DE3148072A1 - Selbstaetige nachstellvorrichtung fuer trommelbremsen, insbesondere an kraftfahrzeugen - Google Patents
Selbstaetige nachstellvorrichtung fuer trommelbremsen, insbesondere an kraftfahrzeugenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
WUESTHOFF - ν. PECHMANN - BEHRENS - GOETZ
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS ^-
1A-55 470
D-8000 MÜNCHEN SCHWEIGERSTRASSE
TELEPON: (089) 662O JI
TELEGRAMM: PROTECTPATENT TELEX: J24070
Patentanmeldung
Anmelder: LUCAS INDUSTRIES LIMITED
Great King Street, Birmingham B19 2XF,
England
Titel; Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Trommelbremsen, insbesondere an Kraftfahrzeugen.
PATENTANWÄLTE "--" -' .: or-.-inct.jranz
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EUROPEAN PATKNTATTORNEYS
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Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Trommelbremsen insbesondere an Kraftfahrzeugen
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für Trommelbremsen^ insbesondere an Kraftfahrzeugen^ mit
einer Vorrichtung von selbsttätig veränderbarer Länge, die so ausgelegt ist, daß sie bei Abnutzung der Bremsbeläge an
den Bremsbacken ein im voraus festgelegtes maximales Bremslüftspiel aufrechterhält.
Derartige Nachstellvorrichtungen werden in verschiedenen
Ausführungsformen in Kraftfahrzeug-Bremsanlagen in großem Umfange verwendet und sind unter den meisten Betriebsbedingungen
im allgemeinen zufriedenstellend. Unter bestimmten Bedingungen jedoch, beispielsweise bei längerem Bremsen beim
Befahren einer langen Gefällestrecke, ruft die sich ergebende Erwärmung der Bremstrommel deren Ausdehnung hervor, was zur
Folge hat, daß sich das Bremslüftspiel vergrößert und die Nachstellvorrichtung dadurch eine ausgleichende Nachstellung
der Bremsbacken vornimmt. Es ist dann möglich, daß die nachfolgende Zusammenziehung der Bremstrommel beim Abkühlen die
Bremstrommel in bleibende Berührung mit den Bremsbacken bringt, die ihre nachgestellten zurückgezogenen Stellungen einnehmen,
und daß dadurch die Bremse in angelegtem Zustand blockiert
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wird» Wenn die Nachstellvorrichtung so ausgelegt ist, daß
sie ein diese Möglichkeit ausschließendes ausreichendes Betriebsspiel beläßt, dann ist der Weg, den die Bremsbacken
verstellt werden müssen, damit sie beim Betätigen bei normalen Temperaturen die Bremstrommel berühren können, unannehmbar
groß.
Die Lösung dieses Problems ist durch die Verwendung von Bimetallvorrichtungen
versucht worden. Gemäß einem älteren Vorschlag, der eine Nachstellvorrichtung mit einer längenveränderlichen
Strebe zwischen den Bremsbacken betrifft, ist eine Bimetallvorrichtung zwischen zwei in bezug aufeinander beweglichen
Bauteilen der Strebe der Nachstellvorrichtung angeordnet und stützt jede durch die Strebe übertragene Kraft ab,
beispielsweise Betätigungskräfte der Handbremse. Bimetallvorrichtungen sind hinsichtlich der Ausgleichswirkung, die sie
erzeugen können, begrenzt? bei der vorstehend beschriebenen Anordnung besteht auch die Gefahr, daß die Bimetallvorrichtung
gequetscht wird, wenn übermäßige Kräfte über die Strebe aufgetragen werden. Aus diesem Grunde kann die Bimetallvorrichtung
zu Schwierigkeiten bei solchen Nachstellvorrichtungen führen, die nachstellen, während auf die Strebe eine große
Druckkraft einwirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nachstellvorrichtung
zu schaffen, die ohne Verwendung einer Bimetallvorrichtung das Problem der übermäßigen Nachstellung löst und
als Nachstellvorrichtung mit Strebe so ausgelegt werden kann, daß diese Wirkung erzielt wird, ohne daß durch die Strebe
übertragene sehr große Kräfte abgestützt werden müssen. Die Nachstellvorrichtung gemäß der Erfindung soll somit vielseitiger
anwendbar' sein als bekannte Nachstellvorrichtungen mit thermischen Ausgleichsmitteln.
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Erfindungsgemäß hat eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für Trommelbremsen einen thermisch ansprechenden Körper aus
einem SME-Werkstoff, d.h. aus einem Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen
(entsprechend der weiter unten gegebenen Definition) , der so ausgelegt ist und wenigstens beim Betätigen
der Bremse abhängig von einem Ansteigen der Bremsentemperatur in der Weise wirkt, daß er entweder eine Auswärtsbewegung
der Bremsbacken zum wenigstens teilweisen Ausgleich der Bremstrommelausdehnung hervorruft oder die Nachstellvorrichtung
während der Zeitspanne abschaltet, in der die Bremse diesem Temperaturanstieg unterliegt.
