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P r o j e k t o r
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Die Erfindung betrifft einen Projektor zum Projizieren von Abbildungen
auf einen Bildschirm, mit einem Gehäuseunterteil, das die zum Erzeugen und Umlenken
des Lichtstrahlengånges dienenden Elemente enthält, mit einer dem Gehäuseunterteil
zugeordneten Filmauflage und einem oberhalb derselben angeordneten Objektiv, mit
einem um eine zumindest angenähert horizontale Achse am Gehäuseunterteil klappbaren
und von einem Bildschirmträger gehaltenen Bildschirm, mit einem Bildumlenkspiegel,
der um eine zur Klappachse des Bildschirm parallele Achse klappbar ist, und mit
einem als Deckel ausgebildeten Gehäuseoberteil.
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Bei einem bekannten Projektor dieser Art ist der Bildumlenkspiegel
in das als Deckel ausgebildete Gehäuseoberteil eingesetzt. In Betriebsstellung des
Projektors ist dieses hochgeklappt, wobei die Vorderkante des Gehäuseoberteils sich
im oberen Bereich des Bildschirmträgers an diesem abstützt. Um einen Lichteinfall
von den beiden Seiten her zu verhindern, sind an den Seiten Abdeckungen vorgesehen,
die der Form eines
Faltenbalges ähnlich sind und aus flexiblem,
folienartigen Kunststoff bestehen.
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Diese Ausführungsform hat mehrere Nachteile, von denen ein erster
darin besteht, daß das Gehäuseoberteil eine sehr stabile Ausführung haben und gegenüber
dem Gehäuseunterteil sehr genau geführt und gelagert sein muß, um eine Positionierung
des im Gehäuseoberteil befindlichen Bildumlenkspiegels mit der erforderlichen Genauigkeit
zu gewährleisten. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist ein großer technischer
Aufwand erfcrderlich. Der Projektor hat auch ein entsprechend hohes Gewicht. Da
der Bildumlenkspiegel mit dem Gehäuseoberteil fest verbunden ist, muß dieses eine
besonders stabile Auflage haben, um ein Vibrieren aufgrund von Erschütterungen odelv
dergleichen soweit wie möglich zu vermeiden, denn ein solches Vibrieren Würde sich
auch dem Bildumlenkspiegel mitteilen und zu einer Verschlechterung der Bildwiedergabe
führen.
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Ein weiterer Nachteil des bekannten Projektors besteht darin, daß
sich die seitlichen Abdeckungen nicht in allen Fällen selbsttätig nach innen hin
zusammenfalten, wenn das Gehäuseoberteil auf das Gehäuseunterteil herabgeklappt
wird, so daß ein Nachführen der Abdeckungen von Hand erforderlich wird.
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Hiervon ausgehend lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, mit möglichst
einfachen Mitteln einen Projektor so auszubilden, daß er eine weniger aufwendige.
und leichtere Bauweise haben kann, ohne daß hierdurch die Qualität der Bildwiedergabe
beeinträchtigt wird. Auch soll die Handhabung des Projektors vereinfacht werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
der in eine zumindest angenähert horizontale Ebene klappbare Bildumlenkspiegel am
Gehäuseunterteil angeordnet ist und sich bei herabgeklapptem Bildschirm unterhalb
desselben befindet.
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Hierdurch wird zunächst der Vorteil erzielt, daß das Gehäuseoberteil
nicht mehr den Bildumlenkspiegel enthalten muß. Es kann deshalb eine leichtere Ausführung
erhalten und auch in weniger aufwendiger Weise gehalten und gelagert werden. Die
Anordnung des Bildumlenkspiegels im Gehäuseobertei war auch Ursache für eine verhältnismäßig
große Höhe desselben. Demgegenüber kann das Gehäuseoberteil eines nach der Erfindung
ausgebildeten Projektors flacher sein. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der
Bildumlenkspiegel an demselben Gehäuseteil des Projektors gehalten ist wie der Bildschirm,
denn das Gehäuseoberteil muß jetzt in der Betriebs stellung des Projektors nicht
mehr eine genau justierte Lage haben. Es ist im übrigen auch technisch weniger aufwendig,
allein den Bildumlenkspiegel am Gehäuseunterteil mit der erforderichen Stabilität
und Präzision klappbar anzuordnen, als wenn dieselben Anforderungen für das den
Bildumlenkspiegel enthaltende Gehäuseoberteil erfüllt werden müßten. Da ferner der
Bildumlenkspiegel einschließlich eines zu seiner Befestigung dienenden Rahmens für
sich allein in herabgeklappter Lage verhältnismässig flach ist, läßt er sich ohne
Schwierigkeiten unterhalb des herabgeklappten Bildschirms anordnen.
