DE3149499A1 - Verschnitte von bis-(allylcarbonaten) und verfahren zum polymerisieren solcher verschnitte - Google Patents
Verschnitte von bis-(allylcarbonaten) und verfahren zum polymerisieren solcher verschnitteInfo
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Description
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Monomere Bis-Callylcarbonate) ergeben harte harzartige
Polymere, die überlegene optische Eigenschaften besitzen. Die Verwendung dieser Materialien wird aber dadurch
begrenzt, dass sie bisher nur durch Giessen zu Gegenständen verarbeitet werden konnten.
Das Giessen von Kunststoffen ist eine zeitraubende Arbeitsweise, wobei nur Produkte von einer relativ einfachen
Geometrie hergestellt werden können. Darüberhinaus benötigt man beim Giessen von Kunststoffen eine
Vielzahl von einzelnen Giessformen.
Es wurde nun gefunden, dass monomere Bis-(allylcarbonate), die ein Polymeres enthalten, während eines engen
Intervalls im Verlauf ihrer Polymerisation gute Verarbeitungseigenschaften besitzen. Es wurde ferner festgestellt,
dass in diesem engen Intervall die polymerisierende Masse zerkleinert und geschmolzen werden kann.
Dabei wurde beobachtet, dass in diesem Intervall die polymerisierende Masse beim Anlegen eines Druckes keine
Flüssigkeit ausstösst, verliert oder abgibt. Ferner wurde gefunden, dass in diesem Intervall die polymerisierende
Masse zu komplexen Gegenständen formbar ist, ohne dass sie zerbricht.
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Die Erfindung ist in den Patentansprüchen näher definiert.
Eine Ausführungsform der Erfindung richtet sich auf
ein Verfahren, bei dem monomeres Bis-(allylcarbonat)
in Mischung mit einem verträglichen Polymeren mechanisch behandelt wird, wie z. B. durch Extrudieren oder Verformen
und danach polymerisiert oder weiterpolymerisiert wird, um ein hartes Harz zu ergeben.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung erhält
man ein polymeres System, d. h. ein System, das di». Merkmale eines Copolymeren und eines Polymerverschnitts
hat, indem man ein Bis-(allylcarbonat) in Gegenwart eines Polymeren mit olefinischen Doppelbindungen polymerisiert.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung kann die Polymerisation
von monomeren Bis-(allylcarbonaten) in Mischung mit einem Polymeren, z. B. als ein Polymerverschnitt,
verzögert oder unterbrochen werden, um als Zwischenprodukt ein bearbeitbares pseudoplastisches
Harz zu erhalten. Dieses pseudoplastische Harz kann, wie später im einzelnen angegeben wird, verarbeitet werden und
die Polymerisation kann entweder gleichzeitig oder nach der Verarbeitung bzw. Bearbeitung erfolgen.
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Unter einem bearbeitbaren oder pseudoplastischen Polymeren bzw. Harz wird hier ein Bis-(allylcarbonat)-Material
verstanden, das bei der Anwendung von Wärme oder Druck oder Wärme und Druck erweicht und fliesst, verarbeitbar,
schmelzbar, extrudierbar und durch Spritzgiessen und Transferpressen und ähnliche Arbeitsweisen
verarbeitbar ist. Ein solches Material zeigt rheologische Eigenschaften, wie sie bei pseudoplastischen
und thermoplastischen Eigenschaften auftreten. Unter pseudoplastischen Eigenschaften wird verstanden, dass
der Logarithmus der Scherspannung gegen den Logarithmus der Schergeschwindigkeit bei einer konstanten Temperatur
eine glatte steigende Funktion ist, wobei Scherspannungen von 10·* bis 10? dyn / cm^ Schergeschwindigkeiten
von 10 bis 10 000 / sek ergeben.
Der Intervall bzw. die Phase, in der der Verschnitt aus Bis-(allylcarbonat) und Polymerem pseudoplastische
Eigenschaften hat, tritt auf, wenn die Viskosität angefangen hat zu steigen, z. B. entweder durch Zugabe
des verträglichen Polymeren oder durch Polymerisation, jedoch vor-Bildung eines harten Polymerisats. Während
der Phase der Verarbeitbarkeit ist das Ausmass oder der Grad der Polymerisation oder die Beendigung der
Reaktion ausreichend weit vorangeschritten oder die physikalische Struktur des Verschnitts ist derartig,
dass während der Verarbeitung keine Abgabe oder Verlieren der Flüssigkeit erfolgt. Andererseits ist die
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Reaktion und die physikalischen Eigenschaften des Systems noch so niedrig, dass die Masse schmelzbar
ist. Die Phase der Verarbeitbarkeit kann durch einfache Routineversuche ermittelt werden.
Es wird angenommen, dass das Homomonomer-Polymer-Verschnittsystem,
das ein gelöstes oder gequollenes Pol3Tneres und ein Bis-(allylcarbonat) enthält, ein
sich durchdringendes Netzwerk von zwei Polymeren bildet. Es wird ferner angenommen, dass die Polymerisation
des Bis-(allylcarbonats) mit dem gequollenen oder solubilisierten "Polymeren einen weiteren Bereich
des gesamten Polymergehaltes begünstigt, in dem das Polymerisat bearbeitbar oder verarbeitbar oder
thermoplastisch ist im Vergleich zu einem Bis-(allylcarbonat )-Homomonomer-Homopolymer. Die Erfindung ist
jedoch nicht an die Richtigkeit dieser Annahmen gebunden.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Zusammensetzung hergestellt, die ein monomeres Bis-(allylcarbonat)
und ein Polymeres enthält. Um durch Polymerisation ein bearbeitbares Polymeres zu erhalten,
nimmt man die Polymerisation durch Zugabe eines Initiators, z. B. eines Peroxidinitiators, und durch
Erwärmen der flüssigen Zusammensetzung auf. Wenn die Umsetzung nicht unterbrochen wird, führt die Reaktion
zum Schluss zu einem harten Harz. Über einen längeren
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und messbaren Zeitraum der Reaktion, z. B. beginnend mit etwas Bis-(allylcarbonat)-Polymersystemen und sogar
noch ohne eine Bis-(allylcarbonat)-Polymerisation, oder bei anderen Systemen nach einer Umsetzung von
einigen Minuten oder einigen Stunden, ist die Reaktionsmischung bearbeitbar, verarbeitbar oder pseudoplastisch.
