Die Erfindung betrifft ein Verriegelungssystem, mit einer
Vielzahl von im Abstand angeordneten Riegeln, von denen jeder
so montiert ist, daß er zwischen einer Haspeneingriffslage
und einer Haspenfreigabelage bewegbar ist, einem Riegelbe
tätigungsteil, und mit einer Antriebseinrichtung, die zwischen
dem Betätigungsteil und jedem Riegel angeschlossen ist für
gemeinsame Bewegung der Riegel aus ihrer jeweiligen Haspen
eingriffslage in die jeweilige Haspenfreigabelage beim An
sprechen auf Bewegung des Riegelbetätigungsteiles aus einer
Ruhelage.
Ein bekanntes Verriegelungssystem der genannten Art (US-PS
34 13 025) ist für eine Tür vorgesehen. Ein solches Verrie
gelungssystem ist beispielsweise für Gepäckstücke nicht ge
eignet, für die ein Verriegelungssystem gemäß der Erfindung
insbesondere verwendet werden soll. Bei dem bekannten Ver
riegelungssystem muß vor dem Schließen der Riegel in die
Haspenfreigabelage gebracht werden. Dies kann aber nur unter
der Wirkung des Betätigungsteiles erfolgen, so daß dieser
betätigt werden muß, der in Form eines Handgriffs vorhanden
ist. Somit ist der Schließvorgang vergleichsweise umständlich.
Es ist auch ein Verriegelungssystem bekannt (US-PS 37 43 335),
bei welchem eine Vorspanneinrichtung vorgesehen ist zum Zu
rückbringen des Riegels in die Haspeneingriffslage nach dem
Freigeben des Betätigungsteiles. Das Betätigungsteil ist
jedoch mit dem Riegel einstückig ausgebildet, so daß, wenn
der Riegel vor dem Schließen in die Haspenfreigabelage bewegt
wird, auch das Betätigungsteil eine entsprechende Bewegung
ausführt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verriegelungssystem so aus
zugestalten, daß der Schließvorgang vereinfacht ist.
Gelöst wird diese Aufgabe, ausgehend von einem Verriegelungs
system der einleitend genannten Art, gemäß der Erfindung da
durch, daß eine Vorspanneinrichtung vorgesehen ist zum Zu
rückbringen der Riegel in die jeweilige Haspeneingriffslage
nach dem Freigeben des Betätigungsteiles und, über die An
triebseinrichtung, zum Zurückbringen des Betätigungsteiles
in die Ruhelage, und daß jeder Riegel unabhängig von der
Antriebseinrichtung aus seiner Haspeneingriffslage in die
Haspenfreigabelage bewegbar ist, wenn der Riegel von der Has
pe gelöst ist, wodurch die Haspe mit dem Riegel in Wiederein
griff gebracht werden kann, während das Betätigungsteil in der
Ruhelage verbleibt.
Bei einem Verriegelungssystem gemäß der Erfindung erfolgt
das Schließen, ohne daß das Betätigungsteil aus seiner Ruhe
lage gelangt oder bewegt werden muß.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. Es
zeigt
Fig. 1 eine explodierte Ansicht eines Verriegelungs
systems gemäß der Erfindung für die Verwendung
bei einem Gepäckstück,
Fig. 2 eine Schnittansicht der Teile des Verriegelungs
systems,
Fig. 3 eine Schnittansicht eines der Riegelanordnungen
und Haspen des Verriegelungssystem im vergrößer
tem Maßstab, wobei ein Riegel in der Haspenein
griffslage dargestellt ist,
Fig. 4 eine der Fig. 3 gleiche Ansicht, bei der sich
der Riegel in einer Lage außerhalb des Eingriffs
mit der Haspe befindet,
Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5 in
Fig. 3,
Fig. 6 eine geschnittene Draufsicht, teilweise weggebro
chen, eines Permutationsschlosses und eines
Nockenteiles, verwendet beim Verriegelungssystem,
Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie 7-7 der
Fig. 6 mit der Darstellung des Schlosses in der
Freigabestellung,
Fig. 7A eine der Fig. 7 gleiche Ansicht mit der Dar
stellung von Teilen des Schlosses in der Sperr
stellung,
Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 in
Fig. 7,
Fig. 9 eine Schnittansicht entlang der Linie 9-9 der
Fig. 6,
Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie 10-10
der Fig. 7,
Fig. 11 eine der Fig. 7 entsprechende Ansicht mit der
Darstellung des Schlosses in der Wechselstellung
für das Einstellgeheimnis,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht des Schloßbolzens,
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht des Schloßschiebe
hebels und
Fig. 14 eine zusammengesetzte Endansicht eines Permutations
einstellringes und einer Permutationshülse.
