7 | |
| 9 | OO | 1,5 | - | - | - |
| 10 | 27,2 | - | 8.55 | 1,713 | 54 |
| 11 | -39,8 | 1,5 | - | - | - |
| 12 | 27.5 | 5.5 | _ | 1.713 | 54 |
Fortsetzung
| Krümmungs radius |
Linserulicke | 1,25 | 1,5 | - | 1.8 | - | 1,5 | Absland zwischen den Linsen |
1 | Verwendetes Glas Brechungsindex |
Abbe-Zahl | |
| 13 | 307,9 | - | 4,65 | 8 | 4,5 | 8,25 | 8 | 1,80518 | 25,4 | |||
| 14 | -34,7 | - | - | - | - | 0,2 | - | - | ||||
| 15 | 25.8 | 4,25 | - | - | 1,80610 | 40,8 | ||||||
| 16 | -689.9 | - | /, | 0,65 | 1,80518 | 25.4 | ||||||
| 17 | -306.5 | - | - | - | ||||||||
| !8 | 40.5 | - | - | 1,69895 | 30.1 | |||||||
| 19 | -48,7 | 0,2 | 1,51633 | 64,1 | ||||||||
| 20 | 75.7 | ... | Il /-- MU | - | ||||||||
| Ii | -85,8 | 55 | i ,67003 | 47,3 | ||||||||
| 22 | 210,5 | - | - | - | ||||||||
| 23 | 41,1 | 1.80610 | 40,8 | |||||||||
| 24 | 43,8 | - | - | |||||||||
| 25 | -156,9 | 1,60311 | 60,7 | |||||||||
| 26 | 65,9 | - | ||||||||||
| 27 | 202,1 | 1,48749 | 70,1 | |||||||||
| 28 | 51.4 | - | - | |||||||||
| 29 | 29.4 | 1,80518 | 25.4 | |||||||||
| 30 | -185,2 | 1.62280 | 57,0 | |||||||||
| 0,29 | 60,06 |
| 61,77 | 2.00 |
| J.98 |
Tabelle 3 (vergl. Fig. 5)
| Krümmungs | Linsendicke | Absland zwischen | Verwendetes Glas | Abbe-Zahl | |
| radius | den Linsen | Brechungsindex | - | ||
| 1 | 131,2 | 4 | - | - | 55,7 |
| 2 | 51,36 | - | 16 | 1,69680 | - |
| 3 | -142,05 | 3,5 | - | - | 57,4 |
| 4 | 133,8 | - | 0,2 | 1,67000 | - |
| 5 | 79,59 | 6,25 | - | - | 30,1 |
| 6 | 117,96 | - | 9,5 | 1,69895 | - |
| 7 | 177,14 | - | - | - | 95,1 |
| 8 | -95,14 | 9,75 | - | 1,43387 | - |
| 9 | 137,16 | - | 0,2 | - | 25,4 |
| 10 | 65,65 | 3,5 | - | 1,80518 | _ |
| 11 | 70.36 | 1 | _ | ||
13
14
Fortsetzung
Krümmungsradius
Linsendicke Abstand zwischen Verwendetes Glas
den Linsen
Brechungsindex Abbe-Zahl
12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
30
-148,3
81,58 -370,6 69,6 22,39 -62,36 36,1 874,6 -22,06 48,8 -385,4 145,24
41,8 -35,9
OO
-34,1 -109,15 94^8 -696,4
17,5 6,85 1,25
1 4
1 3
1,6 8
7,5 1,25
7,05
0,2
| 1,43387 | 95,1 |
| 1,71300 | 54,0 |
| 1,77250 | 49,6 |
| 1,77250 | 49,6 |
| 1,92286 | 20,9 |
| 1,77250 | 49,6 |
| 1,80518 | 25,4 |
| 1,75520 | 27,5 |
| 1,60311 | 60,7 |
| 1,48749 | 70,1 |
| 1,77250 | 49,6 |
1,66680
33,0
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Varioobjektiv mit einem Grundobjektiv und
einem Variovorsatz, der eine Linsengruppe zur Scharfstellung, ejpen Variator, einen Kompensator
und eine weitere, bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Variovorsatz (14) mit
dem Grundobjektiv (2) auswechselbar gekuppelt ist, daß ein weiterer, wahlweise mit dem Grundobjektiv
kuppelbarer und zumindest eine Linsengruppe zur Scharfstellung (21,22), einen Variator (27) und einen
Kompensator (30) umfassender Variovorsatz (1) vorgesehen ist und daß beide Variovorsätze jeweils
auf die gleichen vorgegebenen Werte der Abbildungsfehler korrigiert sind.
