DE3038791C2 - Vorrichtung zum Trocknen von lösungsmittelhaltigem Material - Google Patents
Vorrichtung zum Trocknen von lösungsmittelhaltigem MaterialInfo
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Description
kann sich hierbei offensichtlich keine Ringströmung ausbilden, die allein den Eintritt von Luftsauerstoff in
die Trocknungskammer bzw. den Austritt des mit Lösungsmitteldämpfen
beladenen Inertgases in die Atmosphäre verhindert.
Aus der DE-OS 23 05 101 und der DE-OS 23 59 218 (die eine Weiterentwicklung betrifft) ist es bekannt, einen
Raum mit höherer Innenlafttemperatur gegen seine kältere Umgebung mit Hilfe eines Luftschleiers abzuschirmen,
dessen Erzeugende aus einer Blasdüse mit vorgeschaltetem, aus dem Raum ansaugendem Ventilator
besteht Eine solche Anordnung wäre bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung schon gattungsmäßig
nicht möglich, da in die Schieusenkammer kein mit Losungsmitteldämpfen
verunreinigtes Inertgas aus der Trocknungskammer eintreten darf. Ferner ist bei den
bekannten Anordnungen eine raumwärts am Boden angebrachte Abreißkante vorgesehen, durch die der Teilstrom
des Luftschleiers, der in den Innenraum eindringen will, durch eine raumwärts am Boden angebrachte
Abreißkante nach oben umgelenkt wird und mit der von
dem Ventilator angesaugten Luftmenge in einem durch die Raumöffnung und durch die Abreißkante begrenzten
Raum einen Luftwirbel bildet Da zwischen dem Luftwirbel des Luftschleiers und dem Luftwirbel im Innenraum
keine Trennwand vorgesehen ist, findet ein praktisch ungehinderter Gasaustausch statt Ferner ist
die bekannte Anordnung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch deshalb nicht anwendbar, weil die als
wesentlich erachtete Abreißkante bei einer Vorrichtung, bei der das zu trocknende Material üblicherweise
auf einem Förderband in die Trocknungskammer geleitet wird, nicht möglich oder sinnvoll ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Trocknen von lösungsmittelhaltigem Material
entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1 zur Verfügung zu stellen, mit deren Hilfe der Austritt
von Lösungsmitteldämpfen bzw. der Eintritt von Luft aus einer bzw. in eine ein Inertgas enthaltende Trocknungskammer
durch die ein lösungsmittelhaltiges Material geleitet wird, verhindert wird
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß die Eintrittsöffnung für das Einführen eines kleinen
Teils des Inertgases zum Erzeugen einer Ringströmung als Schlitzdüse ausgebildet und nahe an der Durchtrittsöffnung
zwischen der Schleusenkammer und der Trocknungskammer angeordnet ist daß im Umfangsbereich
der Ringströmung in der Schleusenkammer eine Absaugöffnung zum Ableiten eines Verlustgemisches aus
dem Teil-lnertgas und eingesaugter Außenluft angeordnet
ist und daß die Trocknungskammer eine Zuleitung für den Hauptteil des Inertga;es aufweist.
Erfindungsgemäß kann ein beliebiges lösungsmitteihaltiges Material getrocknet werden. Beispielsweise
kann die Vorrichtung bei der Herstellung von flächigem Klebmaterial verwendet werden, wobei ein Klebstoff
auf Papier- oder Textilbänder aufgetragen wird. Derartige Bänder können beispielsweise als technische Klebebänder
oder als Bänder für medizinische Zwecke (z. B. Heftpflaster) verwendet werden. Zum Aufbringen des
Klebstoffs wird dieser mit Hilfe von flüssigen Lösungsmitteln in einen fließfähigen Zustand gebracht, so daß er
sich in hinreichend dünnen und gleichmäßigen Schichten aufbringen läßt. Beim Trocknen verdampft das Lösungsmittel.
Hierzu verbleibt das zu trocknende Material während einer durcii die Flüchtigkeit und die Menge
des Lösungsmittels besiimmten Zeit in einer Trocknungskammer
in Kontakt mit dem Inertgas, das die Lösungsmitteldämpfe aufnimmt
Als Inertgase kommen beispielsweise Stickstoff oder Kohlendioxid in Frage. Man kann aber auch den Sauerstoffgehalt
von Luft durch Zumischen eines Inertgases soweit herabsetzen, daß die Entzündungsgrenze nicht
mehr erreicht wird. In gewissen Fällen ist es auch möglich, Verbrennungsabgase mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt
zu verwenden.