"Form-Rückstellvermögen" wird in der Metallurgie und in
der vorliegenden Beschreibung als Gattungsbegriff für Werkstoffe benutzt, die eine thermoelastische martensitische
Transformation erfahren. Solche Werkstoffe verformen sich in sehr viel höherem Grade als Werkstoffe, die eine einfache
Wärmeausdehnung nach Maßgabe ihrer Wärmeausdehnungskoeffizienten
erleiden.
Bei einer bevorzugten- Ausführungsform hat die Nachstellvorrichtung
die Gestalt einer Strebe von selbsttätig veränderbarer Länge, die zwischen den Bremsbacken angeordnet werden
kann, und der Körper ist so ausgelegt, daß er bei Erwärmung eine Vergrößerung und bei Abkühlung eine entsprechende
Verkleinerung der Länge der Strebe erzeugt.
Vorzugsweise weist die Strebe zwei in Längsrichtung gegeneinander bewegbare Bauteile auf, und es ist zweckmäßig, wenn
der Körper eines dieser Bauteile umschließt und mit seinen zugehörigen Enden an beiden Bauteilen anliegt. Es ist insbesondere
bei dieser bevorzugten Strebenkonstruktion von großem Vorteil, wenn der Körper spiralig-wendeIförmig ist.
Es ist zweckmäßig, wenn diese Bauteile der Strebe so ausgelegt
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sind, daß sie unabhängig vom thermisch ansprechenden Körper an der Strebe erzeugte Druckkräfte übertragen; dies wird vorzugsweise
durch direkte Anlage der beiden Bauteile der Strebe erreicht.
Wenn der Körper aus SME-Werkstoff bei einem Temperaturanstieg
die Nachstellvorrichtung abschalten soll, kann dies zweckmäßigerweise durch eine solche Auslegung des Körpers erreicht
werden, daß er eine Nachstellbewegung eines beweglichen Bauteils der Nachstellvorrichtung verhindert.
Der Körper aus SME-Werkstoff kann mit Vorteil so ausgelegt sein, daß er abhängig von diesem Temperaturanstieg eine Blokkiervorrichtung
in eine solche Blockierstellung bewegt, daß sie dann eine Nachstellbewegung dieses Bauteils der Nachstellvorrichtung
verhindert. Auch bei dieser Ausführungsform ist der Körper vorzugsweise spiralig-wendelförmig.
Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform hat die
Nachstellvorrichtung eine zwischen den Bremsbacken angeordnete zweiteilige Strebe, eines der Bauteile der Strebe ist ein
am zweiten Bauteil der Strebe schwenkbar gelagerter Nachstellhebel, der mit einem mit dem zweiten Bauteil der Strebe starr
verbundenen verzahnten Bauteil zusammenwirkt und einen Vorsprung aufweist, welcher mit einem der Bremsbacken direkt
oder indirekt zusammenwirkt, wobei die Anordnung so ist, daß bei einer übermäßigen Trennbewegung der Bremsbacken beim Betätigen
der Bremse infolge Abnutzung der Bremsbeläge der Nachstellhebel vom verzahnten Bauteil weg bewegt und geschwenkt
wird und dadurch beim Lösen der Bremse in das verzahnte Bauteil in einer neuen Stellung wieder eingreift, um die wirksame
Länge der Strebe zu vergrößern, und wobei die Blockiervorrichtung, wenn sie abhängig von diesem Temperaturanstieg
durch den Körper aus SME-Werkstoff verstellt wird, diese Schwenkbewegung des Nachstellhebels verhindert.
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Der Nachstellhebel und die Blockiervorrichtung können zweckmäßigerweise
komplementäre verzahnte Abschnitte aufweisen, die bei normaler Betätigung der Bremse außer Eingriff sind,
aber durch die von diesem Temperaturanstieg abhängige Wirkung des Körpers aus SME-Werkstoff in Eingriff gebracht werden,
um diese Schwenkbewegung des Nachstellhebels zu verhindern.