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Zur Inbnutzungname des Projektors werden also zunächst das Gehauseoberteil
und der Bildschirm hochgeklappt.
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Bevor das Gehäuseoberteil im oberen Bereich auf den Bildschirmträger
augelegt wird, kann der Bildumlenkspiegel von Hand hochgeklappt werden.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann aber der
Bildumlenkspiegel mit dem Bildschirm bzw. dem Bildschirmträger durch einen mechanischen
Antrieb verbunden sein, so daß er durch das Klappen des Bildschirms in die Betriebsstellung
oder die Ruhestellung bewegbar ist. Hierdurch entfällt also das Betätlgen des Bildumlenkspiegels
von Hand, so daß die Bedienung vereinfacht wird.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform eines derartigen Antriebs ist erfindungsgemäß
gegeben, wenn ein den Bildumlenkspiegel haltender Spiegelträger einen Hebelarm mit
einem zur Spiegelklappachse radialen Führungsschlitz aufweist, wenn ein Zwischenteil
in einem Drehpunkt um eine zur Spiegelklappachse parallele Achse drehbar ist und
zwei von dem Drehpunkt ausgehende Hebelarme bildet, von denen der eine einen in
den Führungsschlitz eingreifenden Führungszapfen aufweist und der andere gelenkig
mit dem einen Ende einer Antriebsstange verbunden ist, deren anderes Ende gelenkig
am Bildschirmträger angreift.
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Das Zwischenteil dient hier zur Umkehr der Drehrichtung beim Klappen,
denn der Bildschirm und der Bildumlenkspiegel müssen in entgegengesetzte Richtungen
geklappt werden. Der dem Spiegelträger zugeordnete Führungsschlitz läßt sich so
bemessen und anordnen, daß bei einem Herabklappen des Bildschirms und des Bildumlenkspiegels
letzterer seine Klappbewegung in jedem Fall
beendet hat, bevor
sich der Bildschirm dem Klappbereich des Bildumlenkspiegels nähert. Entsprechendes
gilt für das Hochklappen des Bildschirms und des Bildumlenkspiegels.
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Vorteilhaft ist es, wenn der mitder Kupplungsstange verbundene Hebelarm
des Zwischenteils länger ist als der mit dem Führungszapfen versehene Hebelarm.
Hierdurch wird bewirkt, daß die Klappbewegung des Bildumlenkspiegels gegenüber der
Klappbewegung des Bildschirms entsprechend schneller, d.h. mit einer größeren Geschwindigkeit,
abläuft.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es günstig, wenn
die Kupplungsstange oberhalb der Bildschirmklappachse am Bildschirmträger angreift
und wenn die Hebelarme des Zwischenteils zueinander etwa V-förmig und so angeordnet
sind, daß sie in der Betriebsstellung einen sich nach oben öffnenden Winkel bilden.
Hierdurch ergibt sich eine besonders günstige Kraftübertragung.
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Im übrigen braucht das Zwischenteil nicht unmittelbar die Form zweier
einzelner Hebelarme zu haben, sondern es kann auch als massive Scheibe ausgeführt
sein. Wenn hier von Hebelarmen die Rede ist, so ist hiermit der jeweilige Abstand
der beiden Kraftangriffspunkte von der Drehachse des Zwischenteils gemeint.
