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DE3035877A1 - Verfahren und vorrichtung zum entwaessern von fluessigkeit enthaltenden produkten - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum entwaessern von fluessigkeit enthaltenden produkten

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Publication number
DE3035877A1
DE3035877A1 DE19803035877 DE3035877A DE3035877A1 DE 3035877 A1 DE3035877 A1 DE 3035877A1 DE 19803035877 DE19803035877 DE 19803035877 DE 3035877 A DE3035877 A DE 3035877A DE 3035877 A1 DE3035877 A1 DE 3035877A1
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DE
Germany
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plunger
piston
compression chamber
opening
pressing
Prior art date
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Application number
DE19803035877
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English (en)
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DE3035877C2 (de
Inventor
Rolf Ing.(grad.) 7072 Heubach Baur
Bernhard 7076 Waldstetten Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eberhard Hoesch and Soehne GmbH Verfahrens und Anlagentechnik
Original Assignee
Schenk Filterbau 7076 Waldstetten GmbH
Schenk Filterbau GmbH
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Publication date
Application filed by Schenk Filterbau 7076 Waldstetten GmbH, Schenk Filterbau GmbH filed Critical Schenk Filterbau 7076 Waldstetten GmbH
Priority to DE19803035877 priority Critical patent/DE3035877A1/de
Publication of DE3035877A1 publication Critical patent/DE3035877A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3035877C2 publication Critical patent/DE3035877C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/04Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
    • B30B9/06Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers
    • B30B9/062Extrusion presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum
  • Entwässern von Flüssigkeit enthaltenden Produkten Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entwässern von Flüssigkeit enthaltenden Produkten, insbesondere zum Entwässern von Zuckerr-übenschnitzel, mit einer Vorpressung in einer Vorpreßkammer durch einen ersten Preßkolben und mit einer Nachpressung in einer Nachpreßkammer durch einen zweiten Preßkolben, wobei ein absperrbarer Einfüllschacht in die Vorpreßkammer mündet und der Austrag des entwässerten Produktes aus der Nachpreßkammer auf der dem zweiten Preßkolben gegenüberliegenden Seite erfolgt.
  • Insbesondere bei der Entwässerung von Zuckerrübenschnitzel besteht die Aufgabe einen möglichst hohen Trocknungsqrad zu erreichen. Mit den bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen war nach der Entwässerung stets eine zu hohe Restfeuchte vorhanden. Zur Endtrocknung der Rübenschnitzel müßte zuviel Heizenergie aufgewendet werden.
  • Zur Entwässerung wurden im allgemeinen entweder Kolbenpressen oder Spindelpressen verwendet. Trotz starker Druckerhöhung konnte man nicht über einen bestimmten Entwässerungsgrad kommen. Außerdem haben die bisherigen I<olbenpresscn den Nachteil, daß mit diesen nur diskontinuierlich gearbeitet werden konnte.
  • Aus diesem Grunde wurden bereits mehrstufige Preßeinrichtungen in hintereinander angeordneten Pressen zumeist Spindelpressen vorgeschlagen. Nachteilig dabei ist jedoch- der hohe apparative Aufwand hierfür.
  • In der DE-OS 28 09 764 wurde bereits eine Mostpresse vorgeschlagen, bei der in einer Vorrichtung eine Vorpressung und eine Nachpressung vorgenommen wurde Der Nachteil bei dieser Mostpressebesteht jedoch darin, daß der Druck in der Vorkammer nur ungenau einstelJ-bar ist. Weiterhin karin mit dieser f'resse nur taktweise gearbeitet werden, da stets gewartet werden muß bis der zweite Kolben (der Nachpresskolben) wieder in seiner Ausgangslage ist.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufqabe zugrunde ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens für eine kontinuierliche Entwässerung von Flüßigkeit enthaltenden Produkten der Eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der die Preßdrücke, insbesondere der Druck in der torpreßkammer, exakt regelbar sind, und wobei ggf. kDntinuierlich entwässert werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnen Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale gelöste Durch das erfindungsgemäße Verfahren mit den beiden Pr6ßkolben, wobei der zweite Preßkolben zwischen der Vorpreßkammer und der Nachpreßkammer liegt, läßt sich die Entwässerung von Flüßigkeit enthaltenden Produkten in sehr weitgehendem Maße regeln. Da die beiden Preßkolben unabhängig voneinander regelbar sind und auch die Öffnung in dem zweiten Preßkolben, durch die das vorgepresste Produkt in die Nachpreßkammer gelangt, können die Preßdrücke in einem weiten Bereich beliebig eingestellt werden. Ebenso können die Vorschübe der beiden Preßkolben so gewählt werden, daß sich eine kontinuierliche Entwässerung ergibt.
