DE3149557A1 - Rohrbiegemaschine mit einem schwenkbaren biegetisch - Google Patents
Rohrbiegemaschine mit einem schwenkbaren biegetischInfo
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Description
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PATENTANWALT D R. - I N GV "E D Xf *Ä**R D** ß'*A UR
- fc-
5 KÖLN 1, 14.12.81 Dr.B/D
Werderstraße 3 Telefon (0221) 524206-9
Wr 253
Patentan. mel dung
des
Herrn Dipl.-Ing. Rigobert Schwarze
01 pener Straße 460-474, 5000 Köln 91
"Rohrbiegemaschine mit einem schwenkbaren Biegetisch"
Die Erfindung betrifft eine Rohrbiegemaschine mit einem schwenkbaren Biegetisch und zwei mit Rillen versehenen Biegeschablonen
unterschiedlichen Durchmessers, die mit einer mit diesen zusammenarbeitenden Spannvorrichtung für das zu biegende Rohr drehfest
verbunden sind, weiterhin eine Gleitschiene und eine längs sowie quer zur Vorschubeinrichtung des zu biegenden Rohres in der Biegeebene verschiebbare Spannhülse vorhanden ist.
Beim Biegen von Rohren wird allgemein angestrebt, aufeinanderfolgende
Bögen mit einem gleichen Krümmungsradius zu biegen, damit nicht beim Biegen eines Rohres ein Wechsel der Biegeschablone stattfinden muß„
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Es gibt aber viele Anwendungsfälle, bei denen ein einheitlicher Biegeradius nicht angebracht oder möglich ist. So ist es zum Beispiel
wünschenswert, beim Biegen von Auspuffrohren für Kraftfahrzeuge den Krümmungsradius zu berechnen, um im Auspuffrohr einen bestimmten
Stau zu erhalten. Dieser für einen Stau vorgesehene vorbestimmte Biegeradius läßt sich aber dann nicht bei den anderen nachfolgenden
Biegungen des Rohres sinnvoll ebenfalls anwenden.
Durch die DE-OS 21 01 162 ist es bekannt, Rohre vollautomatisch auf
numerisch gesteuerter, eingangs beschriebener Rohrbiegemaschine mit mehreren unterschiedlichen Biegeradien ohne Wechsel oder Veränderung
der Einspannung im Rohrvorschub zu biegen . Dazu sind am Biegetisch mehrere Biegeschablonen unterschiedlichen Durchmessers in koaxialer
Erstreckung übereinander und somit etagenförmig angeordnet. Beim Wechsel des Rohres auf eine andere Biegeschablone wird die das Rohr
tragende Spannhülse am Vorschubwagen entsprechend angehoben oder abgesenkt. Dadurch erfolgt das Biegen von Rohren mit unterschiedlichen
Biegeradien in verschiedenen Ebenen. Die Höhenverstellung der das Rohr
tragenden Spannhülse am Vorschubwagen ist nicht schnell durcnzufUhren,
weil das Gewicht groß ist. Auch ist der bauliche Aufwand beachtlich.
Durch die US-Patentschriften 32 99 681 und 31 47 792 sind ebenfalls
etagenförmige Biegeschablonen bekannt. Beim Wechsel des Rohres auf
eine andere Biegeschablone wird über eine Spindel die gewünschte Biegeschablone in die entsprechende Stellung gefahren. Bei dieser
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Lösung erfolgt zwar das Biegen der Rohre in stets gleicher Ebene,
aber das Anheben und Absenken aller Biegeschablonen über eine
Spindel erfordert viel Zeit. Auch sind die Biegemaschinen im Bereich der Schablonen sperrig.
Durch die deutsche Patentschrift 27. 46 721 ist bekannt, Schablonen
axial relativ zueinander verstellbar anzuordnen, wobei in ihrer Ausgangsstellung jeweils die äußere Biegeschablone die innere Biegeschablone ringförmig umgibt. Bei dieser Lösung ist es notwendig,
beim Biegen mit Biegeschablonen unterschiedlichen Radius den Vorschubwagen mit der Spannhülse, die das zu biegende Rohr trägt, jeweils
seitlich zu verschieben. Dies ist mit einem entsprechenden Zeitaufwand verbunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt bei einer Rohrbiegemaschine der
eingangs bezeichneten Gattung die Aufgabe zu Grunde, Biegeschablonen mit zwei verschiedenen Biegeradien einfach auszubilden und beim
Biegen mit unterschiedlichen Biegeradien die Rohrachse bzw. die
das Rohr tragende Spannhülse mit Vorschubwagen nicht abhängig von
der Biegeschablone mit unterschiedlichem Biegeradius seitlich verschieben zu müssen und die Biegeschablone mit zwei unterschiedlichen
Biegeradien auch an bestehende Rohrbiegemaschinen anbringen zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Rohrbiegemaschine mit einem
schwenkbaren Biegetisch und zwei mit Rillen versehenen Biegeschab-
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Ionen unterschiedlichen· Durchmessers, die mit einer mit diesen zusammenarbeitenden Spannvorrichtung für das zu biegende Rohr drehfest verbunden sind, weiterhin eine Gleitschiene und eine längs
sowie quer zur Vorschubeinrichtung des zu biegenden Rohres in der Biegeschablone verschiebbare Spannhülse vorhanden ist, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Biegeschablone in einer Ebene an zwei
gegenüberliegenden Seiten mit Biegeschablonensektoren von zwei verschiedenen Biegeradien versehen ist und an der Biegeschablone
eine Bewegungsausgi eichsvorrichtunq vorhanden
ist, die koaxial zur Drehachse des Biegetellers bzw. Biegetisches
angeordnet ist und beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor kleinen Krümmungsradius und beim Biegen mit dem Biegeschabionensektor
größeren Krümmungsradius die Tangente der Gleitschiene an der Biegeschablone zu dem Drehmittelpunkt einen gleichbleibenden Abstand hat, der dem Radius der Biegeschablone mit dem kleinen
Krümmungsradius entspricht.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird mit einfachen Mitteln ein
schneller Wechsel der Biegeschablonensektoren unterschiedlicher Biegeradien erreicht zugleich mit der Maßgabe, daß beim Biegen
sowohl mit dem Biegeschablonensektor kleinen Biegeradius wie auch dem gegenüberliegenden Biegeschablonensektor mit dem größeren
Biegeradius keine seitliche Verschiebung der Rohrachse stattzufinden braucht.
