DE1072078B - Kontinuierlich arbeitender stehender Zellstoffkocher - Google Patents
Kontinuierlich arbeitender stehender ZellstoffkocherInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
112719 lVa/55b
BEKANNTMACHUNG
DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 24. DEZEMBER 1959
Die Erfindung bezieht sich auf einen kontinuierlich arbeitenden stehenden Zellstoffkocher, welchem das
Gemisch aus Aufschlußflüssigkeit und Rohstoff, insbesondere Holzschnitzeln, von unten zugeführt wird.
Bei einem bekannten Zellstoffkocher dieser Art ist eine Förderschnecke vorgesehen, die sich längs durch
den Kocher erstreckt und den Transport des Gemisches senkrecht durch den Kocher hindurch erfolgen läßt.
Sie bestimmt die Zeitdauer, während der sich das Gemisch im Kocher befindet. Bei der Anordnung einer
Förderschnecke besteht die Gefahr, daß lediglich das sich unmittelbar an der Schnecke befindliche Gemisch
transportiert wird, während das außerhalb der Schnecke befindliche Gemisch sich wesentlich langsamer
oder überhaupt nicht durch den Kocher hindurchbewegt. Es ist infolgedessen keine gleichmäßige
Behandlung des Gemisches gewährleistet, wobei obendrein die Gefahr besteht, daß sich das nicht unmittelbar
von der Förderschnecke beaufschlagte Gemisch an den Wandungen des Kochers festsetzt und dessen gewünschte
Arbeitsweise überhaupt in Frage stellt. Im allgemeinen ist es auch erwünscht, daß der am oberen
Ende des Kochers austretende Anteil an Aufschlußflüssigkeit des Gemisches möglichst gering ist, vielmehr
die überschüssige Aufschlußflüssigkeit vorab as erneut dem in den Kocher nachgeförderten Rohstoff
beigemischt werden kann. Hier7.11 sind bei der bekannten
Vorrichtung am unteren Ende Auslaufrohre angeordnet, welche die durch ein im unteren Ende des
Kochers angeordnetes Sieb durchtretende, vom Roh-Stoff freie Aufschlußflüssigkeit abführen. Maßnahmen,
durch welche während des Transportes des Gemisches durch den Kocher der Flüssigkeitsgehalt des Gemisches
zusätzlich verringert wird, sind nicht vorgesehen.
Bei einem anderen kontinuierlich arbeitenden stehenden Zellstoffkocher erfolgt die Zufuhr des Gemisches
von unten durch eine Pumpe, wobei der Transport durch den Kocher hindurch durch den
Druck des nachfolgenden Gutes gewährleistet ist. Das Gemisch gelangt zunächst in eine Siebkammer, aus
welcher der Überschuß an Flüssigkeit austritt. Zu dieser Beseitigung des Überschusses an Flüssigkeit
gilt das zuvor ausgeführte. Da der Transport ausschließlich mittels der Pumpe bzw. unter dem Druck
des nachgeschobenen Gemisches erfolgt, muß mit einem Festsetzen des Gemisches an den Wandungen
des Kochers und infolgedessen mit Verstopfungen gerechnet werden, wodurch die kontinuierliche Förderung
gefährdet ist, abgesehen davon, daß sich der be- so kannte Kocher in seinem Querschnitt zum oberen
Ende hin erweitert und dadurch in besonderer Weise ein Festsetzen des Gemisches an den Wandungen
fördert.
Kontinuierlich arbeitender stehender
Zellstoffkocher
Zellstoffkocher
Anmelder:
Improved Machinery Inc.,
Nashua, N. H. (V. St. A.)
