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DE3039543A1 - Verfahren zur herstellung von pvc-harzen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von pvc-harzen

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Publication number
DE3039543A1
DE3039543A1 DE19803039543 DE3039543A DE3039543A1 DE 3039543 A1 DE3039543 A1 DE 3039543A1 DE 19803039543 DE19803039543 DE 19803039543 DE 3039543 A DE3039543 A DE 3039543A DE 3039543 A1 DE3039543 A1 DE 3039543A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
polymerization
direct
thiocyanate
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803039543
Other languages
English (en)
Inventor
Ken Tokyo Itoh
Ichiro Ibaraki Kaneko
Hajime Ichihara Chiba Kitamura
Toshihide Chiba Shimizu
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Shin Etsu Chemical Co Ltd
Original Assignee
Shin Etsu Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shin Etsu Chemical Co Ltd filed Critical Shin Etsu Chemical Co Ltd
Publication of DE3039543A1 publication Critical patent/DE3039543A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F14/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F14/02Monomers containing chlorine
    • C08F14/04Monomers containing two carbon atoms
    • C08F14/06Vinyl chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchloridharzen (PVC-Harzen) der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Speziell betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von PVC-Harzen durch Polymerisation in wässriger Suspension. Das Verfahren ist speziell darauf ausgerichtet, Produktpolymere mit verbesserter Wärmebeständigkeit und vermindeter Verfärbung beim Formgeben zu schaffen. Als Monomer für die Polymerisationsreaktion wird vorzugsweise Vinylchlorid verwendet, kann aber auch ein Monomergemisch verwendet werden, dessen Hauptkomponente Vinylchlorid ist. Bei diesem Verfahren soll weiterhin die Effektivität der Polymerisationsreaktion selbst dadurch wesentlich verbessert werden, daß der Ansatz und der Aufbau von Verkrustungen an den inneren Wänden des Polymerisationsreaktors weitgehend unterdrückt wird.
Gebräuchlicherweise werden PVC-Harze in aller Regel durch Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid in einem wässrigen Medium hergestellt. Eines der schwierigsten technischen Probleme bei der Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid in einem wässrigen Polymerisationsmedium ist der Aufbau von Polymerisatverkrustungen an den Innenwänden des Polymerisationsreaktors. Wenn die Suspensionspolymerisation des monomeren Vinylchlorids in wässriger Phase in einem Polymerisationsreaktor aus Edelstahl oder einem entsprechenden Werkstoff durchg3führt wird, tritt die Verkrustung der Innenwände des Reaktors und der anderen inneren Oberflächen der Anlage, die mit dem Monomeren in Berührung ge-
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langen, auf, wovon insbesondere Rührwerke und Wärmeaustauscher betroffen sind. Durch solche Verkrustungen wird nicht nur die Produktpolymerausbeute vermindert, sondern wird auch die Kühlleistung des Reaktors vermindert. Durch diese Verminderung der Kühlleistung des Reaktors wird die Gesamtproduktivität der Polymerisationsanlage herabgesetzt. Außerdem gelangen abplatzende Teile der Polymerisatkruste von den Reaktorwänden in das Harzprodukt und vermindern so die Qualität dieses Produktes. Insbesondere treten in einem Produktpolymer, das abgesprungene Teile der Polymerkruste der Reaktorwände enthält, in verstärkter Konzentration Homogenitätsfehler, nämlich die sogenannten "Fischaugen", auf, die sich beim Ausformen der PVC-Harze störend bemerkbar machen. Außerdem muß nach jedem Polymerisationsansatz die Kruste aus dem Reaktor entfernt werden. Dies kostet Zeit und Arbeitsaufwand und vermindert dadurch die Produktivität und erhöht gleichzeitig die Kosten. Außerdem stellt die Reinigung solcher Tanks eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung des die Reinigung der Polymerisationsreaktoren durchführenden Personals dar, da die auf den Innenwänden des Polymerisationsreaktors haftenden Polymerkrusten stets noch erhebliche Anteile des toxischen und flüchtigen monomeren Vinylchlorids enthalten.
Auf der anderen Seite ist aber auch bekannt, daß zahlreiche Eigenschaften, die für die Produktpolymerqualität ausschlaggebend sind, durch eine Reihe von Parametern der Polymerisationsreaktion beeinflußt werden. So hängen insbesondere die Wärmebeständigkeit und die Anfangsverfärbung des Harzes nach der Formgebung durch Spritzgießen oder ein analoges Formgebungsverfahren in starkem Maße von der Art des verwendeten Polymerisationsinitiators ab, der im Polymerisationsreaktionsystem eingesetzt wird. Bei der wässrigen Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid wird üblicherweise
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ein im Monomer löslicher Polymerisationsinitiator verwendet. Dem Fachmann leuchtet ein, daß solche monomerlöslichen Polymerisationsinitiatoren entweder praktisch unlöslich oder kaum löslich in Wasser sind. Dabei sollte jedoch beachtet werden, daß selbst diese Polymerisationsinitiatoren nicht absolut unlöslich in Wasser sind, sondern stets noch eine wenn auch noch so geringe Restlöslichkeit in Wasser aufweisen. Es ist bekannt, daß die Wasserlöslichkeit des Polymerisationsinitiators einer der Parameter ist, die auf die Wärmebeständigkeit und die Anfangsfärbung des Produkt-PVC-Harzes, das mit solchen Polymerisationsinitiatoren hergestellt worden ist, einwirken. In diesem Rahmen weisen als Polymerisationsinitiatoren verwendete organische Peroxide eine relativ gute Wasserlöslichkeit auf, die beispielsweise im Bereich von mindestens 0,2 Gew.-% bei 20 0C liegt. Durch die Verwendung solcher Polymerisationsinitiatoren können die Wärmebeständigkeit und die Anfangsverfärbung der Produktharze selbst gegenüber anderen organischen Peroxiden deutlich verbessert werden, die eine geringere als die oben angegebene Wasserlöslichkeit aufweisen.