  • Wenn die Absperrvorrichtu.ng die Vorpreßkammer abschließt, kann so fort ohne daß der Preßdruck in den Einfüllschacht ausweicht mit der Vorpressung begonnen werden. Nach einem bestimmten vorgewähiten Druck, der ggf. auch Null sein kann, wird die Öffnung in dem zweitciligen zweiten Preßkolben durch eine entsprechende Verschiebung oder Verdrehung der beiden Preßkolbenteile zueinander freigegeben, so daß das Produkt in die Nachpreßkammer eingeschoben werden kann. Wenn anschließend diese Öffnung wieder geschlossen wird, kann mit dem Nachpreßvorgang durch den zweiten Preßkolben begonnen werden, während gleichzeitig der erste F'reßko.lL)cn wieder in seine Ausgangslage zurückkehren kann.
  • Am Ende der Nachpressung wird der zweite Preßkolben wieder in seine Ausgangslage zurückgefahren Dabei besteht die Möglichkeit, daß, nachdem zuvor die Vorpreßkammer durch Freigabe der Öffnung des Einfüllschachtes wieder gefüllt worden ist, die beiden Preßkolben während der Vorpreßphase gegeneinander fahren. Dies kann dabei bei geschlossener Öffnung in dem zweiten Preßkolben,oder im Bedarfsfalle auch bei geöffneter Öffnung geschehen, so daß bereits während des Rückhubes des zweiten Preßkolbens die Nachpreßkammer gefüllt wird. Es ist lediglich erforderlich, daß die Volumen von Nachpreß- und Vorpreßkammer aufeinander abgestimmt sind.
  • Ein sehr wesentlicher Vorteil dieses erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß eine sehr hohe Entwässerung bzw. eine sehr niedrige Restfeuchte des zu behandelnden Produktes erreicht werden kann. Dies liegt unter anderem darin, daß die Entwässerungszoi t aufgrund der langen Wege des Produktes sehr lang ist, wodurch eine entsprechend lange Einwirkungszeit auf die zu cntwässcrnden Zellen gegeben ist.
  • Sehr maßgebend für den hohen Entwässerungsgrad ist auch des Produktes der Transportvvon der Vorpreßkammer in die Nachpreßkammer über die Öffnung. Dabei kommt es nämlich zu einem Umwälz- und Umschichtungsvorgang, wodurch vorher aufgrund ihrer Lage schlecht entwässerte Produktteile nunmehr an bessere Lagen gelangen können.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich die verschiedensten Produktc entwässern, weil es, wie bereits erwähnt, in sehr weitem Umfange an die jeweiligen Anforderungen anpaßbar ist. So können- neben Zuckerrübenschnitzel z.B. auch fast alle Arten von Früchten wie Äpfel, Oliven u.dgl. Biertreber, Fasserstoffsuspensionen sonstigen Produkte und Abfallprodukte z. B. Schlamm entwässert und entsaftet werden.
  • Insbesondere für die Entwässerung von Zuckerrübenschnitzel großem ist es von / Vorteil, wenn die Nachpressung im wesentlichen in einem Ringspalt zwischen dem perfo.rierten Zylindermantel und einem im Inneren der Nachpreßkqmmer liegenden perforierten Füllkörper, dessen Durchmesser zum Austrag @ hin zunimmt, erfolgt.
  • Durch eine derartige Nachpressung läßt sich der Trockungsgehalt des zu entwässcrnden Produktes noch weiter erhöhen. Dies liegt im wesentlichen daran, daß die Preßflüssigkeit jedes Produktteiles nur kurze Wege zurückzulegen hat, denn sie kann sofort entweder durch den perforierten Füllkörper oder durch den perforierten Zylindermantel abgeführt werden. Dadurch daß sich der Ringspalt zum Austrag hin verringert, wird das Produkt immer stärker ausgepreßt. Eine Rückbefeuchtung ist dadurch ausgeschlossen.