Nashua, N. H. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing, H. Wiemuth, Patentanwalt,
Düsseldorf-Oberkassel, Hansaallee J59
Düsseldorf-Oberkassel, Hansaallee J59
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 26. Januar und 29. Juni 1956
V. St. ν. Amerika vom 26. Januar und 29. Juni 1956
Lawrence A. Carlsmith, Amherst, N. H.,
und John P. Rieh, Nashua, N. H. (V. St. A-).
sind als Erfinder genannt worden
Diese Nachteile fehlen zwar einem Zellstoffkocher, bei welchem die Zufuhr des Geroisches am. oberen
Ende und die Entnahme am unteren Ende erfolgt. Eine Beseitigung der überschüssigen Flüssigkeit ist dadurch
gewährleistet, daß das Gemisch aus dem ,unteren Ende eines Imprägniergefäßes in ein daneben1 befindliches,
aufwärts gerichtetes Kochabteil übergeführt wird. Es besteht dal>ei aber die Gefahr, daß das von
Flüssigkeit teilweise befreite Gemisch sich in dem Kochabteil festsetzt, so daß auch die Entnahme aus
dem senkrecht stehenden Tmprägnicrgefäß gegebenenfalls nicht mehr möglich ist. Außerdem erfdlgt die
Entnahme bei der bekannten Vorrichtung nicht kontinuierlich, sondern absatzweise dadurch, daß in das
untere Ende des stehenden Behälters ein Kolben quer eingeschoben wird, der jeweils den entsprechenden
Teil des Gemisches in das Kochabteil innen aus$chiebt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde* einen kontinuierlich arbeitenden stehenden Zellstoffkocher
zu schaffen, welchem das Gemisch aus Aufschlußflüssigkeit und Rohstoff, insbesondere Holzschiiitzeln,
von unten zugeführt wird, bei dem gewährleistet ist, daß laufend am oberen Ende eine solche Gemischmenge
abgezogen wird, wie sie kontinuierlich in das untere Ende unter Abzug der überschüssigen Plüssigkeitsmenge
zugeführt wird. Ferner soll gewährleistet sein, daß das Gemisch über den ganzen Querschnitt
des Kochers gleichmäßig transportiert wird, jwomit gleichzeitig auch eine Verringerung des Flüssigkeitsgehalts
verbunden sein soll. Zu letzterem soll eine Verdichtung des Gemisches dienen, ohne daß; damit
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die Gefahr verbunden ist, daß sich (Jas Gemisch an de» Wandungen des Kochers festsetzt und dadurch
Teile desselben gegebenenfalls länger als vorgesehen
im Kocher verbleiben.
Als Lösung sieht die Erfindung vor, daß in Kombination eine bekannte Einspeisevorrichtung und ein
in vertikaler Richtung bewegbarer Kolben vorgesehen sind, der mit Durchbrüchen für den Durchgang der
flüssigen Anteile versehen ist, wobei die Einspeiseöffnung für das Gemisch in oder unmittelbar oberhalb
der oberen Kolbenfläche liegt. Dadurch ist erreicht daß die Einspeisevorrichtung, beispielsweise eine
Pumpe, nicht mehr denjenigen Druck aufzubringen hat, welcher für den Vortransport des Gemisches
durch den Kocher hindurch erforderlich ist. Das laufende Durchschieben erfolgt vielmehr durch den in
vertikaler Richtung bewegbaren Kolben, der vor sich das Gemisch in Richtung auf das Entiiahmeende vorschiebt,
so daß dort eine der vorgeschobenen Menge entsprechende Menge entnommen werden kann. Dabei
*erfährt.das Gemisch eine Verdichtung, die mit einer
Vcfr'ingvnmg des Flüssigkeitsgehalts verbunden ist.
da diejFlüssigkeit durch die im Kolben vorgesehenen
'©CBrdibrüche in den Raum unterhalb desselben treten
kann und abfließt. Bei dem Kolben kann es sich beispielsweise um eine Lochscheibe handeln.
Die Maßnahmen nach der Erfindung ergeben eine geregelte Bewegung der Holzschindel innerhalb des
Kochers durch die Flüssigkeit, wobei ein Aueinandcrhaften
der Schnitzel, die Bildung von Inhomogenitäten und ein Festsetzen im Kocher vermieden sind.
Um die Homogenität des durch den Kocher geförderten Gemisches noch weiter zu verbessern, kann die.
Kolbenflächc die Form einer Wendel mit einer Windung
aufweisen, wodurch dem Gemisch bei der Hin- und Herbewegung des Kolbens ein Drehimpuls mitgeteilt
wird, der insbesondere geeignet ist, ein Festhaften an den Wandungen des Kochers zn verhindern.
