DE315181C - - Google Patents
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- DE315181C DE315181C DENDAT315181D DE315181DA DE315181C DE 315181 C DE315181 C DE 315181C DE NDAT315181 D DENDAT315181 D DE NDAT315181D DE 315181D A DE315181D A DE 315181DA DE 315181 C DE315181 C DE 315181C
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
- A61F2/60—Artificial legs or feet or parts thereof
- A61F2/64—Knee joints
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- A61F2/646—Polycentric joints, without longitudinal rotation of the pin-guiding groove linkage type
-
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Description
Bei der Herstellung von Kunstbeinen ist
man stets bemüht, eine sichere Feststellvorrichtung an dem Kniegelenk anzubringen.
Man ist dabei von der einfachen Verriegelung des Gelenkes immer mehr abgekommen, da
sich hierbei große Nachteile gezeigt haben.
Um sowohl auf gestreckten als auch auf gebeugten Kunstbeinen stehen zu können, ist
man dazu übergegangen, Kniegelenke herzustellen, die nicht J^nur gegen unfreiwilliges
Durchknicken gesichert sind, sondern in jeder durchgeknickten Stellung auch festgestellt
werden können. Von besonderer Wichtigkeit ist diese k Feststellung beim Besteigen von
Treppen und beim Gehen auf schiefer Ebene. Man ist dabei zu Konstruktionen gekommen,
welche beispielsweise die Anordnung eines Zahnrades mit Sperrklinke vorsehen odsr man
hat das"^ Kunstbein mit dem sogenannten
Bremsknie ausgestattet.
Diese Konstruktionen werden entweder
durch Fersendruck oder Schulterzug aus- und eingerückt bzw. gesteuert oder werden un-
• mittelbar "durch das Körpergewicht betätigt.
Das~Gelenk selbst wird hierbei immer durch ein einfaches, im Drehpunkte angeordnetes
zylindrisches ^Zapfen- oder Bolzengelenk gebildet, so"^daß beim , Schwingen des Unterschenkels
eine^Drehung um diesen'Gelenkbolzen
erfolgt. Damit dem Kunstbeinträger das Kunstbein nicht fortläuft, d. h., daß das Kunstbein
in der gestreckten Lage beim Gehen nicht durchknickt, war es erforderlich, . daß
das Zapfen- oder Bolzengelenk etwa 2 cm hinter der Längsmittelachse des Kunstbeines
angeordnet wurde. Diese Verlegung des Drehpunktes hat jedoch wiederum zur 'Folge, daß
die Längsmittelachse des Kunstbeines in der Beugestellung sich entsprechend vergrößert,
wodurch dem Träger das Gehen, besonders auf unebenem Gelände, sehr erschwert wird.
Betrachtet man die natürliche Form des Femurkopfes am Knie, so zeigt sich, daß es
sich hierbei nicht um ein einfaches Zapfenoder Kugelgelenk handelt, sondern daß der
abrollende Femurkopf eine Krümmungsfläche besitzt, deren. Längsschnittkurven hinsichtlich
ihrer Krümmungsform Kreisevolventen nahekommen. In der Beugestellung wird demnach
die Längsmittelachse des Beines gegenüber der gestreckten Lage etwas kürzer.
Diese Funktion des natürlichen Kniegelenkes' ist dem Erfindungsgedanken zugrunde gelegt.
Der Drehpunkt des Gelenkes wird entweder in die Längsmittelachse des Kunstbeines verlegt
oder er kann auch in einer geringen Entfernung von dieser nach vorne hin angeordnet
werden. Die Drehung erfolgt um zwei, in dem einen Gliede angeordnete, einander parallele Bolzen, welche in zwei, im.anderen
Gliede vorgesehenen, konzentrisch um einen gemeinsamen, als kinematischen Drehpunkt
wirkenden Mittelpunkt gekrümmten Führungsschlitzen gleiten. Diese Schlitze haben ungleichen
Radialabstand vom Drehpunkt, oder sie werden auch der Form des Femurkopfes
entsprechend gekrümmt.
