DE3036418A1 - Schwingungsdaempfer - Google Patents
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Description
Pater.ta.iwäite Dipl.-Ing. Curt Wallach
r. Dipl.-Ing. Günther Koch
Dipl.-Phys. Dr.Tino Haibach
Dipl.-Ing. Rainer Feldkamp
D-8000 München 2 · Kaufingerstraße 8 · Telefon (0 89) 24 0275 · Telex 5 29 513 wakai d
Datum: 26. September 1930
Unser Zeichen: l6 956 - K/Ap
Anmelder: Barry Wright Corporation
Pleasant Street
Watertown, Massachusetts
USA
Watertown, Massachusetts
USA
Titel: Schwingungsdämpfer
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Die Erfindung bezieht sich auf Schwingungsdämpfer, die benutzt
werden um zwei Bauteile eines Aufbaus in der Weise zu verbinden, daß eine Übertragung von Vibrationen und Lärm
zwischen dei beiden Bauteilen vermindert wird. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf Schwingungsdämpfer in Gestalt elastischer elastomerer Durchführungshülsen, die zwischen
den Bauteilen eingefügt werden und durch die ein Befestigungsbolzen geführt wird.
Vibrationsdämpfer in Gestalt elastischer Hülsen aus Gummi oder dergleichen, die in eine Öffnung eines Bauteils eingefügt
werden und durch die ein Befestigungsbolzen geführt wird, um eine gegenseitige Verspannung der Bauteile herbeizuführen,
sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. Allgemein haben derartige Schwingungsdämpfer die Form zweier dickwandiger
hohlzylindrischer Rohre mit jeweils einem radial verlaufenden Flansch an einem Ende, oder sie bestehen aus einer
Kombination eines solchen mit Flansch versehenen Rohies und
einer elastischen Unterlegscheibe. Die Rohre sind so dimensioniert,
daß sie dichtend in eine Ausnehmung einpassen, die durch den festzulegenden Bauteil verläuft und durch die
wiederum im Paßsitz ein Schraubbolzen hindurchgeführt werden kann. Die Flansche (oder der Flansch und die Unterlegscheibe)
sind so ausgebildet, daß sie an der Oberfläche des benachbarten Bauteils angreifen und die Öffnung umschließen, und
sie werden durch den Bolzen oder ein anderes Spannmittel im gegenseitigen Eingriff gehalten.
Wie bekannt, wirken derartige Isolatoren durch elastische Verbindung der beiden Bauteile, um einen mechanischen Oszillator
zu bilden, dessen Eigenfrequenz infolge der Ausbildung
kleiner ist als irgendeine Vibrationsfrequenz, die um wenigstens etwa 29$ gedämpft werden soll. Der Anteil der Dämpfung hängt
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von dem Verhältnis der beiden Frequenzen ab und er wird größer je größer das Verhältnis der abzuschwächenden Frequenz
zur Eigenfrequenz wird. Die Eigenfrequenz der Übergangsschwingung eines Bauteils einer gegebenen Masse, die über
einen elastischen Isolator abgestützt wird, ist direkt proportional zur Quadratwurzel der Federsteifigkeit des
Isolators, und dies hängt wiederum von der Art der Beanspruchung ab, der der Isolator unterworfen wird und von der
Zusammensetzung des Isolators sowie seiner Geometrie und den Abmessungen. Bei Durchführungsisolatoren werden die in
der Durchführungshülse auftretenden Belastungen als Kompressiv-Belastungen erkannt, und die Federsteifigkeit eines solchen
Isolators ist das Produkt von Kompressionsmodul des Materials und Querschnittsfläche des Isolators normal zu der getragenen
Last dividiert durch die Dicke des Isolators in Richtung der aufgebrachten Kraft. Für elastische gummiartige Stoffe ist
der Modul selbst abhängig von der Gestalt, da solche Materialien im wesentlichen unkompressibel sind und ihre Elastizität
durch elastischen Fluß erhalten, wobei die freien Oberflächen des elastomeren Materials nach außen aufgewälbt werden, wenn
eine Last aufgebracht wird. Für eine gegebene Last steigt der Modul an, wenn die Querschnittsfläche, die die Last trägt,
ansteigt und wenn die freie Oberfläche (Ausbeulungsoberfläche)
sich verringert. Die Abhängigkeit des Moduls auf diese zwei Bereiche wird gewöhnlich als eine Abhängigkeit von einem
einzelnen Parameter ausgedrückt, nämlich dem Gestaltfaktor, der definiert ist als das Verhältnis der Laststützfläche zur
Ausbeulungsfläche. Je größer der Gestaltungsfaktor (Formfaktor) ist, desto größer wird der Modul.
