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Vorrichtung zur Unterbodenwäsche von Fahrzeugen
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterbodenwäsche von Fahrzeugen,
insbesondere von Kraftfahrzeugen, mit einer die Zugabe der Waschflüssigkeit steuernden
Betätiungseinrichtung, an die sich ein Spritzrohr mit mindestens einer im wesentlichen
nach oben gerichteter Austrittsdüse anschließt.
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Durch Schmutz, Schmutzwasser und vor allen Dingen durch die Salzstreuung
im Winter werden die Unterböden
von Fahrzeugen stark beansprucht.
Im Laufe der Zeit wird dieser angegriffen und es kommt zu Rostbildungen, wobei im
Extremfalle sogar Teile des Unterbodens vollständig durchrosten können.
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Aus diesem Grunde ist es bekannt, daß man den Unterboden eines Fahrzeuges
möglichst oft von diesen angresaven Stoffen reinigt. Dies geschieht im allgemeinen
durch eine Unterbodenwäsche. Hierzu wird im allgemeinen Heißwasser unter Druck auf
den Unterboden gespritzt, wodurch sich Schmutz und Staub lösen und der Unterboden
gleichzeitig gereinigt wird. Gegebenenfalls werden der Waschfüssigkeit noch zusätzliche
der Reinigung oder der Konservierung dienende Stoffe beigemischt.
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Die bekannten Unterhodenwäschen bestehen z. B. darin, daß man das
zu reinigende Fahrzeug mit einer Hubbühne hochhebt und dann die Waschbehandlung
von Hand mittels einer Spritzpistole vornimmt, Hierzu muß die Bedienungsperson seitlich
unter und zum Teil direkt unter dem Fahrzeug stehen. Dieses Reinigungsverfahren
ist nicht nur umständlich, sondern darüberhinaus auch für die Bedienungsperson eine
unangenehme Arbeit, denn
zwangsweise ist diese dem Spritzwasser
ausgesetzt.
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Bekannt sind auch Unterbodenwascheinrichtungen, die stationär in sogenannten
Waschstraßen eingebaut sind.
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Neben der in den Waschstraßen üblichen Reinigung der Oberfläche eines
Fahrzeuges wird dieses im Bedarfsfalle durch eine oder mehrere im Boden der Waschstraße
eingebaute Austrittsdüsen von unten her gereinigt hierzu wird Schmutzwasser im Kreislaufverfahren
verwendet.
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Nachteilig bei diesem Verfahren ist jedoch, daß die Investitionskosten
für eine derartige Unterbodenwascheinrichtung sehr hoch sind.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Iinterbodenwaschvorrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die bei einfacher Handhabung und billigem
Preis sehr wirkungsvoll arbeitet.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Austrittsdüse
auf einem verfahrbaren Untergestell angeordnet ist.
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Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich auf einfache Weise
und problemlos eine Unterbodenwäsche durchführen,
Das zu reinigende
Fahrzeug muß nicht mehr auf eine Hubbühne gehoben werden, sondern kann auf dem Boden
stehen bleiben. Es ist lediglich erforderlich, das Untergestell unter das zu reinigende
Fahrzeug zu schieben, anschließend über die Betätigungseinrichtung die Austrittsdüse
(n) in Funktion zu setzen und dann das Untergestell entsprechend unter dem Fahrzeug
zu verschieben. Die Bedienungsperson kann dabei neben dem Fahrzeug stehen, so daß
diese nicht von Spritzwasser getroffen wird.
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Von Vorteil ist auch, daß die erfindungsgemäße Unterbodenwaschvorrichtung
keine hohe Investition bedeutet Im Vergleich zu stationär in einer Waschstraße angeordnete
Vorrichtungen ist das verfahrbare Untergestell um ein mehrfaches billiger, andererseits
jedoch sind deren Anschaffungskosten im Vergleich zu einer einfachen Spritzpistole
ebenfalls nicht übermäßig hoch. Auf diese Weise amortisiert sich die erfindungsgemäße
Vorrichtung bereits nach kurzer Zeit.