Bevor sie diesen Zustand erreicht, verliert sie bei der Bearbeitung Flüssigkeit und nach Beendigung
der Bearbeitbarkeit ist die Reaktionsmischung nicht mehr schmelzbar. Der erforderliche Zeitbedarf
zur Erreichung des Zustandes der Verarbeitbarkeit ist eine Funktion der Temperatur, des Initiators für
die Polymerisation unter Bildung von freien Radikalen und der Konzentration des Polymeren. So beginnt z. B.
bei einer Zusammensetzung,die ein monomeres Bis-(allylcarbonat),
20 Gew% Poly(methylmethacrylat) vom Molekulargewicht 100 000 und 3 Gew% Benzoylperoxid,
bezogen auf das Monomere, enthält, die Phase der Verarbeitbarkeit nach 120 Minuten bei 600C und nach etwa
10 Stunden bei 4O0C. Bei Anwesenheit von niedrigeren Mengen an Benzoylperoxid ist der Zeitbedarf bis zur
Erreichung der Verarbeitbarkeit langer und dementsprechend
kürzer bei grösseren Mengen dieses Initiators.
Die hier verwendeten Ausdrücke "Bearbeiten" und "Verarbeiten" werden synonym benutzt und schliessen mechanische
Vorgänge ein, wie Mischen der viskosen,
pseudoplastischen Harze, Mahlen der viskosen, pseudoplastischen Harze, Zerkleinern der pseudoplastischen
Harze, Verschneiden der zerkleinerten, pseudoplastischen Harze, Extrudieren der pseudoplastischen Harze,
Herstellung von Filmen, Platten und Schläuchen aus den pseudoplastischen Harzen, Kalandern der pseudoplastischen Harze, Herstellen von Fäden und Fasern aus den
pseudoplastischen Harzen, Laminieren der pseudoplastischen Harze, z. B. als Film, Platte, Schicht, Überzug
oder Substrat, Verformen der pseudoplastischen Harze, z. B. durch Pressen, Spritzgiessen, Giessen, Blasformen,
Transferpressen und Prägen, Aufschäumen der pseudoplastischen Harze und Folienherstellung aus
den pseudoplastischen Harzen.
Nach einer Ausbildungsform der Erfindung kann man die
erfindungsgemässen Harze durch Kombinieren eines monomeren Bis-(allylcarbonate) mit einem verträglichen
Polymeren unter Ausbildung eines verarbeitbaren Harzes ohne Polymerisation erhalten. Alternativ kann die
Mischung teilweise.polymerisiert sein, um ein verarbeitbares
Harz zu erhalten. Unter einem verarbeitbaren Harz wird ein Harz mit einer Scherspannung von 10^ bis
10' dyn / cm bei einer Schergeschwindigkeit von 10 bis 10^ / sek verstanden.
Gemäss einer anderen Ausführungsform der Erfindung
können die verarbeitbaren Harze, die entweder beim Mischen oder beim darauffolgenden Polymerisieren gebildet
werden, extrudiert werden. Sie können dem Extruder in Form von Teilchen, Pellets oder in anderer
feinteiliger Form zugeführt werden. Alternativ kann der Ausgangsstoffe auch ein kontinuierliches Band
des verarbeitbaren Harzes sein. Das verarbeitbare Harz wird durch den Extruder zu dessen Austrittsöffnungen
durch übliche Einrichtungen gefördert, z. B. durch Schnecken. Beim Durchgang des viskosen Harzes durch
den Extruder erwärmt sich das Harz. Diese Erwärmung kann ausreichend sein, um eine weitere Polymerisation
innerhalb des Extruders herbeizuführen, so dass es notwendig sein kann, den Extruder zu kühlen, um eine Aushärtung
des Harzes im Extruder zu vermeiden.
Die Extruderwerkzeuge können z. B. für die Herstellung eines Films oder einer Folie in üblicher Weise ausgebildet
werden. Der Film oder die Folie kann auf einer Walze mit oder ohne Ausziehen aufgewickelt und dann
gehärtet werden. Man kann auch Abschnitte aus dem Film
oder der Folie herausschneiden oder eine Verformung vornehmen und erst dann das Harz aushärten.
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Alternativ können die Werkzeuge die Form eines Ringes mit einem Dorn in der Mitte besitzen, wodurch man ein
Rohr oder einen Schlauch in üblicher Weise herstellen kann. Das Rohr oder der Schlauch können nachher gehärtet
werden. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
kann man das verarbeitbare Harz durch eine Düse für die Herstellung von Fasern oder Fäden auspressen,
z. B. durch eine Spinndüse mit einer Vielzahl von Öffnungen oder durch eine Schlitzdüse. Der Spinndüse kann das
verarbeitbare Harz in bekannter Weise durch einen Schneckenextruder oder eine Zahnradpumpe zugeführt
werden. Das verarbeitbare Harz kann im wesentliche*! frei von Lösungsmitteln sein und in der Hauptsache
nur das Harz enthalten, so wie dies bei dem Schmelzspinnen üblich ist. Alternativ kann das Harz aber auch
Lösungsmittel enthalten, die während oder nach der Faserbildung wie bei dem Trockenspinnverfahren verdampfen.
Nach einer weiteren Ausbildungsform der Erfindung kann man das verarbeitbare Harz zur Herstellung von Laminaten
verwenden. Es kann z. B. ein Laminat aus zwei Platten des- verarbeitbaren Harzes hergestellt werden.
Danach kann dieses Laminat der Polymerisation unterworfen werden. Alternativ kann man ein Laminat aus
einer Schicht dos verarbeitbaren Harzes und einer anderen Schicht eines anderen Materials herstellen, wobei dann beim Aushärten des verarbeitbaren Harzes eine
Bindung der beiden Schichten zustandekommt.
Nach einer anderen Ausbildungsform der Erfindung kann das verarbeitbare Harz der Formpressung unterworfen
werden. Dabei wird das viskose verarbeitbare Harz in die Kammer einer Form gepresst und dort unter Bedingungen
gehalten, bei denen eine Vernetzung eintritt.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann
ein dünner Gegenstand aus dem verarbeitbaren Harz in einem Abquetschwerkzeug hergestellt werden. Die Platte
oder ein ähnlicher flacher Gegenstand wird in das Werk zeug eingebracht, wobei sie gleichzeitig gehärtet und
gepresst wird, z. B. bis zu einem Druck von 14 kg / cm
oder höher, z, B. bis zu 210 kg / cm . In dieser Weise können Videoscheiben, Schallplatten, durch Lasergeräte
lesbare Computerplatten, Beugungsraster, Fresnel-Linsen, optische Linsen und ähnliche Gegenstände hergestellt
werden.
Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung
wird das verarbeitbare Harz dem Spritzgiessen unterworfen. Das Spritzgiessen ist bekannt und als Beispiel
dafür seien Einrichtungen, wie Druckkolben, Rammklötze, Stempel, Schnecken und hin- und hergehende
Schnecken genannt, die das Harz durch einen Zylinder, eine Düse am Ende des Zylinders, eine Angussöffnung
oder einen Angussverteiler in einen Formenhohlraum fördern. Das Harz kann in den Zylinder als Band,
Strom oder zerkleinertes Material eingebracht werden. Das Hindurchpressen des viskosen Harzes durch die genannten
Einrichtungen hat eine Umwandlung von mechanischer Energie in thermische Energie zur Folge, wobei
durch die im wesentlichen adiabatisehen Verhältnisse
ein Erwärmen des Harzes eintritt. Es kann deshalb notwendig
sein, das Harz zu kühlen, um ein Härten bzw. Vernetzen bzw. Polymerisieren innerhalb des Zylinders
zu vermeiden. Nach dem Härten in dem Formenhohlraum, bei dem es sich um ein teilweises oder sogar ein
vollständiges Härten handeln kann, wird der fertige Giessling aus dem Hohlraum entnommen. In dieser Weise
können Linsen durch Spritzgiessen hergestellt werden*
Gemäss einer noch weiteren Ausführungsform der Erfindung
wird das verarbeitbare Harz dem Transfergiessen unterworfen. Dabei wird es in eine Form transferiert
und aushärten gelassen.
Die vorstehend beschriebenen Arbeitsweisen zum Verarbeiten
bzw. Bearbeiten des verarbeitbaren Harzes schliessen häufig eine mechanische Bearbeitung des
Harzes ein und können auch miteinander kombiniert werden. So.kann man zum Beispiel ein verarbeitbares
Harz zerkleinern, mischen und danach zu einem Film oder einer Folie extrudieren oder verformen.
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Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
wird das verarbeitbare Harz als Klebstoff verwendet. Es wird z. B. in Form eines Bandes, Films, zerkleinerten
Materials oder als Platte zwischen zwei Gegenstände, z. B. zwei Linsen, gelegt und gehärtet oder
gehärtet und gepresst, wobei eine Verklebung der beiden Gegenstände erreicht wird.
Nachdem das verarbeitbare Harz verarbeitet worden ist, wird es gehärtet, um ein Polymerisat zu ergeben,
d. h. ein hartes Harz. Unter einem harten Harz wird hier ein Harz verstanden, das eine Rockwell - Härte von
grosser als MlOO, eine Zugfestigkeit von mindestens
35 kg / cm2 (5000 psi), eine Biegefestigkeit von mindestens 562 kg / cm2, ein Biegemodul bei 7030 kg / cm2
von mindestens 2,5, eine Druckfestigkeit von mindestens
1410 kg / cm2, ein Druckfestigkeitsmodul bei 7030 kg / cm
von mindestens 2,5, eine Izod - Kerbschlagzähigkeit von mindestens
"0.2 foot-pounds per square inch" und eine Izod Schlagzähigkeit von mindestens "1.5 foot-pounds per square
inch".
Das Härten kann man erreichen, indem man das bearbeitete verarbeitbare Harz erwärmt. Beim Erwärmen wird typischerweise
auf eine Temperatur oberhalb etwa 8O0C erwärmt,
z. B. auf 100°G oder sogar auf HO0C. Der Zeitbedarf
zur Erreichung einer Temperatur oberhalb etwa 800C
sollte kurz genug sein, um eine wirtschaftliche Ausnutzung der Ausrüstung zu ermöglichen, sollte aber
auch lang genug sein, um die Bildung einer Gasblase, von Rissen und eine Verfärbung des Polymerisats zu
vermeiden. Die Zeit, die zur Erreichung einer Temperatur oberhalb 800G erforderlich ist, hängt vom Initiator
ab, der Menge des Initiators und von dem vorausgegangenen Umfang der Härtung. Im allgemeinen beträgt
die kumulative Härtung, d. h. die Härtung von einer Anfangspolymerisation, so weit eine derartige
stattgefunden hat, des monomeren Bis-(allylcarbonats) bis zum Erhalten des verarbeitbaren Harzes und die
letzte Härtung des verarbeitbaren Harzes nach, der Bearbeitung oder Verarbeitung etwa eine bis 20 Stunden,
wenn als Initiator Benzoylperoxid verwendet wird und dieses in dem ursprünglichen Monomeren in
einem Anteil von etwa 3,0 Gew% vorhanden ist.
Die letzte Härtung kann in einem Wasserbad oder in einem Ofen durchgeführt werden, doch kann sie schon
bei der Bearbeitung aufgenommen werden, z. B. beim Extrudieren des verarbeitbaren Polymerisats über
erhitzte Walzen oder beim Spritzen des erwärmten Polymerisats in eine erwärmte Form.
Alternativ kann die letzte Härtung durch Erwärmen mit
Ultraschall oder mit Mikrowellen bewirkt werden.
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Bis-Callylcarbonate), die nach dem Verfahren der Erfindung
polymerisiert werden können, sind üblicherweise lineare, flüssige Allylcarbonate, d. h. Glykol-bis-(alIyIcarbonat)verbindungen,
bei denen die AlIyI-gruppen in der 2 - Stellung durch Halogen, insbesondere
Chlor oder Brom, oder einen C,, - Alkylrest,
insbesondere durch einen Methyl- oder Äthylrest substituiert werden können. Die Glykolgruppe ist in der
Regel eine Alkylen-, Alkylenäther- oder Alkylenpolyäthergruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen. Die bevorzugten
Bis-(allylcarbonate) entsprechen der Formel
0 0
ti ti
R1-O-G-O-R-O-C-O-R
in der R. und R„ Allyl- oder substituierte Allylgruppen
sind und R_ später definiert wird. R1 und R» können
unabhängig voneinander der Formel
R1
H2C -C- CH2-
H2C -C- CH2-
entsprechen, wobei R, Wasserstoff, Halogen oder ein C. , - Alkylrest ist. Spezifische Beispiele von R und
R3 sind Allyl-, 2-ChloralIyI-, 2-Bromallyl-, 2-Jodallyl-,
2-Fluorallyl-, 2-Methallyl-, 2-Äthylallyl-, 2-Isopropyl-
allyl-, 2-n-Propylallyl-,und 2-n-Butylallylreste. Bevorzugt
sind R und R„ die Ällylreste, H9C = CH - CH7-.