Entsprechend Fig. 1 ist die Erfindung so dargestellt,
daß sie ein Verriegelungssystem für ein Gepäckstück ver
körpert, wie beispielsweise für einen weichwandigen
Koffer od. dgl. Dieser Koffer kann beispielsweise einen
Bodenabschnitt mit einer wenig flexiblen Holzfrontwand
haben. Ein Teil des oberen Abschnittes davon ist bei 10
in strichpunktierten Linien dargestellt. In strichpunktier
ten Linien 12 ist ein angelenkter Deckel mit einer ähnlichen
Frontwand dargestellt, und zwar als Teil des unteren Abschnit
tes derselben. Das Verriegelungssystem umfaßt eine relativ
flache längliche Riegelkonsole 14 zum inneren Anbringen
an den Wandabschnitt 10 des Kofferbodens, eine kombinierte Schloß-Be
tätigungsanordnung 16 zum Anbringen an dem Wandabschnitt
12 des Deckels von innen.
Die Riegelkonsole 14, welche in Fig. 1 bis 5 im einzelnen
dargestellt ist, umfaßt eine rinnenförmige Grundplatte 20,
zwei linksseitige Riegelanordnungen 22 A, 22 B, zwei rechtssei
tige Riegelanordnungen 24 A, 24 B, zwischenangeordnete
Schiebestangen 26 und 28, die Antriebsmittel zum Betätigen
der linksseitigen Riegelanordnung dient, ähnliche zwischen
angeordnete Schiebestangen 30 und 32, welche Antriebsmittel
zum Betätigen der rechtsseitigen Riegelanordnung bilden,
eine Kopfplatte 34 und Endabdeckungen 36.
Jede der Riegelanordnungen besteht aus identischen Teilen,
wie einem Riegelhalter 38, einem Schwenkriegel 40, einer
Riegelfeder 42, einem Haspenejektor 44 und einer Ejektor
feder 46. Die Riegelhalter 38 haben eine im wesentlichen recht
winklige flache kastenähnliche Form einer Tiefe, die im
wesentlichen der Tiefe der Grundplatte 20 entspricht. Die
Halter sitzen in der Grundplatte und sind dabei durch ge
eignet beabstandete Ausschnitte 48 in einer aufrechten
Wand der Grundplatte positioniert. Vorsprünge 50 an den
Seiten jedes Halters fixieren den Halter seitlich in der
Grundplatte, wobei ein oberer Abschnitt des Halters davon
vorragt. Die Grundplatte 20 kann beispielsweise aus Metall
extrudiert sein, wie beispielsweise Aluminium. Die Halter
können Kunststoffgußteile sein.
Die Riegelhalter 38 haben eine Rückwand 52 (siehe Fig. 3 und 4),
eine Basiswand 54 und Seitenwände 56. Jeder Halter ist um
eine Mittellinie symmetrisch ausgebildet, welche Mittellinie
quer zur Grundplatte 20 verläuft. Auf jeder Seite der
Mittellinie hat der Halter eine kreisförmige Riegelaufnahme
öffnung 58 in der Rückwand 52 und einen Ejektormontagezapfen
60. Die Seitenwände 56 enden jeweils in einem Kopfabschnitt
62, die Ejektoranschlagschultern 64 und geneigte Haspen
einführflächen 66 bilden. An ihren unteren Enden haben
die Seitenwände 56 jeweils einen Ortshaltevorsprung 68
für die Riegelfeder 42. Die Rückwand 52 endet an den Basen
der Zapfen 60. Die Seitenwände 56 sind mit Ausnehmungen 70
(Fig. 1) versehen, so daß ein querverlaufender offener
Kanal oder Schlitz an der Basis des Halters ausgebildet
wird, um einen Teil einer der Schiebestangen 26 bis 32
aufzunehmen, wie dies noch beschrieben wird.