Trotz der geschilderten Vorteile hinsichtlich der Wärmestabilität der Produktharze, die mit solchen organischen Peroxiden als Polymerisationsinitiatoren hergestellt werden, die eine relativ große Wasserlöslichkeit aufweisen, werden solche relativ gut wasserlöslichen organischen Peroxide zur technisch-industriellen Herstellung von PVC-Harzen kaum verwendet. Der Grund für die erstaunliche Tatsache liegt darin, daß bei der Verwendung relativ gut wasserlöslicher organischer Peroxide als Polymerisationsinitiatoren eine wesentlich stärkere Polymerverkrustung der Reaktorwände eintritt als dies bei Verwendung weniger gut wasserlöslicher organischer Peroxide der Fall ist.
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Zur Unterdrückung der Polymerverkrustung der Reaktorwände bei der Suspensionspolymerisation von nomomerem Vinylchlorid in wässrigem Medium sind zahlreiche Verfahren bekannt, die sich im Prinzip auf zwei Methoden zurückführen lassen, nämlich entweder auf ein Verfahren zur Beschichtung der Reaktorwände vor Beginn der Polymerisationsreaktion mit einem Beschichtungsmaterial, das gegen eine Polymerverkrustung weniger anfällig ist, oder ein Verfahren, bei dem dem Polymerisationsgemisch während der Reaktion bestimmte Additive zugesetzt sind.
Als Beschichtungsmaterial zur Beschichtung der Reaktorwände vor Beginn der Polymerisationsreaktion sind beispielsweise polare organische Verbindungen, organische Farbstoffe und Pigmente bekannt, und zwar insbesondere Amine, Chinone und Aldehyde (JP 45-30 343 B2 oder JP 45-30 835 B2). Auch folgende Substanzen sind als Beschichtungsmaterial für die Reaktorwände bekannt: Polare organische Substanzen oder organische Farbstoffe, die mit einem Metallsalz behandelt sind.(JP 52-24 953 B2), Gemische eines Elektronendonators mit einem Elektronenakkzeptor (JP 53-28 347 B2) sowie bestimmte anorganische Salze und anorganische Komplexverbindungen (JP 52-24 070 B2).
Solche Beschichtungsverfahren sind besonders dann wirksam, wenn der eingesetzte Polymerisationsinitiator eine Azoverbindung oder ein organisches Peroxid mit einer langkettigen Alkylgruppe, also ausgesprochen geringer Wasserlöslichkeit, ist. Diese Beschichtungsverfahren sind jedoch praktisch unwirksam, wenn die Polymerisation unter Verwendung eines relativ gut wasserlöslichen organischen Peroxids als Polymerisationsinitiator durchgeführt wird. So besteht trotz der zahlreichen bekannten Verfahren zur unterdrückung der Polymerverkrustung der Reaktorwände bei der Polymerisation von monomerem Vinylchlorid kein Verfahren, das auch dann wirksam ist, wenn als Polymerisationsinitiator ein relativ gut wasserlösliches organisches Peroxid verwendet wird,
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beispielsweise also ein Peroxid mit einer Wasserlöslichkeit von mindestens ungefähr 0,2 Gew.-%.
Angesichts dieses Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von PVC-Harzen mit verbesserter Wärmebeständigkeit und vermindeter Verfärbung bei der Formgebung zu schaffen, wobei die Polymerisation als Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid oder monomeres Vinylchlorid als wesentliche Komponente enthaltenden Monomergemischen in einem wässrigen Medium in Gegenwart eines Polymerisationsinitiators durchgeführt werden soll, der ein relativ gut wasserlösliches organisches Peroxid ist, speziell ein organisches Peroxid mit einer Wasserlöslichkeit von mindestens 0,2 Gew.-% bei 20 0C.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs genannten Art geschaffen, das erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale aufweist.
Die Erfindung schafft also ein verbessertes Verfahren zur Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid oder von Monomergemischen, deren Hauptkomponente monomeres Vinylchlorid ist, in einem wässrigen Polymerisationsmedium. Dabei wird als Polymerisationsinitiator.ein im Monomer lösliches organisches Peroxid verwendet, dessen Wasserlöslichkeit bei 20 0C mindestens 0,2 Gew.-% beträgt. Bei diesem Verfahren wird vor Beginn der Polymerisationsreaktion und vor Beschickung des Polymerisationsreaktors mit dem Polymerisationsgemisch eine Beschichtung auf die Innenwände des Polymerisationsreaktors aufgebracht. Als Beschichtungsmasse dient eine wässrige Beschichtungslösung, die einen organischen Farbstoff enthält, der eine SuIfonsäuregruppe-SO_H oder eine Carboxylgruppe -COOH in Form eines Alkalimetallsalzes oder Ammoniumsalzes enthält, oder ein Alkalimetallsalz oder ein Ammonium-
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salz einer organischen Sulfonsäure oder einer Carbonsäure gelöst enthält, die mindestens ein Paar konjugierter Doppelbindungen im Molekül aufweist. Nach dem Beschichten der Reaktorwände mit der wässrigen Lösung wird die Beschichtung getrocknet. In Kombination mit dieser Maßnahme wird dem Polymerisationssystern,, das in dem so beschichteten Polymerisationsreaktor polymerisiert wird, ein wasserlösliches Thiocyanat in einer Konzentration von mindestens 1 ppm zugesetzt, bezogen auf das Gewicht des Monomers oder der Monomeren. .