3143557 -; :Γ
daß die Biegeschablonensektoren der verschiedenen Biegeradien sich über einen Winkel von bis zu 60°, vorzugsweise einen Winkelbereich
von 45° erstrecken.
In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß im mittleren Bereich der Biegeschablone eine im wesentlichen
rechteckige Ausnehmung vorhanden ist, in der Ausnehmung die Bewegungsausgleichsvorrichtung
mit einem Führungsstück vorhanden ist, das mit einem nach unten gerichteten Zapfen in dem Zentrum
einer am Drehteller vorhandene Zwischenplatte befestigt ist und das Führungsstück einen Zylinderraum mit einem Kolben hat, dessen
sich aus dem Zylinderraum herausragendes Ende an der Biegeschablone
abstützt. In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung ist die Mitte der länglichen Ausnehmung um 45° versetzt zum jeweiligen
Biegeanfang der Biegeschablonensektoren mit unterschiedlichen Biegeradien vorhanden.
In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorgeschlagen,,
daß der Abstand des Biegeschablonensektors mit dem großen Biegeradius
zu dem Drehmittelpunkt des Zapfen dem Radius R1 des Biegeschablonensektors
mit dem kleinen Biegeradius entspricht.
In weiterer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß das freie Ende
des Kolbens sich an der Wandung der das Führungsstück aufnehmenden Ausnehmung abstützt, die dem Kreissektor mit dem großen Biegeradius
benachbart ist.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß im Bereich zwischen den Biegeschablonensektoren im Anschluß an die Einspannflächen geradlinige
Begrenzungen vorhanden sind.
Weil der Biegeschablonensektor mit dem kleinen Biegeradius bei
dessen Verwendung zur Drehachse der Bewegungsausgleichsvorrichtung einen gleichbleibenden Abstand hat, kann die damit zusammenwirkende Spannbacke von üblicher Weise sein. Besonders vorteilhaft ist die Spannbacke für die Biegeschablone mit dem kleinen
Biegeradius durch eine Verschiebeeinrichtung, insbesondere Kniehebel exenterverschluß betätigt und um eine vertikale Achse nach
oben schwenkbar, damit sie sehr schnell aus dem Wirkungsbereich der Biegeschablone und insbesondere in einer ausreichenden Entfernung dazu gelangt.
Da sich beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor mit dem großen
B>iegeradius die Biegeschablone in Bezug auf die Drehachse des
Biegetellers bzw. der Drehachse der Bewegungsausgleichsvorrichtung verschiebt, würde eine übliche Spannbacke, die in horizontaler Ebene bewegt wird, sich der Verschiebung der Biegeschablone
während des Biegens anpassen müssen. Da dies mit großen Schwierigkeiten verbunden wäre, wird in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung vorgeschlagen, daß die Spannvorrichtung der Biegeschablone mit großem Krümmungsradius eine Spannbacke hat, die an der
Biegeschablone befestigt in vertikaler Ebene bewegt ist. Da^u
* 9 9 m • * ·
wird in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung vorgeschlagen,
daß die Einspannfläche an dem Biegeschablonensektor mit dem größeren Biegeradius viertel kreisförmig ist und in Verbindung
mit der vertikal bewegten Spannbacke die Einspannung auf einem Drei viertel-Umfang vorhanden ist.