Die Riegel 40 können identische Kunststoffgußteile sein,
jedes der Form eines Winkelhebels mit einem eine Fang
kerbe aufweisenden Verriegelungsabschnitt 72 und einem
Betätigungsabschnitt 74. Zwischen den Abschnitten 72 und
74 hat der Riegel einen Montageabschnitt mit Ansätzen 76
und 78 an dessen entgegengesetzten Flächen, so daß der Rie
gel durch Umkehren des Riegels schwenkbar in einem der
Halteröffnungen 58 montiert werden kann, und zwar mittels
der jeweiligen Ansätze. Am Betätigungsabschnitt 74 ist
der Riegel mit einem Haltevorsprung 80 für die Riegelfeder
versehen.
Haspenejektoren 44 umfassen jochähnliche Teile, die auf
die jeweiligen Zapfen 60 setzbar sind, und zwar mit dazwi
schen befindlichen Federn 46, so daß die Ejektoren gegen
die Schultern 64 gedrückt werden. Die Ejektoren haben
vorspringende Haspeneingriffzungen 82 (siehe Fig. 3 und 4).
Bei den linksseitigen Riegelanordnungen 22 A, 22 B sind Rie
gel 40 in Riegelhaltern 38 in den rechten Öffnungen 58 montiert,
und zwar für eine Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn
aus der Haspeneingriffsstellung (Fig. 2) in die Haspenfreigabe
stellung. Die Ejektoren dieser Anordnungen werden auf die
rechten Zapfen 60 gesetzt. Die Haspenfedern 62 werden zwischen
die Riegel und die rechten Ortshaltervorsprünge 68 eingesetzt, um so
die Riegel in Richtung auf ihre Haspeneingriffsstellungen
vorzuspannen.
Bei den rechten Riegelanordnungen 24 A, 24 B sind dagegen
die Riegel 40 umgedreht montiert und befinden sich in
den linken Öffnungen 58 der Riegelhalter 38 für eine Schwenk
bewegung aus der Haspeneingriffsstellung (Fig. 2 und
3) in die Haspenfreigabestellung (Fig. 4) im Uhrzeiger
sinn. Die Ejektoren der rechten Anordnung sind auf die
linken Zapfen 60 aufgesetzt. Die Haspenfedern sind ent
sprechend angeordnet.
Die Schiebestange 26 hat an ihrem rechten Ende einen nach
oben abgebogenen Vorsprung 84, welcher Vorsprung einen
Querlappen 86 bildet. In Richtung auf das linke Ende hat
die Stange 26 einen weiteren nach oben abgebogenen Vor
sprung 88, welcher ebenfalls einen Querlappen 90 bildet.
Die Länge und die Gestalt der Stange ist so, daß der Vor
sprung 88 in dem offenen Schlitz des Riegelhalters 38 der
Riegelanordnung 22 A sitzt, wobei der Lappen 90 ein Riegel
eingriffselement bildet, welches mit dem Betätigungsabschnitt
74 des Riegels 40 in Eingriff gerät, wie dies in Fig. 2
dargestellt ist. Am linken Ende hat die Schiebestange 26 ein
T-förmiges Kupplungsteil 92, welches mit einem komplementä
ren Ausschnitt am rechten Ende der Schiebestange 28 gekuppelt ist.
Die Schiebestange 28 endet in einem nach oben stehenden Querlappen,
welcher im offenen Schlitz des Halters 38 der Riegel
anordnung 22 B sitzt und ein weiteres Riegeleingriffsteil 96
bildet, welches mit dem Betätigungsabschnitt des Riegels
40 in Eingriff steht. Die Schiebestange 28 hat nach oben stehende
Seitenwände 98, die zwischen den Anordnungen 22 A und 22 B
sitzen und die Längsbewegung der Schiebestangen 26 und 28 begrenzen.