Die Wcndelstufe kann durch eine Platte geschlossen sein, welche die beschrieben« Wirkung noch fördert.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kanu die Einspeisung des Gemisches durch eine etwa mittig
im Kolben, angeordnete Öffnung erfolgen, wodurch ein« gleichmäßige Verteilung des frisch zugeführten
Gemisches oberhalb des Kolljens gewährleistet ist. Tm einzelnen kann sich unterhalb der Öffnung im Kolben
ein Rohr befinden, das mit Abstand die Kolbenstange umgibt und an eine Zufuhrpumpe angeschlossen ist.
Durch diesen Aufbau erfahren Kolben und Zufuhrvorrichtung in vorteilhafter Weise eine bauliche \rercinigung.
Das Einbringen des Gemisches in den Kocher durch die Einspeiseöffnung in oder unmittelbar
oberhalb des Kolbens kann durch eine Förderschnecke erfolgen, die erfindungsgemäß innerhalb des
Rohres von der Kolbenstange getragen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen
sein, daß der Einspeiseöffnung ein Ventil vorgeschaltet ist, das bei der Abwärtsbewegung des
Kolbens die Einspeisung des Rohstoffgemisches unterbricht. Dies hat zur Folge, daß der Raum unterhalb
des Kolbens bei seiner Aufwärtsverschiebung frei ist und die durch die Durchbrüche im Kolben nach unten
durchtretende Flüssigkeit aufnehmen sowie abführen kann. Mit der Hin- und Herbewegung des Kolbens
ist gleichzeitig verbunden, daß Rohstoff teilchen, die. sich in den Durchbrächen des Kolbens festgesetzt
haben, herausgespült werden. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Kolben drehbar gelagert
sein, so daß er angetrieben dem eingebrachten Gemisch eine Drehbewegung mitteilt, dadurch die Durchmischung
fördert und das Festhaften an den Wandungen des Kochers verhindert. Dabei ist es besonders
dienlich, wenn die Kolbenoberfläche als Wendel mit einer Windung ausgebildet ist.
In den Fig. sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise, im Schnitt dargestellte Seitenansicht
eines kontinuierlich arbeitenden stehenden Zellstoffkocher« nach der Erfindung.
ίο Fig. 2 einen Teil des Kochers nach Fig. 1 mit darin in vertikaler Richtung bewegbarem Kolben im Schnitt und in vergrößertem Maßstab,
ίο Fig. 2 einen Teil des Kochers nach Fig. 1 mit darin in vertikaler Richtung bewegbarem Kolben im Schnitt und in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Gegenstand der Fig. 2,
Fig. 4 in schaubildlicher Darstellung den Kolben nach den Fig. 2 und 3,
Fig. 5 eine andere Ausführungsform eines Zellstoffkochers gemäß der Erfindung in Seitenansicht, teilweise
im Schnitt,
Fig. 6 und 7 Teilschnitte durch den Kocher nach Fig. 5 in vergrößertem Maßstab, den Kolben jeweils
in verschiedenen Stellungen,
Fig. 8 das Zellenventil des in Fig. 5 dargestellten Kochers in vergrößerter Darstellung im Schnitt und
Fig. 9 in schaubildlicher Darstellung den Kolben des in den Fig. 6 und 7 gezeigten Kochers.
Wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt, ist dem kontinuierlich arbeitenden stehenden Zellstoffkocher
22 eine Mischvorrichtung zur Mischung des Rohstoffes, beispielsweise von Holzschnitzeln, mit
einer Aufschlußflüssigkeit, l>eispielsweise Natronlauge, vorgeschaltet. Der Mischbehälter läßt sich von
oben her mit Schnitzeln oder anderen Faserstoffen füllen, während die Zufuhr der Aufschlußflüssigkeit
durch die Speiseleitung 14 erfolgt. Aus dem Mischbehälter 12 erfolgt die Entnahme des Gemisches mittels
der Pumpe 16 und die Weiterleitung in den unter Druck stehenden Kocher 22 über das Sicherheitsventil
18. Der Kocher 22 ist über seine Länge schwach konisch ausgebildet und verjüngt sich zum oberen
Ende hin. Vorteilhaft ist eine Konizität von etwa 31,4 mm im Durchmesser, bezogen auf 1000 mm
Länge. Im ol>eien Ende des Kochers 22 kann ein Filter
28 vorgesehen sein, wahrend sich am unteren Ende der Auslauf 29 befindet. Die Erwärmung des Gemisches
kann beispielsweise durch Dampf erfolgen, der in die Flüssigkeit eingebracht wird.
