[go: up one dir, main page]

DE3039304A1 - Neuromuskulaere blocker und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Neuromuskulaere blocker und verfahren zu ihrer herstellung

Info

Publication number
DE3039304A1
DE3039304A1 DE19803039304 DE3039304A DE3039304A1 DE 3039304 A1 DE3039304 A1 DE 3039304A1 DE 19803039304 DE19803039304 DE 19803039304 DE 3039304 A DE3039304 A DE 3039304A DE 3039304 A1 DE3039304 A1 DE 3039304A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trans
bis
tetrahydro
propyl
isoquinolinium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803039304
Other languages
English (en)
Inventor
Erfinder Wird Nachtraeglich Benannt Der
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wellcome Foundation Ltd
Original Assignee
Wellcome Foundation Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wellcome Foundation Ltd filed Critical Wellcome Foundation Ltd
Publication of DE3039304A1 publication Critical patent/DE3039304A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D217/00Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems
    • C07D217/12Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with radicals, substituted by hetero atoms, attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring
    • C07D217/18Aralkyl radicals
    • C07D217/20Aralkyl radicals with oxygen atoms directly attached to the aromatic ring of said aralkyl radical, e.g. papaverine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

DR. BERG DIPL.-ING. STAPF-DIPL.-ING. SCHWABE DR. DR SANDMAIR
PATENTANWÄLTE Postfach 860245 · 8000 München 86 3039304
Anwalts-Akte: 31 199 17. Okt. 1980
THE WELLCOME FOUNDATION LTD. LONDON N.W.l / GROSSBRITANNIEN
Neuromuskuläre Blocker und Verfahren zu ihrer Herstellung
13002''
r (089) 9* 82 72 Tdejrtmme Binkkonten: Hypo-Bsnk München 4410122 850
981273 BERGSTAPFPATENT München . (BLZ 70020011) Swift Code HYPO DE MM
9»»274 TELEX: Biyet Vereinjbink München 453100 (BLZ 70020270)
9*3310 0524540 BERG d Posijcheck München 65343-808 (BLZ 70010080)
Beschreibung
In der Anaesthesie werden während chirurgischer Eingriffe und der Intubation der Trachea neuromuskuläre Blocker verwendet, um eine Relaxation der Skelettmuskulatur zu erreichen.
Allgemein werden zwei Arten von neuromuskulären Blockern verwendet: nicht-depolarisierende und depolarisierende.
Zu den nicht-depolarisierenden Blockern gehören d-Tubocurarin, Pancuronium, Gallamin, Diallyltoxiferin und Toxiferin.
Zu den depolarisierenden Blockern gehören Succinylcholin und Decamethonium. Alle konventionellen nicht-depolarisierenden Blocker haben bei der Relaxation der Skelettmuskulatur bei chirurgischen Eingriffen eine lange Wirkungsdauer, z.B. beim Menschen 60 bis 180 min. Die depolarisierenden Blocker erzielen andererseits eine weit kürzere Muskelrelaxation als die niqht-depolarisierenden. Z.B. hat Succinylcholin eine Wirkungsdauer von 5 bis 15 min, während Decamethonium eine 20 bis 40-minütige Muskelrelaxation beim Menschen erzielt.
Die lange Wirkungsdauer der nicht-depolarisierenden Blocker ist für viele chirurgische Eingriffe, die weniger als 1 h benötigen, unerwünscht, weil der Patient sich im allgemeinen
130022/0888 -'8
nicht rechtzeitig von ihrer Wirkung erholt, d.h. er kann z.B. nicht selbständig atmen.
Alle nicht-depolarisierenden Blocker haben inhärente Nebenwirkungen. So können Gallamin und Pancuronium eine Tachycardie erzeugen, und d-Tubocurarin und Diallyltoxiferin einen Blutdruckabfall verursachen.
Gegen diese Pharmaka können Cholinesterasehemmer als Antagonisten eingesetzt werden, dazu ist jedoch die Gabe eines 2. Pharmakons notwendig, welches selbst eigene Nebenwirkungen haben kann, z.B. Bradycardie, Darmkrämpfe oder Bronchorrhoe. Es muß dann, um die erwähnten Nebenwirkungen der Cholinesterasehemmer zu beseitigen, ein 3. Pharmakon, ein anticholinerges Pharmakon, z.B. Atropin, gegeben werden.
Nach bestem Wissen des Antragstellers gibt es für die depolarisierenden Blocker keine pharmakologischen Antagonisten. In den meisten Fällen besteht kein Bedürfnis, die Effekte der depolarisierenden Blocker aufzuheben, bei gewissen Patienten sind jedoch die Wirkungen von Succinylcholin sehr verlängert, da beim Patienten eine anormale Stoffwechselsituation für den Blocker besteht.
Von den depolarisierenden Blockern ist bekannt, daß sie gemäß ihrer Wirkungsweise, die anfänglich eine Muskelkontraktion und eine Reizung der glatten Muskeln bewirkt, in gewis
130022/06S8 "/9
sen Fällen die folgenden Nebenwirkungen haben: erhöhter intraoculärer und intragastrischer Druck, Herzarrhythmien, Kaliumfreisetzung und Muskelschmerz.
Diese Nebenwirkungen der depolarisierenden Blocker treten bei den nicht-depolarisierenden Blockern nicht auf. Es ist deshalb klar ersichtlich, daß ein neuer neuromuskulärer Blocker benötigt wird, der die kurze Wirkdauer der depolarisierenden mit den relativ geringen Nebenwirkungen und der Steuerbarkeit der nicht-depolarisierenden Blocker miteinander vereinigen sollte.
Es wird darauf hingewiesen, daß nicht-depolarisierende Blocker im allgemeinen zwar wenige Nebenwirkungen haben, Gallamin und Pancuronium aber Tachycardie, und d-Tubocurarin und Diallyltoxiferin Blutdruckabfall erzeugen können.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind überraschenderweise bei den Dosierungen, die für ihren klinischen Einsatz vorgesehen sind, in den bisherigen Tests frei von diesen Nebenwirkungen. Auf die folgenden Veröffentlichungen1 wird hingewiesen, sie enthalten eine nähere Beschreibung der neuromuskulären Blocker: The Pharmacological Basis of Therapeutics-5. Edition, Louis S. Goodman und Alfred Gilman, Editors. The McMillian Co., 1975, Kapitel 28, George B. Koelle.
130022/0688
-Λή.
Neuromuscular Blocking Activity of a New Series of Quaternary N-Substituted Choline Esters - British Journal of Pharmacology, 1971, 43, 107.
The Pharmacology of New Short Acting Non-depolarizing Ester Neuromuscular Blocking Agents: Clinical Implications. Anaesthesia and Analgesia....Current Researches, 1973, 52, 982.
Potential Clinical Uses of Short-Acting Non-depolarizing Neuromuscular-Blocking Agents as Predicted from Animal Experiments. Anaesthesia and Analgesia....Current Researches, 1974, 54, 669; und
US-PS 3 491 099.
Die GB-PS 3 00«+ 031 beschreibt eine Gruppe von Laudanosiniumsalzen, die neuromuskuläre Blocker des nicht-depolarisierenden Typs darstellen.
Die BE-PS 869 415 beschreibt eine Gruppe von substituierten Tetrahydroisochinoliniumsalzen mit neuromuskulärer Blockierungswirkung des nicht-depolarisierenden Typs und kurzer Wirkdauer. Die ES-PS 477 257 beschreibt eine zweite Gruppe von Tetrahydroisochinoliniumsalzen, die als neuromuskuläre Blocker des nicht-depolarisierenden Typs mittlere Wirkdauer besitzen. Die in den oben erwähnten Patentschriften beschriebenen Verbindungen umfassen verschiedene Gemische von bis- und trans-Isomeren Undefinierter Zusammensetzung.
13002 2/0688 "m
A 1