Die Schiebestange 30 hat an ihrem linken Ende einen nach
oben vorstehenden Vorsprung 100, welcher einen Querlappen
102 bildet. In Richtung auf das rechte Ende hat die Schiebe
stange 30 einen weiteren nach oben vorstehenden Vorsprung
104, welcher einen Querlappen vorsieht. Der Vorsprung 104
sitzt im offenen Schlitz des Halters 38 der Riegelanordnung
24 A, wobei der Lappen ein Riegeleingriffsteil 106 bildet,
welches hinter dem Betätigungsabschnitt 74 des Riegels 40
greift. Am rechten Ende hat die Stange 30 ein T-förmiges
Kupplungselement 108, gekuppelt mit einem entsprechenden
Ausschnitt am linken Ende der Schiebestange 32. Die Schiebestange 32
hat an ihrem rechten Ende einen nach oben vorstehenden
Querlappen, welcher in dem offenen Schlitz des Halters
38 der Riegelanordnung 24 B sitzt und ein Riegeleingriffs
teil 112 bildet, welches hinter den Betätigungsabschnitt 74 des
Riegels 40 greift. Die Schiebestange 32 hat nach oben vorstehende
Seitenwände 114, die zwischen den Riegelanordnungen 24 A
und 24 B sitzen und die Längsbewegung der Schiebestangen 30 und 32
begrenzen.
Die Kopfplatte 34 ist mit nach unten abstehenden Seitenwän
den 35 (Fig. 1und 10) versehen, welche mit den nach oben
ragenden Seitenwänden der Grundplatte 20 im Eingriff stehen.
Die Platten haben entsprechende Öffnungen, durch die sie
mit geeigneten Befestigungsmitteln (nicht dargestellt) zu
sammengesetzt werden können. Darüber hinaus hat die Kopf
platte eine mittige rechtwinklige Öffnung 37 zur Aufnahme
des Schloßgehäuses und der Betätigungseinrichtung 16. In der
Kopfplatte können auch Ausschnitte 39 vorgesehen sein, sofern
erforderlich, um die Endabschnitte eines zentralen Traghand
griffs des Gepäckstücks aufzunehmen. Die Riegelkonsole kann
herkömmlicherweise dem Kofferhersteller in vollständig zusammen
gesetztem Zustand zugebracht werden, um diese unmittelbar an
der Innenseite des relevanten Wandabschnittes eines Gepäck
stückes anzubringen, wobei das Schloß und die Betätigungs
anordnung von außen am Gepäckstück angebracht werden
(der Wandabschnitt des Gepäckstückes hat eine den Öffnungen
37 entsprechende Öffnung). Die Endabdeckungen 36, welche
Kunststoffgußteile sein können, werden an den entgegengesetz
ten Enden der Grundplatte 20 eingesetzt und werden durch
geeignete Befestigungsmittel befestigt.
Die Haspenanordnung 18 umfaßt eine Rinne 41 und vier identi
sche umkehrbare Haspen 43 mit Fangkerben, die komplementär
zu den Riegelabschnitten der Riegel 40 sind. Die Haspen
können ebenso Kunststoffgußteile sein. Die Rinne 41 ist
mit Ausschnitten 47 (Fig. 1) versehen, die in einem solchen
Abstand zueinander angeordnet sind, daß sie dem Abstand der
Riegel 40 entsprechen. Die Haspen werden in den Rinnen 41
durch geeignete Befestigungsmittel befestigt. Die beiden
linken Haspen sind hinsichtlich der beiden rechten Haspen
im umgekehrten Zustand angeordnet, so daß sie betriebs
mäßig zu dem jeweiligen Riegel passen. Endkappen 45 sind
an den Enden der Rinne 41 angeordnet. Wenn die Haspen sich
mit den zugehörigen Riegeln im Eingriff befinden, d. h.
wenn das Gepäckstück geschlossen ist, drücken die Haspen
die Ejektoren 44 ein, und zwar durch Eingriff mit Zungen 82,
wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.
Die Querlappen 86 und 102 der Schiebestangen 26 bzw. 30 berühren ein
zentrales Nockenteil 116, welches mit einem Wirbelbetätigungs
teil 118 verbunden ist. Das Betätigungsteil und das Nocken
teil bilden einen Teil der Anordnung 16. Das Nockenteil 116
ist am Betätigungsteil 118 durch Befestigungsmittel angebracht,
beispielsweise Schrauben 120 (Fig. 6 und 7), die in nach
unten vorstehenden Betätigungszapfen 122 aufgenommen sind.
