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Die Erfindung betrifft ein Umschaltventil für Verbund-
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zähler der im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen und aus der DE-PS
1 960 735 bekannten Art.
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Bei dem bekannten Umschaltventil ist das Schließorgan durch einen
hydratischen Drücker bewegbar, der ständig vom Differenzdruck der eßflüssigkeit
vor und hinter dem Schließorgan und einer diesem entgegenwirkenden Feder beaufschlagt
ist und der beim Öffnen des Sckiließorgans von diesem abgehoben ist, nach dem Öffnen
durch Abnahme der Druckdifferenz sich in Richtung des Schließorgans bewegt und dieses
entgegen dem und in Abhängigkeit vom Strömungsdruck der Meßflüssigkeit mitnimmt,
bis nach dem Zurücklegen einer bestimmten Strecke ein starkes Federorgan wirksam
wird. und das Schließorgan schlagartig in die Sperrstellung drückt. Durch das bekannte
Umschaltventil werden Meßfehler im Umschaltbereich ausgeschlossen, wobei das Schließorgan
in der Offen-Stellung entlastet ist. Das Schließorgan weist an dem äußeren Umfang
eines Zylinders einen scheibenförmigen Ansatz auf, der mit einem ringförmigen Vorsprung
an der Innenseite des Gehäuses des Umschaltventils zusammenarbeitet. Der Abstand
zwischen dem Ansatz und dem Vorsprung bildet eine ringförmige Drosselöffnung. Wenn
nur der Nebenzähler läuft, befindet sich der Ansatz vor dem Vorsprung und, wenn
Haupt- und Nebenzähler laufen, befindet sich der Ansatz hinter dem Vorsprung. Wenn
das Schließorgan in Richtung der Schließstellung des Hauptventils bewegt wird, ist
einerseits die Federkraft und andererseits eine diesem entgegenwirkende Kraft wirksam,
die dem durch die Drosselung zwischen dem Ansatz und dem Vorsprung entstehenden
Druckverlust entspricht, bezogen auf den durch den Ansatz vergrößerten Gesamtquerschnitt
des Schließorgans. Der Abstand zwischen dem Ansatz und dem Vorsprung ist so bemessen,
daß eine Weiterbewegung des Schließorgans in Schließrichtung erst dann erfolgt,
wenn der Gesamt strom von Haupt- und Nebenzähler unter den
Wert
gesunken ist, der zum Öffnen erforderlich war. Ist dies der Fall, so passiert der
Ansatz den Vorsprung, der freie Durchgangsquerschnitt wird schlagartig erweitert,
die dem Federorgan entgegenwirkende Kraft fällt dadurch steil ab und ermöglicht
ein beschleunigtes Schließen des Hauptventils. Das Öffnen des Hauptventils erfolgt
ebenfalls schlagartig, da mit einer Bewegung des Schließorgans sofort eine Drosselung
zwischen dem Ansatz und dem Vorsprung erfolgt, so daß das Schließorgan zwangsläufig
durch die sich ergebende Erhöhung der Druckdifferenz mit seinem Ansatz den Vorsprung
passiert. Hinsichtlich der Umschaltpunkte des Haupt zählers bei steigender und fallender
Belastung arbeitet das bekannte Umschaltventil voll befriedigend. Es besteht jedoch
die Gefahr, daß sich zwischen dem scheibenförmigen Ansatz und dem ringförmigen Vorsprung
Kalkablagerungen bilden, die die Druckdifferenz am Schließorgan verändern und in
dem engen Spalt zwischen dem Vorsprung und dem Ansatz die freie Bewegung des Schließorgans
behindern, was zu einer unerwünschten Verschiebung der Schaltpunkte des Hauptzählers
führt, jedoch durch das starke Federorgan etwas ausgeglichen wird.
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Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Möglichkeit
zur Bildung von Ablagerungen zu reduzieren, um insbesondere ein rechtzeitiges Schließen
des Hauptventils bei fallender Belastung zu erreichen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß die kennzeichnenden
Merkmale von Anspruch 1 vorgeschlagen.