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Ferner kann der Antrieb erfindungsgemäß so ausgebildet sein, daß der
Drehpunkt des Zwischeteils tiefer liegt als die Spiegelklappachse und daß der an
dem einen Hebelarm angeordnete Führungszapfen den Hebelarm des Spiegelträgers beim
Klappen desselben in Richtung auf die Ruhestellung nach unten drückt. Hierdurch
ergibt sich
zunächst eine besonders raumsparende Anordnung der
Antriebselemente zueinander. Auch erhält der dem Bildschirmträger zugeordnete Führungsschlitz
eine solche Lage, daß die von der Kupplungsstange während des letz -ten Teils der
Bewegungsabläufe beim Herabklappen ausgehende Antriebsbewegung innerhalb des Führungsschlitzes
ausgeglichen werden kann, ohne daß der Bildumlenkspiegel, der sich bereits in seinerherabgeklappten
Endstellung befindet, weiter mit einer Antriebskraft beaufschlagt wird.
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Weiterhin wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Bildschirmträger
und der Spiegelträger in der Betriebsstellung durch Federkraft in Anlage an mit
dem Gehäuseunterteil verbundenen Anschlägen gehalten sind. Die Anschläge gewährleisten
also eine genaue Positionierung in der Betriebsstellung. Da der Bildschirm und der
Bildumlenkspiegel durch Federkraft in der Betriebsstellung gehalten sind, ist es
nicht erforderlich, zusätzliche Arretierungen oder Rastungen für diese Stellung
vorzusehen.
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Eine entsprechende Ausbildung kann erfindungsgemäß z.B.
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derart erfolgen, daß zwischendem Spiegelträger und dem Zwischenteil
eine Zugfeder angreift und daß der Befestigungspunkt der Zugfeder in der Nähe der
Spiegelklappachse eine solche Lage hat, daß die Zugfeder beim Herabklappen des Spiegelträgers
um eine Verlängerung der Spiegelklappachse herumgeführt wird.
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Durch diese Umlenkung wird ein zusätzliches Spannen der Feder im letzten
Klappbereich vor Erreichen der Ruhestellung bewirkt. Der Bildumlenkspiegel braucht
also
nicht auf einer Unterlage oder dergleichen aufzuliegen, sondern er wird durch die
Feder freihängend schalen. Dies bedeutet unter anderem auch, daß die 130wegllngsablSiuLe
der. einzelnen Antriebselemente in bezug auf das Erreichen der Ruhestellung des
Bildumlenkspiegels keine besonders große Genauigkeit zu haben brauchen, wenn nur
eine Kollision mit dem Bildschirm vermieden wird.
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Ferner kann im Bereich der zwischen der Kupplungsstange und dem Zwischenteil
ausgebildeten Gelenkachse eine Feder angreifen, die die Kupplungsstange in Richtung
auf ihren Angriffspunkt am Bildschirmträger zu ziehen bestrebt ist. Durch diese
Feder kann also der Bildschirm in seiner Betriebsstellung an den ihm zugeordneten
Anschlag angedrückt werden.
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Da bei dem nach der Erfindung ausgebildeten Projektor der Bildumlenkspiegel
für seine Klappbewegung einen entsprechenden Freiraum benötigt, würden seitliche
Abdeckungen in Form eines Faltenbalges vielfach in diesen Klappraum eindringen,
wenn das Gehäuseoberteil herabgeklappt wird. Es gehört deshalb mit zur Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, dpe seitlichen Abdeckungen so zu gestalten, daß der Klappraum
für den Bildumlenkspiegel nicht beeinträchtigt wird.
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Dies kann erfindungsgemäß dadurch erreicht werden, daß die Abdeckungen
aus zumindest angenähert kreissektorförmigen und fächerartig zusammenschiebbaren
Lamellen gebildet sind.
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Die Lamellen lassen sich aus formsteifem Material z.B.
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als Stanzteile mit geringem Aufwand herstellen. Sie
benötigen
nur verhältnismässig wenig Raum,da sie in der Ruhestellung flach aneinander liegen.