    Pressetehäu
    Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in einem/mit einem ersten Preßkolben und einer Vorpreßkammer, in die ein absperrbarer Einfüllschacht mündet, mit einem zweiten Preßkolben, hinter dem eine Nachpreßkammer angeordnet ist, und mit einer Austragsöffnung für das entwässerte Produkt besteht darin, daß zwischen dem Ein füllschacht und der Vorpreßkammer ein Abspcrrvo rricl ung angeordnet ist, daß der-zweite, dem ersten Preßkolben gegenüberliegende Preßkolben zweiteilig ausgebildet ist und mit mindestens einer Durchtrittsöffnung zu der dahinterliegenden Nachpreßkammer versehen ist.
  • Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen, die im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel behandelt werden.
  • Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.
  • Es zeigt: r L(l. 1: Die Seitenansicht einer Presse nach der Erfindung; Fig. 2: einen vergrößerten Ausschnitt der Seitenansicht in einer Preßstellung mit geöffnetem zweiten Preßkolben; Fig. 3: einen Querschnitt-nach der Linie III - III der Fig. 1; Fig. 4: Ausschnittvergrößerung X aus der Fig. 1; Fig. 5: Ausschnittvergrößerung Y aus der Fig. 1.
  • Gute Presse weist eine Vorpreßkammer 1 auf, über der ein Einfüllschacht 2 angeordnet ist. Durch eine Absp.errvorrichtun z.B.Schieber 3,der hydraulisch oder auf andere Weise betätigt wird, kann die Vorpreßkammer nach entsprechender Füllung geschlossen werden. Auf einer Seite der Vorpreßkammer befindet sich ein erster Preßkolben 4, während auf der gegenüberliegenden Seite ein zweiter Preßkolben 5 angeordnet ist. Der zweite Preßkolben ist zweiteilig ausgebildet und weist einen äußeren Kolbenring 6 und einen inneren Kolbenteil 7a. 7auf.Der äußere Kolbenring ist als Sternring mit annähernd in radialer Richtung schräg zur Mitte verlaufenden Rippen 8 ausgebildet. Der innere Kolbenteil 7 weist eine Kegelstumpfform auf, wobei sich dessen Kegelmantel dichtend an die innere Umfangswand des äußeren Kolbenringes 6 anlegen läßt. Der äußere Kolbenring 6 ist auf einer äußeren, in axialer Richtung Kolbenverschiebbarerllstz3nge 9 und der innere Kolbenteil 7 auf einer ebenfalls in axialer Richtung verschiebbaren inneren Kolbenstange 10 befestigt. Die beiden Stangen 9 und 1O sind dabei unabhängig voneinander verschiebbar. Der innere Kolbenteil 7 ist zusätzlich auf der äußeren Kolbenstange 9 geführt.
  • Der Preßkolben 4 und auch der zweiteilige Preßkolben 5 rllit den bei den unabhängig voneinander verschiebhn ren [eilen sind jeweils hydraulisch betätigt.
  • hinter dem zweiten Preßkolben 5 befindet sich eine Nachpreßkammer 11, in der ein perforierter Füllkörper 12 angeordnet ist. Der Füllkörper weist im wesentlichen eine kegelstumpfförmige Form auf, die jedoch aus mehreren hintereinander angeordneten Teilen mit kegel- oder stumpfkegelförmigen Mantelabschnitten 13 und zylinderförmigen Mantelabschnitten 14 zusammengesetzt ist. Auf der Vorderseite ist der kegelförmige Mantelteil 13 des Füllkörpers 12- von einem Lagerring 15 umgeben, der über im wesentlichen in radialer Rich.tung schräg zur Mitte verlaufenden Rippen 16 mit dem Füllkörper 12 verbunden ist. Durch die Rippen 16 wird eine weitere Umwälzung des Produktes erreicht.
  • zusammen mit der Umfangswand-der Nachpreßkammer 11 in diesem Bereich bildet der Lagerring 15 ein Oleitlager, so daß, bei entsprechender Ausbildung auch des hinteren Lagers, der Füllkörper 12 in axialer Richtung verschoben werden kann. Auf diese Weise kann die Nachpreßkammer 11 entsprechend vergrößert oder verkleinert werden.