Das Verfahren gemäß Erfindung zur Suspensionspolymerisation von Vinylchloridmonomer ist nicht nur auf die Homopolymerisation von Vinylchloridmonomer anwendbar, sondern auch auf die Copolymerisation von monomerem Vinylchlorid mit mindestens einer weiteren copolymerisierbaren ethylenisch ungesättigten Monomerkomponente, solange die Hauptkomponente des Monomergemisches Vinylchlorid ist. Hauptkomponente heißt in diesem Zusammenhang, daß das Monomergemisch Vinylchlorid in einer Konzentration von ungefähr mindestens 50 Gew.-% enthält. Als mit Vinylchlorid copolymerisierbaren Comonomeren seien insbesondere die folgenden genannt: Vinylester, insbesondere Vinylacetat und Vinylpropionat, Vinylether, Acrylsäure und Methacrylsäure sowie deren Ester, Acrylnitril, Vinylketone, Vinylidenhalogenide, insbesondere Vinylidenchlorid und Vinylidenfluorid, sowie Olefine, insbesondere Ethylen und Propylen.
Die eigentliche Durchführung der Polymerisation kann in herkömmlicher Weise und im wesentlichen wie bekannt durchgeführt werden, wobei der erfindungswesentliche Unterschied zu den herkömmlichen Polymerisationen darin besteht, daß die Reaktorwände vor Beginn der Polymerisationreaktion in der beschriebenen Weise beschichtet werden und gleichzeitig dem Polymerisationsgemisch in der oben beschriebenen
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Weise mindestens ein Thiocyanat zugesetzt wird. So kann das Polymerisationssystem insbesondere übliche Dispergatoren enthalten wie sie zur Suspension des Monomers oder des Monomergemisehes in einem wässrigen Medium üblicherweise verwendet werden, beispielsweise wasserlösliche synthetische oder natürliche Polymere, insbesondere vollständig oder partiell verseifter Polyvinylalkohol, Celluloseether, insbesondere Methylcellulose oder Hydroxypropylmethyl cellulose, Polyacrylsäure, Copolymere von Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid, Gelatine und Stärke, nichtionische oberflächenaktive Mittel, insbesondere Sorbitanmonolaurat oder Sorbitantrioleat, sowie Dispersionshilfsmittel wie insbesondere Carboxylmethylcellulose.
Das Verfahren der Erfindung ist speziell für die Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid in einem wässrigen Medium anwendbar, bei der als Polymerisationsinitiator ein im Monomer lösliches organisches Peroxid mit einer Wasserlöslichkeit von mindestens 0,2 Gew.-% bei 20 0C verwendet wird. Hier liegen die eigentlichen Vorteile des Verfahrens. Dies bedeutet jedoch nicht, daß das Verfahren der Erfindung nicht auch dann erfolgreich angewendet werden kann, wenn als Polymerisationsinitiator eine Azoverbindung oder ein organisches Peroxid mit geringerer Wasserlöslichkeit als der oben angegebenen verwendet wird.
Als relativ gut wasserlösliche organische Peroxide werden im Rahmen der Erfindung vorzugsweise die folgenden eingesetzt: Di-2-ethoxyethylperoxydicarbonat (im folgenden kurz EEP), Bis-3-methoxybutylperoxydicarbonat (im folgenden kurz MC) und Dibutoxyethylperoxydicarbonat (im folgenden kurz BEP). Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung auch andere organische Peroxide verwendet werden, solange sie die genannte Mindestlöslichkeit aufweisen. Die drei vorstehend genannten Peroxide werden jedoch als aus den verschiedensten Gründen besonders geeignet bevorzugt verwendet.
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Die Beschichtungslösung wird auf die Innenwände des Polymerisationsreaktors und gegebenenfalls auf die Oberflächen aller anderen Anlagenteile, insbesondere des Rührwerks, aufgetragen, die mit dem Monomer oder den Monomeren während der Polymerisationsreaktion in Berührung gelangen. Die Beschichtungslösung wird durch einfaches Lösen der gegenannten Alkalimetallsalze oder Ammoniumsalze der organischen Farbstoffe oder Säuren in Wasser hergestellt.
