DE3148609C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Detektor gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Lunkerdetektor ist aus der DE-OS 21 03 637
bekannt, gemäß welcher die abzutastende Kugel gegen die mit
einer Nut versehene, rotierende Antriebsrolle gedruckt wird,
und zwar mit Hilfe eines Druckluftstrahls, welcher teilweise
auch eine Bewegung der Kugel in die Zeichenebene hinein und
aus dieser heraus verhindert. Aufgrund von Oberflächenun
regelmäßigkeiten der Kugel und/oder der Antriebsrolle ergeben
sich bei der bekannten Anordnung zwangsläufig vibrationsar
tige Bewegungen der Kugel, deren Einfluß auf das Meßergebnis
durch den relativ aufwendigen Einsatz zweier die Kugel nicht
berührender Sensoren, die im Gegentakt arbeiten, nur teil
weise kompensiert werden kann.
Bei einem aus der GB-PS 13 81 392 bekannten Detektor steht
die Kugel in Reibkontakt mit einem Stützelement und wird auf
ihrer gegenüberliegenden Seite durch eine Antriebsrolle und
eine frei laufende Rolle abgestützt und angetrieben. Dabei
führen Oberflächenunregelmäßigkeiten der Kugel einerseits und
der Rollen andererseits wieder zu Zitter- bzw. Vibrationsbe
wegungen, die eine exakte Bestimmung der Meßposition verhin
dern und das Meßergebnis beeinträchtigen können.
Ähnliche Probleme ergeben sich bei einem aus der
US-PS 41 55 455 bekannten Detektor, bei dem anstelle einer
Kugel eine Walze geprüft werden soll und der hinsichtlich der
Antriebs- und Halterungseinrichtungen für das zu prüfende
Werkstück der Vorrichtung gemäß GB-PS 13 81 392 sehr ähnlich
ist.
Aus der DE 26 03 336 ist ferner ein Verfahren zur voraus
schauenden Ermittlung von Fehlerstellen in der Oberfläche
eines Körpers, insbesondere einer Walze, bekannt, wobei als
Maß für die Härte der Oberfläche die Wirbelstromleitfähigkeit
gemessen wird.
Weiterhin sind aus der DE 27 46 618 ein Verfahren und eine
Einrichtung zur Prüfung von langestrecktem metallischem Prüf
gut auf Fehler bekannt, wobei mit einer magnetischen oder
magnetinduktiven Geberanordnung gearbeitet wird, der eine
oszillierende Bewegung aufgezwungen wird, um vor den eigent
lichen Messungen eine optimale Einstellung frequenzselektiver
Schaltkreise durchzuführen.
Aus der GB-PS 13 49 344 ist weiterhin eine Werkstückprüf
vorrichtung bekannt, welche der Prüfung bolzenförmiger Werk
stücke dient, die eine Kugelfläche besitzen und mit einem
länglichen zylindrischen Schaftteil in einer Spannvorrichtung
eingespannt werden.
Geräte, mit denen Lunker, Risse, Sprünge und dergleichen in
leitfähigen Materialien entdeckt werden können, indem man in
diesen Wirbelströme erzeugt und erfaßt, sind beispielsweise
auch aus den US-PS′en 28 77 406, 30 89 084 und 41 23 708 be
kannt. Während es bei vielen dieser Geräte bequem möglich
ist, zylindrische Werkstücke, wie z. B. Metallstäbe oder
-rohre, zu prüfen, sind die bekannten Geräte andererseits
nicht ohne weiteres für die Prüfung von Werkstücken mit im
wesentlichen kugelförmiger Oberfläche, beispielsweise für die
Prüfung von Kugel lagern, geeignet.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, einen Lunkerdetektor anzugeben, der speziell
für die Prüfung von Kugeln geeignet ist, und mit dessen Hilfe
die Oberfläche einer Kugel relativ gleichmäßig abgetastet
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Detektor gemäß
der Erfindung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Tastkopf bzw. die Tastkopfspitze läßt sich also erfin
dungsgemäß längs einer Kreisbahn bewegen, welche vorzugsweise
in einer die erste Drehachse enthaltenden Ebene liegt. Auf
diese Weise ergibt sich die Möglichkeit, die bei feststehen
dem Tastkopf und sich drehender Kugel erfaßte kreisförmige
Spur entsprechend der Dreh- bzw. Schwenkbewegung des Tast
kopfes zu verlagern und so ein relativ breites Band der
Kugeloberfläche abzutasten, wobei die Kugel gegebenenfalls um
eine zur ersten Drehachse senkrechte Drehachse verdrehbar
sein kann, so daß letztlich die gesamte Kugeloberfläche
erfaßt werden kann.