Die Steifheit und demgemäß die Schwingungsdämpfung, die durch einen solchen Isolator erreicht wird, kann in verschiedenen
Richtungen unterschiedlich sein. Ein fundamentales
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Problem bei der Ausbildung eines solchen Schwingungsdämpfers besteht darin, die erforderliche Steifheit in verschiedenen
Richtungen vorzusehen, wobei der Schwingungsdämpfer innerhalb einer vorbestimmten äußeren Form und Größe verbleibt. Bei
Durchführungs-Isolatoren ist der Isolator bzw. der Schwingungsdämpfer
allgemein symmetrisch zu einer Achse,und daher braucht nur die axiale und radiale Steifigkeit betrachtet zu vier den.
Die axialen Belastungen werden durch Kompression des Flanschkopfes des Isolators aufgenommen, während Radialbelastungen
durch den kleineren Durchmesser in der Mitte erkennbar werden.
Eine Abschwächung niedriger Frequenzen ist schwierig, insbesondere
soweit es die axiale Belastung anbetrifft. Wie erwähnt, ändert sich die Eigenfrequenz mit der Quadratwurzel
der Federsteifigkeit, und demgemäß führt eine 10-fache Vergrößerung
der Federsteifigkeit nur zu einem 3-fachen Ansteigen der Eigenfrequenz. Bei bekannten Schwingungsdämpfern ist die
Federsteifigkeit in Axialrichtung im typischen Fall durch verringerte Last-Lagerflächen verringert, die durch Verminderung
des Radius des Flanschkopfes erhalten wurden, oder durch Vergrößerung der Dicke des Flanschkopfes oder durch beide
Maßnahmen. Bei unterschiedlicher Federsteifigkeit des Isolators durch Veränderung des Flanschradius bei Aufrechterhai
tung einer konstanten Flanschdicke ergibt sich, wenn die Laststützflächen sich als Quadrat des Radius ändern, daß der
Formfaktor sich nur im gleichen Maße wie der Radius ändert, da sich die Ausbeulungsfläche direkt mit dem Radius ändert.
Um eine Abhängigkeit höherer Ordnung des Formfaktors vom Radius zu erhalten, um die Federsteifigkeit in weiteren Grenzen
ändern zu können, muß man gleichzeitig die Dicke des Flansches vergrößern, wenn der Radius abnimmt. Um eine gewünschte niedrige
axiale Federsteifigkeit durch eine solche Auslegung zu erhalten,
nähert man sich oft unzweckmäßigen Gestaltungen insofern als
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der erforderliche Flanschdurchmesser zu gering wird, um
den Schwingungsdämpfer ordnungsgemäß an einem Bauteil festzulegen, oder der Flansch wird zu dick, wodurch der zulässige
Raum überschritten wird, oder es ergibt sich eine weniger stabile Konfigeration.
Eine abgewandelte konstruktive Annäherung besteht darin, radiale Nuten in dem Flansch anzubringen, wodurch die Laststützfläche
und der Formfaktor eines Flansches verändert werden können, der einen gegebenen Hohlraum ausfüllt. Es
ist jedoch festzustellen, daß bei einer gegebenen Zahl von Nuten gegebener Tiefe der Formfaktor wiederum sich nicht so
schnell ändert wie die Laststützfläche, da irgendeine Änderung
in der Laststützfläche zu einer Änderung im gleichen Sinne wie die Ausbeulungsfläche führt. Die Konstruktionsanalyse
eines solchen Flansches erfordert einen größeren labormäßigen Aufwand als bei einem einfachen Flansch, und außerdem sind
die Werkzeuge, die erforderlich sind um einen solchen Teil herzustellen, sehr viel komplexer und teurer.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Durchführungsisolator
(Schwingungsdämpfer) zu schaffen, der so ausgebildet werden kann, daß er eine geringe axiale Federsteifigkeit
besitzt, ohne daß entweder der Flanschdurchmesser zu klein wird, um ihn ordnungsgemäß an dem Bauteil befestigen
zu können, oder der Flansch zu dick wird, wodurch der verfügbare Raum überschritten wird.