Die vier Asymmetriezentren in allen Verbindungen der oben erwähnten Patentschriften ermöglichen 16 Stereoisomere. Wegen der Symmetrie der Molekülstruktur können jedoch nur 10 Stereoisomere wirklich vorkommen: U d£-Paare (ein Alltrans, ein All-cis, zwei eis, trans) und zwei meso-Formen (ein All-cis, ein All-trans). Es wurde gefunden, daß der Syntheseweg und auch die näheren experimentellen Bedingungen die Mengenverhältnisse der cis/trans- und der Stereoisomeren bestimmen. Keines der erteilten Patente bezieht sich auf die Frage der Stereoisomeren, deshalb werden Verfahren zur Trennung der verschiedenen Isomere weder angegeben noch vorgeschlagen. Die oben genannten Patentschriften berühren auch nicht das Problem, daß verschiedene Wirksamkeiten, Wirkdauern oder Nebenwirkungen für die verschiedenen Isomere in den Mischungen gelten können.
Es wurde nunmehr ein Verfahren entdeckt, mit dem die All-trans-(ein d£.-Paar, eine meso-Form) und die All-cis-(ein d£-Paar, eine meso-Form) Verbindungen hergestellt werden können. Diese Dia-Stereomere zeigen als neuromuskuläre Blocker verschiedene Wirksamkeit und/oder Wirkdauer. Verglichen mit der entsprechenden All-cis-Verbindung zeigten bei der Katze die All-trans-Verbindungen eine 3 bis 6 mal stärkere Wirkung und eine kürzere Wirkdauer. Beim Affen waren die Unterschiede in der Wirksamkeit nicht so klar, die Wirkdauern der All-trans-Verbindungen waren beträchtlich kürzer
-/12
130022/0688
-hl·
(2 bis 3 mal) als die der entsprechenden All-cis-Verbindungen. Die unerwarteten Unterschiede in der Wirkdauer erklärten sich nach Messung der Hydrolyserate durch Acetylcholinesterase in vitro. Die Hydrolyse der eis-Verbindungen war langsam im Vergleich zu der der entsprechenden trans-Form.
Entsprechend betrifft die Erfindung neue neuromuskuläre Blocker (manchmal Muskelrelaxantien genannt) mit der Formel I
• 2X"
worin B und C jeweils eine Gruppe der Formel II bedeuten und in meta- oder para-Stellung zueinander stehen:
OCK.
OCH.
OCH.
II
130022/0688
-/13
-AU-
worin D CHLCH« oder CH=CH (vorzugsweise trans); Y Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen (Methyl, Ethyl, Propyl oder Butyl); E und F H oder OCH3; X~ ein Anion, vorzugsweise ein pharmazeutisch verträgliches Anion bedeuten, und die substituierten Benzyl- und Propylgruppen im stickstoffhaltigen Ring relativ zueinander in trans-Stellung stehen.
Bevorzugte Verbindungen sind solche, bei denen Y Methyl bedeutet.
Verbindungen mit besonders hoher Wirksamkeit, verbunden mit einer kurzen Wirkdauer sind bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-1,3-phenylendipropionatsalze, insbesondere in Form der Dichlorid-, Dijodid- oder Ditosylatsalze.
Verbindungen mit besonders hoher Wirksamkeit, verbunden mit einer mittleren Wirkdauer sind bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4,5-tΓimeΐhoxybenzyl)-isoohinolinium]-propyl}-l,4-phenylen-(E,E)-diacrylat- und bis-{3-[trans-l,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyll-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-iεochinoliniumJ-propyl}-l,3-phenylen-(E,E)-diacrylatsalze, insbesondere in Form der Dichlorid-, Dijodid- oder Dimesylatsalze.
-/14
130022/0688'
303330Α
Da die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen auf dem Dikation beruht, ist die Art des Anions X relativ unwichtig. Geeignete pharmazeutisch verträgliche Anionen sind u.a. Jodid» Mesylat, Tosylat, Bromid, Chlorid, Sulphat, Phosphat, Hydrogenphosphat, Acetat, Benzolsulphonat, Succinat, Maleat, Naphthalinsulphonat und Propionat.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen liegen als etwa 1:1 Gemische des racemischen (dS.) Paars und des meso-Isomers vor. Die Erfindung betrifft auch Verfahren zur Gewinnung der Verbindungen der Formel I als eines der oben genannten Isomere, im wesentlichen frei von den anderen Isomeren, sowie von Gemischen eines dieser Isomere mit einem oder beiden der anderen Isomere.
Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen Verbindungen so hergestellt, daß das Mengenverhältnis der erfindungsgemässen trans, trans-Verbindung zu der Gesamtmenge der verschiedenen entsprechenden eis,eis- und eis, trans-Verbindungen, die als Verunreinigungen vorliegen, mindestens 96:U ist.
Die Verbindungen der Formel I werden als neuromuskulärer Blocker bei chirurgischen Eingriffen oder zur trachealen Intubation benutzt und konventionell parenteral, z.B. intramuskulär oder intravenös als Lösung gegeben. Die in Formel I dargestellten erfindungsgemäßen Verbindungen werden Patienten wie Affen und Menschen und anderen Säugetieren zur Er-
-/15
130022/0688
zielung eines neuromuskulären Blocks zugeführt. Die Dosierung für jeden Patiententyp muß entsprechend den Besonderheiten der species variieren. Eine geeignete intravenöse Dosierungsmenge für Verbindungen der Formel I zur Erzielung einer ausreichenden Paralyse für chirurgische Eingriffe bei Affen und Menschen würde bei 0,05 bis 1,5 mg/kg Körpergewicht und
vorzugsweise 0,1 bis 1 mg/kg Körpergewicht liegen, bezogen auf das Gewicht des Dikations als Wirkstoff.
Die Dosis zur intramuskulären Anwendung beträgt das 2- bis Η-fache der intravenösen. Die erfindungsgemaßen Verbindungen werden gewöhnlich alle 5 bis M5 min wieder verabreicht, jenachdem, ob die Wirkdauer der Verbindung kurz oder mittellang ist, vorzugsweise alle 5 bis 30 min nach der ersten Verabreichung. Sie können auch als Dauerinfusion entsprechend der Dauer des gewünschten muskulären Blocks und nach Angabe des behandelnden Anaesthesisten oder Chirurgen verabreicht werden. Die Wirkung der erfindungsgemaßen Verbindungen ist reversibel, wozu die konventionellen Cholinesterasehemmer
wie Neostigmin und Edrophonium verwendet werden, und sie
scheinen die Nebenwirkungen der depolarisierenden Blocker
zu vermeiden.
Die Verbindungen der Formel I können deshalb zur Erzielung einer kurzen oder mittellangen neuromuskulären Blockade verwendet werden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um
-/16
130 022/0688
solche Blocks bei Säugetieren, z.B. Menschen oder Affen, durch intravenöse Injektion einer Dosis von 0,05 bis 1,5 mg/kg zu erzielen.
Die Verbindungen können in einer pharmazeutischen Zubereitung für die parenterale Verabreichung angeboten werden. Die Zubereitung kann eine wässrige oder nicht-wässrige Lösung oder Emulsion in einer pharmazeutisch verträglichen Flüssigkeit oder einem Flussigkeitsgemisch sein, welches Bakteriostatika, Antioxidantien, Puffer, Verdickungsmittel, Suspendierungsmittel oder andere pharmazeutisch verträgliche Zusätze enthalten kann. Solche Zubereitungen werden normalerweise in Form von Einheitsdosen wie Ampullen oder Einwegspritzen angeboten, oder in Form von Mehrfachdosen, wie z.B. einer Flasche, aus der die geeignete Menge abgezogen werden kann. Alle diese Zubereitungen sollten steril sein.
Die Verbindungen können als Pulver angeboten werden, so z.B. als Einheitsdosis in einer versiegelten Ampulle, zu der steriles Wasser oder ein anderer pharmazeutisch verträglicher steriler flüssiger Träger zugegeben werden kann, vorzugsweise mit aseptischen Methoden.
Eine geeignete Einheitsdosis zur Erzielung eines neuromuskulären Blocks bei Säugetieren, z.B. Menschen oder Affen, ist etwa 1,0 mg bis 300 mg, vorzugsweise 5,0 bis 200 mg.
-/17
130027/0688
- /it·
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können, wenn gewünscht, zusammen mit anderen nicht-depolarisierenden Mitteln, wie . sie oben aufgeführt sind, verabreicht werden.
Eine geeignete pharmazeutische Zubereitung für die pareriterale Verabreichung an Menschen enthält daher vorzugsweise 1,0 bis 300 mg der erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I in Lösung.