Bei einer anderen Ausführungsform einer Nachstellvorrichtung mit Betätigung durch eine Klinke, bei der die Nachstellbewegung
der Klinke von einer Feder erzeugt wird, besteht die Feder wenigstens zum Teil aus einem SME-Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen,
wodurch bei einer übermäßigen Erwärmung der Bremse die Wärmeausdehnung der Feder ausreicht, um eine
Betätigung der Nachstellvorrichtung zu verhindern.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht mit einem Teilschnitt einer Fahrzeugtrommelbremse,
die im nichtbetätigten Zustand dargestellt ist und eine Ausführungsform der Nachstellvorrichtung
gemäß der Erfindung enthält, die im Zustand bei Umgebungstemperatur dargestellt ist,
Fig. 2 eine Fig. 1 ähnliche Ansicht der Bremse, bei der die Nachstellvorrichtung im Zustand bei erhöhter Temperatur
und die Bremsbacken in Arbeitsstellung dargestellt sind,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Trommelbremse mit einer anderen
Ausführungsform der Nachstellvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine stark vergrößerte Draufsicht auf einen Teil der
in Fig. 3 dargestellten Nachstellvorrichtung und
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Nachstellvorrichtung gemäß Fig. 4.
Die dargestellte Trommelbremse hat zwei in einer nicht gezeichneten
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Bremstrommel angeordnete Bremsbacken 1 und 2, von denen ein Paar benachbarter Enden an einem Lagerblock 3 anliegt und
das andere Paar benachbarter Enden mit einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung 4 zusammenwirkt, durch deren Betätigung
die Bremsbacken 1 und 2 gegen die Wirkung einer Bremsbackenrückstellfeder 5 auseinandergedrängt und an die Bremstrommel
angepreßt werden. Die Bremsbacken 1 und 2 sind auch mit einem Handbremshebel 6 betätigbar, der am Bremsbacken 2
mittels eines Zapfens 7 schwenkbar gelagert ist und beim Schwenken im Uhrzeigersinn die Bremse in herkömmlicher Weise
betätigt.
Zwischen den Bremsbacken 1 und 2 erstreckt sich nahe der Betätigungsvorrichtung
4 eine in ihrer Gesamtheit mit 8 bezeichnete selbsttätige Nachstellvorrichtung mit Strebe. Diese
Strebe umfaßt ein eindringendes Bauteil 9 mit einem Endabschnitt 10, der mit einem Außengewinde versehen und in einem
aufnehmenden Bauteil 11 lose aufgenommen ist. Die äußeren Endabschnitte der Strebenbauteile 9 und 11 sind geschlitzt
und nehmen den zugehörigen Bremsbacken 1 bzw. 2 auf, wobei das Bauteil 9 in seinem geschlitzten Endabschnitt auch den
Handbremshebel 6 in herkömmlicher Weise aufnimmt. Auf den Endabschnitt 10 des Bauteils 9 ist eine Mutter 12 aufgeschraubt,
die an ihrer zylindrischen Außenfläche Sperrzähne 13 aufweist. In diese greift ein Klinkenhebel 14 ein, der am Bremsbacken
1 mittels eines Zapfens 15 schwenkbar gelagert ist. Die Bremsbackenrückstellfeder 5 übt eine Druckkraft auf die
Strebe aus, und eine Klinkenfeder 16 spannt den Klinkenhebel 14 im Uhrzeigersinn so vor, daß ein Ansatz 17 des Klinkenhebels
14 am aufnehmenden Bauteil 11 der Strebe stets anliegt. Die von der Bremsbackenrückstellfeder 5 ausgeübte Kraft ist
größer als die der Klinkenfeder 16, so daß im nichtbetätigten Zustand der Bremse der Bremsbacken 1 am Strebenbauteil
in dessen geschlitztem Endabschnitt in Anlage gehalten ist.
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Das aufnehmende Strebenbauteil 11 ist von einem als thermische Ausgleichsvorrichtung dienenden, beim gezeigten Beispiel
spiralig-wendelförmigen thermisch ansprechenden Körper 18
aus SME-Werkstoff, d.h. aus einem Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen,
umschlossen, der mit einem Ende an einer am Bauteil 11 ausgebildeten Schulter 19 und mit dem anderen Ende
an der Mutter 12 anliegt.
Wenn durch Betätigen der Betätigungsvorrichtung 4 mit der Bremse eine Betriebsbremsung vorgenommen wird, werden die
Bremsbacken 1 und 2 gegen die Wirkung der Bremsbackehrückstellfeder 5 auseinandergedrängt. Weil die Nachstellvorrichtung
8 von der Klinkenfeder 16 über den Klinkenhebel 14 gemäß der Zeichnung nach rechts gedrängt wird, wird die Strebe
am Bremsbacken 2 in Anlage gehalten und der Bremsbacken 1 bewegt sich von seiner normalen Berührungsstelle mit dem
Bauteil 11 von der Nachstellvorrichtung 8 weg. Die sich aus der nach rechts gerichteten Bewegung der Nachstellvorrichtung
8 ergebende Schwenkbewegung des Klinkenhebels 14 im Uhrzeigersinn erzeugt eine Abwärtsbewegung eines Endstückes 14A des
Klinkenhebels 14. Wenn diese Bewegung ausreicht, um das Endstück 14A von einem Sperrzahn 13 der Mutter 12 zum nächsten
Sperrzahn 13 zu bewegen, z.B. wenn die Auswärtsbewegung der Bremsbacken 1 und 2 zu groß ist, wird die Mutter 12 in der
Richtung gedreht, in welcher die Länge der Nachstellvorrichtung 8 vergrößert und dadurch das nachfolgend als Bremslüftspiel bezeichnete Spiel zwischen Bremsbacken und Bremstrommel
bei nichtbetätigten Bremsbacken 1 und 2 verringert wird.