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Ein weiterer Vorteil gegenüber stationären Anlagen besteht darin,
daß die Reinigungswirkung besser ist. Aufgrund des verfahrbaren Untergestelles können
nämlich besonders
anfällige Stellen eines Unterbodens, die von
Fahrzeug zu Fahrzeug verschieden sind, besonders intensiv behandelt werden0 Außerdem
kann in einem Heizgerät erwärmtes Frischwasser verwendet werden.
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Das Untergestell kann entweder auf Gleitkufen verfahren werden oder
es ist mit Rollen versehen, wodurch deren Beweglichkeit noch besser ist.
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Eine einfache Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das auf
dem Untergestell sich befindende Spritzrohr mit einem nach oben gerichteten Spritzrohrverlängerungsstück
versehen ist, an dessem oberen Ende die Betätigungeeinrichtung in Form eines Pistolengriffes
angeordnet ist.
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Durch diese Ausbildung der Unterbodenwaschvorrichtung läßt sich eine
Unterbodenwäsche sehr bequem durchführen.
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Die Bedienungsperson kann nämlich in stehender Position die Vorrichtung
je nach Wunsch entsprechend verschieben und über die in Reichweite der Hände liegende
pistolengriffartige Betätigungseinrichtung in Funktion setzen, Eine einfache Ausgestaltung
des Untergestelles besteht darin, daß e einen hinteren und einen vorderen durch
mindestens einen Längsträger miteinander verbundenen
Querträger
aufweist, wobei an den Enden der Querträger die Rollen befestigt sind.
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Dabei kann die Austrittsdüse vor dem vorderen Querträger angeordnet
sein. Selbstverständlich ist im Rahmen der Erfindung auch eine andere Standortwahl
möglich. So können z. B. auch mehrere Austrittsdüsen hintereinander oder nebeneinander
auf dem Untergestell befestigt sein.
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Im Bedarfsfalle kann eine Austrittsdüse auch, vergleichbar einem Rasensprenger,
auf einem oder mehreren rotierenden Armen angeordnet sein.
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Eine einfache konstruktive Ausgestaltung für das Untergestell bei
der zusätzliche, die Handhabung störende Teile vermieden werden, besteht darin,
daß das Spritzrohr den die beiden Querträger miteinander verbindenden Längsträger
bildet.
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Aus Stabilitätsgründen kann es dabei von Vorteil sein, wenn das Spritzrohr
im Bereich zwischen den beiden Querträgern mit einer Versteifungsrippe versehen
ist.
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Damit das Untergestell entsprechend standsicher ist und ein Ausgleich
zu dem nach hinten überstehenden Spritzrohrverlängerungsstück
mit
der Betätigungseinrichtung geschaffen wird, ist es von Vorteil, wenn im Bereich
der vorderen querträgers ein Ausgleichsgewicht angeordnet ist.
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Die Beweglichkeit des Untergestelles wird weiter erleichtert, wenn
wenigstens ein Teil der Rollen mit ihren Achsen jeweils um eine vertikale Achse
drehbar ist.
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Rollen dieser Ausgestaltung, die für die verschiedensten Zwecke, wie
z. B. Einkaufwägen von Supermärkten, Bürostühle und dgl. bekannt sind, eignen sich
für diese Zwecke sehr gut.
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Damit das Untergestell mit zwei Händen zielsicher bewegt werden kann
ist es von Vorteil, wenn das Spritzrohrverlängerungsstück mit einem Griffstück versehen
ist.
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Auf diese Weise kann während der Unterwäsche, wobei eine Hand an der
Betätigungseinrichtung liegt, gleichzeitig mit der anderen Hand zur Unterstützung
das Spritzrohrverlängerungsstück an dem Griffstück festgehalten werden.
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Auf diese Weise kann das Untergestell einfach und sicher während des
Betriebes verschoben werden.
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Von Vorteil ist es dabei, wenn das Griffstück aus einer über das Spritzrohrverlängerungsstück
geschobenen Hülse aus schlecht wärmeleitenden Material besteht.
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Nachfolgend ist an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung prinzipmäßig beschrieben.
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Es zeigt: Fig. 1: eine Seitenansicht der Unterbodenwaschvorrichtung;
Fig. 2: eine Draufsicht auf die Unterbodenwaschvorrichtung.