Solche Verbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
sind in den US-PSen 23 70 567 und 24 03 113 beschrieben.
Spezifische Beispiele von R2 sind Alkylengruppen, wie
Äthylen-, Trimethylen-, Methyläthylen-, Tetramethylen-, Äthyläthylen-, Pentamethylen-, Hexamethylen-, 2-Methylhexamethylen-,
Octamethylen- und Decamethylengruppen, Alkylenäthergruppen, wie -CH0-O-GH9- ,
-CH2CH2-O-CH2CH2- , -CH2-O-CH2-CH2- und
-CH2CH2CH2-O-CH2CH CH2- ^, Alkylenpolyäthergruppen,
wie -CH2CH2-O-CH2CH2-O-CH2Ch2-O-CH2CH2- und
-CH9-O-CH9- und Alkylencarbonatgruppen, wie
-CH2CH2-O-CO-O-CH2CH- und
-CH2CH2-O-CH2CH2-O-CO-O-CH2CH2-OCh2CH2- . Bevorzugt
ist R eine der Gruppen -CH2CH2- oder -CH2CH-O-CH2CH2
Spezifische Beispiele von geeigneten Bis-(alIyIcarbonaten)
sind Äthylenglykol-bis-(2-chlorallylcarbonat), Diäthylenglykol-bis-(2-methallylcarbonat), Triäthylenglykol-bis-(allylcarbonat),
Propylenglykol-bis-(2-äthylallylcarbonat),
1,3-Propandiol-bis-(allylcarbonat),
l,3-Butandiol-bis-(allylcarbonat), 1,4-
" ·' ·:3Η9499
Butandiol-bis-(2-bromallylcarbonat), Dipropylenglykolbis-(allylcarbonat),
Trimethylenglykol-bis-(2-äthylallylcarbonat) und Pentamethylenglykol-bis-(allylcarbonat
).
Technisch besonders wichtige Bis-(allylcarbonate), die beim Verfahren der Anmeldung verwendet werden
können, sind zum Beispiel
0 0
CH2=CH-CH2-O-C-O-CH2-GH2-O-CH2CH2-O-CH2CH2-O-C-O-CH2-CH-Ch2 ,
0 ■ 0
CH2=CH-CH2-O-C-O-CH2CH2-O-CH2CH2-O-C-O-Ch2-CH=CH2 und
0 0
CH2=CH-CH2-O-C-O-CH2-CH2-O-C-O-CH2-CH=Ch2 .
Das pseudoplastische Harz gemäss der Erfindung wird aus einer Zusammensetzung eines Bis-(alIyIcarbonate)
und eines Polymeren hergestellt. Das Polymere ist entweder in dem Bis-(allylcarbonat) löslich oder wird durch
das Bis-(allylcarbonat) angequollen oder es ist in dem Bis-(allylcarbonat) teilweise löslich und teilweise
quellbar. Das Polymere sollte gegenüber einer Zerset-
■:" · .--:.. ·..* -3H9499
- 30 -
zung durch den Peroxidinitiator, der zum Polymerisieren des Bis-(alIyIcarbonate) verwendet wird, beständig
sein und sollte auch nicht mit diesem Initiator reagieren.
Das Polymere kann ein monofunktionelies Homopolymeres
oder ein Copolymeres von mehreren monofunktione11en
Monomeren sein oder ein Copolymeres von einem monofunktionellen Monomeren und einem difunktione11en
Monomeren. Bevorzugt hat das difunktionelle Monomere funktioneile Gruppen von unterschiedlicher Reaktionsfähigkeit,
d. h. von hoher und niedriger Reaktionsfähigkeit, z. B. eine Vinylgruppe und eine Allylgruppe.
Das monofunktioneile Monomere ist bevorzugt ein Vinylmonomeres.
Bei der Erfindung ist das Copolymere bevorzugt ein Copolymeres von (a) einem Acrylat, d. h. ein Acrylatester
oder eine Acrylsäure und (b) ein Ester einer Acrylsäure mit einem Allylalkohol oder einem substituierten
Allylalkohol der Formel
OO
Il tt
wobei R5-C-OH und Rg-COH unabhängig voneinander
Acrylsäuren sind, wie Acrylsäure, Methacrylsäure,
Äthacrylsäure, Butacrylsäure, Propacrylsäure oder
höhere Acrylsäuren und RaOH ein Allylalkohol der
Formel
R4
H2C=C-CH2-OH
4
ist, in der R Wasserstoff, Halogen oder ein C1 , Alkylrest ist. In der Regel ist R, OH Allylalkohol der Formel
ist, in der R Wasserstoff, Halogen oder ein C1 , Alkylrest ist. In der Regel ist R, OH Allylalkohol der Formel
H2C=CH-CH2OH.
0 0
Il Il
R5COH und RgCOH sind unabhängig voneinander entweder
Acrylsäure
0
CHn=CH-COH
CHn=CH-COH
oder Methacrylsäure
0
0
• I
CH0=C-COH
CH3
Das difunktionelle Monomere kann z. B. Allylacrylat oder Allylmethacrylat sein und das monofunktioneile
Monomere Methylacrylat, Methylmethacrylat, Äthylacrylat
oder Äthylmethacrylat. In dieser Weise erhält man ein lineares, minimal vernetztes lösliches, quellbares
Polymeres, dessen Polymerisation vorwiegend durch die Vinylgruppen erfolgt ist. Besonders bevorzugt
ist ein Copolymeres aus Allylmethacrylat und Methylmethacrylat.
Dieses Copolymere enthält typischerweise etwa 80 bis 99 Gew% Methylmethacrylat und als Restbestandteil
Allylmethacrylat. In einer besonders erwünschten Ausführungsform enthält das Copolymere bis zu 95 Gew%
Methylmethacrylat und als Restbestandteil Allylmethacrylat und hat ein scheinbares Molekulargewicht
von 100 000 bis 600 000, bestimmt durch Messung der inhärenten Viskosität gegenüber PoIy(methylmethacrylat),
Besonders bevorzugt sind Copolymere mit olefinischer
Doppelbindung, d. h. Copolymere aus einem Acrylat und einem Allylacrylat mit einem Molekulargewicht
von mindestens 100 000 und insbesondere einem Molekulargewicht von 100 000 bis 600 000. Diese Copolymeren
zeichnen sich durch eine geringe Solubilisierung und Quellung durch das Bis-(allylcarbonat) aus.