Als organische Farbstoffe mit einer Sulfonsäuregruppe oder einer Carboxylgruppe, die in Form eines Alkalimetallsalzes oder eines Ammoniumsalzes vorliegen, seien die folgenden vorzugsweise verwendeten Farbstoffe genannt: CI. Direct Yellow 1; C.I. Acid Yellow 3 8; C.I. Acid Yellow 3; CI. Reactive Yellow 3; C.I. Direct orange 2; C.I. Direct Orange 10; C.I. Direct Red 1; CI. Acid Red 2; CI. Acid Red 18; C.I. Acid Red 52; C.I. Acid Red 73; CI. Direct Red 186; CI. Direct Red 92; C.I. Basic Red 2; CI. Direct Violet 1; C.I. Direct Violet 22; CI. Basic Violet 10; C.I. Acid Violet 11; C.I. Acid Violet 78; CI. Mordant Violet 5; C.I. Direct Blue 6; C.I. Direct Blue 71; C.I. Direct Blue 106; C.I. Reactive Blue 2; C.I. Reactive Blue 4; CI. Reactive Blue 18; C.I. Acid Blue 116; C.I. Acid Blue 158; Cl. Mordant Blue 1; C.I. Mordant Black 1; C.I. Mordant Black 5; C.I. Acid Black 2; CI. Direct Black 38; CI. Solubilized Vat Black 1; C.I. Fluorescent Brightening Agent 30; C.I. Fluorescent Brightening Agent 32; C.I.-Azoic Brown 2.·
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Aus Gründen der eindeutigen Identifizierung der Substanzen sind die einzelnen Farbstoffe in der vorstehend zusammengestellten Liste in der Form zitiert, wie sie in der Originalausgabe des Colour Index aufgeführt sind.
Als organische Sulfonsäuren oder Carbonsäuren mit mindestens einem Paar konjugierter Doppel— bindungen im Molekül, die als weitere gelöste Substanz in der Beschichtungslösung in Form eines Alkalimetallsalzes oder eines Ammoniumsalzes eingesetzt werden, seien die folgenden vorzugsweise verwendeten Substanzen genannt: die Toluidine, α-Naphthalinsulfonsäure, Anthrachinonsulfonsäure, Dodecylbenzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Abietinsäure, Isonikotinsäure, Benzoesäure, Phenylglycin und 3-Hydroxy-2-naphthoesäure.
Zur Herstellung der Beschichtungslösung werden die oben spezifizierten Substanzen, nämlich mindestens einer der organischen Farbstoffe und/oder der organischen Sulfonsäuren und/oder der Carbonsäuren in Form ihrer Salze in Wasser gelöst. Dabei ist die Konzentration der Beschichtungslösung nicht spezifisch kritisch, so lange sie insgesamt zur Herstellung der benötigten Beschichtung auf den Reaktorinnenwänden geeignet ist.
Die in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellte Beschichtungslösung ist in aller Regel mehr oder weniger alkalisch, Vorzugsweise wird daher der pH-Wert der Lösung nach vollständige:! Auflösung der Salze der organischen Farbstoffe und/oder organischen Sulfonsäuren und/oder Carbonsäuren durch Zusatz einer geringen Menge Säure auf einen Wert von nicht größer als 7 eingestellt. Zu diesem Zweck geeignete Säuren sind die folgenden, die vorzugsweise verwendet werden: Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure. Kohlensäure, Perchlorsäure, Molybdänsäure, Wolframsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Maleinsäure, Glykolsäure, Thioglykolsäure und Phytinsäure. Diese Säuren werden vorzugsweise in Form
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ihrer zuvor hergestellten wässrigen Lösungen der Beschichtungslösung zugesetzt.
Die so hergestellte wässrige Beschichtungslösung wird auf die Innenwände des Polymerisationsreaktors und aller anderen Oberflächen aufgetragen, die mit dem Monomer oder den Monomeren in Berührung kommen, insbesondere also auch auf die Oberflächen des Rührwerks. Der Auftrag der wässrigen Beschichtungslösung kan in an sich bekannter Weise erfolgen, beispielsweise durch Sprühen, Bürsten oder Rollen. Die auf diese Weise naß beschichteten Oberflächen werden anschließend gründlich getrocknet, falls gewünscht und erforderlich auch unter Erwärmung. Vorzugsweise werden die zu beschichtenden Oberflächen vor dem Naßbeschichten auf eine Temperatur von ungefähr 40 bis 100 0C erwärmt. Die auf die eine oder andere Weise beschichteten und getrockneten Oberflächen können anschließend noch mit Wasser gewaschen werden.
Die wässrige Beschichtungslösung kann auch unter Verwendung eines gemischten Lösungsmittels hergestellt werden, also unter Verwendung eines Gemisches von Wasser mit einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel, soweit dadurch die Löslichkeit der in der Lösung zu lösenden Substanzen verbessert wird. Außerdem trocknen Lösungen, die unter Verwendung solcher gemischter Lösungsmittel hergestellt sind, auf den beschichteten Oberflächen wesentlich schneller als rein wässrige Lösungen. Auch kann bei Verwendung gemischter Verwendungsmittel häufig auf das zura Zwecke des Trocknens erfolgende Erwärmen verzichtet werden. Als organische Lösungsmittel, die dem Wasser zur Herstellung der wässrigen Beschichtungslösung zugesetzt werden, werden vorzugsweise die folgenden verwendet: Alkohole, Ester und Ketone.
Die Beschichtungslösung wird vorzugsweise in einer solchen
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Menge auf die zu beschichtenden Oberflächen aufgetragen, daß die getrocknete Beschichtung ein Flächengewicht von mindestens 0,001 g/m2 hat. Eine solche schichtige bzw. ein solches Flächengewicht der Beschichtung liegt im Bereich derjenigen Flächengewichte wie sie für an sich bekannte andere Beschichtungen zum gleichen Zweck üblich sind.