Außerdem bezweckt die Erfindung die Schaffung einer Familie derartiger Schwingungsdämpfer, bei denen die Flanschköpfe
der Isolatoren alle eine gleiche räumliche Ausdehnung umfassen, während unterschiedliche axiale Federsteifigkeiten erlangt
werden können.
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Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung einer Ausbildung
von Schwingungsdämpfern, die eine einfache Konstruktionsanalyse und einfache Werkzeuge gewährleisten.
Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Schwingungsdämpfers,
der eine maximale Stabilität bei gegebener Lastträgerflache
aufweist.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch einen zweiteiligen Aufbau des Schwingungsdämpfers, wobei ein Teil von einer
elastischen Scheibe gebildet ist, die mit einer konzentrischen inneren Vertiefung versehen ist und eine zentrische kreisrunde
Öffnung aufweist, wobei wenigstens eine der Scheiben flanschartig an einem Ende eines elastischen zylindrischen Rohres
festgelegt ist. Die axiale Federsteifigkeit des Schwingungsdäm pfers
kann dadurch verändert werden, daß bei Aufrechterhaltung der äußeren Abmessungen der elastischen Scheibe der Durchmesser
der Vertiefung in der Scheibe geändert wird. Durch Änderung
der Federsteifigkeit kann die Eigenfrequenz des Schwingungsdämpfers vermindert werden, wobei der Außendurchmesser des
Flansches aufrecht erhalten wird, oder es kann ein kleiner Formfaktor für eine gegebene Belastungsfläche und Flanschdicke
erhalten werden, da die Ausbeulungsfläche tatsächlich beim Absinken der Lastträgerfläche sich vergrößert.
Durchführungshülsen, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, können daher verschiedene axiale Federsteifigkeiten besitzen,
wobei trotzdem die Unterbringung unter den gleichen räumlichen Verhältnissen möglich wird. Insbesondere kann diese Art von
Durcliführungshülsen mit minimaler axialer Federsteifigkeit
bei gegebenem Flansch-Außendurchmesser und axialer Dicke hergestellt werden.
Wenn die Hülse die Form konzentrischer Drehflächen aufweist,
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die in ihren Norraalebenen eingeschnitten sind, dann ist
da? Werkzeug zum Ausformen des Elastomers relativ einfach und kann leicht mit geringen Kosten hergestellt werden, insbesondere
im Vergleich mit radial genuteten Hülsen. Diese Gestalt führt selbst zu einer einfacheren mathematischen
Analyse für Konstruktionszwecke als dies bei radial genuteten Hülsen der Fall war.
Da die Axialbelastungen umfangsmäßig durch einen Flansch maximal zulässigen Durchmessers und minimaler Dicke abgestützt
werden und nicht über eine Anzahl radial gerichteter Kissen oder über einen kleineren Durchmesser oder einen axial dickeren
Flansch verteilt werden, ist die Stützhülse gemäß der Erfindung relativ stabiler als bekannte Durchführungshülsen.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines Endes einer erfindungsgemäß aufgebauten Lagerhülse;
Fig. 2 eine isometrische Ansicht des anderen Endes der Lagerhülse gemäß Fig. 1;
Fig. j5 einen Axialschnitt der Lagerhülse gemäß Fig. 1 und 2;
Fig. 4 eine axiale Schnittansicht zweier Lagerhülsen
der Bauart gemäß Fig. 1, zusammengebaut zu einem Stoßdämpfer zwischen zwei Bauteilen;
Fig. 5 einen Axialschnitt einer abgewandelten Ausführungsform.
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In den Figuren 1 bis 3 ist ein Lagerkörper 20 gemäß der Erfindung hergestellt, und dieser weist eine Hülse 22 mit
einem äußeren Plansch 24 auf, der an einem Ende der Hülse
angeformt ist. Die Hülse 22 und der Plansch 24 sind vorzugsweise
einteilig hergestellt, und dieser Lagerkörper kann aus synthetischem oder natürlichem Gummi, beispielsweise Neopren
oder Polyurethan-Gummi bestehen. Ein bevorzugtes Material ist Fluorsilikon-Gummi.