Die vertikal bewegte Spannvorrichtung besteht in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung darin, daß ein mit der Biegeschablone
verbundener nach oben vorstehender Zapfen vorhanden ist, der von einem Zylinder umgeben ist, an dessen unteren Ende die Vertikalspannbacke angeschraubt ist, der Zylinder in seinem unteren Bereich
einen damit verbundenen Ring hat, der über Abdichtelemente gleitbewegbar an dem Zapfen anliegt, der Zapfen an seinem oberen Ende
einen diesen umgebenen Ring aufweist, der über Abdichtelemente gleitbewegbar an der Innenwandung des Zylinders anliegt, zwischen
den beiden Ringen ein über eine Anschlußöffnung mit öl befüllbarer
erster Raum zum Absenken des Zylinders mit Spannbacke und oberhalb des den Zapfen umgebenen Ringes ein zweiter, mit Anschlußöffnung versehener, mit ül befüllbarer Raum zum Anheben des Zylinders
mit der Spannbacke vorhanden ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Rohrbiegemaschine in perspektivischer und im
wesentlichen schmematischer Darstellung,
Figur 2 die Rohrbiegemaschine nach Fig.1 in der Ansicht von oben,
Figur 3 ein mit verschiedenen Biegeradien zu biegendes Rohr,
Figur 4 die Erläuterung der Biegeschablone mit den beiden verschiedenen Biegeradien,
Figuren 5 in schematischer Darstellung das Biegen mit dem Biegeradius
bis 7 kleinen Durchmessers,
Figuren 8 das Biegen mit der Biegeschablone größeren Biegeradius,
bis 10
Figur 12 das Führungsstück in Seitenansicht und teilweise vertikalem Schnitt,
Figur 14 die vertikale Spannvorrichtung an der Biegeschablone in
vertikalem Schnitt,
Figur 15 das Führungsstück in Stirnansicht und in der Biegeschablone
angeordnet,
Figur 1 zeigt eine Rohrbiegemaschine 10, die ein aus geschweißten
Stahblechen bestehendes Gehäuse hat, das an seinem
vorderen Ende einen Vorbau 11 aufweist, der den als Schwenkarm
ausgebildeten Biegetisch 12 mit dem Biegeteller 13 trägt. An der Oberseite des Gehäuses ist eine Schiene 14 vorhanden, an der
ein Schlitten 15 in angegebener Doppfei pfeil richtung 16 in Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres 17 hin- und herverschiebbar ist. Der Schlitten 15 trägt das Gehäuse 18, an dem ein Zylinder
19 befestigt ist, der in seinem Inneren und vorderen Ende die Spannhülse 20 hat. Diese Anordnung 15, 18 und 19 wird auch als
Vorschubwagen bezeichnet. Der Vorschubwagen ist mit einem Hydräu*
likzylinder 21 versehen, der die Spannhülse 19, 20 in angegebener
Doppel pfeil richtung 22 hin und her verschieben kanozu einem Zweck,
der später noch angegeben werden wird.
Sofern das Rohr 17 in Verbindung mit einem Biegedorn 23 gebogen
werden soll, dann ist vorhanden der Dornhalter 24, der durch einen Hydraulikzylinder 25 an der Schiene 26 in angegebener
Doppel pfeil richtung 27 verschiebbar ist.
Das zu biegende Rohr 17 ist an der Biegeschablone 28 angelegt,
die später noch beschrieben werden wird. Zugleich ist eine Gleitschiene 29 vorhanden, die in angegebener Doppel pfeil richtung 30
verschiebbar ist sowie in einer Doppel pfeil richtung 31, weil sie
bei der Verdrehung der Biegeschablone und Anlage am Rohr mitwandert. Mit 32 ist ein Spannschlitten bezeichnet, der über einen Knie-
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hebel Verschluß in angegebener Doppel pfeil richtung 33 verschiebbar
ist. Im einzelnen wird dies in Figur 13 dargelegt. Dieser Schlitten hat an seinem vorderen Ende einen Kragen 34, der die
Spannbackenhaiterung 35 trägt, der um die Achse 36 schwenkbar
ist. Die Verschwenkbarkeit erfolgt Über die an der Klemmbackenhalterung
angelenkte Kolbenstange 37 einer KoIbenzylinderanordnung
38. Die Spannbackenhaiterung 35 trägt die Spannbacke 39, die
dem jeweiligen Durchmesser des zu biegenden Rohres angepaßt ist und entsprechend an der Halterung 35 auswechselbar befestigt
ist.
Figur 2 zeigt, daß die Gleitschiene 29 mit einem Gleitschienendrückzylinder
40 versehen ist, damit die Gleitschiene das zu biegende Rohr mit ausreichendem Druck an die Biegeschablone andrückt.
Figur 2 zeigt weiterhin den an der Dornstange vorhandenen Dorn 23a innerhalb des im Schnitt dargestellten Rohres.
Die Biegeschablone 28 ist in einer Ebene an zwei gegenüberliegenden
Seiten mit Biegeschablonensektoren von zwei verschiedenen Biegeradien versehen, damit entsprechend Figur 3 Rohre mit unterschiedlichen
Biegerddien gebogen werden können. Figur 3 zeigt Biegeradien RI und R2, die mit der ebenfalls in Figur 4 dargestellten
Biegeschablone 28 hergestellt werden. So ist an der Biegeschablone 28 der Biegeschablonensektor I vorhanden mit dem
Radius R1 und dem Mittelpunkt A, während gegenüberliegend der
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Biegeschablonensektor II vorhanden ist mit einem Radius R2 und
Mittelpunkt B.
Die Sektoren erstrecken sich nach Figur 4 über einen Winkel von
45°. Es ist aber auch eine Winkelerstreckung bis ca. 60° möglich.