Beim Betätigen der Bremse bei normalen Temperaturen bleiben die Strebenbauteile 9 und 11 fest in gegenseitiger Anlage
und der Körper 18 hat keine Wirkung auf die Betätigung der Bremse. Wenn jedoch an der Bremse übermäßig hohe Temperaturen
herrschen, beispielsweise infolge häufiger Bremsbetätigung beim Befahren einer steilen Gefällestrecke, dehnt sich die
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Bremstrommel aus. Ohne den Körper 18 würde dies eine vorübergehende
übermäßige Bremsbackenbewegung ermöglichen und deren Ausgleich durch die Nachstellvorrichtung 8 nervorrufen, mit
der sich daraur ergebenden Gefahr der Blockierung der Bremse im angelegten Zustand beim Abkühlen der Bremstrommel.
Bei der Bremse gemäß der Erfindung jedoch bewirkt das Auftreten einer übermäßigen Temperatur, daß, wenn die Strebe
nach Betätigung von der Kraft der Bremsbackenrückstellfeder entlastet ist, der Körper 18 in der Länge rasch zunimmt, um
die Strebenbauteile 9 und 11 voneinander weg zu bewegen und dadurch die Länge der Strebe zu vergrößern. Die Kraft der
Klinkenfeder 16 ist so gewählt, daß sie durch die Wärmeausdehnung des Körpers 18 überwunden wird, und der Körper 18
ist so ausgelegt, daß die Ausgleichsverstellung der Bremsbacken 1 und 2 der in der Bremstrommel stattfindenden Wärmeausdehnung
etwa gleichkommt. Dies bedeutet, daß das Bremslüftspiel auf etwa dem Betrag gehalten wird, den es bei normalen
Temperaturbedingungen hat. Die Bremse kann daher bei hoher Temperatur weiterhin in zumindest annähernd derselben
Weise wie bei niedrigen Temperaturen betätigt werden, ohne daß die Bremsbacken nachgestellt werden, außer für den normalen
Ausgleich von übermäßiger Abnutzung. Beim Abkühlen der Bremstrommel schrumpft der Körper 18 auf seine anfängliche
Länge, und den Strebenbauteilen 9 und 11 wird es ermöglicht, in ihre gegenseitige Anlage bei Betätigung zurückzukehren.
Ein wichtiges sekundäres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Bauteile 9 und 11 der Nachstellvorrichtung 8 stets
direkt aneinander anliegen, außer wenn es bei einer Betriebsbremsung zu Wärmeausdehnung kommt, so daß sehr große Kräfte,
wie sie z.B. beim Betätigen der Handbremse erzeugt werden, über die Nachstellvorrichtung 8 ausgeübt werden können und
keine dieser Kräfte vom Körper 18 aufgenommen wird. Wenn die Handbremse bei heißer Bremstrommel betätigt wird, d.h., wenn
sich der Körper 18 ausgedehnt und die Strebenbauteile 9 und 11 auseinanderbewegt hat, wird durch übermäßige Kraftausübung
auf die Strebe der Körper 18 ausreichend zusammengedrückt, um die Bauteile 9 und 11 wieder so zur gegenseitigen Anlage
zu bringen, daß diese Kraft erneut über sie und nicht über den Körper 18 übertragen wird. Auf diese Weise wird eine Beschädigung
des Körpers 18 vermieden, und in dieser Hinsicht ist die Nachstellvorrichtung gemäß der Erfindung einigen herkömmlichen
Anordnungen mit einer Temperaturausgleichsvorrichtung überlegen, die durch die Strebe übertragenen Kräften
ausgesetzt ist.