  • Durch das Innere des Füllkörpers 12 ist eine von einem Motor aus angetriebene Welle 17 geführt, an dererrain die Nachpreßkammer 11 ragenden Ende ein Mischor in Form eines Balkenmischers 18 angeordnet ist. tat einem Balkenmischer kann selbstverständlich auch ein anderes Mischorgan, z.B. eine Spindel oder Schnecke verwendet werden. Im Bedarfsfalle kann die Welle 17 auch in axialer Richtung verschiebbar ausgebildet sein, so daß das Mischorgan 18 ggf. weiter in die Nachpreßkammer 11 hineingesch-oben werden kann.
  • Die Wände de.r Presse sind perforiert und die Ableitung der ausgepressten Flüssigkeit erfolgt über Ausl"ißöffnunqen 19 und 20, während die über die Perforation des Füllkörpers 12 in dessen Innenraum gelangte Flüssigkeit über eine Auslaßleitung 21 abgeführt wird.
  • Über eine Zulaufleitung 22 und einen Ringkanal 23 kann in den Bereich des zweiten Preßkolbens 5/im Bedarfsfalle eine Behandlung.sflüssigkeit eingeleitet werden. So kann 7.0. eine die Entwässerung von Zuckerrübenschnitzel fördernde Flüssigkeit zugegeben. werden, die eine chemische Reaktion bewirkt, durch die eine Verfestigung der Zell-*,wenn sich dieser im wesentlichen im eingeschobenen Zustand befindet1 substanz der Zuckerrübenschnitzel und damit eine Verbesserung des Preßvorganges eintritt. Die Zugabe in diesem Bereich ist deshalb besonders vorteilhaft, weil das zu entwässernde Produkt beim Eintritt in die Nachpreßkammer 11 kurzfristig etwas entspannt ist.
  • Der erste Preßkolben 4 ist au-f seiner Vorderseite mit einer Siebscheibe 24 versehen. In der Ausschnittsvergrößerung der Fig. 4 ist die Anordnung der Siebscheibe 24 deutlich ersichtlich. Auf der Rückseite weist die Sicbscheibe 24 mehrere Abstandsnocken oder Leisten 25 auf, so daß sich ein Sammelraum für die ausepreßte Flüssigkeit ergibt, die dann über eine Auslaßöffnung 26 abgeleitet werden kann.
  • Der Austrag des entwässerten Produktes erfolgt; über einen Ringspalt 27 am Ende der Nachpreßkammer 11.
  • Durch einen Stauring 28, der hydraulisch In axialer Richtung auf dem Mantel des Füllkörpers 12 verschoben werden knr>n, kann die Größe der Austrittsöffnung ein gestellt werden. Auf diese Weise läßt sich ebenfalls der Preßdruck bestimmen.
  • Ggf. kann jedoch auch ein Austrittsring 28 entfallen.
  • Man hat nämlich überraschenderweise festgestellt, daß durch die Ausbildung des Füllkörpers mit seinen al wechselnden kegelstumpfförmigen- und zylinderförmigen Mantelabschnitten eine sehr gute Auspressung erreicht wird. So hat man z.B. festge.stellt, daß die zylinder Förmigen Abschnitte 14 als eine Art "Pfropfen" wirken, durch die der Druck in dem dahinterliegenden Mantelabschnitt erhalten bleibt. Auf diese Weise kommt es auch dann noch zu einer fortlaufenden Entwässerung des Produktes, wenn z.B. der zweite Preßkolben 5 zurückgezogen wird. Durch die Brüekenbildung zwischen den einzelnen Produktteilen in den zylinderförmigen Mantelabschnitten 14, so daß diese quasi wie ein Kolben wirken und die dahinterliegenden Abschnitte entsprechend unter Druck halten.