Während bisherige Biegeschablonen unterschiedlichen Durchmessers einen gemeinsamen Mittelpunkt hatten, hat die erfindungsgemäße
Biegeschablone einem jeden Biegeschablonensektor unterschiedlichen
Biegeradius entsprechenden Mittelpunkt, so den vorerwähnten Mittelpunkt A für den Biegeschablonensektor I mit kleinem Biegeradius
und den Mittelpunkt B für den Biegeschablonensektor II größeren Biegeradius. Der Drehpunkt des Biegetisches fällt zusammen mit
dem Mittelpunkt A der Biegeschablone mit kleinem Biegeradius. Da mit der erfindungsgemäßen Rohrbiegemaschine bzw. Biegeschablone
die Achse des Rohres 41 nicht verschoben werden soll, sofern eine Biegung mit dem Biegeschablonensektor großen Biegeradius oder
mit dem Biegeschablonensektor I kleinen Biegeradius erfolgt, wird eine Verschiebung der Biegeschablone vorgeschlagen. Sofern mit
dem Biegeschablonensektor I und somit Radius R1 gebogen wird, dann findet, weil der Mittelpunkt auch zugleich der Drehpunkt des Biegetisches ist, keine Verschiebung statt. Sofern jedoch mit dem Biegeschablonensektor II größeren Biegeradius R2 das Rohr gebogen wird,
dann ist die Verschiebung vorgesehen, wobei das Maß der Verschiebung sich nach dem Biegewinkel richtet. Sofern mit dem'Biege-
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Schablonensektor II das Rohr um einen Winkel χ von beispielsweise 30° gebogen wird, dann gibt dies eine notwendige Verschiebung um den Betrag X und nicht um einen Betrag, der dem
Abstand der Mittelpunkte A und B der beiden verschiedenen Biegeschablonen entspricht, weil nicht ein Biegen in einem Winkel von
360°, sondern nur um einen begrenzten Winkel vorgenommen wird, hier beispielsweise um den Betrag X von 30°. Sofern der Winkel
der Biegung größter ist, beispielsweise 50°, dann ist auch entsprechend die notwendige Verschiebung X größer. Sie läßt sich
zeichnerisch ermitteln dadurch, daß durch den Mittelpunkt A der kleinen Schablone mit dem Mittelpunkt B der großen Schablone
eine Linie gezogen wird um den Mittelpunkt A entsprechend dem Abstand B zu A ein Kreis gezogen, dann der Biegewinkel JC eingetragen und an der Stelle, an der er den Kreis 42 trifft, eine zur
Linie der Verbindung von A zu B senkrechte Linie 43 gezogen wird. Nach dieser Methode kann, abhängig von den verschiedenen Biegeradien und dem maximalen Biegewinkel, die notwendige Verschiebung
ermittelt werden.
Es sei bemerkt, daß die Verschiebeeinrichtung so bemessen wird,
daß sie auch für andere unterschiedliche Biegeradien anwendbar
ist.
Die Verschiebung erfolgt durch eine Bewegungsausgi eichsvorrichtung 44, deren Wirkungsweise aus den Figuren 5 bis 10 hervorgeht.
Figur 5 zeigt, daß der Mittelpunkt A für den Biegeschablonensektor
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zur Gleitschiene 29 einen gleichbleibenden Abstand hat, weil der Mittelpunkt zugleich Drehachse des Biegetisches 11 oder
Biegetellers ist. Figur 5 zeigt das anfängliche Biegen bei 0°, Figur 6 bei 20° und Figur 7 bei 40°. Es ist zu ersehen, daß
außer der Drehung um den Mittelpunkt A keine Verschiebung stattgefunden hat. Sofern jedoch mit dem Biegeschablonensektor größeren
Durchmessers gebogen werden soll, wie das in den Figuren 8 bis dargestellt ist, dann wird wirksam die in Figur 11 dargestellte
Bewegungsausgleichsvorrichtung. Dazu ist in der vorzugsweise einstückigen Schablone eine rechteckige Ausfräsung 45 vorhanden,
deren Mitte vorzugsweise um 45° versetzt zum jeweiligen Biegeanfang des Biegeschablonensektors mit kleinem Krümmungsradius
und Biegeschablonensektors mit großem Krümmungsradius ist. In der langgestreckten Ausnehmung ist ein Führungsstück 46 vorhanden,
welches oben mit einem Kragen bzw. einer Abdeckplatte versehen ist. Es hat einen nach unten gerichteten angedrehten Zapfen 47,
der in einer am Drehteller (Fig. 13) vorhandenen Bohrung zentriert ist, die, wie vorerwähnt, mit der Drehachse des Biegetisches zusammenfällt. Zugleich ist das Führungsstück an dem
Drehteller fest angeschraubt. Dieser Zapfen 47 ist zugleich der Mittelpunkt A für den Biegeschablonensektor kleinen Krümmungsradius R1. Der Abstand Y1 vom Anfang der Biegeschablone mit größerem
Biegeradius zum Mittelpunkt A ist gleich dem Radius RI. Das ortsfeste Gleitstück 46 hat einen Zylinderraum 48, in dem gleitbeweglich ein Kolben 49 angeordnet ist, der sich an der Wandung
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abstützt, die den Biegeschablonensektor mit dem größeren Krümmungsradius benachbart ist. Der Kolben 49 ist durch zugeordnete Dichtungen 51 und 52 in Ausnehmungen 51a und 52 ausreichend abgedichtet gegen einen pneumatischen, vorzugsweise jedoch hydraulischen,
durch öl erzeugten Druck, der dem Zylinderraum 48 über die Zuleitung 53 zugeführt wird. Durch einen hohen hydraulischen Druck in
die Kammer 48 wird der Kolben 49 mit maximaler Länge aus den: Führungsstück ausgedrückt. Diese Druckverhältnisse sind vorhanden
bei dem Biegen mit dem [Hegeschablonensektor kleinen Krümmungsradius R1 entsprechend den Figuren 5 bis 7. Dort ist ersichtlich,
daß der Kolben 49 mit gleichbleibender Länge aus dem Führungsstück herausragt und das Führungsstück innerhalb der Ausnehmung der Biegeschablone eine unveränderte Ortslage während des Biegens beibehält.