Um einen hohen Gehalt dieser Copolymeren in dem fertigen Polymerisat zu erreichen, z, B. etwa 8 bis 15 Gew%,
werden diese Copolymeren in der Regel zuerst in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, gelöst
oder gequollen und werden erst danach mit dem Bis-(allylcarbonat)
gemischt. Das Lösungsmittel wird dann entfernt. Das für diese Copolymeren verwendete Acrylat
ist in der Regel ein Ester aus einer Acrylsäure und einem einwertigen aliphatischen Ester, der 1 bis
6 Kohlenstoffatome enthält.
Alternativ kann das Polymere ein Polymeres eines Monoolefins sein, d. h. Polystyrol, Polyacrylnitril,
Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylfluorid, Polyvinylidenfluorid, Polyvinylacetat, Polyacrylsäure,
Polymethacrylsäure, Polymethylacrylat, Polyäthylacrylat, Polybutylacrylat, Polymethylmethacrylat,
Polyäthylmethacrylat, Polybutylmethacrylat, Polyacrylamid, Polyäthylen, Polypropylen und Copolymere
der entsprechenden Monomeren. Das bei der Erfindung verwendete Polymere kann auch ein Kondensationspolymeres
sein, wie z. B. die ein Heteroatom enthaltenden Kondensationspolymeren, z. B. gesättigte Polyester,
wie Terephthalate, z. B. Polyäthylenterephthalat und Polycarbonat, Polyäther, wie Polyacetale, Polyäthylenoxide,
Polypropylenoxide, Polyepichlorhydrine, Polyepichlorhydrinäthylenoxide, Polytetrahydrofuran
oder Polyamide und Polyimide.
Wenn die Endverwendung der Polymerisate eine optische Klarheit und eine hohe Lichtbrechung verlangt, werden
entsprechende Polymere in der Mischung der Ausgangsstoffe verwendet. Derartige Polymere sind Polystyrol,
Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, Polymethylacrylat, Polyäthylacrylat, Polybutylacrylat, Polymethylmethacrylat,
Polyäthylmethacrylat, Polybutylmethacrylat, Polyvinylacetat, PolyCallylmethacrylat-methylmethacrylat),
Poly(allylacrylat-methylacrylat), Poly(allylacrylat-methylmethacrylat)
und Poly(allylacrylatäthylacrylat).
'
Die Eigenschaften der pseudoplastischen Harze und der daraus hergestellten harten Polymerisate werden
von denjenigen des in der Mischung der Ausgangsstoffe verwendeten Polymeren und der Konzentration dieses
Polymeren stark beeinflusst. Z. B. verlangt bei Konzentrationen unterhalb.25 Gew% Polymethylmethacrylat
vom Molekulargewicht etwa 500 000 das System aus Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat)-polymethylmethacrylat
eine teilweise Härtung, um ein verarbeitbares Harz zu ergeben, wogegen bei Konzentrationen oberhalb
von 30 Gew% Polymethylmethacrylat vom Molekulargewicht etwa 500 000 das System Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat)-polymethylmethacrylat
pseudoplastisch bei seiner Herstellung bereits ohne Härtung ist.
Das Polymere kann dem Bis-(allylcarbonat) direkt zugegeben
werden. Alternativ kann das Polymere zuerst in einem Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, gelöst werden.
Danach wird das Bis-(allylcarbonat) der Lösung
hinzugefügt und das Lösungsmittel wird entfernt, z. B. durch Destillation oder Verdampfung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei der das
Polymere ein Copolymeres mit olefinischen Doppelbindungen ist, wird das Makromolekül zuerst in einem Lösungsmittel
gelööt. Ein solches Copolymeres kann sich von einem ersten Monomeren mit Vinyl- und Allylgruppen
und einem zweiten Monomeren nur mit Vinylgruppen ableiten und kann ein Molekulargewicht oberhalb
100 000 haben. Besonders bevorzugt sind als Lösungsmittel solche, die einen Solubilitätsparameter von
etwa 9,0 bis etwa 10,0 haben (Kalorien / ecm) ' , wobei der Löslichkeitsparameter die Quadratwurzel
der Kohäsionsdichte ist (vergleiche F. Rodriquez,
Principles of Polymer Systems, McGraw-Hill Book Co., N. Y., (1970), und Beerbower, Kaye und Pattison,
Chem. Engr., 18. Dezember 1967, Seite 118).
Beispiele von geeigneten Lösungsmitteln sind halogenierte
Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Chloroform, Dichloräthylen, Äthylendichlorid,
Tetrachloräthan, Tetrachloräthylen, Trichloräthan,
Trichloräthylen, aromatische Lösungsmittel, wie Benzol, Nitrobenzol, ortho-Dichlorbenzol, Styrol, Chlorbenzol
und andere Kohlenwasserstoffe. Alternative andere Lösungsmittel sind Benzaldehyd, Schwefelkohlenstoff,
Chlorbrommethan,-Cyclohexanon, Athylchlorformiat, Diäthylenglykol, Diphenyl, Terpentin, Cyclohexan,
Isooctan und Nitrobenzol.
Die Menge des Lösungsmittels beträgt in der Regel das
Einfache bis Fünfundzwanzigfache und liegt bevorzugt beim Vier- bis Zwanzigfachen.
Die Polymerisation des Bis-(allylcarbonats) wird so durchgeführt, dass zuerst ein pseudoplastisches Harz
und danach ein festes harzartiges Polymerisat erhalten wird. Man verwendet zur Anregung der Polymerisation
aktive Zentren, z. B. freie Radikale, Carbanionen und Carboniumionen. Besonders geeignete freie Radikale
bildende Initiatoren sind Peroxide. Beispiele von geeigneten Peroxiden sind Isobutyrylperoxid, Di-(2-äthylhexyl)peroxidfcarbonat,
Acetylcyclohexansulfonylperoxid, Di-(sek-butyl)peroxidicarbonat, Diisopropylperoxidicarbonat,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid, t-Butylperoxipivalat,
Decanoylperoxid, Lauroylperoxid, Propionylperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-bis(2-äthylhexylperoxi)-hexan,
Acetylperoxid, Bernsteinsäureperoxid, t-Butylperoxioctoat, Benzoylperoxid, p-Chlorbenzoylperoxid,
t-Butylperoxiisobutyrat, t-Bütylperoximaleinsäure,
- 37 -
Bis(l-hydroxicyclohexyl)peroxid, 1-Hydroxi-l'-hydro·
peroxidicyclohexylperoxid, t-Butyl-peroxipropylcarbonat,
2,5-Dimathyl-2,5-bis(benzoylperoxi)hexan, t-Butylperoxiacetat,
Methyläthylketonperoxide, Di-t—
butyldiperoxiphthalat und t-Butyl-peroxibenzoat.