Nach Abschluß der in der vorstehend beschriebenen Weise durchgeführten Beschichtung der Innenwände des Polymerisationsreaktors wird die Polymerisationsreaktion in üblicher Weise durchgeführt. Der Reaktor wird mit dem als Polymerisationsmedium dienenden Wasser, dem Dispergator oder Suspensionshilfsmittel, dem Polymerisationsinitiator und dem monomeren Vinylchlorid bzw. den Monomeren sowie mit gegebenenfalls anderen üblichen Zusätzen zu solchen Polymerisationsgemischen beschickt. Erfindungswesentlich ist dabei jedoch, daß die das Polymerisationssystem bildende Reaktorbeschickung zusätzlich zumindest ein wasserlösliches Thiocyanat enthält.
Wasserlösliche Thiocyanate im Sinne der Erfindung sind vorzugsweise die Thiocyanate der Alkalimetalle, insbesondere Natriumthiocyanat, Kaliumthiocyanat und Caesiumthiocyanat, außerdem Ammoniumthiocyanat sowie die Thiocyanate der Erdalkalimetalle, insbesondere Magnesiumthiocyanate, Calciumthiocyanat, Strontiumthiocyanat und Bariumthiocyanat. Diese Thiocyanate können dem Polymerisationsgemisch direkt zugesetzt werden, wobei sie dann in der wässrigen Phase des Polymerisationsgemisches gelöst werden. Vorzugsweise werden die wasserlöslichen Thiocyanate dem Polymerisationsgemisch vor Beginn der Copolymerisationreaktion zugesetzt. Praktisch der gleiche Wirkungsgrad der Unterdrückung der Bildung von Polymerkrusten kann jedoch auch dann erzielt werden, wenn die wasserlöslichen Thiocyanate dem Polymerisationsgemisch erst nach Beginn der Polymerisationreaktion, wenn auch nicht allzu lange nach Beginn der Polymerisationsreaktion, zugesetzt
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werden.
Die Thiocyanate werden dem Polymerisationsgemisch vorzugsweise in einer Konzentration von mindestens 1 ppm zugesetzt, bezogen auf das Gewicht des monomeren Vinylchlorids bzw. auf das Gewicht des Monomergemisches. Die obere Grenze der Konzentration des Thiocyanats im Polymerisationsgemisch liegt bei 500 ppm, vorzugsweise 100 ppm, stets bezogen auf das Gewicht des Monomers bzw. der Monomeren. Bei Überschreitung dieser oberen Konzentrationsgrenzen bzw. Grenzen der Zugabe des Thiocyanats zum Polymerisationsgemisch wird die Qualität des Produktharzes beeinträchtigt, obwohl gleichzeitig keine Verbesserung der Unterdrückung der Polymerverkrustung auf den Reaktorwänden mehr erreicht werden kann.
Wenn auch das Verfahren der Erfindung speziell und primär für die Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid in wässriger Phase in Gegenwart eines organischen Peroxids als Polymerisationsinitiator eingesetzt wird, dessen Wasserlöslichkeit bei 20 0C mindestens 0,2 Gew.-% beträgt, so kann das Verfahren der Erfindung doch auch in solchen Fällen eingesetzt werden, in denen die Wasserlöslichkeit des als Polymerisationsinitiators eingesetzten organischen Peroxids bei 20 0C.kleiner als 0,2 Gew.-% ist. Auf der anderen Seite sollte, wie jedem Fachmann ohne weiteres einleuchtet, das als Polymerisationsinitiator verwendete organische Peroxid auch keine übermäßig große Wasserlöslichkeit aufweisen, da Polymerisationen, die in einem Medium durchgeführt werden, das ein uhgewönlich gut wasserlösliches organisches Peroxid als Polymerisationsinitiator enthält, bereitsim wesentlichen als Emulsionspolymerisationen ablaufen und nicht mehr in der im Rahmen der Erfindung angestrebten Weise zu Suspensionspolymerisaten des Polyvinylchlorids führen. In diesem Sinne und aus diesen Gründen wird die Polymerisation gemäß der Erfindung vorzugsweise unter Verwendung eines organischen Peroxids als PoIy-
merisationsinitiator durchgeführt, dessen Wasserlöslichkeit nicht größer als 10 Gew.-%, vorzugsweise nicht größer als 5 Gew.-% bei 20 0C ist.
Die Erfindung ist im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Beispiel 1 (Versuche 1 bis 29):
Unter Verwendung von sieben verschiedenen monomerlöslichen organischen Peroxiden als Polymerisationsinitiatoren werden vier Polymerisationsversuchsreihen angesetzt. Folgende organische Peroxide werden verwendet: Di-2-ethylhexylperoxydicarbonat (im folgenden kurz OPP), Lauroylperoxid (im folgenden kurz LPO)/ 3,5,5-Trimethylhexanoylperoxid (im folgenden kurz L-355) und ct-Cumylperoxyneodecanoat (im folgenden kurz L-188). Außerdem werden die bereits oben genannten Peroxide EEP, MC und BEP verwendet.
Zur Bestimmung der Löslichkeit dieser Peroxide in Wasser werden die genannten Peroxide im Überschuß einzeln in Wasser von 20 0C dispergiert. Nach Einstellen des Lösungsgleichgewichtes wird die Dispersion zentrifugiert. Die nach dem Zentrifugieren erhaltene klare Lösung wird iodometrisch titriert Für die benutzten Peroxide werden auf diese Weise folgende Löslichkeiten bestimmt. OPP 0,04 Gew.-%, LPO 0,003 Gew.-%, L-355 0,05 Gew.-%, L-188 0,01 Gew.-%, EEP 0,41 Gew.-%, MC 0,24 Gew.-% und BEP 0.20 Gew.-%.