Da das Führungstück mit dem Kopfende 46a an der Wandung der Ausfräsung anliegt und die Gleitschiene 29 über das zu biegende Rohr auf
die Schablone einen Druck ausübt, braucht kein Öldruck vorhanden zu sein. Dies auch, weil der Zentrierbolzen 47 den Drehpunkt des Biegeschablonensektors mit kleinem Biegeradius bestimmt. Anders sind die
Verhältnisse beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor größeren Krümmungsradius R2 nach den Figuren 8 bis 10. Fig. 8 zeigt ir; gleicher
Weise wie Fig. 5 die Anfangsstellung des Biegens. Fig. 9 zeigt das
Biegen in einem Winkel von 20° und Fig. 10 das Biegen bei einem Winkel von 40°. Während nach Fig. 8 beim anfänglichen Biegen das
Führungsstück mit dem Kolben 49 die Stellung hat, wie das beim Biegen nach den Figuren 5 bis 6 ist, zeigt Fig. 9, daß sich die Schablone
zum Führungsstück innerhalb der Ausnehmung verschoben hat, weil der Kolben 49 unter der Wirkung des Druckes der Gleitschiene 21 in den
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Zylinderraum zurückgedrückt worden ist und entsprechend die
Schablone zum Führungsstück verschoben ist, weil dessen Zapfen mit der Drehachse des Biegetisches koaxial ist und bleibt. Durch die
Einstellung eines bestimmten Gegendruckes in dem Raum 48 kann der Druck der Gleitschiene unter Zwischenschaltung des Rohres an der
Biegeschablone eingestellt werden oder in anderen Worten muß von der Schablone aus in Richtung Gleitschiene ein genügend starker
Gegendruck vorhanden sein.
Aus den Figuren 5 bis 10 ist zu ersehen, daß der Abstand des
Mittelpunktes A des Zapfens und somit der Biegeschablone bzw. des Biegetellers zu der Längskante 29a der Gleitschiene 29 stets gleich
ist, d. h. während der Biegung des Rohres mit verschiedenen Krümmungsradien keine seitliche Verschiebung des Rohres stattzufinden braucht.
Beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor mit dem großen Biegeradius
wächst mit zunehmendem [Siegewinkel die Biegegeschwindigkeit. Dies muß bei der Steuerung des Vorschubwagens entsprechend berücksichtigt
werden. Da zugleich mit zunehmendem Biegewinkel der Tangentialpunkt
der Anlage der Gleitschiene an der Schablone zum Gleitschienenende hin wandert, muß dieses Maß bei der Berechnung des Rohrvorschubes durch
den Vorschubwagen ebenfalls berücksichtigt werden.
Da beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor kleinen Krümmungsradius
keine Verschiebung der biegeschablone stattfindet, kann eine Spannbacke nach üblichem System Anwendung finden. Es ist jedoch vorteilhaft,
die zu Figur 1 beschriebene Anordnung mit einer Wechselbackenaufnähme
die vorne die auswechselbare, am festzuklemmenden Rohr anliegende
Spannbacke 39 trägt und diese Anordnung um eine horizontale Achse
nach oben zu verschwenken, um auf einfache und schnelle Weise aus dem
Wirkungsbereich der Biegeschablone zu kommen j sofern die nächste Biegung mit dem Biegeschablonensektor mit dem größeren Krümmungsradius
erfolgen soll.
Figur 13 zeigt eine Spannbackenanordnung, die in prinzipiell gleicher
Weise wie die in Fig. 1 dargestellte arbeitet, jedoch von geringfügig anderer Ausbildung ist. Der Spannschlitten 32 hat einen Motor von
55 mit einer an dessen abgehender Welle 56 vorhandenen Lasche 57, die über einen Bolzen 58 und der Lasche 59 und einen Bolzen 60 mit der
Wechsel schablone 35 verbunden ist, die, wie zu Fig. 1 dargelegt, bei
Drehung des Hydromotors im Uhrzeigersinn um die Achse 36 nach oben
schwenkbar ist. Der Wagen 32 ist über Schrauben 61 verbunden mit einem Schlitten 62, der an einer Schiene 63 verfahrbar ist. Dazu ist
am Biegetisch über einen Bolzen 64 der Hydraulikzylinder 65 angeordnet,
dessen Kolbenstange 66 mit den beiden Laschen 67 und 68 verbunden ist.