Eine einfache und bevorzugte Zubereitung ist eine Lösung der Verbindung der Formel I in Wasser. Diese kann durch einfaches Auflösen der Verbindung in zuvor sterilisiertem reinem Wasser hergestellt werden, d.h. in pyrogenfreiem Wasser, unter aseptischen Bedingungen und mit nachfolgender Sterilisierung der Lösung.
Die Verbindung der Formel I kann auch als Infusion einer Dextrose- oder Salzlösung, z.B. Ringerlösung, verabreicht werden. Die Verbindungen können auch in anderen Lösungsmitteln, wie z.B. Alkohol, Polyethylenglycol und Dimethylsulfoxid verabreicht werden. Sie können auch intramuskulär als Suspension gegeben werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen führen mit unerwartet niedrigeren Dosen zu dem gleichen relativen Ausmaß einer neuromuskulären Blockierung als die zuvor beschriebenen eis/trans-Gemische. Folglich ist auch das mögliche Auftreten
-718 130022/0680
von Nebenwirkungen, wie z.B. anormales Absinken des Blutdrukkes, Histaminausschüttung, Tachycardie usw. wesentlich verringert. Die Erfindung ermöglicht es fernerfGemische mit spezifizierten Isomerzusammensetzungen herzustellen.
Die Verbindungen der Formel I können mit den folgenden Verfahren hergestellt werden; es wird dazu ein substituiertes Tetrahydroisochinoliniumsalz verwendet, das die oben definierte trans-Konfiguration besitzt.
Verfahren 1
Benzy!tetrahydroisochinoline werden wie bekannt aus Homoveratrylamin oder Mescalin und Homoveratrumsäure oder 3,4,5-Trimethoxyphenylessigsäure mit Bischler-Napieraliski-Reaktion und Reduktion/Aikylierung hergestellt.
Das tertiäre Benzyltetrahydroisochinolin wird mit einem geeigneten 1,3-Dihalogenpropan, z.B. l-Brom-3-chlorpropan, 3-Chlor-l-jodpropan oder 3-Brom-l-jodpropan in quartäre Form überführt. Von dem erhaltenen N-Äikyl-N-3-halogenpropyl-lbenzyltetrahydroxsochinoliniuinhalogenid iv'ird das trans-Isoffiar abgetrennt und in Wasser mit desri Silbersalz der geeigneten Diearbonsäure gekocht, was Silberhalogenid und das Benzy!tetrahydroisochinolineumsalz der Säure ergibt. Dieses Salz reagiert mit dem entsprechenden Ester1 bei Erhitzen, vorzugsweise auf 90 bis IUO 0C. Die verallgemeinerte Reaktion wird im folgenden als Beispiel dargestellt:
1300.22/0688 '/19
oca.
D— COO Ag
π +y
(CH9)^OOC-D
Ag ~OOC-D
I.Austausch (AgBr ppt) 2. Wärme
,D-COO (CH2)
.2Cl'
OCH
OCH,
OGH
OCH,
hierin haben D, Y, E und F die oben angegebene Bedeutung. Die gewünschten Salze werden dann durch Ionenaustausch hergestellt, wozu herkömmliche Verfahren wie z.B. Metathesis mit HX oder einem Silbersalz, einem Anionenaustauscherharz, usw., verwendet werden.
-/20
130022/06S8
Verfahren 2
Das gemäß Verfahren 1 hergestellte geeignete 1-Benzyltetra hydroisochinolin wird mit einem 3-Halogenpropanol, wie z.B. 3-Jod-, 3-Brom- oder 3-Chlorpropanol in quartäre Form über führt. Dies wird nachfolgend dargestellt, E, F, X und Y ha ben die oben angegebene Bedeutung.
F.
OCH.
OCH,
Dieses Verfahren kann in einer Vielzahl von Lösungsmitteln (z.B. Acetonitril, Niedrigalkohole, DMF, Wasser, aromatische Kohlenwasserstoffe, usw.) und in einem Bereich zwischen Umgebungstemperatur bis Rücklauftemperatur durchgeführt
werden. Das trans-Isomer wird wie unten beschrieben abgetrennt .
Das bis-Säurechlorid einer geeigneten meta- oder para-Phenylendicarbonsäure wird auf herkömmliche Weise durch Behandlung mit einem Reaktionsmittel wie Thionylchlorid hergestellt.
-/21
130022/0688
3033304
Das bis-Säurechlorid wird dann verestert, z.B. mit zwei Mol des geeigneten quartären Salzes, das eine 3-Hydroxypropylkette enthält. Dieser Vorgang wird nachfolgend dargestellt, D, E, F, X und Y haben die oben angegebene Bedeutung.
OCH-
-COCl
Cl-CO- D
P-COO-(CK2) 3
OCH,
OCH.
Zur Herstellung der All-trans-bis quartären Salze mit verstärkter Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen muß ein trans-N-S-Hydroxypropyl-N-alkyltetrahydroisochinoliniumsalz
-/22
130022/0688
mit insgesamt U bis 6 Methoxygruppen (wie in Formel II dargestellt) zur Kopplung mit den meta- oder para-Phenylendipropion- oder -diacrylsäuren hergestellt werden. Trans- und cis-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumsalze z.B. sind Diastereomere und theoretisch mit physikalischen Verfahren, z.B. Kristallisierung, zu trennen. Aus der Literatur geht jedoch hervor, daß diese Trennung schwierig ist. So beschrieb z.B. Stenlake et al. (J.B. Stenlake, W.D. Williams, N.C. Dhar und 1.6. Marshall, Eur. J. Med. Chem. - Chemica Therapeutica, 9, 233 (197H)) die Synthese von Gemischen aus trans- und cis-N-Ethyllaudanosiniumjodiden, es war jedoch unmöglichjdiese zu trennen: "Alle Versuche, die Bestandteile dieser Gemische durch Kristallisation- und Chromatographieverfahren zu trennen, waren erfolglos."
Eine Reihe von Lösungsmitteln für die Umkristallisation der trans/cis-Gemische von N-3-Hydroxypropy1-5'-methoxylaudanos iniumjodid (trans/eis-Verhältnis etwa 2,5-2,7/1), entstanden durch Quartärisierung von 5'-Methoxylaudanosin mit 3-Hydroxypropyljodid (siehe Tabelle I)7wurde untersucht. Die meisten Lösungsmittelarten waren nicht zufriedenstellend. Das Gemisch von trans/eis quartären Jodiden war weitgehend unlöslich in Ethern (Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, 1,2-Dimethoxyethan), Estern (Ethylacetat, Ethylpropionat), Ketonen (Aceton, 2-Butanon) und aromatischen Kohlenwasserstoffen (Benzol, Toluol, Xylol). Die unlöslichen Rückstände zeigten wenig oder keine Anreicherung mit trans-Isomer. Zu den für
130022/0688 "/23
die Trennung brauchbaren Lösungsmitteln gehörten Acetonitril, einige chlorierte Kohlenwasserstoffe (z.B. Di chlorine than, 1,2-Dichlorethan), einige Alkohole (z.B. Ethanol, 2-Propanol) und Wasser. Wasser ist das am meisten bevorzugte Lösungsmittel. Ist einmal die Anreicherung an trans-Isomer gelungen (z.B. durch Umkristallisation aus Wasser), dann genügt weitere Umkrxstallisation aus einer Reihe von Lösungsmitteln (z.B. Acetonitril, Ethanol) oder Triturierung mit Aceton, um den trans-Gehalt auf etwa 98% oder mehr zu erhöhen.
-/24
130022/0688
Iff-
Tabelle I Trennung von trans/cis-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumjodid
Eine Probe von trans/cis-Jodid (2,6/1 gemäß HPLC) wurde in einem Lösungsmittel erhitzt, heiß abfiltriert, auf 25 0C abgekühlt und erneut filtriert.
trans/cis-Verhältnis (Ausbeute)
Lösungsmittel
Tetrahydrofuran
1,4-Dioxan
1,2-Dimethoxyethan
Aceton
2-Butanon
Ethylpropionat
Ethylacetat
Acetonitril
Di chlormethan
Chloroform
Tetrachlorkohlenstoff
1,2-Dichlorethan
Nitromethan
Nitroethan
Benzol
Toluol
Xylol
Methanol
Ethanol
2-Propanol
2-Methoxyethanol
Formamid
N,N-Dimethylformamid
N-Ethylacetamid
Dimethylsulfoxid
Hexamethylphosphorami d
Wasser
Konzentration ml/g
10 10 10
10 10
10 10
10
2 2
10 5
2 2
10 10 10
2 5 5 2
2 2 2
2 2
6,74
unlösliche Salze
umkristallisierte Salze
2,7/1
2,8/1
2,6/1
2,7/1
3,H/l
2,7/1
2,6/1
(90%)
(71%)
(83%)
(81%)
(82%)
(96%)
(88%)
1,1/1
1,1/1
NP NP NP
NP NP
CS
1/15,8 (21%)
CS
2,6/1 (96%)
1/1,2 (30%)
CS
CS
2,7/1
2,7/1
2,5/1
1/2,6 (28%)
1/6,2 (2%)
NP 4/1 (58%)
1/1 (30%) 2,3/1 (89%)
100%) NP 100%) NP 100%) NP
CS
9,8/1 (27%)
12,7/1 (38%)
CS
CS
CS
CS
CS
CS
CS
6,8/1
1,9/1
1,5/1
2,8/1
2,6/1
(9%) (58%) (25%) (31%)
NP NP (96%)
NP NP
1/5,17 (31%)
Abkürzungen:
NP = kein Niederschlag, CS = vollständig gelöst, HPLC = Hochleistungsflüssigchromatographie
-/25
130 0 2 2/0688