Für jeden Polymerisationsansatz werden drei verschiedene Beschichtungslösungen hergestellt:
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Beschichtungslösung A : 0,1 Gew.-% C.I. Solvent Black 7
gelöst in Methylalkohol.
Beschichtungslösung B : 0,1 Gew.-% Natriumthiocyanat
gelöst in Methylalkohol.
Beschichtungslösung C : 0,1 Gew.-% C.I. Acid Black 2
gelöst in Wasser, wobei der pH-Wert durch Zusatz von Schwefelsäure auf einen Wert von 3,0 eingestellt wird.
Als Polymerisationsreaktor dient ein Edelstahlreaktor mit einem Fassungsvermögen von 1000 1, der mit einem Rührwerk ausgerüstet ist. Die Innenwände dieses Polymerisationsreaktors und die Oberfläche des gesamten Rührwerks im Reaktor wird jeweils mit einer der drei vorstehend genannten Beschichtungslösungen beschichtet. Die naß beschichteten Oberflächen werden zum Trocknen 10 min auf 90 0C erwärmt. In allen Fällen weist die auf diese Art hergestellte Beschichtung nach dem Trocknen ein Flächengewicht von 0,1 g/m2 auf.
Der so vorbereitete oberflächenbeschichtete Polymerisationsreaktor wird mit 500 kg Wasser, das 150 g eines partiell verseiften Polyvinylalkohole enthält, mit einem der vorstehend genannten organischen Peroxide , und zwar im Fall von LPO in einer Menge von 500 g und in allen anderen Fällen in einer Menge von 100 g, sowie mit 250 kg monomerem Vinylchlorid beschickt. In den nach dem Verfahren der Erfindung durchgeführten Polymerisationen enthält die Beschickung weiterhin 2,5 g Ammoniumthiocyanat, in den Vergleichsversuchen wird kein Ammoniumthiocyanat zugesetzt. Die Polymerisation selbst wird in üblicher Weise 10 h bei 50 0C durchgeführt. Nach Abschluß der Polymerisationsreaktion wird die Polymerisattrübe aus dem Reaktor ausgetragen. Nach dem Entleeren des Polymerisationsreaktors wird das Flächengewicht der PoIy-
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merisatkruste bestimmt, die sich auf der Reaktorinnenwand gebildet hat. Zum Vergleich wird außerdem ein Polymerisationsansatz in identischer Weise wie oben beschrieben durchgeführt, jedoch mit der Abänderung, daß die Reaktorwände unbeschichtet bleiben. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
Tabelle 1
Flächengewicht der Polymerkruste (g/m2)
Beschichtgs.-
Lösung
• Ammonium-
thiocyanat
organisches Peroxid LPO L-355 L-188 EEP MC BEP
A mit OPP 2 1 3 450 400 250
B mit 1 18 25 33 550 600 320
C mit 12 2 1 4 0 0 0
C ohne 1 3 3 8 300 100 85
ohne ohne 1 - - 1500 - -
-
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In der Tabelle 1 entsprechen die Polymerisationsansätze mit den organischen Peroxiden EEP, MC und BEP unter Verwendung der Beschichtungslösung C und in Gegenwart des Ammoniumthiocyanat im Polymerisationssystem dem Verfahren der Erfindung. Alle anderen Ansätze dienen als Vergleichsversuche. Die in der Tabelle 1 dargestellten Daten zeigen, daß bei der Verwendung der Peroxide EEP, MC und BEP als Polymerisationsinitiatoren eine Polymerisatverkrustung der Reaktorwände dann und nur dann praktisch vollständig unterdrückt werden kann, wenn sowohl die Reaktorwände mit der Beschichtungslösung der Erfindung beschichtet sind als auch gleichzeitig das Thiocyanat dem Polymerisationsmedium zugesetzt ist.
Beispiel 2 (Versuche 30 bis 41).
Durch Lösen der in der Tabelle 2 aufgeführten Beschichtungssubstanzen in einer Konzentration von 1 Gew.-% und anschliessendes Einstellen des pH-Wertes durch Zusatz von Essigsäure auf einen Wert von 4,0 werden verschiedene wässrige Beschichtungslösungen hergestellt. Die Innenwände eines 1000 1 fassenden Polymerisationsreaktors aus Edelstahl und die Oberfläche des in diesem Reaktor angeordneten Rührwerks werden jeweils mit einer der so hergestellten Beschichtungslösungen beschichtet, und zwar in der Weise, daß das Flächengewicht der getrockneten Beschichtung 0,1 g/m2 beträgt. Nach der Naßbeschichtung wird 10 min bei 90 0C getrocknet. Nach dem Trocknen wird die Beschichtung mit Wasser gewaschen.
Der in der vorstehend beschriebenen Weise beschichtete Polymerisationsreaktor wird mit 400 kg Wasser, 250 g partiell verseiftem Polyvinylalkohol, 25 g Hydroxypropylmethylcellulose, 75 g EEP und 200 kg monomeren! Vinylchlorid beschickt. Den
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Polymerisationsgemischen wird Ammoniumthiocyanat in der in Tabelle 2 angegebenen Menge zugesetzt. Die Polymerisationsansätze, bei denen kein Ammoniumthiocyanat zugesetzt wird, dienen Vergleichszwecken. Die Polymerisation wird in üblicher Weise 12 h bei 57 0C durchgeführt.