Das Nockenteil hat in entgegengesetzten Richtungen nach unten
verlaufende Zungen 124, 126, hinter die die Querlappen 86 und
102 greifen (Fig. 2 und 6). Wenn so das Nockenteil 116 im
Gegenuhrzeigersinn gedreht wird, und zwar durch die Drehbe
wegung des Betätigungsteiles 118 aus der Ruhelage gemäß
Fig. 2 und 6, werden die Schiebestangen 26 und 28 nach rechts
gezogen, während die Schiebestangen 30 und 32 nach links
gezogen werden. Das Nockenteil 116 bildet so einen Antrieb
für die Schiebestangen, wobei die Querlappen 86 und 102
Antriebsteile bilden, durch die die Stangen bewegt werden.
Die Bewegung der Schiebestangen 26 und 28 nach rechts veranlaßt
die Riegeleingriffsteile 90 und 96 zur Bewirkung einer Schwenkbewegung
der linken Riegel 40 entgegen dem Uhrzeigersinn gegen die
Wirkung der Riegelfeder 42, während die Bewegung der Schiebestangen
30 und 32 nach links die Riegeleingriffsteile 106 und 112 dazu veranlaßt,
eine Schwenkbewegung der rechten Riegel im Gegenuhrzeiger
sinn zu bewirken. Die Riegel 40 werden so durch die Drehbewegung
der Betätigungsteile aus ihrer Ruhelage von den jeweiligen
Haspeneingriffsstellungen in ihre Haspenfreigabestellungen
bewegt. Fig. 4 zeigt die rechte Riegelanordnung 24 B
in der Haspenfreigabestellung. Es ist ersichtlich, daß der
rechte Zapfen 60 und der Kopfabschnitt 62 für den Riegel 40
eine Anschlagfläche bilden. Durch das Loslassen der Riegel 40
von den Haspen 43 drücken die Ejektoren 44 die Haspen hinsichtlich
der Riegelhalter 38 nach außen, um dadurch das Öffnen des Gepäck
stückes zu erleichtern.
Wenn das Betätigungsteil 118 gelöst wird, wirken die Riegel
federn 42 als Vorspannmittel, die die Riegel in die jeweili
ge Haspeneingriffsstellung zurückbringen. Über die Riegeleingriffsteile
90, 96, 106 und 112 werden die Schiebestangen in ihre Ausgangs
lagen zurückgebracht. Die Querlappen 86 und 102, welche auf
die Zungen 124 und 126 wirken, bringen das Nockenteil 116
und das Betätigungsteil 118 in die Ruhelage zurück.
Es ist insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, daß, wenn die
Haspen 43 gelöst sind, die Riegel 40 gegen die Federn 42 unab
hängig von den Schiebestangen aus ihren Haspeneingriffs
stellungen verschwenkt werden können. So erzeugt ein durch
die geneigte Haspenfläche 41 a auf die geneigten Flächen 72 a
des dargestellten Riegels ausgeübter nach unten einwirken
der Druck eine Nockenwirkung, wodurch der Riegel weg von
der Haspeneingriffslage verschwenkt wird, so daß die Haspe
wieder in Eingriff mit dem Riegel gelangen kann, ohne daß
das Betätigungsteil und die Schiebestange aus ihren Ruhe
stellungen bewegt werden müssen. Wenn die Fläche 41 a
die Fläche 72 a freigibt, schnappt der Riegel durch die Feder
42 zurück in Haspeneingriff. Die Gestaltung der Haspen und
Riegel und die spezifischen Winkel der jeweiligen Nocken
flächen (vorzugsweise etwa 45° in jedem Fall) erleichtern
das Schließen des Gepäckstückes sogar dann, wenn leichte
Fehlausrichtungen zwischen den jeweiligen Haspen und Riegel
vorliegen.
Die Anordnung 16 aus Betätigungsteil und Schloß umfaßt ein
Körperteil 140, welches, wie zuvor angedeutet, in der Öffnung
37 der Kopfplatte der Riegelkonsole sitzt, und zwar durch
eine entsprechende Öffnung in der Wand 10 des Gepäckstückbodens
(Fig. 7). Das Körperteil 140 umfaßt nach unten ragende
Zapfen 142, durch die dieses Teil an der Grundplatte 20
durch Schrauben 144 oder andere geeignete Befestigungsmittel
angebracht werden kann. Das Körperteil umfaßt weiterhin
eine Öffnung 146, in dem das Betätigungsteil drehbar be
festigt ist. Das Körperteil bildet ebenso einen Teil eines
Gehäuses für ein Permutationsschloß 130. Eine Öffnung 146
umfaßt einen Quersteg 148, über die die Betätigungszapfen
122 greifen. Dadurch wird die Drehbewegung des Betätigungs
teils begrenzt. Das Nockenteil 116 verhindert das Abziehen
des Betätigungsteiles nach oben aus der Öffnung 146.