Die Hülse 22 besitzt die Form eines dickwandigen zylindrischen Rohres mit einer äußeren Oberfläche 26 und einer konzentrischen
inneren Oberfläche 28, wie dies aus Figur 3 ersichtlich ist. Das Ende der Hülse 22, welches dem Flansch 24 abgewandt ist,
ist zu einer flachen Stirnringfläche 30 ausgebildet. In die
Hülse ist der inneren Oberfläche 28 anliegend ein Rohr 32
eingefügt. Das Rohr 32 hat die Form eines Kreiszylinders mit Achsbohrung 34. Die axiale Länge des Rohres 32 ist etwas
größer als die axiale Länge der Hülse 22. Als Länge der Hülse 22 wird der Abstand zwischen seiner Stirnringfläche 30 und
der Ringoberfläche 40 des Flansches 24 verstanden. Das Rohr 32 ist so in die Hülse 22 eingesetzt, daß es um ein geringes
Maß über die Stirnringfläche 30 vorsteht, wie dies im einzelnen
weiter unten beschrieben wird. Das Rohr 32 ist mit glatten Stirnringflächen 36 bzw. 28 benachbart zu der Stirnringfläche
30 bzw. an dem der Stirnringfläche 30 abgewadnten
Ende versehen. Das Rohr 32 besteht aus starrem Material und
gemäß dem bevorzugten Ausführungsbexspiel besteht es aus Aluminium. Es könnten jedoch auch andere Materialien Anwendung
finden, unter der Voraussetzung daß sie die erforderliche Starrheit aufweisen. Gemäß einem bevorzugten Herstellungsverfahren
wird die Hülse 22 über dem Rohr 32 so geformt, daß
eine integrale Baueinheit geschaffen wird. Es ist jedoch klar, daß die Hülse auch getrennt mit einer Bohrung hergestellt
werden könnte, die die innere Oberfläche 28 bildet, wobei das
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Rohr dann später eingesetzt und mit einem geeigneten Klebemittel zu verbinden ist.
Der Flansch 24 steht von jedem Ende der Hülse 22, welches der Stirnfläche 30 abgewandt ist, nach außen vor. Der
Flansch besteht aus einem Ringscheibenfortsatz der Hülse,
der konzentrisch zur Hülse verläuft. Der Flansch 24 ist mit
zwei im wesentlichen glatten ebenen glatten Oberflächen 40
und 42 ausgestattet, die der äußeren Oberfläche 26 der Hülse 22 benachbart bzw. abgewandt sind. Der Flansch ist so dimensioniert,
daß die Flanschoberfläche 42 im gleichen Abstand oder weiter von der Stirnfläche 30 entfernt liegt, wie die
Oberfläche 38 des Rohres 32. Der Flansch hat eine äußere
zylindrische Oberfläche 44, die Oberfläche 42, die nicht durchgehend über die radiale Erstreckung des Flansches 24
verläuft, hat die Form einer Ringlippe, die mit einer Ringausnehmung 45 versehen ist, die konzentrisch zur äußeren
zylindrischen Oberfläche 44 verläuft und durch die innere zylindrische Oberfläche 46 und den Boden 48 definiert ist.
Die axiale Erstreckung der inneren zylindrischen Oberfläche 46 ist so gewählt, daß sie kleiner ist als die axiale Erstreckung
der zylindrischen Oberfläche 44. Gemäß der Erfindung sind Axialabmessung (Länge) und Durchmesser der inneren zylindrischen
Oberfläche 46 unter Berücksichtigung der erforderlichen axialen Federsteifheit bemessen, wie dies weiter unten
beschrieben wird. Der zentrale Bereich der Vertiefung 45 wird
im typischen Fall durch das Rohr 32 eingenommen. Ein Füllring 49* der jedoch für die Erfindung nicht wesentlich ist, kann
zwischen Bodenoberfläche 48 und Rohr 32 ausgebildet sein, wenn dies erforderlich ist.