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Derartige Abdeckungen sind aber auch für Projektoren verwendbar, bei
denen sich der Bildumlenspiegel noch im Gehäuseoberteil befindet oder auf irgendeine
andere Art angeordnet rist. Der Schutzumfang der die Ausbildung der seitlichen Andeckungen
betreffenden Ansprüche soll insoweit über den Gegenstand des Anspruchs 1 hinausgehen.
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Im Zusammenhang mit den seitlichen Abdeckungen wird erfindungsgemäß
weiterhin vorgeschlagen, daß eine Lamelle im unteren Bereich ihres dem Gehäuseoberteil
zugewandten Randes einen den Rand überragenden Mitnehmer und, im oberen'Bereich
dieses Randes einen den Rand überragenden Anschlag aufweist, an dem der Mitnehmer
der beim Anheben der Lamellen nächstoberen Lamelle angreift.
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Die Lamellen lassen sich auf diese Weise nacheinander aus ihrer Ruhestellung
herausziehen, da Mitnehmer und Anschlag so angeordnet und ausgebildet sind, daß
sie nur beim Auseinanderziehep der Lamellen eine kraftübertragende Wirkung haben.
Die Lamellen können aber auch durch andere, nur auf Zug beanspruchbaren Verbindungselemente
wie Bänder, Ketten oder dergleichen miteinander verbunden sein.
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Um zu gewährleisten, daß die Mitnehmer und Anschläge beim Zusammenschieben
der Lamellen nicht kollidieren, ist es erfindungsgemäß günstig, wenn der Anschlag
jeweils in der Lamellenebene liegt, während der Mitnehmer in Richtung auf die benachbarte
nächstuntere
Lamelle aus der Lamellenebene hervorsteht. Ferner
wird in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, daß die Lamellen in ihrem unteren Randbereich
jeweils einen in der Richtung des Mitnehmers aus der Lamellenebene hervorstehenden
Vorsprung aufweisen, der beim Absenken der Lamellen eine Vergrößerung des Abstandes
zwischen den Lamellenebenen bewirkt. Mit Hilfe der Vorsprünge läßt es sich erreichen,
daß die Anschläge beim Absenken der Lamellen eine andere Relativlage gegenüber den
Mitnehmern haben als beim Anheben bzw.
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Auseinanderziehen der Lamellen. Es wird im einzelnen.
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von der jeweilige Ausführung abhängen, wie groß die Höhe eines Vorsprungs
in der zur Lamellenebene senkrechten Richtung bemessen werden muß, um ein möglichst
weitgehendes Ineinanderschieben der Lamellen kollisionsfrei zu ermöglichen. Zweckmässig
ist es, wenn der Vorsprung jeweils zumindest in seinem nach unten gerichteten Flächenbereich
die Form eines Kugelsegmentes hat. Hierdurch wird erreicht, daß sich eine auflaufende
Lamellenkante an dem Vorsprung nicht verhaken kann.
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Wenn die oberste Lamelle am Bildschirmträger fest ist, ergibt sich
ein vollständig selbsttätiges Mitnehmen aller Lamellen beim Hochklappen des Bildschirms.
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Erfindungsgemäß kann ferner in Betriebsstellung des Projektors die
unterste Lamelle mittels eines Permanentmagneten am Gehäuseunterteil anliegend gehalten
sein. Hierdurch wird es möglich, daß sich auch die unterste Lamelle durch die sich
beim Herunterklappen des Bildschirms zusammenschiebenden anderen Lamellen aus der
Betriebsstellung heraus etwas zur Seite hin
verschieben läßt, so
daß auch die unterste Lamelle, deren Unterkante in Betriebsstellung etwa parallel
zur Oberseite des Gehäuseunterteils verläuft, nach unten in das Gehäuseunterteil
hineingeschoben werden kann.
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Um aufgrund äußerer mechanischer Krafteinwirkungen ein ungewolltes
Abheben des Gehäuseoberteils vom Bildschirm bzw. dem Bildschirmträger während des
Betriebes zu verhindern, wird erfindungsgemäß weiterhin vorgeschlagen, daß das Gehäuseoberteil
durch Federkraft an dem Bildschirm oder dem Bildschirmträger anliegend gehalten
ist.