Mit Hilfe der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird in technisch einfacher Weise einerseits der Austritt von
Lösungsmitteldämpfen in die Atmosphäre und andererseits das Eindringen von Luftsauerstoff in die Trocknungskammer
verhindert Dies geschieht mit Hilfe der in der (den) Schleusenkammern) erzeugten permanenten
Ringströmung. Diese Ringströmung wird durch das Zusammenwirken der in der Nähe der Ein- bzw. Austrittsöffnung
der Trocknungskammer angeordnete Schlitzdüse mit den im Umfangsbereich der Ringströmung
angeordneten Absaugöffnungen erzeugt Obwohl durch die Riagströmung Außenluft durch die Ein- bzw.
Austrittsöffnungen der Schleusenkammer angesaugt wird, bleibt diese im Umfangsbereich des Ringstromes
und wird zusammen mit dem Inertgas als Verlustgemisch abgesaugt. Die Schleusenkammer wird infolge
des darin umlaufenden Ringstromes zu einer Sperrzone, wobei ein konstantes Druckverhältnis zwischen Schleusenkammer
und Trocknungskammer eingestellt wird, das den Austritt des mit Lösungsmitteldämpfen beladenen
inerten Trägergases aus der Trocknungskammer in die Atmosphäre unterbindet
Durch die Eindüsung des Inertgasstromes in die Schleusenkammer unter Ausbildung einer Ringströmung
kann man die Inertgasverluste sehr niedrig halten. Es wurde beispielsweise festgestellt, daß der Inertgasverlust
gegenüber einer Anordnung, bei der das Inertgas ohne Ausbildung einer Ringströmung einfach in eine
der Trocknungskammer vorgeschaltete Schleusenkammer eingeleitet wurde, auf weniger als 10% herabgesetzt
werden konnte.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann eine, vor oder nach der Trocknungskammer angeordnete Schleusenkammer
enthalten. Vorzugsweise werden jedoch zwei Schleusenkammern verwendet. Auf der Eintrittsseite der Trocknungskammer strömt das Inertgas aus
der Schlitzdüse zunächst in Gegenrichtung zur Transportrichtung des zu trocknenden Materials, streicht anschließend
an den Wänden der Schleusenkammer entlang und wird zusammen mit der angesaugten Außenluft
als Verlustgemisch durch eine Öffnung in der Wand der Schleusenkammer abgesaugt, wobei eine Ringströmung
erzeugt wird. Die Absaugöffnung ist vorzugsweise so angeordnet, daß das Inertgas im Umfangsbereich
der Ringströmung einen möglichst langen Weg zurücklegt, d. ii. vorzugsweise in der Stirnwand bzw. der Dekkenwand
der Schleusenkammer.
In der am Austrittsende der Trocknungskammer angeordneten
Schleusenkammer strömt das Inertgas aus der Schlitzdüse zunächst in der Transportrichtung des
inzwischen getrockneten Materials, streicht wiederum an den Wänden der Schleusenkammer entlang und wird
ebenfalls abgesaugt, wobei sich wiederum ein Ringstrom ausbildet.
Aufgrund der Wirksamkeit der Ringströmung braucht nur ein kleiner Teil des zum Trocknen des Materials
erforderlichen '.nertgases in die Schleusenkammer eingeführt zu werden, d. h. der Hauptteil des Inertgases
kann unmittelbar in die Trocknungskammer eingeleitet werden, wobei der Inertgasstrom zum Betrieb
der Schleusenkammern unabhängig von dem Inertgasstrom zum Betrieb der Trocknungskammer geregelt
werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist besonders brauchbar in Anlagen, in denen das Lösungsmittel zurückgewonnen wird. In diesem Fall verfährt
man so, daß man den Hauptteil des Inertgases nach Beladung mit den Lösungsmitteldämpfen aus der
Trocknungskammer entfernt und nach Entfernung der Lösungsmitteldämpfe wieder in die Trocknungskammer
zurückleitet. Die Lösungsmitteldämpfe können beispielsweise durch Kondensation oder Adsorption entfernt werden. Wenn bei einer solchen Lösungsmittelrückgewinnungsanlage, bei der das Inertgas im Kreislauf geführt wird, Luftsauerstoff in die Trocknungskammer eindringen würde, so würde eine stetige Anreicherung des Luftsauerstoffs stattfinden, wodurch die Explosionsgrenze sehr bald erreicht wäre. Der Ausschluß des
Luftsauerstoffs ist also in diesem Fall ganz besonders
«■'iCiitig.