Die in Fig. 3 bis 5 dargestellte Trommelbremse ist von derselben
Grundkonfiguration wie die vorstehend beschriebene Trommelbremse und hat Bremsbacken 1 und 2, die wie dort
an einem Lagerblock 3 und an einer Betätigungsvorrichtung 4 anliegen. Eine andere Betätigungsmöglichkext für die Bremsbacken
1 und 2 kann durch einen nicht dargestellten Handbremshebel vorgesehen sein, der normalerweise an einem der Bremsbacken
1 und 2 schwenkbar gelagert ist und beim Schwenken die Bremse in herkömmlicher Weise mechanisch betätigt. Zwischen
den Bremsbacken 1 und 2 erstreckt sich in der Nähe der Betätigungsvorrichtung 4 eine in ihrer Gesamtheit mit· 8 bezeichnete
selbsttätige Nachstellvorrichtung mit Strebe.
Gemäß Fig. 4 und 5 ist die Strebe zweiteilig ausgebildet.
Das erste Bauteil ist eine Platte 20 von überwiegender Längserstreckung,
von der nur der dem Bremsbacken 1 benachbarte linke Endabschnitt dargestellt ist. Die' Platte 20 erstreckt
sich über die Bremse und wirkt an ihrem anderen Ende mit dem Steg des Bremsbackens 2 oder mit einem eventuell vorhandenen
Handbremshebel zusammen. Das zweite Bauteil der Strebe ist ein beim gezeigten Beispiel als Winkelhebel ausgebildeter
Nachstellhebel 21 mit zwei Hebelarmen 22 und 23. Am Nachstellhebel 21 ist ein Zapfen 24 starr befestigt, dessen Schaft 25
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eine Aussparung im Nachstellhebel 21 und einen in die Platte 20 eingearbeiteten Schlitz 26 durchdringt, rier Zapfen 24 hat
einen einen Vorsprung bildenden verzahnten oder gerändelten Kopf 27, der an der Oberseite des Nachstellhebels 21 aufliegt.
Dadurch ist der Nachstellhebel 21 an der Platte 20 schwenkbar gelagert und kann sich in deren Längsrichtung um
einen Betrag bewegen, welcher der Länge des Schlitzes 26 entspricht.
In der Platte 20 ist ein beim gezeigten Beispiel als Zapfen ausgebildetes gerändeltes oder mit einer Außenverzahnung versehenes
Bauteil 28 an einem ihm zugewandten Rand des Hebelarms 22 befestigt, der mit einer entsprechenden Rändelung
oder Verzahnung 29 für den Eingriff mit der Verzahnung oder Rändelung am Bauteil 28 versehen ist. Der verzahnte oder gerändelte
Rand des Hebelarms 22 ist an einem Kreis angeordnet, dessen Mittelpunkt im Zapfen 24 liegt. Der andere Hebelarm 23
des Nachstellhebels 21 durchdringt eine Aussparung 30 im Steg IA des Bremsbackens 1 und liegt mit seiner radial äußeren
Kantenfläche 31 am Steg IA an. In der gezeichneten Ruhestellung der Bremse besteht zwischen der entgegengesetzten
Kantenfläche 32 des Hebelarms 23 und der zugehörigen Kantenfläche 33 der Aussparung 30 ein Abstand bzw. Spalt E, der dem
gewünschten maximalen Bremslüftspiel der Bremse entspricht.
Als Blockiervorrichtung ist eine Platte 34 vorgesehen, die einen ungefähr rechteckigen Schlitz 35 von solchen Abmessungen
aufweist, daß sie auf den Vorsprung 27 des Zapfens 24 aufgeschoben werden kann. Der Schlitz 35 ist in der Längsrichtung
der Strebe etwas länger, um für einen weiter unten erläuterten Zweck Bewegungsspiel zu schaffen. Der radial nach
außen weisende Rand 36 des Schlitzes 35 ist entsprechend der Rändelung oder Verzahnung am Vorsprung 27 gerändelt oder verzahnt,
wogegen der entgegengesetzte Rand 37 des Schlitzes. 35 eine ebene Fläche aufweist. Der radial äußere Endabschnitt
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der Platte 34 ist über das Ende der Strebe hinaus nach unten gebogen und bildet einen nach unten ragenden Abschnitt 38.
Die Platte 34 weist ferner einen nach innen gebogenen Abschnitt 39 auf, der eng an der Unterseite der Platte 20 anliegt, um
die blockierende Platte 34 in Stellung zu halten. Ein beim gezeigten Beispiel spiralig-wendelförmiger Körper 40 aus SME-Werkstoff
ist so angeordnet, daß er mit einem Ende am nach unten ragenden Abschnitt 38 der Platte 34 und mit dem anderen
Ende am Nachstellhebel 21 anliegt. In die Platte 20 greift ein Ende einer Feder 41 ein, die an ihrem anderen Ende an
einem aufragenden Ansatz 42 der Platte 34 befestigt ist. Die Feder 41 ist eine Zugfeder und spannt die Platte 34 so radial
nach innen vor, daß der gerade Rand 37 des Schlitzes 35 am Vorsprung 27 des Zapfens 24 anliegt. Dabei spannt sie über
den Zapfen 24 auch den Nachstellhebel 21 in derselben Richtung so vor, daß die Verzahnung 29 des Hebelarms 22 in festem
Zahneingriff mit dem Bauteil 28 gehalten ist.