Üie Lasche 68 ist über den Bolzen 69 mit dem Biegetisch 12, die Lasche über den Bolzen 70 und einer weiteren Lasche 71 mit dem Wagen 62
verbunden. Sofern die Kolbenstange in den Zylinder 65 eingezogen wird, dann fährt der Schlitten nach rechts. Sofern die Kolbenstange ausgefahren wird, dann wird über den dargestellten Kniehebel Verschluß die
Anordnung nach links verschoben. An dem Wagen 62 ist vorne eine Sperrnase 72 vorhanden, die in eine entsprechende Ausnehmung des Biegetellers
73 eingreift, der im übrigen um 180° versetzt eine Ausnehmung 74 hat. Durch das Eingreifen der Nase 72 in die Aussparung ist gewährleistet,
daß die Schablone zur Spannbacke ausgerichtet ist.
Das Führungsstück 46, das über den Zapfen 47 in die Zwischenplatte 75
eingreift, ist über Schrauben 46a mit der Zwischenplatte verbunden.
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Die Zwischenplatte ruht auf dem Biegeteller 73 auf, der seinerseits
auf einer Hohlwelle 76 aufliegt, die über Keile 77 und 78 über einen
Kettenantrieb 79 angetrieben wird. An dem unteren Ende dieser Drehachse
80 ist über einen Keil 81 das Zahnrad 82 befestigt, das über eine Kette
in Verbindung mit einem Kettenrad 84 mit einem Hydromotor 85 angetrieben
ist. Die Drehung der Achse der an dieser befestigten Biegeschablone · relativ zum Biegetisch kann allerdings erst erfolgen, nachdem über die
Zylinder- und Kolbenanordnung 86 und 87 der Sperrbolzen 88, der &n einer
Ausnehmung 89 des Zahnrades 82 angreift, zurückgezogen worden ist. Sofern
die Spannbacke 35, 39 durch Einziehen der Kolbenstange 66 in der vorbeschriebenen Weise zurückgezogen und durch den Hydromotor 55 zugleich
um die Achse 36 nach oben geschwenkt wird, damit ein ausreichender Abstand zur Biegeschablone vorhanden ist, dann kann nach Zurückziehen
des Sperrbolzens 88 durch den Hydraulikzylinder 86 und der Drehung der
Welle 80 der Biegeschablonensektor I mit kleinem Krümmungsradius um 180 verschwenkt werden, damit der Biegeschablonensektor II mit dem
größeren Biegeradius zur Anwendung kommt.
Beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor kleinen Krümmungsradius fährt
der Spannschlitten 32 vor, bis sich seine Nase in die Aussparung 72 des
Drehtellers 73 zentriert und die Spannbacke 39 das Rohr am Spannbereich
der Biegeschablone festgespannt hat. Dann wird das Rohr mit dem Dorn hydraulisch vorgeschoben und anschließend fährt die Gleitschiene 29
hydraulisch zu. Danach wird das Rohr um den am Schaltpunkt eingestellten
Biegewinkel gebogen. Dabei fährt, wie aus den Figuren 5 bis 7 hervorgeht, die Gleitschiene tangential mit. Das Rohr bleibt in dem SpannpatronenJ
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einsatz 20 fest eingespannt, damit der Wagen um das Maß der Bogenabwicklung mitfährt. Nach dem Biegen wird der Dorn in bekannter Weise
zurückgefahren.
Weiterhin wird die Spannbacke weggefahren und nach oben geschwenkt.
Auch wird die Gleitschiene zurückgefahren. Anschließend wird der
Schwenkarm 13 über seinen Antrieb und danach die Biegeschablone über
eine Rückhol kette in die Ausgangsstellung zurückgedreht. Anschließend fährt der die Spannhülse tragende Vorschubwagen um das gerade Stück
zwischen den Biegungen vor. Sofern die nächste Biegung ebenfalls mit dem kleinen Biegeradius durchgeführt werden soll, wird das Rohr mit dem
darin befindlichen Dorn vorgefahren und ggf. mit dem Wendekopf verdreht.
Sofern die Biegung mit dem Biegeschablonensektor großen Radius durchgeführt werden soll, wird zunächst in dem Hydraulikzylinder 21 und 25
der Wendekopf 19, 20 und die Halterung 24 seitlich weggefahren. Dann
kann die Biegeschablone 28 mit der zu Fig. 13 beschriebenen Maßnahme
um 180° im Uhrzeigersinn verdreht werden, damit die in Fig. 8 dargestellte Stellung der Biegeschablone vorhanden ist. Vorher ist die Kolbenstange
des Hydraulikzylinders 38 ausgefahren worden, um die Wechselbäckenaufnähme
sowie die der Biegeschablone zugeordnete Spannbacke nach oben zu schwenken. Dann wird der Wendekopf 19, 20, die Dornrückziehvorrichtung 24 mit den
zugeordneten Zylindern 21 und 23 in die Ausgangsstellung zurückverschoben.