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Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß der enge Spalt des Drosselorgans
entfällt und statt dessen-ein gleichbleibend offener Durchlaß von konstantem Querschnitt
geschaffen v rds der ständig offen und durch mindestens eine Bohrung in dem Tellei
ender dem Sitzring des Steuerventils
gebildet ist. In einer derartigen
Öffnung ist die Gefahr von Ablagerungen, insbesondere Kalkablagerungen, erheblich
reduziert, da die Öffnung nur eine relativ geringe Umfangsfläche -hat und stets
gleichmäßig mindestens von dem Nebenstrom durchflossen ist.
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Um beim Einschalten des Hauptzählers sicherzustellen, daß das Hauptventil
erst öffnet, nachdem das Steuerventil geschlossen ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß das Hauptventil einen ringförmigen, elastisch nachgiebigen Sitz aufweist, der
mit einer Schließfläche an dem Ventilteller des Hauptventils zusammenwirkt. Zu diesem
Zweck kann das Dichtungselement auf der dem Sitz abgewandten Seite einen Druckraum
aufweisen, der über einen Verbindungskanal von dem Druck des Hauptstroms beaufschagt
ist. Dieses Dichtungselement arbeitet in der Weise, daß bei beginnender Öffnung
des Hauptventils der Eingriff zwischen dem Dichtungselement und der Schließfläche
des Hauptventils solange erhalten bleibt, bis eine Dichtungskante einer elastischen
Dichtung des Steuerventils mit einer zylindrischen Dichtungsfläche abdichtend in
Eingriff kommt. Nach Lösung des Dichtungselements von der Schließfläche des Hauptventiltellers
springt es in seine ursprüngliche Lage und Form zurück, was Voraussetzung für ein
rechtzeitiges Schließen des Hauptventils ist.
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Die bewegliche Dichtung des Hauptventils kann ersetzt werden durch
eine lagestabile Dichtung (z.B. O-Ring) wenn das Schließorgan ein auf diesem beweglich
angeordneten Element aufweist, das vor dem Öffnen des Hauptventils bei Eintreten
einer bestimmten Druckdifferenz eine Abdichtung des Steuerventils bewirkt, beim
Abfallen dieser Druckdifferenz nach dem Öffnen aber zum rechtzeitigen Schließen
diese Abdichtung bei gleicher Stellung des Schließorgans wieder aufhebt.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
unter Schutz gestellt.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben,
die anhand der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden. Es zeigt: Fig.
1 das Umschaltventil im Längsschnitt, Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel des
Umschaltventils im Längsschnitt, Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel des Umschaltventils
im Längsschnitt, Fig. 4 ein Ausführungsbeipiel für das Hauptventil und das Steuerventil
im Schnitt, Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel für das Hauptventil und das Steuerventil
im Schnitt, Fig. 6 ein drittes Ausführungsbeispiel für das.
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Hauptventil und das Steuerventil im Schnitt, Fig. 7 ein viertes Ausführungsbeispiel
für das Hauptventil und das Steuerventil im Schnitt, Fig. 8 ein fünftes.Ausführungsbeispiel
für das Hauptventil und das Steuerventil im Schnitt und Fig. 9 ein viertes Ausführungsbeispiel
des Umschaltventils im Längsschnitt.