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Dies kann in vorteilhafter Weise so geschehen, daß innen an der Rückseite
des Gehäuseoberteils und in der Nähe seines hinteren Randes ein etwa in horizontaler
Richtung geführtes, federnd nachgiebiges Band angeordnet ist und daß mit dem Gehäuseunterteil
verbundene Halterungen an dem Band angreifen.
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Beim Hochklappen des Gehäuseoberteils halten letztere das Band in
der Nähe des Gehäuseunterteils, so daß das Band während des Hochklappens weiter
gespannt wird und das Gehäuseoberteil nach unteren zieht. Letzteres liegt entsprechend
fest auf dem bildschirm oder dem Bildschirmträger auf.
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Nachfolgend wird eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
anhand einer Zeichnung näher beschrieben. Im einzelnen zeigen:
Fig.
1 in vereinfachter perspektivischer Darstellung einen Projektor in Betriebsstellung;
Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht des Projektors in Betriebsstellung,
teilweise als Schnitt; Fig. 3 eine Seitenansicht des Projektors in Ruhestellung,
teilweise als herausgebrochene Darstellung und im Schnitt; Fi.g 4 als Seitenansicht
den Antrieb zwischen Bildschirmträger und Spiegelträger in Betriebsstellung; Fig.
5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung während des Herabklappens des Bildschirms;
Fig. 6 eine Teil-Seitenansicht der als seitliche Abdeckung dienenden Lamellen; Fig.
7 die in Fig. 6 dargestellten Lamellen, gesehen aus einer um 90° geänderten Blickrichtung.
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Der Projektor hat ein Gehäuseunterteil 1o und ein als klappbarer Deckel
ausgeführtes Gehäuseoberteil 11. An einem Einbaurahmen 12 ist ein Bildschirmträger
13 um eine horizontale Achse 14 klappbar angeordnet. Der Bildschirmträger 13 hat
die Form eines Rahmens, in den ein Bildschirm 15 eingesetzt ist.
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Das Gehäuseunterteil enthält die zur Erzeugung des Lichtstrahlenganges
erforderlichen
Elemente, von denen hier nur eine Lampe 16 und ein Lichtumlenkspiegel 17 dargestellt
sind. An der Oberseite des Gehäuseoberteils 11 ist eine Filmauflage 18 in For eines
Kreuzschlittens angeordnet, der unter einem Objektiv 19 verschiebbar ist. Die Filmauflage
18 hat eine hier nicht im einzelnen dargestellte Auflageplatte und eine Andruckplatte,
die jeweils aus Glas bestehen. Im unteren Randbereich des Bildschirmträgers 13 ist
ein erster Bildumlenkspiegel 20 angeordnet, der die aus dem Objektiv 19 austretende
Lichtstrahlung in Richtung auf einen zweiten Bildumlenkspiegel 21 umlenkt. Von letzterem
wird die Strahlung auf die Rückseite des Bildschirms 15 umgelenkt. Der Verlauf des
Strahlenganges ist durch die strichpunktierte Linie 22 dargestellt Der Bildumlenkspiegel
21 ist um eine horizontale Achse 23 am Gehäuseunterteil lo klappbar angeordnet und
mit dem Bildschirmträger 13 durch einen Antrieb verbunden, der in den Fig. 1-3 nicht
dargestellt wurde, dessen Anordnung und Aufbau sich jedoch aus den Fig. 4 und 5
ergibt.
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Der Bildumlenkspiegel 21 ist an einem Spiegeltrger 24 befestigt, der
im Bereich seiner Achse 23 plattenförmig ausgebildet ist und unter anderem einen
Führungsschlitz 25 aufweist. In der in Fig. 4 gezeigten Betriebsstellung liegt der
Spiegelträger 24 an einem hier nur schematisch angedeuteten Anschlag 25 an, der
mit dem Gehäuseunterteil 1o bzw. dem Einbaurahmen 12 verbunden ist.
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Ein Zwischenteil 27 hat die Form einer dreieckigen
Platte
und ist um eine Achse 28 drehbar angeordnet.