Ein besonderer Vorteil des Detektors gemäß der Erfindung be
steht darin, daß dieser relativ unempfindlich gegenüber Ände
rungen in den Materialeigenschaften der geprüften Kugel ist,
sofern diese Änderungen keine Folge von Lunkern, Rissen oder
dergleichen sind.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Detektors
besteht darin, daß dieser in Anbetracht der damit er
reichbaren vorteilhaften Ergebnisse relativ einfach
und billig aufgebaut ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
werden die Ausgangssignale des Tastkopfs, die bei
aufeinanderfolgenden Umdrehungen der Kugel er
halten werden, miteinander verknüpft. Diese Verknüpfung
geschieht vorzugsweise, indem man den Tastkopf entwe
der mit dem Horizontal-Eingang oder mit dem Vertikal-
Eingang einer Anzeigeeinheit verbindet und indem man
den anderen Eingang der Anzeigeeinheit synchron mit
der Drehung der Kugel mit einem Kippsignal an
steuert.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung wird die zu prüfende Kugel mit einer vorge
gebenen Drehzahl angetrieben, während der Ausgang des
Tastkopfes mit einem Filter verbunden ist, welches eine
untere Grenzfrequenz besitzt, die wesentlich höher
ist als diese Drehzahl.
Dabei ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß
eine Verknüpfung bei der aufeinanderfolgenden Umläufen
der Kugel erhaltenen Ausgangssignale und der Ein
satz eins Filters mit im Vergleich zur Drehzahl der
Kugel relativ hoher unterer Grenzfrequenz ebenso
wie die Synchronisation der Kippvorgänge mit dem
Tastkopfausgangssignal auch bei solchen Detektoren
sehr vorteilhaft sein können, bei denen ein längliches zu prü
fendes Werkstück, wie z. B. ein Metallrohr, gegenüber
dem Detektor zu einer Drehbewegung angetrieben wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen noch näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine bevor
zugte Ausführungsform eines Lunkerdetektors;
Fig. 2 einen Teilquerschnitt durch den Detektor ge
mäß Fig. 1 zur Verdeutlichung von Einzelhei
ten der Positioniereinrichtungen für den
Tastkopf des Detektors;
Fig. 3 eine Teildraufsicht auf eine abgewandelte
Ausführungsform eines Lunkerdetektors
bei dem die Drehbewegung des
Tastkopfes mittels eines eigenen Antriebsmo
tors herbeiführbar ist und
Fig. 4 einen Teilquerschnitt durch einen weiteren
abgewandelten Lunkerdetektor
bei dem zusätzlich zu den Einrich
tungen, die bei dem Lunkerdetektor gemäß Fig. 1
vorgesehen sind, Einrichtungen zum Herbeifüh
ren einer Drehung einer Kugel um eine
dritte, zu den beiden anderen Drehachsen senk
rechte Drehachse vorgesehen sind.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 der Zeichnung einen
Lunkerdetektor 10 mit einer im Betrieb horizon
tal angeordneten Hohlwelle 12, die mittels Lagern 14
und 16 drehbar an einer Basis 18 gelagert ist. Die
Spindel 12 besitzt an ihrem einen - in Fig. 1 unte
ren - Ende eine lösbar befestigte Unterdruckspannvor
richtung 20 geeigneter Größe zum Erfassen einer Kugel
22, deren Oberfläche auf das Vorhandensein von Lunkern,
Rissen und anderen Gießfehlern zu prüfen ist. Die Spann
vorrichtung 20 besteht vorzugsweise aus einem relativ
weichen Material, damit die Oberfläche der zu prüfenden
Kugel 22 nicht zerkratzt wird. Eine Drehkupplung 24 am
anderen Ende der Hohlwelle 12 verbindet deren Inneres
mit einem Unterdruckschlauch 26, der mit einer geeigne
ten Unterdruckquelle (nicht dargestellt) verbunden ist.