Die Fig. 2 bis 4 lassen im einzelnen erkennen, wie der weitere Transport des durch die Pumpe 16 über
das Sicherheitsventil 18 eingebrachten Gemisches in den Kocher 22 und durch diesen hindurch bis zur
Entnahmevorrichtung 26 hin erfolgt. Im unteren Kodierende ist der als Kolbenscheibe 32 ausgebildete
Kolben gelagert, welcher mit Löchern 34 versehen ist.
Die Kolbenoberfläche ist als Wendel mit einer Windung
ausgebildet, wobei die Wendelstufe durch die Platte 36 verschlossen ist. Sie befindet sich zwischen
der oberen Kante 38 und der unteren Kante 40 der Wendelfläche. Die Größe der Löcher 34 ist derart, daß
sie zwar den freien Durchtritt von Flüssigkeit gestatten, nicht jedoch den Durchtritt von Schnitzeln
oder anderen Faserstoffen. Die Kolbenscheibe 32 wird von der Kolbenstange 30 getragen, die sowohl eine
Drehbewegung als auch eine Verschiebung in axialer Richtung ausführen kanu. Die Förderung der aus dem
Behälter 12 unter Druck zugeführten Mischung durch die Öffnung 44 zwischen der oberen und unteren
radialen Kante 38 bzw. 40 der Kolbcnscheibe 32 erfolgt mittels der auf der Kolbenstange 30 befindlichen
Förderschnecke 42 durch das Rohr 43. in welches die
sich ati das Sicherheitsventil 18 anschließende Leitung
46 einmündet. Nach unten ist das Rohr 43 durch den Flansch 48 verschlossen und gegenüber der Kolbenstange
30 abgedichtet.
Das untere Ende der Kolbenstange 30 ragt in den Zylinder 50, der das untere Ende des Kochers 22
bildet. Der eingeschobene Teil der Kolbenstange 30 dient als Kolben, der mittels eines durch die Leitung
52 zuzuführenden Druckmediums axial verschiebbar ist. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die Kolbenstange
30 mit der Kolbenstange 32 vertikal auf- und abwärts zu bewegen, wobei die Aufwärtsbewegung
unter Druck von unten erfolgt, während die Abwärtsbewegung selbsttätig durch den Druck des Gemisches
im Inneren des Kochers 22 ausgelöst wird. Der Kocher 22 wirkt dabei wie ein Druckspeicher, der die Kolbenscheibe32
mit großer Geschwindigkeit abwärts bewegt, sobald der Zylinder 50 drucklos ist. Außer der
Auf- und Abwärtsbewegung der Kolbenstange 30 zur Bewegung der auf der Kol1>enfläche stehenden Gemischsäule
ist die Kolbenstange drehbar in Richtung des in der Fig. 2 dargestellten Pfeiles. Hierzu sitzt
auf der Kolbenstange 30 axial verschiebbar, jedoch gegenüber der Koltenstange unverdrehbar, das Zahnrad
54, welches seinen Antrieb durch das Ritzel 56 erhält, das seinerseits mittels eines nicht dargestellten
hydraulisch angetriebenen Motors 58 in Umdrehungen versetzt wird.
Im einzelnen arbeitet die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung folgendermaßen: Der aus festen
Teilchen und Aufschlußflüssigkeit ljestehende Brei
gelangt mit Hilfe der Pumpe 16 aus dem Mischbehälter 12 über das Sicherheitsventil 18, durch das
Rohr 46 und das sich anschließende Rohr 43 mittels der Schnecke 42 auf der Koll>enstangc 30 durch die
öffnung 44 in den unteren Teil des Kochers 22 unmittelbar oberhalb der gelochten Kolbenscheibe 32.