Jeweils zwei derartige Lagerhülsen 20, die entsprechend den Lehren der Erfindung ausgebildet sind, werden benutzt um einen
Schwingungsdämpfer zu bilden. Aus Figur 4 ist in einem Schnitt
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ersichtlich, daß zwei Bauteile 50 und 52 über den erfindungsgemäß
ausgebildeten Schwingungsdämpfer verbunden sind, der zwei Lagerhülsen 20a und 20b aufweist, die in Verbindung mit
einer Unterlegscheibe und einem Bolzen 56 benutzt werden. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform sind die Lagerbuchsen
20a und 20b identisch in Abmessung und Zusammensetzung ausgebildet, jedoch könnten sie auch in ihrer Bauform von einander
abweichen. So kann beispielsweise Hülse 22 und Rohr 32 eines Lagers in der axialen Länge bis auf die Stelle verkürzt werden,
wo eine der Hülsen,die den Schwingungsdämpfer bildet, nur noch eine elastische Unterlagsscheibe bildet, die einen starren
hohlen Kern besitzt, wobei der Hülsenabschnitt des Isolators
insgesamt von dem anderen Lager gebildet wird. Der Bolzen 56, der durch die Unterlagsscheibe 54 und die Rohre 32 geführt
und in ein Gewindeloch des Bauteils 52 eingeschraubt ist, hält die beiden Lagerhülsen 20a und 20b in einem Loch des Bauteiles
50 fest, welches so bemessen ist, daß es die Hülsen P.2 aufnimmt.
Der Flansch 24a der Lagerhülse wird durch den Bolzen 56 unter Druck zwischen der Unterlagscheibe 54 und dem Bauteil
50 gehalten, während der Flansch 24b des Lagers 20b in ähnlicher Weise zwischen den Bauteilen 50 und 52 unter Druck gehalten
wird. Die Größe der Kompressivkraft, die durch den Bolzen ausgeübt werden kann, ist gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel durch die axiale Längen der Rohre 32 begrenzt,
die so dimensioniert sind, daß sie eine kombinierte Länge besitzen, die um den Anteil der gewünschten Kompression
kleiner ist als die kombinierte Dicke von Bauteil 50 und unbelasteten
Flanschen 24a und 24b. Eine gleiche Steuerung des Ausmaßes der Kompression der Flansche kann durch andere Mittel,
beispielsweise unter Verwendung eines Drehmomentschlüssels erreicht werden. Außerdem kann die Unterlagsscheibe 54 mit
einem Epoxydharz oder eimern anderen Klebemittel an der Oberfläche
42 des Flansches 24a festgelegt werden. Stattdessen
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ist der Plansch 24a dem Plansch 24b gleich und Aufbau und
Punktion der mit gleichem Bezugszeichen versehenen Teile der Lagerbuchsen 20a und 20b sind die gleichen wie bei der
Lagerbuchse 20»
Wie erwähnt, kann ein Schwingungsdämpfer auch dadurch hergestellt
werden, daß eine einzige Lagerhülse 20 mit einer elastischen Unterlagsscheibe kombiniert wird. Eine elastische
Unterlegscheibe 20c, die für solche Anwendungen geeignet ist, zeigt Figur 5· Die Unterlegscheibe 20c besteht aus einem
Flansch 24c und einem Rohr 32c. Das Rohr 32c ist so bemessen, daß es etwas kurzer hinsichtlich der axialen Abmessungen ist
als der Flansch 24c, und es ist mit einer ebenen Stirnringfläche 36c versehen, die in der gleichen Ebene wie die Ringfläche
40c des Flansches liegt. Die Ringoberfläche 40c steht radial vom Rohr 32c nach der äußeren Oberfläche 44 hin vor.
Im übrigen entspricht der Flansch 24c dem Plansch 24, und das Rohr 32c dem Rohr 32.