Auf der Hohlwelle 12 sitzt ein Kettenrad 28, welches
mittels einer Antriebskette 30 mit einem weiteren Ket
tenrad 32 verbunden ist, das auf der Welle eines dreh
zahlregelbaren Motors 34 sitzt. Der Motor 34 wird aus
einer von Hand einstellbaren Geschwindigkeitsregelein
richtung 70 geeigneter und bekannter Bauart gespeist.
Der Motor 34 liefert ein Wechselstrom-Tachometer-Aus
gangssignal auf einer Leitung 36. Dieses Signal ist
in seiner Amplitude zur Drehzahl des Motors 34 pro
portional und besitzt eine fest mit dem Drehwinkel
der Motorwelle verknüpfte Phasenlage. Vorzugsweise ha
ben die Kettenräder 28 und 32 ein Übersetzungsverhält
nis von 1:1, so daß das Signal auf der Leitung 36
außerdem die Winkelstellung der Hohlwelle 12 anzeigt.
Eine zweite Welle 46 ist an der Basis
18 mittels Lagern 48 und 50 derart gelagert, daß ihre
Drehachse die Drehachse der Hohlwelle 12 unter einem
rechten Winkel im Mittelpunkt der Kugel 22 schneidet.
An dem der Kugel 22 zugewandten Ende der zweiten Welle
46 ist eine Scheibe 44 montiert, an welcher eine Hal
terung 42 mit zwei parallelen biegsamen Armen befestigt
ist, an deren von der Scheibe 44 abgewandten Enden die
Mantelfläche eines Wirbelstrom-Tastkopfes 38 befestigt
ist.
Der Tastkopf 38 kann von bekannter und für den Anwen
dungszweck geeigneter Bauart sein. Insbesondere kann
der Tastkopf 38 entweder eine Induktions/Detektor-
Spulenkombination (nicht dargestellt) aufweisen, durch
die ein Wechselstrom hindurchfließt, um in dem zu
prüfenden Bereich Wirbelströme zu indizieren, oder
eine getrennte Induktionsspule und eine getrennte
Detektorspule (nicht dargestellt).
Der Tastkopf 38 ist an der Scheibe 44 so montiert,
daß er in einer vertikalen Ebene drehbar ist, welche
den Mittelpunkt der Kugel 22 und die Drehachse der
Hohlwelle 12 enthält. Ferner hält die flexible Halte
rung 42 die Spitze 40 des Tastkopfes 38 mit Vorspannung
in Kontakt mit der Kugeloberfläche, so daß bei der
Dreh- bzw. Schwenkbewegung des Tastkopfes 38 stets
eine auf den Mittelpunkt der Kugel 22 gerichtete Vor
spannung des Tastkopfes 38 vorhanden ist. Dadurch, daß
erfindungsgemäß die Spitze 40 des Tastkopfes 38 in Kon
takt mit der Kugel 22 gehalten wird, lassen sich
Schwankungen des Ausgangssignals aufgrund von Ände
rungen des Abstandes zwischen der Tastkopfspitze 40
und der Kugel 22 vermeiden. Vorzugsweise besteht die
Spitze 40 des Tastkopfes 38 aus einem Material mit
geringer Schleifwirkung, um zu vermeiden, daß die Ober
fläche der zu prüfenden Kugel 22 beschädigt wird.