Da, wie aus den Figuren 8 bis 10 ersichtlich, beim Biegen mit dem
Biegeschablonensektor größeren Krümmungsradius die Biegeschablone bei
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feststehendem Führungsstück an einem Zwischenteil er mit fortschreitender
Biegung verschoben wird, ist ein übliches Spannbacken nicht möglich. Daher wird vorgeschlagen, daß die Biegeschablone mit dem großen
Krümmungsradius eine Spannbacke hat, die ortsfest an der Biegeschablone
angeordnet und in vertikaler Ebene bewegbar ist. Dies ist in Fig. 14 dargestellt. Danach ist über eine Schraube 90 ein nach oben vorstehender
Zapfen 91 vorhanden, der von einem Zylinder 92 umgeben ist und an dessen
unteren Ende über Schrauben 93 und 94, wie auch aus Fig. 11 hervorgeht, die Vertikal spannbacke 95 angeschraubt ist, die im Querschnitt einen
Halbkreis 96 aufweist, während die Biegeschablone 28 mit einer im Querschnitt viertel kreisförmigen Fläche 97 versehen ist. Der Zylinder 92
umgibt einen Ring 98, der über Abdichtelemente 99 und 100 an dem Zapfen
gleitbar ist. Der Zapfen 91 trägt an seinem Kopfende einen Ring 101, der über zugeordnete Dichtungen 102 und 103 am Zylinder 91 abgedichtet
ist. Sofern durch die Einlaßöffnung 104 in angegebener Pfeilrichtung öl
unter Druck eingefüllt wird, dann senkt sich der Zylinder 92 mit der Spannbacke 95 nach unten, weil der Ring 101 über das Gewinde 105 fest
mit dem Zapfen 91 verbunden ist und entsprechend über die Fläche des
am Zylinder 92 angeordneten Ringes 98 ein Absenken erfolgen muß.
Zum öffnen der Spannbacke wird über die Einlaßöffnung 106 öl unter
Druck eingefüllt. Dieses öl gelangt in den Zylinderraum 107 oberhalb
des mit dem Zapfen 91 fest verbundenen Ringes 101 mit dem Ergebnis,
daß durch Vergrößerung des Raumes 106 der Zylinder 92 mit der angeschraubten Spannbacke 95 angehoben wird.
Es ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Biegeschablone leicht an
bestehende Rohrbiegemaschinen angebracht werden kann, weil lediglich
die Schablone 28 aufgelegt und das Führungsstück an der Zwischenplatte
oder auch dem Drehteller angeschraubt zu werden braucht. Die in Längsrichtung an beiden Seiten des Führungsstückes vorhandenen
Kragen 108 und 109 sichern dann die Biegeschablone.
Nach Fig. 15 hat das Führungsstück 46 an seinen Breitseiten vorstehende
Kragen 108 und 109, die in zugeordnete Vertiefungen 110 und 111 der Biegeschablone eingreifen. Zugleich sind, wie aus Fig. 16 ersichtlich,
im nahen Bereich der beiden Breitseiten Bohrungen 112 und 112 usw. vorhanden, damit das Führungsstück an der Zwischenplatte 75 angeschraubt
werden kann.
Aus dieser Schilderung ist ersichtlich, daß das Führungsstück 46
sich nicht um die Achse des Zapfens 47 dreht. Auch brauchte dieser Zapfen 47 nicht unbedingt vorhanden zu sein. Er ist aber zweckmäßig,
um als Zentrierzapfen eine genaue Zentrierung in der Drehachse der Zwischenplatte 75 zu erreichen und zu gewährleisten, daß die in Fig.
angegebene Rückwand 46a dabei an der zugeordneten Wandung der Ausfräsung anliegt.
Das Führungsstück 46 hat entsprechend Fig. 17 an beiden Breitseiten
Schmiernuten 114 und 115 sowie eine Fettkammer 116. Die Schmiernuten
und 115 werden geschmiert durch eine in Fig. 15 in der Biegeschablone vorhandene Schmiermittelleitung 117. Durch eine Bohrung 118 im Führungsstück 46 werden die Schmiernuten auf der gegenüberliegenden Seite mit dem
Schmiermittel gefüllt.
Claims (16)
- Ansprüche( 1.J Rohrbiegemaschine mit einem schwenkbaren Biegetisch und zwei mit Rillen versehenen Biegeschablonen unterschiedlichen Durchmessers, die mit einer mit diesen zusammenarbeitenden Spannvorrichtung für das zu biegende Rohr drehfest verbunden sind, weiterhin eine Gleitschiene und eine längs sowie quer zur Vorschubrichtung des zu biegenden Rohres in der Biegeebene verschiebbare Spannhülse vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegeschablone (28) in einer Ebene an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Biegeschablonensektoren I und II von zwei verschiedenen Biegeradien R1 und R2 versehen ist und an der Biegeschablone eine Bewegungsausgleichsvorrichtung vorhanden ist, die koaxial zur Drehachse des Biegetellers bzw. Biegetisches angeordnet ist und beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor I kleinen Krümmungsradius R1 und beim Biegen mit dem Biegeschablonensektor II großen Krümmungsradius R2 die Tangente der Gleitschiene (29) an der Biegeschablone (28) zu dem Drehmittelpunkt einen gleichbleibenden Abstand hat, der dem Radius des Biegeschablonensektors I mit dem kleinen Krümmungsradius R1 entspricht.