Erfindungsgemäß kann mit Hilfe der nachstehend noch angegebenen apparativen Maßnahmen (Veränderung
der Ein- bzw. Austrittsöffnungen in die Schleusenkammer bzw. in die Trocknungskammer, Veränderung
des Anstellwinkels der Schlitzdüse) das Volumenverhältnis zwischen dem in die Schleusenkammer eingedüsten
Inertgas und der angesaugten Außenluft in weiten Grenzen variiert werden. Vorzugsweise stellt man dieses
Verhältnis auf etwa 1 :1 bis 1 :400, vorzugsweise auf
etwa 1 :200, ein.
Mit Hilfe der erfindnngsgemäßen Vorrichtung kann
ein beliebiges lösungsmittelhaltiges Material getrocknet werden. Beispielsweise kann das Material in Form eines
freitragenden Bandes ohne weitere Unterstützungseinrichtungen durch die Trocknungskammer geleitet werden.
Vorzugsweise ist das zu trocknende Material jedoch auf einer durch die Schleusenkammern) und die
Trocknungskammer geführten Förderbahn angeordnet, wobei die Durchtrittsöffnungen mit verstellbarer Spaltbreite ausgebildet sind.
F.s kann aber auch ein Material mit größeren Höhenabmessungen getrocknet werden, wobei die Durchtrittsöffnungen
dann natürlich nicht mehr spaltförmig ausgebildet werden können.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der ein flächiges Material
getrocknet wird, liegt das Verstellverhältnis zwischen der Breite des Durchtrittsspaltes der Trocknungskammer
und der Breite des Durchtrittsspaltes der Schleusenkammer zweckmäßig zwischen etwa 1 :0,2 und 1 :5,
vorzugsweise zwischen 1 :0,3 und 1 :3, Ferner kann nach einer bevorzugtem Ausführungsform die Schlitzdüse
in ihrem Anstellwinkel zwischen 5° und 90° zur Förderrichtung des Materials verstellbar sein. Zweckmäßig
ist die Spaltbreite der Schlitzdüse zwischen etwa 0,01 und 2 mm verstellbar. Ferner beträgt das Verhältnis des
Abstandes zwischen der Materialbahn und der öffnung der Schlitzdüse, der halben Breite des Durchtrittsspaltes
der Trocknungskammer und der halben Breite des Durchtrittsspaltes der Schleusenkammer zweckmäßig
etwa5 -=- 15 :5 -=- 15 : !,vorzugsweiseetwa 10 :10 :1.
Durch diese apparative Maßnahme kann auf einfache Weise das günstigste Volumenverhältnis zwischen eingedüstem
Inertgas und angesaugter Außenluft eingestellt werden, was im Hinblick auf die Verhinderung des
Austritts von Lösungsmitteldämpfen einerseits und des Eindringens von Luftsauerstoff in die Trocknungskammer
andererseits wichtig ist
Zur Vermeidung größerer Druckdifferenzen zwischen Trocknungskammer und Schleusenkammer sind im Durchtrittsbereich der Trocknungskammer Strömungswiderstände angeordnet, wobei das Verhältnis des Abstandes zwischen der Materialbahn und dem der Matcrialbahn zugewandten Begrenzungen der Strömungswiderstände einerseits und des Abstandes zwischen der Materialbahn und der öffnung der Schlitzdüse andererseits vorzugsweise etwa 1 bis 5 :1 beträgt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nachstehend
Zur Vermeidung größerer Druckdifferenzen zwischen Trocknungskammer und Schleusenkammer sind im Durchtrittsbereich der Trocknungskammer Strömungswiderstände angeordnet, wobei das Verhältnis des Abstandes zwischen der Materialbahn und dem der Matcrialbahn zugewandten Begrenzungen der Strömungswiderstände einerseits und des Abstandes zwischen der Materialbahn und der öffnung der Schlitzdüse andererseits vorzugsweise etwa 1 bis 5 :1 beträgt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nachstehend
ίο anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Gesamtansicht der Vorrichtung und
F i g. 2 eine vergrößerte schematische Teilansicht (im Schnitt) des Eingangsendes der Vorrichtung nach
Fig. 1.