Besonders geeignete Initiatoren sind solche, die zu keiner Verfärbung, Verkohlung oder Verbrennung des
herzustellenden Polymerisats führen. Beispiele solcher Initiatoren sind Propylperoxidicarbonat und
Benzoylperoxid.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird Polymethylacrylat in Methylenchlorid gelöst. Die Zusammensetzung wird gerührt, bis sie klar ist.
Danach wird sie in einen Reaktor überführt und es wird Diisopropylperoxidicarbonat zugegeben. Nun erfolgt
die Zugabe von Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat), so dass eine Lösung entsteht, die 15 Gew%
Poiymethylacrylat enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht des Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonate)
und des Polymethylacrylats. Aus dem System wird das Methylenchlorid abgetrieben. Die Zusammensetzung
wird dann auf 400C erwärmt und wird etwa 45 Minuten
bei dieser Temperatur gehalten. Dabei bildet sich das verarbeitbare pseudoplastische Harz.
Das verarbeitbare pseudoplastische Harz wird in eine Druckform gegeben und für 60 Minuten unter einem Druck
von 140 kg / cm bei einer Temperatur von 6O0C gehal
ten. Danach entnimmt man der Form einen gehärteten Gegenstand, z. B. eine gehärtete Platte.
Es können höhere oder niedrigere Mengen des Polymeren verwendet werden oder andere Polymere als Polymethylacrylat
oder andere Lösungsmittel als Methylenchlorid.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird
ein Polymeres, das aus 85 bis 95 Gew% Methylmethacrylat
und der Restbestandteil aus Allylmethacrylat hergestellt worden ist und ein scheinbares Molekulargewicht
von 400 000 bis 600 000 (bestimmt durch inhärente Viskosität gegenüber Polymethylmethacrylat) hat, verwendet.
Es wird eine 8 bis 25 Gew%ige Lösung dieses Copolymeren in Methylenchlorid vorbereitet.
Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat) wird zu der Lösung von Poly(methylmethacrylat-allylmethacrylat) in Methylenchlorid
gegeben, so dass eine Lösung entsteht, die 70 % Diäthylenglykol-bis-iallylcarbonat), bezogen auf
das Gesamtgewicht von Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat) und Poly(methylmethacrylat-allylmethacrylat), enthält.
Dieser Zusammensetzung wird Benzoylperoxid zugesetzt. Das Methylenchlorid wird abgetrieben. Die Polymerisation wird so weit vorangetrieben, dass ein verarbeitbares
pseudoplastisches Harz entsteht.
Das verarbeitbare Harz wird durch eine Einrichtung für das Spritzgiessen geführt und wird dann in eine
Form für die Herstellung einer plan-konkaven Linse eingebracht. Dort wird das Harz auf 80 bis HO0C für
einen Zeitraum von 16 bis 24 Stunden erwärmt, wobei eine harte Harzlinse entsteht.
Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen noch näher erläutert.
Es wird ein Harz aus Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat)
und Polymethylmethacrylat hergestellt, komprimiert und unter Ausbildung eines harten Polymerisats ausgehärtet
.
Dazu werden 46,6 g Polymethylmethacrylat (handelsübliches
Plexiglas ^ - Pellets, Typ 811 von Rohm and Haas Co.) in 150 ml Methylenchlorid gelöst. Nachdem die Lösung
klargeworden ist, werden 50,2 Teile Diäthylenglykol-
(R/ bis-(allylcarbonat) (Handelsprodukt CR-39 wvon
PPG Industries, Inc.), 50 ml Methylenchlorid und 1,5 g Benzoylperoxid als Initiator zugegeben. Die Zusammensetzung
wird in eine Kristallisationsschale gegeben und unter Vakuum bei einer Temperatur von etwa 500C
für zwei Stunden gehalten. Das plastische Produkt wird zerkleinert, für eine Stunde erwärmt und dann 16 Stunden
bei 2O0C stehengelassen.
Das erhaltene Produkt ist klar, farblos, plastisch, thermoplastisch im Temperaturbereich von 20 bis 5O0C.
Das Produkt trägt sein eigenes Gewicht, ist sehr viskos und verliert keine Flüssigkeit.
Das thermoplastische Harz wird zwischen zwei verchromten
Stahlplatten angeordnet, in einer hydraulischen Presse bei einer Temperatur von 80 bis 900C für einige Minuten
mit einem Druck von 21 kg / cm^ gepresst und von der
Stahlplatte entfernt. Das Harz wird zwischen zwei getemperten Glasplatten, die durch eine Stahlklammer
unter Druck gehalten werden, gepresst und wird auf eine Temperatur von etwa 105 C für einen Zeitraum von
etwa 20 Stunden erwärmt.
Danach hat sich eine Platte eines harten Harzes gebildet, das eine Bar-Col - Härte von 41 bis 37 hat.
Es wird ein Harz aus Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat) und einem Copolymeren aus Allylmethacrylat und Methylmethacrylat
hergestellt und zu einem festen Polymeren ausgehärtet.
Das Copolymere aus Allylmethacrylat und Methacrylat
wird hergestellt, indem man 5 g Allylmethacrylat, 95 g Methylmethacrylat, 300 ml Methylenchlorid und
1,0 g Isopropylperoxidicarbonat in einen 0,8 Liter Rundkolben gibt. Der Kolben wird abgedichtet und
wird dann 18 Stunden in einem Wasserbad auf 500C erwärmt.
Der Kolben wird dann aus dem Wasserbad entfernt und das Polymere wird dann mit Methanol ausgefällt.
Das Polymere wird dann im Vakuum getrocknet. Danach wird das Molekulargewicht durch Bestimmung der inhärenten
Viskosität in Methylenchlorid gegenüber Polymethylmethacrylat ermittelt, wobei festgestellt
wird, dass es höher als 500 000 ist.
Das Copolymere wird mit Mörsel und Pistill zerkleinert.