Die Zeichnung stellt .zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dar, und 'zwar zeigt '
Fig. ι das Kniegelenk mit konzentrischen
Führungsschlitzen bei abgenommener vorderer Unterschenkelhälfte.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Kniegelenk nach Schnittlinie I-II der Fig. i.
Fig. 3 stellt das Kniegelenk in gebeugter und festgestellter Lage gemäß Fig. ι dar.
Fig. 4 zeigt "das Kniegelenk mit der Form
des Femurkopfes entsprechend gekrümmten
ίο Führungsschlitzen.
Die Gelenkteile des Ober- und Unterschenkels sind beispielsweise aus Holz vorgesehen, der
innere Teil, der Gelenkkopf a, gehört zum Oberschenkel,
und die beiden Seitenteile, die Backen b und bv gehören dem Unterschenkel
-an.
In den seitlichen Backen b und O1 des
Unterschenkels befinden sich die beiden abseits vom kinematischen Drehpunkte und parallel
zueinander angeordneten Bolzen d und e. Der Bolzen e ist in den Backen b und b1 starr gelagert,
während der Bolzen d in den Backen starr oder drehbar angeordnet ist. Beide
Bolzen sind in Schlitze f und f1 geführt,
welche in den Gelenkkopf α konzentrisch zum Drehpunkte c eingelassen sind. Die seitlichen
Flächen des Gelenkkopfes α werden zweckmäßig mit Metallplatten g und g1 belegt,
welche ebenfalls.mit entsprechenden Schlitzen f und fx versehen sind. Die inneren seitlichen
Flächen der Backen b und O1, welche sich
beiderseits an den Gelenkkopf α und an die Platten g und ^1 anlegen, werden ebenfalls
vorteilhaft .mit Metallplatten belegt.
Der obere Bolzen d erhält einen runden oder eckigen Querschnitt und wird in dem
genau gleich breiten Schlitze f geführt, welch letzterer einen kleineren Radius erhält als der
Schlitz"^.
Die Form des unteren Bolzens e wird zweckmäßig derart gewählt, daß die in die Backen b
und J1 eingreifenden Teile quadratisch sind,
während die obere Kante des mittleren Teiles, der an der oberen, mit einer Zahnleiste bedeckten
Begrenzungsfläche des Schlitzes fx
entlangführt, entsprechend diesen Zähnen etwas abgeschrägt ist. Die Breite des Schlitzes f1
wird derart vorgesehen, daß der Bolzen e sich auf" der unteren glatten Begrenzungsfläche des
Schlitzes leicht verschieben kann, ohne in die obere^Zahnung einzugreifen. Andererseits ist
wiederum ein unnötig großer Spielraum zu vermeiden.
Wie bereits erwähnt, liegt der Drehpunkt des Gelenkes im geometrischen Mittelpunkte c
der kreisförmig gekrümmten Schlitze, so daß beim Anheben des Oberschenkels der Unterschenkel
frei schwingen kann. Hierbei wird der Bolzen d in dem Schlitze f geführt, und
der Bolzen e gleitet. durch das Eigengewicht des Unterschenkels auf der unteren glatten
Begrenzungsfläche des Schlitzes ft. Ein
Durchschwingen des Unterschenkels nach vorn kann nicht eintreten, da die Schlitze am
oberen und vorderen Ende Anschlagflächen für die Bolzen bilden.
Wird nun beispielsweise beim Gehen das Kunstbein gestreckt auf dem Boden aufgesetzt,
so wirkt als Drehpunkt des Gelenkes zunächst der Bolzen d, da der letztere außerhalb der
Längsmittelachse nach vorn verlegt ist. Das Kunstbein hat jetzt das Bestreben, nach vorn
auszubiegen oder auch um den Bolzen d einzuknicken ; infolgedessen tritt sofort der
untere Bolzen e in die Zähne der Zahnleiste ein. Das Gelenk ist also hierdurch gesichelt,
j so daß ein weiteres Einknicken nicht mehr j erfolgen kann.