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Ein am Zwischenteil 27 befestigter Führungszapfen 29 greift in den
FührungsschLitz 25 des Spiegelträgers 24 ein. Im Bereich einer anderen Ecke des
Zwischenteils 27 ist ein Gelenkpunkt 30 ausgebildet, an dem das eine Ende einer
Kupplunqsstange 31 angreift. Das andere Ende (I(rsclben ist -gclcnlriy mit dem Bildschirmträger
13 verbunden. Dieser liegt in seiner Betriebsstellung auf einem Anschlag 32 auf.
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Eine erste Zugfeder 33 greift an einer Ecke des Zwischenteils 27 an
und ist. mit ihrem anderen Ende an einer Stelle des Zwischenteils 27 befestigt,
die so gewählt ist, daß die Zugfeder 33 beim Herabklappen des Bildumlenkspiegels
21 noch stärker gespannt wird, indem sie um eine Verlänge;rung der Achse 23 herumgeführt
wird.
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Eine weitere Zugfeder 34 ist mit ihrem einen Ende am Einbaurahmen
12 befestigt, während das andere Ende im Gelenkpunkt 30 angreift.
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Wie Fig. 4 erkennen läßt, wirken die beiden Zugfedern 33 und 34 in
der Betriebsstellung jeweils so, daß sie den Spiegelträger 24 gegen den Anschlag
26 und den Bildschirmträger 13 gegen den Anschlag 32 drücken.
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Beim Herausklappen dieser Elemente in die Betriebsstellung wirken
die Zugfedern 33 und 34 ebenfalls unterstützend.
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Beim Herabklappen des Bildschirms 15 wird das Zwischenteil 27 durch
die Kupplungsstange 31 im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 28 gedreht, wobei der
Führungszapfen 29 den Spiegeiträger 24 nach unten drückt und im Uhrzeigersinn mitdreht.
Der zwischen dem Führungszapfen 29
und der Achse 28 vorhandene
Abstand wirkt insoweit als Hebelarm, während der zweite Hebelarm durch den Abstand
zwischen dem Gelenkpunkt 30 und der Achse 28 gebildet ist. Der durch diese beiden
Hebelarme gebildete Winkel öffnet sich inder in Fiy. 4 dargestellten Betriebsstellung
etwa nach oben hin, während der Führungsschlitz 25 sich in Richtung auf den Gelenkpunkt
30 öffnet und sich etwa radial zur Achse 23 erstreckt.
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Wie Fig. 5 erkennen läßt, beendet der Bildumlenkspiegel 21 beim Herabklappen
seine Klappbewegung früher als der Bildschirm 15, der in der dargestellten Stellung
noch einen wesentlich größeren Weg zurückzulegen hat.
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Der Führungsschlitz 25 ist so angeordnet, daß durch die weitere Bewegung
der Kupplungsstange 31 ein weiteres Klappen des Bildumlenkspiegels nicht mehr oder
nur in sehr geringem Maße bewirlt werden kann. Die Ruhestellung des Bildumlenkspiegels
21 ist strichpunktiert eingetragen.
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Seitliche Abdeckungen sind durch jeweils drei Lamellen 35, 36 und
37 gebildet, die etwa kreissektorförmig sind und aus formsteifen plattenförmigem
Material bestehen.
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Jede von ihnen hat in radialer Verlängerung der oberen Kante einen
sich in der Lamellenebene erstreckenden Anschlag 38 und in radialer Verlängerung
der jeweils unteren Kante einen Mitnehmer 39, der bügelförmig ausgebildet ist und
in einer zu der Lamellenebene senkrechten Richtung aus der Lamellenebene hervorsteht.
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Die Mitnehmer 39 sind der jeweils nächstunteren benachbarten Lamelle
35 bzw. 36 zugewandt und an der Unterseite abgeschrägt.