Im Gebrauch kann die elastische Unterlegscheibe 20c mit einer Hülse 20 kombiniert werden, um einen nicht dargestellten
Schwingungsdämpfer zu bilden, der im wesentlichen in der gleichen V/eise aufgebaut ist wie bei Kombination von zwei
Lagerhülsen 20. Beispielsweise kann die elastische Unterlegscheibe 20c anstelle eines der Lagerhülsen 20 bei dem Aufbau
nach Fig. 4 benutzt werden, wobei die Unterlagscheibe so angeordnet
wird, daß ihre Oberfläche 40c den Bauteil 50 berührt
und das Rohr 32c konzentrisch zu dem Loch durch diesen Bauteil verläuft. Der Aufbau wird dann in der gleichen Weise
gesichert wie die Lager 20a und 20b. Da die elastische Unterlegscheibe 20c nicht mit einer Hülse versehen ist, werden alle
radialen Belastungen, die auf einen solchen Schwingungdämpfer
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ausgeübt werden, primär durch die Hülse 22 des Lageraufbaus
20 getragen, der in Verbindung mit der elastischen Unterlegscheibe Anwendung findet. In jeder anderen Hinsicht ist das
Verhalten des Schwingungsdämpfers, der durch Kombination einer Lagerhülse 20 und einer elastischen Unterlegscheibe 20c
gebildet ist, gleich jenem eines Schwingungsdämpfers, der aus zwei Lagerbuchsen zusammengesetzt ist, wobei gleiche Teile
von elastischer Unterlegscheibe und Lagerhülse gleiche Punktionen durchführen. Demgemäß können axiale Belastungen sowohl
durch den Flansch 24 der Hülse als auch durch den Plansch 24c
der elastischen Unterlagscheibe aufgenommen werden.
Soweit ein Schwingungsdämpfer aus zwei Lagerhülsen 20 oder einer Lagerhülse 20 und einer Unterlagscheibe 20c ausgebildet
ist, unterscheiden sie sich in den Einzelheiten von Konstruktion, Zusammenbau und Arbeitsweise nicht wesentlich voneinander,
so daß die folgende detaillierte Beschreibung auf einen Schwingungsdämpfer Bezug nimmt, der aus zwei Lagerhülsen besteht.
Gemäß Fig. 4 werden die Bewegungen der Bauteile 50 und 52
relativ zueinander durch die Lagerhülsen 20a und 20b als dynamische Kompressivbelastungen aufgenommen. Die Bewegungen
der beiden Bauteile aufeinander zu oder voneinander weg ergeben axiale Kompressivbelastungen der Flansche 24b und 24a,während
Bewegungen in Richtung senkrecht zu dieser Achse radiale Kompressivkräfte auf die Hülse 22 ergeben. Bei einer gegebenen
räumlichen Umhüllung,d.h. bei gegebenen äußeren Durchmessern der Flanschen 24 und 24b und der Hülsen 22 und bei gegebener
kombinierter axialer Länge der Rohre 32 und Dicke des Bauteiles
50 hängt die Federsteifigkeit des Isolators von dem Material des Aufbaus und den übrigen Abmessungsparametern ab.
So hängt die radiale Federsteifigkeit u.a. von der axialen
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Abmessung der Hülsen 22 ab, die zusammen mit dem bereits erwähnten
äußeren Durchmesser der Hülsen die Lastlagerfläche bestimmt. Außerdem hängt die radiale Federsteifigkeit von
dem Innendurchmesser der Hülsen, d.h. von dem Außendurchmesser der Rohre 22 ab, und dieser Außendurchmesser der Rohre 32
bestimmt mit dem Außendurchmesser der Hülsen die radiale Dicke der Hülsen und ihre Ausbeulungsbereiche. Bei den
Flanschen 24a und 24b sind die axialen und radialen Abmessungen der äußeren zylindrischen Oberflächen 44 vorbestimmt
durch die gewünschte räumliche Umhüllung, und die axialen und radialen Abmessungen der inneren zylindrischen Oberfläche
46 können geändert werden, um den Bereich der Oberfläche 42, d.h. den Lastträgerbereich für axiale Belastungen und die innere
zylindrische Oberfläche 46 zu verändern den Ausbeulungsbereich
zum Tei . Lagerhülsen, die gemäß der Erfindung hergestellt
werden, können daher unterschiedliche axiale und radiale Pedersteifigkeiten besitzen, wobei nichtsdestoweniger der
äußere Umriß ähnlich sein kann. Insbesondere kann diese Art von Lagerhülsen eine minimale axiale Federsteifigkeit bei
einem gegebenen Flanschaußendurchmesser und axialer Dicke aufweisen.