Die zweite Welle 46 kann entweder von Hand mittels
eines Handrades 52 gedreht werden, welches an dem von
der Kugel 22 abgewandten Ende der Welle vorgesehen
ist, oder automatisch mit Hilfe eines relativ langsam
laufenden Motors 54 mit Drehmomentbegrenzung, wie
dies bei der abgewandelten Ausführungsform gemäß
Fig. 3 gezeigt ist. Anschläge 56 und 58, welche in
Umfangsrichtung verstellbar am Umfang der Scheibe 44
angeordnet sind, definieren winkelmäßig die Endstel
lung für die Schwenkbewegungen der zweiten Welle 46.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß
eine Drehung der Hohlwelle 12 dazu führt, daß die
Tastkopfspitze 40 eine kreisförmige Bahn an der Ober
fläche der Kugel 22 abtastet, während eine Drehung
der zweiten Welle 46 die Lage der abgetasteten Bahn
in Querrichtung bezüglich der Achse der Hohlwelle 12
verändert. Der Ausgang des Tastkopfes 38 ist mit einem
elektronischen Wirbelstrom-Auswertesystem 60 geeigneter
und bekannter Bauart verbunden.
Wirbelströme, die in die Kugel 22 durch die Induktions
spule (nicht dargestellt) des Tastkopfes 38 induziert
werden, haben einen Anstieg der quadratischen Kompo
nente der in der Detektorwicklung erzeugten Spannung
zur Folge, die in Phase mit dem Strom in der Induk
tionsspule liegt. Während die gewünschte quadratische
Komponente der Detektorspulenspannung in der Praxis
nicht exakt phasengleich mit dem Induktionsspulenstrom
ist, kann sie ohne weiteres erhalten werden, indem man
die Detektorspulenspannung in eine sogenannte "lift-off"-
Komponente bzw. eine Abstandskomponente, die von der
Annäherung des Tastkopfes 38 an die Kugel 22 abhängig
ist und in eine "Sprung"- oder "Wirbelstrom"-Komponente
aufspaltet, die unabhängig von der Tastkopfposition
ist. Eine solche Auflösung wird bei dem elektronischen
Wirbelstrom-Auswertesystem 60
durchgeführt. Der Tastkopf 38 wird dabei mit
einer Frequenz angesteuert, die so gewählt ist, daß
sich die gewünschte Eindringtiefe des magnetischen
Wechselfeldes in der Kugel 22 ergibt.
Die "Sprung"-Komponente wird vom Aus
gang des Auswertesystems 60 dem Eingang eines Band
paßfilters 62 zugeführt, dessen Durchlaßbereich zwi
schen etwa 400 und 1000 Hz liegt. Spannungskompo
nenten niedrigerer Frequenz im Ausgangssignal des Aus
wertesystems 60, die auf Störfaktoren, wie z. B. Strö
mungslinienköpfe, ursprüngliche Stab- oder Leitungs
strömungslinien oder dergleichen, zurückzuführen sind,
werden von dem Filter 62 nicht durchgelassen, wodurch
die Empfindlichkeit des Detektors 10 für Lunker, Risse
und dergleichen erhöht wird. Vorzugsweise ist die Dreh
zahl der Spindel 12 nicht größer als etwa 1/10 der
niedrigsten Durchlaßfrequenz des Bandpaßfilters 62
und liegt folglich bei etwa 40 Upm.
Das Ausgangssignal des Bandpaßfilters 62 wird dem
Vertikal-Eingang eines Kathodenstrahl-Oszilloskops 64
mit oder ohne speichernden Schirm zugeführt, wobei
das Oszilloskop 64 von dem Tachometerteil des Motors
34 ein Triggersignal T über die Leitung 36 empfängt.
Durch Triggern des Oszilloskops 64 synchron mit der
Drehung der Hohlwelle 12 wird eine wiederholte Dar
stellung des Stromsignals bei aufeinanderfolgenden
Kippvorgängen des Oszilloskops 64 erzeugt, wodurch
die Fähigkeit des Systems zur Unterscheidung der
Sprungsignale von Rauschsignalen verbessert wird.
Wenn es erwünscht ist, kann das Oszilloskop 34 auch
mit einer, Subharmonischen der Drehzahl der Kugel 22
getriggert werden. Das Ausgangssignal des Filters 62
kann weiterhin einem Schwellwertdetektor 66 zugeführt
werden, der eine Alarmquelle 68, wie z. B. eine Glocke,
ein Blinklicht oder dergleichen auslöst, wenn sein Ein
gangssignal einen vorgegebenen Pegel übersteigt. Der
Schwellwert bzw. Pegel kann dabei in geeigneter Weise
geeicht werden, indem man entweder eine Kugel mit
bekannten Rissen bzw. Sprüngen verwendet oder eine
Eich-Kugel mit einem maschinell hergestellten Fehler.