Durch eine Trocknungskammer 10 wird zu trocknendes flächiges Material 12 auf einer Materialbahn 14 hindurchgeleitet.
!n der Trocknungskammer 10 wird mittels einer Zuleitung
16 der Hauptteil des Inertgases eingeleitet. Das Inertgas belädt sich in der Trocknungskammer 10 mit
Lösungsmitteldämpfen und wird durch eine Ableitung 18 aus der Trocknungskammer 10 entfernt. Es kann
dann in einer nicht dargestellten gesonderten Einrichtung, die nach dem Kondensations- bzw. Adsorptionsprinzip arbeitet, von Lösungsmitteldämpfen befreit und
durch die Zuleitung 16 wieder in die Trocknungskammer 10 zurür^geleitet werden.
Die Trocknungskammer 10 ist zum Entfernen des Lösungsmittels aus dem Material 12 mittels Deckenstrahler
20 beheizt.
Das Material 12 tritt in die Trocknungskammer 10 durch die spaltförmige Durchtrittsöffnung 22 ein. Die
Spaltbreite, die in F i g. 2 mit A bezeichnet ist, ist verstellbar. Am anderen Ende tritt das getrocknete Material
12 auf der Materialbahn 14 durch die Durchtrittsöffnung 24 wieder aus.
Der Trocknungskammer 10 ist eine Schleusenkammer 26 vorgeschaltet und eine weitere Schleusenkammer
26 nachgeschaltet, mit einer Durchtrittsöffnung 28 zur ersten Schleusenkammer 26 und mit einer Durchtrittsöffnung
28 der zweiten Schleusenkammer 26. Beide Durchtrittsöffnungen 28 sind spaltförmig; ihre Spaltbreite, die in F i g. 2 mit B bezeichnet ist, ist verstellbar.
In den Schleusenkammern 26 sind Schlitzdüsen 30a und 306 im oberen bzw. im unteren Teil der ersten
Schleusenkammer 26 und Schlitzdüsen 30c und 3Od im oberen bzw. im unteren Teil der zweiten Schleusenkammer
26 angeordnet Der Anstellwinkel der Schlitzdüsen 30a bis 3Od ist zwischen 5 uns 175° zur Maierialbahn 14
verstellbar. Die Spaltbreite der Schlitzdüsen 30a bis 3C,f
ist zwischen etwa 0,01 und 2 mm verstellbar. Der Abstand zwischen der öffnung der Schlitzdüse 30a und der
Materialbahn 14 ist in Fig.2 mit Cbezeichnet Dieser
Abstand ist verstellbar. Entsprechendes gilt für den Abstand zwischen der öffnung der Schlitzdüse 306 und der
unteren Fläche der Materialbahn 14 sowie für die Schlitzdüsen 30c und 3OdL
Das Verhältnis zwischen Q Ah und Bl% ist innerhalb des Verhältnisses 5 bis 15:5 bis 15:1 verstellbar.
Das Verhältnis zwischen Q Ah und Bl% ist innerhalb des Verhältnisses 5 bis 15:5 bis 15:1 verstellbar.
In einer Deckenwand 34 der ersten Schleusenkammer 26 ist eine Absaugöffnung 32a vorgesehen, und zwar in
der Nähe der Stirnwand der Trocknungskammer 10. Eine entsprechende Absaugöffnung 32b ist in der Bodenwand
der ersten Schleusenkammer 26 vorgesehen. Die entsprechenden Absaugöffnungen 32c und 32d für
die zweite Schleusenkammer 26 sind auf deren Stirnwand angedeutet
Wird durch die Schlitzdüsen 30 ein Inertgasstrom eingedüst, so bildet sich in den Schleusenkammern 26 eine
Ringströmung aus, deren Richtung in F i g. 2 durch kleine Pfeile angedeutet ist. Die Ringströmung verläuft zunächst
im Gegensinn zur Transportrichtung der Materialbahn 14. In der am Austrittsende der Trocknungskammer
10 angeordneten Schleusenkammer 26 bewegen sich die Pvingströmungen in umgekehrter Richtung.