Nach Abschluß der Polymerisationsreaktion wird die Polymerisattrübe aus dem Reaktor ausgetragen. Das Flächengewicht der Polymerisatkruste, die sich auf den Reaktorinnenwänden gebildet hat, wird bestimmt. Außerdem werden an dem in jedem einzelnen Ansatz erhaltenen getrockneten Produkt-PVC die Fischaugenkonzentration und die Wärmebeständigkeit geprüft. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 zusammengestellt. Die Prüfverfahren sind nachstehend im einzelnen angegeben. Wie den in der Tabelle 2 angegebenen Prüfergebnissen zu entnehmen ist, ist die Wärmebeständigkeit des im letzten Polymerisationsansatz erhaltenen PVC-Harzes weniger gut als die Wärmebeständigkeit der in den anderen Ansätzen erhaltenen Produkte. Dieses Ergebnis zeigt, daß die Wärmebeständigkeit der Produktharze durch den Zusatz zu großer Mengen Thiocyanat zum Polymerisationssystem ungünstig beeinflußt wird.
Die Bestimmung der Fischaugenkonzentration wird wie folgt durchgeführt:
Aus 100 Gew.-Teilen des Produktharzes, 50 Gew.-Teilen Dioctylphthalat, 1 Gew.-Teilen Dibutylzinndilaurat, 1 Gew.-Teilen Cetylalkohol, 0,25 Gew.-Teilen Titandioxid und 0,05 Gew.-Teilen Ruß wird eine Formmasse hergestellt. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Bestandteile 7 min bei 150 0C auf einem Walzenmischer homogen miteinander verknetet. Die homogen vermischte Formmasse wird dann zu einer 0,2 mm dicken Folie ausgeformt. Die in diesen Folien auftretenden, üblicherweise als "Fischaugen" bezeichneten Fehl-
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stellen werden auf einer Fläche von 100 cm2 im Durchlicht gezählt.
Die Wärmebeständigkeit der Produktharze wird wie folgt geprüft:
100 Gew.-Teile des Produktharzes, -1 Gew.-Teile Stearinsäure und 1 Gew.-Teile Dibutylzinnmaleat werden 10 min bei 170 0C auf einem Zweiwalzenmischer mit einem Walzenspalt von 0,7 mm zu einer homogenen Formmasse verknetet. Aus dieser homogenen Formmasse wird dann eine Folie mit einer Stärke von 0,7 nun ausgeformt. Aus dieser Folie geschnittene Prüflinge werden dann in einem Geer-Ofen auf 180 0C erwärmt. Gemessen wird die bis zur Schwärzung des Prüflings erforderliche Verweilzeit des Prüflings im Ofen. Die gemessene Verweilzeit in Minuten dient als Maß für die Wärmebeständigkeit des Produktharzes.
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Tabelle 2
Beschichtungssubstanz Ammonium -
thiocyanat
(ppm)
Fisch
augen
(100
cm '
Wärme-
bestän-
digkeit
(min)
Polymeir-
kruste
(g/m2)
ohne ohne 60 120 1600
ohne 10 55 120 1500
C.I. Acid Blue 116 ohne 40 120 350
C.I. Acid Blue 116 10 .8 120 0
Airenonium-abietat 10 10 120 3
Na-a-Naphthalinsulfonat
C.I. Direct blue 6
10
20
10
6
120
120 ■
2
0
C.I. Acid Violet 78 1 10 120 3
C.I. Acid Violet 78 10 6 120 1
C.I. Acid Violet 78 50 4 120 0
C.I. Acid Violet 78 100 4 120 0
C.I. Acid Violet 78 1000 4 80 0
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Die Konzentration des Ammoniumthiocyanatzusatzes ist auf das Gewicht des Monomers bezogen.
Beispiel 3 (Versuche 42 bis 48):
Die in der Tabelle 3 angegebenen Beschichtungssubstanzen werden in einer Konzentration von 1 Gew.-% in Wasser gelöst. Die wässrigen Lösungen werden anschließend durch Zusatz von Phosphorsäure auf einen pH-Wert von 2,5 eingestellt. Mit den so hergestellten wässrigen Beschichtungslösungen werden die Innenwände und die Rührwerksoberflächen eines Polymerisationsreaktors aus Edelstahl mit einem Fassungvermögen von 100 1 beschichtet. Die Beschichtung wird anschließend 10 min bie 90 0C getrocknet. Nach dem Trocknen wird mit Wasser gewaschen. Die gewaschene und getrocknete Beschichtung hat ein Flächengewicht von 0,1 g/m2.
Der so beschichtete Polymerisationsreaktor wird dann mit 40 kg Wasser, 17 kg monomerem Vinylchlorid, 3 kg monomerem Vinylacetat, 12g partiell verseiftem Polyvinylalkohol, 4 g Hydroxypropylmethylcellulose, 6 g MC und 200 g Trichlorethylen beschickt. Der Beschickung wird zusätzlich ein Thiocyanat der in der Tabelle 3 angegebenenen Art und Menge zugesetzt. Außerdem werden zwei Vergleichsansätze ohne Thiocyanatzusatz durchgeführt. Das Beschickungsgemisch wird zunächst 15 min gerührt. Anschließend wird die Polymerisation in üblicher Weise 12 h bei 58 0C durchgeführt.
Nach Abschluß der Polymerisationsreaktion wird die Polymerisatztrübe aus dem Reaktor ausgetragen. Anschließend wird das Flächengewicht der an den Reaktorinnenwänden haftenden Polymerisatkruste bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 3 zusammengestellt.