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In Fig. 1 ist ein Gehäuse 10 für ein Umschaltventil gezeigt, an das
eine Hauptleitung angeschlossen ist, die von einem nicht dargestellten Hauptzähler
einen Hauptstrom 11 zuführt. Ein Nebenstrom 12 wird von einem nicht dargestellten
Nebenzähler über eine Nebenleitung zugeführt. Mit 13 ist der Gesamtstrom der Meßflüssigkeit
bezeichnet, der gemäß Fig. 1 aus dem Umschaltventilgehäuse 10 austritt. Die Nebenleitung
zwigt vor dem flauptzähler ab, hat ein Rückschlagventil und führt stets Meßflüssigkeit.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 werden der Hauptstrom 11
und der Nebenstrom 12 an einem Ende des Gehäuses 10 zugeführt, während das andere
Ende den Auslaß des Gesamtstroms 13 aufweist.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird der Hauptstrom 11 von
einem Ende her zugeführt, während der Nebenstrom 12 an dem anderen Ende in das Gehäuse
10 eingeleitet wird, von dort aus einen Einsatz 14 umströmt und dann in gleicher
Weise wie gemäß Fig. 1 ein Schließorgan beaufschlagt, das innerhalb des Einsatzes
14 gelagert ist.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 tritt'der Gesamtstrom 13
an einem Ende des Gehäuses 10 ein, während etwa in der Mitte der Nebenstrom 12 abgezweigt
wird und am anderen Ende der Hauptstrom 11 aus dem Gehäuse 10 austritt. Hierbei
befindet sich das Umschaltventil vor dem Hauptzähler bzw. dem Nebenzähler.
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Innerhalb des Gehäuses 10 ist koaxial eine feststehende Achse 15 angeordnet,
auf der ein Schließorgan 50 verstellbar gelagert ist. Das Schließorgan 50 ist von
dem Strömungsdruck der Meßflüssigkeit und einer dieser entgegenwirkenden Kraft beaufschlagt,
die durch eine Feder
16 aufgebracht wird, die bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen eine Schraubenfeder ist, die durch ein Halteelement 17 festgelegt
ist, das an der Achse 15 befestigt ist. Hierzu ist eine Verschraubung 18 vorgesehen,
die es gestattet, die Vorspannung der Feder 16 zu verändern.
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Auf der anderen Seite der Achse 15 ist eine weitere Verschraubung
19 vorgesehen, durch die die Achse 15 an einer Nabe 20 vastellbar gelagert ist.
Die Nabe 20 ist in dem Hauptstrom 11 durch Rippen 21 gehalten, die radial zu einem
Ring 22 führen, der an dem Gehäuse 10 befestigt ist. Die Nabe 20 hat eine Anschlagfläche
23 mit einem.
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eingelassenen Dichtungsring 24, an'dem bzw. der das Schließorgan 50
unter der Wirkung der Feder 16 zur Anlage gebracht ist, wenn der Hauptstrom 11 unterbrochen
ist und nur der Nebenstrom 12 über den Nebenzähler erfolgen kann.
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Konzentrisch zu dem Ring 22 ist ein Gehäusering 25 vorgesehen, der
mit mindestens einer Bohrung 26 versehen ist, durch die der Nebenstrom 12 ungehindert
hindurchtreten kann.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. -2 ist das Gehäuse 10 für eine
Topfbauweise ausgebildet, wobei der Einsatz 14 4 den gesamten Umschaltventil-Mechanismus
aufnimmt. Im Gesamtstrom 13 weist der Einsatz 14 radiale Rippen 27 auf, die eine
zentrale Nabe 28 halten, an der durch die Verschraubung 18 die Achse 15 fixiert
ist. Die Rippen 27 sind ebenso wie das Halteelement 17 gemäß Fig. 1 zum Fixieren
der Schraubenfeder 16 ausgebildet. Das in Richtung des Hauptstroms 11 weisende gegenüberliegende
Ende der Achse 15 ist glatt ausgebildet, und die Lagerbohrung des C-.hließorgans
50 ist durch eine Kappe 29 verschlossen.