Wenn die Riegelkonsole 14 und die Anordnung 16 beispielsweise
an einem Gepäckstück angebracht wird, kann die Riegelkonsole
an der Innenseite des relevanten Wandabschnittes des Koffers
angebracht werden. Die Anordnung 16 kann dann einfach von
außen an die bestimmte Stelle des Gepäckstückes angebracht
werden, und zwar durch die Öffnung 37. Die Schiebestangen
und das Nockenteil sind auf geeignete Weise so justiert,
daß die Querlappen 86 und 102 hinter den Zungen 124 und 126
sitzen. Die Anordnung 16 kann dann durch die vorerwähnten
Schrauben 120 od. dgl. am Ort fixiert werden.
Das Permutationsschloß 130 (siehe insbesondere Fig. 7-14)
ist in der Lage, das Betätigungsteil 118 und das Nockenteil
116 der Ruhelage lösbar zu verschließen, so daß, wenn das
Gepäckstück geschlossen wird, die Riegel nicht von den
Haspen gelöst werden können, es sei dann, das Schloß
wird geöffnet. Das Schloß 130 ist von der Art, bei dem durch
einen Einstellring angetriebene Nocken die Bewegung des
beweglichen Schließteiles gesteuert wird. Das Schließteil
hat die Form eines schwenkbaren Bolzens 132. Die Bewegung
des Schließteiles erfolgt zwischen einer Sperrstellung und
einer Freigabestellung. In der Sperrstellung blockiert der
Bolzen die Bewegung des Nockenteiles 116 und in der Freigabe
stellung löst er das Nockenteil für den Betrieb durch das
Betätigungsteil. Das Schloß 130 kann herkömmlicher Art sein,
und gleicht solchen Schlössern, die in der US-Patentanmeldung
0 33 540 beschrieben sind.
Das Schloß 130 umfaßt einen Schaft 148, der an entgegen
gesetzten Enden zwischen den geeignet geformten Flächen des
Körperteils 140 und einer schalenförmigen Abdeckplatte
150 abgestützt, die auf geeigente Weise durch Schrauben,
Nieten od. dgl. am Körperteil befestigt ist. Permutations
hülsen 152, 154, 156 sind drehbar auf dem Schaft 148 zwischen
einer Schraubenfeder 158 und einem integrierten Schaftkragen
160 montiert. Auf der anderen Seite des Kragens 160 trägt
der Schaft einen Schiebehebel 162. Eine Feder 158 berührt eine
Beilagscheibe 164, um die Anordnung aus Schaft, Hülsen und
Schiebehebel nach links zu drücken, wie dies in den Zeichnungen
dargestellt ist.
Die Hülsen 152 bis 156 tragen umlaufende Permutations
einstellringe 166, 168, 170. Die Hülsen haben ver
größerte Endflansche 172, 174, 176, welche Nocken für
den Schloßbolzen bilden, wie dies noch beschrieben wird.
Der Umfang jedes Nockens ist kreisförmig, mit der Ausnahme
einer im wesentlichen V-förmigen Kerbe 178, wie dies in
Fig. 14 dargestellt ist. Die Hülsen werden für die Drehung
mit den zugehörigen Einstellringen auf herkömmliche Weise
durch auf den Hülsen befindliche Zähne 180 gekuppelt,
die mit korrespondierenden Öffnungen 182 in den Einstell
ringen kämmen. Die Einstellringe haben herkömmliche, über
den Umfang angebrachte Markierungen, wobei Teile der Ein
stellringe durch geeignete Schlitze eines Abschnittes 138
des Körperteils 140 ragen, wobei dieser Abschnitt 138
die Stirnplatte des Schlosses bildet. Durch dieses Hervor
ragen können die Einstellringe und die Hülsen manuell
gedreht werden. Eine Einstellringfeder 184 an der Basis
der Abdeckplatte 150 ist mit Armen 186 (Fig. 10) versehen,
die in Ausnehmungen zwischen den jeweiligen Einstellring
markierungen eingreifen, so daß die Einstellringe in
gleichen Abständen zwischen aufeinanderfolgenden Anzeige
stellungen gedreht werden.