Die Ririfcströmung im oberen Teil der Schleusenkammern
26 wendet sich dann nach oben, wobei durch die Durchtrittsöffnung 28 etwas Außenluft angersugt wird,
die aber im Umfangsbereich dieser Ringströmung bleibt. Dann streicht die Ringströmung an der Deckenwand
34 entlang und wird durch die Absaugöffnung 32a bzw. 32c abgesaugt. Die Wirkung der Ringströmung ist
am größten, wenn das aus der Schlitzdüse ausströmende Gas im Umfangsbereich einen möglichst langen Weg
zurücklegt, d. h. es ist günstiger, wenn die Absaugöffnung 32a in der Deckenwandung 34 angeordnet ist. und
zwar möglichst nahe an der Stirnwand der Trocknungskammer 10.
Zur Verbesserung des Druckausgleiches zwischen der Trocknungskammer 10 und den Schleusenkammern
26 sind im Ein- und Austrittsbereich der Trocknungskammer 10 Strömungswiderstände 36 angeordnet, die
zum Beispiel in Form einer Reihe von Blechen gegen die Materialbahn 14 gerichtet sind. Der Abstand zwischen
der Materialbahn 14 und den der Materialbahn 14 zugewandten Begrenzungen der Strömungswiderstände 36
ist mit D bezeichnet. Das Abstandsverhältnis zwischen D und /"beträgt zweckmäßig etwa 1 bis 5 : I. Der mit
den Strömungswiderständen 36 erzielbare Beruhigungseffekt hängt von der Anzahl der in Richtung der
Materialbahn 14 angeordneten Strömungswiderstände 36 ab.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
50
60
65
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Trocknen von lösungsmittel- trägt.
haltigem Material mittels Inertgas, mit einer Track- 5 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
nungskammer, mit mindestens einer vor und/oder dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung (16) ei-
nach der Trocknungskammer angeordneten Schleu- ner mit der Ableitung (18) verbundenen Einrichtung
senkammer, mit an der Trocknungskammer und an zum Entfernen der Lösungsmitteldämpfe aus dem
der Schleusenkammer angeordneten Durchtrittsöff- Gemisch nachgeordnet ist
nungen für das Material, mit einer in die Schleusen- 10
kammer mündenden Eintrittsöffnung zum Einführen
von Inertgas und mit einer an der Tocknungskammer angeordneten Ableitung für ein Gemisch aus
Inertgas und Lösungsmitteldämpfen, dadurch Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum
gekennzeichnet, daß die Eintrittsöffnung für t5 Trocknen von Iösungsmittclhaltigem Material gemäß
das Einführen eines kleinen Teils des Inertgases zum dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Erzeugen einer Ringströmung als Schlitzdüse (30) Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Gattung (US-ausgebildet und nahe an der Durchtrittsöffnung (22, PS 41 50 494) wird eine Förderbahn mit dem zu trock-24) zwischen der Schleusenkammer (26) und der nenden lösungsmittelhaltigen Material, aus dem das Lö-Tocknungskammer (10) angeordnet ist, daß im Um- 20 sungsmittel durch Verdampfen entfernt wird, durch eine
fangsbereich der Ringströmung in der Schleusen- ein Inertgas (Stickstoff) enthaltende Trocknungskamkammer (26) ejse Absaugöffnung (32a bis Z2d) zum mer geleitet, vor bzw. nach welcher Schleusenkammern
Ableiten eines Verlustgemisches aus dem Teil-Inert- angeordnet sind, wobei das Material durch die an der
gas und eingesaugter Außenluft angeordnet ist und Trocknungskammer und an den Schleusenkammern andaß die Trocknungskammer (10) eine Zuleitung (16) 25 geordneten Durchtrittsöffnungen geführt wird. Das gefür den Hauptteil des Inertgases aufweist samte Inertgas wird durch eine in die jeweilige Schleu-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das zu senkammer mündende Eintrittsöffnung eingeführt Der
trocknende Material auf einer durch die Schleusen- größere Teil des Inertpjsstromes fließt in die Trockkammer und die Trocknungskammer geführten For- nungskammer und belädt sich dort mit Lösungsmittelderbahn angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, 30 dämpfen. Das Inertgas und Lösungsmitteldämpfe entdaß die Durchtrittsöffnungen (22, 24, 28) mit ver- haltende Gemisch wird durch eine an der Trocknungsstellbarer Spaltbreite ausgebildet sind. kammer angeordnete Ableitung aus der Trocknungs-