  • Dic Entwässerung eines Produktes, z.B. von Zuckerrübonsehnitzeln, erfolgt auf folgende Weise: Von dem Einfüllschacht 2 aus gelangt das Produkt in die Vorpreßkammer 1. Wenn diese gefüllt ist, wird sie durch den Absperrschieber 3 geschlossen und anschließend wird der erste Preßkolben 4 verschoben (in der Zeichnung nach links). Dabei kann entweder der zweite Preßkolben 5 so angeordnet sein, daß durch eine Anlage des inneren Kolbenteiles 7 an der inneren Umfangswand des Sternringes 6 ein dichter Abschluß gegeben ist und sich der zweiteilige Preßkolben 5 erst bei einem bestimmten, vorgewählten Be.triebsdruck öffnet, oder während der Vorsc-hubbewegung des Preßkolhens 4 werden bereits die beiden Kolbenteile des zweiten Preßkolbens 5 auseinandergefahren, so wie es oben aus der sich. 2 ersicilkl.ieh wird. Die Trennung des zweiteiligen Preßkolbens 5 erfolgt dabei dadurch, daß der innere Kolbenteil 7 durch eine entsprechende axiale Verschiebung der inneren Kolbenstange 10 um ein geringes Maß verschoben wird (in der Zeichnung nach I.inks). Auf diese Weise ergibt sich für das zu entwässernde Produkt eine Öffnung durch die es zwischen den Rippen 8 und den entstehenden Ringspalt zwischen dem inneren Kolbenteil 7 und dem Sternring 6 die Nachpreßkammer 11 gelangen kann.
  • Wenn der erste Preßkolben 4 in seiner Fndstellunq angelangt ist, d.h. wenn er die Vorpreßkammer 1 vollständig durchfahren hat, wird der Durchgang durch den zweiten Preßkolben 5 wieder geschlossen indem der innere Kolbenteil 7 wieder (in der Zeichnung nach rechts) zurückgeschoben wird und dichtend an den äußeren Kolbenring angelegt wird.
  • Anschließend fährt der erste Preßkolben 4 wieder in seine- Ausgangsstellung zurück, während der zweite Preßkolben, nunmehr als geschlossene Einheit, über die äußere Kolbenstange 9 nach vorne (ih der Zeict>nung nach links) bewegt wird, wodurch eine entsprechende Nachpressung des zu entwässernden Produktes in der Nachpreßkammer 11 erfolgt.
  • Da es während des Durchtrittes des Produktes durch den zweiten Preßkolben 5 zu einer Umwälzung tind Umschichtung gekommen ist, läßt sich in der Nachpreßkammer, insbesondere in dem sich verungenden Ringspalt zwischen dem Füllkörper 12 und der Umfangswand noch eine sehr gute Entwässerung erreichen. Die Umwälz- und Umschichtung während des Durchganges kann dabei durch eine entsprechende Stellung der Rippen 8 (z.B. Schrägstellung oder Verwindung) noch verbessert werden.
  • Während cles Naellpreßvorganges kann, wenn der Absverrscilieber 3 entsprechend zurückgezogen wird, bereits die Vorpreßkammer 1 wieder gefüllt werden.
  • Ist dann der zweite Preßkolben 5 in seiner ausgefahrenen Endstellung (gestrichelt dargestellt)angelangt, so kann, falls es gewünscht wird, bereits während des Rückhubes des zweiten Preßkolbens 5 wieder mit einer Vorpressung in der Vorpreßkammer 1 begonnen werden.
  • llierzu können ggf. die beiden Preßkolben 4 uncl 5 mit entsprechender Steuerung aufeinander zubewegt * werden. Dabei ist es auch möglich, bereits bei Beginn des Rückhubes des zweiten Preßkolbens 5,oder auch an einer belicbigen Stelle des Rückhubes die beiden Kolbenteile 6 und 7 wieder zu trennen, so daß bereits während des Rückhubes des zweiten Preßkolbens 5 das zu entwässernde Produkt in die Nachpreßkammer 11 gelangt.
  • Dadurch, daß jeweils die beiden Preßkolben 4 und 5 unabhängig voneinander bewegt werden können und gleichzeitig auch noch der zweite Preßkolben als Einheit oder als zweigeteilter Kolben fungieren kann, wobei sämtliche Teile unabhängig voneinander *Durch diese Bewegung wird ein kontinuierlicher Ablauf erreicht, weil immer ein Kolben in Preßfunktion ist.