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Mit dem Einsatz 14 sind koaxial angeordnet und verschraubt ein Sitzring
30 eines Steuerventils 60, ein Distanzring 31 mit mindestens einer Bohrung 26 für
den Nebenstrom 12 und ein Ventilring 32 eines Hauptventils 40. Der topfartige Einsatz
14 wird von der Seite des Hauptstroms 11 her in das Gehäuse 10 eingeschoben und
ist an der Seite des Gesamtstroms 13 gegenüber diesem durch eine Dichtung 33 derart
abgedichtet, daß zwischen dem Gehäuse 10 und dem Einsatz 14 ein abEeschlossener
Ringraum 34 entsteht, durch den der Nebenstrom 12 zu der Bohrung 26 und damit dem
Steuerventil 60 gelangt. Diese Anordnung trägt der Tatsache Rechnung, daß der Nebenzähler
gewöhnlich eine größere Baulänge aufweist als der Hauptzähler.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 weist das Gehäuse 10 drei
axial hintereinander liegende Kammern von etwa gleichem Durchmesser auf. In eine
erste Kammer 35 tritt der Gesamtstrom 13 ein. Zwischen der ersten Kammer 35 und
einer zweiten Kammer 36 befindet sich das Steuerventil 60. Die zweite Kammer 36
ist mit einem Auslaß für den Nebenstrom 12 versehen, der zu dem Nebenzähler führt.
Zwischen der Zweiten Kammer 36 und einer dritten Kammer 37 ist das Hauptventil 40
vorgesehen.
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Die dritte Kammer 37 steht mit dem Auslaß für den Hauptstrom 11 in
Verbindung. In dem Hauptstrom 11 ist ein Lagerring 38 mit radialen Rippen 39 vorgesehen,
die die zentrale Nabe 28 tragen, an der mittels der Verschraubung 18 die Achse 15
fixiert ist. Auf der Achse 15 ist das Schließorgan 50 entsprechend dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 gelagert.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 hat das Hauptventil 40 einen
ringförmigen, elastisch nachgiebigen Sitz 41, der an einem Dichtungselement 42 vorgesehen
ist, das als Lippendichtung ausgebildet ist, die zwischen dem
Ring
22 und dem Gehäuseteil 25 fixiert ist. Der Sitz 41 kann auch als ballige oder ebene
Kreisringfläche ausgebildet sein. Im Bereich des elastischen Dichtungselements 42
ist ein Anschlag bzw. eine radiale, ringförmige Anschlagfläche 43 vorgesehen, die
zweckmäßigerweise mit der Anschlagfläche 23 an der Nabe 20 fluchtet oder etwas gegenüber
dieser vorsteht, sofern noch der Dichtungsring 24 gegenüber einer gemeinsamen Schließflache
51 des Hauptventils 40 bzw. des Schließorgans 50 abdichtet. Die radiale Schließfläche
51 ist an einem Ventilteller 52 ausgebildet, an dessen Rückseite die Schraubenfeder
16 unter Vorspannung anliegt. Die Schließfläche 51 ist von dem Druck des Hauptstroms
11 beaufschlagt. Sobald die auf den Ventilteller 52 wirksame Druckdifferenz so groß
wird, daß sich die Schließfläche 51 von der ringförmigen Anschlagfläche 43 abhebt,
während der Sitz 41 des lippenförmigen Dichtungselements 42 den Dichtungskontakt
gegenüber der Schließfläche 51 noch aufrechterhält, wird der Druck des Hauptstroms
11 in einem Ringraum 44 wirksam, wodurch der Sitz 41 unter Lage an der Schließfläche
51 der Bewegung des Schließorgans 50 zunächst folgt. Nach dem Abheben des Sitzes
41 von der Schließfläche 51 springt das Dichtungselement 42 in die Ausgangsstellung
zurück, so daß beim Schließen des Hauptventils 40 die Schließfläche 51 mit dem Sitz
41 erst in Eingriff kommt, wenn sich die Schließfläche 51 unmittelbar vor der Anschlagfläche
43 befindet.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 und 4 ist das Dichtungselement
42 im wesentlichen als Kreisringscheibe 45 ausgebildet, die beispielsweise durch
den Distanzring 31 in einer Ausnehmung des Ventilringes 32 gehalten ist.