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Die Lamellen 35-37 haben ebenfalls aus der Lamellenebene senkrecht
hervorstehende Vorsprünge 40 in Form von Pragungen mit kugelsegmentförmiger Gestalt,
wobei die Höhe jeder Prägung etwa der halben Breite des Mitnehmers 39 in dieser
Richtung entspricht. Die oberste Lamelle 37 ist jeweils mit hilfe ihres Anschlages
38 am Bildschirmträger 13 verhakt und bildet die jeweils äußerste Lamelle, während
die untere Lamelle 35 innen liegt und in der Betriebs stellung mittels eines Permanentmagneten
41 am Einbaurahmen 12 anliegend gehalten werden kann. Die Lamellen 35-37 sind in
einem Drehpunkt 42 am Bildschirmträger 13 befestigt, wobei der Drehpunkt 42 mit
der Achse 14 identisch sein kann, aber nicht muß.
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Beim Hochklappen des Bildschirms 15 wird also zunächst die obere Lamelle
37 mitgenommen, bis ihr Mitnehmer 39 den Anschlag 38 der nächstunteren Lamelle36
erfaßt und auch diese Lamelle 36 angehoben wird. Der Mitnehmer 39 der Lamelle 36
nimmt anschliessend die untere Lamelle 35 mit, bis sich die Unterkante derselben
in etwa horizontaler Richtung erstreckt und der Permanentmagnet 41 die Lamelle 35
an einen metallischen Teil des Einbaurahmens 12 anzieht.
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Beim Herabklappen des Bildschirms 15 bewegen sich zunächst die Lamellen
36 und 37 nach unten, wobei die Vorsprünge 40 dieser Lamellen 36 und 37 eine Vergrößerung
des Lamellenebenen-Abstandes derart bewirken, daß der Mitnehmer 39 der Lamelle 37
sich nicht am Anschlag 38 der unteren Lamelle 35 verhaken kanne'wie dies aus Fig.
7 hervorgeht.
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Der Vorsprung 40 der unteren Lamelle 35 unterstützt das Lösen Dies
Pe':uanen agll(ten 41 bei de Abl:rtsbewiegung in die in lig. > dargestellte Ruhe:
telleng.
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Es ist im übriger von besonderem Vorteil, daß alle Lamellen 35-37
dieselbe Form haben können, wodurch Herstellung und zIontage vereinfaclt werden.
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Im unteren Bereich der Rückwand des Gehäuseoberteils 11 ist ein elastisches
Band 43 angeordnet, dessen beide Enden am Gehäuseoberteil 11 fest sind. Das Band
43, das z.B. aus Gummi bestehen kann, ist durch zwei Halterungen 44 geführt, die
mit dem Einbaurahmen 12 verbunden sind. Wenn das Gehäuseoberteil 11 hochgeklappt
wird, wird das Band 43 stärker gespannt. Zwischen seinen Befestigungspunkten am
Gehäuseoberteil 11 und der Klappachse desselben wird ein Moment ausgeübt, das das
Gehäuseoberteil 11 nach unten drückt. Somit liegt das Gehäuseoberteil 11 nicht nur
mit seinem Eigengewicht, sondern auch mit Hilfe dieser zusätzlichen Kraft auf dem
oberen Rand des Bildschirmträgers 13 auf, so daß das Gehäuseoberteil 11 gegen ein
ungewolltes Abheben von seiner Auflage gesichert ist und ein seitlicher Lichteinfall
während des Betriebes des Projektors vermieden werden kann.
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Bezugsziffernliste : lo Gehäuseunterteil 36 Lamelle 11 Gehäuseoberteil
37 Lamelle 12 Einbaurahmen 38 Anschlam 13 Bildschirmträger 39 Mitnehmer 14 Achse
40 Vorsprung 15 Bildschirm 41 Permanentmagnet 16 Lampe 42 Drehpunkt 17 Lichtumlenkspiegel
43 Band 18 Filmauflage 44 Halterung 19 Objektiv 20 Bildumlenkspiegel 21 Bildumlenkspiegel
22 Linie 23 Achse 24 Spiegelträger 25 Führungsschlitz 26 Anschlag 27 Zwischenteil
28 Achse 29 Führungszapfen 30 Gelenkpunkt 31 Kupplungsstange 32 Anschlag 33 Zugfeder
34 Zugfeder 35 Lamelle
Leerseite