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Die Unterbodenwaschvorrichtung weist eine Spritzpistole 1 handelsüblicher
Bauart auf, die über einen Druckschlauch 2 mit einem - nicht dargestellten - Heißwasserdruckbehälter
verbunden ist.
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Statt einer Spritzpistole 1 kann im Rahmen der Erfindung andere selbstverständlich
auch jede#Betätigungseinrichtung verwendet werden. So wäre z. B. auch eine Art Fußschalter
denkbar.
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Am vorderen Ende der Spritzpistole 1 ist ein Spritzrohrverlängerungsstück
3 angeschraubt oder auf andere Weise
mit der Spritzpistole 1 verbunden.
Das Spritzrohrverlängerungsstück führt schräg nach unten zu einem Untergestell 4
Das Untergestell 4 weist zwei Querträger 5 und 6 auf.
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An den Enden der Querträger 5 und 6 ist jeweils eine Rolle 7 angeordnet.
Die Rollen sind dabei für eine gute Bewegbarkeit des Untergestelles 4 jeweils mit
ihren horizontalen Achsen um eine vertikale Achse 8 drehbar. Die vertikalen Achsen
8 sind mit einem Gewinde versehen und über Schrauben 9 mit dem Querträger 5 bzw.
6 verbunden. Selbstverständlich sind jedoch auch andere Verbindungsarten möglich.
Ebenso wie es nicht unbedingt erforderlich ist, daß alle Rollen 7 zusätzlich um
eine vertikale Achse drehbar sind.
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An das Spritzrohrverlängerungsstück 3 schließt sich ein unteres, im
wesentlichen horizontales Spritzrohr 10 an, an dessen vorderem, über den vorderen
Querträger 5 hinausragenden Teil eine nach oben gerichtete Austrittsdüse 11 angeordnet
ist.
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Das Spritzrohr 10 stellt im Bereich zwischen den beiden Querträgern
5 und 6 gleichzeitig auch einen Längsträger
dar, der die beiden
Querträger damit zu einer festen Einheit, nämlich einem verfahrbaren Untergestell
4 verbindet.
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Aus Stabilitätsgründen kann das Spritzrohr 10 im Bereich zwischen
den beiden Querträgern 5 und 6 ggf. mit einer Versteifungsrippe 12 versehen sein
(in der Fig. 1 gestrichelt dargestellt).
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Als Gegengewicht zu dem Spritzrohrverlängerungsstück 3 und der Betätigungseinrichtung
1 ist auf dem vorderen Querträger 5 ein Ausgleichsgewicht 13 befestigt, damit das
Untergestell nicht nach hinten kippen kann.
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Das Spritzrohrverlängerungsstück 3 ist weiterhin mit einem Griffstück
14 versehen, das aus einer über dieses geschobenenHülse besteht. Das Griffstück
besteht dabei aus schlecht wärmeleitenden Material, damit es sich gut anfassen läßt,
denn das Spritzrohr, welches im allgemeinen aus Metall besteht, erwärmt sich durch
das Heißwasser stark.
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Zur Durchführung einer Unterbodenwäsche ist es lediglich erforderlich,
daß die Bedienungsperson das Untergestell 4 unter das zu reinigende Fahrzeug schiebt,
wobei das
Spritzrohrverlängerungsstück 3 seitlich neben dem Fahrzeug
nach oben ragt. Die Höhe der Betätigungseinrichtung 1 über dem Boden ist dabei so
gewählt, daß eine stehende Person diese auf einfache Weise betätigen kann. Während
des Betriebes kann dann das Untergestell 4 problemlos je nach Wunsch unter dem zu
reinigenden Fahrzeug hin und hergeschoben werden, wodurch eine intensive und gezielte
Wäsche durch die an der Austrittsdüse 11 austretende Waschflüssigkeit erfolgt.
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Die Befestigung des Spritzrohres 10 mit den beiden Querträgern 5 und
6 kann auf beliebige Weise, z. B. durch Verschrauben über Spannschellen, durch Nieten,
durch Schweißen o. dgl. erfolgen. Das Spritzrohr 10 kann -wie dargestellt - einstückig
mit dem Spritzrohrverlängerungsstück 3 sein oder z. B. durch Verschrauben, Verschweißen
o. dgl. mit diesem verbunden sein.
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