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Zwischen dem Boden der Ausnehmung und der Kreisringscheibe 45 ist
ein Druckraum 46 vorgesehen, der über mindestens einen Verbindungskanal 47 ständig
von dem Strömungsdr des Hauptstroms 11 beaufschlagt ist. Dieser
ist
im geschlossenen Zustand des Hauptventils 40 bestrebt, den Sitz 41 des Dichtungselements
42 unter abdichtender Anlage an der Schließfläche 51 zu halten.
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Steigt der Druck des Hauptstroms 11 und damit die Druckdifferenz an
dem Ventilteller 52, so wird dieser mit dem gesamten Schließorgan 50 entgegen der
Wirkung der Feder 16 von dem Ventilring 32 abgehoben, bis sich der Sitz 41 von der
Schließfläche 51 trennt. Dieser Weg des Schließorgans 50 kann durch einen Hubbegrenzer
genau festgelegt werden, der aus einem Vorsprung 48 der Kreisringscheibe 45 besteht,
der in eine Ringnut des Ventilrings 32 eingreift, die in axialer Richtung durch
einen Ringflansch 49-abgeschlossen ist. Die Ringnut ist entsprechend breiter ausgebildet
als die Dicke des Vorsprungs 48. Um zu verhindern, daß der innere Umfangsrand der
Kreisringscheibe 45 aus der Ringnut herausspringt, kann der Ringflansch 49 mit einer
etwas geneigten Anschlagfläche versehen sein, was Fig. 4 deutlich macht. Gleichzeitig
bewirkt der in db Ringnut eingreifende Vorsprung 48 eine bessere Abdichtung des
Druckraums 46.
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Die verzögerte Abhebung des Sitzes 41 von der Schließfläche 51 kann
auch auf andere Weise als beschrieben erreicht werden. So kann beispielsweise der
Druckraum hinter der Kreisringscheibe in einfachster Weise von dem Druck des Hauptstroms
11 dadurch beaufschlagt werden, daß die Kreisringscheibe 45 mit etwas Spiel in die
Ausnehmung des Ventilrings 32 eingesetzt ist, wie es Fig. 7 zu entnehmen ist.
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Der Ventilteller 52 des Schließorgans 50 ist gemäß Fig. 1 und 3 mit
einer Nabe 53 einstückig ausgebildet, die auf der Achse 15 hin- und hergleitend
geführt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist die Schraubenfeder 16
teilweise in einer zylindrischen Ringnut 54 angeordnet, die gegenüber der ersten
Kammer 35 und der zweiten Kammer 36 abgeschlossen ist.
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Der Ventilteller 52 kann auch gemäß Fig.'2 beispielsweise durch ein
Schraubgewinde 55 mit der Nabe 53 verbunden sein. Zweckmäßigerweise ist auf das
Schraubgewinde 55 gleichzeitig die Kappe 29 aufgeschraubt.
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Das Steuerventil 60 besteht gemäß Fig. 1 aus einer zylindrischen Dichtungsfläche
61, die an dem Gehäusering 25 ausgebildet ist und gegenüber diesem etwas radial
nach innen vorspringt. Gegenüber der zylindrischen Dichtungsfläche 61 ist eine elastische
Dichtung 62 angeordnet, die ein vollständiges Verschließen des Steuerventils 60
gestattet, sobald die elastische Dichtung 62 die gegenüberliegende Dichtungsfläche
61 passiert. Gemäß Fig. 1 besteht die elastische Dichtung 62 aus nachgiebigem, feuchtigkeitsundurchlässigem
Material, wie Gummi, und hat auf der in Richtung des Gesamtstroms 13 weisenden Seite
eine scharfe Dichtungskante 63, die auf einem bestimmten Abschnitt des Hubweges
des Schließkörpers 50 mit der zylindrischen Dichtungsfläche 61 in Eingriff steht.