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Tabelle 3
Beschichtungssubstanz Thiocyanat Polymer
kruste
(ppm) (g/m2)
-ohne ohne 1800
ohne
C.I. Acid Black 2
Ammonium—thiocyanat
(10)
ohne
1600
1300
C.I. Acid Black 2 Ammonium-thiocyanat
(10)
3
CI. Acid Red 2 Natriumthiocyanat
(2'O)
2
C.I. Acid Yellow 38 CaIcium·thiocyanat
(20)
1
CI. Direct Red 1 Kaliumthiocyanat
(10)
1
Die Konzentrationsangabe für die Thiocyanatzugabe bezieht sich wiederum auf das Gewicht der Monomeren im Polymerisationsgemisch .
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JABGBR, GRAMS & PONTANI DIPL.CHEM. DR. KLAUS JAEGER DIPL.-INS. KLAUS D. GRAMS DR.-ING. HANS H. PONTANI GAUTING · BERGSTR. 48Vi Θ031 STOCKDORF . KREUZWES 34 8702 KLEINOSTHEIM · HIRSCHPFAD SHI-80 Shin-Etsu Chemical Co., Ltd. 6-1, Otemachi 2-chome, Chiyoda-ku, Tokyo, Japan Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchlorid-Harzen Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Polyvinylchlorid-Harzen (PVC-Harzen) durch Suspensionspolymerisation von monomerem Vinylchlorid oder eines Monomergemisches, das im wesentlichen aus Vinylchloridmonomer besteht, in einem wässrigen Polymerisationsmedium, das ein Suspensionsmittel und einen im Monomer oder in den Monomeren löslichen Polymerisationsinitiator enthält, und zwar ein in Wasser bei 20 0C zu mindestens 0,2 Gew.-% lösliches organisches Peroxid,
TELEPHON: (O89) 850203d; *V4«Ö*j*(cfecH!77 «3Ϊ?5 . TELEX: 521777 !sard
dadurch gekennzeichnet ,
(a) daß vor Beginn der Polymerisation die Innenwände des Polymerisationsreaktors, in dem die Polymerisation durchgeführt wird, mit einer wässrigen Beschichtungslösung beschichtet werden, die zumindest einen organischen Farbstoff, dessen Moleküle zumindest eine Sulfonsäuregruppe oder eine Carboxylgruppe in Form eines Alkalimetallsales oder Ammoniumsalzes enthalten, und/oder mindestens ein Alkalimetallsalz oder ein Ammoniumsalz einer organischen Sulfonsäure und/oder mindestens einer Carbonsäure mit mindestens einem Paar konjugierter Doppelbindungen je Molekül gelöst enthält, und daß die naß mit dieser Lösung beschichteten Innenwände anschließend getrocknet werden, und
(b) daß dem Polymerisationsgemisch, das in dem so beschichteten Polymerisationsreaktor polymerisiert werden soll, zumindest ein wasserlösliches Thiocyanat zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die wässrige Beschichtungslösung durch Zusatz einer Säure auf einen pH-Wert von nicht größer als 7 eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände des Polymerisationsreaktors mit der wässrigen Beschichtungslösung in der Weise beschichtet werden, daß die Beschichtung nach dem Trocknen ein Flächengewicht, von mindestens 0,001 g/m2 hat.
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4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß als wasserlösliches Thiocyanat eines der folgenden Thiocyanate benutzt wird: ein Alkalimetallthiocyanat, Ammoniumthiocyanat und/oder ein Erdalkalimetallthiocyanat.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das wasserlösliche Thiocyanat dem Polymerisationsgemisch in einer Konzentration von 1 bis 500 ppm zugesetzt wird, und zwar bezogen auf das Gewicht des monomeren Vinylchlorids bzw. des Monomergemisches.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet ,
(a) daß als organischer Farbstoff einer der folgenden Farbstoffe verwendet wird, die der besseren Lesbarkeit halber in der Benennung des "Colour Index" angegeben sind: C.I. Direct Yellow 1, C.I. Acid Yellow 38, C.I. Acid Orange 2, C.I. Direct Orange 10, C.I. Direct Red 1, C.I. Acid Red 2, C.I. Acid Red 18, C.I. Acid Red 52, C.I. Acid Red 73, C.I. Direct Red 186, C.I. Direct Red 92, C.I. Basic Red 2, C.I. Direct Violet 1, C.I. Direct Violet 22, C.I. Basic Violet 10, C.I. Acid Violet 11, C.I. Acid Violet 78, C.I. Mordant Violet 5, C.I. Direct Blue 6, C.I. Direct Blue 71, C.I. Direct Blue 106, C.I. Reactive Blue 2, CI. Reactive Blue 4, C.I. Reactive Blue
CI. Acid Blue 116, CI. Acid Blue 158, C.I. Mordant Black 1, CI. Mordant Black 5, C.I. Acid Black 2, CI. Direct Black 38, C.I. Solubilized Vat Black 1, C.I. Fluorescent Brightening Agent 30, C.I. Fluorescent Brightening Agent 32 und C.I. Azoic Brown 2; und
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b) daß die organische SuIfonsäure oder die Carbonsäure mit mindestens einem Paar konjugierter Doppelbindungen eine der folgenden Substanzen ist :
Toluidin, α-Naphthalinsulfonsäure, Anthrachinonsulfonsäure, Dodecylbenzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Abietinsäure, Isonikotinsäure, Benzoesäure, Phenylglycin oder 3-Hydroxy-2-naphthoesäure.
130037/0606
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