Die Bremsbacken 1 und 2 werden zum Bremsen durch die Wirkung der Betätigungsvorrichtung 4 an die Bremstrommel angepreßt.
Bei nicht abgenutzten Bremsbelägen reicht diese Bewegung gerade aus, um den Spalt E zu schließen, und die Nachstellvorrichtung
wird nicht betätigt.
Wenn sich die Bremsbeläge bei normalen Betriebstemperaturen abnutzen, übersteigt die beim Betätigen der Bremse stattfindende
Auswärtsbewegung der Bremsbacken 1 und 2 die Größe des Spaltes E, und die Kantenfläche 33 der Aussparung 30 im
Bremsbackensteg IA drängt den Nachstellhebel 21 radial nach außen und löst ihn vom Bauteil 28. Sobald sich der Nachstellhebel
21 vom Bauteil 28 weg bewegt hat, wird er vom Bremsbacken 1 um den Vorsprung 27 des Zapfens 24 um einen Winkelbetrag
geschwenkt, welcher der zu großen Bremsbackenbewegung entspricht, so daß beim Lösen der Bremse der Hebelarm 22 des
Nachstellhebels 21 mit dem Bauteil 28 in einer neuen Stellung
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wieder ein Eingriff gebracht und in dieser Stellung durch Wiederherstellen des Zahneingriffs zwischen den Verzahnungen
oder Rändelungen am Hebelarm 22 und am Bauteil 28 gehalten wird. Die Kanternxäche 31 des Hebelarms 23 wird durch die
radiale Bewegung des Nachstellhebels 21 aus ihrer zuvor eingenommenen Stellung radial nach außen bewegt und die wirksame
Länge der Strebe wird vergrößert, um die Bremsbacken 1 und 2 in einer nachgestellten Position in geringerem Abstand von
der Bremstrommelfläche zu halten.
Wenn an der Bremse eine übermäßig hohe Temperatur herrscht, beispielsweise als Folge einer häufigen Bremsbetätigung beim
Befahren einer steilen Gefällestrecke, dehnt sich die Bremstrommel aus. Die übermäßige Temperatur bewirkt jedoch, daß
sich der Körper 40 aus SME-Werkstoff rasch und beträchtlich
in der Länge vergrößert und die blockierende Platte 34 gegen die Wirkung der Feder 41 entsprechend Fig. 5 nach links drängt,
bis der verzahnte, innengelegene Rand 36 des Schlitzes 35 in Zahneingriff mit dem Vorsprung 27 des Zapfens 24 geht. Wenn
dann die Bremsen betätigt werden, ist die Kraft des spiraligwendelförmigen
Körpers 40 aus SME-Werkstoff genügend groß, um den Nachstellhebel 21 gegen die Wirkung der Feder 41 körperlich
nach links zu ziehen, um die Kantenfläche 31 des Hebelarms 23 am radial äußeren Rand der Aussparung 30 in Anlage
zu halten. Dadurch bleibt das eingebaute Spiel des Spaltes E erhalten und eine Nachstellung der Bremse wird verhindert.
Wenn die Bremsbackenbewegung groß genug ist, um den Hebelarm 22 aus dem Eingriff mit dem Bauteil 28 zu lösen,
verhindert die weiter oben erwähnte Anlage der blockierenden Platte 34 am Vorsprung 27 des Zapfens 24 eine Drehbewegung
des Nachstellhebels 21, so daß beim Lösen der Bremsen der Hebelarm 22 in unveränderter Lage in das Bauteil 28 wieder
eingreift.
Beim Abkühlen der Bremstrommel schrumpft der Körper 40 auf
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seine anfängliche Länge und die blockierende Platte 34 wird vom Zapfen 24 gelöst, wodurch wieder eine normale Nachstel- ■
lung ermöglicht wird. Durch die erste Bremsbetätigung nach dem Abkühlen der Bremstrommel wird die Bremse augenblicklich
wieder nachgestellt, um eine Bremsbelagabnutzung auszugleichen, die während der Zeit übermäßiger Temperatur eingetreten ist.
Statt als spiralig-wendelförmiger Körper 18 oder 40, wie bei
den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, kann die thermische Ausgleichsvorrichtung auch in anderer Form, z.B.
als Rohr, ausgebildet sein. Dieses müßte Jedoch bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 und 2 genügend kräftig sein, um Druckkräfte ohne Knickgefahr aufnehmen zu können, da es nicht
wie eine Wendel bzw. Spirale zusammendrückbar ist.