Im Verlauf des Auf Schluß Vorganges wird der Kocher 22 allmählich vollständig mit Gemisch gefüllt. Dabei
erfährt letzteres eine allmähliche Verdickung dadurch, daß die Flüssigkeit durch die Lochscheibe 32 unter
dem Kolben abfließt. Am oberen End« erfolgt die Entnahme
des Breies mittels der "Entnahmevorrichtung 26 kontinuierlich.
Während des Eiiispeisens des Gemisches in den
Kocher 22 dreht sich die Kolbenscheibe 32 l>eispielsweise
mit einer Geschwindigkeit vonetwaoUmdr./min
in Richtung des Pfeiles gemäß Fig. 2. Gleichzeitig erfährt die Kol1>en scheibe eine Auf- und Abwärtsverschiebung
und macht beispielsweise 12 Hübe pro Minute. Die Größe des Hubes zeigt die Fig. 2 mit der
strichpunktierten Linie 30a. Durch die Hübe erfährt das durch die öffnung 44 über die Kolbenfläche gelangende
Gemisch eine axiale Bewegung.
Die drehende und hin- und hergehende Bewegung, mit welcher die Kolbensctoeibe 32 auf das Gemisch
wirkt, fördert das Gemisch mit einer bestimmten, !,'leichförmigcn Geschwindigkeit nach oben, womit
ffleichzeitigeine Verdichtung verbunden ist. Die. Konizität
des Gefäßes mit F.rweiterung nach 0Ix1Ii tragt
dazu bei, daß nur ein verhältnismäßig niedriger Druck auf die Schnitzel beim Transport ausgeübt wird, so
daß Qualitätsverminderungen nicht zu befürchten sind. Während der aufgeschlossene Brei durch die
Entnahmevorrichtung 26 am oberen Ende des Kochers 22 ausgetragen wird, wird laufend durch die öffnung
44 neues Gemisch eingespeist. Während die hin- und hergehende Bewegung der Kolbenscheibe 32 im
wesentlichen den Transport durch den Kocher hindurch bewirkt, erfolgt durch die Drehbewegung eine
gleichmäßige Verteilung des eingeführten Gemisches über den gesamten Kocherquerschnitt. Wie bereits
erwähnt, dient dem Antrieb der Kolbenscheibe 30 ein hydraulisch angetriebener Motor 58, der bei ?t\x hohem
Widerstand bei der Drehung der Kolljenscheibe 32 selbsttätig anhält.
Die Hubbewegung der Kolbenschcibe 32 aufwärts
mittels eines Druckmediums im Zylinder 50 erfolgt zweckmäßigerweise verhältnismäßig langsam derart,
daß der Aufwärtshub etwa 90°/o der Zeit des.Gesamthubes
ausmacht. Der Abwärtshub erfolgt ,entsprechend wesentlich schneller unter dem Druck, welcher
im Kocher 22 herrscht. Die schnelle Abwärtsbewegung der Kolbenscheibe 32 läßt die noch unter der
»5 Scheibe 32 l>efindliche Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit
durch die Durchbrechungen 34 hindurchströmen, so daß feste Teilchen, die sich in den Durchbrechungen
festgesetzt haben, über die Kolbenscheibe 32 geschwemmt werden,
ao Das in der Fig. 5 dargestellte weitere Ausführungsbeispiel
gemäß der Erfindung unterscheidet sich von dem zunächst beschriebenen vor allem dadurch, daß
sich die Einspeiseöffnung nicht im Kolben, sondern in der Wandung des Kochers befindet, der in diesem
*5 Ausführungsbeisprel mit 74 bezeichnet ist. Die Einspeiseöffnung
ist mit 75 bezeichnet und befindet sich dicht oberhalb des Kolbens 82, wenn sich dieser in
seiner unteren Stellung befindet. Im einzelnen ist der Behälter 62 vorgesehen, der die Aufschlußflüssigkeit
aufnimmt. Der Rohstoff, nämlich Schnitzel oder andere Faserstoffe, befinden sich in dem Trichter 64. Die
Pumpe 66 fördert die Aufschlußflüssigkeit aus dem Behälter 62 durch die leitung 67 zum Dosierventil
68, das mit dem unteren Ende des Trichters 64 durch die Leitung 65 verbunden ist.