Bei einem anderen Versuch, die trans/eis quartären Salzgemische zu trennen, erhielt das Jodid zunächst ein anderes Anion. Die Jodidgemische wurden mit Standardverfahren (Anionenaustauschchromatographie, Metathesis mit Silberchlorid, und Metathesis mit HCl-Gas) zu den entsprechenden Chloriden umgewandelt, und eine Reihe von Lösungsmitteln wurde zur Trennung der Isomere untersucht (vgl. Tabelle II). Wiederum waren die meisten Lösungsmittel nicht zufriedenstellend. Unter den Ethern war nur Ι,Μ-Dioxan selektiv. Ketone, Ester und aromatische Kohlenwasserstoffe waren unwirksam. Nitroalkane (Nitromethan, Nitroethan), Acetonitril, einige Alkohole (insbesondere Ethanol und 2-Propanol), einige chlorierte Kohlenwasserstoffe (z.B. Dichlormethan, 1,2-Dichlorethan), Dimethylsulfoxid, Hexamethylphosphoramxd und N-substituierte Amide sind brauchbare Lösungsmittel, um ein mit dem trans-Isomer angereichertes quartäres Chlorid zu erhalten. N-substituierte Amide (z.B. N,N-Dimethylformamid, Ν,Ν-Dimethylacetamid, N-Formylpiperidin, N-Formylmorpholin, N-Methylformamid, N-Methylacetamid und N-Ethylacetamid) sind bevorzugte Lösungsmittel für die trans/cis-Trennung. Diese Amide können als Umkristallxsationslösungsmittel oder Lösungsmittel zum Aufschlämmen von angereicherten trans-Gemischen verwendet werden, um den trans-Isomergehalt weiter zu erhöhen.
-/26
130022/0688
'ft
Tabelle II
Trennung von trans/cit:-N-3-Hydroxypropyl-5 ' -methoxylaudanosiniumchlorid
Eine Probe von trans/eis-Chlorid (2,9/1 gemäß HPLC) wurde in einem Lösungsmittel erhitzt, heiß abfiltriert, auf 25 0C abgekühlt und erneut abfiltriert.
Lösungsmittel
Konzentration ml/g
Tetrahydrofuran 10
1,4-Dioxan 10
1,2-Dimethoxyethan 10
Aceton 10
2-Butanon 10
Ethylpropionat 10
Ethylacetat 10
Acetonitril 10
Dichlormethan 10
Chloroform 2 Tetrachlorkohlenstoff 10
1,2-Dichlorethan 10
Nitromethan 5
Nitroethan 10
Benzol 10
Toluol 10
Xylol 10
Methanol 2
Ethanol 5
2-Propanol 10 2 - Me th oxy e th ano 1
Formamid 2
N,N-Dimethy!formamid 5
N-Ethylacetamid 2
Dimethylsulfoxid 2 Hexamethylphosphoramxd IO
Wasser 2
trans/cis-Verhältnis (Ausbeute)
unlösliche Salze
umkristallisierte Salze
2,6/1 (97%)
132/1 (67%)
3,3/1 (96%)
3/1 (95%)
3,8/1 (97%)
3,4/1 (99%)
3,3/1 (95%)
NP
1/6 (24%) NP
1/15 (2%) 1/11 (3%)
NP NP
100/1 (50%) 8,6/1 (6%)
101/1 (36%)
CS
2,4/1 (99%)
6/1 (76%)
CS
80/1 (42%)
2,9/1 (99%)
3,1/1 (97%)
2,4/1 (96%)
CS
CS
69/1 (30%)
CS
CS
CS
CS
7/1 (40%)
CS
NP NP NP 1/2,9 (12%)
9,4/1 (56%) NP
NP NP NP
NP
17/1 (32%) 9,1/1 (18%)
NP
6,7/1 (54%) 8,8/1 (76%)
18/1 (34%) NP
NP
Abkürzungen:
NP = kein Niederschlag, CS = vollständig gelöst, HPLC = Hochleistungsflüssigchromatographie
-/27
130 0.2 2/0688
■It
Es wurde gefunden, daß eine besonders gute Abtrennung des trans-Isomers aus dem rohen eis/trans-Gemisch erzielt werden kann, wenn man die N- ( 3-Hy droxypropy l)-N-me thy !.verbindung in Form des Jodids (eis/trans-Gemisch) aus Wasser auskristallisiert. Das cis-Isomer kristallisiert vorzugsweise. Wenn notwendig, kann dann das trans-angereicherte
Filtrat zu dem Chlorid umgewandelt werden, z.B. mittels
herkömmlicher Anionenaustauschchromatographie (z.B. unter Verwendung von Dowex 1-X8 Chloridharz), der gelöste Stoff kann gewonnen und mit Dimethylformamid aufgeschlammt werden, wenn sich das cis-Isomer vorzugsweise löst, was ein Produkt ergibt, das nur eine Spur des cis-Isomers enthält.
Mit Hilfe von fraktioneller Kristallisation wurden auch die trans/cis-Gemische von N-3-Hydroxypropyllaudanosiniumjodid, N-3-Hydroxypropyl-8-methoxylaudanosiniumjodid und N-3-Hydroxypropy 1-5',8-dimethoxylaudanosiniumjodid getrennt.
Vorzugsweise verwendet man ein Zwischenprodukt mit weniger als etwa 2% des entsprechenden cis-Isomers, um eine Verbindung der Formel I zu erhalten, welche weniger als 4% des
eis, eis- und des eis, trans-Isomers enthält. Dieser Grad der Abtrennung kann leicht durch Verwendung der oben beschriebenen Verfahren erzielt werden.
-/28
130 0.2 2/0688
- 2*—
Verfahren 3
Das gemäß Verfahren 1 hergestellte geeignete 1-Benzyltetrahydroisochinolin wird mit einem 3-Halogenpropanol, wie z.B. 3-Jod-, 3-Chlor- oder 3-Brompropanol in quarternäre Form überführt, und das trans-N-3-Hydroxypropyl-l-benzyltetrahydroisochinoliniumsalz wird gemäß Verfahren 2 von dem cis-Isomer getrennt.
Das trans-quartäre Salz wird durch direkte Veresterung mit der geeigneten meta- oder para-Phenylendipropionsäure gekoppelt. Dieses Verfahren kann auch verwendet werden, um das trans-quartäre Salz mit meta- oder para-Phenylendiacrylsäure zu koppeln, diese Reaktion ist jedoch langsamer. Das Verfahren wird in einem geeigneten Lösungsmittel (z.B. 1,2-Dichlorethan) unter Verwendung eines sauren Katalysators (z.B. p-Toluolsulfosäure) durchgeführt. Die Reaktion wird durch Entfernung von Wasser mit Hilfe von Trocknungsmitteln (z.B. Molekularsieben) oder azeotrope Destillation zur Vollständigkeit gebracht. Die Temperaturen können zwischen Umgebungs- und Rücklauftemperatur liegen. Das endgültige Salz kann, wenn gewünscht, mit herkömmlichen Anxonenaustauschverfahren geändert werden.
Wie bereits erwähnt existieren die Verbindungen der Formel I in drei stereoisomeren Formen, die, wenn gewünscht, mit Hilfe von herkömmlichen Verfahren voneinander getrennt werden
-/29
1 3 0 0.2 2 / 0 6 8 8
W— 'W
können. So kann z.B. das nieso-Isomer von dem (dJO-Paar durch fraktionelle Kristallisation oder preparative HPLC (Hochleistungsflüssigchromatographie), und die d- und £-Isomere voneinander durch Umwandlung zu einem Salz eines bestimmten Isomers einer optisch aktiven Säure und anschließende fraktionelle Kristallisation getrennt werden. Das Produkt kann dann, wenn gewünscht, mit herkömmlichen Anionenaustauschverfahren zu einem alternativen Salz umgewandelt werden.
m- und p-Phenylendiacrylsäuren wurden mittels Knoevenagel-Doebner-Kondensation von Isophthal- und Terephthalsäurealdehyden mit Malonsäure hergestellt. 150 mmol Terephthalsäurealdehyd und 180 mmol Malonsäure wurden mit kB ml Pyridin und 1,5 ml Piperidin gemischt. Das Gemisch wurde im Dampfbad (85-95 0C) 3 Stunden lang erhitzt. Die Lösung wurde dann auf Raumtemperatur abgekühlt und im Vakuum zur Entfernung von Pyridin destilliert. Der feste Rückstand wurde in heißem 2-Propanol (70 0C) zur Entfernung von restlichem Pyridin ausgewaschen. Das Produkt, p-Phenylendiacry!säure, wurde abfiltriert·und getrocknet (Fp. >275 0C).
m-Phenylendiacrylsäure wurde auf genau die gleiche Weise aus Isophthalsäurealdehyd gewonnen (Fp. >275 0C).
m- und p-Phenylendipropionsäuren können mit herkömmlichen Verfahren durch katalytische Reduktion hergestellt werden, z.B. durch Umsetzen des entsprechenden Phenylendiacrylsäure-
ei 2 8-31,5 N/cm in Gegenwart von
130022/0683 "/30
2 salzes mit Wasserstoff bei 2 8-31,5 N/cm in Gegenwart von
5% Palladium auf Holzkohle in Wasser oder Dimethylformamid, bei Raumtemperatur bis zu 55 0C. Für ein anderes Verfahren vgl. Wagner & Zook, Synthetic Organic Chemistry 19 7 3, 431, Verfahren 26.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können manchmal Hydratwasser in verschiedenen Mengen enthalten, und die Erfindung betrifft daher auch solche hydratwasserhaltigen Verbindungen. Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Die angegebenen Temperaturen verstehen sich in C (unkorrigiert).