! Soll das Kunstbein in der Kniebeugestellung festgestellt werden, z. B. beim Besteigen
einer Treppe, so wird der Oberschenkel dementsprechend angehoben und vorgebracht.
Der Unterschenkel bleibt hierbei nahezu in der senkrechten Stellung, in welcher der
Bolzen e beim Aufsetzen des gebeugten Beines sofort wieder in der Zahnleiste festgehalten
und das Gelenk so gesichert wird.
Damit nun das Kunstbein der Arbeitsweise des natürlichen Kniegelenkes möglichst gleichkommt,
wird der innere Führungsschlitz h (Fig. 4) der Form des Femurkopfes entsprechend
gekrümmt. Der äußere Schlitz A1 erhält ebenfalls eine entsprechende Kurvenform, seine
innere Begrenzungsfläche "wird in der oben beschriebenen Weise ausgeführt. Der Unterschenkel
rollt sich bei dieser Ausführungsform. in ähnlicher Weise auf dem Gelenkkopfe ab
wie der Femurkopf beim natürlichen Kniegelenk. Hierdurch wird erreicht, daß die Längsmittelachse des Kunstbeines in der ioo'
Beugestellung etwas kürzer wird als in der gestreckten Lage.
Der Erfindungsgedanke bietet ferner noch die Möglichkeit, diese Gelenkkonstruktion in
einfacher Weise zu einem Bremsknie auszubilden. Hierbei wird der untere Schlitz /\
oderVi1 derart ausgebildet, daß die obere Begrenzungsfläche
als Bremsfläche für den unteren Bolzen e dient. Der Schlitz wird zu diesem
Zwecke nach oben etwas verbreitert und erhält auf seiner ganzen Länge einen Belag aus'
Gummi, Leder o. dgl. Bei Belastung des Kunstbeines drückt sich nun der Bolzen e an
die Bremsfläche an, so daß eine Feststellung des Gelenkes infolge der Reibungswirkung in
jeder Lage erfolgen kann.
Claims (4)
- P ATENT-Ansprüche:i. Kniegelenk für Kunstbeine, gekennzeichnet durch zwei in dem einen Gliede angeordnete, einander parallele Bolzen (d und e), welche in zwei im anderen Gliedevorgesehenen, konzentrisch um einen gemeinsamen, als kinematischen Drehpunkt wirkenden Mittelpunkt (c) gekrümmten Führungsschlitzen (f und /^1) gleiten, die einen ungleichen Radialabstand von diesem Mittelpunkt haben.
- 2. Kniegelenk nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine an der oberen Begrenzungsfläche des in größerem Radialabstand vom Drehpunkt befindlichen Schlitzes (/\) angebrachte Zahnleiste, in die bei einer Belastung des Oberschenkels der in diesem Schlitz geführte untere Bolzen (e) eingreift, so daß das Kniegelenk dadurch festgestellt wird.
- 3. Kniegelenk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung der beiden Führungsschlitze der Form des Femurkopfes am Knie entspricht, so daß sich der Unterschenkel in möglichst gleicher Weise auf dem Gelenkkopfe abrollt, wie bei dem natürlichen Kniegelenk.
- 4. Kniegelenk nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Begrenzungsfläche des unteren Schlitzes {fl oder A1) durch Belegen mit Stoffen, wie Gummi, Leder o. dgl., die als Reibungsmittel zum Ersatz der Zahnleiste dienen, zur Bremsfläche für den in diesem Schlitze geführten Bolzen (e) ausgebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE315181C true DE315181C (de) |
Family
ID=567951
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT315181D Active DE315181C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE315181C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006007605A1 (de) * | 2004-07-23 | 2006-01-26 | Josef Grafinger | Prothesenkniegelenk |
-
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- DE DENDAT315181D patent/DE315181C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006007605A1 (de) * | 2004-07-23 | 2006-01-26 | Josef Grafinger | Prothesenkniegelenk |
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