Die ringförmige, elastische Dichtung 62 sitzt fest in einer Ringnut 56, die gemäß
Fig. 1 an dem Umfang des Ventiltellers 52 ausgebildet ist. In dem Ringabschnitt
zwischen dem Hauptventil 40 und dem Steuerventil 60 weist der Ventilteller 52 mindestens
eine diesen vollständig durchsetzende Öffnung 58 auf, die einen ständig offenen
Durchlaß für den Nebenstrom 12 darstellt. Dieser ständig offene Durchlaß bildet
zusammen mit dem vorübergehend vollständig verschließbaren Steuerventil 60 ein Drosselorgan,
das den Einschaltpunkt des Hauptzählers bei geschlossenem Steuerventil 60 aufgrund
der Druckdifferenz am Schließorgan 50 bestimmt. Entsprechendes gilt beim Abschalten
des Hauptzählers, wobei in der letzten Schließphase der Hauptstrom 11 und der Nebenstrom
12 ausschließlich durch die Öffnung bzw.
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Öffnungen 5¢ durchtreten.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 hat das Steuerventil 60 einen
Teller 59, der von dem Gesamtstrom 13 beaufschlagt und mit der Nabe 53 verschraubt
ist. An dem Umfang des Tellers 59 befindet sich die Ringnut 56 zur Aufnahme der
elastischen Dichtung 62 mit der Dichtungs-Kante 63. In dem Teller 59 sind mehrere
Drosselöffnungen 58 angeordnet, deren Gesamtquerschnitt den ständig offenen Durchlaß
des Drosselorgans bildet.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 weist die Nabe 53 des Schließorgans
50 einen radialen Lagerflansch 57 auf, auf dem ein Schieber 64 des Steuerventils
60 axial verstellbar gelagert ist. Der Schieber 64 hat eine Lagerbohrung 65, mit
der der Schieber 64 auf dem Umfang der Nabe 53 unter Zwischenschaltung eines O-Ringes
66 gleitend und dichtend geführt ist. Im Bereich der Lagerbohrung 65 ist ein Bund
67 vorgesehen, der an dem Lagerflansch 57 unter der Wirkung mindestens einer Druckfeder
68 und unter Freilassung eines Druckraums 70 anliegt. Die Kraft der Feder 68 ist
so bemessen, daß der Quotient aus der Federkraft und der Querschnittsfläche des
Druckraums 70 kleiner ist als der Quotient aus der Kraft der Feder 16 und dem Querschnitt
des Hauptventils, jedoch größer ist als der Quotient aus der Kraft der Feder 16
unt tuerschnitt des Steuerventils. Der Druckraum 70 zwischen einer radialen Wand
69 und dem Lagerflansch 57 wird über mindestens einen Kanal 71 in dem Schließorgan
50 vom Strömungsmittel mit dem Druck des Hauptstroms 11 beaufschlagt. Am Umfang
des Lagerflansches 57 befindet sich ein O-Ring 72, der an der Innenseite eines zylindrischen
Mantels 73 des Schiebers 64 anliegt. Auf der Außenseite des zylindrischen Mantels
73 befindet sich die Ringnut 56 zur Aufnahme der elastischen Dichtung 62 mit der
Dichtungskante 63. Die zylindrische Dichtungsfläche 61 ist an einem in dem Gehäuse
10 gelagerten Sitzring ausgebildet. Im geschlossenen Zustand des Hauptventils 40
gemäß Fig. 5 beaufschlagt der Nebenstrom 12 nicht nur das Steuerventil 60 sondern
verläuft auch durch
eine axiale Öffnung 58' in dem Sitzring 30
oder - wie angedeutet - durch eine radiale Öffnung 58 in der Nabe 53 des Schließorgans
50, die über einen axialen Kanal 74 mit dem Gesamtstrom 13 verbunden ist. Die Öffnung
58' bzw. 58 bildet den ständig offenen Durchlaß des Drosselorgans.