Soweit die Gestalt der Lagerhülsen eine Reihe konzentrischer Umdrehungsflächen darstellt, die durch ihre Normalebenen geschnitten
sind, so ist das Werkzeug, welches zur Formung des elastomeren Körpers benutzt wird, relativ einfach. Es kann
einfach verhältnismäßig billig hergestellt werden, insbesondere im Vergleich mit radial genuteten Lagerhülsen. In diesem Zusammenhang
ist es wichtig festzustellen, daß im wesentlichen die gleiche Form benutzt werden kann, um Lagerhülsen mit
identischen äußeren Abmessungen aber unterschiedlicher Federsteifigkeit zu schaffen, da die Abmessungen des Hohlraums 45
geändert werden können, indem unterschiedliche Kerne in die Form eingefügt werden. Infolgedessen kann eine Vielzahl von
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Schwxngungsdampfern hergestellt werden, die sich in ihrer
Federsteifigkeit unterscheiden, wobei nur nominell größere Anlagenkosten erforderlich sind als bei der Herstellung von
Schwingungsdämpfern mit identischen Federsteifigkeiten.
Die Gestalt der Lagerhülsen nach der Erfindung führt außerdem
selbst zu einer einfacheren mathematischen Analyse für Auslegung sz wecke, als dies bei radial genuteten Lagerhülsen
möglich ist. Da Axialbelastungen außerdem umfangsmäßig durch einen Flansch maximal zulässigen Durchmessers und minimaler
axialer Dicke abgestützt werden und nicht über eine Anzahl radial verlaufender Kissen oder über einen kleineren Durchmesser
oder einen axial dickeren Flansch verteilt werden, ist der Lageraufbau relativ stabiler als bei den bekannten Hülsen.
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Claims (12)
- Patentansprüchel.j Schwingungsdämpfer in Gestalt einer elastischen Hülse zum Durchführen eines Befestigungsbolzens, der zwei Bauteile gegeneinander verspannt, wobei die auftretenden Schwingungen gedämpft werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus elastischem Material bestehende Hülse vorgesehen ist, die einen dickwandigen hohlzylindrischen Rohrabschnitt aufweist, daß ein Flansch aus elastischem Material in Form einer Scheibe außen konzentrisch an dem ersten Ende der Hülse angesetzt ist, und daß eine Lippe aus elastischem Material in Form eines Ringes umfangsmäßig an dem Flansch festgelegt ist, die sich vom zweiten Ende wegerstreokt.
- 2. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein starres, zylindrisches Rohr fest in die Axialbohrung der elastischen Hülse eingesetzt ist.
- 3. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das starre zylindrische Rohr so bemessen und angeordnet ist, daß es von der Bohrung der Hülse an wenigstens einem Ende um einen Betrag vorsteht, der größer ist als der Betrag, mit dem die axiale Lippe über den Flansch am ersten Ende vorsteht.130016/080?303641a
- 4. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine starre Unterlegscheibe konzentrisch zu der Hülse an der Lippe festgelegt ist.
- 5. Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Hülse und Flansch einstückig miteinander geformt und aus dem gleichen Material hergestellt sind.
- 6. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Kreisscheibe aus elastischem Material mit einer zentralen Kreisöffnung aufweist, und daß eine Lippe aus elastischem Material in Gestalt eines Ringes umfangsmäßig auf einer Seite der Scheibe angesetzt ist.
- 7. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein starres zylindrisches Rohr dicht in die Mittelöffnung eingesetzt ist.
- 8. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das starre zylindrische Rohr so dimensioniert und angeordnet ist, daß es aus der Kreisöffnung von der Scheibe um einen Abstand vorsteht, der nicht größer ist als die Axialerstreckung der Lippe über die Scheibe.130018/0
- 9. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine starre zylindrische Unterlegscheibe konzentrisch zu der elastischen Scheibe an der Lippe festgelegt ist.
- 10. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe und die Lippe einstückig miteinander aus dem gleichen Material hergestellt sind.
- 11. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei Hülsenteilen besteht, nämlich einer Scheibe aus elastischem Material mit einer zentralen Mittelöffnung und mit einer Lippe aus elastischem Material in Gestalt eines Rings, der an der einen Seite der Scheibe vorspringt und einer Hülse aus einem elastischen Material in Gestalt eines dickwandigen Hohlzylinders (oder zwei derartigen Hohlzylindern ohne Scheibe), wobei an den zylindrischen Rohr an einem Ende einen Plansch mit vorstehender Lippe trägt.
- 12. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile so angeordnet sind, daß die glatten Seiten der Scheiben dichter aneinander liegen als die mit Lippen versehenen Seiten dieser Scheiben.130016/0802303641Ij5. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben und Hülsen aus dem gleichen Material bestehen.13ÖÖ16/08Ö
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