- 2. Rohrbiegemaschine mit Biegeschablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegeschablonensektoren I und II der verschiedenen Biegeradien sich über einen Winkelbereich bis zu 60°, vorzugsweise einen Winkelbereich von 45° erstrecken.
- 3. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 und 2,dadurch gekennzeichnet, daß im mittleren Bereichder Biegeschablone (28) eine im wesentlichen rechteckige Ausnehmung (45) vorhanden ist, in der Ausnehmung ein Führungsstück (4.6) vorhanden ist, das vorzugsweise mit einem nach unten geichteten Zentrierzapfen (47) versehen in dem Zentrum des Drehtellers öder einer an dieser vorhandenen Zwischenplatte befestigt ist und das Führungsstück einen sich in horizontaler Ebene vorhandenen Zylinderraum (48) mit einem Kolben (49)hat, dessen sich aus dem Zylinder raum herausragendes Ende an der Biegeschablone (28) bzw. Wandung (50) der Ausnehmung abstützt und die Biegeschablone an dem Drehteller oder der Zwischenplatte relativ zum Führunc-sstück verschiebbar ist.
- 4. Rohrbiegemaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zylinderraum (48) an eine öldruckpumpe angeschlossen ist und der Öldruck im Zylinderraum (48) regulierbar ist. - 5. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Mitte der Ausnehmung um 45 versetzt zum jeweiligen Biegeanfang der Biegeschablonensektoren I und II mit unterschiedlichen Biegeradien R.1 und R2 ist.
- 6. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, d a d u rc.ti gekennzeichnet, daß der Abstand Y1 des Anfangspunktes des ßiegeschablonensektors ΓΙ mit dem großen Biegeradius zu dem Drehmittelpunkt des Zapfens (47) dem Radius des Biegeschablonensektors mit dem kleinen Biegeradius RI entspricht.3H9557
- 7. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Kolbens (49) sich an der Wandung (50) der das Führungsstück aufnehmenden Ausnehmung (45) abstützt, die dem Biegeschabi onens,ektor II mit dem großen Biegeradius R2 benachbart ist.
- 8. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsstück an seinen beiden Breitseiten jeweils mit einem Kragen (109, 110) versehen ist, die in eine Vertiefung (110, 111= der Biegeschablone (28) eingreifen.
- 9. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsstück an seinen beiden Breitseiten mit Schmiernuten (114, 115) versehen ist.
- 10. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsstück (46) an einer Zwis dienplatte angeschraubt und die Zwischenplatte (75) mit dem Drehteller (73) verschraubt ist und durch zwei Keile gesichert ist.
- 11. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 2 bis 7. d a d u r c η gekennzeichnet, daß im Bereich zwischen den Biegeschablonensektoren I und II im Anschluß an die Einspannflächen geradlinige Begrenzungen vorhanden sind.b b 7
- 12. Rohrbiegemaschine nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2bis8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbacke (39) für die Biegeschablone mit dem kleinen Biegeradius R1 durch eine Verschiebeeinrichtung, insbesondere Kniehebelexzenterverschluß (65 bzw. 71) betätigt und um eine vertikale Achse (36) nach oben schwenkbar ist.
- 13. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, d a du rch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung der Biegeschablone mit großem Krümmungsradius R2 eine Spannbacke (95) hat, die ortsfest an der Biegeschablone (28) angeordnet und in vertikaler Ebene bewegt ist.
- 14. Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannfläche an dem Biegeschablonensektor II mit dem größerem Biegeradius R1 viertelkreisförmig ist und in Verbindung mit der vertikal bewegten Spannbacke (95) die Einspannung auf einem Dreiviertel umfang vorhanden ist.
- 15. Rohrbiegemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Biegeschablone verbundener, nach oben vorstehender Zapfen (91) vorhanden ist, der von einem Zylinder (92) umgeben ist, an dessen unteren Ende die Vertikal spannbacke (95) angeschraubt ist, der Zylinder (92) in seinem unteren Bereich einen damit verbundenen Ring (98) hat, der über Abdichtelemente (99) gleitbewegbar an dem Zapfen (91) anliegt·, der Zapfen (91) an seinem oberen Ende einen3U9557diesen umgebenden Ring (101) aufweist, der über Abdichtelemente (102, 103) gleitbewegbar an der Innenwandung des Zylinders (92) anliegt, zwischen den beiden Ringen (98. 101) ein über eine Anschlußöffnung (104) mit öl befüllbarer erster Raum zum Absenken des Zylinders (92) mit der Spannbacke (95) und oberhalb des den Zapfen umgebenden Ringes (101) ein zweiter, mit Anschlußöffnung (105) versehener, mit öl befüllbarer Raum zum Anheben des Zylinders (92) mit der Spannbacke (95) vorhanden ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzei chnet , daß der Zapfen (91) in einer Vertiefung der Biegeschablone (28) angeordnet und an einer von der Unterseite der Schablone ausgehende Schraube (90) befestigt ist.
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