  • bewegbar sind, läßt sich in Abhängigkeit von dem zu entwässernden Produkt die Presse auf die unterschiedlichst Weise und bei unterschiedlichsten Drücken jeweils optimal auf das Produkt bezogen einsetzen.
  • Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch nicht unbedingt erforderlich, daß der zweite Preßkolben 5 in der dargestellten Form zweiteilig ausgebildet is Erfoderlich ist lediglich, daß sich durch eine gegenseitige Verschiebung oder Verdrehung ein oder mehrere Öffnungen ergeben, durch die das zu entwässernde Produkt von der Vorpreßkammer 1 in die Nachpreßkammer 11 gelaut. So kann z.B. auch ein Preßkolben verwendet: werden, der im wesentlichen aus zwei Hintereinanderliegenden Scheiben besteht, die mit Durchbrechungen versehen sind, wobei durch eine entsprechende Verdrehung der beiden Scheiben zueinander entweder die Durchbrechungen miteinander fluchten oder abgedeckt sind.
  • Der Mantel des Füllkörpers 12 kann entweder selbst für eine gute Entwässerung mit einer Vielzahl von kleinen Löchern versehen sein, oder, was noch einfacher herzustellen ist, er ist mit relativ großen Löchern versehen und über den Mantel ist ein Stützgewebe (Ab- 29 standsnocken, Abstandsleisten o.dgl.)/ gelegt, wobei dann über das Stützgewebe o.dgl. ein feinmaschiges Sieb 30 gespannt ist. Auf diese Weise wirktdas unter dem Feinmaschigen Sieb liegende Stützgewebe wie eine Drainage und es wird eine gute Entwässerung erreicht.
  • Im Bedarfs falle kann der beim Öffnen des zweiten Preßkolbens 5 zwischen dem inneren und dem äußeren Kolbenteil 7 bzw. 6 entstehende Ringspalt einstellbar sein.
  • Dadurch können der Druck in der Vorpreßkammer 1 und die Durchtrittsmenge geregelt werden.

Claims (23)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e Verfahren zum Entwässern von Flüssigkeit enthaltenden Produkten, insbesondere zum Ehtwassern von Zuckerrübenschnitzel, mit einer Vorpressung in einer Vorpreßkammer durch einen erstcn Preßkolben und mit einer Nachpressung in einer Nachpreßkammer durch einen zweiten Preßkolben, wobei ein absperrbarer Einfüllschacht in die Vorpredkammer mündet und der Austrag des entwässerten Produktes aus der Nachpreßkammer auf der dem zweiten Preßkolben gegenüberliegenden Seite erfolgt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß nach Absperren des Linfülischachtes (2) die Vorpressung zwischen dem ersten und dem zweiten Preßkolben (4, 5) erfolgt, wonach der zweiteilig ausgebildete zweite Preßkolben (5) mindestens eine Öffnung freigibt und das Produkt zur Nachpressung durch den weiteren Vorschub des ersten Preßkolbens (4) über die Öffnung in die hinter dem zweiten Preßkolben (5) liegende Nachpreßkammer (11) unter Umwälzung und Umschichtung des Produktes ausschiebt und der zweite Preßkolben (5), nach Verschließen der Öffnung, durch seinen Vorschub die Nachpressung durchführt, während gleichzeitig de.r erste Preßkolben (4) in seine Ausgangslage zurückkehrt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Nachpressung im wesentlichen in einem Ringspalt wischen dem perforierten Zylindermantel und einem im Inneren der Nachpressung liegenden perforierten Füllkörper (12), dessen Durchmesser zum Austrag hin zunimmt, erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach in einem Pressengehäuse, Anspruch 1 9der z mit einem erstenPreI3kOlben Und einer Vorpreßkammer, in die ein absperrbarer Einfüllschacht mündet, mit einem zweiten Preßkolben, hinter dem eine Nachpreßkammer angeordnet ist, und mit einer Austragsöffnung für das entwässerte Produkt, d a d u r c h g e k e n n z e .1 c h n e t , daß zwischen dem Einfüllschacht (2) und der Vorpreßkammer (1) ein Absperrvorrichtung (3) angeordnet ibt, daß der zweite, dem ersten Preßkolben (4) getenüberliegende Preßkolben (5) zweiteilig ausgebildet ist und mit mindestens einer Durchtrittsöffnung zu der dahinterliegenden Nachpreßkammer (11) versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h ge k k e n n z e i c h n e t , daß in der Nachpreßkammer (11) ein im wesentlichen kegel- oder kegelstumpfförmiger Füllkörper (12) an geordnet ist, dessen Durchmesser zur Austragsöffnung (27) hin zunimmt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daO der Füllkörper (12) zwischen kegel- oder kegelstumpfförmigen Mantelabschnitten (13) zylinderförmige Mantelabschnitte (14) aufweist.