Beim Arbeiten mit dem Lunkerdetektor
10 wird zunächst die Kugel 22 mit Hilfe einer Unter
druckspannvorrichtung 20 mit geeigneten Abmessungen
eingespannt, und der Motor 34 wird eingeschaltet, um
die Kugel mit einer geeigneten Drehzahl anzutreiben.
Weiterhin wird der Tastkopf 38 über die Kugel 22 bewegt,
indem man die zweite Welle 46 dreht, um so eine Bahn
der Kugel abzutasten, welche vorzugsweise etwas breiter
als 90° ist. Vorzugsweise wird die Drehzahlregelung
70 so eingestellt, daß die Kugel 22 mit einer vorge
gebenen Umfangs- bzw. Oberflächengeschwindigkeit ge
dreht wird, um auf diese Weise die Breite und damit
das Frequenzspektrum der an das Filter 62 angelegten
Impulse zu standardisieren, so daß ein Filter mit
festen Bandgrenzen verwendet werden kann. Nach der
Abtastung des ausgewählten Segments wird die Kugel 22
von der Spannvorrichtung 20 freigegeben und von Hand
um einen Winkel von etwa 90° um eine vertikale Achse
gedreht. Anschließend wird die Kugel 22 wieder in
der Spannvorrichtung 20 festgespannt, um eine weitere
Abtastung durchzuführen. Auf diese Weise wird die ge
samte Oberfläche der Kugel 22 abgetastet. Dadurch, daß
jeweils ein Segment von etwas mehr als 90° abgetastet
wird, wenn die Kugel 22 einmal eingespannt ist, hat
man die Gewähr, daß die gesamte Kugeloberfläche von
dem Tastkopf 38 abgetastet werden kann, da aus Sicher
heitsgründen eine gewisse Überlappung der Abtastberei
che vorhanden ist.
Wenn man die Kugel nicht von Hand, sondern automatisch
um die vertikale Achse und um 90° drehen will, kann man
eine zusätzliche Welle 72 mit einer Spannvorrichtung 74
vorsehen und die Wellenachse vertikal und so ausrichten,
daß sie gemäß Fig. 4 den Kugelmittelpunkt durchstößt.
Bei dieser abgewandelten Ausführungsform eines Lunker
detektors gemäß der Erfindung wird die Kugel 22 zunächst
auf einem Segment abgetastet, welches etwas größer als
90° ist, wobei sie durch die Spannvorrichtung 20 ein
gespannt ist. Nach dieser ersten Abtastung erfolgt
ein "Öffnen" der Spannvorrichtung 20 und ein Anschließen
einer Unterdruckquelle (nicht dargestellt) an die Spann
vorrichtung 74, so daß die Kugel 22 anschließend um
eine vertikale Achse gedreht wird.
Durch Einsatz des Lunkerdetektors
können ohne weiteres offene Lunker bzw. Risse oder ge
schlossene Lunker erfaßt werden, die länger als einige
Tausendstel Zoll und tiefer als einige wenige Mikro-
Zoll sind, ohne daß dabei eine erfaßbare Oberflächen
beschädigung der Kugeln nach deren hochwertiger End
bearbeitung eintreten würde. Weiterhin wird aus der
Beschreibung deutlich, daß der zu prüfende Gegenstand
keine vollständige Kugel sein muß. Beispielsweise kann
man mit dem Detektor 10 auch eine
Kugel prüfen, an der zur Prüfung der Härte, zur Prü
fung des restlichen Austenits bzw. zur Prüfung der
metallurgischen Struktur eine bearbeitete Fläche vorge
sehen ist.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß
die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst
wird und daß der Lunkerdetektor 10
besonders zur Prüfung von zumindest im wesentlichen
runden Gegenständen geeignet ist und die gesamte Ober
fläche einer Kugel relativ gleichmäßig erfassen kann.