2.
Varioobjektiv nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe (31) des einen Variovorsatzcs (14) ein positives Linsenglied (32) und ein
negatives Linsenglied (33) umfaßt, dessen Abbe-Zahlen größer als die des positiven Linsengliedes sind,
und daß eine Blende (34) des Variovorsatzes vor oder hinter der bei Brennweitenänderungen ortsfesten Linsengruppe angeordnet Lst (F i g. 2).
3. Varioobjektiv nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Brennweitenänderungen ortsfeste Linsengruppe (31) des einen Variovorsatzes (14) in Richtung der optischen Achse zur
Justierung verstellbar ist (F i g. 2).
4. Varioobjektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß üer Variator (27) des
einen Variovorsatzes (14; zumindest eine negative Linse und ein mit seiner konkaven Fläche dem
Objekt zugewandtes negatives Meniskuslinsenglied umfaßt (Fig.2), und daß der Variator (27) des
anderen Variovorsatzes (1) zumindest ein negatives Linsenglied aufweist
5. Varioobjektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsengruppe zur
Scharfstellung (21,22) des einen Variovorsatzes (14)
ein aus zwei Einzellinsen zusammengesetztes bikonvexes Linsenglied aufweist, hinter dem eine positive
Meniskuslinse angeordnet ist (F i g. 2\
6. Varioobjektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichent, daß die Linsengruppe zur
Scharfstellung (21, 22) des anderen Variovorsatzes (1) eine Linsengruppe mit einer negativen Linse und
einer hinter dieser angeordneten positiven Linse aufweist, wobei der bildseitige Krümmungsradius
der negativen Linse kleiner als der objektivseitige Krümmungsradius der positiven Linse ist (Fig.3;
F ig. 5).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP49051493A JPS5832365B2 (ja) | 1974-05-09 | 1974-05-09 | ズ−ムレンズソウチ |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2520793A1 DE2520793A1 (de) | 1975-11-13 |
| DE2520793C2 true DE2520793C2 (de) | 1986-05-07 |
Family
ID=12888482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2520793A Expired DE2520793C2 (de) | 1974-05-09 | 1975-05-09 | Varioobjektiv |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4009942A (de) |
| JP (1) | JPS5832365B2 (de) |
| DE (1) | DE2520793C2 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5545080A (en) * | 1978-09-28 | 1980-03-29 | Canon Inc | Zoom lens system which can transfer focal length range |
| DE2900977C2 (de) * | 1979-01-12 | 1982-09-09 | Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim | Photographisches Objektiv mit stetig veränderbarer Brennweite |
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| DE3335810A1 (de) * | 1983-10-01 | 1985-04-18 | Fa. Carl Zeiss, 7920 Heidenheim | Optisches system fuer therapeutische laserlichtanwendung |
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| US2940373A (en) * | 1958-05-06 | 1960-06-14 | Berg | Mounting and operating means for zoom lenses for television and motion picture cameras |
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| AT316891B (de) * | 1972-02-25 | 1974-07-25 | Eumig | Lichtstarkes Objektiv |
| JPS5512564B2 (de) * | 1972-03-13 | 1980-04-02 | ||
| JPS5113663B2 (de) * | 1972-07-20 | 1976-05-01 |
-
1974
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-
1975
- 1975-05-01 US US05/573,562 patent/US4009942A/en not_active Expired - Lifetime
- 1975-05-09 DE DE2520793A patent/DE2520793C2/de not_active Expired
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5832365B2 (ja) | 1983-07-12 |
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| JPS50144436A (de) | 1975-11-20 |
| US4009942A (en) | 1977-03-01 |
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