  6. G. Vorri.chtung nach Anspruch 4 oder 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Füllkörper (12) perforiert ist und mit einer Ablaufleitung (21) in seinem Innenraum für die ausgepresste Flüssigkeit versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der zwe.itcilige zweite Kolben aus einem auf einer in axialer Richtung verschiebbaren äußeren Kolbenstange (9) angeordneten äußeren Kolbenring (6) und einem inneren auf einer ebenfalls in axialer Richtung verschiebbaren inneren Kolbenstange (10) angeordneten inneren Kolbenteil (7) besteht, wobei der innere Kolbenteil (7) dichtend in den äußeren Kolbenring (6) einpaßbar ist und beide Kolbenteile gegeneinander verschiebbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der äußere Kolbenring als Sternring (6) mit annähernd in radialer Richtung schräg zur Mitte verlaufenden Rippen (8) ausgebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, d a d u r c h g c k e n n z e i c h n e t , aß der innere Kolbenteil (7) eine Kegelstumpfform aufweist, dessen Kegelmantel dichtend an die innere Umfangswand des äußeren Kolbenringes (6) anpreßbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die zu der Vorpreßkammer (1) gerichtete Stirnwand des ersten Preßkolbens (4) mit einem mit Abstand von der Stirnwand angeordneten Siebkörper (24) versehen ist und sich im unteren Bereich des Preßolbens eine von dem Spalt zwischen dem Siebkörper und der Stirnwand des Preßkolbens abgehende Auslaßleitung (26) für ausgepresste Flüssigkeit befindet.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Siebkörper als Siebscheibe (24) mit zur Stirnseite des Preßkolbens gerichteten Abstandsnocken oder Abstandsleisten (25) ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, d a d u r c h g e k e n n-z e i c h n e't , daß die AustDittsöffnung (27) für das getrocknete Produkt aus dem Ringspalt zwischen dem Füllkörper (12) und der Gehäuse- bzw. Zylinderwand gebildet ist und vor der Austrittsöffnung selbst ein Stauring (28) angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Stauring (28) axial verschieblich ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e -t , daß der Stauring (28) auf der Umfangswand des Füllkörpers (12) geführt ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Füllkörper (12) in axialer Richtung verschiebbar ist.
  16. 16. Vorri.ch1:ung nach einem der Ansprüche 3 bis 15, d a d -u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß durch den Innenraum des Füllkörpers (12) eine Welle (17) geführt ist, an deren vorderem aus dem Füllkörper (12) in die Nachpreßkammer (11) ragenden Ende ein-Nischorgan (18) angeordnet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Mischorgan als rotierender Balkenmischer (18) ausgebildet ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ? daß der Balkenmischer (18) in axialer Richtung verschiebbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach -einem der Ansprüche 3 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß in die Nachpreßkammer (11) in dem Bereich des zweiten Preßkolhens (5) eine Zulaufleitung (22, 23) für Bchandlungsflüssigkeit mündet.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Mantel des Füllkörpers (12), der mit Löchern versehen ist, von einem Stützgewebe (29) umgeben ist, über das ein feinmaschiges Sieb (30) gespannt ist.
  21. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß beim Öffnen des zweiten Preßkolbens (5) der dabei entstehende Ring spalt zwischen dem inneren Kolbenteil (7) und dem äußeren Kolbenring (6) einstellbar ist.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Balkenmischer (18) mit einer Zuleitung für Behandlungsflüssigkeit verbunden ist und mit Einspritzöffnungen versehen ist.
  23. 23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 22, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Absperrschieber (3) doppelwandig ausgebildet ist, wObei die zur Vorpreßkammer (1) gerichtete Innenwand zur Ableitung von Preßflüssigkeit perforiert ist.
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