Die Primäranalyse der quartären SaIz-Zwischenprodukte und der di-quartären Salz-Endprodukte erfolgte mit Hilfe von Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC). Proben wurden in Methanol gelöst und auf eine 25 cm χ 4 mm Kieselgelsäule gegeben und mit saurem Methanol eluiert.Die Bestimmung basierte auf Absorption bei 2 80 nm; Prozentsätze wurden durch Integrieren der Flächen unter den Kurven-errechnet. NMR-Spektren, Verbrennungsanalysen und Karl Fischer Wasseranalysen wurden nach Bedarf durchgeführt, um die Bestimmung der Strukturen zu unterstützen. Die Stereochemie der eis- und transquartären Salze wurde durch Röntgenkristallographie des cis-Jodid und des trans-Perchlorat der N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumsalze bestätigt.
-/31 130 0.2 2/0688
Beispiel 1
50 g (73% trans) N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumjodid (BE-PS 869 415 und Westdeutsche Offenlegungsschrift Nr. 2833505) wurden in heißem Wasser gelöst, abgekühlt, und die Feststoffe wurden abfiltriert und in einem Vakuumofen (60 0C, 3 h) getrocknet; dies ergab 15,5 g Feststoff, HPLC-Analyse ergab 84% eis. Das trans-reiche Filtrat wurde auf eine mit 110 g Dowex 1-X8 Chlorid in Wasser gefüllte 5x60 cm Säule gebracht und mit 100 ml Wasser eluiert. Das Eluat wurde im Vakuum zur Trockne konzentriert. Der Rückstand wurde mit Aceton trituriert, abfiltriert, und der Feststoff im Vakuum (600C, 3h) getrocknet, was 28 g rohes-trans-Chlorid ergab. Das rohe Produkt wurde in warmem DMF aufgeschlammt, abgekühlt und abfiltriert. Die Feststoffe wurden mit kaltem DMF und heißem Aceton ausgewaschen. Die Suspension wurde abgekühlt, abfiltriert, und die Feststoffe mit kaltem Aceton ausgewaschen und in einem Vakuumofen getrocknet, was 24,7 g (80,5%) trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid, Fp. 209-211 °C, ergab. Die HPLC-Analyse ergab, daß dieses Material zu 99,3% in trans-Form vorlag.
Beispiel 2
412 g (95,1% rein, 71,9% trans gemäß HPLC) rohes N-3-Hydroxypropyl-51-methoxylaudanosiniumjodid wurde aus Wasser auskristallisiert. Die trans-reiche Mutterlauge wurde auf 1,00 kg Dowex 1-X8 Chlorid chromatographiert. Das Eluat und die
-/32
1300.22/0688
- 5?—
Waschlösungen wurden kombiniert und im Vakuum zu einem viskosen öl konzentriert. Der Rückstand wurde mit Aceton trituriert, das Volumen wurde reduziert, abgekühlt und abfiltriert, was 225 g rohes trans-Chlorid (97,7% trans) ergab. Das rohe Produkt wurde in warmem DMF aufgeschlammt, abgekühlt und abfiltriert. Der Kuchen wurde mit den DMF-Laugen und dann mit Aceton ausgewaschen. Schließlich wurde das feuchte Produkt in rücklaufendem Aceton aufgeschlämmt, abgekühlt, abfiltriert und getrocknet, was 206 g (87,0%) trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid ergab (99,9% trans gemäß HPLC).
Beispiel 3
50 g (72,5% trans, 26,7% eis) N-3-Hydroxyρropy1-5'-methoxylaudanosiniumjodid wurden in 337 ml heißem Wasser gelöst. Die Lösung wurde 3 Std. bei 25 0C gekühlt. Das Gemisch wurde abfiltriert und ergab 15,5 g cis-Jodid (83,8% eis - gereinigt (>99% eis) durch Umkristallisation aus Methanol). Das Filtrat wurde im Vakuum zur Trockne konzentriert und ergab das trans-Jodid (95,6% trans gemäß HPLC), Das rohe trans-Jodid wurde durch Umkristallisation aus trockenem Acetonitril (2,5 ml CH„CN/g) gereinigt und ergab 99,6% trans-Jodid (71% Ausbeute). In ähnlichen Versuchen ergaben 94,5% trans-Jodid 99,3% reines trans (6 7% Ausbeute), und 97% trans ergab 99,6% trans (86% Ausbeute). Trans-Jodid wurde auch durch Triturieren mit Aceton (3 ml/g) gereinigt:
-/33 130022/0688
92,7% trans ergab 97,7% trans (95% Ausbeute). Auch Ethanol (95%, 4 ml/g) konnte als Lösungsmittel für eine Umkristallisation verwendet werden: 9 7,7% trans ergab 99,6% trans (61% Ausbeute).
Beispiel 4
25,7 g (>99% trans gemäß HPLC) trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid wurden in 300 ml 1,2-Dichlorethan suspendiert. Das Gemisch wurde auf etwa 70 0C abgekühlt und 6 g 1,3-Phenylendipropionylchlorid (hergestellt durch Behandlung der entsprechenden Säuren mit Thionylchlorid) wurde als Lösung in trockenem 1,2-Dichlorethan zugegeben. Das Gemisch wurde 25 min zum Rückfluß erhitzt; HPLC-Analyse ergab etwa 9 3% Produkt. Das Reaktionsgemisch wurde abgekühlt, 2,5 Std. über Kaliumcarbonat gerührt, abfiltriert und im Vakuum zur Trockne konzentriert. Das Rohprodukt wurde in 300 ml Chloroform gelöst, und die Lösung wurde 2mal mit 5%igem Natriumchlorid und 2mal mit Wasser ausgewaschen» über wasserfreiem Natriumsulphat getrocknet und im Vakuum konzentriert; dies ergab 24 g bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l,3-phenylendipropionatdichlorid als weißen amorphen Feststoff (87,4% bezogen auf ein Dihydrat).
-/34
130 02 2/0688
Beispiel 5
124,6 g (>99% trans gemäß HPLC) trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid wurde in trockenem 1,2-Dichlorethan suspendiert und eine Lösung von 32,7 g 1,3-Phenylendipropionylchlorid in 100 ml 1,2-Dichlorethan wurde zugegeben. Das Gemisch wurde unter Rückfluß 45 min gerührt und auf 8 0C abgekühlt. 22,9 g Triethylamin wurden zugegeben,
und das Gemisch im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde in 1800 ml Chloroform gelöst. Die Chloroformlösung wurde mit 5%igem Natriumchlorid (2x450 ml), Wasser (2x450 ml) ausgewaschen, über Magnesiumsulphat getrocknet, durch Behandlung mit Holzkohle geklärt und im Vakuum konzentriert, bis Schaumbildung auftrat. Der Rückstand wurde mit Hexan trituriert und das Gemisch erneut im Vakuum konzentriert, bis
Schaumbildung auftrat. Dieses Verfahren wurde 3mal wiederholt, bis man ein festes Produkt erhielt. Das leicht ölige Produkt wurde in einen Mörser gegeben und erneut mit Hexan trituriert, so daß man einen granulierten Feststoff erhielt, der abfiltriert und getrocknet wurde (48 h bei 40 0C); dies ergab 127,5 g (85,3%) bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-1-(3,4,5-trimethoxybenzy1)-isochinolinium)-propyl}-l,3-phenylendipropionatdichlorid.
-/35
13002 2/0688
- -95-—
Beispiel 6
5,06 g trans-N-3-Hydroxypropy1-5'-methoxylaudanosiniumchlorid (>99% trans gemäß HPLC) wurde mit dem Verfahren von
Beispiel U mit 1,27 g EjE-ljU-Phenylendiacryloylchlorid
gekoppelt und ergab 3,0 g (50,7% als Dihydrat) bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l,U-phenylen-(E,E)-diacrylatdichlorid.
Beispiel 7
0,58 g 1,3-Phenylendipropionsäure, 3,2 g trans-N-3-Hydroxypropy 1-5 '-methoxy laudanosiniumchlorid, 1,75 g p-Toluolsulphosäuremonohydrat und 60 ml Dichlorethan wurden in einem
100 ml Kolben kombiniert, der mit einem Soxhlet-Apparat aus gesintertem Glas mit Molekularsieb Nr. 4 ausgestattet war.
Das Gemisch wurde unter Rückfluß erhitzt und mit HPLC überwacht. Nach 35 Std. wurde das Reaktionsgemisch abgekühlt
und 2mal mit 50 ml Wasser ausgewaschen. Die Dichlorethanschicht wurde über Nacht mit Holzkohle und Magnesiumsulphat (wasserfrei) gerührt. Das Gemisch wurde abfiltriert und zur Trockne verdampft und ergab 3,11 g (84%) bis-{3-£trans-l,2, 3, H-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4,5-trimethoxybenzyD-isochinolinium]-propyl}-!, 3-phenylendipropionatditosylat.
-/36
1 30 0.2 2 /06 88
3D39304
Beispiel 8