Dabei ist der Lunkerdetektor relativ unempfindlich
gegenüber Schwankungen der Materialeigenschaften des
zu prüfenden Gegenstandes, soweit damit keine Riß-
oder Lunkerbildung verbunden ist. Außerdem ist der
Detektor im Hinblick auf die damit erzielbaren Ergeb
nisse relativ einfach und billig.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird schließlich
auch deutlich, daß gewisse Einzelheiten und Unterkom
binationen des erläuterten Lunkerdetektors auch für
sich gesehen nützlich sein können und daß dem Fachmann,
ausgehend von den beschriebenen Ausführungsbeispielen,
zahlreiche Möglichkeiten für Änderungen und/oder Er
gänzungen zu Gebote stehen, ohne daß er dabei den
Grundgedanken der Erfindung verlassen müßte.
Claims (8)
1. Detektor zum Erfassen von Lunkern, Rissen und derglei
chen in einer Kugel, insbesondere einer Kugellagerkugel,
mit einem angrenzend an die Kugeloberfläche angeordneten
Tastkopf, insbesondere einem Wirbelstromtastkopf, mit
ersten Antriebseinrichtungen zum Antreiben der Kugel zu
einer Drehbewegung um eine erste Drehachse und mit zwei
ten Antriebseinrichtungen zum Drehen des Tastkopfs um
eine die erste Drehachse schneidende zweite Drehachse,
dadurch gekennzeichnet, daß die
ersten Antriebseinrichtungen (12, 20, 28 bis 34) eine
Spannvorrichtung (20) zum Erfassen der Kugel (22) und
zum Einspannen derselben bezüglich der ersten Antriebs
einrichtungen umfassen.
2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dritte Antriebseinrichtungen (72) vorgesehen sind, mit
deren Hilfe die Kugel (22) um eine dritte, die erste
Drehachse schneidende Drehachse drehbar ist, und daß die
ersten Antriebseinrichtungen (12, 28 bis 34) und die
dritten Antriebseinrichtungen (72) selektiv zur Herbei
führung einer Drehbewegung der Kugel (22) um die betref
fende Drehachse betätigbar sind.
3. Detektor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Positioniereinrichtungen (42, 44) zum Positionieren
des Tastkopfes (38) angrenzend an die Kugeloberfläche
vorgesehen sind und daß die Positioniereinrichtungen
(42, 44) um die zweite Drehachse drehbar bzw. schwenkbar
sind.
4. Detektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß mit Hilfe des Tastkopfes (38) ein
Ausgangssignal erzeugbar ist, daß Anzeigeeinrichtungen
(64) mit einem Horizontal-Eingang und einem Vertikal-
Eingang (v) vorgesehen sind, daß Verbindungsein
richtungen (60, 62) vorgesehen sind, über die das Aus
gangssignal des Tastkopfes (38) einem dieser Eingänge
zuführbar ist, und daß Triggereinrichtungen (34, 36)
vorgesehen sind, mit deren Hilfe ein Durchlauf (Kipp
vorgang) des anderen Eingangssignals synchron mit der
Drehung der Kugel (22) herbeiführbar ist.
5. Detektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß mit Hilfe des Tastkopfes (38) ein
Ausgangssignal erzeugbar ist und daß Korrelierein
richtungen vorgesehen sind, mit deren Hilfe bei aufein
anderfolgenden Umdrehungen der Kugel (22) erhaltene Aus
gangssignale des Tastkopfs (38) miteinander verknüpfbar
sind.
6. Detektor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Positioniereinrichtungen (42, 44)
Federeinrichtungen (42) aufweisen, durch die der Tast
kopf (38) federnd mit einer Vorspannung an die Kugel
oberfläche anlegbar ist.
7. Detektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste und die zweite Drehachse
zumindest im wesentlichen senkrecht zueinander ausge
richtet sind.
8. Detektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß mit dem Ausgang des Tastkopfes (38)
ein Filter (62) verbunden ist, dessen untere Grenzfre
quenz erheblich höher ist als die Drehzahl der zu einer
Drehbewegung angetriebenen Kugel (22).
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