Bei einem noch anderen Beispiel einer Anordnung, welche die
Nachstellvorrichtung bei Auftreten übermäßiger Temperatur abschaltet, kann der spiralig-wendelförmige Körper.18 gemäß
Fig. 1 und 2 weggelassen werden und die Klinkenfeder 16 aus SME-Werkstoff hergestellt sein oder solchen Werkstoff enthalten,
so daß sie sich beiAuftreten übermäßiger Temperatur in der Bremse ausdehnt und auf den Klinkenhebel 14 eine zum Betätigen
der Nachstellvorrichtung nicht ausreichende Kraft ausübt. Diese alternative Ausführungsform ist auch auf andere klinkenbetätigte
Nachstel!vorrichtungen anwendbar, bei denen die
Klinke von einer getrennten Feder betätigt wird.
Eine noch andere Ausführungsform einer klinkenbetätigten
Nachstellvorrichtung gemäß der Erfindung enthält einen Körper
aus SME-Werkstoff in der Klinke selbst. Dieser Körper kann entweder zwischen zwei getrennten Bauteilen der Klinke angeordnet
und an ihnen befestigt oder zwischen zwei telesko-· pierend ineinandergreifenden Bauteilen der Klinke angeordnet
sein und wirkt in beiden Fällen so, daß er bei Auftreten übermäßiger Temperatur die Länge der Klinke vergrößert, um
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V?0
sie aus einem Zahnrad oder einer anderen von ihr normalerweise zum Nachstellen der Bremse betätigten Vorrichtung zu
lösen und dadurch während der Zeit, in aer eine übermäßige Temperatur herrscht, eine Nachstellung zu verhindern.
Als Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen für den Temperaturausgleiehskörper
wird der von der Firma Delta Memory Metal Company unter der Bezeichnung "SME BRASS" vertriebene SME-Werkstoff
bevorzugt, wenngleich die Verwendung anderer Werkstoffe mit Form-Rückstellvermögen im Rahmen der Erfindung
nicht ausgeschlossen ist.
Leerseite
Claims (1)
- Patentansprüche;Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Trommelbremsen mit einer Vorrichtung von selbsttätig veränderbarer Länge, die so ausgelegt ist, daß sie bei Abnutzung der Bremsbeläge an den Bremsbacken ein im voraus festgelegtes Bremslüftspiel aufrechterhält, gekennzeichnet durch einen thermisch ansprechenden Körper (18; 40) aus einem Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen, der so angeordnet ist und zumindest während der Bremsbetätigung abhängig von einem Ansteigen der BremseBternperatur in der Weise wirkt, daß er entweder eine Auswärtsbewegung der Bremsbacken (1,2) zum wenigstens teilweisen Ausgleich der Bremstrommelausdehnung hervorruft oder die Nachstellvorrichtung während der Zeitspanne abschaltet, in der die Bremse diesem Temperaturanstieg unterliegt«2 ο Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Strebe von selbsttätig veränderbarer Länge-j die zwischen den Bremsbacken angeordnet werden kann, dadurch gekennzeichne t g daß der Körper (18) so angeordnet ist, daß er bei Erwärmung eine Vergrößerung und bei Abkühlung eine entsprechende Verkleinerung der Länge der Strebe erzeugt.3 ο Nachstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Strebe zwei in Längsrichtung voneinander trennbare Bauteile (9,11) aufweist und der Körper(18)/2- 2 - 55 470eines der Bauteile (11) umschließt, mit seinen zugehörigen Enden an beiden Bauteilen (9,11) anliegt und bei Erwärmung diese Bauteile (9,11) voneinander weg bewegt.4. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e kennzeichnet , daß die Bauteile (9,11) der Strebe so ausgelegt sind, daß sie unabhängig vom thermisch ansprechenden Körper (18) an der Strebe erzeugte Druckkräfte übertragen.5. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge kennzeichnet , daß die Bauteile (9,11) der Strebe aneinander anliegen, um diese Druckkräfte unabhängig vom Körper (18) zu übertragen.6. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet , daß der Körper (40) aus SME-Werkstoff die Nachstellvorrichtung ( 8) abhängig von einem Anstieg der Bremsentemperatur in der Weise abschaltet, daß er eine Nachstellbewegung eines beweglichen Bauteils der Nachstellvorrichtung ("8) verhindert.7. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge kennzeichnet , daß der Körper (40) aus SME-Werkstoff so ausgelegt ist, daß er abhängig von diesem Temperaturanstieg eine Blockiervorrichtung in eine solche Blockierstellung bewegt, daß sie dann eine Nachstellbewegung dieses Bauteils der Nachstellvorrichtung ( 8) "verhindert.8. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 7 mit einer zwischen den Bremsbacken angeordneten zweiteiligen Strebe, dadurch gekennzeichnet , daß eines der Bauteile der Strebe ein am zweiten Bauteil (Platte 20) der Strebe schwenkbar gelagerter Nachstellhebel (21) ist, der mit einem mit dem zweiten Bauteil (20) der Strebe starr verbundenen verzahnten Bauteil (28) zusammenwirkt und einen Vorsprung (Hebelarm 23) aufweist, welcher mit einem der Bremsbacken (l): - ·:- 3Η8072- 3 - 55 470direkt oder indirekt zusammenwirkt, wobei die Anordnung so ist, daß bei einer übermäßigen Trennbewegung der Bremsbacken (1,2) beim Betätigen der Bremse infolge Abnutzung der Bremsbeläge der Nachöteilhebel (21) vom verzahnten Bauteil (28) weg bewegt und geschwenkt wird und dadurch beim Lösen der Bremse in das verzahnte Bauteil (28) in einer neuen Stellung wieder eingreift, um die wirksame Länge der Strebe zu vergrößern, und wobei die Blockiervorrichtung, wenn sie abhängig von diesem Temperaturanstieg durch den Körper (40) aus SME-V/erkstoff verstellt wird, diese Schwenkbewegung des Nachstellhebels (21) verhindert.9. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 8,.dadurch ge kennzeichnet , daß der Nachstellhebel (21) und die Blockiervorrichtung komplementäre verzahnte Abschnitte aufweisen, die bei normaler Betätigung der Bremse außer Eingriff sind, aber durch die von diesem Temperaturanstieg abhängige Wirkung des Körpers (40) aus SME-Werkstoff in Eingriff gebracht werden, um diese Schwenkbewegung des Nachstellhebels (21) zu verhindern.10. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge kennzeichnet , daß die Blockiervorrichtung die Gestalt einer Platte (34) mit einem Schlitz (35) hat, der zwei Flächen (an Rändern 36,37) aufweist, die an zugehörigen entgegengesetzten Seiten eines mit dem Nachstel!hebel (21) fest verbundenen verzahnten Vorsprungs (27) angeordnet sind und von denen die eine Fläche (am Rand 36) verzahnt ist, und die Platte (34) durch Federkraft in eine Stellung vorgespannt wird, in welcher die verzahnte Fläche (am Rand 36) vom Vorsprung (27) ferngehalten ist und die andere Fläche (am Rand 37) am Vorsprung (27) anliegt, wobei eine Wärmeausdehnung des Körpers (40) aus SME-Werkstoff die Platte (34) verstellt und dabei die Verzahnung der Fläche (am Rand 36) mit dem verzahnten Vorsprung (27) in Eingriff bringt und dadurch eine-A- .55Schwenkbewegung des Nachstellhebels (21) beim Betätigen der Bremse verhindert.11. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch ge kennzeichnet , daß die Platte (34) in diese Stellung von einer Feder (41) vorgespannt wird, die sich zwischen der Platte (34) und dem zweiten Bauteil (20) der Strebe erstreckt und auch die Verzahnung (29) des Nachstellhebels (21) und die Verzahnung (am Bauteil 28) des zweiten Bauteils (20) der Strebe fest ineinanderpreßt.12. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet , daß die Platte (34) so gestaltet ist, daß sie eine Abstützung für ein Ende des Körpers (40) aus SME-Werkstoff bildet, dessen anderes Ende am Nachstellhebel (21) anliegt.13. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1 mit Betätigung durch eine Klinke, dadurch gekennzeichnet , daß die Nachstellbewegung der Klinke von einer Feder erzeugt wird, die wenigstens zum Teil aus einem SME-Werkstoff mit Form-Rückstellvermögen besteht, wodurch bei einer übermäßigen Erwärmung der Bremse die Wärmeausdehnung der Feder ausreicht, um eine Betätigung der Nachstellvorrichtung zu verhindern.14. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch ge kennzeichnet , daß die Feder zwischen der Klinke und einem der Bremsbacken eingespannt ist.15. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1 mit Betätigung durch eine Klinke, dadurch gekennzeichnet , daß der Körper aus SME-Werkstoff in die Klinke eingegliedert ist und bei Auftreten von Betriebsbedingungen mit übermäßiger Temperatur die Länge der Klinke vergrößert, um den Eingriff zwischen der Klinke und einem von ihr normalerweise betätigten Bauteil der Nachstellvorrichtung aufzuheben.
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