5,00 g trans-N-S-Hydroxypropyl-S1-methoxylaudanosiniumchlorid, 1,08 g 1,3-Phenylendiacrylsäure und p-Toluolsulphosäuremonohydrat wurden in 1,2-Dichlorethan vereinigt und mit dem Verfahren von Beispiel 7 umgesetzt. Nach 99 Std. unter Rückfluß ergab HPLC-Analyse 46,7% bis-{3- [trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinoliniumj-propyl}-l, 3-phenylen-(E,E)-diacrylatditosylat.
Beispiel 9
5,07 g trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid (>99% gemäß HPLC) wurde mit 1,29 g 1,4-Phenylendipropionylchlorid gekoppelt, was 4,7 g (79,6% aus Dihydrat) bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-(3,4,5-trimethoxybenzy 1 )-isochinoliniunT) -propyl}-l, 4-phenylendipropionatdichlorid ergab.
Beispiel 10
Zu einer Lösung von 0,65 g (hergestellt gemäß Beispiel 4 unter Verwendung von reinem trans-Jodid gemäß Beispiel 3) bis-{3-£trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-ΙΟ, 4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l, 3-phenylendipropionatdijodidtetrahydrat in 10 ml Acetonitril wurde eine Lösung von 0,22 g Silbermethansulphonat in 10 ml
-/37 13-0022/0688
■31
Acetonitril gegeben. Das Gemisch wurde 15 min gerührt und abfiltriert, um den Silberjodid-Niederschlag zu entfernen. Das Filtrat wurde im Vakuum zu einem braunen öl konzentriert, welches in denaturiertes Ethanol (SD3A) aufgenommen und filtriert wurde, um überschüssiges Silbermethansulphonat zu entfernen. Der Alkohol wurde im Vakuum verdampft, und der Rückstand wurde in Acetonitril gelöst und gefiltert. Das Acetonitril wurde im Vakuum verdampft und der Rückstand in Aceton gelöst. Die Acetonlösung wurde durch Celite (Filterhilfe) abfiltriert und zur Trockne verdampft, was 0,40 g (65%) flockige gelbe Kristalle von bis-{3-£trans-l,2,3,4-Tetrahydro-6, 7-dimethoxy-N-methy 1-1-(3,4,5-trimethoxybenzyD-isochinolinium]-propyl}-l,3-phenylendipropionatdimethansulphonat ergab.
Berechnet für C62H82N2O14.2CH3O3S.4H2O:
C: 57,29; H: 7,21; N: 2,08; S: 4,79 Gefunden: C: 57,37; H: 7,10; N: 2,09; S: 4,79.
Beispiel 11
10 g N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumjodid (71% trans) wurde in 100 ml Methanol gelöst. Die Lösung wurde zum Rückfluß erhitzt und Wasserstoffchloridgas wurde 5 Std. lang durchgeblasen. Das Gemisch wurde im Vakuum verdampft, und der Rückstand wurde über Nacht in einem Trockenapparat gelagert, der Natriumhydroxidpellets enthielt. Aceton wurde zugegeben und im Vakuum verdampft. Denaturierter Alkohol (SD3A) wurde zugegeben und im Vakuum verdampft, und das Ver-
130 0.2 2 /0658 "/38
fahren ein zweites Mal wiederholt. Nach Zugabe von Aceton und Impfkristallen erhielt man 4 g N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid (87% trans gemäß HPLC). Aufschlämmen in DMF ergab das trans-quartäre Chlorid (>9 8%
trans gemäß HPLC).
Beispiel 12
5,06 g (>99% trans gemäß HPLC) trans-N-3-Hydroxypropyl-5'-methoxylaudanosiniumchlorid wurde mit 1,27 g E,E-I,3-Phenylendiacryloylchlorid mit dem Verfahren gemäß Beispiel 4 gekoppelt, und ergab 6,0 g (100% als Trihydrat)
bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-l-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l,3-phenylen-(E,E)-diacrylatdichlorid.
Beispiel 13
27,2 g 5f,8-Dimethoxylaudanosin und 27,2 g 3-Jodpropanol wurden 21 Std. in 150 ml trockenem Aceton unter Rückfluß gehalten. HPLC ergab ein cis/trans-Gemisch von 1:4,3.
Das Gemisch wurde zu einem Gummi gestrippt und das überschüssige Jodpropanol mit Ether extrahiert. Der Ether wurde abdekantiert und der restliche Gummi in SD3A (300 ml) unter leichtem Erwärmen gelöst. Abkühlen der alkoholischen Lösung bei 5 ° über Nacht ergab einen weißen kristallinen Feststoff, der abfiltriert und getrocknet wurde. Die Ausbeute war 29,2 g (73%), die als 89,9% trans-N-3-Hydroxy-
-/39
130 0.2 2/0688
propyl-51 ,8-dimethoxylaudanosiniumjodid und 10,1% cis-N-3-Hydroxypropyl-5',8-dimethoxylaudanosiniumjodid bestimmt wurde. Das Gemisch wurde zweimal aus 3,4 ml/g SD3A umkrisiallisiert und ergab 24,4 g (84% Ausbeute) eines Gemisches, das mit Hilfe von HPLC als 9 7,8% trans-und 2,2% eis-Jodide bestimmt wurde, Fp. 160-163 0C. Das Gemisch wurde in 300 ml wässrigem Methanol gelöst, und die Lösung durch eine mit Dowex 1-X8 Ionenaustauschharz (75 g, Cl ) gefüllte Säule geleitet. Die Säule wurde mit 150 ml Methanol gespült und das Eluat und die Waschlösungen wurden vereinigt, zu einem weissen Feststoff gestrippt, mit Aceton trituriert, gefiltert und getrocknet. Die Ausbeute war 18,1 g (87%), HPLC-Bestimmung ergab 100% trans.
Berechnet für C26H38NO7Cl^H 0:
C: 56,98; H: 7,72; N: 2,56; Cl: 6,47 Gefunden: C: 56,9 7; H: 7,74; N: 2,52; Cl: 6,47.
Beispiel 14
2,0 g trans-N-3-Hydroxypropy1-5',8-dimethoxylaudanosiniumchlorid wurden mit 0,48 g 1,4-Phenylendipropionylchlorid mit dem Verfahren gemäß Beispiel 4 gekoppelt, was 700 mg (31% als Tetrahydrat) bis-{3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6 , 7,8-trimethoxy-N-methyl-l-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium|-propyl}-l,4-phenylendipropionatdichlorid ergab.
-/40
130022/0683
-1H
Beispiel 15
Mit dem Verfahren von Beispiel 13 wurden 34 g Laudanosin mit 26 g 3-Jodpropanol in quartäre Form überführt, was ein 3:1 Verhältnis der trans/cis-N-3-Hydroxypropyllaudanosiniumjodide ergab. Kristallisation des rohen Gemisches ergab das reine trans-Jodid, welches zu dem entsprechenden reinen trans-Chlorid (>99% gemäß HPLC) umgewandelt wurde. Die Ausbeute für die Quartärisierung war 87%, für den Anionenaustausch 82%.
Beispiel 16
3,6 g trans-N-3-Hydroxypropyllaudanosiniumchlorid wurden mit 0,96 g 1,4-Phenylendipropionylchlorid mit dem Verfahren gemäß Beispiel 4 gekoppelt, und ergaben 2,8 (69% als Tetrahydrat) bis-{3- (trans-l^S^-Tetrahydro-e^-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l,4~ Phenyl^ndipropionatdichlorid.
Beispiel 17
5,0 g trans-N-3-Hydroxypropyllaudanosiniumchlorid wurden mit 1,35 g EjE-ljU-Phenylendiacryloylchlorid mit dem Verfahren gemäß Beispiel 4 gekoppelt und ergaben 2,3 g (40% als Tetrahydrat) bis-{3- Jtrans-1,2, S^-Tetrahydro-e^-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl}-l,4-phenylen-(E,E-diacrylatdichlorid.
-/41 130022/0683
Pharmakologische Wirksamkeit
Cynomolgus-Affen wurden mit intramuskulär verabreichtem Thiopental (35-40 mg/kg) und Diazepam (2-3 mg/kg) narkotisiert. Die Narkose wurde mit einem Gemisch aus Halothan (0,25-0,75%), Lachgas (60%) und Sauerstoff (40%) aufrechterhalten.
Bis- {3- {trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-l-(3,H,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]]-propyl}-l,3-phenylendipropionatdichlorid (Verbindung A), bis-{3-£l,2,3,U-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyl-l-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-is ochinolinium]-propy1}-1,3-phenylendipropionatdij odid (Gemisch von eis- und trans-Isomeren, Verbindung B) oder
( 3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinoliniunff-propyl}-l, 3-phenylendipropionatdijodid (Verbindung C) wurden intravenös verabreicht. Der gemeinsame Peroneus-Nerv wurde supramaximal mit Rechteckpulsen von 0,2 ms Dauer mit einer Frequenz von 0,15 Hz gereizt. Muskelzuckungen wurden an der Sehne des Tibialis anterior gemessen.
Die EDgrj d.h. die Dosis, die für eine 95%ige Hemmung der Muskelzuckung benötigt wird, betrug für Verbindung A 0,4-0,6 mg/kg, für Verbindung B 0,5-1,0 mg/kg und für Verbindung C 0,8-1,1 mg/kg (ausgedrückt als mg/kg Kation).
Ende der Beschreibung 130022/0688