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Bei beginnender StrömungsmitteLunahme - (es fließt nur der Nebenstrom
12) - entsteht an der Dichtungskante 41 des Hauptventils 40 eine Druckdifferenz
in Höhe des Gesamtdruckverlustes des Nebenzählers mit Nebenleitung. Diesem Druck
steht die Kraft der Feder 16 entgegen und verhindert zunächst das Öffnen des Hauptventils
40. Uber den Kanal 71 und den Druckraum 70 bewirkt dieser Druck eine stromab gerichtete
Bewegung des Schiebers 64 entgegen der Kraft der Feder 68 und damit eine plötzliche
Drosselung mit nachfolgender Abdichtung des Steuerventils 60 durch Anliegen der
Dichtungskante 63 an der zylindrischen Dichtungsfläche 61. Damit wird der anstehende
Druckverlust plötzlich erhöht und wirkt statt auf den Querschnitt des Hauptventils
40 auf den größeren Querschnitt des Steuerventils 60 bzw. des gesamten Schließorgans
50, was bei der eine flache Kennlinie aufweisenden Feder 16 zu einer schlagartigen
Öffnung des Hauptventils 40 führt.
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Die damit verbundene stromab führende Bewegung des gesamten Schließorgans
ist erst beendet, wenn sich die Dichtkante 63 des Steuerventils 60 je nach Durchfluß
stärke mehr oder weniger weit stromab des Sitzrings 30 befindet und der Bund 67
des Schiebers 64 am Lagerflansch 57 anlegt, was sich aus der oben angegebenen Auslegung
der Federn 16 und 68 ergibt. Bei steigendem Durchfluß erhöht sich der Druckverlust
in dem zwischen Sitzring 30 und Dichtungskante 63 gebildeten- Spalt und drückt das
gesamte Schließorgan entgegen der Kraft der Feder 16 weiter stromab.
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Bei fallendem Durchfluß drückt die Feder 16 das gesamte Schließorgan
stromauf. Dabei nähert sich zunächst die Dichtungskante 63 dem stromab liegenden
Rand der zylindrischen Dichtungsfläc. 61 und dichtet bei weiterer Durchflußminderung
dort ab. Der Hauptstrom 11 und der Nebenstrorn ç fließen
nun gemeinsam
und ausschließlich über die Öffnungen 58 oder 58'. Bei weiterer Minderung des Durchflusses
wandert die Dichtungskante 63 durch die zylindrische Dic-htungsfläche 61 und bildet
an deren stromauf liegenden Rand einen sich schlagartig vergrößernden Ringspalt,
der zusätzlich zum Querschnitt der Öffnungen 58 oder 58' für den Durchfluß des Hauptstroms
11 und des Nebenstroms 12 zur Verfügung steht. Diese Querschnittsvergrößerung bedeutet
eine schlagartige Minderung des Druckverlustes und damit zwangsläufig auch der stromab
gerichteten Kraft und ermögliott durch die Feder 16 eine beschleunigte, stromauf
gerichtete Bewegung des Schließorgans und damit eine schlagartige Schließung des
Hauptventils 40. Der Hauptzähler ist an einem genau definierbaren Punkt abgeschaltet,
der bei einer geringeren Durchflußmenge liegt als der Einschaltpunkt.
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Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 5 und 6 ist das Dichtungselement
42 als einfacher, etwas zusammendrückbarer O-Ring ausgebildet.