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- kammer entfernt und durch Abkühlen in einem Wärmezeichnet, daß das Verste'!verhä>i jis zwischen der austauscher von Lösungsmitteldämpfen befreit, worauf
Breitender Durchtrittsöffnung(22,24)derTrock- 35 das Inertgas in die Atmosphäre geleitet wird. Der kleinungskammer (10) und der Breite (B) der Durch- nere Teil des Inertgasstromes fließt aus der Schleusentrittsöffnung (28) der Schleusenkammer (26) etwa kammer direkt in die Atmosphäre und soll dazu dienen,
1 :0,2 bis 1 :5, vorzugsweise etwa 1 :03 bis 1 :3 be- den Eintritt von Luftsauerstoff in die Trocknungskamträgt mer zu verhindern. Abgesehen davon, daß der Inertgas-
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 40 strom zum Begasen der Schleusenkammer nicht unabdadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzdüse (30) in hängig von dem Inertgasstrom zum Begasen der Trockihrem Anstellwinkel zwischen 5 und 90° zur Förder- nungskammer geführt werden kann, wurde festgestellt,
richtung des Materials (12) verstellbar ist daß bei einer derartigen Führung der Inertgasströme
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, einerseits der Eintritt von Luftsauerstoff in die Trockdadurch gekennzeichnet, daß die Spaltbreite der 45 nungskammer und andererseits der Austritt des mit Lö-Schlitzdüse (30) zwischen etwa 0,01 und 2 mm ver- sungsmitteldämpfen beladenen Inertgases in die Atmostellbar ist. Sphäre nicht vollständig verhindert werden kann. Der
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, Eintritt von Luftsauerstoff ist insbesondere dann nachdadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Ab- teilig, wenn der Inertgasstrom der Lösungsmitteldämpstandes (C) zwischen der Materialbahn (14) und der 50 fe in die Trocknungskammer zurückgeleitet werden soll,
öffnung der Schlitzdüse (30) der halben Breite (Al?)
dein diesem Fall eine stetige Anreicherung des Luftsauder Durchtrittsöffnung (22,24) der Trocknungskam- erstoffs stattfindet, wodurch bei Verwendung von
mer (10) und der halben Breite (8I^ der Durchtritts- brennbaren Lösungsmitteln die Explosionsgrenze eröffnung (28) der Schleusenkammer (26) etwa reicht bzw. überschritten werden kann. Andererseits ist
5 -=- 15:5t- 15:1, vorzugsweise etwa 10:10:! be- 55 der Austritt von Lösungsmitteldämpfen in die Atmoträgt. Sphäre wegen der damit verbundenen wirtschaftlichen
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, Verluste und wegen der Umweltbelastung unerwünscht
dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugöffnung Aus der DE-AS 10 87 7S7 ist es bekannt, zur Abschir-(32a bis 32d) in der Stirnwand bzw. in der Decken- mung von Durchgangskanälen eine Sperrströmling zu
wand (34) der Schleusenkammer (26) angeordnet ist. 60 erzeugen, die in einem schmalen Band und unter einem
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, flachen Winkel zur Längsrichtung des Durchgangskadadurch gekennzeichnet, daß im Durchtrittsbereich nals an den Enden des einen Kanalendes zugeführt und
der Trocknungskammer (10) Strömungswiderstände am anderen Ende des Kanals an den Seiten wieder ab-(36) angeordnet sind. geführt wird. Hierbei wird die Sperrströmung aus den
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn- 65 über Decke, Seitenwände und Fußboden verteilten
zeichne), daß das Verhältnis des Abstandes (D) zwi- Schlitzen in den Kanal eingeleitet. Das bedeutet also,
sehen der Materialbahn (14) und den der Material- daß die Sperrströmung von allen Seiten auf einen Punkt
bahn (14) zugewandten Begrenzungen der Strö- zuläuft, der ungefähr die Mitte einer Pyramide bildet. Es
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