Der Schließbolzen 132 hat vorstehende Zungen 188, durch die
der Bolzen in geeigneten, nicht dargestellten Öffnungen der
Abdeckplatte 150 schwenkbar montiert ist. Öffnungen 190,
192, 194 im Bolzen (siehe Fig. 12) nehmen die jeweiligen
Einstellringe auf. Der Bolzen ist mit Querstegen 196,
198, 200 versehen, die so angeordnet sind, daß sie an
den Umfängen der Nocken 172-176 jeweils anliegen. Der
Bolzen wird nach oben in Eingriff mit den Nockenumfängen
gedrückt, und zwar durch Schraubenfedern 202, 204 (siehe
Fig. 6 und 10).
Wie aus Fig. 10 und 12 ersichtlich ist, sind die Quer
stege 196-200 des Bolzens so geformt, daß sie Rippen
abschnitte 206, 208, 210 vorsehen, welche konvergierende
ebene Flächen haben. Wenn alle Hülsen 152-156 in besonderer
Ausrichtung gedreht werden, wie dies in Fig. 10 dargestellt
ist, und zwar entsprechend einer besonderen Anzeigestellung
der jeweiligen Einstellringe (d. h. die Einstellung auf das
Einstellgeheimnis des Schlosses), greifen die Rippenabschnit
te in die jeweiligen Nockenkerben 178 und der Bolzen nimmt
unter Einfluß der Federn 202, 204 eine obere Freigabestellung
ein. Wenn jedoch einer oder mehrere der Einstellringe um
einen Raster oder mehrere Raster aus dieser ausgerichteten
Lage verdreht werden, um das Schloß in einen Zustand außerhalb
des Einstellgeheimnisses zu bringen, wird eine Nockenwirkung
zwischen der jeweiligen Kerbe und dem Rippenabschnitt hervor
gerufen, wodurch der Bolzen gegen die Federn 202, 204 in
eine Schließstellung gebracht wird, in der der relevante
Rippenabschnitt von der entsprechenden Kerbe gelöst und in
Tangentialberührung mit dem Einstellringumfang gebracht ist.
Besondere Konstruktionserfordernisse für die Kerben und die
Rippenabschnitte und die damit erzielten Vorteile werden mehr
im einzelnen in der erwähnten US-Patentanmeldung beschrieben.
Der Bolzen 132 umfaßt einen längsverlaufenden Arm 206,
welcher durch einen geeigneten Vertikalschlitz (nicht darge
stellt) der Abdeckplatte 150 ragt und endet in einem nach un
ten ragenden Ansatz 208, welcher mit einem entsprechenden
Vorsprung 210 des Nockenteiles 116 zusammenwirkt (siehe Fig.
6 und 9). Wenn der Bolzen 132 sich in der unteren Sperrlage
befindet, greift der Ansatz 208 hinter den Vorsprung 210
und verhindert ein Drehen des Nockenteiles 116 durch das Betätigungs
teil 118 für die Betätigung des Verriegelungssystems.
Wenn jedoch der Bolzen 132 seine obere Freigabestellung
einnimmt (das Schloß ist auf das Einstellgeheimnis eingestellt),
gibt der Ansatz 208 den Vorsprung 210 entsprechend der
Darstellung in Fig. 9 frei und das Nockenteil 116 ist
frei für die Drehung durch das Betätigungsteil, um das
Verriegelungssystem zu betätigen.
Das Schloß 130 umfaßt weiterhin Mittel zum Verändern
des Einstellgeheimnisses durch Bewegen der Einstellringe
außer Eingriff mit den jeweiligen Hülsen, so daß die Ein
stellringe relativ zu den Hülsen gedreht werden können.
Wenn dabei das Schloß auf das Einstellgeheimnis eingestellt
ist, können der Schaft 148 und die Hülsen 152-156 gegen
die Wirkung der Feder 158 mittels des Schiebehebels 162
nach rechts bewegt werden, und zwar aus der in Fig. 7
dargestellten Lage in eine in Fig. 11 dargestellte Lage
zum Wechseln des Einstellgeheimnisses, wodurch die Hülsen
von den Einstellringen entkuppelt sind.