Claims (1)

  1. DR. BERG DIPI..-ING. STAPF DIPL.-ING. SCHWABE DR. DR SAKDMAIR
    PATENTANWÄLTE Postfach 860245 · 8000 München 86
    Anwalts-Akte: 31
    Patentansprüche
    1. Verbindung der Formel I
    .2X"
    worin B und C jeweils eine Gruppe der Formel II
    OCH.
    OCH.
    D — COO —(CH2) 3
    darstellen, worin D CH2CH2 oder CH=CH; Y ein Alkyl mit 1 bis t Kohlenstoffatomen; E und F H oder OCH.,· und X~ ein Anion bedeuten, und die
    13002 -/0688
    r (089) 988272 988273 988274 983310
    Telegramme:
    BERGSTAPFPATENT Mllnchen TELEX: 0524560 BERG d
    -/2
    Buikkonir.ri; Hypo-Buik München 4410122850 (BLZ 70020011) Swift Code HYPO DE MM Bayet Vereinsbuik München 453100 (BLZ 70020270) Postscheck München 65343-808 (BLZ 70010080)
    substituierten Benzyl- und Propy!gruppen im stickstoffhaltigen Ring relativ zueinander in trans-Stellung stehen.
    2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß C zu B in meta- oder para-Stellung steht.
    3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Y Methyl bedeutet.
    U. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß D CH2CH2 bedeutet.
    5. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß D trans-CH=CH bedeutet.
    6. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß X ein pharmazeutisch verträgliches Anion bedeutet.
    7. Verbindung nach Anspruch 6, dadurch- gekennzeichnet , daß X Jodid, Mesylat, Tosylat, Bromid, Chlorid, Sulphat, Phosphat, Hydrogenphosphat, Acetat, Benzolsulphonat, Succinat, Maleat, Naphthalinsulphonat oder Propionat bedeutet.
    13GO22/QG8B
    8. Pharmazeutisch verträgliches Salz von bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimetnoxy-N-methyl-l-(3,4,5-trimethoxybenzyD-isochinolinium] -propyD-1, 3-phenylendipropionat.
    9. Pharmazeutisch verträgliches Salz von bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-(3,4,5-trimethoxybenzyD-isochinoliniumJ -propyl)-l, 4-phenylendiacrylat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-1-( 3, U, 5-trimethoxybenzy 1 )-isochinoliniunT] -propy 1)-1, 3-phenylendiacrylat,
    bis-(3-ftrans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-l-( 3, 4-dimethoxybenzyl)-isochinoliniuni] -propyl)-l, 3-phenylendxpropionat,
    bis- ( 3- [trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6 , 7,8-trimethoxy-N-methy 1-l-(3,U-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl)-l,3- phenylendipropionat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methyl-l-(3,U,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propy1- 1,3-phenylendxpropionat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-l-(3,4-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propy1-1,4- phenylendipropionat,
    bis-(3- [trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methyl-l-( 3,4-dimethoxybenzyl)-isochirioliniuin} -propyl)-
    1,4-phenylendipropionat, _/4
    130022/0689
    bis-(3-[trans-l,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-tn'methoxy-N-methyl-l-( 3, 4, 5-trimethoxybenzyl)-isochinoliniunT] -propyl)-1, 4-pheny lendipropionat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyll-( 3,4,5-trimethoxybenzyl)-isochinolinitini3 -propyl)-l,4-phenylendipropionat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methyll-(3,4-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl)-l,3- phenylendiacrylat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methyl-l-( 3, 4-dimethoxybenzyl)--isochinolinium] -propyl)-1,3-phenylendiacrylat,
    bis-(3- [trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methyl-l-( 3,4, 5-trimethoxybenzyD-isochinolinium] -propyl)-1,3-phenylendiacrylat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7-dimethoxy-N-methy1-l-(3,4-dimethoxybenzyl)-isochinolinium]-propyl)-l,4- phenylendiacrylat,
    bis-(3-[trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methyl-l-( 3, 4-dimethoxybenzyD-isochinoliniuni] - propyl)-1,4-phenylendiacrylat,
    bis-(3- [trans-1,2,3,4-Tetrahydro-6,7,8-trimethoxy-N-methy1-1-(3,H,5-trimethoxybenzy1)-isochinolinium]-propy1)- 1,4-phenylendiacrylat.
    -/5
    130Ö22/080 8
    10. Verbindung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet , caß sie ein Dijodid, Dichlorid oder Dimesylat ist.
    11. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form des d-, £- oder meso-Isomeren oder eines Gemisches aus zwei oder drei dieser Isomere vorliegt.
    12. Pharmazeutische Zubereitung für die parenterale Verabreichung, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine wirksame neuromuskulär blockierende Menge einer Verbindung nach einem der Ansprüche 6 bis 11 sowie einen pharmazeutisch verträglichen flüssigen Träger enthält.
    13. Zubereitung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß sie in Form von Einheitsdosen vorliegt.
    IU. Zubereitung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Menge der Verbindung 1 mg bis 300 mg ausmacht.
    -/6
    130027/0688
    15. Zubereitung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer sterilen wässrigen Lösung der Verbindung der Formel I vorliegt.
    16. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel I nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das trans-Isomer eines entsprechenden N-(3-Hydroxypropyl)- oder N-(3-Halogenpropyl)-tetrahydroisochinoliniumsalzes aus einem Gemisch der eis- und trans-Isomere abgetrennt, das Produkt mit einer geeigneten Phenylendicarbonsäure oder einem reaktiven Derivat derselben umgesetzt und, wenn gewünscht, das Produkt zu einem alternativen Salz umgewandelt wird.
    -/7
    130022/0688
DE19803039304 1979-10-19 1980-10-17 Neuromuskulaere blocker und verfahren zu ihrer herstellung Withdrawn DE3039304A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US8653079A 1979-10-19 1979-10-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3039304A1 true DE3039304A1 (de) 1981-05-27