Das zerkleinerte Copolymere wird langsam zu 283 g Diäthylenglykol-bis-Callylcarbonat) in einem 1,5 Liter
Becher aus Edelstahl gegeben. Der Becher wird mit einem elektrischen Heizmantel erwärmt und die Zusammensetzung
wird mit einem sehr starken Dispergiermischer, der
eine 7,5 cm lange Klinge hat, gerührt. Im Verlauf von 6,5 Stunden werden bei einer Temperatur von 80 bis
900C 45,6 g Poly(allylacrylat-methylmethacrylat)-Copolymeres
zu dem Diäthylenglykol-bis-(allylcarbonat) zugegeben.
Die erhaltene Zusammensetzung ist hochviskos und enthält 13,7 Gew% PoIy(allylmethacrylat-methylmethacrylat),
wobei dieses Copolymere etwa 5 Gew% Allylmethacrylat
enthält und der Rest sich von Methylmethacrylat ableitet.
Der Zusammensetzung werden dann 8,4g Benzoylperoxid
als Initiator bei einer Temperatur von 550C zugegeben, wobei mit dem genannten Mischer gemischt wird. Die
Zusammensetzung wird dann auf 23°C gekühlt und bei dieser Temperatür für 72 Stunden gehalten.
Danach wird die Zusammensetzung auf 500C erwärmt, υ~ι
ihre Viskosität zu reduzieren und wird in eine Form aus zwei Glasplatten mit den Dimensionen 20,3 χ 20,3 cm
gegeben, wobei eine der Glasplatten eine Manschette von einer Höhe von 0,32 cm hat. Die beiden Glasplatten
werden fest zusammengepresst und das Harz wird in einem Ofen auf etwa 1050C für 20 Stunden erwärmt.
Es entsteht dabei eine Platte aus einem festen Polymerisat. Das Polymerisat ist klar und frei von Trübung und
Blasen.
„ *. „ *
....... -..- .r. 3U9A99
- 43 -
Es wird ein Harz aus Diäthylenglykol-bis-Callylcarbonat)
und einem Copolymer en aus Allylmethacrylat und Methylmethacrylat
hergestellt und zu einem harten Polymerisat umgesetzt.
Es werden zwei Copolymere aus Allylmethacrylat und Methylmethacrylat hergestellt. Beide erhält man, indem
man 5 g Allylmethacrylat, 95 g Methylmethacrylat, 300 ml Methylenchlorid und 1,0g Isopropylperoxidicarbonat
in einen 0,8 Liter Kolben gibt. Jeder Kolben wird fest verschlossen und im Wasserbad für 18
Stunden auf 500C erwärmt. Die Kolben werden dann aus dem Wasserbad entnommen und das Polymere wird durch
Vakuumtrocknung isoliert. Danach wird das Molekulargewicht durch die inhärente Viskosität in Methylenchlorid
gegenüber Polymethylmethacrylat bestimmt und mit höher als 500 000 ermittelt.
Die Copplymeren werden mit Mörsel und Pistill zerkleinert.
Die zerkleinerten Copolymeren werden zu 750 ml Methylenchlorid gegeben, um 80 g Poly(allylmethacrylat-methylmethacrylat)
in 750 ml Methylenchlorid zu ergeben. Es werden 320 g Diäthylenglykolbis-(allylcarbonat)
mit 9,6 g Benzoylperoxid gemischt.
"- : ':—· "'-" -■·- 3U9499
Diese Mischung wird zu der Lösung des PoIy(allylmethacrylat-methylmethacrylats)
in Methylenchlorid gegeben. Das Methylenchlorid wird auf einem Rotationsvakuumverdampfer
entfernt.
Der erhaltene Verschnitt ist sehr viskos und enthält 20 Gew% eines Poly(allylmethacrylat-methylmethacrylat)-Copolymeren,
das in polymerisierter Form etwa 5 Gew% Allylmethacrylat und als Restbestandteil Methylmethacrylat
enthält.
Danach wird der Verschnitt auf 500C erwärmt, um seine
Viskosität herabzusetzen und in eine ähnliche Glasform, wie in Beispiel 2, eingeführt. Die dicht geschlossene
Form wird auf etwa 1050G für 20 Stunden
erwärmt.
Dabei entsteht eine hart Platte eines Polymerisats, das klar und frei von Trübung und Blasen ist.
Claims (41)
1. Verfahren zur Herstellung eines Polymerisats eines
Bis-(allylcarbonats),
dadurch gekennzeichnet, dass man
eine Zusammensetzung herstellt, die das Bis-(allylcarbonat), ein Polymeres eines olefinisch ungesättigten
Monomeren und einen Initiator enthält, aus dieser Zusammensetzung ein verarbeitbares Harz
herstellt,
das verarbeitbare Harz verarbeitet und das verarbeitete Harz unter Bildung eines Polymerisats
härtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das verarbeitbare Harz pseudoplastisch ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das verarbeitbare Harz eine Scherspannung
von 1O^ bis 10' dyn / cm bei Schergeschwindigkeiten
von IQl bis 104 / sek hat.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere des olefinisch ungesättigten
Monomeren ein Copolymeres von (a) einem monofunktionellen Vinylmonomeren und (b) einem difunktionellen
Monomeren mit einer Vinyl- und einer Allylfunktionalität ist.
* * - 3H9499
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres von (a) einem
Acrylat und (b) einem Ester einer Acrylsäure und einem Allylalkohol ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bis-(allylcarbonat) die Formel
0 0
Il Il
R1-O-C-O-R2-O-C-O-R
hat, in der R.. und R„ Allyl- oder substituierte
Allylgruppen sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass R, und R-, unabhängig voneinander der Formel
R1
H2C=C-CH2-
H2C=C-CH2-
entsprechen, wobei R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C1 , - Alkylrest ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass man das verarbeitbare Harz einer Druckbehandlung unterwirft und danach die Härtung vornimmt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Harz pseudoplastisch ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das verarbeitbare Harz eine Scherspannung
3 7 2
von 10 bis 10 dyn / cm bei Schergeschwindigkeiten von 101 bis 104 / sek hat.
11. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres von (a) einem
monofunktionellen Vinylmonomeren und (b) einem
difunktioneilen Monomeren mit einer Vinyl- und
einer Allylfunktionalität ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres ist von (a) einem
Acrylat und (b) einem Ester einer Acrylsäure und einem Allylalkohol.
13. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bis-(allylcarbonat) die Formel
0 0
R1-O-C-O-R2-O-C-O-R3
hat, in der R- und R.» Allyl- oder substituierte
AlIyIgruppen sind.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass R, und R~ unabhängig voneinander der Formel
R1
entsprechen, in der R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C-, - Alkylrest ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass man das verarbeitbare Harz zu einem Film
oder einer Folie extrudiert und den extrudierten Film beziehungsweise die Folie härtet.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Harz pseudoplastisch ist.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Harz eine Scherspannung von ICH bis
10? dyn / cm bei Schergeschwindigkeiten von
101 bis 1Ö4 / sek hat.