Im einzelnen ist das Dosierventil in der Fig. 8 dargestellt.
Der Ventilkörper 69 ist mit der Bohrung 70 versehen, welche in der dargestellten Stellung von
oben nachrutschenden Rohstoff aufnimmt. Nach unten ist die Bohrung durch das Sieb 72 von der Austrittsleitung 71 getrennt. Wird der Ventilkörper 69 Ium 90°
im Uhrzeigersinn gedreht, so strömt von der: Pumpe
66 her kommende Aufschlußflüssigkeit durch das Sieb 72 hindurch und bringt die in der Bohrung 70|belind-
liehen Schnitzel oder Faserstoffe durch die Leitung 75 in den unter Druck stehenden Kocher 74. An die Stelle
eines Dosierventils gemäß Fig. 8 können selbstverständlich auch andere Speiseeinrichtungen treten. Beispielsweise
kann eine Pumpe mit einem Schieberventil zusammenarbeiten, dessen Bewegung auf die Bewegung
des Koltons 82 abgestimmt ist. Auch der Kolben selbst kann bei seiner Verschiebung jeweils
im Wechsel die Einspeiseöffnung 75 öffnen und schließen. Gegebenenfalls kommt auch eine konti·
nuierlich arbeitende Einspeiseeinrichtung in Betracht, beispielsweise eine Schraubenpumpe. Der Kocher 74
ist ebenso wie der nach der Fig. 1 am oberen Ende
mit einem Sieb 78 und einer oberhalb desselben angeordneten Entnahmevorrichtung 76 ausgestattet. Das
Aufheizen kann auf die gleiche Art und Weise erfolgen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.
Am unteren Ende befindet sich die Abflußöffnung 79.
Aus den Fig. 6 bis 8 sind weitere Einzelheiten ersichtlich. Der Kolben 82, der entsprechend Fig. 9 mit
Durchbrüchen 84 versehen ist, wird von der Kolbenstange 80 getragen, die im unteren Ende des Kochers
74 gelagert ist. Der Durchmesser des Kolbens ißt derart gewählt, daß praktisch an seinem Außenrandc
vorbei kein Rohstoff unter den Kolben treten kann.
Claims (8)
1. Kontinuierlich arbeitender stehender Zellstoffkocher, welchem das Gemisch aus Aufschlußflüssigkeit
und Rohstoff, insbesondere Holzschnitzeln, von unten zugeführt wird, gekennzeichnet
durch die Kombination einer bekannten Einspeisevorrichtung und einem in vertikaler Richtung
bewegbaren Kolben (32 bzw. 82), der mit Durchbrüchen (34) für den Durchgang der flüssigen Anteile
versehen ist, wobei die Einspeiseöffnung (44 bzw. 75) für das Gemisch in oder unmittelbar oberhalb
der oberen Kolbenfläche Hegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenoberfläche die Form einer Wendel mit einer Windung aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelstufe durch eine
Platte (36) geschlossen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspeisung des Gemisches
durch eine etwa mittig im Kolben (32) angeordnete öffnung (44) erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich unterhalb der öffnung (44)
im Kolben (32) ein Rohr (43) befindet, das mit Abstand die Kolbenstange (30) umgibt und an
eine Zufuhrpumpe angeschlossen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (30) innerhalb
des Rohres (43) eine Förderschnecke (42) trägt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einspeiseöffnung (75) ein
Ventil (68) vorgeschaltet ist, das bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens (82) die Einspeisung
des Rohstoffgemisches unterbindet.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (32) drehbar gelagert ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 592 332, 843 659;
französische Patentschriften Nr. 537 038, 1 079 333; britische Patentschrift Nr. 726 579.
Deutsche Patentschriften Nr. 592 332, 843 659;
französische Patentschriften Nr. 537 038, 1 079 333; britische Patentschrift Nr. 726 579.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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| DE1072078B true DE1072078B (de) | 1959-12-24 |
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| DE (1) | DE1072078B (de) |
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