Family

ID=22199190

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19803039304 Withdrawn DE3039304A1 (de) 1979-10-19 1980-10-17 Neuromuskulaere blocker und verfahren zu ihrer herstellung

Country Status (3)

Country Link
CA (1) CA1153380A (de)
DE (1) DE3039304A1 (de)
GB (1) GB2061929B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0219616A1 (de) * 1985-07-19 1987-04-29 S O "Pharmachim" N,N'-Dimethyl-N,N'-4,10-dioxa-3,11-dioxo-1,13-tridecylen-bis-tetrahydropapaveriniumdichlorid

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB8418303D0 (en) * 1984-07-18 1984-08-22 Wellcome Found Compounds

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0219616A1 (de) * 1985-07-19 1987-04-29 S O "Pharmachim" N,N'-Dimethyl-N,N'-4,10-dioxa-3,11-dioxo-1,13-tridecylen-bis-tetrahydropapaveriniumdichlorid

Also Published As

Publication number Publication date
GB2061929A (en) 1981-05-20
CA1153380A (en) 1983-09-06
GB2061929B (en) 1983-06-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT363096B (de) Verfahren zur herstellung von neuen phthalazinderivaten und deren salzen
DE2751258C2 (de)
DE69830157T2 (de) Substituierte isochinoline als ultrakurz wirkende neuromuskuläre blocker
DD235638A5 (de) Neue neuromuskulaere blockierungsmittel
DE2411382B2 (de) 2-Tetrahydrofurfuryl-6,7-benzomorphane, Verfahren zur Herstellung und deren Verwendung
US4491665A (en) Method of preparing isomers of bis isoquinolinium compounds
DE2305092C2 (de)
DE68924751T2 (de) Azacyclische Verbindungen, verwendbar als Arzneimittel.
DE3788507T2 (de) Substituierte 1H-Imidazole.
DE3586411T2 (de) Dopamin-antagoniste.
EP0110869B1 (de) Thienylessigsäureamidderivate und pharmazeutisch verträgliche Säureadditionssalze hiervon sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE2833505A1 (de) Tetrahydro-isochinolin-derivate, verfahren zu deren herstellung und mittel enthaltend die derivate
DE3546218A1 (de) Azoniaspironortropanolester, verfahren zu deren herstellung und pharmazeutisches mittel
DE3107743A1 (de) Neue klasse von acylderivaten des carnitins, verfahren zu deren herstellung sowie ihre therapeutische verwendung
DE3039304A1 (de) Neuromuskulaere blocker und verfahren zu ihrer herstellung
DE2748466A1 (de) 4a-aryloctahydro-1h-2-pyrindine
DE2026080C3 (de) 5-Methyl-10-( ß -alkylaminoäthyl)- dibenzothiazepine, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie pharmazeutische Zusammensetzungen
CH514577A (de) Verfahren zur Herstellung von 1,4-Benzodioxanen
DE2528194C2 (de) Benzhydryloxyäthylamin-Derivate, deren Salze, Verfahren zur Herstellung derselben und solche enthaltende Arzneimittel
CH625789A5 (de)
AT397962B (de) Verfahren zur herstellung von azoniaspironortropanolestern
DE2551235C3 (de) Aryloxyalkylpiperidine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittel
DE69114778T2 (de) Bicyclolactamderivat.
DE2903917C2 (de)
DE2110169C3 (de) N-G,3-Diphenylcyclopropyl)-glycinamide und Verfahren zu ihrer Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
8181 Inventor (new situation)

Free format text: EL-SAYAD, HASSAN ALI, CHAPEL HILL, N.C., US SWARINGEN JR., ROY ARCHIBALD, DURHAM, N.C., US YEOWELL,DAVID ARTHUR, CHAPEL HILL, N.C., US

8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: SCHWABE, H., DIPL.-ING. SANDMAIR, K., DIPL.-CHEM.

8141 Disposal/no request for examination