Der Schiebehebel 162 umfaßt einen Handbetätigungsabschnitt
212, welcher durch eine Öffnung 214 der Schloßstirnplatte
ragt. Weiterhin umfaßt der Schiebehebel 162 einen Körper
abschnitt 216, welcher am Schaftkragen 116 anliegt, einen
Blockierungsabschnitt 218 und ein Nockenfolgeglied 220.
Wenn der Schloßbolzen 132 in seine untere Sperrlage bewegt
wird, befindet sich der Blockierungsabschnitt 218 in blockieren
der Ausrichtung mit dem Quersteg 222 des Bolzens (Fig. 7A),
wodurch verhindert wird, daß der Schiebehebel nach rechts
bewegt wird. Wenn das Schloß jedoch auf das Einstellgeheimnis
eingestellt ist und der Bolzen angehoben wird, gibt der
Quersteg 222 den Blockierungsabschnitt 218 frei (Fig. 7)
und erlaubt ein in der Öffnung 214 erfolgendes nach rechts
Bewegen des Handbetätigungsabschnittes 212 des Schiebehebels.
Diese Bewegung verursacht eine Bewegung der Anordnung aus
Schaft 148 und Hülsen 152-156 gegen die Feder 158 in die in
Fig. 11 dargestellte Lage.
Die Bewegung des Schiebehebels 162 nach rechts verursacht
eine Bewegung des Nockenfolgegliedes 220 entlang einem
Schenkel 224 einer L-förmigen Öffnung 226 der Abdeckplatte
150 (siehe Fig. 8). In der in Fig. 11 dargestellten Lage
kann der Schiebehebel dann auf dem Schaft 148 so gekippt
werden, daß das Nockenfolgeglied 220 den anderen Schenkel
228 der Öffnung 226 hinter einer Anschlagschulter 230
berührt.
Der Schiebehebel kann dann gelöst werden und die Anschlag
schulter hält den Schaft und die Hülsen in der Wechsel
stellung für das Einstellgeheimnis. In der Wechselstellung
für das Einstellgeheimnis greift weiterhin der Blockierungs
abschnitt 218 des Schiebehebels unter den Quersteg 222
des Bolzens, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist. Dieser
hält den Bolzen in der oberen Freigabestellung, wodurch
die Drehung der Hülsen ausgeschlossen ist und somit ein
Verlustiggehen des Einstellgeheimnisses vermieden werden.
Wenn das Einstellgeheimnis geändert worden ist, kann der
Schiebehebel 162 in seine Ausgangsausrichtung auf der auf
dem Schaft 148 gekippt werden, um das Nockenfolgeglied
220 außer Eingriff mit der Schulter 230 zu bringen. Ein Lösen
des Schiebehebels erlaubt dann das Zurückkehren des Schaftes,
der Hülsen und des Schiebehebels durch die Feder 158 in die
in Fig. 7 dargestellte Lage, wodurch die Einstellringe und
die Hülsen wieder miteinander gekuppelt werden. Sodann ist
das neue Einstellgeheimnis eingestellt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß die
Erfindung ein Verriegelungssystem schafft, welches für ein
Gepäckstück geeignet und einfach dadurch zu montieren ist,
daß die Verriegelungskonsole und die Haspenanordnung innerhalb
der jeweiligen Wandabschnitte befestigt und das Schloß und
die Betätigungsanordnung von außen am Gepäckstück angebracht
werden. Das System verwendet ein einzelnes zentrales Be
tätigungsteil für das gemeinsame Betätigen einer Reihe von
Riegeln. Das System kann mittels eines zentralen Schlosses,
welches betriebsmäßig mit dem Betätigungsteil verbunden
ist, leicht und genau geschlossen oder geöffnet werden.
Da die Riegel unabhängig vom Betätigungsteil bewegbar
sind, kann das Gepäckstück sogar dann geschlossen werden,
wenn das Betätigungsteil verriegelt bzw. verschlossen ist.
Da weiterhin sowohl die linke als auch die rechte Anordnung
durch identische Komponenten gebildet wird, ist das System
wirtschaftlich herstellbar.