10? dyn / cm bei Schergeschwindigkeiten von
101 bis 1Ö4 / sek hat.
18. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres aus (a) einem
monofunktionellen Vinylmonomeren und (b) einem difunktionellen Monomeren mit einer Vinyl- und
einer Allylfunktionalität ist.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres aus (a) einem
Acrylat und (b) einem Ester einer Acrylsäure und einem Allylalkohol ist.
20. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bis-(allylcarbonat) der Formel
0 0
R1-O-C-O-R2-O-C-O-R3
entspricht, in der R1 und R„ Allyl- oder substi·
tuierte AlIyIgruppen sind.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass R1 und R~ unabhängig voneinander der Formel
R1
H2C=C-CH2-
H2C=C-CH2-
entsprechen, in der R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C. , - Alkylrest ist.
*. "™- " - 3U9499
- δ -
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass man das verarbeitbare Harz zerkleinert,
das zerkleinerte Harz extrudiert und das Extrudat härtet.
das zerkleinerte Harz extrudiert und das Extrudat härtet.
23. Verfahren nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass das verarbeitbare Harz pseudoplastisch ist.
24. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass das verarbeitbare Harz eine Scherspannung von 10-3 bis 10' dyn / era bei Schergeschwindigkeiten
von 101 bis 10^ / sek hat.
25. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres von (a) einem
monofunktionellen Vinylmonomeren und (b) einem difunktionellen Monomeren mit einer Vinyl- und
einer AlIyIfunktionalitat ist.
'· - 3U9499
26. Verfahren nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein Copolymeres ist von (a) einem
Acrylat und (b) einem Ester einer Acrylsäure und einem Allylalkohol.
27. Verfahren nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bis-(allylcarbonat) die Formel
O O
Il H
hat, in der R, und R3 Allyl- oder substituierte
AlIyIgruppen sind.
28. Verfahren nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, dass R, und R3 unabhängig voneinander der Formel
entsprechen, in der R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C,, - Alkylrest ist.
atf o O β - 4 « ^
4 « β« β
fr 6 Ö * *
29. Harzartige Masse,
dadurch gekennzeichnet ,
dass sie ein Bis-(alIyIcarbonat) und ein Polymeres
eines anderen olefinisch ungesättigten Honorieren enthält, wobei dieses Polymere in dem Bis-(.illylcarbonat)
quellbar oder löslich ist und wobei die harzartige Masse pseudoplastisch und schmelzbar
ist und zu einem harten Harz gehärtet werden kann.
30. Harzartige Masse nach Anspruch 29 y
dadurch g e k e η η ζ e i ch η e t v
dass das Polymere ein Copolymeres ist von (a) einem
monofunktiohe11en Vinylmonomeren und (b) einem difunktionellen
Mönomeien mit einer Vinyl* und einer Ällylfunktionalität ist. . S
31. Harzartige Masse nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet,
dass das Polymere ein Copolymeres ist von (a) einem Acrylat und (b) einem Ester einer Acrylsäure und
einem Allylalkohol.
* "·-*· "" - 3U949-9
- li -
32. Harzartige Masse nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
dass das andere Monomere Acrylsäure., ein niedriger Alkylester der Acrylsäure, Methacrylsäure, ein
niedriger Ester der Methacrylsäure, Vinylacetat, ein Vinylhalogenid, ein Vinylidenhalogenid,
Styrol oder ein Acrylnitril ist.
33. Harzartige Masse nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
dass sie ein Polymerisat mit einer Scherspannung von 10^ bis 10? dyn / crn^ bei Schergeschwindigkeiten
von 101 bis 104 / sek ist.
34. Harzartige Masse nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bis-(allylcarbonat) die Formel
0 0
R-O-G-O-R2-O-C-O-R3
hat, in der R, und R3 Allyl- oder substituierte
Allylgruppen sind.
- : "
*-; -'- 3 U9499.
35. Harzartige Masse nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
dass R1 und R- unabhängig voneinander der Formel
R1
- CH2-
entsprechen, in der R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C. , - Alkylrest ist.
36. Harzartige Masse,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie enthält
(a) eine erste Komponente, die ein monomeres oder
ein polymeres Bis-(allylcarbonat) ist, und
(b) eine zweite Komponente, die ein ungesättigtes Copolymerisat ist von (1) einem Ester eines
Allylalkohols und einer Acrylsäure und (2) eines Vinylmonomeren, wobei dieses Copolymerisat
ein Molekulargewicht von höher als 100 000 hat.
* '" '■■■ · "" '"■ 3U9499
37. Harzartige Masse nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Bis-(allylcarbonat) die Formel
0 0
it n
R-O-C-O-R2-O-C-O-R
hat, in der R1 und R3 unabhängig voneinander der
Formel
R1
H2C=C-CH2
entsprechen, wobei R Wasserstoff, ein Halogen oder ein C, , - Alkylrest ist und R_ eine Alkylengruppe,
eine Alkylenäthergruppe, eine Alkylenpolyäthergruppe
oder eine Alkylencarbonatgruppe ist.
38. Harzartige Masse nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Komponente ein Copolymerisat ist
von (1) einem Ester eines Allylalkohols und einer Acrylsäure und (2) das Vinylmonomere eine Acrylsäure
oder ein Ester einer Acrylsäure mit einem gesättigten Alkohol ist.
- - .;..... — .:. 3U9499
39. Harzartige Masse nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Komponente ein Copolymerisat ist von (l) Allylmethacrylat und (2) Methylmethacrylat,
40. Festes Polymerisat,
dadurch gekennzeichnet, dass es enthält
(1) Poly-(diäthylenglykol-bis [allylcarbonat]) und
( 2 ) Poly-(allylmethacrylat-methylmethacrylat),
wobei dieses feste Polymerisat hergestellt wurde aus Diäthylenglykol-bis(allylcarbonat) und PoIy-(allylmethacrylat
-methylmethacrylat) mit einem Molekulargewicht von höher als 100 000.
41. Harzartige Masse,
dadurch gekennzeichnet, dass sie enthält
(1) monomeres Diäthylenglykol-bis(allylcarbonat)
und
(2) PoIy-(allylmethacrylat-methylmethacrylat)
mit einem Molekulargewicht von höher als 100 000.
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