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Ferner weist das Steuerventil 60 gemäß Fig. 6 gegenüber der zylindrischen
Dichtungsfläche 61 eine Blähdichtung 75 auf, die bei geschlossenem Hauptventil 40
über einen Kanal 76 in dem Teller 59 des Steuerventils 60 und in dem mit diesem
einstückig ausgebildeten Ventilteller 52 des Hauptventils 40 von dem Druck des Hauptstroms
11 beaufschlagt ist, während sich nach Öffnung des Hauptventils 40 ein Druckausgleich
im Bereich des Schließorgans 50 einstellt. Auf diese Weise ist das Steuerventil
60 vollständig verschließbar, während die Öffnung bzw. Öffnungen 58 in dem Teller
59 den ständig offenen Durchlaß des Drosselorgans bilden.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemaß Fig. 7 hat der Teller 59 des Steuerventils
60 eine zylindrische Umfangsfläche 77, die mit einer kegelstumpfförmigen Sitzfläche
78
zusammenarbeitet, deren engster Querschnitt an der stromab weisenden Kante vorgesehen
ist.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist die zylindrische Dichtungsfläche
611 an dem Teller 59 des Steuerventils 60 ausgebildet, während eine elastische Dichtung
62' mit einer Dichtungskante 63' in einer Ringnut eines Sitzringes 30' des Gehäuses
10 angeordnet ist. Der Druckraum 46 gemäß Fig. 4 kann auf eine kleine Erweiterung
46' am freien Ende des Verbindungskanals 47 reduziert sein. Durch die Lage des Druckraums
46' läßt sich vor dem Öffnen des Hauptventils 40 der Dichtungsdruck zwischen dem
Sitz 41 und der Schließfläche 51 genau dosieren bzw. erhöhen.
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Gewöhnlich ist mindestens eine Öffnung 58 in dem Teller 59 des Steuerventils
60 vorgesehen, doch kann alternativ gemäß Fig. 4 und 5 mindestens eine entsprechende
Öffnung 58' in dem Sitzring 30 mit der zylindrischen Dichtungsfläche 61 des Steuerventils
60 vorgesehen sein.
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Bei allen Ausführungsbetpielen ist der SchlieBquerschnitt des Hauptventils
40 kleiner als der Steuerquerschnitt des Steuerventils 60. Dieser Querschnittsunterschied
bringt bei geöffnetem Hauptventil 40 die gewünschte Druckentlastung dadurch, daß
die eine flache Kennlinie aufweisende Feder 16 statt auf den Schließquerschnitt
auf den größeren Steuerquerschnitt wirksam ist.
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Eine Reduzierung der Federkraft und damit wirksame- Entlastung der
Feder 16 ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 gegeben. Hierbei ist ebenso
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 in dem Gehäuse 10 ein Einsatz 14 angeordnet,
der sich radial nach innen erstreckende Rippen 79 aufweist, die einen konzentrisch
angeordneten hydraulischen Drucker 80 tragen, der zwischen den Rippen 79 einen Zylinder
81 aufweist! ier in Richtung des Gesamtstroms 13 geschlossen ist. Auf der von dem
Hauptstrom 11 abgewandten
Seite des Ventiltellers 52 ist eine
zylindrische Hülse 82 angeordnet, die sich in den Zylinder 81 hinein erstreckt,
wobei zwischen der Zylinderwandung und der Hülse 82 eine Rollringdichtung 83 angeordnet
ist. Der hydraulische Drücker 80 ist durch mindestens eine Öffnung 84 in dem Ventilteller
52 von dem Druck des Hauptstroms 11 beaufschlagt.
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Zwischen dem Ventilteller 52 und dem in Richtung des Gesamtstroms
13 weisenden Boden des Zylinders 81 ist die Feder 16 eingespannt. Das Hauptventil
40 kann nach einem der Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 4 bis 8 ausgebildet sein.
Ebenso kann das Steuerventil 60 nach einem der AusfUhrungsbeispiele gemäß Fig. 4
bis 8 ausgebildet werden. Der hydraulische Drilckg80 ist vor dem Öffnen des Hauptventils
40 von dem Druck des Hauptstroms 11 beaufschlagt, wobei der Druck innerhalb des
hydraulischen Drückers 80 mit dem Druck des Hauptstroms 11 vor dem Öffnen des Hauptventils
40 ansteigt, so daß zunächst das Öffnen des Hauptventils 40 verzögert wird, ohne
daß eine stärkere Feder 16 erforderlich ist.